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Mchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg md Kirchham

Illustriertes Sonntagsblatt

Expedition Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. A«q. »och.

XL 100

er

lir vom

fteck-

ößerung

di ^riegel entgegen gehalten zu werden, mit

23.

k-artil Asangreikbes Heft, welche» Malereien von der k-d®1 6 ihrer so talentvollen Nichte enthielt. Plötzlich

irke.

ien

idj der aber triftig genug erscheint, um bei ge- »er Gelegenheit: »sei es von maßgebender Stelle, 8 von der deutschen Prcffe, den Amerikanern

ron ihrer Arbeit a«sbltck-»d, sah ste zu ihrer k hinüber. Auch diese hörte de» immer wieder- tobcn Schall, und das Auge auf ihre schöne ^richtend sagte sie, ebenfalls mit einiger Spannung:

igiere.

i allein die Deutschen.

hinzu tritt jedoch noch ein anderer Umstand, wsNes Wissens bisher noch .kein mal berührt

idle.

[2936

feste.

As geschah aber nicht, er hielt vielmehr bald *t Billa, was jedoch Tante und Nichte, da die Ar tS Wohnzimmers nach dem Garten hinaus '-.Acht seheu konnte». Daun hörten sie die ’ öffnen, und als aufgeregt wie sie war, Angela '«ch der Bor Halle begebe» wollte, vernahm, fie zu 'Freude Federigos Stimme. Gleich darauf Ntfa mit der Meldung eiu:

ältere Marchese bi Colouua wünscht den ^ffr» seine» Besuch abzustatteul'

Überrascht uud betroffe» tonnte Angela nnr ihre *anblidtn, welche statt ihrer sagte:

Besuch der Marchese wirb nur willkommen ;Nefa führen Sie ihn hierher!' und sich, als tkgangen, au Angela wendend, fügte fie hiuzn:

Angela das ferne Geräusch eines Wagens chwe», das fie in lebhafte Aufregung versetzte

)en*

Jinigej tndol’

[2 ■ 3

(2864 i.

beschäftigt, für die es sich warm in ihrem regte, Contessa Beatrice aber rührte iu Signora ras Sessel nab betrachtete mit regem Interesse

kündeten die Amerikaner öffentlich als we­sentlichen Gesichtspunkt ihrer Staatskunst für alle zwischenländische Beziehungen den Inhalt der sogenannten Monroe - Lehre. Darnach solle keiner europäischen Macht gestattet sein, sich in Angelegen­heiten, nicht etwa der Vereinigten Staaten nur — nein, des ganzen Erdteiles Amerika jemals irgendwie einzumischen. Es offenbart sich in dieser Heischung ein ganz .außerordentlicher Grad der Anmaßlichkeit. Nun möchte man allenfalls darüber hinwegsehen, wenn solcher Anspruch blos auf dem Papiere sich etwa geltend gemacht hätte, und wenn vor allem die Vertreter jenes Grundsatzes auch soviel Sinn für Recht amd Billigkeit besäßen, um dem be­haupteten Rechte auch entsprechende Wichten gegen­über anzuertennen. Wir haben aber noch jüngst erlebt, wie die Regierung zu Washington ganz ent­schieden sich gegen eine französische staatlich e Ünter- stützmig des Grafen Leffeps verwahrt, also daß die Gesellschaft des Panama-Unternehmens einstweilen einen Krach erfuhr. Wie kommen nun die Uankee dazu, im schreiendsten Widerspruche mit ihrem an­gemaßten Eingriffe in Mittel Amerika, das große Wort auf Samoa führen zu wollen?

Nach jeder Erdkunde werden die Schiffer-Inseln,' wozu auch Samoa gehört, doch zum Erdteile Australien' gerechnet. Man tönnte es nur freudig begrüßens wenn sowohl von Deutschland als von England solcher Hnnweis sofort beim Beginn der Beratungen zu Berlin geltend .gemacht würde. Früher oder später mußte die Monroe-Lehre doch einmal zu einer Auseinandersetzung zwischen den Vereinigten Staaten und den europäischen Mächten führen. Hier gelte für die Aankee „Enthaltsamkeit."

