Illustriertes Sonmagsviatt
«xped-Nou Rar« 21. — Redaktion, Druck und «erlag von Joh. to$.
Deutsches Leich
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III.
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Tischen. Am zweiten Tische präsidierte Ihre königl. Hoheit die Erbprinzcssin von Sachsen - Meiningen. Um diesen waren versammelt Prinzessin Croy, Generalin v. Rauch, Gräfin Zeppelin, Landgraf von
dem früheren Verwalter des Kaiserlichen Vermögens, Baron Cohn in Dessau in Verhandlungen wegen Uedernahme dieser Thätigkeit getreten worden sei, ist nach der »St.-Korrefp." darauf hinzuweisen, daß die genannte Vermögensverwaltung dem bekannten Berliner Bankhaus Anhalt und Wagener Nachfolger, desien Chef der schwedische Generalkonsul Schmidt, der Schatzmeister des Deutschen Oifizier-
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von Hessen, General von Rauch, Graf W. Perponcher, Gras Lerchenfeld. Se. königliche Hoheit Prinz Friedrich Leopold am dritten Tische hatte um sich Graf v. Alten, Frau v. Wittich, Landgraf Alexis von Hesien, Oberstallmeister v. Rauch, Generalleutnant v. Winterfeld, Graf Hohenthal, Graf Zeppelin.
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Mthurm im Gewicht von 18 Pfd. geliefert habe; tkrver berichtet die Rechnung von 1532, daß Donners nach Mariä Geburt die Glocke, welche ans dem ^4loffe gehangen, ans dar Rathaus gehangen worden
detdeS schweigend au» den Tisch stellend, entfernte er ich wieder. Beim Oeffnen und Schließen der Thür sah Angela auch neben dieser eine» Manu stehen, ein Zeichen daß sie auch von eineu deS Hauses bewacht ward. Josefa bot ihr vou den Erfrischungen an, eingedenk aber des Schlaftrnnkes, den sie schon einmal erhalten, lehnte sie dankend ab, während jene ich an Wein und Brot labte. Vielleicht auch lhat sie eS, um Angela jeden Argwohn zu »ehmeu, doch blieb diese bet ihrer Entscheidung.
UoterdeS hatten Tomaso und Stefano, die den Wirt und seine Frau, welche allein daS Haus be» -rohnten, fern zu hatten gewußt, eine Unterredung gehabt und mit befriedigtem Lächeln hatte Ersterer die Ereignisse auf der Chaussee erfahren. AIS Letzterer seinen Bericht beendet, sagte Tomaso:
»Alles geht nach Wunsch, Stefano, und während der uSLsteu Zeit wird sich der Marchese verhindert s-heo, seine Verlobte auszusucheu. Es war für alle Fälle richtig, die Bedeckung mitzuuehwen für alle patereo Eventnalttäteu hat der Coute zu sorgen 6er# procheu, wenn wir nur die Signora ficher nach dem allen einsamen Schlöffe bringen
»Und haben wir rnifei Geld, so gehen wir, wen» e8 sein muß, einstweilen von bannen*, entgegnete Stefano, dem daS Lache» mißlang und der schnell hiuzusetzte: Der Marchese hat mir übrigens eine Lunde beigebracht, die möglicherweise mir noch z» chaffeu macht!'
»Da trifft eS sich augenblicklich, daß Du nicht »gleich zur Stadt zurückfahren kannst, da dein Wagen auch für die Wärterin berechnet ist', versetzte Towasa »Jedenfalls aber kannst Du Dich hier noch eine Stunde aufhalten und während der Zeit auch für Deinen verwundete» Arm sorge»! — Ich aber w'll bald weiter fahre» und warte nur, bis die Pfeide ich einigermaßen anSgernht habe». Auch möchte ich nicht flei», daß »ns der Diener deS Marchese hier träfe. Die Signora die bis jetzt uns die Sache
kraft des einen Kessels genügte möglicherweise, auch die Dampfmaschine in Bewegung zu setzen; jedenfalls hatte die »Kalliope", wen» ein Kessel unter Dampf lag, den deutschen Schiffen gegenüber einen Vorsprung; aber wenn auch die Engländer erst gleich- zeittg mit den Deutschen und den Amerikanern z» Heizen begannen, so hatten sie oen Vorzug von kräftigeren Maschinen. Wenn es kein Orkan, sondern mehr eine Springflut gewesen ist, so sind die kleineren Fahrzeuge, die zwischen den Riffen lagen, von der ankommenden über haushohen Flut angezogen, in die Höhe gehoben und dann mit zermalmender Wucht auf die Klippen gestoßen. Die »Olga" wird außerhalb des gesährlichen Korallenriffes gewesen sein, sonst hätte auch sie unfehlbar zerschellen müssen.
