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Illustriertes Sonntagsdlatt

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toin eine solche gestellt mürbe, wäre nicht in

Polizeiagenten zu halten.

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Lahovary, der

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eine Reihe von Artikeln erscheinen lassen, welche

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Hübsch ist Taute Beliy wohl eigentlich nicht'

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ßrovifiont [2115

Bukarest, 4, Mai. Oberst Bruder des Ministers, einer der

amerikanische Matrosen. Ferner wird ein Bericht des Konsuls Knappe über die politische Lage in Apia mitgeteilt. Betreffs der Uneinigkeit unter den Anhängern Mataafas sagt das Weißbuch unter anderem, daß sich die Leute von ihrer Führerschaft losgesagt, auf eigene Rechnung und Gefahr Züge auf deutsche Pflanzungen unternommen und dort Gewaltakte begangen haben; sodann wird über die Bemühungen berichtet, die Aufständischen zur Auf­gabe ihrer Stellungen in der Nähe der deutschen Plantagen zu veranlaffen. Endlich wird ein Schreiben des amerikanischen Kommandanten vom 11. März, betreffend die ihm erteilten Instruktionen mitgeteilt. Die heutige Sitzung der Samoakonferenz beginnt nach­mittags 3*/* Uhr. Pastor Witte hat im Ver­lage von F. Fontane, Berlin, über seine Beziehungen zu Herrn Stöcker aus Anlaß des Verweises durch den evangelischen Oberkirchenrat eine Broschüre er­scheinen lassen, in welcher die ganze Korrespondenz mit Stöcker und auch ein Briefwechsel zwischen Witte und dem Herrn v. Hammerstein abgedruckt worden ist. Ter frühere Kampfgenosse des Herrn Hof­predigers Stöcker, der Schneidermeister Grüneberg, hat dem Oberkirchenrat neues Material zu dem Streitfall Stöcker-Witte unterbreitet, das angeblich für Stöcker sehr kompromittierend sein soll. Der Oberkirchenrat hat es jedoch abgelehnt, sich mit der Angelegenheit noch weiter zu befassen und hält sie für abgethan.

Zwei Pompiers und ein Wachtmann haben Ver­letzungen davontragen, doch sind ernstliche Unglücks­fälle nicht vorgekommen. Der materielle Schade», den das Feuer angerichtet hat, dürfte sehr bedeu­tend sein.

Tournai, 4. Mai. Bei der heutigen Senat- Ersatzwahl für einen bisherigen Klerikalen wurde der liberale Kandidat van Leerberghe mit 1703 ge­gen 1414 Stimmen, die auf den klerikalen Kan­didaten Stienon fielen, zum Senator gewählt.

Luxemburg, 4. Mai. Der Herzog von Naffan empfing heute vormittag eine Deputation der Kammer und des Staatsrates, welche eine Dankadresse über­reichte. Der Herzog erklärte, er sei tief ergriffen durch diese Beweise der Sympathie, die er nie ver­gessen werde, und bat um die Bewahrung gute» Angedenkens, wie auch er ein guter Luxemburger bleibe. Sein letzter Wunsch sei, daß die Luxem­burger noch lange treue, loyale Untertanen deS Königs-Großherzogs bleiben mögen. Der Herzog und der Erbprinz sind heute mittag von hier ab­gereist. Die Straßen waren von einer dichtge­drängten Menge angefüllt, welche den Scheidenden enthusiastische Huldigungen darbrachten. Am Bahn­hofe waren die Mitglieder der Kammer, des StaatS- rats und zahlreiche Beamte anwesend. Die Menge drang in das Innere des Bahnhof s und ließ d« Herzog bis zur Abfahrt des Zuges hochleben. Der Herzog brachte ein Hoch auf den König aus. Die Menge antwortete mit tausendstimmigen Vivats a»f den Herzog.

Marburg,

Dienstag, 7. Mai 1889.

ine MerF :n, der« hdem Dijü und i$

(Nachdruck verboten.)

Ein Kind -es Südens.

Novelle von R. Anüt.

