Einzelbild herunterladen
 

rei

m

ßes tirt

in=

che ler 75-

Ä zu er- 120

der

*7 en. oh-

st! i.

uz. tS-

ite.

Kochmtliche Beilagen: Kreis-Blatt für dir Kreise Marburg Md Kirchhain. - Illustriertes Sonntagsblati

Expedition Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Ioh. Aua. Koch.

Lrscheint ttgltch «H« en Werktagen nach tzonn» und _- mA Feiertagen. - Qnartal-LbounemrntK-PreiS bei der Sxpe»

Jo 7(1. dition2* * * * * * * * * 9 * 1/.3RL bei den Postämtern SW 50 Pfg. (exll.

* vestellgeld). Jusertionsgebkihr für dir gespaltene Zeil«

10 Pfg., Reklamen für die Zeile «i Pfg.

Ql} Inyifltn numut entgegen die «xpeditiou d Blatte«,

«eJy VW#. M, sowie d. Annoneru-Bureauk von Haaseustriu und Bögler

Sonnabend, 23. März 1889.- Ä^rgang.

Daube n. Co. in Frankfurt a. Ä, Berlin, Hannover. Pari«.

Abonuements-Ernruerung.

Zum bevorstehenden Quartalswechsel er­sten wir um rechtzeitige Erneuerung des Postabonnements, zur Verhütung sonst ein- xetender Unregelmäßigkeiten im Eintreffender 'berhesfischen Zeitung mit ihren Gratisbeilagen

Kreisblatt

M die Kreise Marburg «nd Kirchham und

Illustriertes Souulagsblatt.

Alle Postanstalten nehmen Bestellungen m und aus dem Lande die Postboten.

In Kirchhain unsere Agentur, Herr Buch- inder Rindt, und in hiesiger Stadt unsere seitungsträger sowie unsere Expedition.

Deutsches Leich.

Berlin, 21. März. Staatsminister Graf Her- nrt Bismarck ist heute morgen nach London abgereist. He es heißt, wird die Reise mit angeblichen Bündnis- »Handlungen in Verbindung gebracht. Der Rordd. Allg. Ztg." zufolge legt von nächster Woche i der Hoshalt der Kaiserin Augusta die tiefe Trauer b und es beginnt die Halbtrauer. Montag reisen r badischen Herrschaften nach Karlsruhe ab, und igcben sich von da nach Stockholm, woselbst die lonprinzessin ihrer Entbindung entgcgensieht. Iti Botschafter Schuwalow ist nach Petersburg reist, woselbst Peter Schuwalow hoffnungslos krank «niederliegt. Der .Post" zufolge macht der Wand in Ostafrika nach den neuesten Berichten Mich keine Fortschritte, es werden sogar in den m den Rebellen besetzten Häsen durch die von der tatsch-Ostafrikanischen Gesellschaft eingesetzten Araber ille erhoben und an den Sultan abgeliefert. tat Abgeordnetenhause ist soeben der von dem «ltus- und Finanzminister gemeinschaftlich einge- rächte Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Fürsorge it die Witwen und Waisen der Geistlichen der wgelischen Landeskirche in den neun älteren rvvinzen der Monarchie, zugegangen. Die

Lieb eines alte« Bursche«.

Ich habe sechs Semester schon Bald hier bald dort studieret, Das heißt, als floiter Musensohn G.'liebt und kommerfieret.

Nun fragen mich die Damen: »Wann machen Sie's Examen?"

Die Neugier ist verzeihlich ja Beim weiblichen Geschlechte, Manch töchterretcher Frau Mama Schein' eben ich der Rechte.

Drum fragen diese Damen: »Wann machen Sie's Examen?" Wenn in der PrüfuugSkommisfiOU Die lieben Damen wären, Ich glaube, ich bestände schon Zu dieser Zett mit Ehren. ES ließen mich die Damen Nicht rasseln im Examen.

So aber einst, wie vor Gericht Im Prüfuvgssaale steh' ich, Schweißtropfen rinnen vom Gesicht, Ach, keine Hilfe seh' ich.

Dann betet, liebe Damen

Für'a Sünder im Examen. B.

