Obers
1459]
1255
Go
101
56
186
Werber 1!
2
Der dem P tauf i Wege)
»aß für ihn bei Beurteilung dieser Frage besonders >ie soziale Frage in den Vordergrund trete. Die Gymnasien seien allerdings für eine große Anzahl gelehrter Fächer durchaus unentbehrlich; aber es fei irrig, wenn man die Schulreformfrage einseitig nach der Richtung der alten sprachen zuspitze. Entweder müsse das Gymnasium zu seiner ursprünglichen Ausgabe zurückkehren, oder es müsse sich unter Anlehnung an die Bedürfnisse der Gegenwart und an die Te- etze einer natürlichen und harmonischen Entwicklung des Menschen umgestalten, und dann sei, um die Zeit hierfür zu gewinnen, eine gewisse Beschränkung des altsprachlichen Unterrichts nicht zu umgehen. Als besonders wünschenswert bezeichnet er, daß der Bürgerstand nicht mehr genötigt werde, seine Kinder auf die Gymnasien zu schicken, daß vielmehr die Zahl der lateinlosen höheren Lehranstalten noch erheblich vermehrt werde.
Abg. Dr. Arendt (freikons.) teilt im weseut- iichen den Standpunkt der Vorredner. Auch er erblickt in der bevorzugten Stellung der Gymnasien den Hauptgrund für die hervorgetretenen Mißstände. In der Uebernahme bet, Gemeinbegymnasien auf den Staat erblicke er nicht, wie der Abg. Gras Kanitz, eine Gefahr für die ungemessene Vermehrung der höheren Lehranstalten, er sehe darin vielmehr das richtige Mittel zur -Herbeiführung einer Verminderung derselben. Heute könne man sehr viele Wissenschaften treiben ohne Kenntnis der alten Sprachen, aber keine Wissenschaft ohne Kenntnis bet
modernen, internationalen Sprachen.
Abg. Korsch (kons.) erklärt im Gegensatz zu dem Vorredner, daß nach der Auffassung seiner politischen Freunde die Vorbildung für das Universi- tätsstudium auf humanistischen Gymnasien erfolgen müsse, und daß die gegenwärtigen Vorrechte der Gymnasien aufrecht zu erhalten seien. An die Re- gierung richte er aber im Namen seiner politischen Freunde zugleich die Bitte, der weiteren Vermehrung humanistischer Gymnasien nach Kräften entgegenzuwirken.
Am r. 3. fangen Zipfer (Wald Freihe tvaldu
von $ in der zu kl öff-ntl Distri
Kn
3.
81
2.-
3 J
Du weifte stehen! weinbi
Elli
Zeit lediglich ein grammatikalischer sei. Km
Abg. Dr. Windthorst (Zentrum) ist mit de> -
Minister in Bezug auf das Resultat einverstand» Auch Für die wissenschaftliche Bildung — die noch Naiblt schieden sei von der allgemeinen Bildung — ~
er das humanistische Gymnasium notwendig, wuM aber, daß der Mathematik mehr Raum ge®M btrfauf werde. Bei Zerstörung der humanistischen Bild'® würden wir großen Schaden an der Bildung w
Nation erleiden. -schäft
Nachdem dann noch der Tit. 1 (Zahlungen graben möge rechtlicher Verpflichtungen an bestimmte^ stalten re.) formell genehmigt, wurde die Berat" abgebrochen.
Schluß der Sitzung 4'/» Uhr. Morgen 11W1 Fortsetzung der Beratung des Kultusetats. *
den 13. ds. Mts., nachmittags 2 Uhr, anberaumt I Entlassungsgesuch des bisherigen Ministerpräsidenten!