(Fortsetzung.)

daß «ei, i Ziuiri^

ung nH ; Zwiebo

katal-S

»er» u5t Pflan^ mter W» Reltt* (3083

Petersburg, 4. Mai. Der Minister des In­nern, Graf Tolstoy, ist an der Brustfell-Entzündung erkrankt. Sein Zustand ist nicht besorgniserregend. Die Mitglieder des slavischen Komitees besuchten gestern den serbischen Metropoliten, welcher aus­sprach, die Angelegenheiten Serbiens würden, ob­gleich nicht ohne Kampf, so doch ordnungsmäßig sich entwickeln.Sswjet" tadelt anläßlich des Falles Wohlgemuth ernstlich die schweizerischen'Behörden, weil sie einerseits grundlos frembe Untertanen ver­haftet hätten, andererseits den Ränkeschmieden und Mördern Schutz gewährten. Die

sNachdruck verboten.^

Aas Paris von heute

Bon Walter Frank.

, (Fortsetzung.)

,'tner Bilderhandlnng sah ich sogar BiS- marcks Bild auSgelegt, und zum Uebetfluß hatte ^.^d-nbefitzer noch extra.Bismarck' unterzeichnet. Heimlich lächeln muß man allerdings, wenn man an den Schaufenstern die Produkte des Revauche- Gewonnen haben die Franzosen JßnMen °lso auch triumphierende Schl°-ht-nbtlder nicht Herstellen. Aber sie wiffen f** !u helft". Auf dem einen Bilde baut ein fron. Asch» Kavallerist einen deutschen vom Pferde, da wird ein deutscher Offizier gefangen genommen, dort *JV ^sbender Krieger dargestellt, welcher die ge- rettete Trikolora i» der Hand hält u. s. w. Da- nebe» finde» sich dann allerlei Bildchen, in denen z. B. ein Franktireur von deutschen Soldaten an L»? k>eha°üt wird, ein französischer Bauer ich weigert, deutschen Truppe» als Wegweiser zu *in<n ""solche überschwengliche Geschichten mehr. Aber das Schönste ist doch die Statne der Stadt Straßburg auf dem Conkordienplatze. lieber und wer lst das Denkmal mit Tranerkräuzen und Trauer- whueu bedeckt. Und damit gar nichts fehlt, ist am Sockel »och eine Tafel angebracht, auf welcher zu

, steht: »Qui vive? La France. L. D. P. (Patriotenliga.)' Jeder eifrige Franzose, der vorbei geht, schaut ehrfurchtsvoll hinauf. Im «runde ae- uommeu ist die Sache Kinderei. 8

Das Pendant zu den Boulevards, der arofte Sammelplatz für alle, welche ein wenig frische Luft djopfen wollen, bildet das Bouloguer Holz, weite anmutige Parkanlagen, in denen besonders an Sonn' tag Nachmittagen ein nugeheurer Verkehr herrscht »nd wo alle Extravaganzen der Pariser Mode zur Schan getragen werden. Und diese Extravaganzen- ! ahl ist eine Legion. Indessen man muß der

. ... ausgezeichnetste» Offiziere der Armee, hat in Widerlegung der in der Kammer gehaltenen Rede Bibescos über die Be- festigungsarbeiten in der .Jndvpedance Roumame'

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»ecialita»' e .Ne« i Port* gt FZ (17ü»|

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ben affaire zeige die Notwendigkeit in der Schweiz

ige» mutz Soun- und tS-Preis bei der Sxpe- 3 3RL 50 Pf,, (erfi.

die gespaltene Zeile Seile Pfg.

