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Wchmtliche Beilagen: Kreis-Blatt für tic Kreise Marburg md Kirchhai«. - Illustriertes Sonntagsblatt.

vxpckitio»; Markt 21. «edaktiou, Druck xxb Strlag »oh Joh. leg. K,ch_

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«rscheint ttglich «Her an Werktagen nach toonn- und Feiertagen. Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Sxpr- Mtion 2% Mk., bei den Postämtern 2ÄL 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsrrtionkzebühr für die gespaltene Zeile 10 Pf«., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg,

Dienstag, 19. Februar 1889.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition » Blatte».

sowie d. Aimoncen-Bureaux von Haaseustei» und Bögler

in Frankfurt a- M., Eaffel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXIV

Moffe in Frmckfnrte. M.,Berlin,Münchenu. R5ln; @. L. AA1" ouu5>«

Daube u. To. in Frankfutt a.«., Berlin, Hannover. Pari».

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Marburg bis ?ttm ersten großen Krande im Jahre 1261

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amilie im Sommer einen längeren Aufenthalt Kiel zu nehmen gedenke. Vorläufig sind bezüglich Sommers noch keinerlei Bestimmungen getroffen dem naheliegenden Grunde, weil die Rücksichten die in Aussicht gestellten Gegenbesuche der uveräne, welche der Kaiser im verwichenen Tom­in ihren Residenzen aufsuchte, eine freie Ver- mig über die Sommermonate nicht gestatten. wurde nach der »Weser-Zeitung" die Angabe ichtet, daß Kaiser Friedrich bereits als Kron- mz die Beziehungen zu Gesfcken infolge erheb- Jndiskretionen, die dieser begangen, abge- hatte. Hierüber geht derKönigsb. Allg.

von einer Seite, die sie für unbedingt zuver-

othe zu längerer Freiheitsstrafe verurteilt worden, csclbe wandte sich danach mit einem Begnadigungs- such an den Kaiser und erbat die Umwandlung

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teichelt lallet.

Berlin, 16. Febr. Der Kaiser empfing heute Dag 12*/* Uhr den marokkanischen Gesandten mit gnen Attaches in besonderer Abschiedsaudienz und tjj demselben kostbare Geschenke überreichen. Die fiandtschaft reist morgen früh ab und begiebt sich nächst zu zweitägigem Aufenthalt nach Esten zu wpp. DasMilitär-Wochenblatt" veröffentlicht it Genehmigung des Abschiedsgesuches des General- rztes Dr. Lauer durch eine huldvolle kaiserliche )ibre und die Ernennung des Generalarztes von sttattch den zum Generalstabsarzt der Armee und Ches m A z Sanitätskorps. Wegen Beleidigung der Kaiserin

Freiheitsstrafe in eine Geldstrafe. Wie der chs. Isc. Ztg." mitgeteilt wird, ist ein abschlägiger Be- sid von Seiten des Kaisers erfolgt. Die achricht, daß ein Besuch des Kaisers in England m. Li d n Sommer beschlossene Sache sei, entbehrt h demHamb. Korresp." ebenso sehr der Be- indung, wie die Meldung, daß die Kai s erli ch e

j tre, in Toblach; ein bekannter Maler befand sich

6 der damaligen Kronprinzessin, im Gespräch fiel i f f 0® In den Lippen des Künstlers, der auch Hamburger Und t der Name Geffckens.Bitte", sagte die Krou- altti1

. d.M tiedrich, begangen in einem Korrespondenz- aerksca chkel war kürzlich der Schriststeller Dr. Richard

csuS ig hält, folgende weitere Mitteilung zu:Es rophl «imt mich wunder, daß die Mitteilung, welche ). M Ht dieWeser-Ztg." bringt, noch Beachtung findet; igen ii der ist es wirklich weiteren Kreisen unbekannt ge- iuket [itbtn, daß der Kronprinz mit Geffken längst ge- .1*. rochen hatte? dann will ich wenigstens mit- 1C Ullilen, wie weit das ging. Es war, wenn ich nicht

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- (Fortsetzung.)

