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tx Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg Llld Kirchhain / Sxprditiou Markt 21. Redaktion, Druck und »erlag von Iah. leg. Koch.

Illustriertes Sonntagsblatt

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str. 35.)

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Oberstabsarzt Dr.

Justizrmnister ernannt.

nick ist zum Generalarzt und Subdirektor des

medizinisch - chirurgischen Friedrich Wilhelm-Instituts

ernannt worden. DieBcrl. Polit. Nachr." schreiben:

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der Staatssekretär im Reichsamt des Innern

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der Zar der Beerdigung persönlich beiwohnen werde. Fürst Bismarck verweilte heute nachmittags beim Botschafter. Er verließ das Palais, als die Kaiserin vorsuhr, welcher er den Wagenschlag öffnete. Staatssekretär v. Schelling wurde zum preußischen

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fcetfem Ausdruck.

.Ja, ganz allein, Du wagst den kurzen Weg zu 8»ß zurücklegen."

Es geschah, wie Gregor es ckugeordnet hatte. Er »griff die Zügel, nachdem er einen flüchtigen Blick «xf feine Uhr geworfen, und jagte in wilder Eile »vf der Landstraße dahin. Im Nu verschwand der Sage« hinter der Waldecke.

Sleichgtltig äußerte der Kutscher seine »er. »undeiung über daS tolle Fahren und begab sich »ach Hause, während Arthnr kopfschüttelnd ans die stelle starrte, wo sein Bruder verschwunden war.

.Dahinter steckt etwas Besonderes", murmelte er, »sonst pflegt er seine Liebschaften niemals so ge- histuuiSvol zu umhülle». Wer doch Flügel hätte

Weswegen sonst?"

.Pardon! Ich meinte Deine Amüsements und

begab sich sofort in das Kabinett des Kaisers, welches er nach einer Viertelstunde wieder verließ. Un­mittelbar darauf eilte der Kaiser zu der Kaiserin, welche nach den ersten Augenblicken tiefsten Herze­leides die übermenschliche Kraft fand, an der Seite des Kaisers sich zur Kronprinzessin zu verfügen. Nur mühsam gelang cs dem kaiserlichen Paare, die Kronprinzessin von dem Entschluffe, sofort nach Meyerling zu fahren, abzubringen. Der Kaiser zog ich in seine Gemächer zurück und blieb bis 3 Uhr nachmittags mit seinem Schmerz allein, sodann er» teilte der Kaiser Anordnungen zu der Überführung der Leiche, worauf er den Bericht des Hofrats Dr. Widerhofer empfing, welcher vormittags nach Meyer­ling entsendet worden war. Hierauf fuhr Dr. Wider­hofer abermals nach Meyerliug. Der Kaiser zeigte sich, wie dasNeue Wiener Tageblatt" meldet, nachdem er mehrere Stunden im Arbeitszimmer ver­weilt hatte, beim Empfange der nachmittags zur Kondolenz erschienenen Mitglieder des Kaiserhauses ehr gefaßt und gab seiner Gottergebenheit in rührenden Worten Ausdruck. Heute früh 6 Uhr begab sich der Kaiser nach dem Westbahnhof, um den Prinzen Leopold von Bayern und deffen Ge­mahlin zu empfangen. Als das prinzliche Paar den Waggon verließ, eilte der Kaiser auf sie zu, beide unter Thränen wiederholt umarmend und küssend. Prinz Ludwig von Bayern wohnt der Leichenfeier im Auftrage des Prinzregenten bei. Ein nach Meyerling gesandter Berichterstatter des Fremdenblattes" meldet: Kronprinz Rudolf hatte ich am Montag Mittag in einer Hofequipage von Wien nach Breitenfurth begeben, wo ein Wiener Fiaker denselben erwartete. Der Kronprinz benutzte jedoch den Wagen nicht, sondern legte die kurze Wegestrecke nach Meyerling zu Fuß zurück, indem er sehr vergnügt mit den Jagdgästen plauderte. Nach der Rückkehr von der Jagd am Dienstag üagte der Kronprinz über Kopfweh, er zog sich in eine Gemächer zurück und ließ seine Teilnahme an d^m für den Abend anberaumten Familien - Diner absagen. Am Abend desselben Tages arbeitete der Kronprinz einige Zeit im Schlafzimmer und schrieb mehrere Briefe. Am Mittwoch Morgen erwachte der Kronprinz vor 7 Uhr, er läutete seinem lang­jährigen Kammerdiener Loschek und befahl das Frühstück. Als der Leibkammerdiener in Ausführung dieses Befehles kurz vor halb 8 Uhr in das Schlaf, zimmer des Kronprinzen trat, fand er denselben tot im Bette. Prinz Philipp von Coburg und Graf Hoyos befanden sich im Schloßhofe, als der Leib-