Mai. Heute fanden beim Sekretär ~atiif|iere und den Verwaltern des ehemaligen Kontor d'Eseompte Haussuchungen statt. Dem "^swps" zufolge ist der Haftbefehl gegen Hentsch beschlossen. Ernannt sind: der bisherige Gesandte Montevideos Saint Foix zum Gesandten in Mexiko, der bisherige Gesandte in Caraeas Saint Ehauffrey zum Gesandten in Montevideo, der Generalkonsul Lodnon Desforges zum Gesandten in Caracas. Ein erhebliches Feuer hat in der Mittwochsnacht bie Holzkonstruktionen des Magazins für Be- leuchtungswefen der Stadt Paris vollständig zerstört. Diese Lagerhäuser, die sich bei Auteuil befinden, b'ldeu im Grundriß ein großes Viereck. Dort werden viele der Stadtverwaltung gehörige Gerät­schaften aufbewahrt und das schnell um sich greifende Feuer verzehrte einen großen Teil des Festmaterial der Stadt Paris, Trophäen, Banner, Fahnen, Wappenschilder, Lampions, farbige Ballons, Lampen­pfähle, Gestelle zur Anbringung bunter Glaslämpchen u. s w. Hier befanden sich auch zahlreiche Gegen­stände, die bei den offiziellen Festen, Einweihungen und sonstigen Ceremonien gebraucht werden, wie Estraden, Festtafeln, Sesseln u. s. w. Alles ist ein Raub der Flammen geworden. Zum Glück sind die wertvollen Kunftgegenstände, die in einem am ersten Ende des Magazins befindlichen, erst längst in Stein errichteten besonderen Gebäude untergebracht find und unter denen sich außer Gemälden, Statuen, Büsten auch die prächtigen aus 10 Millionen Franken Wert geschätzten Gobliu- Teppiche befinden, die zur inneren Festausschmückung l>e§ Stadthauses dienen, von dem Feuer verschont worden. Dasselbe brach kurz vor 2 Uhr morgens aus und wurde zuerst von zwei auf der Runde be­findlichen Sicherheitswachleuten wahrgenommen. Nach­dem sie Lärm geschlagen hatten, trafen alsbald die Feuerspritzen aus Grenelles auf dem Brandplatze em. Die Flammen griffen mit entsetzlicher Schnellig­keit um sich und fanden an den reichlichen Holz- vorräten vollkommene Nahrung, der Himmel erglänzte weithin in blutrotem Feuerschein und in Paris glaubte man, daß eines der Ausstellungsgebäude in Brand geraten sei. Endlich wurden auch die Feuerwerksvorräte von den Flammen ergriffen und oin wirkliches Kunstfeuerwerk ging zischend und knallend zum Himmel empor und zeichnete glänzende Sprühregen in der Dämmerung. Um x/i4 Uhr morgens war auch das letzte Holzwerk eingeäschert mb allmälig wurde die Feuerwehr, die mit Dampf- pritzen arbeitete, des verherenden Elementes Herr.

nseiaem mmmt «trae» bte Expedition b Blattes.

sowie b. Annoncen»Bureanx von ßeofewftei» »»»>> Sooler

MÄÄÄttÄS;V- Jahrgang

"»in Frankfurt a. m., Berlin, Hannover. Paris.

" Tagesordnung befindet sich der Antrag Preußens, ktreffenb bie Abänderung des Paragraphen 4 des Strafgesetz - Buches. Die heutige Sitzung der ^amoa-Konferenz findet nachmittags 3% Uhr statt. pL Die «Nordd. Allg. Ztg.' bemerkt zu der Er- ch Körung des gefchäftsführend°n Ausschusses des Emin Pascha - Komitees, wonach Hauptmann Wißmann an

PaUseri» zugebe», daß sie sich zu halten versteht. Die Geschichte vou der Schönheit aller Pariserinne» ist eine angenehme Fabel, bte Zahl der Schönheiten ist an der Seine nicht größer wie anderswo, aber eine leichte graziöse Haltung kann ma» zahlreichen Pariserinnen gern zugisteheu. Aber auch diese glänzende Seite hat ihr trübes Schattenbild' Ma» kann auch wahre Jammergestalten unter der weib­liche» Bevölkerung scheu, Frauen und Mädchen, denen das bitterste, allerschlimwste Elend aus de» Augen schaut. Mau muß nur Paris nicht nach >eu Boulevards, dem Bouloguer Holz und de» Champs EltzseeS beurteilen: Such Frauen trinke» den gräßlichen Adsynth, dies Gift.

Die Triumphstraße vou Paris führt vom Triumph- >ogeu, welcher die Siege des ersteu Napoleon ver- herrlicht und dessen Durchgang die deutschen Truppe» bei ihrem Einzüge 1871 verbarikadiert fände», durch die Elyseetscheu Felder zum Covcordieu-Platze, a» welchem, wie schon oben erwähnt, die Straßburg- Statue unter anderen Städtc-Darstellnugeu steht. §art am Eintrachtsplatze rauscht die von zahlreiche» kleinen Persouen-Tampferu befahrene Seine vorüber u deren südlichem Ufer sich das Gebäude der Deputiertenkammer erhebt, unfern von welcher die -tzige Jubeläums-Ausstellung befindet. Die Herre» Volksvertreter haben de» Eintrachtsplatz, auf welche« wahrend der große» Revolution der unglückliche Ludwig, Marie Antoinette und Andere Hingerichtei wurde», vor Auge», aber von Einigkeit ist bei ihnen bekanntlich nicht viel zu bemerke». A» de» Covcordieu- latz schließt sich der iuteressante Tuillerieu-Garte» Nachmittags vou Tausenden von Kindern bevölkert. Auch zahlreiche Knaben im höheren Alter beteilige» ch dort an den Spielen und namentlich wird da- Ballspiel mit großer Vorliebe gehandhabt. Die - pariser Schüler find bekanntlich in Schüler-Bataillone eiugetheilt, und die jungen Krieger lausen auch tapfer mit ihrem Käppi umher.

