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Illustriertes Sonntagsblatt-

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Kultusminister HervorHob, das Leben Deutschlands, namentlich an die Universitäten an und spricht bei der Frage nach

denn, wie der ganze geistige aber Preußens dieser Umstand der Ausstattung

Ein Jahr ist vergangen, seit Kaiser Wilhelm I. zum ewigen Schlummer seine müden Augen schloß. Thätig bis unmittelbar vor seinem Tode ist der greise Kaiser Plötzlich gestorben,, nur wenige Tage Krankenlager waren ihm bestimmt. Im deutschen Volke wollte man erst nicht an die drohende Lebens-

gesahr glauben; so häufig war der Monarch von Seinen Anfällen heimgesucht, daß man fich schön daran gewöhnt hatte und sich nicht entschlichen konnte, eine außerordentliche Gefahr darin zu er­blicken. Kaiser Wilhelm konnte ja nicht in dem Moment sterben, in welchem der einzige Sohn todes­krank in San Remo weilte, der alte Vater mußte «s ja noch erleben, daß sein Fritz in voller Gesund­heit und Kraft wiedererstehen würde. Es sollte nicht sein und sein Hinscheiden ließ den Kaiser wenigstens nicht die zerschmetternde Thatsache er­leben, den Sohn vor sich ins Grab sinken zu sehen. Es war das alte Leiden, welches den ersten Höhen­

der Hochschulen und der Geldbewilligung für dieselben entscheidend mit. Man wird dem Kultus­minister Recht geben müssen, wenn er z. B. erklärte, daß die öffentliche Entrüstung einen Unterrichts­minister in Preußen, der es unternehmen würde, etwa 8 Universitäten ihren botanischen Garten zu nehmen, von seinem Platze fegen würde. Dieselbe Bedeutung haben die sonstigen naturwiffenschaft- lichen Sammlungen an den Universitäten, und gegen deren Einschränkung kann auch angeführt werden, daß einzelne größere Provinzialstädte mit der Er­richtung solcher Museen selbstständig vorgegangen sind. Somit ist es nicht möglich, hier eine Er­sparnis eintreten zu lassen, ebensowenig wie man die mit Universitäten verbundenen Bibliotheken, welche auch weit über die Lehrzwecke hinaus der Forschung dienen, einschränken könnte. Eine andere Ausstellung, die der Abgeordnete Graf Kanitz machte, betraf die Neuanstellung von Professoren; es wurde dabei geltend gemacht, daß diese Vermehrung der Pro­fessuren der Tendenz, das Universitätsstudium einzu­schränken, zuwiderlaufe; indessen auch hier erfolgte eine Widerlegung, indem von den geforderten 17 Professuren 9 als sogenannte Aussterbeprofcssuren bezeichnet werden konnten und mit der oben ange­deuteten Spaltung der einzelnen Wissenschaften in verschiedene Disziplinen die Notwendigkeit der 8 neuen Lehrstühle begründet wurde. Im übrigen bescheidet sich die Unterrichtsverwaltung damit, daß sie alle Lehrstühle voll besetzt; es wurde hier namentlich auf die kleinen Universitäten hingewiesen, die mit ihren 56 ordentlichen juristischen Professuren den billigen Ansprüchen kaum zu genügen im Stande seien. Eine gewisse Dezentralisation ist aber, wenn überhaupt, beim Universitätswesen angebracht. Der von dem Grafen Kanitz empfohlene Wechsel der Universität ist seitens vieler Studierenden überhaupt nicht ausführbar, und es ist im Interesse derselben erforderlich, daß alle Disziplinen an jeder Universität vertreten sind. Wenn man fich diese leitenden Ge-

Trauer wird doch uicht durch politische Sorgen gestört.