^Nachdruck verboten.)

Angela.

Erzählung aus vergangenen Tagen.

(Fortsetzung.)

.Ich wußte keinen andern Rat, als den alten Atrtolli zu holen, der in der Nähe und auf dem ®tgt zur Stadt wohnt, und im Begriff, dies zu Aw, sah ich ans der Ferne zwei Männer komme», k. als sie die Billa erreicht, durch eins der Fenster Sprüngen find und die arme Marcella befielt haben,

Unterrichtskommission des Abgeordnetenhauses beschloß auf den Antrag der deutschfreisinnigen Partei, be­treffend Anfang und Ende der Schulpflicht, über welchem die Abgeordneten Dr. Kropatscheck und Schmelzer Bericht erstatteten, die Staatsregierung zu ersuchen, die Schulpflicht für alle preußischen Schulen durch Gesetz gleichmäßig zu ordnen, mit der Maßgabe, daß der Anfang mit dem vollendeten 6., das Ende mit dem vollendeten 14. Lebensjahre zu bestimmen sein würde, und mit der Befugnis, ür die Schulbehörden die Termine nach örtlichen und persönlichen Rücksichten hinauszuschiebcn. Die Wildschadenkommission des Abgeordnetenhauses erledigte den ersten Teil des auszuarbeitenden Wild- chadcngesetzes, welcher von der Verhütung des Wildschadens handelt, und nahm die §§ 4 bis 7 in nachstehender, von den Abgeordneten Francke, Schmieding und Friedrichs (Gummersbach) vorge- chlagenen Faffung an: § 4. Schwarzwild darf nur in solchen Einfriedigungen gehalten werden, aus denen es nicht ausbrechen kann. Wird es außerhalb olcher Einfriedigungen betroffen, so unterliegt es dem freien Tierfange. Die Aufsichtsbehörde hat außerdem zur Beseitigung uneingefriedigten Schwarz­wildes alles Erforderliche anzuordnen, sei es durch eine der in den §§ 13 erwähnten, sei es durch andere geeignete Maßregeln oder Auflagen an die Jagdberechtigten oder Grundbesitzer der Gegend. § 5. Zum Schutze der Fischerei kann der Jagd- verechttgte von der Aufsichtsbehörde angehalten werden, die in seinem Jagdbezirke befindlichen Horste von Reihern und Kormoranen samt den Eiern und der Brut zu zerstören, soweit dtes ohne das Fällen von Bäumen ausführbar ist. § 6. Die Aufsichtsbehörde kann Inhabern von Obst-, Wein-, Gemüse-, Blumen« und Baumschulanlagen die Ermächtigung erteilen, Vögel und Wild, welche in den genannten Anlagen Schaden anrichten, mittels Schußwaffen zu erlegen. Der Jagdberechtigte kann verlangen, daß ihm die erlegten Tiere, soweit sie seinem Jagdrecht unter­liegen, gegen das übliche Schußgeld überlassen werden. § 7. Gegen die Anordnung und Ver- ügung obiger Maßregeln seitens der Aufsichts­behörde ist nur die Beschwerde an den Bezirks­ausschuß und gegen deffen Entscheidung die Be- chwerde an den Minister der Innern zulässig. Welche Bedeutung die vierte Wagenklasse in dem H ushalt der preußischen Staatsbahnen hat, geht nach der »Freis. Ztg." daraus hervor, daß im Etatsjahr 1887/88 die Einnahmen aus der vierten Wagenklaffe sich auf 41 Mill. Mark beliefen und

die an eine der Säulen der Vorhalle gebunden ge­wesen. Als elftere sich nach einer Weile entfernt, bin ich zu ihr gegangen, und sie hat wir das schreck­

liche Ereignis von gestern abend erzählt, nämlich, daß vermummte Männer sie gefesselt und dann trotz

bereit Bitten ihre junge Signora in einem Wagen

fortgebrocht haben. Wenn ihr meinen Worten nicht

glaube« wollt, so mögt Ihr nach der Villa Jsola g'hen nnd Marcella wird Euch alles wiederholen!'

