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Kichentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg md Kirchhain. - Illustriertes Sonntagsblatt
Expedition: Markt 8L — Redaktion, Druck mrd «erlag do» Joh. leg. «sch.
M 79.
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Marburg,
Mittwoch, 3. April 1889.
Anzeige» memt mtgeg«. eie Spedition d Watte-, E®ie d. Annoneen-Bnreank von Haaseustew und Boaler Frmkfnrt e. et, Lafftt M°gd-duia>i7wt-n; Rndolf
Stoffe in Franksntta. Ä., Berlin, München n. Köln; G. L Daube n. Io. in Fraickfntt a. et, Berlin, Samwver. Bari«.
XXIV. Jahrgang.
Arntfches Keich.
Berlin, 1. April. Der Kaiser fuhr um 81/« vhr zu dem Grafen Waldersee, begab sich sodann mit diesem gemeinschaftlich zum Reichskanzler behufs Gratulation, welcher sich im Laufe des Tages andere Prinzen, Behörden, die Generalität rc. an- schlosseu. — Durch kaiserliche Ordre ist ein Marinekabinett analog dem Militärkabinett gebildet, zum Chef ist Kapitän Freiherr von Senden-Bibrach ernannt. — Zum heutigen Geburtstage des Fürsten Bismarck sind seine beiden Söhne, sowie Gras und Gräfin Rantzau hier eingetroffen. — Der Reichskanzler empfing heute eine Deputation des Direktoriums des Zentralverbandes deutscher Industrieller, welche namens der deutschen Industrie ihre Geburtstags-Glückwünsche darbrachte, und sprach dabei seine Freude aus, daß sich die Verhältnisse der Industrie in dem letzten Jahrzehnt so glücklich gestaltet hätten, sowie die Hoffnung, daß die der Erhaltung des Friedens günstigen Aussichten dazu beitragen würden, diese erfreuliche Entwickelung der deutschen Arbeit weiter fördern. Ein besonderes Moment des Friedens bildeten gerade für Deutschland die Monarchie und die monarchischen Gefühle des Volkes. — Der Kaiser hat den Statthalter von Elsaß - Lothringen Fürsten Hohenlohe zu dem gestrigen 70. Geburtstage ein Handschreiben zugehen laffen, in dem er mit den herzlichsten Worten seine Glückwünsche ausspricht. — Gestern abend fand beim Präsidenten des Herrenhauses Herzog von Ratidor eine Herrengesellschaft statt, die überaus zahlreich besucht nar. Fast alle Minister, alle Botschafter und Gesandten, saft alle hier weilenden Herrenhausmitglieder, die höchsten Hofchargen, ein großer Teil unserer Fürstlichkeiten, hervorragende Vertreter der Kunst und Wissenschaft und zahlreiche Osfiziere waren anwesend und verbrachten den späten Abend in lebhafter Unterhaltung. Die Herzogin von Ratibor weilte mit ihren Töchtern :>nd der Erbprinzesfin von Fürstenberg lange Zeit im Kreise der Gäste. Auch der Erbprinz von Meiningen hatte sich eingefunden. — Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Anläßlich des heute erfolgten Ueberganges der Telegraphenkabel zwischen Deutschland und England in Staatsbetrieb übersandte der britische Generalpostmeister Raikes dem Staatssekretär Stephan ein Eröffnungstelegramm, worin er denselben zu den neuen Einrichtungen, welche segensreich für die Bevölkerung beider Länder sein würden, beglückwünscht. Stephan antwortete mit herzlichem Danke und dem Wunsche,
sRachdruck verboten.)
Angela.
Erzählung aus vergangenen Tagen.
Aortleyung.)
Diese Vorstellung brachte ihn zum Aeußersteu inb mit drohender Stimme sagte er:
.Zum lttzieumale, fort von dem Schlägl'
Der Bärtige aber ve> harrte regungslos und jede Besonnenheit verlierend, zog der Marchese seinen Dolch imb versetzte ihm blindlings Stiche-in den Oberarm vrd in die Brust, welch letzterer aber an einem harten Gegenstände abprallte, während jener fich überzeugte, daß das Blut seinen Rockärmel zu durchfeuchten be- »ann. Die Hand jetzt auf die Schulter deS Marchese legend, sagte er ihm sein Patent mit Nachdruck:
»Sie sind mein Gefangener, Signor, denn Sie haben einen Beamten deS Königs in Ausübung feines Dienstes — ich gehöre der Geudaimcrte au und bin btto Wagen als Sicherheit beigegebe» — Widerstand geleistet und ihn auch verwundet!" und seine» Rock »usknöpfend, zeigte er ihm sein Patent, das auch fein«n Dolch abgehalten.