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rburg,

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dem Versuche des Abg. Rickert, seinen Ausführungen eine entsprechende Deutung zu geben, alsbald mit Nach­druck entgegentrat, verbreitet die links-liberale Presse doch eine Version der von dem Minister über die Aufbringung der dem Reiche zur Last fallenden Kosten der Alters- und Invalidenversicherung ge­gebenen Erklärung, welche mit den von dem Finanz- Minister bei der Generaldebatte des Etats im Ab­geordnetenhanse gemachten Aeußerungcn über das künftige finanzielle Verhältnis des Reichs und Preußens unvereinbar erscheint. Während nämlich der Finanzminifter sich für die dauernde Aufrecht­haltung des jetzigen Verhältnisses erklärte, bei welchem Preußen 40 Millionen mehr erhält, als es an das Reich abführt, wird dem Staatssekretär v. Bötticher die Aeußerung in den Mund gelegt, daß die Kosten der Alters- und Invalidenversicherung von den Bundesstaaten durch direkte Steuern, in Preußen insbesondere durch die Einkommensteuer gedeckt werden sollten. In Wahrheit hat der Staatssekretär v. Bötticher zunächst die Unterstellung abgewiesen, als ob die Erhöhung der Getreidezölle in ursäch­lichem Zusammenhänge mit dem Reichszuschuß für Alters- und Invalidenversicherung stehe; bei dieser Erhöhung wären doch lediglich wirtschaftliche, nicht aber finanzielle Rücksichten in Frage gekommen. Dann hat der Staatssekretär einfach auf die Ver- fasinngsbestimmung hingewiesen, inhalts deren, so­weit die eigenen Einnahmen des Reichs zur Deckung der Ausgaben nicht ausreichen, auf Matrikularbei- träge zurückgegriffen werden muß. Allein in diesem Zusammenhänge ist auch der preußischen Einkommen­steuer gedacht worden. Es liegt auf der Hand, daß in dieser nicht sowohl die künftige Finanzpolitik, sondern das Reichsfinanzrecht betreffenden Aeußerung nicht entfernt ein Widerspruch gegen die finanz­politischen Ausführungen des Finanzministers besteht."

Bremerhaven, 30. Jan. Die Gesandtschaft des Sultans von Marokko ist gestern abend hier eingetroffen und hat nachts gegen 1 Uhr die Reife mittelst Extrazug nach Berlin fortgesetzt, um dem Kaiser die Glückwünsche ihres Herrschers zur Thron­besteigung und das aus 10 prächtigen marokkanischen Hengsten bestehende Geschenk des Sultans zu über­bringen.

(Nachdruck verboten.j

Im Sturm der Eifersucht.

Roman von Ernst Fritze.

(Fortsetzung.)

atmete ordentlich froh aus, als er seine beiden Neffe» jetzt hastig den Weg entlang laufen und pfeilschnell der Veranda sich nähern hörte.

Die Knaben stürzten gleichsam zu ihm herettt.

Onkel Arthur, der Forstmeister kommt!" schrie Emil überlaut.

Arthur erhob fich.Jungens", schalt er,Ihr seid Hasen; wie sollte der Forstmeister noch spät abends zu uus kommen? ES ist nicht wahr. Ihr irrt Euch."

Ja, eS ist doch wahr", »erficherte Gustav etwa» gefaßter. .Er kommt. Wir haben ihn gesehen, als er quer über die Chaussee ritt. AIS er uuserm Hause gegenüber war, hielt er sein Pferd an xnb sah unverwandt eine ganze Weile hinüber, danach ritt er weiter dem Walde zu."

Und da kam der alte, häßliche Lorenz, der nicht leiden will, daß wir im Walde schießen."

Und da stieg der Forstmeister ab und deutete aus unsere Veranda, die so schön erleuchtet war."

Und da führte der alte Lorenz daS Pferd fort, und der Forstmeister schlug den Fußweg nach Altenbek ein. Wir hörten ihn näher kommen." DeS Knabe» Erzählung wurde unterbrochen. Gregor fuhr vor. Die Knabe» begänne», ihr Abenteuer vo» Neuem z» berichten. Ihr Later hörte gleichgiltig zu.

Haft Du den Forstmeister nicht bemerkt?" fragte Arthur.Du müßtest ihm eigentlich begegnet sein."

Gregor verneinte eS zerstreut.

Du kennst freüich den Forstmeister nicht."

Ich bade überhaupt kein menschliches Wese» «ff meinem Wege bemerkt."

Natürlich, Deine Gedanke» waren anderweit ge­fesselt. Ich fange a» zu vermute». Du huldigst jetzt einet Prinzessin von Geblüt und schwörst ihr ewige Treue."