worden. Auf der Tagesordnung stehen zwei kleinere I Meola Christic angenommen und derselbe zur Dis-I Wie«, 6. März. Das „Fremdenblatt" führt
Vorlagen und die Denkschrift über die Verlängerung I Position gestellt wird. Gleichzeitig wird der Kriegs-1 in einem längeren Artikel aus, daß kaum noch des kleinen Belagerungszustandes über Berlin, Stettin, I Minister Protie zum Ministerpräsidenten ernannt. I Zweifel darüber bestehen könnten, daß der König 1 Frankfurt, Hamburg und Leipzig. — Der Kultus-1Ein weiterer Ukas ernennt den ehemaligen Kriegs-!von Serbien sein Land für längere Zeit verlassen Minister v. Goßler hat dem Abgeordnetenhaufe eine I Minister des Kabinetts Riftics, General Belimarkovic I und Ristitsch mit der Regentschaft über dasselbe be- Nachweisung zugehen lassen über die Zahl der Schul-! (Mitglied der liberalen Partei und persönlichen An-1 trauen werde. Das Blatt konstatiert, daß eine 1 verbände, in welchen nach dem 1. Oktober 1888 ! Hänger Risties) zum Kriegsminister. I definitive Thronentsagung des Königs Milan sowohl l
(d. h. nach dem Erlaß des vorjährigen Schullasten-! Bern, 6. März. Laut Bericht des eidgenössischen I in der österreichisch-ungarischen Monarchie, als auch Erleichterungsgesetzes) noch Schulgeld erhoben wird,! Kommissars, int Tessin, Herrn Borel, sind Ruhe-1 in anderen Staaten mit aufrichtigem Bedauern auf- sowie der zu leistenden Staatsbeiträge und der Be-! störungen daselbst nicht mehr zu befürchten. ®a= I genommen werden würde, da derselbe Serbien mit 1 träge, welche davon auf solche Schulverbände fallen, »durch wird das Einrücken eidgenössischer Truppen »den Wohlthaten der Ordnung und Kultur vertraut ■ die seither Staatsbeihilfen (aus Kapitel 221 des I unwahrscheinlich. — Der Bundesrat wird den Oberst I gemacht und das Land dem großen internationalen j Etats) zu den Lehrerbesoldungen bezogen bezw. zu!Borel in seiner Eigenschaft als Delegierter zur Er-!Verkehr eröffnet habe. Mit der Person Milans ■ diesem Zwecke überhaupt nicht erhalten haben. Da-1 örterung und Entscheidung der eingelangten Rekurse I würde dem politischen Leben Serbiens ein gewaltiger ' nach stellt sich die Zahl der Schulverbände überhaupt! ersetzen, bagegea behält er die Funktion als Kommissar. I Faktor entzogen werden, der schwer vermißt werden • auf 30 410. Schulgeld erhoben wurde nach dem! Paris, 6. März. Eine Zuschrift Boulangers I konnte. Ristitsch, als Regent, werde in den Bezie- 1 1. Oktober 1888 noch in 1625 Schulverbänden.! an Naquet betreffs des jüngsten „Times" - Artikels I Hungen Serbiens zu dem Auslande sicherlich nur 1 In Fortfall kam die Schulgelderhebung nach dem «sagt, seine unehrlichen Gegner würden das Publikum I von den Erwägungen der Nützlichkeit und Notwen- 1. Okt. 1888 in 28 785 Schulverbänden. Die I nicht täuschen. Indem er alle Franzosen auffordere, I digkeit geleitet fein. Gute Beziehungen Serbiens 1 vom 1. Oktbr. 1888 zu leistenden Staatsbeiträge I innerhalb der Republik eine Regierung zu gründen, > zu Osterreich-Ungarn bildeten ein so unverkennbares \ betragen 10763466 Mark. Davon entfallen auf! deren Grundpfeiler Ehre und Rechtschaffenheit sein gegenseitiges Interesse, daß noch kein serbischer Staats- ; die bisher mit Staatsbeiträgen zu Lehrerbesoldungen I würden, lade er sie zu einem Friedenswerke ein. I mann die Unerläßlichkeit derselben verkannt habe. - unterstützten Verbände 10 476 222 Mark und! Seine Mission sei: dem durch den Parlamentaris-! Auch Ristitsch habe sich durch wiederholte Erklärungen 1 9 287 244 Mk. auf solche Verbände, welche seitherImus tief zerrissenen Vaterlande Vertrauen, Wohlfahrt! zu dieser Notwendigkeit bekannt. Österreich-Ungarn ■ ju Lehrerbesoldungen Staatsbeiträge nicht erhalten I und Eintracht wiederzugeben, bei der Erfüllung dieser I hege den innigen Wunsch, die bevorstehenden Ereig- ] hoben. I Aufgabe besitze er die Unterstützung aller guten Fran-1 uiffe in Serbien möchten in dem Wohl und Frieden
