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Wchmüiche Beilage«: Kreis-Blatt für dir Kreise Marburg mld Kirchhain. - Illustriertes Soimtagsblatt-

Exveditiou Marti 21. Redaktion, Druck und Strlag von Joh. Sag. E,ch.

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Erscheint tlflM außer n Bertiese* nach Sonn- und Seiertogen. - Qaertel-NdonnementS-Prri- bei der Expe- ditiou91/«Rt, bei den Postämtern »BL 50 Psg. (rett. Befklfltfe). JUsMonsgebLtzr für die ßespaltene Zelle ItO 8f6-, Reklamen für die Zelle 85 Pfg.

Marburg,

Mittwoch, 24. April 1889.

Imeigen nimmt entgehe» die Expedition ». Blatte», sowie d. Atmouren-Pnreaur von Haasenstein und Loaler teKmktzrt^«., LaffA. Magdlburam Wien; Rndolf Moffe in Irankfnrt e.Berlin, München n. »la: L Daube u. Co. in Frankfurt a.Berlin, Hannover. Paris.

XXIV. Jahrgang.

Berlii

Deutsches Reich.

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mutigen Aushaltens, Ser die Marine von jeher «uszeichnet, stets ferner erhalten. In diesem Sinne reife Ich das Glas. Die deutsche Marine, vor m das brave Offizierkorps, Hurrah. Auf eine «gäbe des Vorstandes der Handelsgärtner Deutsch- «ds auf Einführung eines Zolles für frische en und Gemüse, ist jetzt folgende Antwort er- °lgt Ew. Wohlgeboren benachrichtige ich hierdurch rzebenst, daß der Bundesrat in seiner Sitzung tom 14. v. Mts. beschlossen hat, der von Ihnen u Verein mit anderen Vertretern deutscher Kunst- ib Handelsgärtner an den Bundesrat gerichteten ingabe vom Februar v. Js. betreffend die Em- ihrung eines Eingangszolles für Schnittblumen, Äidegrün, Pflanzen, Gemüse rc. keine Folge zu . Ich überlaste Ihnen, den Herren Mitunter- ichueten der Eingabe hiervon Mitteilung zu machen.

Reichskanzler, in Vertretung: v. Maltzahn. Kriegsminister Verdy du Vernois und Staats- är des Reichsmarineamtes Heusner find zu Be- llmächtigten im Bundesrat ernannt worden.

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April zum Besuche des sächsischen Königspaares ach Dresden begeben. DerNordd. Allgem. i |tg. zufolge beantwortete der Kaiser den Toast «z Admirals Goltz in Wilhelmshaven solgender-

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Berlin, 20. April. Dem Vernehmen nach Leiben sich der Kaiser und die Kaiserin am

25. Kapitel.

Den Bericht d«S treuen Dieners ihres Verlobten NmalS eingehend überdenkend, hatte Angela eine «eile am geöffneten Fenster geseffen, alS fie FranceScaS wohlbekanntes Klopfen vernahm nnd diese alSbald st Zimmer betreten sah. Ihr fragend entgegenblickend, ttdahite sie deren sichtliche Erregung, nnd war einiger. Wn überrascht, sie sagen zu hören:

»Signora Angela, die Contessa hat den Besuch An Dame bekommen, welche auch Sie kennt und lchen und sprechen möchte--'

.Mich?', fragte befremdet Angela. »Wer aber ®*ute die Dame fein?*

»Sie wird es Ihnen selbst sagen, und hat mich beauftragt, sie Ihnen zu melden*, antwortete Navcesca mit zunehmender Erregung.

fe »So lassen Sie die Dame kommen*, entgegnete tegela, neugierig, wer tiefe sein mochte, und sah sich schnell entfernenden Kammerfrau voll Spannung M. Zu weiteren Gedanken aber blieb ihr keine Zeit *>« schon ward langsam die Thür geöffnet, und

[Nachvrnck »erboten.]

Angela.

Erzählung aus vergangenen Tagen.

(Fortse-nng.)

ein), j Ein. ;en vor elegatt' Preise reiner,

Dann teilte sie ihm alle ihre Gilebniffe, seit « ans der Villa Jsola entführt worden mit, nnd Wie schließlich, hinzu, daß sie sich jetzt, waS er He«ts ach erfahren, in dem sicheren Schutz der Conteffa . einff n Locarno befinde, enthielt sich aber, seiner Mutter K teilen, jeder weiteren Bemerkung.

