Illustriertes Sonntagsblatt-
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Reut- ch gestern eine freie Kommission von Reichstags- bend» lbgeordneten, um durch entsprechende Borschläge
en weiteren Verlauf der Beratungen möglichst zu irdern. — Der dem Bundesrat heute zugegangene
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Marburg,
Dienstag, 5. März 1889.
fon Elsaß - Lothringen, seine Söbne, die Prinzen Alexander und Moritz, Staatssekretär v. Puttkamer, die Unterstaatssekretäre Studt und v. Schraut, Geheimrat Dr. Hoseus, Chef des Kabinetts des Statthalters und die Mitglieder des Landesausschusies erschienen waren. Gegen Schluß der Tafel trank Präsident Schlumberger auf das Wohl des Kaisers und sodann auf dasjenige des Statthalters und seiner Familie, und schließlich aus dasjenige der Mitglieder des Ministeriums. Fürst Hohenlohe antwortete mit folgender Ansprache: .Gestatten Sie mir, meine Herren, auf die Triuksprüche des Herrn Präsidenten zu antworten. Ich sage demselben meinen herzlichen Dank für die freundlichen Worte, mit welchen er meiner gedacht hat. Aus feinem Trinkspruche auf das Wohl des Kaisers entnehme ich die erfreuliche Gewißheit, daß wir uns eins fühlen in der Treue zu Kaiser und Reich, wie wir . ja auch eins sind in der Sorge und in der Arbeit für das Wohl des Landes. Sie haben sich, meine Herren vom Landesausschusie, von neuem dieser Arbeit unterzogen in gewohnter Hingebung und Pflichttreue und mit jenem praktischen Sinne, der eine charakteristische Eigenschaft der Bewohner von Elsaß-Lothringen ist. Sie haben dabei den Vorzug, nicht durch Parteibestrebungen gestört zu werden und Ihre Entscheidungen nach sachlichen Gründen zu fassen. Und wenn ich dies hervorhebe, so geschieht cs, weil ich der Meinung bin, daß Ihre Verhandlungen größere Bedeutung haben, als Ihre Bescheidenheit es annehmen mag. In der That bildet . sich ganz Deutschland sein Urteil über die Zustände dieses Landes aus den Verhandlungen des Landesausschusies, und der normale Verlauf derselben ist wichtig, weil er manche Borurteile beseitigt, die noch jenseits des Rheins bestehen mögen. Der bisherige Verlauf Ihrer Debatten berechtigt mich zu der Hoff- ■ nung, daß diese Wirkung nicht ausbleiben wird. So hoffe ich denn, daß dieses Land einer glücklichen Zukunft entgegengeht, und daß die Bewohner mehr und mehr erkennen werden, wie es ein Vorteil ist, einer Nation anzugehören, deren Entwickelung sich in aufsteigender Linie vollzieht, einer Nation, der die Zukunft gehört. Ich trinke auf die Vertreter des Landes und deren würdigen Präsidenten" — Der Trinkspruch war von lebhaftem Beifall begleuet und auch an mehreren Stellen von Bravorufen unterbrochen worden.
[Nachdruck verboten.^
Angela.
Erzählung aus vergangenen Tagen.
> Fortsetzung.)
Millionen und für die Marine 37 000 Mark. 6e§ durch Anleihe aufzubringende Extraordinarium ee 12 492 000 Mk. ist allein für die einmaligen uSgaben des Reichsheeres bestimmt und zwar für ir bekannten Umänderungen in der Artillerie, über «lche ine kurze Denkschrift unter Hinweis auf die
tarnt, Wilhelm v. Bismarck und Herr v. Goßler zu Majoren befördert wurden. Der Kaiser überreichte Wese Beweise hoher Gnade den Herren vor Tische Hersönlich; zuletzt wandte er sich an den ebenfalls aiwesenden Herrn Finanzminister v. Scholz, be- kuette. daß derselbe als junger Mann in seiner Märischcn Barriere zurückgeblieben sei und über- lichte ihm dann das Patent, durch welches er uchträglich den Charakter als Sekondeleutnant er- äll. — Die zweite Lesung der Alters- und Jn- Mitäts - Vorlage in der Kommission beginnt am , h Mts. '•'.Ser „National - Zig." zufolge bildete
♦ ttfer Vorgang doch auch eine ernste Seite hat. In Igungj arlamentarifchen Kreisen erzählt man heute, daß kr Kaiser, als er am 25. Februar beim Fürsten Ver-1 tun Diner erschien, die Patente mit sich brachte, 1334 »rch welche Herbert v. Bismarck zum Oberstleut-
Aerttsches Leich.
