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Illustriertes Sonntagsblatt

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letzten Gefechte gegen die Der-

Jn dieser Nacht zufolge ist der

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Rom, 3. April, tröffenen Nachrichten Abessinien an den im wische bei Matamah

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Marburg,

Freitag, 5. April 1889.

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t ^,»34 kann Euch nur sagen, daß ich hier einen »rftigen Wortwechsel gehört, nnd mag dabei wohl der junge Mann verwundet, sein Gegner aber ent. kommen sein. Bringt ihn in Eure Stube und laßt ihn dort bleiben, bis er wieder zu sich kommt, wo er Euch dann wohl alles erzählen wird. llebrigenS will ich ihn einen Angenblick an eine stärkende Essenz, d« ich gerade bei mir habe, und ihm gut thuu wird, ^kche" lassen» und ein kleines Flacon, mit einer durchsichtige» Flüssigkeit, aus der Tasche ziehend, öffnete er eS vorfichtigt nnd hielt iS dem nichtsahnenden Federigo einige Sekunden unter die Nase. ES dann wieder schließend, steckte er es ein nnd sagte:

»Tragt den jungen Mann fort Er wird sich chmll erholen und Ihr werdet dann alles erfahren!"

»Der Wirt und seine Frau, welche durch die un. unerwarteten Gäste eine gute Einnahme gehabt, kamen einer Auffordernng bereitwillig nach. Sie betteten Federigo auf ihrem großen alten Safa, untersuchten auch feine Wunde, und versuchten das hervordringende Blut zu stillen.

Eine Viertelstunde später war Stefanos Wagen bereit, und im Begriff, einzusteigen, sah er sich noch einmal nach dem Wirt oder feiner Frau um. Ersterer erschien und teilte ihm mit daß, der junge Mann ein Bewußtsein noch immer nicht wieder erlangt, ibgleich die Wunde zu bluten aufgehört habe, und e^lbst die heftigsten Schmerzen empfindend erwiderte

Stefano:

»Habt nur noch ein wenig Geduld, er wird schon ans feiner Ohnmacht erwachen, und Euch Eure Mühe nnd Sorgen reichlich vergelten. Ich kenne ihn und weiß, daß er dazu imstande ist. Jedenfalls komme

' gegen Morgen znrück, und wenn er bann noch nicht weiter gehe» kann, so will ich, falls er ed zuläßt, mich feiner annehmen. Vielleicht hält hier anch noch ein «»derer Wagen an, der mir zuvoi kommt, und wenn er mit dem fahren will, so müßt ihr ihn gewähren lassen!" nnd dem Wirt ein kleines G ldgefchenk reichend, be. lieg er den (einigen nnd folgte Tomaso.

Nation bei feite setzt. An dem Tage, wo ich be. rufen werde, vor meinen natürlichen Richtern, seien es eingesetzte Gerichtshöfe oder Geschworene ju erscheinen, werde ich auf eine Anklage zu ant- Worten haben, welche der gesunde Menschenverstand und das öffentliche Gerechtigkeitsgefühl bereits zurück­gewiesen haben. Ich werde mir zur Ehre rechnen, m'ch dem Ruse dieser Gerichte zu stellen, welche eine gute Gerechtigkeit üben- werden zwischen dem Lande und denjenigen, welche es korrumpieren, ausbeuten und ruinieren. Indem ich von hier auS unausgesetzt an der Erlösung meiner Mitbürger arbeite, werde ich in diesem Lande der Freiheit abwarten, bis die allgemeinen Wahlen endlich eine Republik hergestellt haben, in welcher man wohnen kann und welche ehrlich und frei ist.

London, 3. April. Die Morgenblätter ver­öffentlichen den Wortlaut der Briefe Stanleys, worin er den langen, strapaziösen und gefahrvollen Marsch von Aambuya nach dem Albert-Nyanzasee schildert, wo Stanley am 29. April v. Js. mit Emin Pascha zusammentraf und bei demselben bis zum 25. Mai verweilte. Emin befehligte damals 8000 Mann und lehnte es ab, Wadelai zu verlassen. lieber die künftigen Pläne Stanleys und Emins wird in den Briefen nichts mitgeteilt. Einer Meldung des Reuterschen Bureaus aus Auckland zufolge hat der letzte Orkan namentlich in Tahiti bedeutende Ver­wüstungen angerichtet. Biele Einwohner wurde» getötet und die Hauptstadt überschwemmt. Auf der Insel Tonga wurden 30 Personen getötet.