Pose«, 2. April. Das Hochwasser wütet gegenwärtig im Kreise Birnbaum-Schwerin. Zuerst brach die Wartheschleuse bei Marienwalde durch, darauf der Muchordschiner Teich am linken User der Warthe. Das Wasser überflutete den Flügeldeich, so daß der Hauptdeich durchstochen werden mußte, um das Wasser möglichst in das alte Bett zurückzuleiten. 6000 Morgen Land sind überflutet. Menschen und Vieh wurden überall gerettet. Gestern nachmittag brach der Deich und der Stroßendamm bei Neumerow am rechten Ufer der Warthe. Der Deich bei Schw inert bei Schwerin ist in höchster Gefahr. Oberpräsident Graf v. Zedlitz - Trützschler hat sich persönlich nach dort begeben. Hier fällt das Wasser, wenn auch langsam.
München, 2. April. Gegenüber umlaufenden Gerüchten, wonach König Otto hier den Prinzregenten besucht hätte und aus Wunsch der Königin-Mutter nach Hohenschwangau kommen solle, wird amtlich gemeldet: »Der unveränderte Zustand des Königs schließt derartige Fahrten und Reisen aus; die Möglichkeit, an Vorgängen selbst innerhalb der königlichen Familie teilzunehmen, ist durch die vorhandenen Sinnestäuschungen benommen, welche sich oft in schroffem Wechsel aneinander reihen und teils heftige Erregung, teils relative Ruhe oder bewegungslosen Stupor zur Folge haben."
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3eoei" sind gleichfalls eingetroffen. Aus Weener (Ostfriesland) sind vom »Kiewitt" aber nur 20 Stück eingegangen,. freilich mit der Entschuldigung:
»3d stür Di wenig! — man van Harten!" und dem Wunsche:
»För unse Bismarck magg noch faak (oft), De Kiewit sine Eier leggen!"
Die Geburtstagsfeier wurde nachmittags durch ein Diner beschlösse^, zu welcher außer der Familie des Reichskanzlers und den Verwandten des Hauses nur einige der Familie näher stehende Familien geladen waren.
— Die weiteren Einzelheiten über den Orkan bei Samoa und seine Wirkungen haben bisher wesentlich das Bekannte nur eingehender bestätigt; mit einer gewissen Spannung sieht man einer Erklärung der günstigen Umstände entgegen, welche das englische Schiff zu seiner rechtzeitigen Flucht befähigten. Ausgeschlossen ist natürlich, daß von unfern braven Seeleuten nicht gleiche Vorsicht und Tüchtigkeit bewährt worden sei, wie von den englischen. Nach einer Kieler Auslassung der »Voss. Ztg." hat man dort die Ansicht, daß nicht sowohl der Orkan, wie er in dieser Jahreszeit bei den Samoainseln nicht zu den Seltenheiten gehört, sondern eine sogenannte Springwelle die eigentliche Ursache des Unterganges der deutschen Schiffe gewesen sein müsse. Das Herannahen eines Orkans ist in der Regel doch sechs Stunden vorher an den Wettergläsern zu beobachten, und da die sorgfältigste Beobachtung des Barometers auf jedem deutschen Kriegsschiffe stattfindet, so darf man voraussetzen, daß besondere Vorsichtsmaßregeln getroffen und der Versuch gemacht fein würde, außerhalb des Bereiches der Korallenriffe zu kommen. Die Möglichkeit -st nicht ausgeschlossen, daß beim Herannahen des Orkans, der Befehl zum Anfeuern der Kessel gegeben ist, und wenn der Befehl auch noch rechtzeitig kam, um die Maschinen in Bewegung zu setzen, so bleibt es noch zweifelhaft, ob die Maschinen stark genug waren, gegen den kollossalen Druck Stand zu halten. Allerdings ist es dem englischen Kreuzer „Kalliope" gelungen, sich in Sicherheit zu bringen, und man kann fragen: Wie erklärt sich das? Die „Kalliope" hat 1) stärkere Maschinen als die deutschen Kriegsschiffe, auf das Deplacement des englischen Schiffes von 2770 Tonnen kommen 3720 i. e. und 2) elektrische Beleuchtung. Aus diesem letzten Umstande darf man schließen, daß auf der »Kalliope" immer ein Kessel unter Dampf gehalten wurde, um den Motor für die Erzeugung der Elektrizität in Bewegung zu halten. Die Dampf-
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Aus fand.