Berlin, 2. März. An der am 9. d. Mts. im Isalais der Kaiserin Augusta stattfindenden Trauer- irr werden nur die Mitglieder der königl. Familie, mcr die großherzoglich badischen Herrschaften und Ie Flügeladjutanten, welche am Todestage des visers im Dienste waren, teilnehmen. — Die im MlitärWochenblatt" bekannt gegebene Ernennung S Finanzministers v. Scholz zum Sekondeleutnant >mht-nicht, wie man anfangs vielfach geglaubt hat, nf e nem Irrtum oder auf einem Scherz. Herr! s toi Scholz mußte heute im Abgeordnetenhause be- l vis Vielfache Gratulationen entgegennehmen, die Aerdings einen scherzhaften Charakter trugen, ob- «chl verständige Politiker sich nicht verhehlen, daß
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für dir Kreise Marburg und Kirchhain
Expedition Markt 21. — Redaktion, Druck und »erlag von Iotz. lag. K,ch.
Erscheint täglich «*6« an Werktagen nach donn- und Feiertag«. Quartal-Aboimements-Preis bei der Expe
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>hr~ "chtragsetat beläuft sich insgesamt auf 21882 000 yi“! kork; davon 4,6 Millionen auf fortdauernde Aussen des Ordinariums und 12 492 000 Mk. auf chnalige Ausgaben des Extraordinariums. Von en 2. g, fortdauernden Ausgaben sind 423 000 Mk. für ie Marine bestimmt; von den einmaligen Aus-
Änaeigen nimmt entgegen die Expedition d Blattes sowie d. Bnnoneen-Bureanx von Haasentzein und Bögler m Frankfurt a.iR, Eassll. Magdeburg n. Wien; Rudolf YYIV Moste in Frankfurta. Ä., Berlin, Münchenu. Köln; @. 8. AA11 ’ Dauben.Co. in Frankfurt a.Berlin, Hannover. Bari«.
erste Lehrerstelle auf 450, den für die zweite mr 350 und für die Stelle einer ordentlichen Lehrerin auf 250 Mk. festgesetzt. Der Finanzminister bekämpfte diese Beschlüffe, weil sie den Vorschlag der Regierung, für den ersten Lehrer 500 Mk., für den zweiten 300 und für die Lehrerin 150 Mk. zu bewilligen, verworfen und drohte, daß die Regierung das Gesetz in dieser Fassung ablehnen würde, weil durch die Erniedrigung des Beitrages für die Schule mit einem Lehrer und die Erhöhung des Beitrages für die Schulen mit mehreren Lehrern und Lehrerinnen eine Begünstigung der Städte gegenüber den Dörfern bedeute. Das ist ja richtig; aber ebenso richtig ist doch auch, daß das Gesetz überhaupt keinen Maßstab der Bedürftigkeit aufstellt und Thatsache ist es doch, daß die Dorfschulen meistens von Schuldotationen leben und der Zuschuß der Gemeinde dann erst drückend wird, wenn eine zweite neue Schulgründung hinzukommt, wie es bei den stetig wachsenden Städten immer mehr der Fall wird. Die Dorfgemeinden sind ja zweifellos ärmer als die Stadtgemeinden, allein hier handelt es sich ja gar nicht um die Bedürftigkeit im allgemeinen, sondern um die Frage, ob die Schulbeiträge so groß sind, daß sie die Gemeinden drücken oder nicht. Bei vielen Gemeinden ist das thatsächlich der Fall und da soll die Entlastung eintreten, bei anderen ist es aber nicht der Fall und der Staatsbeitrag beträgt in manchen Fällen mehr als der Schulbeitrag der Gemeinden. Die Grundlage des Verteilungsmodus nach der Zahl der Lehrer ist also jedenfalls ein sehr anfechtbarer und wir sind überzeugt, daß gerade hierin ein Umstand liegt, der den Erlaß eines neuen Schuldotationsgesetzes umsomehr als ein dringendes Bedürfnis erscheinen läßt, als auch die Aufbesserung der Lehrergehalter nach der jetzigen Vorlage eine für die Dauer unhaltbare ist, weil sie nicht genügend ist und dem Lehrer die Aufbesierung nicht da gewährt, wo er ihrer am meisten bedarf, nämlich in feinen mittleren Jahren, wo er seine eigenen Kinder zu erziehen hat und die Zulagemethode überhaupt eine unhaltbare Eigentümlichkeit ist, an deren Stelle wie bei den Staatsdienern eine feste Besoldungsnormierung nach dem Dienstalter treten muß. Man darf nun begierig sein, ob die Regierung das Gesetz wirklich an jener Aenderung wird scheitern lassen, wie der Finanzminister andeutete; wir hoffen es nicht.