Nach etwa einer Stunde verließ Federigo mit tesen beiden Briefen das Herrenhaus von Celena. St hatte die Contessen nicht wieder gesehen, Angela Ä aber mit freundlichen Worten und ihren herz- Aen Grützen an seinen Henn entlassen, und zugleich * Hoffnung ausgesprochen, daß sie bald alle in teapel wieder vereint sein würden.

2751 mßtn: Die Worte des Admirals haben mich tief gerührt. Zwei Gründe hatte ich, herzueilen; erstens f M der Korvette, die ich einst getauft, das Abschieds- vvUL* (leit zu geben. Sie trügt den Namen der Lieb- Iwgsfchwester des unvergeßlichen Kaisers, des ein­zigen noch lebenden Mitgliedes der Generation. b*e SjiwtenS drängte es Mich, gemeinschaftlich mit [274! -Hnen, der Männer zu gedenken, die ein so jäher lob in Samoa uns entriß. Diese wackeren Männer, guten Freunde und Kameraden, die sollen uns als [d. Lorbild dienen. Gott hat gewollt, daß sie sterben ng fft «ub siegreichem Kampf gegen Menschenhand im en un nötigen Kampf gegen das entfesselte Element für Ar Zu gaiser und Reich. Nicht ertrunken sind die Karne- Pensioi oben in Samoa oder auf der «Augusta", sondern ) Mark jefatten, ihre Pflicht bis zum letzten Augenblick er- >n Vor Mend. Dies Beispiel braver Männer möge uns [921 wranleuchten und zum Nacheiser anspornen, den Seift der Hingebung, der Disziplin und des todes-

,Berl. Tagebl.* läßt sich auS Thorn nüt- Wien, daß dort ein höherer russischer Offizier als besterck ^°n verhaftet worden sei. bet wit

e 28.

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Der Küliusminister v. Goßler empfahl in einer Verfügung vom 27. Oktober 1882 den preußischen Schulverwaltungen eine aufmerksamere Pflege des Jugendspiels n:ben dem Turnen. Eine Anzahl von Schulanstalten hat dieser Anregung Folge gegeben. In der Schulreformdebatte des Abgeordnetenhauses vom 6. März d. I. hat der Minister nun die Orte bezeichnet, in welchen seiner Anregung schon frei­willig Folge gegeben wurde. Unter diesen ist die Stadt Görlitz in erster Linie genannt. Daselbst sind diese Bestrebungen für die Gymnasien wie für die Gemeindeschulen schon im Jahre 1883, unter Mitwirkung des Gymnasialdirektors Dr. Eitner, von demselben Verein ausgenommen worden, welcher sich die Förderung des Handarbeits - Unterrichts für Knaben zum Ziel gesetzt hat. Der Minister hält diesen in weiteren Kreisen noch nicht bekannt ge­wordenen Vorgang für beachtenswert, und hat dem Vorsitzenden des Vereins, Landtagsabgeordneten v. Schenckendorff, in einem neuerdings an denselben gerichteten Reskript den Wunsch ausgesprochen, das, was in Görlitz nach dieser Richtung erreicht wurde, der Oeffentlichkeit zu übergeben. Der Verein wird diesem Wunsche in seinem 8. Jahresbericht ent­sprechen. Das Ministerialschreiben selbst lautet: Ich habe aus den mir überreichten Jahresberichten mit großer Befriedigung von Ihren Bemühungen um Ausbreitung des Arbeitsunterrichts, insbesondere von Ihrer erfolgreichen Thätigkeit zur Einführung und Pflege der Jugendspiele Kenntnis genommen. Auch die wirksame Teilnahme der städtischen Be­hörden nach dieser Richtung ist mir erfreulich. Was in meinem Erlaß vom 27. Oktober 1882 als er­wünscht und notwendig bezeichnet worden ist, sehe ich in dem, was von Görlitz berichtet wird, zum großen Teile erreicht. Daß ler Jugend der höheren Lehranstalten wie auch der Volksschulen das Be­wegungsspiel zur Freude geworden ist, und daß die Tellnahme der Bevölkerung an den Vorführungen von Spielen an festlichen Tagen sich zum Volksfest gestaltet, hat mein besonderes Interesse erregt. Wenn Ew. Hochwohlgeboren die Zeit gewinnen, das, was in Görlitz in der Pflege und Ausdehnung der Jugendspiele erreicht ist, der Oeffentlichkeit zu über­geben, so zweifle ich nicht, daß dies anregend auf weitere Kreise des Vaterlandes wirken und zur Nacheiferung reizen wird. Für die sehr erfreuliche Zusendung sage ich Ihnen den verbindlichsten Dank, den Sie auch den anderen Mitgliedern des Vor­standes gefälligst übermitteln wollen.'