Seine Gefährte» brachen jetzt in lebhafte Aus drücke des Staunens und Zornes aus, Giovauui aber, welcher noch anfmerksawer als diese dem Be­richte deS Erzählers gelauscht, fragte so ruhig er vermochte:

»Und hat niemand den Wagen gesehen, iu dem mau so gewaltsam die arme junge Signora entführt?'

»Doch, Signor", erwiderte lebhaft der Fischer, »denn es wird derselbe gewesen sein, der, was ich schon erfahren, gegen Morgen durch Bracelli ge­fahren ist und von allen Setten fest verhängt ge­wesen, wodurch er einigermaßen aufgefallen ist."

Der Marchese hotte genug erfahren und dachte nicht mehr an die Gondelfahrt, sondern beschloß, un­verzüglich die angedeutete Richtung zu verfolgen und trat dazu eiligst den Rückweg nach der Stadt an. Glücklicherweise hatte Federigo im Palast auf ihn gewartet und nachdem er sich hinreichend mit Geld, beide aber mit Waffen und dem möglichst geringsten Gepäck versehen, begaben fie fich, ohne darüber ein Wort im Palast Eolonna zn sagen, ans den Weg »ach Bracelli.

9. Kapitel.

Zwei Tage später favd in einer vorgerückten Morgenstunde der Conte di Locarno sich bei der MarLesa ein, nnd diese trat ihm mtt ängstlich be­sorgtem Gesicht entgegen. Wohl ahnend, waS er er. fragen werde, kam fie jedoch seiner Frage znvor nnd sagte schnell:

»Giovanni ist verschwunden, Conte und Federigo

22,8 vCt. des gesamten Betrages der Personenver­kehr-Einnahmen darstellen, gegen 21,8 pCt. im Vor­jahre. Von der Mehreinnahme, welche die Eisen­bahnen gegen das Vorjahr gemacht haben, entfielen 44,1 pCt. auf die vierte Klaffe. Von 192 Mill, beförderten Personen, welche durch die Staatseisen­bahnen im Laufe des Jahres befördert wurden, entfielen 61 Millionen oder 31,7 pCt. auf die vierte Klaffe, gegen 55V» Millionen im Vorjahre. Im letzten Etatsjahr haben also 61/, Millionen Personen mehr als im Vorjahre die vierte Klaffe benutzt. Die außerordentliche japanische Gesandt- chaft, welche vorgestern hier eingetroffen ist, erregt, wie man derM. Z." schreibt, den vollen Anteil unserer polittschen Kreise. Der Führer der Mission, der japanische Minister des Innern, General Yama- ata, ist ein um sein Vaterland hochverdienter Mann. Er gehört zu den ersten Vorkämpfern für die Her­stellung ber^ jetzigen staatlichen Einrichtungen Japans. In erster Stelle war er mit anderen bemüht, die zahlreichen feudalen Machthaber des Landes zu be- eitigen und einer einzigen Zentralgewalt, der Re­gierung des Kaisers, unterzuordnen. In weiterer Ausführung seines Systems gab er den Gemeinden die Selbstverwaltung bezüglich ihrer inneren Ange­legenheiten und schuf, nachdem man sich mit dieser Richtung schnell vertraut gemacht hatte, im April vorigen Jahres eine allgemeine Gemeindeordnung, die seit einigen Monaten inkraft getreten ist. Er organisierte auch das japanische Heer nach euro­päischem Muster. Seit etwa 8 Jahren ist er Mi­nister des Innern. Zweck seiner jetzigen Reise ist in erster Linie das Studium der praktischen Hand­habung der Provinzial- und Gemeindeorgnungen einiger großen europäischen Staaten, andererseits in einer Eigenschaft als Militär die gleichzeitige Kennt­nisnahme der militärischen Einrichtungen der letzteren. Für diese Reise sind 8 Monate bestimmt. Der General war bereits in Frankreich und Italien, be­absichtigt hier in Berlin mindestens einen Monat zu verweilen und sich dann nach Rußland und Oester­reich zu begeben und über England und Amerika die Heimreise anzutreten.