Wien, 2. April. Das „Wiener Fremdenblatt' giebt der Teilnahme an dem Unglück der deutschen Kriegsmarine vor Samoa warmen Ausdruck und hebt die Opferwilligkeit der Bevölkerung und die Energie der Regierung hervor, die in kurzer Zeit eine so mächtige Flotte geschaffen habe, unter deren Schutz der deutsche Seehandel erstarkt fei. Die
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arrangiert, wie früher in den musikalischen Soireen im Palais — an einzelnen runden Tischen, im
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m Hai Hessen, Erbprinz von Sachsen-Meiningen, Fürst 1. Ji Pleß, Herzog von Ratibor. Um den Tisch der ohnungl Prinzessin Friedrich von Hohenzolleru reihten sich als G Gräfin A. Eulenburg, Frau von Wedell, Frau von Näh« Rauch, Herzog Ernst Gnenlher, Prinz Friedrich Karl
ganzen waren deren zehn. Am Tische Ihrer Maje- nen oh der Kaiserin saßen Gräfin W. Perponcher, selbst ei Fürstin Plcß, Herzogin v. Ralibor, Gräfin Hohen- >anz obt Hal, Fürst Solms-Baruth, Graf Herbert Bismarck, elmstra Hausminister von Wedell-Piesdorf. Se. Majestät [22 itr Kaiser hatte keinen Tisch für sich, sondern machte möbltrd m jre,er Bewegung die Runde an den verschiedenen
die öffentliche» Schlaguhren gewiesen waren. ---y Soweit die Kunde zurückreicht, befanden sich deren ng, 4 dH w Mittelalter iu der Pfarrkirche, in der St. Elisabeth- Zubehc 01lf Schlosse und i» ben Klöstern, später
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2 Bor 250 Jahren gehörte» Wand- nnb Taschen- ,ehör iÄ »dren roch z» ben Seltenheiten eines Hauses, wes-
• ‘ J Mb die große Mehrzahl ber Bewohner Marburgs
Urach, Graf Limburg-Stirum. Weiter befanden sich an den übrigen Tischen Frau v. Winterfelot, Gräfin Limburg-Sttrum, Gräfin Maltzan, Graf A. Eulenburg. Graf Neffelrode, Graf Alten, Staatssekretär v. Putlkamer, Frau von Wallenberg, Gräfin von Hochberg, Frau von Sangener, Oberhofmeister Freiherr v. Mirbach, Graf Rantzau, Erbprinz Schönaich, Brinz Ph. Croy, Frau v. Kotze, v. d. Recke, Gräfin Tollevrand, Gräfin Arnim-Zychow, Gräfin Dohna, Gräfin Hurrach, Frau v. Bethman, v. Strahl, von Wilczek, v. Heinz, v. Berger, Freiin v. Gärtner. Die ausübende» Künstler standen am Salonflügel. Ein Quartett des jungen Landgrafen von Hessen, bekanntlich eines ausgezeichneten Musikers, wurde von den Herren de Ahna, Struß, Gentz, Dechert gespielt. Herr Sylva fang Adelaide von Beethoven, Herr Bulß zwei Ballade». Frau Sucher fang mit Herrn Sylva das Duett aus Tannhäuser. Ter Trompeter an der Katzbach, Frühlingslied von Reinhold Becker, wurde von Herrn Bulß vorgetragen; von Herrn Sylva das Gebet aus Rienzi, von Frau Sucher Isoldens Liebeslied aus Tristan. Nach dem Konzert wurde an den Tischen ein Souper serviert. Ihre Majestäten mit Ihrer königl. Hoheit der Erb- prinzessin von Sachsen-Meiningen und den Spitzen der Gesellschaft speisten an drei Tischen im Bibliotheksaale. Für die übrige Gesellschaft war das Souper im Speisefaale serviert. In den Toiletten der Damen wie den Kleidern war die Halbtrauer vertreten. Die Herren erschienen in kleiner Uniform. — Der »Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Verfügung betreffend die Uebertragung konsularischer Befugnisse auf den Kommissar für das Schutzgebiet der Marschallinseln, desgleichen für die Schutzgebiete Kamerun und Togo. Die erste Verfügung tritt am 1. Oktober, die letztere am 1. Juni 1889 in- traft. — Vom Verlauf des gestern stattgehabten Geburtstages des Reichskanzlers liegen noch folgende Einzelmeldungen