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Zllnstriertrs Sonntagsblatt
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Zum bevorstehenden Quartalswechsel er-
ßtchen wir um rechtzeitige Erneuerung des
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Fürst Bismarcks
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bkrtrauen, werden Sie in einer Viertelstunde wieder abholen lassen, nnb kann ich Sie geistig gesnnd
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Sie werden wich wieder abholen lasten?
eburtstag. In dem kleinen Kreise der Familie »b der wenigen geladenen Gäste, welchen der ilron-
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Marke ange-
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Alle Postanstalten nehmen Bestellungen n und auf dem Lande die Postboten.
In Kirchhain unsere Agentur, Herr Buch- mder Rindt, und in hiesiger Stadt unsere Zeitungsträger sowie unsere Expedition.
g von Nöbcl-
teur,
^»Signora, diejenigen, welche für gnt befanden, einstweilen meiner Sorge nnb Beobachtung aw
Erbe der Krone dem Fürsten Bismarck gewidmet: Möge ihm noch lange vergönnt sein, in Gemein, schäft mit unserem geliebten und verehrten Kaiser das Reichsbanner hochzuhalten. Gott segne und schütze denselben und Seine Durchlaucht!
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sfftg [1881 n»
le uni irrer- gieich- Ircma, ttrrer
Marburg,
Sonntag, 31. März 1889.
und
Jllnstriertes Sonntagsblatt
[Nachvrnck oeiboten.]
Angela.
Erzählung aus vergangenen Tagen.
Feiertagen. tUlartal-SlboimemeutS-Preir bei der Erve- ditivnS«/,Mt., »ei da Postämtern »Ml. 5V Pfg. (e$!L vesteSgeld!. Jasertiousgedtthr für die gespaltene Zeile 1’ Pig. Reklamen für die Zeil« 85 Pfg.
____ Aveigsawe Wärterin gekommen, veränderte fte ihre «ellung nicht, hörte ab-r bald nnb zu ihrer nicht 1 ch-gen Ueberraschung Signor Vitalis Stimme. । dttz «ach ihm umaenbenb, ei widerte fte seine B-- m. Mnug mit zunehmender Aufregung, denn sein so , * 1 Ster Besuch konnte nur eine besondere Veranlassung tw - Wen. Diese erfuhr sie auch sogleich, indem er mit
1 Wixem Ernst sagte:
°««u attge#« die Expedition d Matte«, d „Amonea.»««mr von Haasostei» und Vogler *• ®k”i SUbelf Boffe in SrmttfArtBerlin, München n.Kbl»; G. L. Daube tu wo. m Frankfurt a. K. Berkin Ammw aua
mit ihren Gratisbeilagen
Kreisblatt
8r die Kreise Marburg und Kirchhai«
> Forts eyung.)
Ale sie das Abeudbrod eingenommen und an ® offene Fenster getreten, ward die Thür ihres vmerS geöffnet und in der Meinung, daß ihre
~—jl e Zukunft erschien. In jene Zeit, wo der tiefsten rauer sich die bange Sorge gesellte, fiel Bismarcks
, rinz, unser heute regierender Herr, mit seiner An- ' bwk chnheit beehrte, hatte der Kanzler des heimge- haben, wgenen unvergeßlichen Monarchen gedacht und die wo« ischgenossen gebeten, „in gleicher Einmütigkeit, ittunj ücher Treue und gleicher Liebe" in ein Hoch aus
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34 . »Wohin aber werden Sie mich bringen lasten? »3^ wDtf nach N opel?' 'uhr eben so schnell Angela fort.
