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Illustriertes Sonntagsvlatt
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und in wenigen Minuten hat Stadt und Hafen ein ganz festliches Aussehen. Es ist zum zweitenmal, daß ein Hohenzoller am 20. März geboren ist, es war auch der Geburtstag von Prinz Friedrich Karl, der vor 25 Jahren für die nationale Befreiung der Herzogtümer focht. Es gehört zu den eigenen feinen Fügungen der Geschickte, daß genau ein Vierteljahrhundert nach dem Loslösen Schleswig-Holsteins
Annexionsvorschläge Knappes und die Politik Deutschlands widersprechen einander. In dem Erlasse heißt es ferner, Knappe ging in seinem Auftreten den Vertretern der fremden Mächte wie den Eingeborenen gegenüber nicht mit der Ruhe und der Kaltblütigkeit
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Vogelfangs in den Monaten Januar und Februar, über, eine Eingabe, betreffend die Aushebung des Impfzwangs, und über die geschäftliche Behandlung mehrerer Eingaben Beschluß gefaßt.
— Die Unterrichts - Kommission des Abgeordnetenhauses beschäftigte sich gestern mir dem Anträge des Abg. Rickert auf gesetzliche Regelung der Schul- zcit. Dieser Antrag ersucht in seinem zweiten Teil
sNachdruck »erboten.]
Angela.
Erzählung aus vergangenen Tagen.
Fortsetzung.)
»Ein längerer Aufenthalt im Freien könnte Ihne» Möglich sein, doch würden Sie, da die Wärterinnen ver den Kranken stets nur auf kurze Zett zu ent» hrm find, allein gehen--•
»Dem will ich mich gern unterwerfen*, entgegnete, o Signor Vitalis Anerbt t n erfreut, Angela.
»Es werden Ihnen ans Ihrer Wanderung meine leg'befohlenen begegnen und die eine ober andere W) mit Ihnen zu sprechen suchen. Vergeffen Sie nicht, Signora, daß alle meine Pflegebefohlenen Herkiank find, die meisten, ohne es zu wissen, und chr noch ohne es sein zu wollen--* und leicht
ätzend verließ Signor Vitali das Zimmer, das fürsorglich wieder verschloß. Vor : emselben hörte ■ ihr, mit gedämpfter Stimme sprechen, bann war «herum alles still auf dem weitlänfigeu Korridor dessen gewärtig, was der Anordnung des Arztes Men werde, kehrte sie zu ihren Arbeiten zurück, die *8 nur ihre Hände beschäftigten, ihren Gedanke» freien Spielraum ließen, und diese wandten fick K« Verlobte» zu, auf d,sien Hilfe unb Befreiung der ihr so schrecklichen Anstalt fie fest rechnete. Wohl eine Stunde verging ihr auf diese Weise, ward wiedeium ihr Gemach geöffnet und Josefa "l ein. Sich ihr nähernd sagte fie:
»Signora, wenn Sie fich bereit machen wolle», •kill ich Sie in den Saiten führen. Bleiben Sie ^ßen, bis ich Sie aufsuchm werde und halten fich nach Verlauf einer Stunde auf dem Ihnen bekannten Hauptwege auf!'
Eich der erhaltenen Erlaubnis freuend, wandelte ^ela langsam auf dem schattigen Wege dahin. Es *fl»ete ihr auf diesem niemand, doch sah fie auf 7 anderen verschiedene Patientinnen des Signor Wli mit ihren Wärterinnen, die fie kaum zu be»
Deutsches Reich.