vor: »Der Reichskanzler Fürst v. Bismarck wurde an feinem 74. Geburtstage um 9 Uhr zunächst durch eine Morgenmusik vom Musikkorps des Kaiser Alexander-Garde-Greuadier-Regi- ments erfreut, welches im Garten des Reichskanzler- Palais Aufstellung genommen hatte. — Die in ungezählter Fülle eintreffenden Blumenspenden waren von ganz besonderer Pracht, zum großen Teil bestanden dieselben aus Rosenbuketts und Rosenkörben. Unter den Geburtstags-Geschenken befand sich auch ein großer Rebstock mit vielen herrlichen, reisen, blauen Trauben. Die alljährlich dem Fürsten zu- gegangenen 101 Kibitzeier von den »Getreuen aus
sei. Voll Lieferung und Aufstellung einer neuen ober einet bereits vorhandenen bis dahin aber an einem andere» Orte gestandene» llhr ist weder in de» genannten noch in den nächsten darauf folgenden Stadtrechnungeu die Rede und doch war eine Uhr im Rathaufe vorhanden, denn die Stadtrechnung von 1581 enthält folgenden Einnahmeposten: ,40 Gulden vom Dorfe Heistigkem (HeSkew) für daS alte Uhrwerk, so auf dem Rathaus gestauden, ben 8. Dezember eingenommen.'
Im Jahre 1580 ließ bet Magistrat ben gothifcheu Giebel beS Rathauses abbrecheu unb an dessen Stelle den gegenwärtigen im Rena'ssancestil treten; letzterer wurde auch mit einem »kleinen Thornlein* versehen, welches aber nicht mehr vorhanden ist. Gleichzeitig erhielt da» Rathaus ein neues, daS nunmehr be. seittgte Uhrwerk mit einem Mechanismus für die am Giebel angebrachten Figuren als Hahn, Wächter, Tod, Justitia und Monbphasenkugel. Dieses Uhrwerk wurde von dem Uhrmacher Christoph Dohrn in Lich verfertigt unb 1581 ausgestellt. Die Uhr- glocke für baS kleine Türmchen auf bem Giebel war in Cöln gegossen worben. Henn Hetzcuheun, beS Landgrafen Trompeter, schnitzte 2 Reiter, wofür er 16 Bulben auS ber Stadtkasie erhielt. Diese würben ebenfalls mit bem Uhrwerk in Verbindung gebracht, und ließen die Uhrhämmer auf die Glocken schlagen; die Glocke im kleinen Tur» schlug vor. Dieser viel- gegliederte Mechanismus scheint von langer Dauer nicht gewesen unb barnm halb beseitigt worden zu fein.
I» Jahre 1591 schenkte Landgraf Ludwig HI. von Oberhessen ber Stabt Marburg eine llhrtafel (Sonnenuhr) bte Rathausnhr danach zu richten. DaS Ratsprotokoll vom 21. Januar j. I. enthält darüber folgende» Einttag: »Der durchlauchtige hochgeborue Fürst Herr Landgraf Ludwig rc. hat eine Uhrtafel, der Stadt Uhr danach zu stelle» in währendem «Rattag überschickt, welche Tafel mit untertänigem Dank angenommen und I. f. Gnaden
Berlin, 2. April. Gegenüber den durch die Zubehri Plätter gegangenen Meldungen, daß wiederum mit
besieh^ Vereins ist, übertragen worden ist. — Bei Ihren : u. M Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin fand c 1. M gestern abend eine musikalische Soiree statt. Die s2A 3^1 der Einladungen war 139. Das Placement - der Gäste war im Pfeilersaal in derselben Weife
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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt ffir dir Kreise Marburg md Kirchhain
Erscheint täglich «cher n Bcttteg« —ch bona* aut Feiertagen. - vNartal-AbomlemrntS-Prei- bei der Erpe- Mtien 3% 8RL bei den Postämtern 8 Ät 50 Pfg. (exll. BestAlgew). Jnfertionsgedtchr für die gespaltene Zeile !10 Pfg., Reklamen fttr die Zelle 35 Pfg.
®t<t) ans dem Rathause unb auf dem Lahn- nnb «sselthot, welche letztere bet bet Eroberung unb Bombatbierung ber Stabt im breißigjährigen Kriege «»ich die kaiserlichen Kriegsvölker mit den Thoren . ._ ityrnnbe gingen.
