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Illustriertes Sonntagsblatt.

Expedition Mar« 21. Redaktion, Druck nxb Verlag von Iah. leg. Koch.

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Deutsche» Deich

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g." berichtet, vergangene Woche vom Kaiser em- ngen. Der Kaiser erkundigte sich eingehend nach

Besuch der technischen Hochschule und sprach r Freude über das stetige Wachsen der Zuhörer- l aus. Besonderes Interesse bekundete der hohe r für die Abteilung für Schiffsbau und war erst angenehm berührt, zu hören, daß auch in ser Abteilung, aus der die künftigen Ingenieure unsere Marine hervorgehen, die Zahl der Stu- ierenden im Zunehmen begriffen ist. Im weiteren laufe der Unterredung brachte der Kaiser das sprach auf die Hydrotechnik, welches Fach bekannt- Herr Prof. Schlichting an der technischen Hoch- e vertritt, und ließ sich besonders über die Ur- chcn der Ueberschwemmungen, die im vergangenen ähjahr so große Verheerungen angecichtet haben d über die Mittel zur Bekämpfung derselben Vor- ag halten. Am Schluffe der Audienz verabschie- e der Kaiser den Rektor auf die huldvollste Weise d stellte in Aussicht, daß er wieder Gelegenheit hmcn werde über diesen ihn im höchsten Grade teressierenden Gegenstand von Herrn Professor lichting zu hören. Die Audienz, die Seine ajcstät kürzlich dem Frhrn. v. Schorlemer-Alst ge- lihrt hatte, war von verschiedener Seite auf eine bsichtigte Standeserhöhung des Freiherrn gedeutet, m gegenüber vernimmt dieKöln. B.-Ztg.", daß «selbe veranlaßt war durch die königliche Kundge- g anläßlich des Jubiläums des Bauernvereins, welche Frhr. v. Schorlemer seinen Dank abge- t hat. Das Gespräch werde bei dieser Gelegcn- it auch auf die nächsten Manöver in Westfalen ge- mmen sein. Darüber, was sonst noch bei der Au- enz berührt worden ist, hat Zuverlässiges nicht verlautet. Ter Abgesandte des Sultans von arokko und dessen Begleitung gedenken am nächsten ..nabend, oder aber am Sonntag, soweit bis jetzt annt, Berlin wieder zu verlassen und sich zunächst etwa zweitägigem Aufenthalt zu Krupp nach en zu begeben. Bon dort reisen dieselben dann ch Genua und treten von dort aus die Heimreise . Gestern abend war die gesammte marvkkanische

Wissenschaft veranlaßt, und es sei klar, daß ein Arzt immer glauben müsse, jeder Patient thue am besten, wenn er sich an einen Vertreter der wissenschaftlichen Medizin wende. Der Staat könne jedoch sich nicht auf den medizinischen Standpunkt allein stellen, son­dern habe auch andere Interessen zu schützen, und deshalb sei es erforderlich, daß, schon um die Rechts­ungleichheit, welche in Deutschland bezüglich des An­kündigens von sogenannten Geheimmitteln bestehe, zu beseitigen, von Reichswegen eine Regelung der ganzen Angelegenheit erfolge. In der Petitions­kommission des Reichstages ist nun über das Geheim­mittelwesen verhandelt worden; die von dem Aus­schuß des deutschen Aerzte-Vereinsbundes überreichte Petition bildete den Ausgangspunkt der Debatten. Es ist als Ergebnis hervorzuheben, daß allseitig die Notwendigkeit, im Wege der Reichsgesetzgebung die hervorgetretenen Mängel zu beseitigen, anerkannt wurde, und daß sich Bedenken gegen die Rechts­zuständigkeit der Polizeibehörden, im Wege des Ver­bots den Vertrieb von Geheimmitteln zu hindern, geltend machten. Die Petition wurde ebenso wie die auf die Angelegenheit bezügliche eines Ziegelei­besitzers dem Reichskanzler zur Kenntnisnahme über­wiesen. Der deutsche Aerzte-Vereinsbund hatte fol­gende vier Thesen dem Reichstage unterbreitet: 1.Das öffentliche Ankündigen und Anpreisen von sogenannten Geheimmitteln sei, auch wenn deren angebliche Zusammensetzung bekannt gegeben, zu ver­bieten. 2. Der Verkauf sogenannter Geheimmittel außerhalb der Apotheken sollte noch vollständiger ein­geschränkt werden, als es bisher durch die kaiserliche Verordnung vom 4. Januar 1875 geschehen ist. 3. Es seien unzweideutige gesetzliche Bestimmungen notwendig, welche Verhüten, daß der Geheimmittel­handel in den Apotheken uneingeschränkt im Wege des Handverkaufs sich breit macht. 4. Es sei not­wendig, diese Bestimmungen auch auf den Groß­handel mit den sogenannten Geheimmitteln auszu­dehnen." Demgegenüber erklärt der Regierungs­kommissar, wie an anderer Stelle dem, Wortlaute des Kommissionsberichtes gemäß mitgeteilt wurde, daß die zuständigen Organe der Reichsverwaltung über Regelung der Angelegenheiten verhandelten, daß aber ein Ergebnis noch nicht erzielt worden sei. Jedenfalls kann aber aus der Erklärung gefolgert werden, daß in dieser so viele Interessen berührenden Frage demnächst Schritte zur einheitlichen Gestaltung des Rechts geschehen werden, und daß damit, da in Deutschland Reichsrecht vor Landrecht geht, auch die Befugnisse der einzelnen Polizeibehörden, selbständig