In der heutigen Sitzung des Landwirt- chaftsrats wurde die Debatte über den Ent­wurf eines bürgerlichen Gesetzbuches, betreffend die Gewährleistung wegen Viehmängel, fortgesetzt. Den folgenden Gegenstand bildete der Erlaß vete­rinärpolizeilicher Maßregeln zur Verhinderung der Ausbreitung der Rotlaufseuche und anderer ver­wandter Seuchen. Vom Reichskanzler, in Verhin-

mtt ihm l Er hat natürlich die Absicht, jenes Mädchen, das schon so viel Unheil gestiftet, anfzusuche» nnd soll es wich nicht wundern, wenn er dazu auch die richtige Spur entdeckt!"

»Unmöglich, Marchesa!" erwiderte bernhigend ihr Verwandter. »Unsere Maßregeln find durch den Umweg, wie die einsame Gegend so sicher getroffen, daß kaum jemand den Wagen, noch weniger sie selbst gesehen haben kann. Daß fie den Ort ihrer Be- stimmnng, wo fie rnhig und ungefährdet fo lange wie erforderlich bleiben kau», sicher erreicht, habe ich bereits durch einen meiner Vertraute» erfahre».'

»Sie Heidt wird es lange währe«, denn Giovanni dürfte nnr schwer zu der von uns gewünschten Heirat zu bewege« sein", entgegnete die Marchesa in ver­stimmtem und bekümmertem Ton.

»Die Heilung der verschiedene» Geisteskranken nimmt auch verschiedene Zeit in Anspruch", versetzte mit bedeutungsvollem Lächeln der Coute.

»Lassen wir sie", antwortete erstere, welche fich dnrck diese Bemerkung, wie auch durch daS Lächeln getroffen fühlte, »nnd denken wir nur an meinen Sohu, was besonders feines BaterS wegen geschehen muß. Wenn er, wie Sie meinen, jenes Mädchen nicht auffiadet, fo werden wir ihn vorerst anch nicht wieder hier sehen."

»Der Meinnng bin ich nicht, Marchesa", unter, brach fie gleichgilttg ihr Verwandter. »Sind alle seine Bemühungen vergeblich gewesen, so wird er schon heim kehre«, und bann bleibt Ihnen noch immer zu lhnu übrig, waS Sie für richtig halten."

»Und wenn er vielleicht gar aus Gram oder Anstrengung krank wird und nicht wiederkomwt?' wandle mit steigender Besorgnis die Marchesa ein.

»Das liegt allerdings im Bereich der Möglich­keit", entgegnete achselzuckend der Conte, »und nicht i« unserer Macht liegt eB, di 8 zu verhindern. Für den Fall aber ist sein Diener bei ihm und dieser würde Jbne« bald Nachricht geben."