[Nachdruck verböte».^

Angela.

ArzLhbmg aus vergangenen Lagen.

(Fortsetzung.)

eia war mit dem Schreiben an Contessa

Irre Samoa-Frage

De diesen Montag die Abgeordneten der ver- rdwen Großmächte zur Besprechung der. Vor­ige «auf jener Inselwelt zusammentreten, so hier am Platze sein, gerade auf das Ber- ten der Vereinigten Staaten eisige Streiflichter m zu fassen.

Wenn bislang durch eine gaqze Reihe von tzen nur England und Deutschland wirkliche An-1 ftn auf .Samna zu wahren hatten, und zwars

»neigen nimmt entgegen bk Expedition b Blattes, [o»k b. »mwntm»nreanx von Haasrnstein und Vogler M&SÄSÄS&.'SS E. Jahrgang C«ibt tu tto. in Frankfurt e. BL, Berlin, Hannover. Varis.

•ei scheint Besuch zu kommen, Angela!"

•wenn er — wenn Giovanni e8 wäre!' ent- . Ae diese, und ihre GefichtSzüge sprachen Freude, Mong und tiefe Bewegung auS.

I i6tt ruhig teures Kind', bat ihre Taute, „denn ^7 Aitz, wer kommt, auch kau» bet Wagen vorüber-

Kentschrs Kelch.

Berkm, £7. April. Der Kaiser weilt auch heute als Gast bei dem iGroßherzog von Sachsen; über seine Rückkehr sind nähere Nachrichten noch nicht hier eingetroffen. — Die Kaiserin stattete gefter« mittag amt den drei älteren kaiserlichen Prinzen der Kaiserin Augusta einen längeren Be­such ab und unternahm gestern mit dem Herzog Ernst Günther zu Schleswig-Holstein und den beiden ältesten Laiserlichen Prinzen eine Spazierfahrt nach dem Schlöffe Bellevue. — Die amerikanischen Dele­gierten wurden heute vom Grafen Herbert empfangen. Diesem gegenüber gab Bates eine entschuldigende Erklärung über den Artikel in der „Century" ab, welchen die „Rordd. Wg. Ztg." an leitender Stelle veröffentlicht, mit dem Hinzufügen, Bates selbst

.Mut, Mut teures Sind, fein Kommen kann nur von guter Bedeutung für Dich sein--•

Z« einet Erwiderung blieb Angela keine Zeit, >enn von Josefa geführt, näherte sich der Marchese di Colouna, besten stattliche Gestalt nnb ernste, männ» lich schöne» GefichtSzüge durch bir ihn betroffenen chwere» Lreigniffe keine Veränberung erlitten. Bei >er gegenseitigen sötmliche» Begrüßung ruhete forschend ein scharfer Blick auf deu beide» Verwandten, die auch ihrerseits ihn prüfend betrachteten, bann sagte er mit tiefer, wohlklingenber Stimme unb einer Förm- lichkeit, die indes nichts Verletzendes hatte:

„Sie haben meinen Besuch gestattet--*

.Nehmen Ste Platz, Marchese", unterbrach ihn Couliffa Beatrice, unb beutete auf einen in ihrer Nähe befinblichen Sestel, währeub vor Erwartung nnb Angst, benn ihrem Verlobten konnte noch ein lnglück zugestoßen fein, Angelas Herz zu pochen begann. Der Marchese lehnte dankenb bte Aufforderung ab und sagte, sich nur an erstere menbenb:

.Contefla, durch die hochwürdige Aebttsfi» von Sama Maria, die Contefla bi Locarno in Celena nnb auch meinen Sohu unterrichtet, baß Ste bte' nächste Verwaubte von bet Contefla Angelina bi Locarno fiub--*, hier blickte er bezetchuenb nach