noch lachend ins Leben blickt, bi» zu dem Landsturm, dessen Mienen die Zeit bereits durchfurcht, dessen Haare daS Schicksal vielleicht schon gebleicht hat.

Wer unter den A-B-E-Schütze« zum Lavdstmm oder zur Reserve ersten und zweiten Aufgebotes gehört, der wird wissen, daß mau in den 40<r und 50er Jahren dieses SäkulumS an eine Marborger B-rgerstochter hinsichtlich ihrer Ausbildung noch keine so großen Ansprüche stellte, wie heut zu Tage. Wer gut schreiben, lese« und rechnen konnte, den KatechismvS auswendig wußte und dazu fähig war, eine biblisch- Geschichte wortgetreu zu erzählen, der verstand mehr wie geuug. Was darüber hinausging, üb-rlteß man deu Kindern vornehmer Leute, indem man voll bürger ­licher Demut in deu höheren Sphäre« auch höhere Gaben und höhere geistige Bedürfuisse voraussetzte. Diese einst so streng etngehalteue Grenze ist heut zu Tage vollständig geschwunden. Seitdem Hessen in einen Großstaat überging und ein neuer Geist au deu zwar patriarchalischen, aber doch veralteten Zuständen Marburgs rüttelte, haben die Auschauougen über die Ausbildung der Jugexd eine vollständige Umgestaltung erfahren. Es wird nicht mehr für Ueberipanntheit oder Vermeffenhett angesehen, wenn die Bürger ihre Töchter in eine höhere Mädchen­schule schicken, es gilt nicht mehr für eine kecke Ueber. schreit»»» der sozialen Schranke, wenn die Tochter au» dem Volke und das Kind des gelehrten Professor als nächste Nachbarn auf der Schulbank fitzen.

Tic kleinbürgerlichen Ansichten der Epoche vor 1866 find also zum Glück in deu hauptsächlichsten Punkten der Mädchcnerziehnug endlich überwunden, aber auch noch h'Nte und zu aller Zett wird eS eine feststehende Thatsache bleiben, daß eS nicht das Wissen ist, daS dem Weibe seinen Wert verleiht und die ihm von der Natur zugedachte Aufgabe zu ver­tiefen vermag. Ein gutes Herz, ein einfacher klarer Sian werde« in dieser Hiuficht stets die besten Förderer sein.

Unsere guten Eltern und Großeltern, die von dem

modernen Kampf ums Dasein noch nichts ahnten, hatten also so ganz unrecht nicht, wenn fie die Wünsche für unsere Ausbildung in den Satz zusammeufaßten: Lernt ordentlich schreiben, -lesen und rechne«, dau« wißt Ihr genug.* Unwillkürlich fällt wir hier der Ausspruch einer Großmutter ein, der in ihrer Kind­heit die drei wichtigen Künste nicht beigebracht worden waren und die noch mit grauem Kopf lesen gelernt hatte. Sie sagte einstens zu mir und zwei anderen kleinen Mädchen: .Ihr Ki«ner, wäi glickltch seid 'r dom gege iusereeusl Wann mer so fräi schon lese, schreiwe un rechene lernt, dann braucht mer jo nur e wirk uffzebaffe, wann mer ooch Anneres ansklxjiru un nit immer uff eem Poste stih bittet will.*