Posen, 20. April. Amtliches Ergebnis der

Cont-ffa Beatrice trat ein. Einen Augenblick sie sprachlos auftarrenb. eilte sie ihr entgegen, und rief so überrascht wie erfreut!

»Signora Antonia, Sie Sie hier?*

»Ja, mein liebes Kind", erwiderte diese so ruhig sie vermochte, »und wahrhaft erfreut, Sie wohl und gesund zu sehen*, und damit reichte sie ihr beide Hände entgegen.

»Und auch Sie befinden flch wohl?* fragte diese ergreifend Angela, und führte sie zum Sopha, auf dem Beide Platz nahmen und sie sich stillschweigend wunderte, daß so schnell nach ihr Signora Antonia die Anstalt verlaffeu.

»Ja, leidlich*, erwiderte diese, sie liebevoll wie bewegt ansehend, »die Abwechslung und Aufregung der Reise ist mir gut bekommen. Auch habe ich eine treue und der Pflege gewohnte Begleiterin, die Sie ebenfalls kennen--

»Josefa?* rief Angela lebhaft und erfreut

»Ja, Signora Vitali hat eingewilligt, sie mir einstweilen zu laffen*, entgegnete Conteffa Beatrice kaum imstande, wie sie der nichts ahnenden Angela gegenüber ihren Bericht zu beginnen habe. Die augenblickliche Pause unterbrechend, fuhr fie, diese bedeutungsvoll ansehend, fort:

»Signora Angela, Sie wundern fick gewiß, mich so unerwartet in Celeua und hier in Ihrem Zimmer zu sehen, wie auch ich nicht wenig überrascht war, von Ihrer Anwesenheit Hierselbst zu hören--*

Ja, Signora Antonia*, antwortete Angela, »wenn­gleich Sie mir gesagt, daß Sie von Zest zu Zeit die Anstalt des Signora Vstali verlassen--*

»Daß ich diesmal gcthan, um wahrscheinlich nie dahin zurückzukehreu, daran find Sie schuld*, ant­wortete Conteffa Beatrice mit merklichem Nachdruck.

»Ich?* fragte, überrascht von allem, was fie hörte, Angela.

»Ja, mein liebes Kind, denn nufere seltsame Sehn­lichkeit hat mir keine Ruhe gelassen", entgegnete erstere

Reichstagswahl im 8. Wahlbezirke (Wrescben-Plcschen- Jarotschin). Von 11 778 abgegebenen Stimmen er­hielt Rechtsanwalt v. Dziernbowski (Pole) 9549, sein Gegenkandidat Tschuschke-Babin (konserv.) 2224 Stimmen, v. Dziernbowski ist sonach gewählt.

Asslarr-.

Wien, 20. April. DiePresse* sieht der Ankunft der Königin Natalie und des Exmetropoliten Michael in Belgrad ohne Besorgnis entgegen. In serbischen Regierungskreisen dürfte man, namentlich zu Anfang, mehr Grund haben, über die Wirkungen ber Heimkehr auf die Parteien zu klagen, als der österreichisch-ungarische Gesandte in Belgrad. Die weitere politische Entwickelung Serbiens hänge aus­schließlich von den Thaten der Regentschaft und des jeweiligen Ministeriums ab.

Rom, 20. April. DerOsservatore Romano* veröffentlicht amtlich die Ernennung des Nuntius in Belgien, Ferrata, zum Sekretär der Kongregation für außerordentliche geistliche Angelegenheiten, ferner die Ernennung der Erzbischöfe von Paris, Lyon, Bordeaux, Prag, Mecheln, sowie die des Geschäfts­führers der apostolischen Kanzlei, de Ruggiero, und des Vizekmamerlengo Apolloni zu Kardinälen.

