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Illustriertes Sonntagsblatt

JE 107.

XXIV. Jahrgang.

Innern, daß

wünschen muffe, daß

® Regierungsvorlage hinneigen.

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zu können.

®er Bericht der X. Kommission des Herren- itna« CUl-E-1_____ < v . _

Ale Atters- und Invaliditats- verficherttttg.

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Marburg,

Mittwoch, 8. Mai 1889.

I ~e ^aran festhalte, daß die darin aufgenommene» I ®ä^e gegenüber den Beschlüssen des Abgeordneten-- hauses die richtigen seien, daß aber seine Erklärung lim Abgeordnetenhause nicht die Bedeutung habe, I daß die Staatsregierung, wenn das Herrenhaus de» I Beschlüssen des Abgeordnetenhauses beiträte, die Vorlage scheitern lassen werde. Er gab zu, daß I ^zwischen die Begriffe über fachliche und persönliche Kosten geklärt seien. Es hätte vielleicht erwöge» werden können, den Städten mit Königlicher Polizei« Verwaltung die Tragung der sächlichen Kosten z» belasien und nur eine Kopfquote für die gewöhnliche» Kosten aufzuerlegen. In der That sei aber eint unbillige Begünstigung der 21 Städte darin zu finden, daß in ihnen der Staat etwa »/» der Kosten trüge, während die übrigen zahlreichen Städte diese Koste» allein zu tragen hätten. Wie er auch zugebe, daß diese Städte, namentlich aus dem gemischten Ge­biet sehr viel leisteten, so behaupte er, daß da» Abgeordnetenhaus in der Rücksichtnahme aus die« selben sehr weit gegangen sei. Er sei an die Vor­lage der Staatsregierung gebunden, wie er auch eventuell bei den vom Abgeordnetenhause beschloße­nen milderen Sätzen für Annahme des Gesetze» I stimmen würde. Die Staatsregierung könne aber erst Stellung nehmen, wenn Beschlüsse beider Häuser vorliegen; hierbei sei es nicht ausgeschlosien, daß dieselbe dahin komme, lieber noch ein Jahr auf den Ertrag zu verzichten und dann wieder eine schärfere Vorlage einzubringen. Wie aber da» Staatsministerium sich dahin schlüssig gemacht habe, die Genehmigung zu dem Entwurf tn der vor« liegenden Form beim Kaiser zu beantragen, diese erfolgt und der Entwurf Gesetz geworden sei, so würde für die Staatsregierung zu einer Initiative behufs weiterer Aenderung des damit geschaffenen Zustandes solange keine Veranlassung vorliegen, al» nicht allgemein das Bewußtsein durchgedrungen sei, daß mit den beschlossenen Sätzen der Forderung der ausgleichenden Gerechtigkeit nicht genügt war Verschiedene Mitglieder der Kommission sprechen sich im Sinne des Berichterstatters für Ablehnung der Vorlage aus. Der Minister des Innern legte im Laufe der Generaldebatte Verwahrung gegen die Unterstellung ein, als wenn diese Vorlage 6e* stimmt wäre, die Einführung königlicher Polizei« Verwaltungen zu fördern. Die Befugnis hierz»

S?

Taube u. tto. in Frankfurt a. ML, Berlin, Hannover Paris.

Mschmtliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg md Kirchhain.

___________________________________ Exveditiou- Markt 21. Reaktion, Druck und Lerlaz von Joh.

Igemöfje geige des WittermigS Deckseis M, und daß Hefe schimmernden, tanzenden Flocken nichts andere»

I seien als Schnee.

I (Fortsetzung folgt.)

I sRach iuck verboten.]

Das Daris von heute

| Von Walter Frank.

I (Schluß.)

a."e einsichtigen Franzosen find bett* letntg, daß die Schulerbatatllone eine Spielerei find. L Bo» des dritten Napoleon Refidevz, den Tuillerie» I Kl !hente nichts mehr. Da» prachtvolle Sckloß I clh ?ou dou Kommunisten uiedergebrannt. Jetzt Imu* M e letzten Trümmer beseitigt, der Loden wird geschmückt. An den Taillerien-Platz I s?e Palast des Louvre, heute National-

befstu Hof Gambeitas gewaltiges Denk« "°l stebt- Mahnend hebt der einstige Diktator die

Nun, wir können das Weitere te' Lenn' was in Parts von der franzS« Kn?. £ ruTage tritt, ist nickt gerade geeignet, erwecken. Wer nun einige* mbliußerlichkeiten hat, der steht sofort, daß die Strammheit des fraozöfischen Soldate* ste eben zu Tage tritt, in hohem Maße der

5 entspringt, and daß die Di»,

fta n r? entfernt so stramm ist, wie bei unk. !®8r .alles nachlässiger zu. Mau steht ja sehr

ltästtge Leute, aber ihre Schnetdigkett ist mehr flottes Pariser Blut, al» militärische Durch, dudnug. Nicht wenige Soldaten find aber auch direkt lasch. Frankreich hat eine ungeheure Armee, aber °te strammen Soldaten von 1870 1871, die habe* WM», sondern abgenommen.