Angela hinüber —, .komme ich in einer Familien­angelegenheit zu Ihnen. Mein Sohn liebt, was auch Ihne» bekannt sein dürfte, Ihre Nichte. Er 1 t der Gegenliebe der tonte ff a gewiß nnb kennt l'ein höheres Glück als ihren Besitz. Da ich, was ich ihm auch geschrieben, mit ber Verbindung eiuver- tauben bin, so frage ich an, ob auch Sie Ihre Zu- tiwwuug bazu geben nnb halte in diesem Falle um i>ie Hand der Contefla Angelina bi Locarno für meinen Sohn Giovanni an!'

Eine momentane Pause folgte dieser Werbung teb Marchese, bei dadurch dem Verhältnis zwischen ' Ingda und seinem Sohn ein seiner Würde unb i »er Stellung angemessenes Ansehen verlieh. Contefla Beattice nnb ihre Nichte faßten bteS sogleich auf

mit Hren Gratisbeilagen

Kreisblati

1)ie Kreise Marburg und Kirchhain

und

[lnstrieries Sonntagsblatt

Etliche Postcmstalten, unsere Agentur in irchhain, -sowie für.hiesige Stadt un- r^rpeditionentgegen.

Die Exped. der Oberh. Zeitmrg.

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,oqoa I m gleichem Maße sie mester.

l29*” Zn den Zwanziger« dieses Jahrhunderts ver-

.Marchese es ift mir Ier fichentfernt, sagte Angela mit einem tiefen Atemzuge:

@eÄ" ^nbVbenV “ft. lchönes Spät am nächsten Nachmittag kam in rasche«

dS &er« SÄ 4 in "Ud-rem Tone Trabe ein Wagen von Neapel und fuhr die still! Und nu^Conttssa r chtt A M « Landstraße hinab. Auf dem Vordersitz desselben be.

OWZUMLMWM

bet H"le, nahm in strengförmlicher Weise I _________(Forts-tznng folgt)

Abschied nnb verließ, von Federigo gefolgt, welcher!

Bestellungen für die Monate Mai uafc 11a nehmen auf die "^cberhesfische Zeitnug

Erscheint täglich «nß« a Werktage» nach Bonn, md LAUH. ____

Feiertagen. — QUartal-AdonnementS-Preis bei der Srpe» ZvluTullTu.

bitionSe/.SL. bei den Postämtern 13«. 50 Pfg. (erft

tfS"** Dienstag, 30. April 1889.

VTg., meaatnen für Me fleue Ä> Pfg. ° ”

»njv vschland in weitaus größerem Maße, so haben bie Vereinigten Staaten eigentlich später erst mischt -arm dort Unfrieden zu stiften. Denn i it war auch nicht ein einziges amerikanisches idelshaus., keine Pflanzung dieser Leute vor- kn.

Solche Erwägung an und für sich dürfte allein e genügen, um über das ganze Gebcchren, wie es an den Schändlichkeiten des berüchtigten * » kennen lernten, den Stab zu brechen. Wenn

0 Jemand Grund zu gerechtem Unmute .hätte, £3QC ®ä$en es wahrlich nicht die polternd in Wort r r i Schrift auftretenden Amerikaner, sonder» einzig

habe die Veröffentlichung gewünscht, um die gegen [Boden eben nicht gedeihen kann Die Scbäden ■ Ach ^er9E$Betiffetntn(fi$etftTmUto .^ beseitigen, welche sich aus dem falschen Streben nach Bildung,' ■ SeubfeÄft ^ Weißbücher, aus das sich übrigens bis zu einem gewissen Grade mit b der deutschen Regierung her- dem überhand nehmenden Luxus deckt, ergeben sind vorgehe, se, fern Artikel gegenstandslos. - Die Herren-1 offenbar; Jedermann kann sie mit Händen areifm , genehmigte die Gesetzentwürfe über die die Ueberfüllung aller höheren und mittleren L'

des Polizeipräsidenten rufe spricht eine sehr deutliche Sprache. Weil nun ' 2 f^rl°"enburg und die Kreise Teltow die Schäden offenbar sind, glaubt sich auch Siebet»