Straßburg, 1. März. Gestern abend hat der Präsident des Landesausschusies, Dr. Jean Schlumberger, im Hotel zur Stadt Paris ein großes Diner gegeben, zu welchem Fürst Hohenlohe, Statthalter war er nicht mehr tm Stande, ihr zu widerstehen und beschloß, Angela seine Liebe zu erklären und sie um ihre Hand zu bitten.
Von seinem ihn erwartenden Diener erfuhr er, daß seine Mutter frühzeitig seine Entfernung entdeckt und den Befehl gegeben, sie vou seiner Rückkehr zu benachrichtigen, da sie ihn noch zu sprechen begehre. Dies konnte, weil der vorgerückten Stunde wegen die Marchesa sich zur Ruhe begeben, nicht mehr ge. schehen, doch traf er feinen vom königlichen Hof heim- kommenden Vater, der während ihres kurzen Gespräches ihn mit mißbilligenden Blicken betrachtete und ihn daun in so kalter Weise entließ, wie er sie noch nie von ihm erfahren. Den Grund seiner llu- zufriedenheit ahnte er nur zn wohl.
In seinen Gemächern augelaogt, ließ die ver- fchiedeuarttge Aufregnng ihn noch lauge nicht fein Lager aufsuchen. Es schmerzte ibn tief, sich die Mißbilligung und den Zorn feiner Eltern zugezogeu zu haben, doch vermochte er der Liebe zu Angela Manfredi nicht mehr zu entsage». Dieser Liebe hatte sich an» das Gefühl der Eifersucht zugesellt, und letztere raubte ihm uicht allein jede klare Besinnung, sondern quälte ihn fast mehr noch, als die Uebeizeugnng, daß seine Eltern bereits seine Neigung entdeckt.
Giovanni erwachte am Morgen nach kurzem, unruhigem Schlummer und zwar mit der feste» lieben zeuguvg, daß »ur Angelas Besitz sein Lebeusglück zn sichern verwöge, und dem Entschluß, seine Liebe nicht dem Familienftolz seiner Eltern zum Opfer bringen zu wollen. Um sich aber der Geliebten zn erklären mußte er sich die Gewißheit verschaffen, ob auch ihr Herz ihm gehöre, deuu daß er seineu Nameu aus ihrem Munde vernommen, war ihm kein genügender Beweis.
Ehe dies geschehen konnte, vertrante er sich einem Freunde, dem Cont« Enrieo di Nigrtttt an und bat ihn nm seine Ansicht. Nicht viel älter und erfahrener als er selbst, war dieser kaum ein geeigneter Rat- gebet und schlug ihm, nm sich von Angelas Liebe
französische und russische Arttllerie Mitteilung macht. Die Anschaffung von 3400 Pferden ist auf 4 Mill. Mark veranschlagt. Für Artilleriematerial und Bespannung werden 4.48 Mill, gefordert. Außerdem sind noch Neubauten infolge der Vermehrung von Mannschaften und Pferden erforderlich. Die Trennung der Admiralität der Marine in ein Oberkommando und in ein Reichsamt wird mit Gefchäfts- überhänfung begründet. Von der Gesamtsumme sind 9 390 266 durch Matrikularumlagen und 194 250 durch eine Anleihe für Rechnung der Bundesstaaten mit Ausschluß Bayerns zu decken. Die Feldartillerie erhält im Frieden bei jedem Armeekorps wie bisher zwei Feldartillerie - Regimenter, jedoch mit 7 statt bisher 6 Abteilungen. Beim sächsischen Armeekorps tritt eine Gliederung in 3 ein. Die Feldarüllerie- Regimenter des 13., 14. und 15. Armeekorps bleiben in unverändert hoher Zahl. Die Batterieen müssen auf den Etat