— sBonGymnasien und UniversitätenZlzosen, und werde die Zustimmung aller ehrbaren des Landes ihren Abschluß finden. — Die „Neue Die Organisation, nicht eigentlich der Charakter I Leute in allen Ländern finden. Die Anschuldigungen Freie Presse" äußert sich skeptischer, indem dieselbe der Gymnasien und Universitäten wurde bei der der „Times ließen ihn ruhig, er werde seine Pflicht hervorhebt, Ristitsch sei allerdings der einzige zur Etatsberatung im preußischen Abgeordnetenhause I erfüllen, ohne jemanden zu beunruhigen. I Führung der Regentschaft von Serbien befähigte
in mehrfacher Hinsicht diesesmal kritisiert. Auf diese I Sansibar, 6. März. In Bagamoyo fand ein Mann, allein hinter ihm stehe keine starke Partei Sache zurückzukommen, nicht sowohl eine Kritik an I ernstes Gefecht statt. Buschiri griff die deutsche! und seine Leitung der Politik des Äußern heische der Kritik zu übtn, als um eine kleine Nachlese zu!Station an, worauf Matrosen gelandet wurden,»eine vorsichtige Beurteilung, insbesondere von feiten halten, fühlt man sich um so eher bewogen, als in Iwelche die Araber in der Flanke und im Rücken I Österreich-Ungarns. Zu einer gefährlichen Schwen- Dingen des Unterrichts die Feder kaum geringeren I angriffen. Viele Araber wurden getötet, Buschiri I kung unter normalen Verhältnissen fei Ristitsch zu Einfluß hat, als das Wort des Parlamentariers. I wurde verwundet und von seinen Anhängern I Aug; allein die Frage sei berechtigt, ob die Rc- Übereinftimmenb mit dem Abgeordneten und Gym-!vom Schauplätze entfernt. Die Deutschen eroberten I gierung von Oesterreich-Ungarn seiner Loyalität auch
nafialdirektor Schmelzer sprechen wir als persönliche zwei von den Arabern früher in Pangani erbeuteten im Falle einer Kollission zwischen Oesterreich-Ungarn
und allgemeine Erfahrung aus, daß das viele Lernen I Kanonen, welche Eigentum der Ostafrikanischen Ge-1 und Rußland vertrauen dürfe. König Milan thäte in den beiden letzten Gymnasialjahren, namentlich sellschast waren. am besten, auf die Ausführungen seines heutigen
in Oberprima, an dem Bummeln in den ersten aka-1 Entschlusses, den er später wahrscheinlich bereuen
demischen Semestern eine Hauptschuld trägt. Das I Akstttt = NllsiiM. dürfte, zu verzichten und im Interesse seines Sohnes
Abiturientenexamen ist verhältnismäßig die schwierigste I Marburg, 7. März. Die Aerztekammer der! auszuharren. Die „Presse" bemerkt: Ristitsch wisse, aller Schulprüfungen, die wir zu bestehen haben; Provinz Hessen-Nassau läßt jetzt unter der Redaktion daß das Land des inneren Friedens bedürfe und
es kommt auch älteren Männern wohl vor, daß von Herrn Dr. Marcus-Frankfurt a. M. alle daß in den Balkanlänbern der innere Friede nur
fein Gefährden in ihren Träumen wieder auflebt, drei Monate ein Korresponbenzblatt erscheinen. Die gewahrt bleibe, so lange jede fremde Agitation fern«
Es wirkt in solchem Maße arbeiiserzieheub, daß! erste Nummer in Brochürenform, 50 Seiten stark, gehalten werde, welche das Land in eine abenteuer*
wir es nicht abgeschafft wissen möchten, trotz der! enthält außer der königlichen Verordnung vom l liche auswärtige Politik zu drängen suche. Ec wisse Begründung, daß das Lehrer-Kollegium über die 25. Mai 1887, betr. die Errichtung von ärztlicher also auch, daß nut ein Beharren in der bisherigen Reise auch ohne eine förmliche Prüfung zu urteilen I Standesvertretung, den Protokollen von Sitzungen politischen Richtung Serbiens im Anschluß an die vermag. Zu einer Entlastung der Primaner darf I Kammer und des Vorstands ic. einen Nekrolog I Politik des Friedensbundes und am Festhalten an aber unseres Erachtens am wenigsten das von HerrnIauf Wilhelm Roser aus der Feder des Herrn die durch den Berliner Vertrag geschaffenen Rechts- Schmelzer vorgeschlagene Mittel der Abschaffung des Professor H. Schmidt-Rimpler. bestände die serbische Regierung für sich selbst die
Nachmittags - Unterrichts benützt werden. Das er-1 Marburg, 6. März. (Strafkammer.) Ist der I nötige Stabilität, für das Land die Grundbezeugt entweder die stärkste Gelegenheit zur Ver-l Name „Böckel" ein Schimpfwort ober nicht? Diese dingungen der Wohlfahrt sichern könne.