Sie hatte recht, die einfache Frau. Lesen, Schreiben «xd Rechnen find der feste Boden für jedes weitere geistige Fortkommen, und wer uns mit diesen Künsten bekannt machte, der hat uns gewiß einen der größten Dieuste im Leben erwiesen. Aber stutewal und alldieweil el überall harte Schädel flieht und der rechte Nürnberger Trichter noch immer nicht erfunden ist, so war es zwar etx gottwohlgefälltges, ab-r wahrlich kein leichte» Amt, während eines halben Jahrhunderts den austinauderfolgevden Generationen der Marborger Bergerstöchtcr die wichtigsten Künste bZzubringeu. Es unterliegt ja gar keinem Zweifel, daß der Herr Lehrer Bückiug, wenn er gewollt hätte, längst bet den .Großen* gewesen wäre, aber er muß wohl von jeher zu viel an den Kleinen gehangen habe«, um sein Amt mit einem anderen vertauschen zu wolle». Und diese Neigung beruhte auf Gegenseitigkeit. Stets hingen dieKleinen* an ihm von ganz-m Herzen, was natürlich zur Folge hatte, daß sie auch gut bei ihm leinten.

Ein Menschenalter isis her, feit ich mit meinen Altersgeuosfiuneu zum erstenmale in die Schule ging. Die Klaffe für die Kleinsten befand fich damals zu ebener Erde im jetzigen Oppeuheimschen Hanse resp. Laden oberhalb des Marktes gegenüber der Kochscheu Bnchdrnckerei. Die drei kleinen Mädchen und ich

waren sehr sauber gekleidet und sonntäglich zurecht geputzt. Es ist mir genau erinnerlich, daß wir gegen­seitig, al» wir de» Hirschberg hinauf gingen, unsere Haare bewunderten, die von unseren Mütter» sorg­fältig in LuiseuSzöpfe zusammengeflochte» urd über dem Nacken in schneckenartige Kringeln anfgentstelt worden waren. Was daS sagen will, kann nur eine Marburger BürgerStochter jener Zett begreifen. Wen« das Stillfitzen auch nicht recht behagen wollte, so machte die Schule doch de« günstigsten Eindrnck ans uns Kinder. Gesteigert wurde derselbe zn einem wahren Wonnegefühl als wir am Ende der ersten Schulstunden eine Dute voll Backwerk erhielten, die, wie wir leider später dnrchschantex, nicht der liebe Gott, sondern unsere Eltern dem Herrn Bücking für uns übergeben hatten. Hier passierte es uns zum erstenmale im Leben, daß wir mit einer Süßtgkett über kommende ernste Pflichten hinweggetäxscht wurden.

Es waren frohe, aber doch mühselige Stunden, die wir in der großen Schulftxbe verlebten. Eine Kleinigkeit ists eben nicht, so leicht eS auch später aussieht, zu erlernen, daß eine gewisse Anzahl Schrtft- zcichen In bestimmter Vereinigung dies oder jenes Wort bedeutet. Konnte man eS uns deshalb ver­argen, daß wir hest anfjanchzteu, als wir die schönen Silben ,mi-an* und ,wau-wau* herausbuchstabiert hatten? Herr Bücking lachte uns, das gab uns jedenfalls den Mnt, später bei dem schöne« Wort Traube mit der Zunge zu schnalzen, alS schmecke uns etwas recht gut.

Das Schnlzimmer hatte ein hohes Holzgetäfel mit breitem Bord. Aus diesem standen die weiße« Papptafeln mit den fingerhohen Buchstaben und dir großen Bücher, in denen HanSgeräte, Tiere, Bäume, Blumen und sonstige Gegenstände abgebildet waren. Eine selige Stunde war eS für uns, wenn diese Bücher aufgeklappt wurden. Dan« bekamen wir auch manchmal eine schöne Geschichte zn hören. Als wir schon eine Zett lang in der Schule waren und von Herrn Bücking die Rose in eine« dieser beliebten

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-eoure Marborger Bergerskinner*, die seit Anno 1841 von dem Herrn Lehrer Bückiug das A-B-C Weint haben. Wenn man im Stand wäre, fie ein« *al alle auf einem große» Platz aufzustellen, so Sitte der Käwpfrasen sicher kaum Raum genug dazu.

Weil nun schon gar Manche unter dem grüne» Basen liegt, Manche durch weite Strecken von der vttmat getrennt ist, die vo» Herrn Bücking unter Sonne ober Weh in die Geheimniffe der Lese- «ud bchreibekunst eingeweiht wurde, so ließ sich's ja auch

Lnzeigeu nimmt «ttgeger die Expedition d Blatte»

sowie d Annoueen-Bureaux von Hänfenstem und Bögler

in Frankfurt a. «., Lasse! Magdeburgn. Bien; Rudolf XXIV. fWaaita Stoffe in Frankfurter. Ä., Berlin, München». Köln; @. L.