(Schluß folgt.)

. iji L-uule rveny woyt eigeuinty uilyt,

rbwohl« «chte Nieves, aber gut ist sie, sehr gut. Wenn sie 130W' ..........

t SommS

KKchkntliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg md Kirchhain

Srveditto» Markt 21. Redaktion, Druck und Berlag vou Joh. A»g. Koch

r Frati 0:1 unb Stelle entscheiden werde, ob die Expedition

' durch das auistäiidische Gebiet zu führen fei, und

1 vonach ferner, 10 lange nicht die Unmöglichkeit der Aussührmig erwiesen sei, -an dem auch von dem

Wüt, und das thut sie freilich sehr häufig, ist es ®®ier, als wolle sie dahinter nur ihre Gutherzigkeit Decken. Aber weshalb sie Onkel Philipp »ur Mt anseheu will, und er wendet doch den Blick M von ihr. Er hat eben solche Augen wie der ^ter, dunkelblaue, aber er blickt so ganz aoders ca.ffrttfc it' f° ftei und offen und fast immer heiter.

Mlis Augen find immer ernst »nd oft traurig, "«te Leute sagen, man sähe auf den ersteu Blick, daß Arl Philipp und der Vater Brüder fiud; dabei «d sie doch so ganz v-rschiedeu."

. Dariu hatte sie Recht. Sie standen Beide noch ? beste» MauueSalter, und es wäre schwer zu be« k^wen gewesen, welcher der beiden hohen Gestalten ? Preis der Schönheit zuerkannt werden müsse, ^derich mit dem blonden Haar und vollen Bart, l? ta der eleganten, stets schwarzen Kleidung noch 2et den Eindruck eines HosmanneS machte, der fldor seiner Verheiratung gewesen, oder dem Oberst, die Uniform einen Anschein vou Ritterlichkeit sa»eh, und der, obgleich um fünf Jahre jünger als Bruder, doch meist für den Aeltereu gehalteu wurde. 2«ves schrauk zusammen, als der Vater plötzlich das Zweigen unterbrach, so war sie in ihre Gedanken TsNeft gewesen. Er hielt eine» geöffneten Brief in AHond nnd sagte: .Dies Schreiben erhielt ich Mer» Abend. ES ist von Herrn van Haaren und Dich, Ni-veS.«

..Sie schien die letzten Worte überhört zn haben doch nicht zn beachten, denn sie fragte: ,Hat X?1 van Haaren sich augemeldet? Will er im Früh- a*! wieder zu unS kommen? O, daS wird lustig!

Phllipp, dann mußt Du auch kommen, denn

Reichskanzler a-s patriotisch anerkannten Unternehmen festgehalten werden müsse.: Es sei unerfindlich, vorauf sich die Behauptung gründe, daß Fürst Bismarck die Emi» Pascha - Expedition als ein patriotisches Unternehmen anerkannt habe, nirgends fei eine berat tige Kundgebung bekannt geworden. Der Reichskanzler habe sich vielmehr abgeneigt ge- »Vuft&obes in ben aufständischen Gebieten Ostafrikas noch [293 bierte Macht wirksam werden zu lassen, deren wall« i ^°^Ehen, von der staatlichen Kontrolle unabhängig, zu weiteren Verwickelungen Anlaß geben könnte. Die Gefahr liegt nahe, daß die Mitglieder der Expedition in Gefangenschaft -geraten, die Erlösung derselben würde für das Reich eine schwere Aufaabe stw. Es sei unverständlich, wie der Ausschuß zu der Auffassung gelangte, daß Wißmann eine Ent­scheidung darüber zustehe, ob die Expedition durch las aufständische Gebiet zu führen fei, derselbe sei ufäfee M nut Kommissar des Reiches und abhängig von ben eflten N Instruktionen aus Berlin. Die Frage, ob der Emin ' Pascha-Expedition der Durchlaß zu gestatten sei,

Ausland.