Newyork, 3. April. Das KriegsschiffJro- quois", welches sich gegenwärtig in Mare Island befindet, und das zur Zeit in Norfolk weilende KriegsschiffPesacola" haben Befehl erhalten, sich zum Abgang nach Samoa bereit zu halten.

Washington, 3. April. Der Senat vertagte die Beratung des Handelsvertrags mit Rußland bis zur nächsten Session.

.»Da» will ich, wen» Ihr mir wenigstens noch ob im Wagen eine Dame gewesen», entgegnete mderigo nnd lauschte zugleich nach der Landstraße,

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Stenn sie die Frage nach dem Verfasser wahrheits­gemäß beantworten. Gleichzeitig hat das Amts­gericht den auf morgen angesetzten Zeugentermin aufgehoben und die Aufforderung zur Zahlung der Geldstrafe zurückgenommen. Die Gesamtver­tretung der konservativen Partei in Berlin (C. G. 53.) hat an den Fürsten Reichskanzler folgende Adresse gerichtet: Durchlauchtigster Fürst! Ew. Durchlaucht wollen uns hochgeneigtest gestatten, daß wir im Santen der Konservativen Berliner Bewegung Hoch'

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obiger

1889

demselben die herzlichsten und wärmsten Glück- und Segenswünsche aus Anlaß der Wiederkehr des Tages zurusen, an welchem Ew. Durchlaucht durch Gottes Gnade zum Heile des deutschen Vaterlandes das Licht der Welt erblickt haben. Wir bitten zu Gott, daß er Ew. Durchlaucht recht lange noch für Kaiser und Reich erhalten möge. Mit diesen unseren innigen Wünschen schließen wir uns den allerwärts zu Ew. Durchlaucht dankbar aufblickenden Verehrern herzlich an. Wir werden richt nachlassen in dem Streben, der Politik, welche von Sr. Majestät dem Kaiser und Allerhöchst dessen Erlauchten Vorgängern in widerholten Kundgebungen als für das deutsche Reich und für Preußen heilsam vorgezeichnet und von Ew. Durchlaucht so wirksam getragen worden ist, in Berlin immer mehr Anhänger zuzuführen und werden uns dabei stets von der dankbaren Hin­gebung und Verehrung leiten lassen, in welcher wir verbleiben Ew. Durchlaucht treu gehorsamste Die Gesamtvertretung der konservativen Partei in Berlin. (Unterschriften.) Berlin, 1. April 1889. Die Adresse ist in einen prächtigen Einband von dunkel­blauem Sammet und schwerem Silberbeschlag ge­bunden. Auf dem Vorderdeckel befindet sich das künstlerisch gravierte Wappen des Fürsten. Die Adresse selbst ist ein Meisterwerk der Kalligraphie. Der deutsche Geographentag wird hier in den Tagen vom 23. bis 26. April stattfinden. Mit dem Kongreß wird eine Ausstellung vorbereitet, welche sich auf die Ausführung von Höhenmessungen, sowie auf deren Verwertung bei graphischen und plastischen Darstellungen beschränken soll. Dieselbe wird für die Mitglieder und Teilnehmer des Geogrophentages unentgeltlich vom 23. bis 28. April geöffnet sein und in dem Museum für Völkerkunde, Königgrätzerstraße 120, statthaben.

Der Wirt, die stdlichteste Mensche nnotur, bte je als solche eristiert, blickt» ihm nackdenkltch na», ohne imstande zu sein, die seit einer Stunt e in feinem sonst so stillen Hause erlebten Ereignisse zu begreifen, was indes auch feine geistig noch weniger b gabte Frau, milder er darüber gesprochen, nickt vermochte.

Soviel aber wußte er, und das war auch ihr fiat geworden, daß fie von der Sache keinen Schaden gehabt, und so war er den», da ihm noch fernere Einnahme dadurch in Aussicht stand, entschlossen, ihr so lange eS fein mußte, zu dienen.