Der Coute verließ nach kurzer W-ile den Palast

derung gezeichnet von Bötticher, rst an den Vor­sitzenden des Deutschen Landwirtschaftsrats, Ritter­schaftsdirektor v. Wedell-Malchow folgendes Schreiben ergangen:Ew. Hochwohlgeboren beehre ich mich zu benachrichtigen, daß innerhalb der Reichsverwaltung gegenwärtig die Frage der Erwägung unterliegt, ob es ratsam sei, der weiteren Ausbreitung der unter den deutschen Schweinebcständen vielfach grassierenden Rotlaufseuche und anderer verwandter Seuchen durch vetcrinärpolizeiliche Maßregeln im Anschluß an die Bestimmungen des Seuchengesetzes vom 23. Juni 1880 (Reichs-Gesetzblatt S. 153) entgegenzuwirken. In diefer Beziehung würden etwa folgende Anord­nungen in Bettackt kommen: 1. die thunlichste Ab­sonderung der kranken und verdächtigen von den gesunden Schweinen und die Verhängung der Stall- bezw. Gehöftsperre; 2. im Falle der größeren Ver­breitung innerhalb einer Ortschaft die Sperre dieses Ortes oder einzelnen Ortsteile gegen den Ab- und Zutrieb von Schweinen, sowie das Verbot der Ab­haltung von Schweinemärkten; 3. das Verbot der Weiterbeförderung von infizierten Tieren, welche fich auf dem Transporte befinden; zu 1 bis 3 vorbe­haltlich der von der Polizeibehörde zu erteilenden Dispense, namentlich nach der Richtung hin, daß verdächtige Tiere nach benachbarten Orten und Schlacht­viehhöfen zum Zwecke sofortiger Abschlachtung beför­dert werden dürfen; 4. Beschränkung für den Absatz von Fleisch geschlachteter kranker Schweine; 5. die Unschädlichmachung der Kadaver gefallener Tiere; 6. die Desinfektion der Eingeweide geschlachteter Kanker und verdächtiger Tiere, der Abfälle und Abwässer, der Auswurfstoffe, der Streu, des Düngers, der Stallungen und Gerätschaften. Daneben würde den Besitzern der erkankten oder verdächtigen Tiere die Pflicht der Anzeige aufzuerlegen sein, um die Behörden in den Stand zu setzen, beim Ausbruch der Seuche rechtzeitig die geeigneten Schutzmaßregeln onzuordnen und deren Ausführung zu überwachen. Nachdem bereits das Landes-Ökonomie-Kollegium in seiner abgehaltenen Sitzung die Angelegenheit be­raten hat, lege ich den Wert darauf, auch seitens des Deutschen Landwirtschaftsrats eine gutachtliche Äußerung über die Zweckmäßigkeit und Durchführ­barkeit der vorbezeichneten Maßregeln zu erhalten. Ich würde es daher mit Dank anerkennen, wenn Ew. Hochwohlgeboren die Güte haben wollten, den Gegenstand in der demnächst stattfindenden Plenar­versammlung zur Erörterung zu stellen und von de« Ergebniffe mir Mitteilung zu machen."

Kiel, 21. März. Rach dem heutigen Bulleti»

Colouua, uo et fitne Verwandte wenig aufgelegt zur Unterhaltung gefunden. Ans seinem gewohnte» Spaziergang überlegte er, daß e8 richtig sei, Signor

Vitali von den möglichen Plänen be8 jungen Marchese in Kenntnis zu setzen und seine Vertranten in der Nähe der Irrenanstalt bleiben zu lassen, nm bet irgend einem unvorhergesehenen Ereignis handelnd eintreten zu können.

Fast den ganze« Tag von seinem Palast ab« wesend, erfuhr der Marchese von diesem allem nichts, empfand aber die größte Besorgnis nm seinen Sohn, deffen Abwesenheit ihm nicht verborgen bleiben konnte. Je länger fie währte, desto wehr machte fich in feinem Herzen die väterliche Liebe gltenb, denn Giovanni war bisher fein Stolz und feine Freude gewesen. Zu feiner Auffindung, falls er in den nächsten Tagen nicht kommen würde, entwarf er mit seiner Gemahlin Pläne aller Art, wobei ihm eine bestimmte Ahnung tagte, baß fie der Ursache seiner Abwesenheit nicht fernstehe, was er jedoch noch nicht laut werben lasse» wollte.

Während nun feine Eltern voll Unruhe und Sorge feiner Heimkehr harrten, verfolgte Giovanni mit seinem treuen Federigo feinen Weg auf de» einsamen Landstraßen, ohne eine sichere Spur von Angela anfzufinde». In Bracelli hatte man ihnen nur bestätigt, was der Fischer erzählt. Ein dicht« verschlossener Wagen hatte in der abseits gelegenen Posthalterei bereit gehaltene Pferde gewechselt und darauf die Fahrt »ach Morgagni fortgefitzt. Weitere Nachrichten waren auf alle Anfrage» nicht zu erlangen.

Dort angenommen, war jede Spur der Entführte» für fie verloren, denn von den Bewohnern deS elende» PosthanfeS konnten fie nickt erfahren, welche Richtung der von ihnen bezeichnete Wagen, der allerdings dort gewesen, eingeschlagen, da hinter dem Ort die Land­straße fich nach verschiedenen Seite» teilte. Sie waren also genötigt, aufs Geradewohl einen der Wege zu wählen und erreichte» anf diesem die wald­reiche Gegend von Rugieri. Es war gegen Sonnen»