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Wöchmtliche Bellagm: Kreis-Blatt für dir Kreise Marburg Md Kirchhain. - Illustriertes SonntagSdiatt

Expedition Marit 21. Redaktion, Druck und «erlag vou 3oh. Aus. »och. *

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Erscheint täglich außer an Werktag« »«<4 sonn- uno Feiertage». - Quartal-SbonunnenLL-HrnS bei der Sxpe» bition 21/. 3RL bei den Postämtern SMl. 50 Pfg. (exkl- Bestellgeld). Julertiov-g-bLhk für die gespaltene Zeile 10 $fg., Reklamen für die Zeile 95 Pfg.

Marburg, Dienstag, 26. März 1889.

Lnzeigea mumu uuge^ei. die G.peomou » Eilatte-, sowie o. Aimouceu-Bureaux von Haaseufteiu und Bögler

- Jahrgang.

Daube «.»o. in Frankfurt a.Berlin, Hannover Paris.

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Deutsches Leich.

Berlin, 23. März. Der Kaiser und die Kaiserin begaben sich heute vormittag 11 Uhr .843 »ach Potsdam, um der Taufe bei dem Leutnant ; b. Chelius beizuwohnen. Es waren ungefähr - 30 Teilnehmer geladen. Der Hofprediger Windel j Ion der Friedenskirche vollzog die Taufe in der Wohnung des Leutnants v. Chelius. Der Täufling nhielt die Namen Wilhelm Victor. Die Kaiserin begab sich nach der Taufe zum Erbprinzenpaar W Muß j. L. zum Frühstück, während der Kaiser an

dem Essen teilnahm. Se. Majestät trank bei der

g| Tafel auf den Täufling, während Leutnant v. Chelius auf den Kaiser einen Trinkspruch ausbrachte. Die Tauf- und Tafelmusik wurde von der Kapelle der Garde-Husaren ausgeführt. Um 3 Uhr nachmittags traten die Majestäten die Rückfahrt an. Das .Militärwochenblatt" meldet: Den Generalen der Infanterie und Generaladjutanten des Kaisers Fürst Radziwill und Prinz von Hohenlohe ist der Tienst- titelGeneral der Artillerie" verliehen worden. Der Kommandeur des elften Armeekorps General Freiherr von Schlotheim ist mit Pension ä la suite des zweiten Garde - Dragoner - Regiments gestellt Serben. Der Generalarzt des Gardekorps Dr

sNachdruck verboten.^

Angela.

Erzählung aus vergangenen Tagen.

i Fortsetzung.)

. In ihrem Zimmer angelaugt, das wiederum ver- Mosten worden, sah bald Angela, daß Signora «Uonia ihren Spaziergang noch fortsetzte. Ihr mit d« Augen folgend, bis sie, einen andern Weg etn- Mageud, diesen entschwunden war, saun fie über die «Segnung und Unterredung mit ihr nach, wie über die Dhatsacbe, daß gegenseitig ihnen ihre GefichtSzüge und «scheinung bekannt und vertraut waren.

10. Kapitel.

Der junge Marchese und fein Diener hatte« die dtsdt . . . ., vud zwar vou einer andere» Seite als ^gela mit ihren markierten Begleiterin, erst in der erreicht, und in einem am dortigen Eingang dvselben befindlichen bescheidenen Wtrtshause, in gläsern in der späten Stunde noch spärliches Licht Schanden gewesen, Aufnahme gefunden. Hier hatten & ihrer Verabredung zufolge, sich als Maler aus Mrenz, welche Stadt ihnen genauer bekaunt war, Mgegeben, die auf einer weitere» Fußreise begriffen r*». Nach einer bescheidenen Mahlzeit, wie fie nicht vorhanden war, begaben sie fich zur Ruhe, allein Mrend Federigos tiefe Atemzüge schon feinen festen Mas verrieten, lag auf seiner harteu Matratze sei» noch lange wachend da, denn der Gedanke, seiner ?rlobtea möglicherweise so nahe zu fein, und alle Pläne, ^bestimmt zu erforschen und fie ans den Händen Kn Verfolger zn {befreien, hielten langeß den Ablummer von feinen Augen fern. Endlich aber Arsten sich diese, denn auch bet ihm forderte nach S® Anstrengungen und Aufregungen des TageS die *®8r ihr Recht.