führung und Ablenkung oder bringt uns, toofern I gragc fand in einer heute vor der Strafkammer Belgrad, 6. März. Soeben wird die Thron- die Schüler auch in ihrer freien Zeit überwacht verhandelten Beleidigungsklage ihre Antwort in be- entsagung des Königs Milan zugunsten feines Sohnes werden sollen, auf den Weg, selbst Spiele und Iahendem Sinne. Der Klage lag folgender Sach- Alexander feierlich verkündet. Zur Führung der Spaziergänge zu verstaatlichen. Das Publikum arg-1 verhalt zu Grunde. Am 27. August v. I. kam der Regentschaft sind ernannt: Ristic, Belimarkovic, so- wöhnt, daß die Lehrer, welche die Beseittgung der Handelsmann Simon Gerson ans Gladenbach mit wie der Kriegsminister Protic. Die Regentschaft Nachmittagsstunden wollen, mehr an sich selbst, als! einem Rind auf den Johann Schmidtschen Hof in betraut den Führer der Radikalen Tausanovic mit an die Schüler denken. Darf es auf den Gymnasien I Beltershausen und antwortete auf die von letzterem der Bildung des Kabinetts. Heute abend findet ein tat ganzen beim alten bleiben, fo sind die aka-! an ihn gerichtete Frage, was er mit dem Rind wolle: Galadiner statt, welchem die Regenten, die Minister, demischen Füchse auch fernerhin berechtigt, von den! das will ich Dir Böckel verkaufen". Nach dem die Generalität und die obersten Würdenträger, fo- Strapazen in einer längeren Pause auszuruhen. I Verlassen des Hofes äußerte Gerson bann noch zu I rote das Corps diplomatique beiwohnen. Die Doch nicht nur vom menschlichen Standpunkte aus I einem anberen Manne bet ihn vor bem als Anti- Stabt wird abends illuminiert. Es herrscht muster- entschuldigt, sondern auch im Interesse des Studiums! semitenanführer in Weitershausen bekannten Müllers I hafte Ordnung und Ruhe.
hoch notwendig ist die Unterbrechung im Lernen.!Hann (der Ortsname des Schmidt) warnte: „den Rom, 6. März. Die Blätter „Fanfulla" und Denn hier gilt es zu verlernen; das ist in gewissen habe ich vorhin selbst Böckel genannt, dem fehlen! „Tribuna" melden gerüchtweise, daß Crispi dem Stadien ebenso wichtig, als lernen. Das Behagen!nur noch ein Paar Hörner am Kopfe." SchmidtI Könige mitteilte, er müsse wegen Schwierigkeiten darüber, so manchen Ballast aus dem Gymnasial-1 strengte infolge dieser Aeußernngen einen Beleidigungs- der Kabinetts-Neubildung auf die Ausführung seines Unterrichte gründlich los geworden zu sein, ist prozeß gegen Gerson an und hatte die Genugtuung, bezüglichen Auftrages verzichten. Eine anderweitige hygienisch hoch anzuschlagen. So lange die Krank-!paß letzterer von dem Amtsgerichte GladenbachlBestätigung dieser Meldungen fehlt noch. Die heit des Lernens und Wissens sich forterbt, ist auch einer 3tägigen Haftstrafe verurteilt wurde. „Riforma", Crispis ergebenstes Organ, glaubt, ein
das erprobte Gegenmittel des Bummelns, des froh-1 In der Begründung dieses Urteils wurde ausge-1 entscheidender Schritt sei erst morgen zu erwarten, lichen Genießens unentbehrlich. Zu der strengen führt, „daß der von dem Angeklagten dem Privat- Stockholm, 6. März. (Reichstag.) Der Depu- produktiven Arbeit überzugehen, welcher die späteren I Häger gegenüber gebrauchte Ausdruck Böckel eine | tierte Bexell brachte heute in der zweiten Kammer Semester angehören müssen, wird leider durch die Beleidigung enthielt, weil Privatkläger dadurch bem eine Interpellation ein, die bahin geht, ob ein Eigenart mancher deutscher Professoren erschwert, I Träger dieses Namens, Dr. Otto Böckel in Mar-mündliches ober schriftliches Uebereinkommen mit bem welche in ihren Kollegien alles anbere eher, als die bürg, gleichgestellt werde, der es sich wie allgemein! Deutschen Reiche getroffen oder in Aussicht genommen methodische Ausbildung der Lernenden im Auge I bekannt fei zur Aufgabe gemacht habe, Haß und sei betreffs der Haltung Schwedens während eines haben. Auf dies Kapitel wollen wir für jetzt nicht Verachtung gegen die Juden zu erregen und deshalb I eventuellen Krieges zwischen Deutschland und einer eingehen, ebensowenig auf das heikle Thema der!von den Juden — Angeklagter sei Israelit — aufIanderen Macht und- ob diese Haltung von den „Kameraderie", welches der Abgeordnete Windthorst das tieffte gehaßt werde. Auch in der zweiten! strengen, unparteiischen Regeln der Neutralität tat Abgeordnetenhause diesmal vornahm, ohne daß! Aeußerung des Angeklagten habe das Gericht eine I abweiche.