AIS in der stillen Sommernacht der Schall der Husschläge, wie der Räder schon eine Weile verhallt war, und er eben ins Hans zuiückkehrm wollte, trat hastig feine Frau zu ihm, teilte ihm mit, daß der junge Manu erwacht fei, und forderte ihn auf, ,n ihm zu kommen. Beide begaben sich zu Federigo, der fich in feinem Lager aufgerichtet hatte, nnd in dem Raum umherblickte. Dann mit der einen Hand über die Stirn streichend, den» eS ward ihm schwer eine Gedanken zu sammeln, legte er die andere ans die ihn schmerzende Wunde, und sagte zu ersterem:

»Wenn Ihr der Wirt hier seid, den ich so wenig wie diese Frau, welche wohl die Eurige ist, gesehen o könnt Ihr mir gewiß sagen, was mit mir vorge­gangen ist, feit mich der Kutscher deS Wagens, den ich vor der Thür habe halten sehen, verwundet hat!"

Der Wirt und seine Fra» blickten sich überrascht und fragend an, nnd ersterer erzählte ihm auSsühr» lich, waS fich zugetragen, feit er ihn bewußtlos auf der Bank gefunden, und fügte hinzu, daß der Kutscher mit einem großen nnd ebenfalls verwundeten Signor im Wagen, vor fast einer halben Stunde abgefahren sei. Federigo, dessen Gedanken bei diesem Bericht immer klarer geworden, hörte ihm aufmerksam zu, und überlegte zugleich, daß e8 nickt ratsam fei, die fremden Leute einen Blick in die Angelegenheiten eines Herrn thun zu lassen.

(Fortfetznng folgt.)

Hesse« - Nassau.

Marburg, 4. April. Bei den gestern hier abgehaltenen Kontrollversammlungen wurden nach deren Beendigung Sammlungen für dasKaiser Wilhelm - Denkmal" auf dem Kyffhäuser unter den Mannschaften veranstaltet, welche ein günstiges Resultat erzielten.

Marburg, 4. April. Wie alljährlich zu Be­ginn des Frühjahres hielt auch gestern abend der Isiesige Verschönerungsverein im Restaurant Lederer eine Generalversammlung ab, um erstens

(Nachdruck verboten.)

A«gela.

Erzählung aus vergangenen Tage» Fortsetzung.)

Den noch vorhandenen Wagen erblickend, stürzte

»darauf hin, erkannte aber zu feiner Enttäuschung derjenigen Wagen, mit dem er schon einmal in «rührung gekommen, und begab fich ins HauS. vier sah er Stefanos Kutscher, dessen er fich eben» Als von der Landstraße her erinnerte, während Astr selbst fich in dem kleinen schon genannten Bübchen befand. Da er notwendig über den "stcu Wagen Auskunft haben mußte, der jedenfalls »rausgesahren war, sagte er, fich mit höflichem Groß 18 den Kutscher wendend:

»Ihr müßt schon eine Weile hier gewesen sein, Freund, und werdet Euch meiner vielleicht noch 8 der Chaussee her erinnern--*

Seinen Gruß kaum erwidernd entgegnete wenig mündlich der Mann:

Devtschrs Reich.

Berlin, 3. April. Der Kaiser hat dem Fürsten Bismarck zu dessen Geburtstag u. a. einen schönen, alten Kupferstich geschenkt, der einen Vorfahren des Fürsten, einen Bruder seines Urgroßvaters, des 1697 geborenen Dompropstes Georg Friedrich von Bismarck darstellt. Ein prächtiger Eichenholzrahmen zeigt das alte Wappen des Fürsten, das Kleeblatt mit den drei Eichenblättern, sowie die kaiserliche Widmung. Die Kaiserin Friedrich wird mit den Prinzessinnen Töchtern Viktoria, Sophie und Luise Margarethe, sowie dem betr. Gefolge heute abend 9 Uhr 7 SD?in. auf der Lehrter Bahn aus Kiel in Berlin eintreffen und für die Dauer ihres Aufenthaltes in Berlin im hiesigen Palais Unter den Linden Wohnung nehmen. Aeußerem Ver­nehmen nach gedenkt die Kaiserin Friedrich nur bnze Zeit in Berlin zu verbleiben und voraus­sichtlich schon Mitte dieses Monats mit den Prin­zessinnen Töchtern sich zu längerem Aufenthalte nach Homburg begeben. Aui der Tagesordnung der morgen stattfindenden Bundesratssitzung steht der Antrag Preußens, betr. den Gesetzentwurf über Abänderung von Bestimmungen des Strafgesetzbuchs und des Preßgesetzes. Aus die bekannte Be­schwerde der Redakteure Holdheim und Ledebour wegen des gegen sie verhängten Zeugniszwanges beschloß die Strafkammer des Landgerichts die Voll­ziehung der angefochtenen Entscheidung vorläufig auszusetzen und von weitern Zwangsmaßregeln gegen die Genannten bis zur definitiven Entscheidung des Beschwerdegerichts Abstand zu nehmen, ferner zu­nächst zu ermitteln, ob jetzt sestfleht, daß die Stel­lung eines Strafantrages wegen des inkriminierten Artikels vom 9. März nicht zu erwarten ist. In Bezug auf den Artikel wegen Bismarck-Beleidigung