PariK, 20. April. Von der Untersuchungs- Kommission des Staatsgerichtshofs wurde heute nachmittag General Ferron vernommm. Dem heute stattgefundenen Ministerrate legte der Minister des Aeußeren, Spuller, ein an die diplomatischen Vertreter Frankreichs im Auslande gerichtetes Rund­schreiben vor, in welchem dieselben aufgefordert wer­den, am 5. Mai ihrerseits ebenfalls eine Feier zur Erinnerung an die Ereignisse von 1789 zu veran­stalten, der Feier einen nationalen Charakter zu geben und zur Tellnahme an derselben die französi­schen Kolonien im Auslande aufzufordern.

21. April. Bei dem gestrigen Boulangisten- Bankett in St. Denis verlas Naquet ein Schreiben Boulangers, in welchem derselbe ausspricht, daß der Parlamentarismus bei den nächsten Wahlen auf friedlichem und gesetzmäßigem Wege vernichtet wer­den würde. Es wurden noch mehrere Reden ge­halten. Die Versammlung verlief ohne ernsten Zwischenfall.

Brüffel, 20. April. Gutem Vernehmen nach wird Boulanger Belgien verlaffen und am Dienstag oder Mittwoch sich nach England begeben. In einem gestern nachmittag stattgehabten Ministerrate machte der Minister des Auswärtigen, Prinz Chimay, Mitteilung von seiner Unterredung mit

in demselben Tone. Ich bin auch bereits in Neapel und in der Villa Jsola gewesen--*

»Wäre es möglich?* rief erstaunt und zugleich erfreut Angela. »Und haben Marcella gesehen nnd gesprochen?*

Ja, mein Kind", erwiderte Conteffa Beatrice, fie ist durch den Zuspruch der hochwürdigeu Aebtisstn vou Santa Maria Ihretwegen nach und »ach ruhiger geworden--

»Meine liebe, treue Marcella, und meine verehrte hochwürdige Frau Aebtesfiu I" rief Angela, und Thräuen fönten ihre Augen.

»Bon beiden kann ich Ihnen die herzlichsten Grüße bestellen, denn ich habe Letztere auch in Santa Maria ausgesucht*, entgegnete Conteffa Beatrice.

»Tausend Dank!" sprach lebhaft Angela. »Sie müssen mir viel von ihnen erzählen--

Ich habe Ihnen in der That viel zu erzählen, mein liebes Kind", versetzte bedeutungsvoll die Conteffa.

Von der hochwürdigeu Frau und Marcella?" fragte hastig Angela.

Bon beiden und auch vou ihueu unbekannten Thatsacheu, ans welchen Sie ersehen werden, daß nufere Aehulichkeit keine znfällige ist", autwortete wiederum mit Nachdruck die Conteffa.

Keine zufällige? fragte unglaublich Angela.Wie wäre das möglich?" So weit ich von meiner ber» ftorbenen Tante Alessandra weiß, find meine nächsten Verwandten längst tot--"

Und wenn aus besonderen Gründen Ihre ver­storbene Tante Ihnen die Wahrhett vorenthalten, fie auch uicht deren liebliche Nichte mären--"

Angela starrte die Sprecherin einige Augenblicke wortlos an, dann aber sagte fie hastig:

Ich verstehe Ihre Worte nicht, Signora Antonia, sprechen Sie deutlicher und laffen Sie mich alles erfahre»!"

Wohlan denn, Angela", erwiderte die Conteffa mit tiefer Bewegung,so vernimm, daß Du das Kind meiner verstorbenen Schwester bist, das wir ebenfalls

dem französischen Gesandten Bourse über die bou- langistischen Umtriebe. Ter Ministerrat beschloß, Boulanger Vorstellungen machen zu lassen, ihm die schwierige Lage der belgischen Regierung darzulegen, und ihn davon zu verständigen, daß gegen ihn binnen kurzem ein Ausweisungsbefehl erlassen wer­den dürfte, sofern er nicht freiwillig das Land ver­ließe; er habe ja ohnehin zu wiederholten Malen, auch dem Sekretär des Ministers der auswärtigen Angelegenheit gegenüber, feine Absicht, Belgien zu verlaffen und nach England zu gehen, ausgesprochen. Die Regierung erachte jetzt den Augenblick für ge­kommen, dieser Absicht Folge zu geben. Von die­sem Beschlüsse machte der Sekretär des Justizministers noch gestern Boulanger persönlich Mitteilung. Die­ser verständigte sich sofort mit Rochefort und ant­wortete, er werde Dienstag ober Mittwoch nach England abreisen. Wie es heißt, würden die in Brüffel anwesenden Anhänger des Generals den­selben nach London begleiten. Boulanger telegraphierte heute Vormittag an die englische Gesellschaft, welche ihm kürzlich einen besonderen Dampfer für seine Überfahrt angeboten hatte, und zeigte ihr seine be­vorstehende Abreise an, worauf die Antwort erfolgte, der Dampfer werde an dem Orte, wo er abreifen wolle, sei es Ostende ober Antwerpen, zu seiner Verfügung stehen.