.D°S Leben in Paris, hat seine hohe Anziehung», kraft durch sein buntes, an Abwechselungen ungemei* reitöe» und endlich, für bestimmte Kreise, ziemlich lockeres Treiben. ES ist i* Paris, als ob alle Zage

Erscheint täglich uftet an «erttage» «ch 6o*n- und

rote bezüglich der Ortsgruppen wiederhergestellt, so I vorwärts in . * ___

tourbe bte Vorlage außerordentlich gewinnen. Und für die Zukunft mirh hi. ß=U t Hausfassung nicht einverstanden sei. In der General-

Im großen Ganzen jedoch wird man sich sagen und 3nbahÄ klärte der Minister det

muffen, daß, nachdem die Alters- und Jnvaliditäts- humanem, kulturellem und ^vor Staatsregierung allerdings wünschen muffe, dc

Vorlage soviele vorbereitende Stadien durchlaufen Gebiete zeitigen. ° sozialpolitischem | bte Regierungsvorlage wieder hergestellt werde mdei

hat, nachdem sie nunmehr bereits Jahre hindurch | n" ' ' *......

in der öffentlichen Diskussion einer Kritik unter-1 zogen ist, die an Schärfe nichts zu wünschen übrig! Berlin 6 ä»ai r* c. c .

äl"a5b bL°n*b^en und praktischen Vor-,heute der 7. Ge^urts^7g des Kr°n^pli n z"e n Die öffentlichen und viele

Der deutsche Reichstag hat am Dienstag voriger loche seine Beratungen wieder ausgenommen und sofort in die Fortsetzung der zweiten Lesung der lters- und Jnvaliditätsvorlage eingetreten. Mit wßer Spannung sieht man in ganz Deutschland

®er^UJe &er neu begonnenen Arbeiten entgegen;, nty, «uiyutw uie anneymoaren uno ptattijc

X rer früheren Freunde der schlüge die in dieser Diskussion auftauchten, in dem! Wil Helm gefeiert"' D?/

L 2iIPOl, '?en ®er^e^Un9 ber kaiserlichen Gesetze allmälig ihre Verwirklichung aefunden haben, Privatqebäud? der KauEnd/? ? ' V " Schaft vom 17. November 1881 sich in bad nunmehr weder von einem non linuef in dieser H^ptstadt hatten zu Ehren des

Wensche Lager begeben, handelt es sich nunmehr Frage, noch von einem schlechten fehlerhaften gesetz- ^4 Mr^ieK^^k^9^ nachmittag cht blos um die möglichst gute Ausgestaltung des lichen Aufbau des neuen Versichrrunassvstems aut seren- S b § Subkomitee der Samoa-Kon­ers- und Jnvaliditätsversicherungs - Gesetzes, s°n-I gesprochen werden kann 3m ®e9entea Sem an I ~ Der .Nordd. Allg.

r° um die Entscheidung der Frage, ob die letzte der Ausgestaltung unserer Gesetzgebung'Beteiligten sttzt zugeaÄen^ daü^ui N^ Weru"9

»heißung des sozialpolitischen Testaments Kaiser ist Zeit genug gegeben worden um sick ein Urteil 9 'm6?, Veranlassung der deutschen

I- W» «-it« oder auf bte l-ng-B-n- ou» m L D°L d7L-7» r» b,m ®.r,

»oben ««. M. es ift «WS als Selb«. Urteil Wt auch b-i ben <Dldfte« feft u«b al gti "off teW 5*"6,"CT6 W S«'l Sft, wenn einzelne Freunde der Vertagung der Ergebnis aller dieser Urteile im großen Ganzen ist Volirei-?nsne^r« m ^brnehmen nach ist utschetdung d.e Ansicht haben und dieselbe zu ver- die gegenwärtig im Reichstage der definitiven Ent- seiner ärmbmun^Ä!^^^^ Mulhausen behufs inten suchen, als könne b;e Alters- und Jnvalidi scheidung harrende Vorlage P 9?nrhh 5 r berufen borden. Die