erhaltenen Wunden gestorben.

Paris, 3. April. Das JournalLa Presse-

feiner Freunde das Land verlassen, da dieselben da­von benachrichtigt gewesen seien, daß die Bande, welche jetzt die Gewalt in Händen habe, entschlossen gewesen sei, Boulanger vor einen Ausnahme-Gerichts­hof zu stellen und ihn nicht lebend wieder aus ihren Händen zu lassen. Der Artikel schließt:Der Ge­neral ist abwefend, wir werden aber den Kamps für die Revision und für die nationale Republik fort­setzen." Der Generalprokurator Quesnay de Beaurepaire wurde heute morgen in sein Amt ein­geführt. Der Prozeß gegen die Patriotenliga wurde fortgesetzt. Der Staatsanwalt begründet die Anklage. Er beschuldigt die Liga, sich von ihrem Zwecke ab­gewendet zu haben, um die Armee sür eine neue Partei zu bilden, namentlich habe die Liga in dem Aischinoffschen Falle unbegreiflich albern gehandelt. Der Angeklagte Laguerre protestiert gegen diesen Ausdruck. Senator Naquet ruft Laguerre zu:Lassen Sie den Staatsanwalt schwatzen," worauf der Staats­anwalt die Anwendung des Strafgesetzes gegen Naquet verlangt. Schließlich zieht Naquet seine Worte zurück, womit der Zwischenfall erledigt ist.

Brüssel, 3. April. Boulanger ist um 1'/«Uhr hier eingetroffen, begleitet Dem Grafen Dillon und Rocheiort mit Tochter. Boulanger und Dillon sind im Hotel Mengelle, die übrigen im Hotel de Flandre abgestiegen. Auf dem Bahnhofe hatte sich eine zahlreiche Menschenmenge eingefunden. Rufe:Es lebe Boulanger!" undNieder mit Boulanger!" wurden laut. Auf Befragen über die Dauer seines Aufenthaltes in Brüssel erklärte Boulanger, er ziehe sich auf kurze Zeit zurück und beabsichtige nicht, lange hier zu bleiben. Die Pariser Morgen­blätter veröffentlichen folgende, aus Brüssel von gestern datierte Kundgebung Boulangers:Fran­zosen ! Die Machthaber, welche in Mißachtung der öffentlichen Meinung die Regierung führen, unter­nehmen cs, den General-Prokurator zu zwingen, einen Anklageakt gegen mich zu richten, über welchen nur von dem durch die Ausnahmegesetze zustande gebrachten Ausnahmegerichte verhandelt werden kann. Ich werde mich niemals dazu verstehen, mich der Jurisdiktion des Senates zu unterwerfen, der aus Männern besteht, welche durch persönliche Leiden- chaften, thörichten Haß und das Bewußtsein ihrer Unpopularität verblendet sind. Die Pflichten, welche mir die Stimmen aller in gesetzlicher Weise be­fragten Franzosen auferlegen, verbieten es mir, mich zu irgend einem Willkür-Akte herzugeben, welcher die Unterdrückung unserer Freiheit bezweckt,' die Verachtung der Gesetze darthut und den Willen der

Ausland.

Wien, 3. April. Der Metropolit der Herzego­wina, Perovic, legte heute vormittag den Eid in die Hände des Kaisers ab.

Bern, 3. April. Der Nationalrat nahm mit 91 gegen 29 Stimmen das neue einheitliche Konkursgesetz an.