ihm entgegnet wurde. Einer anderen Behauptung! Beleidigung erblickt, weil die Aeußerung den Sinn! Cherbourg, 6. März. Die Königin von Eng- des Herrn Windthorst aber fei wenigstens an dieser f hatte, daß Privatkläger ein bummer beschränkter | land ist heute nachmittag hier eingetroffen.
Stelle nachdrücklich widersprochen. Der Führer der «Mann fei. Mit Rücksicht auf die schwere Ehren- Ultramontanen warnte Eltern, chre Söhne nach derIHäutung, fei Angeklagter mit Haft zu bestrafen."!
Berliner Universität zu schicken. Dieser Rat ist so »Aus die von letzterem eingelegte Berufung erging I Berlin, 6. März,
verkehrt als möglich. Die Hauptstadt des Reiches! heute das zweitinstanzliche Urteil der Strafkammer. (28. Sitzung.) Die Beratung des Etats des hat nicht nur sonst so manches, dessen Kenntnis sich! dahin, daß bas erste Urteil der Erregung, in welcher! Kultusministeriums wird bei dem Kapitel „Höhere empfiehlt, sondern die Studenten lernen auch nirgends I sich die Juden infolge der heutigen antisemitischen Lehranstalten" fortgesetzt.
so fleißig, wie hier. Jeder deutsche Student sollte!Agitatton befinden, nicht Rechnung getragen habeI Abg. Schmelzer (nat.4ib.) tritt eingehend für zum mindesten ein Wintersemester an der Berliner I und werde deshalb die Stägige Haststrafe in eine I volle Gleichberechtigung der humanistischen und Real- Universität zubringen. .Geldstrafe von 9 Mk. umgewandelt. Igymnasien ein, die beiden Anstalten zugute kommen
I — Vom 1. April b. I. ab erhalten die Retour-1 würbe.
Altslaiü. Ibilletsbis zu 100 Kilom. Entfernung, deren Geltungs- Abg. Sey ff ar dt-Magdeburg (nat.-lib.) unter;
Wien, 6. März. Die Wiener Abendblätter! bauet zur Zeit 2 Tage und nur, wenn das Billeti stützt diese Forderung, deren Durchführung eine melden die Abdankung des Königs Mllan von Serbien I bor einem Sonn- ober Festtage gelöst wird, 3 Tage I bessere Verteilung bei Schüler auf beiben Anstalten zu gunsten feines Sobnes, welcher als König prot I beträgt, eine Giltigkeitsdauer von drei Tagen. I ermöglichen würde. Wenn man ben Abiturienten lamiert worden ist. Riftics, Protttsch, Belimarko-I x Wetter, 5. März. Hier und in der Um-1 der Gymnasien zutraue, baß sie bie Lücke ihrer witsch sind die Führer der Regentschaft. König I gegenb verbreitet man das Gerücht, der im Bau be- Kenntnisse in den Naturwissenschaften durch Selbst-
Milan erklärte, die politischen und wirtschaftlichenIgriffene Tunnel der Sarnau-Frankenberger Bahn ftudium ausfüllen könnten, so dürfe man auch von
Beziehungen zu Oesterreich-Ungarn blieben unverändert.! bei Wiesenfeld, fei ganz oder auch nur ein Teil der I den Abiturienten der Realgymnasien erwarten, daß
Bttgrad, 6. März. Die Abdankung des Königs I Tunnelwölbung etageftfirjt. Thatsächlich ist indessen! sie ihre Kenntnis im Lateinischen und Griechischen Milan erfolgte tat Beisein der Würdenträger. Die. nur ein Teil der Tunnelzimmerung gebrochen und! ebenfalls durch Selbststudium vervollkommnen. Zur Garnison wurde auf MilanS Sohn beeidet, derselbe I die darüber liegende Erde nachgerutscht, wie ich aus I Hebung der realistischen Gymnasien fei die volle
heißt Alexander der Erste. — Das amtliche Blatt.bester Quelle gehört habe, alles sonst hierüber ver-1Gleichberechtigung durchaus nötig.