Haag, 20. April. Gegenüber auswärts ver­breiteten Gerüchten von einer ernsten Verschlimmerung im Zustanbe des Königs wird aus guter Quelle versichert, daß das Befinden des Königs befriedigen­der ist, als seit Monaten.

London, 21. April. Ein Telegramm des Reuter'scheu Büreau* aus Zanzibar meldet, Dr. Peters sei gestern mit einem Dampsboot in Kllwa angekommen. Derselbe hätte versucht, in einem Hafen der Somaliküste zu landen; die Somali hätten ihm jedoch einen Brief übersandt, in welchem sie ihm anzeigten, daß man ihn töten würde, wenn er zu landen versuchen sollte. Die von der Re­gierung der Vereinigten Staaten zur Samoakonferenz ernannten Delegierten sind gestern abend in Queenstown eingetroffen.

Stockholm, 20. April. Die Kronprinzessin ist von einem Sohne glücklich entbunden worden.

Petersburg, 21. April. Der Kaiser hat heute folgende Ordensauszeichnungen verliehen: den St. Andreas Orden dem Botschafter in Wien Fürsten Lobanow, den St. Alexander - Newsky - Orden be« Botschafter in Lonbon, Geheimen Rat von Staal, den St. Annen-Orden 1. Klasse dem Gesandten in

tot geglaubt. Ste hatte gleich mir einen Conte di Locarno geheiratet, welcher ber Vetter ber Be­wohnerin dieses Hauses nnd des Conte di Locarno in Neapel gewesen, ber ans befonbeter Gefälligkeit gegen bie Marchesa bte Colonna, nufere entfernte Verwanbie, Deine Entführung auS ber Villa Jsola bewerkstelligt 1"

»Sagen Sie bie Wahrheit, Signora Antonia?*, ries, kaum ihren Ohren tranenb, Angela.

»Ja, mein teures Kind, zu bem ich mich schon beim erste» Anblick so unwiderstehlich hingezogen ge­fühlt*, entgegnete Conteffa Beatrice. »Doch nenne mich nicht mehr also, denn ich bin Deine Taute Beatrice wie Du meine Nichte, doch nicht Angela, sondern Angelina bte Locarno bist. Ehe ich aber damit beginne. Dir unsere Familiengeschichte zu er­zählen, was ick mit Zustimmung meiner Confine übernommen, will ich Dir einige kürzlich stattgehabte Ereignisse Mitteilen, die auch für Dich vou Wichtig, kett sind. ES ist bteS ber plötzliche Tob beS Conte bi Locarno, wie auch ber ber Marchesa bi Colonna, welche auf ihrer Besitzung am Golf einem kurzen, heftige» Leiben erlegen ist!*

»Wie? Giovannis Mutter wäre gestorben?* rief überrascht Angela. »Das aber muß er, als sein Diener ihn verlassen, »och nicht gewußt haben--

»Jedenfalls nicht, doch mag auch er jetzt von allem durch seinen Vater in Kenntnis gesetzt fein', antwortete Conteffa Beatrice."

»Ihr Tod schmerzt mich seinetwegen', fuhr Angela fort, »denn ich weiß, er hat feine Mutter sehr ge­liebt. Der des Conte kann mich nicht betrüben, nach­dem er so schweres Mißgeschick über Giovanni und mich gebracht. Sie haben sicherlich erfahren, Conteffa, baß er in ... . verwuubet barnieber liegt?"

»Ja, ich weiß eS durch einen Brief an meine Konfine", versetzte die Conteffa. »Aber, Angela, ober Angelina, willst Du nicht mich, bie Schwester Deiner verstorbene» Mutter, als Deine Taute ansehen und benennen?'

(Fortsetzung folgt)