Aw nächsten Morgen traten fie ihre EntdeckangS- an. Sie hatten ihr Gepäck zurückgelassen und ** Wirte gesagt, daß fie »ach eine« längere» Weg

In Kirchhain unsere Agentur, Herr Buch- binder Rindt, und in hiesiger Stadt unsere Zeitungsträger sowie unsere Expedition.

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Areisblatt

Hr -ie Kreise Marburg und Kirchhai«

und

Illustriertes Souutagsblutt.

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Leuthold und der Generalstabsarzt der Armee, Dr. (Soler, sind zu Generalärzten erster Klaffe, letzterer mit dem Charakter als Wirklichen Geheimer Obermedizinalrat, ernannt worden, ferner ist der Oberst v. Roques ä la suite des 1. See­bataillons zum Inspekteur der Marine-Infanterie ernannt worden. Ziemlich allgemein wird jetzt geglaubt, daß die Reise des Grafen Herbert Bismarck nach London mit Angelegenheiten der Kolonialpolitik in Verbindung stehe. Der Zu­sammentritt der Samoakonferenz dürfte sich noch etwas verzögern. Man nimmt an unterrichteter Stelle jetzt an, daß er nicht vor Anfang Mai er­folgen wird. In der heutigen, stark besuchten Hauptversammlung der deutschen Kolonialgesellschaft unter dem Vorsitze des Fürsten Hohenlohe-Langen­burg wies Konsul Vohsen die gegen die Deutsch- ostafrikanifche Gesellschaft in der Preffe gemachten Angriffe zurück. Konsul Weber sprach über Witu. Oberbürgermeister Weber schilderte die Lage in Südwestafrika und sprach die Hoffnung aus, der Reichskanzler werde der deutschen Kolonialgesellschaft für Südwestafrika den thatsächlichen Schutz ange­deihen lasten, besten sie für ihre Arbeiten bedarf. Nach weiteren Referaten über das Emin - Pascha- Unternehmen, über die Unterdrückung des Sklaven­handels 2c. schloß der Vorsitzende, Fürst Hohen­lohe, die Sitzung, welche mit dem üblichen Hoch auf den Kaiser eröffnet worden war. Der dem Bundesrate seitens Preußens zugegangene Gesetz­entwurf, betreffend Abänderung des Strafgesetzbuchs und des Preßgesetzes ist bestimmt, an Stelle des Sozialistengesetzes zu treten. Der Entwurf ist kurz. Es beschränkt sich auf die allerdings sehr einschneidende Aenderung einiger Paragraphen der obengenannten Gesetze und auf die Einfügung einiger neuer Para­graphen. In Reichstagskreisen, die mit der Re­gierung Fühlung haben, verlautet, daß der Entwurf sich allerdings auf dem Boden des gemeinen Rechts bewegt, insofern, als der bisherige Begriff der sozialdemokratischen Bestrebungen einerseits ersetzt wird durch Verschärfung der Strafbestimmungen über politische Verbrechen und Vergehen, andererseits die Definition des Sozialistengesetzes von den sozial­demokratischen, sozialistischen, kommunistischen Be­strebungen ersetzt wird durchAngriffe auf die Grundlagen des Staatswesens, der Monarchie, der Kirche und des Eigentums." Dafür sind neue, sehr scharfe Strasbestimmungen im Entwurf festgesetzt. Wer aufgrund derselben einmal verurteilt worden ist, kann polizeilich ausgewiesen werden, nicht dauernd,

schäft wird Staatsminifter a. D. Dr. Heemskerck genannt

London, 23. März. Graf Herbert Bismarck begab sich heute nachmittag nach Epsom zum Be­suche des Lord Roseberry. Bei der Neuwahl eines Unterhausmitgliedes für Gorton wurde der Gladstonianer Mather mit 5155 Stimmen gewillt.