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg> Kirchhain

Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck Md Verlag von 3e|. lag.

»Aus beides kann ich mit »ja» antworten--*

e »So könnt Ihr mir auch sagen, ob Ihr einen 'Bogen angetroffen, ober ein solcher, während Ihr S seid, gekommen, nnd abgefahren ist!» fuhr mbttigo fort.

(226» »Ich fehe zwar nicht ein, weshalb ich Euch die Mgen, die jedenfalls für Euch von großer Wichtig- E" find, beantworten soll", verfitzte mürrisch der von ~0°afo und Stefano instruierte Kutscher,dennoch ich Euch sagen, daß ich einen Wagen habe kommen 888 obfahren sehen!"

, »Und keinen angetroffen 8» fragte schnell Federrgo, jenen zum Sprechen gebracht zn habe».

»Seid zufrieden mit dem, was ich Euch gefügt", ^ortete der Kutscher und machte zugleich Miene, zu entfernen.

bringt einen Artikel Laguerres, welcher mitteilt, Ge­neral Boulanger habe auf das dringende Ersuchen m der Hoffnung, ein Zeichen von seinem Herrn zu Ifören. Dem Kutscher entging dies nicht, doch wußte er, tote sicher bet Marchese geborgen war, und der Haustdür zuschreitend, entwertete er lachend:

»Nicht eine, sondern zwei Damen find darin gewesen!"

»Das kann nicht wahr sein!» rief, ihm in den W-g tretend, Federigo, zugleich gereizt durch seinen pottendeu Ton.

»Weshalb aber fragt Ihr mich, wenn Ihr eS doch selbst wißt!» versetzte der nm viele Jahre ältere Kutscher. .Nehmt übrigens Eure Zunge in Acht, : tinger Mensch."

»Dann behaupte ich, daß Ihr gelogen!» entgegnete listig Fed-rigo, in der Meinung, daß man ihn nnd einen Herrn irre führen wollte.

Nehmt baS Wort zurück!" rief brohenb ber kutschet nnb trat bichi an ihn heran. Et suchte off-nbar Anlaß zu heftigem Streit. Hätte Feberigo atmen können, was jener wußte und beabsichtigte, er wäre vorsichtiger gewesen, jetzt aber antwortete er o aufgeregt, wie zuvor: .

»Nicht eher, a!S bis ich mich überzeugt, daß Ihr die Wahrheit gesprochen!»

»So uebwt das dazu mit auf den Weg!» erwiderte wütend der Kutscher und seinen Dolch au8 ber Scheide ziehend zückte et ihn in Federigos Brust. Der Getroffene wankte und sank auf eine Holzbank, während der Kutscher unbekümmert nm den ander n, da er wußte daß et ihn nicht tödlich getroffen, fich entfernte und nach dem Pferdestall ging. Stefano, welcher die Unterredung gehört, nnb biefer entnommen, wer Federigo fein mußte, fand es geraten, nicht zu erscheinen, und der Sache fern zu bleiben. Als etwa fünf Minuten später der Witt den bewußtlosen Federigo, den et nicht gesehen, auf der Bank entdeckte, und in seinem Schrecken seine Fran jerbdrtef, hörte er. beide mit unterdrückter Stimme precheu und als ersterer ihn dann aufsuchte, um vielleicht von ihm Auskunft über den unerwarteten Fall zu erhalten, antwortete er ihm:

Innigen nimm! «eue*. >u «roebition » Blattes, fenrte d.Snnoncen.Bureaux von Haaseustei» und «oaler

v- Jahrgang.

Daube tu Co. tn Frankfurt e. M., Berlin, Hannover Paris.

Eint täglich außer ae «crtUgee nach Soun, aut agen. - QUartal-AbonnementS-PreiS bei der Sitte» 21/. $tL bei den Postämtern 9 $tt 50 Pfg. (exll. Bestellgeld). JnfertionSgebähr für die gefpalieue Zelle 510 Uffl.. Reklamen füt die Zelle 85 Pfg.

Stirb den beiden Redakteuren aufgegeben, in glaub- . Hafter Weife, eventuell eidlich die Thatfache glaub- n' un W 8U machen, daß sie selbst die Gefahr einer ' strasgerichtlichen Verfolgung fich zuziehen würden,

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