veröffentlicht einen Ukas des Königs, womit das.breitete gehött eben zu müßigen Gerüchten. 1 Abg. v. Schenckendorff (nat = Iw.) betont,
Kultusminister Dr. v. Goßler erklärt, daß die Unterrichtsverwattung der Ueberbürdungssrage bereits durch eine Enquete nähergetreten sei und im Jahre 1882 eine Reform der Lehrpläne vorgenommen habe. Die zahlreichen Vorschläge gingen indeß sehr weit auseinander. Sie verlangten zum Teil eine völlige Umgestaltung des gesamten Unterrichtswesens,- während die einen die Beibehaltung der alten Sprache! zur Basis für den Unterricht forderten, verlangte» bie anbern, baß an bie Stelle berfelben bie neueren Sprachen zu treten hätten. Dir Unterrichtsverwnl- Niel tung erkenne zwar bie Notwendigkeit gewisser Aen- berungen an, aber sie könne nicht zugeben, baß ma» ""0/ so rasch wie möglich änbern müsse, sie halte auf : 2 h] diesem Gebiete ein vorsichtiges und langsames Tempi vielmehr für richtiger, damit man später nichts i» bereuen habe. Der Minister erörtert dann im ei»- /^chw zelnen die bas Gebiet des höheren Unterrichtsweseni «l^Ho berührenden Fragen und betont dabei zunächst, H A^ll bezüglich der Vorbildung für das Universitätsstudirw die Entscheidung über die Zulassung für die Ressorts regens im Staatsdienst für die Zukunft dem Gesamt- oahlm Ministerium Vorbehalten werden würde. Die Frage »erkau des ärztlichen Studiums anlangend, so verbleibe st । ot01 bei seiner früheren Auffassung. Jnbezug auf das - Berechtigungswesen zum einjährigen Dienste feien _ ebenfalls verschiedene Vorschläge gemacht morde», mie doch sei diese Frage noch nicht zum Abschlüsse ge- bi langt. Im übrigen erklärt auch ber Minister sich Kreis für Erschwerung ber Bildung neuer höherer Unter- Aid 21 richtsanstalten, Ausbau ber Lehrpläne, Besserung im Te der Lehrmethode und für Hebung ber Körperpflege mittag« Er könne aber nicht versprechen, in absehbarer Za> deS Ur weitergehen zu können. Er versuche eben, in alle» aufs H diesen Fragen praktisch zu sein. Wenn er in dieser pachtet Beziehung einen Vergleich mit dem Auslande anstelle. Moi so lasse sich bei dem gebildeten Deutschen doch e« gewisser Vorzug nicht verkennen, und er möchte U62) halb an dieser Unterrichtsmethode ohne dringende zri Not auch nichts ändern. VH
Abg. v. Meyer- Arnswalde (wild-kons.) empfiehl Heni größere Berücksichtigung der Gesundheitspflege. Lang
Abg. Dr. Graf-Elberfeld (nat.-lib.) erklärt si^ >onfeil im Großen und Ganzen für Aufrechthaltung unsere- 21 Ar bisherigen Unterrichtssystems mit den vorn kaufen. Minister angekündigten Reformen, unter besonderer 1437) Bezugnahme auf bie Heidelberger Erklärung. Ätlü
Abg. Dr. Virchow(deutschfr.) führte aus, w pU kein Grunb vorliege, den Realschulabiturienten » Bouqui Zulassung zu den ihnen bisher verschlossenen Fäch^ don fri' auch ferner zu versagen. Archer
Kultusminister Dr. v. Goßler trat dem -eschmc rebner in Bezug auf bessere Behauptung entgefl® dienunj baß bet klassische Unterricht auf ben Gymnasien J®