Petersburg, 23. März. Der russische Bot­schafter in Berlin, Graf Schuwaloff, traf gestern abend hier ein, fand aber seinen Bruder nicht mehr am Leben. Großfürst Sergius, Protektor der russischen Gesellschaft für Fischfang und Fischzucht, gab ein glänzendes Diner zu Ehren der hier zum Besuche der Fischerei-Ausstellung eingetroffenen Dele­gierten der ausländischen Fischerei-Gesellschaften. DemGrashdanin" zufolge ergab die Realisierung des Reichsbudgets einen Ueberschuß von etwa 60 Millionen Rubel.

ober auf eine bestimmte Zahl von Jahren. Vereine und Versammlungen, in denen die obenerwähnten Bestrebungen hervortreten, können aufgelöst werden. Zeitungen und Drucksachen können dauernd verboten werden, wenn sie wegen derselben Bestrebungen einmal verurteilt worden sind. Ueber die Fortsetzung solcher verbotenen Druckschriften sind ähnliche Be­stimmungen wie im Sozialistengesetz enthalten.

Aesteu - Nassau.

Marburg, 25. März. DasMilitär-Wochen­blatt" meldet folgende Beförderungen resp. Ver­setzungen im hiesigen Jägerbataillon: Oppermann, Major, aggregiert dem Hessischen Jägerbataillon Nr. 11 als aggreg. zum Grenadier-Regiment Prinz Carl von Preußen (2 brandenburgisches) Nr. 12 versetzt, v. Möllendorf, Hauptmann und Kom­pagniechef vom Heff. Jägerbataillon Nr. 11 dem Bataillon unter Beförderung zum überzähligen Major aggregiert. Brandenburg, Hauptmann und Kompagniechef vom 6. badischen Infanterie-Regiment Kaiser Friedrich UI. Nr. 114, in das Hessische Jägerbataillon Nr. 11 versetzt, v. Go ntard, Premier-Leutnant vom hessischen Jäger-Bataillon Nr. 11, ist ferner auf 1 Jahr zur Dienst­leistung bei dem großen Generalstabe kommandiert. Ferner wurden die Bizefeldwebel Hofmann und Zedier vom Landwehrbezirke Marburg zu Sekonde- leutnants der Reserve des Hess. JägerbataillonS Nr. 11, sowie die früheren Adjutanten des Bezirks-, kommandos Marburg, Premierleutnant v. Tschud i l. und Premierleutnant D e ch en d, elfterer zum Haupt­mann und Kompagniechef im Anhaltischen Infanterie- Regiment Nr. 93 und letzterer zum überzähligen Hauptmann im Füsilier-Regiment v. Gersdorf sheff.) Nr. 80 befördert.

Marburg, 25. März. Die Königliche Re­gierung erläßt imAmtsblatt" eine Bekanntmachung über dieBedingungen für die Bewerbung um Arbeiten und Lieferungen", woraus wir folgende Stellen im allgemeinen Interesse hervorheben: Die

Ausland.

Wie«, 23. März. DiePolst. Korr." erklärt neuerdings, Oesterreich - Ungarn erkenne Bulgarien nid)t das Recht auf diplomatische Vertretungen zu. Selbstverständlich bleibe es Bulgarien unbenommen, Vertrauensmänner vollkommen privater Eigenschaft zur Wahrnehmung bulgarischer Jntereffen nach den europäischen Hauptstädten zu entsenden.

Pest, 23 März. DasAmtsblatt" veröffent­licht ein königliches Handschreiben, wonach die Demission des Justizministers wegen dessen ge­schwächter Gesundheit genehmigt, derselbe jedoch be­auftragt wird, bis zur kaiserlichen Entschließung über feinen Nachfolger die Geschäfte fortzuführen. Ferner wird Freiherr von Orczy der provisorischen Leitung des Ministeriums des Innern enthoben und der Minister Barroß damit beauftragt.