Kaum seine» Ohre» über diese »eue ihm gestellte 8«lle tränend, wollte der Marchese so heftig wie Vlvor antworte», als der Schlag deS Wagens ge- iffnet ward, ein großer Man» ausstiep, vud ihn wieder schloß. Sch ihm zuwendevd, sagte dieser:
„Signor, Sie haben fich umsonst in Gefahr be- 6d>m —."
Der Marchese starrte ihn einen Augenblick au, bann rief er außer fich:
„Schurke, Du bist einer der Schufte, dte Siguora «gela Manfredi avS der Billa Jsola entführt habe», «u» ich erkenne Deine Stimme wieder, meinst Do, baß ich Deine» Worte» Glauben schenke?"
„Segen die wir zur Last gelegte Entführung der bignora muß ich mich verwahre», doch werde» Sie za- lebea, daß weine Stimme allzeit die Wahrhett ge- Iftfit", erwiderte, und wie der Marchese meinte voll
daß die neuen Einrichtungen stets ein Mittel des freundschaftlichen Verkehrs zwisehen beiden Nationen sein mögen. — Der Gesamtschaden, welcher dem deutschen Reiche durch den Schiffsuntergang von Samoa erwächst, beträgt etwa 6 Millionen Mark, der der nordamerikanische Union 14 Millionen Mk. Der Untergang des „Ebers" erfolgte am 16. morgens 6 Uhr. Das Schiff wurde mit der Breitseite gegen die Riffe geworfen, prallte zurück und verschwand sofort im tiefen Wasser. Die Mannschaften waren meistens unter Deck, deshalb entrannen nur wenige. Der Adler wurde von einer Riesenwelle auf das Riff hinausgeworfen. Ein schrecklicher Kampf ums Leden folgte, viele sprangen in die schäumende See, um das Ufer zu erreichen, andere klammerten sich am Takelwerk fest. Die „Olga" strandete in ziemlich günstiger Lage. Um das Schiff flott zu machen, hat der Häuptling Mataafa zur Unterstützung Mannschaften gesandt.
— Die Verhandlungen des Reichstags über die Alters- und Invalidenversicherung der Arbeiter haben in der am Sonnabend mit 157 gegen 72 Stimmen erfolgten Annahme des § 1 in der aus der Kom- mifsionsberatung hervorgegangenen Fassung ein Resultat geliefert, welches als ein dem Schicksal des ganzen Gesetzes günstiges Vorzeichen begrüßt werden darf. In zweitägiger Debatte wurde nicht nur der den Umfang des auszusprechenden Versicherungs- zwanges behandelnde tz 1 der Vorlage behandelt, sondern die Debatte erweiterte sich zu einer Generaldiskussion, in welcher noch einmal das ganze Für und Wider erörtert wurde. Bemerkenswert ist es gewiß, daß im Grunde von keiner Seite Widerspruch dagegen erhoben wurde, die in der Allerhöchsten Botschaft vom 17. November 1881 gegebene Verheißung einer Alters- und Jnvaliditätsversorgung der Arbeiter durch reichsgesetzliche Regelung zu erfüllen. Diejenigen aber, welche, obwohl sie der Erfüllung dieser Verheißung nicht widersprechen mochten und dieselbe dennoch hintanhalten wollten, sie forderten, wie sie doch logischer Weise hätten thun müffen, nicht etwa Ablehnung der Vorlage oder doch Vertagung der Sache, bis auch ihnen dieselbe „spruchreif" erscheinen möchte, sondern man hielt für angebrachter, fein verneinendes Votum nur indirekt zur Geltung zu bringen. Zu diesem Zwecke hatten, charakteristisch genug, gerade diejenigen Männer, welche als sozialpolitische Pfadfinder der Zentrumspartei gelten und z. B. in den auf Verstärkung des Arbeiterschutzes gerichteten sozialpoli tischen Aktionen dieser Partei deren Wortführer ge-
Hohn, Stefano. „Daher auch könne» Sie glauben, daß die Signora nicht im Wagen ist!"