i 10* Der Bode«, tooiaxf dad vo« der Laudgräfin ihsabeth erbaute Hospital und die Güter, womit dasselbe auSgestattet, wäre« landgrSfliche ilrengüter, von denen sie zwar die Nutznießung _e, worüber ihr aber weder EigentnmS» noch heitsrechte zustande«, und zu deren Verwendung die Genehmigung bei den Landgrafen Heinrich 8pe und Konrad vorher erst hätte eiubole» muffen, IchcS sie jedoch unterlasteu. Weil die ihr aber blich gesinnt waren nnd fie befürchtete, die Stiftuna de nach ihrem Tode uutergehe», so hatte sie fe unter de« Schutz des deutsche« Orden» gestellt fie ihm al» Eigentum überlasten. Wen« die dgrasen mit Elisabeths einseitigem Vorgehen abe nicht einverstanden waren, so hatten sie ihr b keine Hinderniffe in den Weg gelegt und die ftung nicht nut nachträglich genehmigt, sondern h auf ihr Bitten, dem Hospital da» Patronatrecht i Marburg» Pfarrkirche geschenkt, oerbivderten r bei ihrer Lebzeit die Uebertragnng deS Hospit ls den Orden und behielten sich die landesherrlichen h-itSrechte über dasselbe vor. Nach Elisabeths de trat vorerst weder in der geistliche« Be- ^rtUlug noch in der Verwaltung des Hospitals eine Säuberung ein.

1 Eso k Noch vor Ablauf de» Jahres 1232 sanbte M. ^urad von Marburg ein Verzeichnis der an

1 . Mob-tbs Grab geschehenen wunderbare» Heilungen

-A Papst Gregor IX. in Rom, nm ihre Heilig.

titdjugg dadurch z« bewirken. Ehe jedoch dieseld- faflt "rVolgte, ereilte den Magister der Tod. Am 30. Juli

*233 wurde er auf seiner Rückreise von Mainz nach i ««Iburg i« der Nähe deS Dorfes Beltershausen eiligen, die er al» Ketzer ««geklagt hatte, über- und gelltet.

Landgraf Laurad vo« Thüringen hatte sich in

Prinzessin abwehrend,nennen Sie vor dem Kron­prinzen nie diesen Namen; der Mann hat uns iijon die größten Ungelegenheiten bereitet!" Wenn dem so wäre, so wäre die Thatsache um so merk­würdiger, daß Kaiser Friedrich die ihm von Geffcken verfaßten Aufrufe verwandte. Ein Artikel, welcher kürzlich in denHamburger Nachrichten" erschien und den das Blatt angeblich von ganz besonderer Seite empfangen haben wollte, beschäftigte sich leb­haft mit der Frage, wer dem Fürsten Bismarck dereinstmal im Amte folgen werde. In Verbindung hiermit wurde der Name des Grasen Waldersee genannt. Auf diesen Artikel, welcher in der Poli­tischen Tagespresse viel besprochen worden ist, kommt dieNordd. Allg. Ztg." zurück, indem sie aus un- chwer zu erkennender Quelle folgendes erklärt: Wie wir hören, ist man in maßgebenden Kreisen erstaunt über den Lärm, welchen der Artikel der Hamburger Nachrichten" :Die Nationalliberalen und der Reichskanzler", in unserer Presse erregt hat. Letztere Thatsache dürfte ihre Erklärung darin rinben, daß man den Expektorationen des Hamburger Blattes einen offiziösen Ursprung beimißt, daß man denselben auf den Reichskanzler, bezw. Personen in dessen nächster Umgebung zurückführt. Dieses Pro­ton Pseudos möchten wir als solches konstatieren. Schon der Stil und die Redaktion des Artikels hätten berechtigten Zweifel nach dieser Richtung hin erregen müssen. Die vielseitige Unklarheit der Ten­denz des Artikels, welche denselben schwer verständ­lich macht, hätte unseres Erachtens als Beweis dafür genügen sollen, daß der geistige Urheber jedenfalls nicht in der Wilhelmstraße gesucht wer­den darf."

In einer Besprechung des Windthorstschen Schulantrages bemerkt dieNational - Zeitung": Bekanntlich war in der vorigen Session eine Minder- heit der konservativen Fraktion dem Antrag Windt- horst geneigt, während die Mehrheit unter der Führung deS Herrn v. R mchhaupt im Zusammen­hang mit dem damaligen Versuch eines konservativ­klerikalen Bündnistes beim Schullastengesetz la­vierte, aber später erklären ließ, daß dieselbe gegen den Antrag,wie .er gestellt worden",, sei". Diese Darstellung läuft in allen ihren Teilen der Wahrheit zuwider. Abgesehen davon, daß das Ver­halten der konservativen Fraktion und speziell des Herrn v. Rauchhaupt bei der Beratung des Volks­chullastengesetzes hier wieder einmal ungerecht tendenziös beurteilt und in einen Zusammenhang gebracht wird, mit dem es gar nichts zu thun hat, ist von der