Rom, 23. März. Die aus Heidelberg hier eingetroffenen Professoren und Studenten besuchten heute die hiesige Universität. Sie wurden bei ihrem Erscheinen mit den Rufen:Es lebe Deutschland! Es lebe Kaiser Wilhelm" empfangen. Die Heidel­berger antworteten mit Hochrufen auf Italien und König Humbert und wohnten alsdann der Vorlesung des Professors Linana bei. Die römischen Kom­militonen geleiteten sie alsdann zum Bahnhof. Mitte April gedenken die Heidelberger wieder hier einzu­treffen. Es wird ihnen zu Ehren alsdann ein Bankett veranstaltet werden.

Paris, 23. März. Mehrere Zeitungen melden, daß ein am Donnerstag von Havre abgegangenes Torpedoboot in der Nacht zum Freitag infolge hohen Seegangs bei Barfleur kenterte. Die Mannschaft, aus dreizehn Personen bestehend, ist ertrunken.

Haag, 23. März. Ein Bulletin von heute meldet: Der Zustand des Königs hat sich in den letzten Tagen nicht verändert. Die Minister des Innern und der Justiz begaben sich heute nach Schloß Het Loo, um zu erwägen, ob die gegen­wärtige Lage eine zeitweilige Regentschaft notwendig mache. Als Kandidat für die Führung der Regent-

dUlL die Umhegend miede, kommen mürbe». Eine Frage nach dieser richtete» fie der Vorsicht wegen nicht an ihn. Zuerst suchte» fie, und der Marchese mit steigender Ungeduld, die Gebäude der Irrenan­stalt aufzufinden, um, nachdem sie fich diese ange­sehen, einen Qperationsplan zu entwerfe». Als fie, von verschiedenen Hindernissen aufgehalten, etwa die Hälfte der Stadt umgangen und noch mancherlei Häuser entdeckt, die fie a!8 ausgesucht gelten lassen konnten, faben fie von der Stelle aus, wo fie fich befanden, durch und über das reiche Grüu, welches fich nach der Richtung hinzog, ein hohe», lauggedehntes Dach beibonogen, welches auf ein stattliches Gebäude, men» nicht mehrere, schließen ließ, und dahin be­schlossen fie ihre Schritte zu lenken. Nach länger als einer Viertelstunde hatten fie diese auch, erst bte Landstraße und dann einen weiteren kurzen Weg verfolgend, erreicht und standen nun in einiger Ent­fernung vor dem eisernen Gitterthor, das die hohe eb »falls eiferne Einfriedigung des ganzen Grund­stückes abfchlvß. Durch dstS unterschiede» sie drei zusammenhängende Gebäude, über deren traurige Bestimmung ihnen keinen Zweifel blieb. Die massiven Thüren derselben waren geschlossen, an den vielen Fenstern ließ sich kein lebendes Wesen blicken, und ringsum herrschte die tiefste Stille. Endlich das ebenfalls teilweise im Grün versteckte Piörtner- hänschen gewahrend, entdeckten zugleich Federigos scharfe Augen an einem der Fenster einen Mann, der anscheinend in einem Blatte laS, in der Thal aber fie bereits beobachtete. Er machte seinen Herrn auf diesen, offenbar den Pförtner, aufmerksam, und der Marchese erwiderte mit unterdrückter Stimme:

Wir wollen langsam weiter gehen, Federigo. Ec wird u»S dann für Fremde halten, die sich ein mal diese Gebäude ansehen, was doch gewiß zu Zeiten geschieht!* und »ach diese» Worte» setzte er de» Weg fort.

8ie mögen Recht haben, Marchese*, erwiderte ihm folgend Federigo, «obgleich ich hier eben so gern

geblieben wäre, um das, was wir wissen wollen »nd müsse», vo» ihm zu erfahre» suche»."

,DaS wird auch später geschehen können", ant wertete der Marchese, zugleich einen traurigen Blick auf die stillen Gebäude werfend, die so viel Unglück und Elend und möglicherweise auch Unrecht und Schuld bergen. Immer aber an dem Gedanken fest­haltend, so schwer ihm dies auch auf Augenblick ward, daß er Angela gesund und wohl, und nur um fich sobald wie möglich auf immer mit ihr z» ver. einigen, wiederfinden werde, schritt er langsam mit Federigo den kurzen Wei zurück, und bann beide ratlos auf der Landstraße dastehend, sagte biefer:

»Lassen Sie uns einmal die ganze Anstalt um gebe», Marchese. Vielleicht finden wir dabei einen Fingerzeig, der uns zur Ausführung unseres Vor­habens bienen kann, zumal Sie doch nicht wolle» baß ich mit dem Pförtner sprechen soll!"