- »Dos vermag ick Ihnen nicht zn sogen", entgegnete Mwr Vitali. .Jcd bin nur aufgefordert worden, den für einen Teil der Reise eine weibliche Be- Mung witzugeben und wird daher Josefa mit tabren. Irgend welche Fragen kann ich nnb Ji arch fie nicht beantworten, eSist also JhrersestS lOlMeu ste an nnb zu richten. Leben Eie wohl, l^Hnora--• nnb ohne eine Erwiderung abzn«
K*rt*n, hatte Signor Vitali das Zimmer schon wieder tyiafftn, in welchem Angela, kaum glaubend, was F* Srhört, zurückblteb. Eie faßte fich indes schnell
Kaiser Friedrich einzustimmen. Nachdem das Hoch verklungen, gab der Kronprinz in warmen Worten den Empfindungen Ausdruck, welche damals die Herzen beseelten. Er verglich das Reich in seiner damaligen politischen Lage, in seinen inneren und äußeren Beziehungen, mit einem Armeekorps, welches im Feldzuge seinen Höchstkommandierenden verloren und dessen erster Offizier schwer verwundet nieder- Itege. »In diesem kritischen Augenblick — sagte der hohe Herr — richten sich bü Blicke auf die Fahne, die der Träger hoch emporschwenkt. So halten Euere Durchlaucht das Reichspamer empor. Möge es — das ist unser innigster Herzenswunsch — Ihnen noch lange vergönnt sein, in Gemeinschaft mit unserem geliebten und verehrten Kaiser das Reichsbanner hochzuhalten. Gott segne und schütze denselben und Euere Durchlaucht."
Seit jenen Worten Kaiser Wilhelms, die so ganz aus der Seele des deutschen Volkes empfunden und gesprochen waren, ist ein Jahr verflossen. In den schwersten Tagen, welche dem Reiche seit seiner Aufrichtung beschieden gewesen, war Fürst Bismarck der Bannerträger, der festen Schrittes hochaufgerichtet voranging. Als dann die erlösende Hand des Todes die Augen des Königlichen Dulders geschlossen, da war es wiederum der Kanzler, welcher dem nunmehrigen Kaiser und König in alter Lehns- treue und Hingebung zur Seite stand und all den Bestrebungen, welche die friedliche Entwicklung im Innern zu hemmen und zu stören trachteten, mit fester Entschlossenheit und kräftiger Hand entgegentrat.
Um so freudiger wird am 1. April d. I. im Vaterlande die Wiederkehr seines Geburtstages begrüßt werden, welchen diesmal die Aussicht auf einen für absehbare Zeit ungetrübten Frieden und die Gewißheit gefestigter innerer Verhältnisse, sowie einer sicher fortschreitenden Entwickelung erhellt. Von seiner unermüdlichen Fürsorge um die öffentliche Wohlfahrt auf allen Gebieten hat die rastlose Thätigkeit des großen Staatsmannes auch in diesem abgelaufenen Lebensjahre Beweis an Beweis gereiht. Sowohl m der Pflege unserer auswärtigen Beziehungen wie des wirtschaftlichen und sozialen Gedeihens ist er als des Reiches Bannerträger weiter festen Fußes vorangeschritien, und Kaiser Wilhelms Bestreben, Deutschland den äußern und innern Frieden zu wahren, hat durch die Bemühungen des Kanzlers eine Reihe schöner Erfolge zu verzeichnen. Dankerfüllt erneuert dann auch die Nation, mit innigem Segenswunsch für eine noch lange lange Zukunft, den Heilruf, welchen vor Jahresfrist der erlauchte
und b gann nach zudenken und sah, daß, wiverstandslos wie fie war, fie sich fügen mußte, auch beruhigte fie die Gewißh it, daß Josefa fie begleiten werde. Wes- halb aber sollte sie unerwartet die Anstalt verlassen und wohin gedachte man fie zu bringen?* — Aus die erste Frage kam fie bald zudem richtigen Schluß und sagte leise:
Giovanni wild schon meinen Aufenthalt entdeckt haben, nnb ba meine Feinbe baS erfahren, entfernen fie miS von hier. Er wirb mich aber nicht wieder außer Angen lassen, nnb ich kann mit Sicherheit ans seinen Beistanb rechnen.*
Bereits zur Fahrt gerüstet nnb mit einer Reisetasche versehen, trat jetzt Josefa ein nnb Angela mit lebhaft erregten Zügen am Fenster erblickend, sagte fte tu ihrer ernsten nnb ruhigen Weise:
.Signora, nehmen Sie Ihren Hut nnb Mantel, benn wir sollen sogleich fahren. Ich will nnterbes Ihre Sachen einpacken--*
»Ich wüßte nicht, baß ich w'lche mitgebracht*, sagte ihrer Aufforbernug uachkornmend, Angela.