einer unbewachten Stunde nicht nur persönlich a« dem Erzbischof Siegfried III. von Mainz vergriffen, onder« auch die Main zische Stadt Fritzlar einge- äschert. Der Erzbischof verklagte ihn hierüber beim Papste, der über de« Schuldige» den Kirchenbann verhängte. Die Bannbulle fand de« Landgrafen nicht nnvorbereitet; er hatte bereits seine übereilte Handlunosweise eingesehe« und berent, infolge besten er nach Rom pilgerte und um Absolution bat. Diese öUTbe ihm unter gewisse« Bedingungen gewährt, von denen dir eine war, daß er in einen kirchlichen Orden treten sollte. Konrad wählte sich den deutschen Orden, berief im Jahre 1233 die deutschen Brüder nach Marburg, übergab ihnen da? von der Land- gröfi« Elisabeth erbaute Hospital, beschenkte dasselbe mit eigenen Gütern nnd gründete in besten Nähe da» deutsche Haus, besten erster Komtur er wurde; daN« trat er in den Orden, bewirkte b.-im Papste Elisabeths Heiligsprechung nnd versprach, ihr zu Ehren Über ihrem Grade eine Kirche zu erbauen.

In der Pfingstwoche des JahreS 1235 wmde die Laudgräfin Elisabeth in Perugia heilig gesprochen. Um deren Körper, der nunmehr ein Gegenstand der Verehrung war, der Verwesung zu entziehen, mußte er dem Grabe entnommen werden. Für den Tag der Erhebung desselben hatte der Erzbischof von Mainz den 1. Mai 1236, ihren Geburtstag, fest, gesetzt. Zur Begehung dieser Zeremonie hatten sich viele fürstliche P-rsou n geistlichen und weltlichen Standes, auch Kaiser Friedrich II., nnd eine nnzähl- bare Volksmenge eiegefunbe». Die Gebeine wurden dem Grabe entnommen, in eine bleierne Lade gelegt und diese i« den «och vorhandenen mit P-rlen und Edelsteinen besetzten kostbaren Sarg gestellt.

Landgraf Konrad legte am 14. August 1235 den Grundstein zur St. Elisabethkirche; eS war ihm jedoch nicht lange vergönnt, den Fortgang des Baue» z« beobachten. Am 24. Juli 1240 ereilte ihn der Tod zu Rom, nachdem er vorher noch zur Würde eine» Hochmeister» im deutschen Orden ge.

Kons. Korr." auf Veranlassung der Leitung der konservativen Fraktion des Abgeordnetenhauses bezw. unter voller, nachträglicher Billigung ihrer an dem betreffenden Tage in Berlin nicht Anwesenden Mit­glieder sofort in der bündigsten Weise Stellung gegen den Windthorstschen Anttag genommen. Herr von Rauchhaupt hat ferner in Halle, wie andererseits Herr Stöcker in Berlin gelegentlich mitgeteilt, daß bet Antrag, wenn er in der vorigen Session zur Beratung gekommen wäre, von konservativer Seite abgewiesen werden sollte und dementsprechend bereits der Redner von der Fraktion bestimmt war. Die Wendung, daß man gegen den Antrag,wie er ge­teilt worden", sei, gehört, wenn wir uns recht er­innern, derKreuzztg." an und fällt weder unter die Verantwortung Herrn ^von Rauchhaupts, noch unter die der konservativen Abgeordnetenhaus-Fraktion. Die letztere wird denn auch diesmal sich gegen den Windthorstschen Antrag, dessen Beratung übrigens nicht vor Erledigung des Kultusetats zu erwarten 'teht, erklären.