Berlin schmückt fich mit einer Trauer-Dekoration, wie fie kaum je eine Residenz um deu Tod eines Fürsten angelegt. Und auch alle seine Bewohner erscheinen in Trauerkleidung zu Ehren des entschlafenen Kaisers. Und als bekannt wird, daß Sonntag Mitter­nacht der Sarg Kaiser Wilhelms in deu Dom über­führt werden soll, da hatten trotz des furchtbaren Schueewetters Tausende und Abertausende die Straße», züge besetzt und lassen evtblößteu Hauptes den Zug an fich vorüberziehen. Die Kaiser leiche wird im Dome aufgebahrt. Zum letzten Male umgiebt fie der volle Prunk der Kaisermacht, und Hunderttauseode drängen und kämpfen vom frühen Morgen bis in die Nacht hinein, um noch einmal Kaiser Wilhelm zu sehen. Inzwischen wird die Trauerstiaße tu großartigster Weise hergerichtet, und acht Tage nach dem Tode deS großen Kaisers erfolgt der über­wältigende Leichevzvg. Hinter dem Sarge schreitet allein unser heutiger Kaiser vor der übrigen Trauer- Versammlung, und der durch die strenge Kälte am Verlassen deS Eharlottevbnrger Schlosses verhinderte Kaiser Friedrich sieht weinend den Sarg deS Vaters vorüberziehen. Kaiser Wilhelm I. ist dahin, aber ewig leuchtet sein Ruhm!

Es waren Tage der schwersteu und ergreifendsten Trauer, die in der Folge noch einmal eine Wieder­holung finden sollte», aber Deutschlands Volk hat sich in ihnen bewährt. Jetzt, wo der Todestag des Kaisers wiederkehrt, gedenken wir mit stiller Weh­mut und mit hohem Stolz des guten alten Herrschers, bi 8 liebevollen und treuen Vaters feines Volkes. Sein Bild steht unvergänglich vor alleu deutsche» Auge», feine Thateu gehören unvergänglich der Welt­geschichte an. Der erste Kaiser deS neue» deutsche» Reiches ist dahtu geschieden, aber i» dem Jahre, welches seit dem kauervolle» 9. März 1888 ver- striche», daS so unendlich ereignisreich gewesen, ist der Glanz uud die Würde deS Reiches nicht der.

wehr alle Personen, verwechselte den Ka- zler mit dem Prinzen Wllhtlm, eS war kein Z w ifel, die letzie Stunde nahte. Schwächer und schwächer wuideu die Atemzüge, doch lauschte daS Ohr noch den Gebeten des OberhospredigerS vr. Kögel, immer leiser hob fich die Brust, und plötzlich setzte der PulSschlag aus. Aber noch einmal gelang es den ang weuduen LelebungSmirtelo, die fliehenden Kräfte zu bannen, der Kaiser erwachte, er plauderte im Fieber fort» »ährend mit deu um ihn Herumsitzendeu, und als er endlich gebeten wurde, fich zu t(tonen, nm nicht zn ermüden, erwiderte der totkranke G-eiS das goldene Kaiserwort: »Ich habe j tzl keine Zeit, müde zu sein!' Endlich veifick der Kaiser aber doch in leichten Schlummer, die besorgten Familieuglieder konnten ebenfalls sich die nötige Ruh-- gönnen.

Die Menge vor dem Palais hatte mit steigender Aufregung die immer ungünstiger kliogendenNachrichten drruowmen, als nun nach 5 Uhr abertdS die Glocken der Garnisonkirche zn einem MilitärgottiSdi'Nste zu läuten begannen, da flog der ei: stimmige Ruf durch die Menge: «Der Kaiser ist tot!" Eine kurze Pause lähmenden Entsetzens, dann erschienen bereits Extra­blätter. Aber nach einer weiteren halben Stunde klärte fich der Irrtum auf, iu deu fernere» Abend­stunden verlauteten die besseren Nachrichteu, uud als «S endlich hieß: .Der Kaiser schläft l" ging mau mit Ueuerwachteu Hoffnungen heim. Menschenleer lag der Platz vor dem hell erlenchteten PalaiS, nur wenig- Passanten eilten durch die kalte, regnerische Pacht dahin.

Der kranke Kaiser schlief bis nach 3 Uhr morgens.

dar, wenn der Kaiser von dem Fenster feines Arbeitszimmers die ihm zujubelnde Volksmenge grüßte, und nie war sein Dank inniger, fein Gruß wärmer als gerade in den letzten sorgenvollen Wochen eines Lebens. Wehmütig gedenken wir seiner lieben (Uten Gestalt, mit Stolz seines Namens und seiner Thaten. Wir freuen uns, daß wir gewürdigt waren, unter seinem Szepter zu leben, mit ihm jene großen Jahren zu erleben, welche die ersten waren und ,leiben werden in diesem Jahrhundert nicht allein, andern für Jahrhunderte hinaus. Kaiser Wilhelms I. Greisenbild steht vor aller deutschen Augen, jeder deutsche Mann trägt es in seinem Herzen. In alle Zukunft hinein wird es uns ein Beispiel sein ür deutsche Wahrheit, deutsche Kraft und deutsche Treue.