.Alles in biesem Schranke Vorhanbene ist für Sie besorgt worden, und die Oberwärteriu hat den Befehl erteilt, daß Sie e8 mitnehmen sollen*, erwiderte Josefa und legte sämtliche Gegenstände in die Reisetasche.
Angela ließ fie gewähren und kaum batte sie es besorgt, so schlug auch die Uhr der Anstalt sieben. Die Reisetasche tragenb, öffnete elftere die Thür und Angela blickte fich noch einmal in dem traurigen Raume nm, der ihr zwar nicht lange zum Aufenthalt gedient, und blickte dann auf ihre Arbeiten, die nun andere Hände vollenden mußten, und folgte der Wärterin aus dem Zimmer den Korridor entlang, auf dem fie in den beiderseitigen Zellen sprechen, fingen und lochen hörte. Von diesem gelangten fie in die Vorballe, welche fie noch nicht gesehen, da man fte bewußtlos in die Anstalt getragen, und wo fie einen ihrer schon wartenden Manu — Tomaso erblickte., der fie durch liichteS Neigen seines Haupte« begrüßte. Einen
Deutsches KM.
Berit«, 29. März. Das englische Botschaftspaar, sir Edward Malet und dessen Gemahlin hatten die Ehre, gestern abend den Kaiser und die K ais eri n bei sich zum Diner zu sehen. Der Kaiser und König hatte die kleine Admirals-Uniform angelegt, während die Kaiserin zu einem Kostüm von schwarzem Sammt einen leichten Pelzüberwurf von Zobel trug. Dirch das Haar der hohen Frau zog sich ein schmaler Kranz von Brillanten, welcher über der Stirn in ein prächtiges Diamanten-Diadem überging. Dem zahlreichen, an den Wagen herandrängenden, ehrfurchtsvoll grüßenden Publikum dankten die Majestäten huldvollst nach beiden Seiten. Am Wagenschlag empfing dieselben der Kammerherr der Kaiserin und Königin, Herr v. Veldheim, während der Botschafter, Sir Edward Malet, den Allerhöchsten Herrschaften bis zur Eingangsthür entgegenging. Der Botschafter trug zum schwarzen Frack das breite ponceaufarbene Band des Bathordens. Nach ehrfurchtsvoller Begrüßung reichte der Botschafter Ihrer Majestät den Arm, die hohe Frau zu dem in gelb und weißem Marmor gehaltenem, von einem kostbaren Blumenparterre abgeschlossenen Treppenabsatz geleitend, auf welchem Lady Ermentrude Malet die Majestäten erwartete. Der Kaiser und König bot hier der Frau Botschafterin den Arm Vor den Sitzen des Kaiserpaares erhob fich eine massiv goldene Blumenvase, aus der fich ein Riesenbukett der wunderbarsten La France-Rosen entfaltete. Flankiert wurden die Rosen von zwei massiv goldenen Armleuchtern, um das Ganze zog sich ein breites Teppichbeet von ebenfalls La France-Rosen. Die Menus trugen am Kopf das verbundene preußisch-englische Wappen in schwarz und Silber, diejenigen des Kaisers und der Kaiserin die Wappen farbig und in Gold. Der Kaiser, welcher Lady Malet zur Tafel geleitete, hatte als Tischnachberin zur Rechten die Erbprinzessin von Sachsen - Meiningen. Zur Rechten der Kaiserin, welche der Botschafter geleitete, saß der Erbprinz von Meiningen, neben diesem die Prinzessin Friedrich von Hohen- zollern. Zu den weiteren Gästen gehörten der Gemahl der letzteren, Fürst und Fürstin Anton Rad- ziwill, Herzog und Herzogin von Sagan, Fürst
flugtnbltd war Angela im begriff ihn anzureden, fie unterließ eS jedoch, und als er die schwere Thür öffnete und ihr und Josefa durch ein Zeichen an beutete ihm zu folgen, traten sie mit ihm vor das Haus, wo zwei Wagen hielten, der erste, dessen Fenster gleich dem dez zweiten verhangen waren, bewegte sich langfam weiter, der zweite näherte fich der Treppe. Als er hielt öffnete Tomaso den Schlag und ließ Angela und ihre Begleiterin einsteigen, und erstere bemerkte neben dem Kutscher einen zweiten bärtigen aRonn. Als sie Platz genommen, folgte er ihnen, Motz den Schlag und die beiden Wagen setzten fich in Bewegung. So erreichten fie die Landstraße, beide bogen rechts ab, bald aber schlug der zweite die ent« gegengesitzte Richtung ein. Vom Wagen aus war nicht ins Freie zu sehen, dafür aber lauschte Angela bte tiefverschleiert dasaß, mit der ganzen Aufmerksamkeit deren fie fähig war, auf den Laut von Stimmen oder den Hnsschlag von Pferden.