.Zurück, sage ich Dir!" rief deunoch der Marchese.
.Solange ich den Schlag verteidigen kann, nicht!" autwoitete mit eutschloffeuer Haltung Stefano.
Als nun der Marchese mit dem Dolch auf ihn eindraug, zog er auch den setuigen. Ja diesem Mo- meute fühlte her Marchese einen Stich in der Brust, während seine Waffe tief iu seines Feindes Schulter drang. Paoli war schnell znr Stelle, und das Bewußtsein verlierend, sagte der Marchese:
.Federigo — und mein Vater — in Neapel!' Er schloß die Augen und Paoli fing ihn in seinen Aimenau?. Sefano und sein Gefährte tavschte einen Blick des EinverständniffeS »nd l.tzterer sagte:
.So wie j tzt die Sache liegt, muß ich meinen G'fangeuea vorerst ins Hospital bringen, damit die Wunde untersucht und verbunden wird, die Sie, Signor, nm seinen wütenden Angriff abznwehrev, ihm bei- bringen wußten. Zugleich aber will auch ich mich verbinden laffen.--•
»So will ich die Fahrt allein fortsetze»', entgegnete Stefano nach einem zweiten bedeutungsvollen Blick.
.Ob ich meiner Wunde wegen folgen kann, weiß ich nicht', fuhr ersterer fort, und sich an Paoli wendend der schon das Taschentuch des Marchese auf deffen Wunde gelegt, setzte er hinzu: .Ich will Euch helfen, Kutscher, den Stguor in den Wagen zu trage», in dem ich mich bann zn ihm setze» werde. Fahrt »ach dem Hospital, und haltet Euch bereit, als Zeuge iu dieser Sache vernommeu zu werde», die Ihr von Anfang bis zum Ende angesehen habt!'
Paoli hatte keine Erwidervng auf die Befehle, denen er Folge leisten motzte, trug aber mit jenem den bewntztloseo Marchese in den Wagen. Zugleich beschloß er, da »n» die Signora fich in dem zweite» Wage» befand, de» Federigo nicht außer Auge» laffen würde, diesem sobald tote möglich zu folgen, nud ihn von der Lertounduug seines Herr» u»d deffe» Auftrag iu Keuntui» zu setze». Nachdem die beide» ander»
wesen sind, beantragt, den Umfang des Versicherungsgesetz erfaßten Kategorieen von Arbeitern, also auf diejenigen der Großindustrie zu beschränken. Nachdem aber in den wochenlangen Verhandlungen der Kommission, an denen der Hauptantragsteller vollen Anteil genommen hatte, der jetzt produzierte Gedanke in keiner Weise hervorgetreten war, wird man dem Abgeordneten Freiherrn v. Franckenstein nur beipflichten können, daß der Antrag Hitze-von Hertling seinem Wesen nach nichts anderes bedeute, als eine motivierte Ablehnung der Vorlage, welche gleichbedeutend mit einer Vertagung der Sache ad calendas graecas sein müsse. Die sehr erhebliche Mehrheit, mit welcher der Reichstag ablehnte, diesen Weg zu betteten, läßt erhoffen, daß es gelingen wird, diese, wenn jemals, so jetzt spruchreife Angelegenheit ihrem befriedigenden Abschlüsse zuzuführen. Von besonderem Jnteresie waren jedoch in diesen zweitägigen Debatten die Auseinandersetzungen zwischen den beiden im Zenttum vorhandenen Strömungen. Hatte schon die markige Entschiedenheit, mit welcher Herr von Franckenstein ablehnte, die Wege des Antrages Hitze-von Hertling zu wandeln, ein tiefergreifendes symptomatisches Interesse, so konnte das Eingreifen des Abgeordneten Windthorft dieses nur erhöhen. Denn obschon sich Letzterer bemühte, in breitester Darlegung plausibel zu machen, daß die derzeitige Meinungsverschiedenheit seiner Parteigenossen auch nicht das Mindeste zu bedeuten habe, so gipfelte seine Rede doch in der Erklärung: Jeder, der für dieses