Die Kommission des Reichstags für die Alters- und Invalidenversicherung ist mit ihrer Be­ratung heute bis § 109 des Entwurfs gelangt. Die §§ 92 und 93 wurden mit geringen Aende- rungen angenommen. § 94 erhielt auf Antrag des Abg. Buhl folgende Fassung:Personen, welche nach ihrem Ausscheiden aus der Versicherungspflicht das Versicherungsverhältnis freiwillig fortsetzen wollen § 6, haben die vollen' Beiträge in Marken derjenigen Art, welche für sie zuletzt zu verwenden waren, weiter zu entrichten und gleichzeitig zur Deckung des auf die Tauer dieser freiwilligen Ver­sicherung entfallenden Reichszuschusfes zu der Rente einen entsprechenden Betrag «von Zusatzmarken beizu­bringen. (g 96.)" § 95 erhielt eine Fassung, welche den Interessen der sogenannten Saisonarbeiter Rechnung trägt. Die §§ 97 bis 107, welche von der Erneuerung der Quittungskarten und von der Kontrole handeln, wurden mit einigen redaktionellen Aenderungen genehmigt. Der § 108, der die Vermögensverwaltung regelt, wurde in folgender Weise umgestaltet:Verfügbare Gelder der Ver­sicherungsanstalten sind nach Maßgabe der Bestim­mungen des § 76 des Unfallversicherungsgesetzes verzinslich anzulegen. Auf Antrag einer Versicherungs- Anstalt kann der Kommunalverband, bezw. die Re­gierung des Bundesstaats, für welchen die Ver­sicherungs-Anstalt errichtet ist, widerruflich gestatten, einen Teil des Anstaltsvermögens in anderen zinstragenden Papieren oder in Grundstücken anzu-

laugt war. Keine Unterbrechung im Kircheuba« trat ein. Unter dem Hochmeister Burkhard von Schwanden und dem Komtur Verlach von Diedeuhaus-n fand am 1. Rai 1283 die Weihe der St. Elisabeth- kirche statt.

Nachdem im Jahre 1249 die St. Elisabethkirche das St. Franziskushospital durchbrochen und der Heilige« Grab umschlossen hatte, erbauten die deutsche« Brüder südlich ton der Kirche ei« St. Elisabeth. Hospital, auf welche? nunmehr die Dotation de» Frauzirkushospitals überging. Um jene Zeil brachte« auch die deutschen Brüder de« Mordplatz M. Konrad von Marburg jenseits des LahabergeS käuflich an sich und erbaute« darüber zur Ehre der Jungfrau Maria eine Kapelle.

Bi» zur Ankunft der deutsche« Brüder in Marburg im Jahre 1233 waren die von der Laud- grästu Elisabeth zum Zwecke der Seelsorge und de? Golt« sbieuste» für ihr Hospital berufenen Franzis, kanermönche die Hüter ihre» Grabe» gewesen. Als Landgraf Konrad fie ihren Funktionen enthob und die deutschen Brüder an ihre Stelle treten ließ, kehrten sie in ihr am Südwestende der Stabt ge. le,eu'S Kloster zurück. Nach dem Berichte Dietrichs von Thüringen erbaute ihnen Landgraf Konrad tm Jahre 1235 daneben die ihnen noch fehlende Kirche. DaS Volk hieß diese Mönche wegen ihrer «nde- schnhten Füße Barfüßer, infolge dessen die nach ihrem Kloster führende Straße de« Lame« Barfüßer, straße erhielt. Ihr Vorsteher führte de« Titel Guardian.

Dominikaner ober Predigermönche hatte« sich an der Südöstseite der Stadt unter teilweiser Benutzung der Stadtmauer angefiedelt. Iw Jahr 1254 wirb derselben zuerst gedacht, indem ein Domintkaner.Bruder namens Burckhard eine vom Kardinaldikan Petrus in Marburg am 24. August j. I. ausgestellte Urkunde neben dem Franziskaner.Tnardia« Lambert vidimiert und mit dem Siegel de» Prior», de» Vorsteher» der Dominikaner, besiegelt. (Schluß folgt)

legen. Mehr als der vierte Teil des Vermögens der einzelnen Versicherungs-Anstalten darf jedoch in dieser Weise nicht angelegt werden. Wertpapiere sind nach näherer Bestimmung der Zentralbehörde desjenigen Bundesstaats, in dessen Gebiet die Ver­sicherungsanstalt ihren Sitz hat, bei einer zur Auf­bewahrung von Geldern ober Wertpapieren befugten öffentlichen Behörde oder Kasse niederzulegen." § 109 wurde unverändert angenommen.