Vorlage tn einer ihren Wünschen entsprechenden Sei einem solchen Stande der Dinge wäre es ß 9;* stellt in ihrem politischen

nm ^on in der nächsten Session den gesetz- wahrlich nicht angezeigt, jetzt noch äusser strikten welche sich^aus^dem^^ Thatumstänbe zusammen, tenden Faktoren des Reiches vorgelegt werben. I Erfüllung bieser oder jener Wünsche tu besteben ! Wobko-mnik b°o»« ber Sachen

nbeisnxnCm ®efe&e t,On fo weittragender Unvollkommen sind alle unsere Institutionen, auch hnf& LtoSnh h.,®enmatetiIe ergeben und wzw'eller Bedeutnng nicht gut möglich. Die Frage unsere Gesetze. Der Wunsch des Einzelnen muß Wohlgemutbs '«? ?? Verhaftung

-f also nicht etwa so gestellt werden: ob in dieser sich eben dem der Allgemeinbeit unterordnen, und I '. Rechtsgrundes und

-s also Nicht etwa so gestellt werden: ob in dieser sich eben dem der Allgemeinheit unterordnen unb I X ie°e" Rechtsgrundes und

nae-" ! der nächsten Session, sondern so: ob jetzt der letztere geht dahin, daß das Versprechen, welches befrmndetm Sta'^ ^Ä"^^ Verkehre zwischen nge- k, wenn dann überhaupt noch, erst nach längerer der große Kaiser den deutschen Arbeitern mit der I @ t mtu9l^en Herkommen. Der

ä die Alters- und Jnvaliditätsverficherung ein- sozialpolitischen Botschaft geg ben, voll und geny ein= ^un iröon erfiklt" I T« stod?er bie EJSf f0C' 5iCIäU w»d man Stellung eingelöst werde. Unsere Sozialpolitik V fe?n £nb' deutschen

371 muffen. ! Stückwerk bleiben. Bleibt sie es dennoch, so wird daselbst berhnften ' ^. bcn Io(fen' *^n

Jtun verkennen wtr durchaus nicht, daß die nur ber Weizen Derer blühen, welche mit der Ber- Verbrechet Ia"9 toie einen

mtoarttg öom Reichstage in zweiter Lesung bis hetzung der Volksklaffeu unter einander ihre eigen-^De/B»i» der rr s. » «

wenige Paragraphen festgestellte Vorlage manche süchtigen Zwecke verfolgen Deshalb erwartet das bouie« rnE sm»* X Kommission des Herren- ^e- enthält, mancherlei Ungleichheiten hervorruft, deutsche Volk von^^dem^^ Reichstage in emer bia d Lmti^ ®?e^nftouef betreffend bie Kosten in be ihrer Feststellung in zweiter Lesung ZuLensetzung, bei ber ;1^a9:tionaIT^aS fft @tabtremben

1 harrenden Paragraphen würden, namentlich die Majorität besitzen, daß er die Einlösung ber meifter m s®erfel6e lftrtiom Oberburger-! 8 b.e Beitragsbemessung betrifft, hier und da einmal gegebenen kaiserlichen Worte nicht unmöglich BerichteMatte^r r2st^^°chdem der iderungen vorzunehmen fein, wenn eine größere macht. 9 In^'^erstatter zunächst betont hatte, daß die Aus-

-ichmäßigkeit der Belastung für die einzelnen Unsere westlichen Nachbaren berauschen sich an Bnrhenra P°kizeiverwaltting durch Königliche Be- »erbszweige herbeigesührt werden soll. An die der Feier der hundertjährigen Wiederkehr des Ge-Iden Ktnnf u ° Tragung der Kosten durch

»hnhettsmäßigen Nörgler im Parlamente wenden denktages dergroßen Revolution" Sie ergehen nteinS i,,b?^9^ be Heranziehung der Ge-

f uns mit dem letzteren Appell nicht. Wir hoffen sich «° hochtönen'L Phrasen und GemeinMtzenL

daß tn dm diese Belastung behandelnden Dinge, die längst von der Kulturentwickelung der aber dch wobltbäti^ M richtig sei, daß «graphen von den Freunden der Vorlage gerade I Menschheit überholt sind. Wir Deutsche sind nücb-1 »mh h«a sn^rl ^9.-. V?lrkungen der lex Huene l jntereffe des Zustandekommens derselben Aende- ^nichts "Lowmiger^^aber^ Ä2e3 Städte