Unterdes hatten der Marchese und Federigo auf der kleinen Strecke Chausice, die der holzreichen Um- gebung wegen von der eigentlichen Landstraße abbog unb zur Stadt führte, gestanden, während ihr mit kräftigen Pferden bespanntes Fuhrwerk in aus beide Wagen nach der Anstalt fahren sehen, und bei diesem unerwarteten Anblick fich seiner große Sorge bemächtigt, denn in welchem mochte man seiner Verlobten ihren Platz anweisen? Kurz vor fieben Uhr suchte Federigo ihn auf, dem er seine Beobachtung mitteilte und mit einem Ausruf des Verdrusses erwiderte dieser:
.Das haben die Schurken schlau ersonnen, Mar. tiefe, und nun ist wahrlich guter Rat teuer! — Es ist wohl kaum auzunehmen, daß gerade zu dieser Smnde noch andere Personen die Antzall auf. gesucht haben l*
.ES wäre dennoch, da bald die Sprechstunde beginnt, nicht unmöglich*, antwortete der Marchese. .Was aber ist zu thnn?" und beide blickten fich ratlos an. Nach einigen Augenblicken sagte lebhaft Federigo:
W meiner Anstalt scheiden sehen."
luo-. 3m ersten Augenblicke hatte Angela auf diese 7<W< Erwartete Mitteilung keine Erwiderung, bann aber "Überholte fie hastig:
I Liese- chatten neuer und schmerzlicher Heimsuchung herauf. •• ** Inmitten der llgemeinen Unsicherheit der Verhält- fie richteten die Blicke sich voller Zuversicht auf en Kanzler, der in seiner Person als der feste unlt für die Gegenwart und die Bürgschaft für
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1J? »Ja, Signora, wie ich Ihnen bereits gesagt*, ant>
der Irrenarzt so kalt und ruhig wie zuvor.
Radolin, Hausmimster von Wedell mit Gemahlin, Ober-Zeremonienmeister Graf Eulenburg mit Gemahlin, die Oberhofmeisterin Gräfin Brockdorff, die Hofdamen Gräfin Keller, Fräulein von Gersdorff und Baronin von Gärtner, der Jntrodukteur von Röder, die Kammerherren Freiherr von Ende, Freiherr von der Reck und Baron von Veldheim, die Flügeladjutanten Oberst Graf von Wedel und Major von Pfuel, Adjutant Rittmeister von Berger mit Gemahlin und die Herren der Botschaft. Die Tafel währte fast l*/i Stunden und wurde nach derselben noch Cercle abgehalten. Der Wagen der Kaiserlichen Majestäten war auf 8 Uhr abends befohlen, es währte aber bis gegen halb 9 Uhr, bevor sich die Majestäten von ihren liebenswürdigen Wirten verabschiedeten und gemeinsam die Botschaft verließen. — Gutem Vernehmen nach wird bei eventuellen weiteren Kündigungen der Prioritäten der neuverstaatlichte« Bahnen der Umtausch gegen dreiundeinhalbprozenttge Konsols angeboten werden. Die Niederschlefisch- Märkische Bahn, deren Prioritäten jetzt gekündigt worden sind, gehört zu den alten Staatsbahnen. — Wie die „Nationalzeitung" aus zuverlässiger Quelle erfährt, enthält der preußische Antrag im Bundesrate behufs Aenderungen des Strafgesetzbuches und Preßgesetzes keinen Paragraphen, welcher die Mitteilung von Staatsgeheimnissen auch dann für strafbar erklärt, wenn der dieselben Veröffentlichende nicht weiß, daß die Geheimhaltung für das Wohl des Reiches erforderlich war. — Aufgrund von Nachrichten aus Marinekreisen nimmt die „Post" an, daß der Kaiser sich im Mai nach England begiebt. Kaiserin Friedrich kommt am 4. Aprü nach Berlin und siedelt am 8. nach Homburg über.