Als Kaiser Wilhelm I. in den Sarg gebettet war, der schwerkranke Kaiser Friedrich den Thron bestiegen, lag das Jahr dunkel und verschleiert vor uns. Was es bringen würde, das wußten wir nicht, aber das wußten wir, daß uns der feste Wille innewohnte, auch schweres zu überwinden. Nun ist wieder der 9. März gekommen, wir denken daran, wie uns vor einem Jahre die herzerschütternde Kunde traf: Unser Kaiser Wilhelm ist tot! und wir neigen uns dankbar vor dem Allmächtigen, der uns friedlich schwere Zeiten und bange Tage hat überstehen lassen. Sie haben nur Kaiser Wilhelms I. sterbliche Hülle eingesargt, nicht sein Werk; das wächst und gedeiht fort und fort. Kaiser Friedrich hielt während seiner kurzen Regierung das Reichs­panier rein und fleckenlos und aus seiner ermatten­den Hand entnahm es Kaiser Wilhelm II., um es hochzuhalten bis auf diesen Tag. Darum ist der Todestag Kaiser Wilhelms I. heute für uns zwar ein ernster Gedenktag, der lieben Erinnerungen ge­widmet ist, aber doch kein Tag. erdrückender Trauer; kräftig streben wir fort und fort im Sinne des Verewigten, weiter und weiter auszubauen, was er so ruhmvoll begonnen. Von Kaiser Wilhelm L, dem Siegreichen, wird Alldeutschland alle seine Tage singen und sagen, und wenn uns eine ferne Zeit weiteren Glanz und weiteren Ruhm friedlicher Arbeit und großer Friedenswerke, so hoffen wir, gebracht haben wird, dann sagen wir von ihm: Er war der Mann, der voranschritt auf der Bahn. Gott segne sein Andenken!

geht eS dem Kaiser? Totenstille! Der eine der Osfiztere spricht mit stockender Stimme in das tiefe Schweigen hinein:Seine Majestät der Kaiser ist soeben gestorben!* Lautlos öffnet fich der Kreis, still schreite» die Offiziere weiter.

Der Kaiser ist tot! lieber ganz Berlin hin fliegt die Kunde. Aber Viele wollen eS nicht glaube». An Arbeit denken nur Wenige, man strömt in hellen Hanfe» nach de» Linden. ES ist wahr, der Kaiser ist tot! Und in fo vieler Auge» glänzen leuchtende Thränen nm den guten, alten Herrn. Schweigend strömen die Mengen feie Linden auf und ob. Ans dem PalaiS kommen die Verwandten und treuen Treuer des Kaisers, die ihm auf dem Sterbebette zum letzten Male gehuldigt, zuletzt Kronprinz Wilhelm und der Reichskanzler Fürst Bismarck. Stumm werden Beide gegrüßt, in deren Mienen Verhalten- Bewegung arbeitet. Und was wird nun werden? Diese Frage drängt fich all den Tausenden ans, die an ben neuen Kaiser denken, der so fern tief im Süden weilt? Wird er überhaupt nach Berlin kommen können? WaS wird er thnn? Tausend Fragen werden aufgeworfen argefichtS des Heimganges des ersten HohenzollerukaifeiS unter den im Winde rauschenden Trauerfahne», auf welche die Antwort fehlt.

Aber die Antwort kam schon nach wenigen Stunde». Im SitznngSsaale haben fich die deutschen Volksver­treter am Nachmittage bi8 Todestage8 versammelt, unb am Bundesratstische erscheint Fürst Bismarck mit allen Vertreter» der verbündeten Regierungen, um die amtlrche Mitteilung vom Tode des Kaisers Wilhelm I. zu machen. Unb wie nach ben ersten Worten ansquellenbeS Schluchzen bie Stimme bes eiserne» Kanzlers erstickt, da entsteht eine schwere Pause, eine Stille heiligen Gedenkens. Und dann fährt der Reichskanzler fort, er proklamiert den Regierungsantritt Kaiser Friedrichs und teilt mit. daß dieser unverzüglich »ach Berlin kommen werde. Und diese Kunde bringt hinaus ins Volk, ge­schwunden ist die Sorge vor der Zukunft, die tiefe