Daube u. ti. in Frankfurt a. 8L, Berlin, Hannover. Paris.

ür ein mindestens vielbändiges Werk im Format und Umfang der Memoiren des Herzogs Ernst von Koburg. Ausführlich sind beispielsweise die Kaiser­lichen Niederschriften über Gespräche mit dem Jenaer Kirchenhistoriker Karl v. Hase, der in der Kron- prinzlichen Familie häufig gesehen wurde, als diese in Pegli wohnte. Der Kronprinz und Hase waren einig über den Kulturkampf und dessen Beseitigung."

(Aus dem Reichs-Versicherungsamte.) Dem Bundesrate ist der seitens des Reichs-Versicherungs­amtes dem Reichskanzler alljährlich einzureichende Geschäftsbericht für das Jahr 1888 zur Kenntnis­nahme zugegangen. Nach dem Berichte hat das Reichs - Versicherungsamt im Berichtsjahre 2343 Rekurse zu bearbeiten gehabt, wovon 1613 neu eingelegt, die übrigen aus den Vorjahren mitüber­nommen waren. Von den Versicherten waren hierunter 1773, von den Genossenschaften 525 und von beiden Teilen zugleich 45 Rekurse eingelegt. Erledigt wurden 1744. Die Rechtsprechung der Schiedsgerichte hat wiederum eine erhebliche Er­weiterung erfahren. Im Berichtsjahre sind zu den bestehenden Schiedsgerichten der gewerblichen Berufs­genossenschaften diejenigen der landwirtschaftlichen hinzugetreten, so daß insgesamt 1120 Schiedsgerichte existierten, bei denen 8371 Berufungen eingelegt wurden, die relative Häufigkeit der Rekurse im Vergleich zu den früheren Jahren ist indessen zurück­gegangen. Im Berichtsjahre sind 64 gewerbliche Berufsgenossenschaften, 22 landwirtschaftliche und 139 Reichs-Ausführungsbehörden für die Unfallver­sicherung thätig gewesen. 4,1 Millionen Betriebe mit rund 10 Mill. Personen waren gegen Unfall versichert. Zur Entschädigung gelangten 20,666 Unfälle, von denen nach einer vorläufigen Ermittelung 3580 den Tod, 2750 eine dauernde völlige, 10,470 eine dauernde teilweise und 3866 eine vorübergehende Erwerbsunfähigkeit zur Folge hatten. Die im Jahre 1888 verausgabten Entschädigungen betrugen nach vorläufiger Festsetzung 9,597,962 Mark gegen 5,932,930 Mark in 1887 und 1,915,366 Mark in 1886.

Von verschiedenen Gesichtspunkten aus, schreibt dieNordd. Allg. Ztg.", ist die sogenannte Geheimmittelfrage beleuchtet worden, und es sind manche Kundgebungen verzeichnet worden, welche in dieser Angelegenheit von Vereinen rc. ergingen. Es ist ferner darauf hingewiesen worden, daß es über­aus natürlich sei, wenn der ärztliche Stand das schärfste Vorgehen gegen die Geheimmittel verlange, dazu sei derselbe einfach durch die Lehren seiner

eilens des Reichskanzlers nicht zurückgewiesen wor­den, werde vielmehr nächstens dem Landtage vorge­legt werden. Alle Minister wären anscheinend grund- ätzlich für die Deklarationspflicht. Die Morgen­blätter veröffentlichen ein Schreiben des österreichisch­ungarischen Botschafters, worin er für die vielen Beweise warmer Teilnahme, welche ihm anläßlich des Hinscheidens des Kronprinzen Rudolf seitens aller Kreise Berlins zugekommen sind, seinen Dank ausdrückt. Die Besetzung der Stelle des Staats­sekretärs im Reichsjustizamt wird sich noch einige Zeit verzögern. Nachdem nationalliberale Organe die Abgeordneten Enneeeerus und Dr. Meyer- Jena als besonders qualifizierte Kandidaten genannt haben, spricht man in parlamentarischen Kreisen auch von dem Abg. Kuhlmann.