Gesetz stimmt, ist — ein Sozialdemokrat! Aus dem Sitzungsbericht wiffen unsere Leser bereits, daß diese neue Spielart der von Herrn Dr. Windthorft promulgierten Sozialdemokratie außer Herrn v. Franckenstein eine Reihe der angesehensten Namen des Zentrums, unter ihnen den Abg. Reichensberger umschließt. Hatte aber das Windthorstsche anathema sit bei der Mehrheit des Hauses seine Würdigung m schallendem Gelächter gefunden, so kennzeichnete Herr v. Bötticher sehr zutreffend diejenigen Empfindungen, welche die Mehrheit des Reichstags beherrschen. Dem Windthorstschen Satze, daß jeder ein Sozialdemokrat sei, der für dieses Gesetz stimmen werde, stellte der Herr Staatsminister kühl entgegen: Nun gut, dann will ich ein Sozialdemokrat fein, denn ich weiß, daß ich mit meiner Sozialdemokratie in diesem Sinne das Heil des Vaterlandes befördere. Wie sehr die Sozialdemokraten selbst gerade diese Förderung für das Wohl des Vaterlandes und insbesondere für dasjenige der alten und invaliden Arbeiter fürchten, haben diese Verhandlungen zur
Männer sich »och einige Augenblicke besprochen, uaym der Soldat neben dem Marchese Platz, Paolo bestieg den Bock nnb fuhr langsam bet Stabt wieber zu, iubeS tu feinem Fuhrwerk Stefano Towasa folgte.-------------
Indessen setzte der andere Wagen mit Angela und Josefa die Fahrt ungehindert fort. Von Signor Vitali über ihr Verhalten instruiert, saß Josefa rubtg und unbeweglich da und auch Angela verhielt fich äußerlich ruhig, wenngleich ihre Aufregung mit jeder Minute wuchs. Au der Ueberzeugung festhalteud, daß sie nur die Austalt verlassen, weil schon ihr Verlobter ihre» Aufenthalt eutdenkt, war sie gleichfalls überzeugt, daß er die Pläne ihrer Feinde bald durch, kreuzen würde, wohin man sie anch jetzt zn bringen gedachte. Daher auch lauschte sie mit der gespanntesteten Aufmeiksawkeit ans irgend welches ihnen folgende Geräusch, doch war ihre Aufregung vergeblich kein anderes als das durch ihr Fuhrwerk verursachte ließ sich auf der stillen, öden Landstraße vernehmen.
Endlich einmal ans ihre kleine goldene Uhr, ein Geschenk ihrer verstorbenen Tante, sehend, gewahrte fie, daß sie fast eine Stunde gefahren waren, und glaubte im selben Augenblick den zwar noch feinen Schall eines kommenden Wagens z» höre». Ihr dichter Schleier verbarg das plötzliche Aufleuchten ihrer Augen, wie die höhere Färbung ihrer Wangen doch bemerkte sie durch diesen, daß die Züge ihres Begleiters ebenfalls einem verwunderte» Ausdruck aunahwen. Sollte scho» ihr Verlobter mit Federigo nnb vielleicht noch mehr Beistand ihr folgen?—Dieser Gedanke machte ihr Herz »och lauter klopfe», doch suchte fie ihre Aufregnug z» beherrschen und saß ruhig und angestrengt lauschend da, den» der zweite Waaen ward immer vernehmbarer.
Dieser, in dem Stefano sich befand, war dem erste» schnell genug gefolgt und hatte nach einiger Zeit Federigo eingeholt, den jener vom Morgen her wieder erkannte, denn unbemerkt von ihnen hatte er fich ihn wie fdnen Herrn genau angesehen. So schnell r»
Genüge erkennen lassen. Nachdem aber die Entscheidung für des Vaterlandes Wohl am Sonnabend, so wie geschehen, gefallen, wird mau sich der Hoffnung in verstärktem Maße hingeben dürfen, daß die Mehrheit des Reichstags auch bei den ferner noch zu bewältigenden Meinungsverschiedenheiten deß eingedenk bleiben wird, um was es sich handelt.
Ausland.