Berw2ngsb7k^den°"der i“ der mann befugt, seine Heilkünste gegen dieselben an»

En»»» Ä ml^en der Provinz Posen in der zupreisen. Die Folge davon ist, daß es in den qr"oßer^M^eEbrb^^dag^NEEl"^."st^ "nb ?nte Kreisen der Schul«former gewissermaßen zum guten Steueröefeh^V'fiia0^^0« *^0^611™6^ ?°s Tone gehört, die Stimme der Fachmänner zu ver-

2 H SÄ’» $ tm Abgeordnetenhause achten und das Dogma aufzustellen, zur Lösung von Sü? r MntPrS,ln?t JS x a9e. Fragen der Gestaltung des höheren Schulwesens ge»

Ä der gesunde Menschenverstand, und Fachkennt-

oor Dftffn X X9 d'^er Vorlage Nicht nifle seien dabei eher hinderlich als förderlich. So

f 2 cDd) nid) zugegangen sehen wir denn, daß die zahlreichen Vorschläge,

mehr zuÄn wtt?^'b7^ s7^ugung auch nicht welche von den verschiedensten Seiten in dieser

klärlich Man w-iü St S u«°r- Beziehung gemacht werden, von Sachkenntnis durch-

b °uf H r ba6 em solcher aus nicht in bedeutendem Maße getrübt sind, unb

®Ä1 Ä d° «“ di- 8-,--- -m-- Revoluiion ta™ ö6«m

$;L ^-.Schulw-ft» ml, großer L-IchihKit »in»,gg,gingen so uohe stehen, an der Glaub- wird. — Daß unser höheres Schulwesen in aemifier nnterkckrist gemeldeten Vollziehungs-1 Weise reformbedürftig ist, wird auch von einsichtiger

Gr.2 T« zweifeln. Von dem Seite anerkannt, aber in denjenigen Kreisen welche

1 L ÄT Nichterscheinens des Gesetzes sich üon der Agitation in dieser Frage fernhalteu etwas. Kommt die nyt.., M'xi r ’n I sch ü vor, daß nur da Hand an»

Z 6 ^r£t09e «Erhaupt nicht, so ist gelegt werden dürfe, wo ein spezieller, genau er-

ß lt^ rätselhafter Vorgang. Fest steht, I kennbarer Uebelstand sich bemerkbar macht daß aber n b"^use alle Vorbereitungen für den die Grundlagen unseres auf historischem Roden

°er türkischen Botschaft, Mehemed halten bleiben muffen, wenn nicht unberechenbare Ren fiLrHh f1/” tC ^okretär, Nazmi I geistige und materielle Schädigungen des deutschen

8 ^"/e nach Konstantinopel. IVolkes eintreten sollen. — Dabeisind die Fragen

unseren fanni ’L ' fdjreibt : 2Benn M ob das Realgymnasium und die Ober-Realschule

Leren Llwes "ns^be§halben Berechtigungen wie das humaniNche worden ist, so bat das

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ü olaen t u rfl* Anstrengungen wäre, den Anforderungen, welche dieses Studium < •

r ru erreichen vermögen, dann Universität eröffnet werden, so würde die an sich thre Lehrpläne rc. dafür [schon vorhandene Gefahr, daß ein gelebrtes .J l gemacht, aber man denkt nicht daran, Proletariat sich entwickelt, in hohem Maße gesteigert daß eine Pflanze « emem für sie nicht paffenden werden, und dies muß unter allen Umständen L

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