Grätz, 29. März. Bei der Landtagsersatzwahl im fünften Posenschen Wahlkreis (Buk, Kosten) ist an Stelle des verstorbenen Magdzinski Fürst Zed- zislaw Cartonski auf Siclce (Pole) mit 328 Stimmen gewählt worden. Der Kandidat der Deutschen, Jacobi, erhielt nur 19 Stimmen.
Stuttgart, 29. März. Ein Handschreiben des Königs an die Hinterbliebenen Varnbülers drückt tiefgefühlte Teilnahme über dessen Verlust aus. — Die Vorlage betreffs Erhöhung der Gehälter der Staatsbeamten erfordert nahezu 2 Millionen und verteilt sich auf 12 525 Beamte mit einem Gehalte von Mark 19 Millionen. Hinzukommt eine Aufbesserung der Gehälter der Geistlichen und Schullehrer.
Darmstadt, 28. März. Der Großherzog erteilte dem Prinzen Alexander Battenberg die Erlaubnis, den Familiennamen Graf Hartenau zu führen.
„Meiner Anstlpr nach können wir, wenn fie zu- gleich und nach einer Richtung abtahreu, fchlitßen, daß fie jufammengebönn und ihnen auch folgen!"
„Für dkn Fall aber, daß fie fich trinmn sollten?" wandte der Marchese ein, dessen Aufregung mit jeder Sekunde zunahrn.
Jetzt schlug von der Stadt ber vernehmbar die siebente Abendstunde und ihre Blicke nach dem der Anstalt zuführenden Weg richtend, sahen fie bald die Wagen diese verlassen und beide rechts abbiegen. Sich gegenseitig aublick-ud sagte schnell der Marchese:
.Was nun Federigo? in welchem mag Signora Angela sein?"
.Jedenfalls in dem ersten, Marchese*, entgegnete dieser lebhaft .und wird der zweite als Bedeckung mitfahreu. Wir dürfen ihnen nicht sogleich folgen.*
.Wir wollen fie einen guten Vorsprung gewinne« lass-n*, versetzte ber Marchese. .Dann aber ihnen nach und--"
„Sehen Sie da, Marchese", unterbrach hastig Federigo. Denn der letzte Wagen kehrte nm nnb W links ab, indes der erste die eingeschlagene Richtung verfolgte.
„Wir wollen ohne weiteres Bedenken dem erste« nach", sagte hastig der Marchese und winkte de« Rutscher herbei, „denn auf der anderen Seite der Chaussee kann der zweite auch in die Stadt gelangen." „Marchese", sagte Federigo, der schnell überlegt, olflrn Sie in nr.fcrem Wagen dem ersten, ich aber will dem zweiten nachlaufen —"
„Weshalb?" fragte fein Herr.
„ES könnte dennoch eine List von den Schufte« ein, nnb auf alle Fälle behalte ich den Wagen im Inge. Haben Sie fich überzeugt, daß die Signor« ich in dem zweiten b« finden muß, so werden Sie mir fcknell folgen--*
.Das Laufen wird Dich bald ermüden und D« zurückbleiben*, wandte der Marchese ein.
(Fortsetzung folgt) '
L Uherhesfische« Zeitung
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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für dir Kreise Marburg nnb Kirchhain.
Expedition Markt 21. — Redaktion, Druck und »erlag von Joh.
ß dn Postabonnements, zur Verhütung sonst ein- ange- redender Unregelmäßigkeiten im Eintreffender
nbel:
[14 iesjähriger Geburtstag ruft im Rückblick auf die it dem 1. April vorigen Jahres vergangene Zeit ‘ ™ le die ernsten und schweren Verhältnisse, welche tlete Vaterland seit jenem Tage durchmessen, in die Hn) rinnerung zurück. Von dem Sarge des großen iiMlts aisers waren Herz und Sinn unseres tiefgebeugten Ihnte Wes dem Krankenzimmer Kaiser Friedrichs zuge- ia ii« noch ehe die sorgenvollen Gemüther sich in wrig« K durch den Tod Kaiser Wilhelms entstandenen ra«ttt Qge zurechtgefunden, zogen bereits die düsteren