Paris, 1. April. Bei dem gestrigen Bankett in Havre zu Ehren Antoines hielt derselbe eine Rede, worin er zur Versöhnung zwischen den republikanischen Parteien auf patriotischem Gebiete ermahnte. Er sei gegen eine Rückkehr zur persönlichen Gewalt, welcher die Feinde Frankreichs allein einen Erfolg wünschen könnten; es sei ferner unrichtig, daß er eine neue Pattiotenliga organisieren wolle, die wahre Patriotenliga bestände vielmehr bereits, es sei dies die Armee. Antoine appellierte an die Jugend, welche die Größe und Unversehrtheit Frankreichs wünsche, die Frantteich durch ihre Willensstärke und ihren Mut eine weniger trübe Zukunft bereiten möge, als die Vergangenheit und die gegen» roärtige Generation dem Lande bereitet haben. Redner schloß mit den Rufen: »Es lebe Frankreich, es lebe Elsaß-Lothringen, es lebe die Republik!" — Gestern fand die Einweihung des Eiffelturmes statt, wobei die französische Flagge auf der Spitze desselben angebracht wurde. Der Ministerpräsident Tirard hielt dabei eine Rede, worin er den Erbauer des Turmes, den Ingenieur Eiffel, zur Vollendung des großartigen Werkes beglückwünschte. Er hoffe, daß die an die Erbauung des Turmes geknüpften Wünsche und Hoffnungen durch die Vertreter des ganzen Weltalls, die zum Besuche der Ausstellung eintreffen würden, ihre Erfüllung finden mögen. — Danmas, Radikaler, ist zum Senator im Vardepar- tement gewählt worden. Das „SiLcle" versichert, es bestände durchaus keine Meinungsverschiedenheit unter den Ministern; alle seien entschlossen, ihre energische Politik zur Verteidigung der Republik fortzusetzen.
Loudon, 1. April. Ein Bries Stanleys, datiert Smupetturi, 4. Dezember 1888, besagt, daß Stanley sich wohl befinde und Emin bei guter Gesundheit verlassen habe.
Petersburg, 1. April. Auf die neueste russische Anleihe waren insgesamt ungefähr sechs Milliarden Franks gezeichnet, somit dreimal so viel, wie auf die erste 4proz. Konversions-Anleihe.
seine Kräfte zultcßeu, war Federigo dem ersten Wage» nachgceilt, zögerte aber seine Schritte, als er, dem nichts und niemand bisher begegnet war das Geräusch von Rädern und den Schall von Hufen vernahm. Ja der Meinung seinen Herrn kommen zu sehe», wandte er fich nach ihm uw, gewahrte aber voll Eut, täuschuug, daß nickt Paolo fich auf dem Bock befand, und ungeachtet der fehlenden Feustervorhänge, wollte >S ihm scheinen, als sei eS der nach rechts gefahrene Wage». Einen erwaigen Jnsaffeu desselben vermochte er nicht zu sehen, denn Stefano hatte fich tief in die Ecke gedrückt, und dem Kutscher zurufeud, zu halten, und ihn für guten Lohn mitzuuehme», gab dieser ihm keine Antwort, sondern trieb seine Pferde noch schneller au. Seinen Weg zu Fuß fortsetzeud, überließ Federigo fich dabei seinen Gedanke», »ad glaubte, überzeugt fein zu können, daß der seine» Blicken immer mehr entschwindende Wage», ohne jegliche Beziehung zu ihnen gewesen. —
Stefano hatte den ersten fast erreicht «ud betetil überlegt, wie er zu handel» habe, um fich seine» Verbündete» zu erkeouen zu gebe». Nach einige» Minute» an diesem vorüberfahreud, ries er deffe» Kutscher zu.
„Sagt dem Stguor, daß ich ihn im Wi ts. Hanse erwarte!' und drückte sich dann wieder in die Ecke, denn seine Schulter schmerzte, und er mußte fdn Tuch auf die Wunde pressen, um daS Blot anzuhalten, während er schneller »och als vorher de» Weg fortsitzeu ließ. —
Auch Tomaso hatte diese Worte gehött und wohl verstanden, und hätte fich »ar zu gern einige Augenblicke mit seinem Gefährten besprochen, doch durfte er nicht daran denken, sondern mutzte fich gedulden bis er die stattgehabteu Ereiguifle im Wirt!» Hause ersahre» würde.
(Fortsetzung folgt.)