von 6 bespannten Geschützen gebracht und ein Teil derselben mit bespannten Munitionswagen ausgerüstet werden. Der Mehrbedarf an Mannschaften, der zirka 3000 beträgt, soll, soweit angängig, durch Verminderung der Zahl der Ökonomie- Handwerker bei allen Waffengattungen und durch Herabsetzung der Etatsstärke der Infanterie-Bataillone gedeckt werden. Der Mehrbedarf an Pferden beträgt ausschließlich Bayerns 3838; sie werden volljährig anzukaufen sein. Mit dieser Neuorganisation ist auch eine Erweiterung und veränderte Organisation der Artillerieschießhalle bedingt. Die Neuorganisation der obersten Marinebehörden wird in der Schaffung eines Oberkommandos der Marine, einer Zentralstelle der Kommandoführung über die im Dienst befindlichen Geschwader und Schiffe, sowie über die Kommando - Behörden am Lande, bestehen, während dem Reichsmarineamt die Verwaltung unter Verantwortlichkeit des Reichskanzlers obliegt. Dem Oberkommando wird die Sicherstellung der militärischen Leistungsfähigkeit der Marine zufallen, sowie die Mobilmachung, das Ersatz- und Jnvalidenwesen, die Ausbildung des gesamten militärischen Personals, die Verwendung der Streitkräfte in Krieg und Frieden. Dem Reichsmarineamt liegt die Bereitstellung der Mittel für diesen Zweck ob. Für die Verwaltung und Unterhaltung des Kaiserpalastes in Straßburg sind 24 000 Mark im Nachttagsetat eingestellt, ferner 100 000 Mark zur Preisbewerbung für das Kaiser Wilhelm-Denkmal.
— Das Abgeordnetenhaus hat am Freitag die Kommissionsvorschläge zu dem Schulentlastungsgesetz angenommen. Das Haus hat den Beitrag für die ihm entstandene Neigung zn AngUt Manfredi führen solle, da er überzeugt sein konnte, daß seine Eltern nie ihre Zustimmung zu einer Verbindung mit ihr geben würden. Nach reiflicher Ueberlegung beschloß er, fte nicht wieder zu scheu, und sic baldigst zu ver. gesien zu suchen. Dieser weise Entschluß aber mußte der heißen Liebe zu dem schöllen Mädchen weichen, und der Gedenke an eine heimliche Verbindung trat au seine Stelle, obgleich er sich uicht verhehlen konnte, Aafj ein solcher Schritt gegenüber der Macht, die sein Vater besaß, nicht ohne Gefahr für ihn und besonders für Angela war.
So mit den verschiedene» Entschlüssen ringend, die er so schnell verwarf wie er sie gefaßt, hörte er plötzlich Futztritte und durch de» dunklen Bogen einer auf seinem Wege liegenden Rnine schreitend, begegnete <r auch balo einem Manne. Dieser war in einen langen Mantel gehüllt, und ein breitkcämpiger, tief ins Gt sicht gezogener Hut verbarg seine Züge, die auch in der heirschenden DSmmervng kaum kenntlich ueoefen. Zu seinem Erstaunen redete der Vermummte ihn mit fernem Namen an, und fügte langsam und bedeutungsvoll hinzu:
.Deine Schritte werden bewacht, meide die Villa Jsola l*
Nach diesen Worten verschwand er, ehe noch der junge Marchese seine Anrede erwidern und eine Er- kläruvg der geheimnisvollen Warnung fordern konnte. Er rief wiederhott in das Dunkel hinein, erhielt jedoch keine Antwort, das Echo gab feine eigenen Worte zurück.