,DaS habe ich nicht gesagt", erwiderte Giovanni »denn ich selbst bin der Meinung, daß es geschehen muß. Doch wollen wir erst einen Plan entwerfen wie daS, ohne feine besondere Aufmerksamkeit zu er­regen, geschehe» kann!"

»Wen» Sie mir die Sntlettnng der Sache über­lasse» wolle», Marchese, nnb dazu auch einige Gold- tücke geben, so will ich ihn schon zum Sprechen bringen", entgegnete voll Zuversicht Federigo.Bin ich dock nicht umsonst der Neff- meines Oheims, dessen Erlebnisse mir schon mehrfach von Nutze» ge­wesen find!"

»Ich will auf Deine nnb Deines Onkels Fähigkeit nnb Deine Anhänglichkeit für mich unb Signora Angela bauen, nnb nufer Unternehmen einleiten laffen" antwortete trotz aller Sv'g-n Giovannt mit einem Lächeln.feier hast Du auch bas gewünschte Gelb" unb bi'S aus feiner Tasche nehmenb, reichte er es ibm. Dies ungezählt in feiner Hand betrachten!», sagte lebhaft Febertgo:

.DaS ist zu viel, Marchese, ich werbe boch dem Pförtner nicht alle diese blanken Stücke geben!"

.Dann behalte sie für Dich", erwiderte dieser, »unb mache Dir, sobald Du kannst, damtt ein Per» gnügen!"

»Da werde ich fie vielleicht noch nützlicher, und zwar für die Wärterinnen dieser Anstalt, gebrauche»", versetzte Federigo,obgleich wir »och »icht einmal bestimmt wissen, ob Signora Manfredi hier ist!"

Da hast Du allerdings recht, doch nehme ich das fast allerdings als gewiß an, da wir auch die Spur des Wagens bis hierher haben verfolgen können", ent­gegnete der Marchese unb fügte lebhaft Hinz»:Siehe hier baS hohe Eisengitter. Es umschließt gewiß bie ganze Anstalt mit ihren Gärte»--"

»Ohne allen ZLeisel", erroiberte ebenfalls lebhaft Feberigo.Wenn baS ber Fall ist, so könne» wir vielleicht ans irgenb eine Weise hineingelangen, worauf ich der Wärterinnen wegen schon stark gerechnet habe!"

Das wird kaum möglich fein", antwortete der Maichefe.Meiner Ansicht nach müssen wir vo» d-w Pförtner zu erfahren suchen, ob ber »ns bezeichnete Wagen hier angekommen ist, nnb haben wir darüber Gewißheit erhalte», so gehe ich zu dem Vorsteher »»d Oberarzt der Anstalt unb forderte von ihm meine Verlobte zurück, von ber ich weiß, daß fie nicht irr» innig ist!"

»DaS kann ich bezeugen, Marchese", pflichtete ihm Federigo bet, und beide verfolgte» de» Weg «m das Gitter, anf dem sie allerdings kleine felnber« niffe verschiebenster Art zu überwttiben hatte». ES war aber tn bemfeiben nirgends eine Pforte z» ent­decke», nnb verhinberte» bie Bäume unb das dichte Gebüsch jeden Blick in die:ten. Als fie eine Stelle erreicht, an der bte Holzung aushörte und reunblich im Hellen Sonnenlicht bte freie Gegend vor ihnen lag, in ber fie halb auch ein einsames Dorf mit einer Kirche entbedten, sagte ber immer zum Sprechen aufgelegte Feberigo:

»So sehr mir auch bte Walbungen, an bte wir bei nn8 weniger gewöhnt finb, gefallen, so ist doch der Abwechs­lung wegen et» solcher Anblick--" Frts. folgt.