Berlin, 22. März. General v. G r o l m a n n ist WM kommandierenden General des elften Armee- «rps ernannt worden. Generalleutnant v. Hänisch W mit der Führung des vierten Armeekorps be- Wiftragt, Generalleutnant v. Versen zum Kommandeur «r Kavallerie-Division des 15. Armeekorps, die tzeneräle Graf Häseler, Graf Schlieffen und von holleben sind zu Oberquartiermeistern ernannt worden, lener al Vogel von Falckenstein wurde zum Kriegs- misterium kommandiert. Generalmajor Prinz i Ibert von Sachsen-Altenburg ist zum Kommandeur er dritten Garde-Kavalleriebrigade, der Erbgroß- uzog von Baden zum Oberst und Kommandeur S Infanterie-Regiments Nr. 113 ernannt worden. ■ ; Nach der »Bert. Börsen-Zeitung" sollen demnächst | ir Verjüngung der Kavallerie - Kommandos 22 fiigade- und Regiments-Kommandeure ihren Abschied lhalten. — Aus dem soeben veröffentlichten neuen Weißbuche über Samoa ist als wichtigstes Aktenstück s Erlaß des Fürsten Bismarck vom 9. d. Mts. i den Generalkonsul Dr. Stübel hervorzuheben, ä »nach Konsul Knappe nicht ermächtigt war, den j rieg oder den Kriegszustand zu erklären und das ciegsrecht gegen die Fremden anzuwenden. Die
vor, welche für die richtige Behandlung internationaler ' Fragen eine unerläßliche Vorbedingung ist. Seine amtliche Angabe, daß ihn die deutsche Regierung ermächtigt oder beauftragt habe, den Krieg oder I die Staatsregierünq" Vn^Erwägung'^u sieben I.dem Loslösen Schleswig-Holsteins nur den Kriegszustand zu erklären, beruhe auf nicht Der J H W em auf dem Kieler
Willkür oder einem schwer erklärlichen Irrtum. — Unterrichts hinauszuschieben sei Bei der Bearün^una wurde — Die Anwesenheit der
In der gestern unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten dieses Antrages im Hause batte der Ab^ Wrfprt ra C ^"drrch auf dem hiesigen Schlosse dürste des Staatsministeriums, Staatssekretärs des Innern, das 7. Jahr als das geeignete für den Reäinn ^ I "T ,n?£n Kühling hinein erstrecken, als von Bötticher, abgehaltenen Plenarsitzung erteilte Schulunterrichts bezeichnet? Seine politische/Freunde ^b°' verschiedene Anzeichen lasien
der Bundesrat den Gesetzentwürfen für Elsaß- nahmen in der Kommissionsfitzuna biefen toehnnfp»Ir? £’ne. Verlängerung des Aufenthaltes schließen. Lothringen, betreffend die Feststellung des Landes- Wieder auf und beantragten eine^ Resolution hnfi I TI P^n^ssinnen scheinen sich in haushalts-Etats von Elsaß-Lothnngen für 1889/90, die Schulzeit vom Vollendern 7 bis zum vollendeten £ ä“ fuf)Ien' fte bewegen sich
und über die Kosten für den Elementar -Unterricht 14. Jahre festgesetzt werden möae SRpnnin^l ^ne ]reben ^roan0 unb haben an dem m-t den vom Landesausschuß von Elsaß-Lothringen wurde dieselbe damtt daß nach dem UrteV bed qT^^ ^^stigen Anregung nicht entbehrenden beschlossenen Abänderungen die Zustimmung Mit Medizinal-Kollegiums in »erltn bie löVnerHAe CFnt &C^-e °ffen6ar Gefallen.
der bereits erfolgten Überweisung der Mitteilung Wickelung der Kmder mit 6 Jahren »ock !ickt^ ko « Ue6er feme Audienz bei
über die Beschlüße des Landesausschusses von Elsaß- weit vorgeschritten sei um ohne Nackteil L tp dem Kaiser machte Frhr. von Schor-
Lothringen, betreffend die Uebersicht der Ausgaben richt besuchen zu können " Die Kommllkion^"^! I ^mer-Alst lungst m einer zahlreich besuchten Ber- uud Einnahmen der Landesverwaltung von Elsaß- dieser Auffaffung jedoch nicht bei weil dieses T Westfalischen Bauernvereins Mit-