DasBerliner Tageblatt" schreibt:Die Kaiserin Friedrich wird, wie in Hofkreisen verlautet, nach ihrer Rückkehr von England Berlin nur auf ganz kurze Zeit berühren und ihr hiesiges Palais auch weiterhin so gut wie gar nicht mehr bewohnen. Die hohe Frau scheint entschloffen zu fein, dem Hofe sich zu entziehen und den aller­größten Teil des Jahres teils im Auslande, teils auf ihrer neuen Besitzung Friedrichsdorf zu verleben. Die Protektion der von dem Kaiser Friedrich und von der Kaiserin begründeten Vereine und Anstalten giebt sie nicht auf; sie wird mit den Leitern und Vorstandsmitgliedern der gemeinnützigen Institute meist in schriftlichem Verkehr bleiben. Die Prinzessinnen Viktoria und Margarethe werden ununterbrochen bei der Mutter und damit ebenfalls dem Hose dauernd fern sein. Zu allermeist werden sich die drei Damen bei der Königin Viktoria von Groß­britannien aufhalten. Kaiserin Friedrich hat unter den Angriffen gegen ihren Gemahl ungemein gelitten, und die Art und Weise der Polemik ist für ihren Entschluß, in strengster Zurückgezogenheit zu leben, ausschließlich maßgebend gewesen. Noch auf lange Zeit hinaus ist die Kaiserin von der Durchsicht und Sichtung des schriftlichen Nachlasses des Kaisers Friedrich in Anspruch genommen, und es erhält sich die Annahme, dies gesamte Material werde dauernd in England unter Verschluß bleiben. Was an amtlichen Schriftstücken im Arbeitszimmer des Kaisers bei dessen Tode sich befand, wurde, wie sich von selbst versteht, an die amtlichen Stellen zurück­gegeben, so daß also die Kaiserin nur Schriften privater Natur verwahrt, deren Erbin sie allein ist. Nach ungefährer Schätzung umfaffen die nachge- laffenen Aufzeichnungen und Korrespandenzen Stoff

12, 84ft

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^ Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marbvrg md Kirchhain

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«»scheint tlglich außer an Werktagen «ach tz-onn» und QfllAtiliataeA

Feiertagen. - Qxartal-Nboimements-PreiS bei der Expe-

ditwn L^Mk., bei den Postämtern »Mk. 50 Pfg. (exkl.> .

BestellgLj. JnserLwnSgebAr für die gespaltene Zecke DoNNkrstag, 14. FebrillN 1889,

10 Psg., Reklamen für die Zecke 15 Pfg. M

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Saara Berlin, 12. Febr. Der Rektor der technischen XCW Hochschule Prof. Schlicbting wurde, wie dieRat. tt UUöK. u hprrrfitpt hprrtfmnPTtp 9Unrfip hnm Koller em-

otschast zur Vorstellung im königlichen Opernhause nmcH anwesend. DieKölnische Zeitung" dementiert Bleich die Nachricht derKreuzzeitung", daß die Stellung anbrt des Finanzministers erschüttert sei. Ter Gesetzent- stäha« tatrf betreffend die Reform der Einkommensteuer sei

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tot nicht mehr möglich machen, jetzt feixe Schülerinnen Azesamt zusammen zu rufen. Aber ein recht lustige» 8tlb müßt' ei doch .sein, wenn sich» wirklich »sch Wführe» ließe; denn »ach so langer Zett werkt man, _ io,, ucuuiü), tote aus kleinen Mädchen

'tfkI Eiiute, auS Bräuten Mütter und aus Mütter» jlil dioßmütter werden. Wenn e» erlaubt wäre, die ill/f Urbaren Marborger BergerStöchter mit der preußischen *teee zu vergleichen, so könnte man die A-B-C- ^hützen auf dem Bilde sehen vom jüngsten Rekruten *8, der kax« deu ersten Schritt gemacht hat «ud

Wenn der König einem verdienstvollen Mann (gffelttiae Auszeichnung zugedacht hat, dann giebt er ihm eine» Orden, wenn eine Universität den Vertreter difseuschaftlicher Bestrebungen besonders ehren will, daun ernennt sie ihn zum Doktor honoris causa, beides geschieht oft bei festlichen Anlässen und ge. dinnt dadurch eine um so höhere Bedeutung. Es *8 ein köstlich Ding, in so schöner Form Dank und laeitennnng ausdrücken zu können, leider aber fehlt Mt Macht hierzu vielen dankbaren Schülerinnen, die ßch gegenwärtig gehobenen Herzens der Z-it erinnern, al» sie zum erstenmale im Flügelkleide in die Harburger Mädchenschule gingen und zwar zu ihre« liebe« Lehrer Herrn W. Bücking, der am 7. d». Mts. fein 50 jähriges Jubiläum hätte feiern linnen, wenn er ein Freund öffentlicher Ovationen wäre. 6» ist keine kleine Anzahl weiblicher Wesen lauter

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