(Zur Schularztfrage.) DasAerztl. Vereins­blatt" teilt jetzt die Beschlüsse mit, die von der wiffenschaftlichen Deputation für das Medizinalwese« in ihren Sitzungen vom 24. bis 26. Oktober v. I. in der Schularztfrage gefaßt worden sind. An diesen Sitzungen nahmen damals zum erstenmale die Ver­treter der zwölf preußischen Aerztekammern teil. Referenten waren Prof. Virchow und Geh. Sanitäts- rat Graf - Elberfeld, lieber die Beschlüsse wurde bisher Amtsgeheimnis bewahrt. Es handelte sich damals um die Frage, in wie weit durch Beteiligung medizinischer Sachverständiger an der Schulaufsicht dazu beigetragen werden kann, daß die Schüler vor gesundheitsschädlichen Einwirkungen bewahrt werden, welche denselben aus dem Schulbesuche erwachsen könnten. Abgesehen wurde bei dieser Erörterung von denjenigen Benachteiligungen der Gesundheit, welche man als mögliche Folgen der Art und Aus­dehnung der Lehrgegenstände und Schularbeiten an» sieht, also von einer Berücksichtigung derlieber» bürdungsfrage" im engeren Sinne. Der wesent­lichste Beschluß der wiffenschaftlichen Deputation lautet: IV. Jnbetreff der Einrichtung der ärztlichen Schul­aufsicht sind vorn medizinischen Standpunkte au» folgende Vorschläge zu machen: 1. Die Baulichkeiten und Einrichtungen der Schulen, sowie deren Um­gebung sind vom Arzt in periodischer Wiederkehr zu untersuchen. Es ist dabei ein nach einem vorge­schriebenen Formulare aufzustellender Fragebogen zu benutzen und an die vorgesetzte Schulaufsichts- Jnstanz vorn Arzt cinzusenden. In einem Zeit­räume von 3 bis 6 Jahren soll jede Schule min­destens einmal nach dieser Richtung revidiert sei». 2. Der Gesundheitszustand der Schüler ist soweit als thunlich bald nach Begin« jeden Schulhalbjahre» einmal vom Arzt zu untersuchen. Soweit es sich um solche Schüler handelt, welche zum erstenmale in eine Schule eintreten, hat der Arzt jeden einzelnen zu besichtigen und die etwa vorhandenen Mängel festzustellen. Bei allen anderen Schülern ist die Untersuchung jedes einzelnen nicht erforderlich. E» kommt nur darauf an, daß der Arzt durch Rück-

sRachdruck verbaten.)

Im Statut -et Eifersucht.

Roman von Ernst Fritze.

(Fortsetzung.)

,DaS scheint eine Beamtenmarotte zu fein', warf er hin, »nichts dort zu essen, mo er arbeitet. Sonder­bare» Volk, die» Juristenvolk! Hören, Sie mein bester Herr, aber grauenvoll ist u»d bleibt es doch, eine» Mord in der Familie zu erlebe». Mir ist» immer, al» sähe ich ein Feuerrohr auf «ich ge- richtet, «nb die beiden kleine« Burschen, «eine Neffen, getrauen sich au8 Furcht und Angst vor de« Forst­meister nicht, aus der Stube zu gehen. Wir werde» froh sein, wen« wir erst wieder unter andere Mensche» versetzt sind.'

Hellberg ließ diese Siebe unbeantwortet. Er sah ein, daß er mit diesem faseligen und widerspenstige» Mann kein reg- lrechte» Verhör anstelle« konnte, wen» er seinen Zweck erreichen wollte. Er mußte ihn spreche», erzählen und raisvnnieren laffen, wie e« ihm gerade in den Sinn kam, und da»« zu resümiere» suche«, was er davon gebrauchte.

Die Herren nahm-« Platz im Sopha. Die Knabe« drückten sich in der Erwartung, bei) ge­fürchteten Forstmeister eintreten z« sehen, furchtsam in einen Winkel, und der Aktuar stellte sich aufmerksam auf alle» was geschah, a»8 Fenster. WaS er that, beachtete niemand.

»Mich wundert eS, Herr KreiSrichter, Sie hier zu sehe«. Ich ve-stand eS so von Bunsen, «11 soll; ich mit de« Knaben hinüber nach Dreditz zur Coniron- tatto«. Bringt Gendarm Witte de» Meuchelmörder wieder hierher?'

,Nei«. Herr von Schweitzer', »ersetzte Helberg ruhig. »Ich warne Sie Übrigen» vor Benennnng« wieMeuchelmörder", Sie treffe« wahrscheinlich eine« luschuldige».'

.Glaube« Sie da»? Stu« sage« Sie mir bann aber, wer sonst sollte dasKanst stück wohl vollführt habe» I