Lothringen für 1887/88, an d-e Ausschüße für!führten Urteil meBrere ffinfnrf.tPn pis9 IA6". ^ach dem Bericht des .Wests. Merk.- Rechnungswesen und für Elsaß - Lothringen erklärte welche einen solchen Nachteil Acht konstatierten" und Edle q ram l4' 8e6ruar bic
sich die Versammlung einverstanden und übergab die besonders die Erfahrungen welche mit dem Reoinn I Audienz beim Kaiser hatte, habe ihn
allgemeine Rechnung über den Reichshaushalt für des 6. Lebensjahres gemacht worden seien bi^rhn,m ^°uWvgt, de» Mitgliedern des Westfälischm das Etatsjahr 1885/86 dem Ausschuß für Rech- günstige seien.' Der S? ?ie freundlichen Worte, welche
nungswesen, die Vorlage, betreffend die Ergänzung zeit auf das vollendete 7 fpfhnfphp»1 ® glegentlich des 25 jährigen Bestehens des
und Abänderung des § 52, Anlage D, des Eisen- deshalb mitaUengeZ 3^©toLÄaefint Dolans nach Peterhof gesandt habe, zu danken. Er bahn-Betriebs-Reglements den Ausschüssen für Eßen- gegen fano nach ein8e6fnb« Srntu^a b e ntnpnhp sTn nutzbringende Tätigkeit des Vereins an bahnen, Post und Telegraphen und für Handel und Resoln ion aügcmS?"^0 e8 ^i, den Bauernstand Verkehr zur Vorberatung. Bei dem Reichsgericht regierung zu erfuZ bem5QnMnnpp ;19„ I ^,.®taftr.Unb ®urbe ä» erhalten, der die sicherste ist infolge des Austritts eines Reichsgerichts - Rats entwurf vorzulegen durch welchen ?er Besinn 2 “'«Äf." Unb $at€rIanb bilde. Redner
aus dem Reichsdienst eine Ratsstelle zu besetzen. Es das Ende der Schulpflicht für den vreufillcken SwA Sr. Maiestat ^tgegnet, der Bauerverein werde wurde beschloßen, wegen des Sr. Majestät dem gleichmäßig gerkgZt,wird mitberi« »
Kaiser zu unterbreitenden Vorschlags die Angelegen- als Anfangs-Termin der Schulpflicht da^s vollendew Grundbesitzes verfolgen und stets treu zu Thron und heit dem Ausschuß für Justizweseu zu überweisen. 6. undall‘ faMtantaba§b°" Schorlemer fordert die Die vom Reichstage angenommene, am 1. Febr. d.J. jahr gelten soll und die Schul - Aufsickts - Rediw^n I F a -U^ bte^ ®eIobni0 durch em drei-
,m Haag unterzeichnete Erklärung zu Artikel 8 des die Berechtigung haben soll?» ben £ermm$tinn»s § ° « Kaffer Wilhelm zu bekräftigen. Die
internationalen Vertrages zur Regelung der Nordsee-1 zuschieben ' errn n $tnauS' Versammlung stimmte dreimal lebhaft ein.
vom 6. Mai 1882 soll zur Allerhöchsten Kiel,'20. März. Zu der Geburt des Sohnes An«
Rat,sikatton vorgelegt werden. Die vom Reichstage des Prinzen Heinrich wird der Voll Rta " hn„ I «n;™ oo -
bem Reichskanzler zur Erwägung überwiesene Pe- hier geschrieben: Das Wort vom "Fels rum Jin Das Abgeordnetenhaus nahm
tition eines bayerischen Stabsveterinärs a. D. wegen ist ja längst in Erfüllung aeaanaen ovp^^? i^. I , ^^^^bst>mmung den Budgettitel „Zentral- anderweiter Festsetzung seiner Militärpension wu?de erstemal, daß ein Hohenzoller am'deutscken ImUnten«^- nut 153 gegen 89 Stimme» dem Vorsitzenden des Bundesrats Übergeben. Endlich das Licht der Welt erblickt hat Die leii™ S' bte 0anie Rechte, ausgenommen
wu-d- -b« di- Besetzung d-e SM™ zweier ft-n. -- dem ftendig"^" i« L L- „ ...
bij« Mitglieder de» Reichs . V-rsicherung-omt«. »o» dem Peniirichiff/ B«»ei»-" mir' L,.. ®m Unle-hnus- besprnche«
"" «--K-°mm.i-.Iz»m B-fi-Len d^-L-F„ Werft», und Sch«!!AÜ-,L°^7di?P°<iz-7-nk°d?-
bd berO^ anUIUM «myejtu ju «xpeoition » Blatte«,
«tionSV.DL, bei den Postümterri SMk. 60 Psg. ML »wie b gitmmun.gttteaut von Haaseustem und »aal«
M. Ä?" U Sonntag, 24. Mürz 1889. MÄäMttÄS ™V- Jahrgang.
— - --------——_ Daube u.Lo.m Frankfurt a.«., Berlin, hamwver Paris.