Als er gegen Morgen den Palast seine» Vaters erreichte, beschäftigte ihn nicht allein dieser unerwartete Vorfall, auch die Eifersucht begann sich in ihm zu regen. Er war überzeugt einen Rivalen zu haben, und daß die ihm drohende Gefahr nur deffen Dolch sei. Diese U-berzengung und die daraus entstehende Aufregung ließ nochmals erkennen, wie wett eS schon mit seiner Leidenschaft gediehen sei, und wie Überettt er gehandelt, ihr so blindlings nachzngeben. Dennoch
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68 war dieselbe Stimme, bereu Klang Giovanni N, ihr Lorenzokirche so wunderbar berührt und freudig solche l benascht eilte er nach der andern Seite der Villa, wzester i» ein matt erleuchtetes, teilweise geöffnetes Fenster ""'i k ilngda, im Begriff, ihre Abendandacht zu Beriten, sehen ließ. Regungslos stand er da, gefesselt « dem Entzücke», in das ihr Gesang ihn verfitzte, a kfiff.lt aber auch von ihrem Anblick, a!8 fte sich. B echdem der letzte Tou veiklnugeu war. aus ihrer ^ndeu Stellung erhob. Nicht im Stande, ihre LE.tf läge zu unterscheiden, sah er nur, daß ihr reiches ßnnfa* Harzes Haar vou einem Netz gehalten ward un t kige demselben entschlüpfte Locken auf den schön »formten HalS herabfielcu.
. In ihrem Anschauen versunken drang plötzlich schwerer Seufzer zu ihm, dem bald, ihm Der« ij tynbar, sein Name folgte. Nur Angela konnte ihn [d«d ^gesprochen haben, und fast stöckle fein Herz voi
■taenlofer Freude. Vorsichtig aus Fenster tteteud, | ^vielleicht noch mehr zu hören, berührte er jedoch —— der herabhängeuden Clewatisranken welche i8
l ^fiaben, und das dadurch entstandene Geräusch Laßt! im Zimmer gehört worden fein, denn er sah, * '1 ’B Angela sich hastig umwandie.
Im Begriff das Fenster zu schließe», warf sie er «len Blick in den Garten, und offenbar bei seinem . ^dlick erschreckend, verließ ste hastig daS G-mach.
. Giovanni wartete eine geraume Weile, in der derliche wffnung, das Licht an einem der anderen Fenster
*«ber erscheinen zu sehen, da diese sich aber als her »»« Leblich erwieS, verließ er den Garten und schlug
5 Weg nach Neapel ein. Die ihn umgebende j £®e wirkte beruhigend auf seine Nerve», und er zum Nachdenken über sein Abenteuer. Bald
Ausland.
Wie«, 2. März. Nachdem in der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses die Generalredner
Gewißheit zu verschaffen, den in Neapel üblichen Gebrauch einer Serenade vor.
»Aus den Vorschlag kann ich nicht eingehen, Enrieo', entgegnete Giovanni heftig, .denn meine Siebe ist zu heilig, um sie Angela durch ein nächt- lich-s Ständchen darznlegen. Auch bin ick über- zeugt, daß ihrem Zartgefühl eine solche Ovation nicht zusagen wird--*
.Welche romantische Ideen!" mtterbrach ihn lachend der Coniö. .Glaubst Du, eine Neapolitanerin würde je ein Ständchen ungnädig aufnehmen?* Du hast in dieser Beziehung noch wenig Erfahrung!*
.Nein, nein, Enrico, diesen Plan verwerfe ich*, antwortete entschieden sein Freund. .Sinne auf einen ander», um mir die Ueberzenguug von Angelas Liebe zu verschaffen.*
.Wie willst Du aber, da sie sich Deinen Blicke» o gänzlich entzieht, diese erlangen?* fragte der Contt, dem ein nächtliches Abenteuer großen Genuß gewährt hätte.
Da für den ungeduldigen Giovanni sich kein mderer Ausweg fand, wußte er, wenn auch wider- trebend, zu dem Ständchen feine Zuflucht nehmen, wb er verabredete mit seinem Frenude, eS in der olgenden Nacht nnd mit feiner Hilfe auszuführen.
Lange nachdem die Sonne untergegongeu, die Dämmerung einer italienischen Nacht ste aber ben Weg mit Sicherheit zurücklegen ließ, begaben sich wohlbewaffnet, bie Laute im Arm, bie Freunde nach >er Villa Jsola. Schon hatten sie die Stelle Aber, chritteu, wo am verflossenen Abend Giovanni vou dem Vermummten angeredet worden, als er plötzlich neben sich ein Geräusch vernahm, und hinblickend dieselbe geheimnisvolle Gestalt sah. Bevor er aber eine Frage an fte zu richten vermochte, sagte sie tu warnendem, feierlichem Tone:
«Gehe nicht nach der Villa Jsola, sondern fürchte daS Geschick, das Deiner dort »artet 1*
»Welches Geschick?* fragte der Marchese, seine Ueberraschung schnell bekämpfend. .Sprich! ich be»