Wie«, 4. Mai. In der gestrigen Sitzung des Gemeinderats erklärte der Bürgermeister auf eine bezügliche Interpellation, er habe bereits gegen die Einrichtung eines direkten Orientzugs Berlin-Pest- Konstantinopel ohne Berührung Wiens, wegen der hieraus für Wien erwachsende» Nachteile, beim Handelsminister Vorstellungen erhoben. Die dem Herrenhause zugegangene Volksschulgesetz-Novelle ent­hält folgende Bestimmungen: Die Kirchenbehörde besorgt und überwacht den Religionsunterricht und setzt die Stundenzahl und die Verteilung des Unter­richtsstoffes fest. Die Religionslehrer, kirchlichen Behörden und religiösen Genossenschaften müssen den Schulgesetzen und den Anordnungen der Schulbe­hörden nachkommen. Die Schulpflicht dauert vom 6. bis 14. Lebensjahre; in Dörfern und Flecken tonnen Erleichterungen eintreten. Wo Privatschulen den Bedürfnissen des Volksschulunterrichts entsprechen, kann die Errichtung einer entsprechenden öffentlichen Schule unterbleiben.

wenn Herr van Haaren hier ist, dann ladet Papa noch viel Besuch ein, »nd wir leben nicht mehr so einsam wie jetzt.'

,Ei, ei, NtcveS', entgegnete der Onkel, ,ich habe gar nicht gewußt, daß Du so vergnügungssüchtig bist. Hast Du den» das HauS fo gern voll Gäste, freut Dich das gesellige Leben so sehr?'

,O ja, ich hab iS gern, wenn so viel Menschen bei einander find, nnd alle so heiter wie im letzten Herbst. Ich höre so gern lacke», so gern wie ich elbst lache."

»Ich glaube Dir schon gesagt zu haben', unter, yrach sie der Vater, .daß eS fick um etwas Ernstes handelt, nnd daß eS ins besondere Dich betrifft.' Er schaute dabet mit einer gewissen Unruhe zn seiner Tochter hinüber, welche sich mtt sorgloscm Lächeln in ihren Stuhl zurücklehnte, die Füße auf dem Kissen kreuzt» und erwartungsvoll zu ihm aufblickte.

.Herr van Haare» schreibt mir allerdings, daß er in den Ostettagen gern nach Lodenwalden kommen möchte, doch er knüpft eine Bedingung daran. Er ägt, daß er Dick liebe, hält bet mir um Deine Hand an, und nur, wevn ich ihm Hoffnung auf Deine Einwilligung, sei» Weib zu werde», geben kau», wird er kommen. WaS hast Dn mir darauf zu ageu, Nieves?'

.Ich mein Vater ichES klang nur ein großes Erstaune» ans ihrer Stimme.

.Ich will Dich »icht zu einer Verbindung über­reden, welche Deinem Herzen entgegen ist', und wieder flog solch ein Blick voll scheuer Zärt­lichkeit zu dem jungen Mädchen hinüber .aber ich würde mich freuen, Deine Zukunft in die Hand gerade jemS Mannes legen zu können, da fein Charakter mir die sichersten Garantien für Dein Glück bietet.'

(Fortsetzung folgt.)

Pe-lsche- «eich.

j Berlin, 4. Mai. Der Kaiser ritt gestern l 5 lckUtz nachmittag nach Moabit und alarmierte das dort Mode Artillerie- sowie das Ulanen-Regiment. Die Kaiserin-Witwe Auguste ist heute früh 8*4 Uhr »ach Baden-Baden abgereift. Die nächste Sitzung -es Bundesrates findet am Montag statt. Auf der

'ui» eine iGuye gqieui rourae, wäre mHl in Eagamoyo, sondern in Berlin zu entscheiden. ~ Die Fortsetzung des Samoa-Weißbuches enthält einen Bericht des Konsuls Knappe, betr. die Wieder- irBnij der amerikanischen Zeitungsberichte über die - Perlktzung amerikanischen Eigentums bei dem Ein­heiten der kaiserlichen Kriegsschiffe, sodann einen Bericht über den Orkan vom 15. bis 17. März er., Eber die Zustände in Apia und über das durch Konsul der Vereinigten Staaten erlassene Ver­

löt der Verabfolgung von geistigen Getränken an