W® !, Das älteste bekannte Rathaus der Stadt Marburg, '*** »er Keiner, hatte zwar einen Turm mit Glocken, dier keine Uhr. Diese befand sich iw Turme ber Sieben stehenden Stadlpfarrktrche. Der Opfermauu » genannter Kirche hatte derselben zu warte», nnb Welt dafür ans bereu Revenüen jährlich 1 Pfd. deld. Die Srabtrechnnng vom Jahre 1454 — die 1451 rückwärts find nicht mehr vorhanden — lebet:ft auch dieser Uhr und bemerkt dabei, daß ein Mrwacher aus (Silberg mit seinem Knaben 3 Tage ddra» gearbeitet nnb dieselbe verbessert habe.
Im Jahre 1528 gelangte das neue Rathaus am Aarkiplatze zu seiner Vollendung. Die Stadtrech- j. I. berichtet nämlich, daß Adolfs Heun und «Idwig der Zimmermann a» Turm zur Uhr ge- drdeittt bä ten und daß Montags nach Michaelis
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Diener Hans Schotten ein Reichsthaler Verehrung dagegen geschenket und gegeben worden.' Die Uhr- täfel ist noch vorhanden und außen an einem Fenster auf ber Südseite des Rathauses angebracht.
W. Vückiug.
[Nachdruck »erboten.]
Angela.
Erzählung aus vergangenen Tagen. iFortletzung.)
Gegen nenn Uhr, es begann bereits z» dämmern, erreichte er dies, das einsam an der Landstraße lag, mit feinen Begleiterinnen. Da et ben Vorhang deS Fensters zurückgezogen, sah er Stefanos Wagen, Hessen Prerde ausgespannt waren unb auch diesen auf dem pärlich erleuchteten Flur.
Den seinigen verlassend, forderte er seine "hltiunen auf, dasselbe zu thnn und während sie dieser Aufforderung nachkameu und et mit ihnen dem Hause zuging, blickte, den Schleier zurückschlagend, Angela »ach dem haltenden Wage» und die teilweise zurückgezogene» Vorhänge entdeckend, wnßte fie, daß er mit ihnen die Irrenanstalt verlassen, er also nickt bon ihrem Verlobten benutzt sein konnte. Aufmerksam auschend, sah fie bann zu beiben Seiten bie Land, irafee hinab, vermochte aber nicht das leiseste Geräusch zu erspähen, noch irgend ein menschliches Wesen, auch nicht tu der näheren Umgebung des Wirtshauses, zu entdecken. Das Haus bettat fie dann mit ihrem Begleiter und Josefa, welch Ersterer fie in ei» kleines erleuchtetes Stübchen führte, nnb ihnen zugleich sagte, baß er ihnen Erfrischungen bringen unb fie nach einer halben Sttmbe bie Fahrt fortsetzen würbe». Ans Fenster tretenb wich Angela erschrocken zurück, denn vor demselben stand ber bärtige Man», ben fie nebem bem Kutscher gesehen nnb offenbar das Fenster bewachen sollte. Die» war ihr ein neuer Beweis, daß ihre Entführer alle Lorficht anwandte».
Jetzt trat Tomaso mit Speise nnb Trank eia nnb
j borff präsidierten ebenfalls am Tische. Die Gräfin (226 Brockhoff hatte um sich Prinzessin Heinrich Carolath, mMar! Gräfin Rantzau, Freifrau von Reischach, Gräfin l RcchÜ Dönhoff, Fürst Hohenlohe - Bartenstein, Herzog von
Marburg, frouV uüNBMia
Donnerstag, 4. April 1889. Jahrgang.
®au#etu®o. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover Paris.
11 «.Hat ben Tisch des Prinzen Alexander reihten sich 6 seich Gräfin Berstorff, Freifrau v. Mirbach, Prinzessin Zchäft Hans Carolath, Hermann Solms, Heinrich XXX. ber d.j Prinz Reuß, Fürst Rheina-Wolbeck, Prinz von Hohen- :n, eve« Mein. Die Ober - Hofmeisterin Gräfin Brockhoff, iere A«i bie Hofdamen Gräfinnen Keller und M. v. Gers-
hat, i
t zu «i Geschichte der Rathausuhren der
t erthei Stadt Marbnrg.
Zchaa! _______
-VS Anstelle ber letzten alten öffentlichen Schlaguhr Meter Stabt bet Rathansuhr, ist nunmehr auch ein