Dann erwachte er unb erhielt einige anregenbe Mittel. Ader ein Blick Überzeugte bie Aerzte, daß nunmehr all und jede Hoffnung aufzngeben fei. Sofort wurden alle Mitglieder der königlichen Familie wieder in das Palais entboten; die Geistlichkeit, zahlreiche O fiziere und Würdenträger erschienen durch das Portal in der Behrenstraße, geschäftiges, aber stillts Treiben herrschte in ben Räumen deS Palais. Die Kaiserin Augusta unb ihre Tochter, bie Großherzogin von Baben, faße» neben bem Kranken, fo daß fein Blick ben ihren traf, Prinz Wilhelm schaute vom Fußende der Lagerstätte auf den sterbende» Groß­vater. Hosprediger vr. Kögel begann abermals innige Gebete für ben trauten Herrn zu sprechen, unb unter ihnen traf ein warmer, voller Blick bes Kaisers baS Antlitz seiner Gemahlin, bie seine Rechte hielt. Es ^ar bas letzte Zeichen von Bewußtsein; bie geistige Kraft war erloschen. Wohl lebte der Körper noch, die Lippen flüsterten zusammenhanglose Worte, aber endlich verstummten auch diese, leiser und leiser gingen die Atemzüge, und in der neunten Morgen­stunde hauchte der große Kaiser und gute Mensch für immer den letzten At-m ans. Wilhelm I., Deutscher Kaiser, König von Preußen, war tot! Er war schmerz loS und bewußtlos entschlafe».

Um 6 Uhr am Morgen deS 9. März war das letzte Bulletin der Aerzte veröffentlicht worden, aus welchem die ganze Hoffnungslosigkeit des Zustandes d?S Kaisers deutlich erstchtlich war. In dichter Masse umgab das Volt schon vom frühe» Morgen an daS Palais. Die Polizei brauchte nicht mehr auf Auf- redbtbaltnng der Ordnung zu sehe», niemand störte dieselbe. Flüsternd sprach man nur miteinander. Nach 8 Uhr wurde die Kaiserstandarte halbmast ge­hißt. Ma» glaubte abermals, bet Kaiser sei tot, aber eS handelte fich noch nm das Trauerzeiche» für de» badischen Prinzen. Nach halb 9 Uhr verließen einige hohe Offiziere das PalaiS. Sie tonnten nicht die Rampe herunter, bie Volksmenge umsteht fie, und aus hundert angstvolle» Ange» blitzt die Frage: Wie

Lehranstalten, sondern sie sind auch dazu bestimmt, der Forschung zu dienen und deshalb müssen fie so eingerichtet fein, daß die Vorbedingungen der For­schung und Untersuchung ebenfalls erfüllt werden, zumal da in Deutschland wissenschaftliche Anstalten,

Arvtsches Reich.

Berlin, 7. März. DieNordd. Allgem. Ztg." erfährt von wohlunterrichteter Seite, die von einigen Zeitungen gebrachte Nachricht von einem angeblich

ernsteren Unwohlsein des Prinzen Oskar (des jüngsten Sohnes des kaiserlichen Paares) entbehre jeder Be­gründung. Der Prinz entwickelt sich vielmehr in vollkommen normaler Weise und ist bei bester Ge­sundheit. Der .Reichsanzeiger" publiziert das Gesetz über die Feststellung des Reichshaushalts-Etats pro 1889/90, sowie das Anleihegesetz für Zwecke des Reichsheeres, der Marine und der Reichsbahnen.

DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Es ist als ein Zeichen der lebhaften Teilnahme des deut­schen Volkes an seinen Bildungsanstalten zu be­trachten, daß erfahrungsmäßig bei Beratung des Etats derUniversitäten" und .Gymnasien und Realgymnasien" die verschiedensten Wünsche geäußert und eingehende Verhandlungen gepflogen werden. Diese Teilnahme zeigt sich bei allen Parteien in gleicher Weise und es muß als eine bewußte Ent- tellung der Thatsachen bezeichnet werden, wenn die reisinnige Presse den Deutschkonservativen, weil die- elben gewisse Forderungen der Regierung beanstan­deten, Bildungsfeindlichkeit vorwirft. Die einen be­deutenderen Umfang annehmende Teilung der Wissen- chaften in einzelne Disziplinen, welche sich namentlich auf dem Gebiete der Naturwissenschaften geltend macht, erfordert gebieterisch Berücksichtigung, wenn man eine gleichmäßige Ausbildung in allen Zweigen des Wissens auf unseren Hochschulen gewährleisten will. So hat die Medizin in unserem Jahrhundert, namentlich aber in den letzten Jahrzehnten, die wesentlichste Vervollkommnung aller klinischen Ein­richtungen notwendig gemacht und es ist von allen Seiten anerkannt, daß diese Vervollkommnung der Einrichtungen nicht allein der Ausbildung unserer Aerzte, sondern in eben dem Maße der Gesamtheit zugute kommt. Es sind wesentlich praktische Gründe, bie hier mitsprechen. Die Heilerfolge der Univer­sitätskliniken sind so anerkannt, daß eine Verminde­rung derselben völlig undenkbar erscheinen müßte. Anders liegen die Verhältnisse bei den sonstigen naturwissenschaftlichen Instituten, welche, wie auch der Kultusminister am Montag im Abcevrdneten- haufe anerkannte, vielfach über das eigentliche Lehr- bedürfnis hinaus ausgestattet worden sind und noch werden. Hier forderte der Abgeordnete Graf Kanitz eine Einschränkung, indem et nur einzelne Universi­täten mit solchen Sammlungen, botanischen Gärten re. voll ausstatten wollte; es sei genügend, daß jedes dieser Institute auf zwei oder drei Universitäten vertreten sei. Hiergegen spricht aber das allgemeine Bildungsbedürfnis der Nation. Bei uns in Preußen und in Deutschland sind die Universitäten nicht allein

Phavtafiee» mischt«» sich indessen bereits klare» Work», der kranke eikanute zeitweise nicht

wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für dir Kreise Marburg und Kirchhain

Expedition Mar« 21. Redaktion, Druck uud Verlag von Joh. Luq. koch.

die unabhängig von den Universitäten sind, fast gar nicht bestehen. So schließt sich

Eajset 188» |i».

sNachvirck Deiboten.]

Ans den Tagen der Trauer.

Erinnerungsblütter zum 9. März.

Von M. R inhold.

(Schluß.)

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103)

8t*N

Anzeigen nimmt entgegen Expedition b Blatte-, sowie d. Annoncen-Vureaux von Haasensteiu und Vogler

Z-hr-aug.

Daube tu Co. in Frankfurt a.Berlin, Hannover. Pari-.

; zollernkaiset zu Anfanz März 1888 wieder befiel; * wie schon so oft, würde er auch diesmal ihm Stand ! \ I gehalten haben, wenn nicht der Gram und Kummer \ j jener Tage die Kraft des rüstigen Greifes gebrochen 1 hätte. So manchen, der ihm lieb und wert ge- 1 wesen, hatte der Wiederbegründer deS Reiches um ssich fortsterben sehen; das eiserne Bewußtsein, feine

1 Pflicht erfüllen zu müssen, die herzliche Liebe und Verehrung des ganzen Volkes haben ihm über jene trüben Stunden hinweggeholfen. Als er nun aber ; sah, wie ein finsteres Geschick die Hände auf seinen ö Thronerben legte, da brach sein Herz. Der große . Kaiser schied und wahre, innige Trauer widmeten , ihm alle deutschen Stämme, ausrichtige Teilnahme- r kundgebmigen kamen aus allen Staaten der Erde.

Und der Trauerzug, in welchem seine sterbliche Hülle ; | der Gruft zngeführt wurde, zeigte die Hochachtung > - und Ehrfurcht, welche dem Verblichenen überall \ dargebracht wurde.

Mit wehmütigem Erinnern gedenken wir auch heute wieder, wo der Tag seines Hinscheidens sich jährt, des guten alten Kaisers, des wahren Vaters seines Volkes, des echten Friedensfürsten. Einfach und treu stand Kaiser Wilhelm I. zu seinem deutschen Volke, treu stand die Nation zu ihrem Kaiser. Es bedurfte keiner langen Auseinandersetzungen zwischen ihnen: Das Oberhaupt des Reiches wußte, daß es sich auf die festgeeinten Stämme verlassen konnte,

be elegante

ler.

aller ?lzur i und t seit allein

Ibei bei Expe- Marburg,

« n&S» S Sonnabend, 9. März 1889.

10 Mg. Reklamen für die geile 85 Mg. /_____________°

iukl4. und diese bauten fest auf den machtvollen Kriegs- i = Herrn. Szenen rührendster Herzlichkeiten boten sich