>»««* »eW »°ch «Wrtn9. Lf8»elW 3cig. wir. b«6 wir bi lebte"« » w 6W« retob ««f«e-

tt Regierungsvorlage hinneigen. Würde diese wirklichen verstehen. Nicht rückwärts in die $er= neaenurben- sprach er sich

^Punlte« bte Renten- imb Beitragsbemessung,!gangenheit, wie b» Bli-, ber Fra«,bl-n, Wben,,^ °«ch bl-Sl-M»,""?, 2 "te «-7-a°r"L

(Nachdruck verboten.) hübsch, nicht wahr? Aber nun will ich doch zu.! Der

Litt Kitt- -es-ettS. I"st zu Pollux gehen, denn jetzt bin ich ja doch noch I vor dem Kamin ntederoe^ss.» ^^ Jetne? Platz

zog eine ihrer laugen, schwarzen LockenRoderich", begann ber Oberst, ,ich stabe es Du^e aent/ich hfl' etni^11' R°bertch, woher hast

S1!' m,nn Mlte kaum fünfzehn Jahre! als fiemeiu Weib wurde" geborm^L 018

«tt erhob sich, ergriff bte San f.'hiet Leidteschas" bete!" »e^S«dli»b-'r,»^'nur "ihi,""ft °d-e"fich"um,om,ndf» d"<'- d-»n g»b ber geltere iti*aiant auf diese Weise pflegte der Vater! entwickeln, wie eben alle Blumen sich dort früher meiner w meiner Ehe brachte ich mit

sie unr. Äta, satten

>b beteetebb, bte er he« --..er «1. M te Lj WÄÄÄftft*;

AEst Du vielleicht selbst einige Worte an Roderich war dicht z* seinem Bruder getreten. Garten "6?*8nb,Atn tröstlichen " r »Sie wird ihn lieben lernen Phflipp, dafür bürgt Himmel war tr5^r<9. au§*

^nn, o nein, ich schreibe so ungern Briefe.' mir seine Persönlichkeit, und baft au*feine Mtlanna war bewölkt, die Baume und Straucher

lan sprang sie auf und eilte zum Kamin. Der zu ihr von Dauer sein wird dafür bürat mir Sein ar^e s"»tefich doch über bie bergige Lanb-

^^eckte ihr bie Hand entgegen: .Also kann Eharatter. Glaubst Du denn, daß eS mtt nW b?t helfen

Btatultereu, mein Fraulein Nichte?' | schwer würde, mich von meinem eiuriaen Kinde inÄ »lätter. Während der Nacht stürmte es!

'Gratulieren?' Ja, richtig! Aber sage,. Onkel, trennen? Wenn ich dies dennoch tS fo ift ba8 |S i^ L"frfih9en m°r9m beßa,nne® »".schneien.! k Pollux Sekommen in diesem Schnee-! denke ich, der beste Beweis, daß ich überzeugt bin, zimmer^trat" «mS c ^neB, Wohn-!

3a? Nun, dann will ich dem armen Tier um daß eS zu NieveS' Bestem geschieht!" Er wandte fid> nh ^r. es ' bet ^/?"ugfer zu erkundigen, 2?°°'Stücke Zucker bringen und sehen, ob und trat an daS Fenster. M btbHeer6e£ «»«<6 fei, and ich sie beretts

F,$8 M L* £Ä , mDu liebst Dein Kind, und doch herrscht oft cntiU(ftci" »»<f am

ieaT;»!! e?e8^ «^rraHt f$idt e8 sch eine mir unerklärliche Kälte und Förmlichkeit in K e6 t mW.'8'"11"6

Ke Vt * ben Pferdeställen nwherznlanfeu', I Eurem Verkehr mst einander. Weshalb bist Du nicht meinen ßals Ä. ^L08,8 ,te ae um!

.8fir C1 e* 1, ^1 v c au «herzlicher zu Nieves? Sie würde es bau* auch sein."! kett für $ hb k1 «nn0,eI Zärtlich.!

j»nr eine Braut', wiederholte Nieve» ungewiß.I Roderich antwortete nicht, aber bie Falte aufIninnl^ ' I "icht anders

im nadiffen Augenblick schou lachte sie: .Und seiner Stirn vertiefte sich wieder. ° Er dachte baran Sr^äntonft ir F-ier

"Wt langer Zeit werben alle bie fremde* Menschen I wie seine Tochter vorher den Onkel bearüstt hatte I arrangieren lassen. Es bedurfte I

D.« Ift -t,-mlt<h --d wte d-.. L Steter 9,161 Ä Ä,Kj5L d-? d-r L.r,-^,

l°er ste so sehr entzückte, nur eine durchaus natur-!