I.de der letztere» si- im Auge hatte. Bald ab^r ihre allein ich hatte einmal dne® teure Verwandtt^mtt^ Sedobt^ fi ' ? blcl0ele0t könne, unb ihr
Umgebung vergeßend, backte sie an die Heimat, an Ihre Erscheinung die flröfete aebnnTfdt hn?1 Re 0 falls er überhaupt
Marc lla und ihre» Verlobten und wie dieser wohl Sie fast eine Tochter berfeJb« fdn HJKba,6 P^er epur gefolgt, entdecken mußte.
hren Aufenthalt entdecken werde, de» sicherlich niemand habe» gewiß Auaeböriae?- fnhr fip hnJnn”«*^* Si0»«»", antwortete die ältere Patientin,
außer ihren Entführer» tannte. Da fiel ihr et», und finnend fort 6 ' ’ P bann na^ben,Ii* habe diese» a»s besonderen Gründe» angenommen
daß er dem Wage», in dem fie fortgebracht, gefolgt Wiederum mußte Anaela an ei««», £”b mrbe m<(^ auch in dieser Anstalt nie bet meinem
ei» könne und auf diese Weise schon erfahren, wo Warnung bTnlen Btte6baI6 a6e? 8 Familiennamen neunen (offen. Die Krankheit, welche
sich befand. ' ' gleiterin" die mit' b?n na?Mitfenh,Z Aufenthalt hier erforderlich gemacht,'ist her
Ihr Sinnen ward durch das Geräusch von bleichen'leidenden Gesicht kaum"de! Eindruck" Är?en ac8. ben schrecklichste-
nähernden Schritten unterbrochen, und wie schon Geisteskranken machte -""" Ereigniffen meines Lebens--•
einmal, trat au8 einem Seitenweg ihr die Dame '» ihrer Heimat b?kaunt !a/ und nack nu?"knr^m An*8 t?TenkSie' Signora/ fragte Angela entgegen deren Gefichtszüge gleich am ersten Tage Bedenken antwortete fie- ' 4 ”Hr !ui8em Re än0RItd» °nsihend.
ibreS Aufenthalts in Signor Vitalis Anstalt thre »Nm einen entfernten älteren NerwandiP» su,» .»3at nur 3“ «»t, die ich feit länger als Jahre» Aufmerksamkeit erregt. Auch sie war ohne Be- Meine Eltern dabe ick ®2anor?‘ I mt^r °b" weniger schwer daran leide", entgegnete
«Ulme -»« fl- °»s-tz-»d, -ihm- sich Ihr Md beftff 1, Ä ÄÄMÄ !•; ml‘ "»>«" *■ SlnioBla. ’ “
Kia'Ä.«.: «°°" - «ÄÄ« »ÄE rfÄÄ“ S'"-' ™ "
Wärterinnen unS aussuchen.- ' ' I wie scho» mebrfa* $üaIt ist mir ein sorgsamer Arzt, meine
.G rn, Signora-, erwiderte Angela mit einem langfam a?f dem^schattwen Weae^wette^^ “ i "^"^m Leiden vertraut, und die Ruhe
freundlichen Blick ihrer schönen Augen, die fich gleich, bem für ben Anaenblt/ibn^ r b F »De wohlthueud auf meine Nerven. Ich
zeitig forschend auf jene richteten. Selbe gingen Angela wußtt käum was fie auf diefe Fräa er Ltt fa“"' da^ch in die Welt zurückkehren möcht",
.eign««1', »Ir sind M« |»M einmal Is.- Das Erscheinen zweier Ihnen -ni-eg-nl-mm-nden
und gleich b«m«le stnd mir Ihr, «rstchiSM, br. einigen, Nachdrn« «wider,- ° -li W-rininn-n. In d-n-n -in« Slug,la Jases» ntnnnte,
S..S DW‘” 6k * -*
fl &»«. An-n m-in- &6,niy.
»Angela Manfredi!' wiederholte diese langsam. Ihnen dstick £al <erft e5«W ich will und laut sagte:
»Und auS welcher Stadt find Sie hierhergebracht?" I die Sie mir aber eine liebe beftinJL r*e!C^cn' I -Aaf Wiedersehen —*
-Aus Neapel, Signora - -- 3 V find mit Vertranen vöranae^^ ?^i°°°a »Auf Wiederfeheu, Signora", entgegnete auch
Auch diesen Name» langsam nacksprechend, sagte hier Antonia Sian»^— — ’ ® I ^talis ältere Patientin unb beibe schloffen
L- d»nn °-« -wig-n e-lnnd-n wft nnn«!-nnbnr-. .Srh-u-n di-P-ft-mlnn-n 6l«1,bSSrJM b“ ““ “
* *■ lfMgle W”" d-M Ihr ,-w b« B-dank-n,s (znq<smg (ntgt)