ES wird wohl so sein", «ar Gregors lakonische Antwort, indem er sich ans seinen gewöhnlichen Platz niederließ and rasch ei» GlaS Wei» stank, als fühle er fich ungemein erschöpft.Nun ist alles geordnet",

Hesse« - Nassau.

Marburg, 1. Febr. Seine Majestät der König haben dem Lehrer an der hiesigen Mädchen-Bürger-

MH Justizn [II Graß LMM» Medizin.,.

-!tll ernannt w «JObwohl

Ausland.

Wie«, 31. Jan. Die Überbringung der Trauer­botschaft in die Hofburg schildert diePresse" in nachstehender Weise: Graf Hoyos langte in Jäger­tracht um halb 12 Uhr in der Hofburg an und

Bestellungen für die Monate Februar

#nb März nehmen auf die

Oberheffsche Zeitung

«ebst Ureisblatt

die Urelfe Marburg und Kirchhai«

und

Illustriertes Sourttagsblatt

tliche Postanstalten, unsere Agentur in i r ch h a i n, sowie für hiesige Stadt un- e Expedition entgegen.

Soweit der Vorrat reicht wird der fand- und Schreibkalender für 1889 n Bestellungen beigegeben werden.

Die Exped. der Oberh. Zeitung.

kammerdlener leichenblaß mit der Enlsetzungskunde herausstürzte. Sofort eilten dieselben in das kron- prinzliche Schlafgemach, sie sahen aber, daß mensch­liche Hilfe vergebens war. Prinz Philipp verblieb am Sterbebette seines Schwagers, während Graf Hoyos nach Wien suhr, um der kaiserlichen Familie die Trauerbotschaft zu überbringen.

Pest, 31. Jan. Beide Häuser des Parlaments hielten Kondolenzsitzungen. Die Präsidenten wurde» ermächtigt, den Ausdruck des tiefsten Schmerzes und Beileids an den Stufen des Thrones niederzulegen.

Amsterdam, 31. Jan. Der Zustand des Königs hat sich derartig gebessert, daß offizielle Bulletins fortan nur einmal wöchentlich ausgegeben werden.

Paris, 31. Jan. In der heutigen Sitzung der Deputiertenkammer begründete Jouvencel seine Inter­pellation über die Maßregeln der Regierung, um den öffentlichen Gewalten Achtung zu verschaffen. Die öffentliche Meinung sei heftig bewegt durch die täglich sich wiederholenden Zügellosigkeiten und die Indifferenz der Regierung gegenüber diesen Insulten. Er sei ein Freund der Freiheit, es frage sich aber, ob dieselbe ollen Mißbräuchen preisgegeben werden dürfe, die Regierung müsse sie verteidigen. Die Kammerzugänge sind dicht besetzt. Bis jetzt ist kein Zwischenfall vorgekommen. Boulanger ist bisher ab­wesend. Es verlautet, Boulanger werde der heu­tigen Kammersitzung nicht beiwohnen. In Depu­tiertenkreisen zirkuliert das Gerücht, Jouvencel werde eine Interpellation zurückziehen.

Washington, 31. Jan. Präsident Cleveland übersandte dem Kongreß einen Schriftwechsel, welcher ausführlichere Berichte über die jüngsten Vorgänge auf Samoa enthält und bemerkt dazu, es. wäre ein von dem Fürsten Bismarck ausgehender Vorschlag für eine neue Konferenz zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten über Samoa nach Washington unterwegs. Der deutsche Gesandte Graf Arco-Ballay wäre jedoch nicht informiert, ob das Schreiben des deutschen Reichskanzlers die Fortsetzung der früheren Unterhandlungen oder eine gänzliche Wiedereröffnung des Gegenstandes Vorschläge.

Auckland, 31. Jan. Eine Meldung desReuter- schen Bureaus" besagt: Gestern eingettoffenen Nach­richten aus Samoa zufolge ist gegen den König Mataafa deutscherseits der Krieg erklärt worden.

wie jener Vogel dort oben in der Luft, dies Getter hat wahrlich viel vor uns voraus; es kuckt vo» oben herab in alle Geheimnisse."

Schlendernd verfügte er sich nach dem Schlosse von Altenbek, wie er es spottend zu nennen pflegte. Er teilte die Vorliebe feines Bruders für kostbare Liebschaften keineswegs, ihm war ein solennes Wett­rennen mit allen Chance» des Für und Wider weit interessanter, und es ärgerte ihn, daß ihm deswegen durch testa«e»tarische Bestimmung seine» Vaters die Hände gebunden waren. Der Zufall war ihm jetzi günstig. iSein Bruder wünschte ihn ans kürzere oder längere Zeitabzuschüttelu", und dos sollte gehörig benutzt und ausgebeutet werden. Hatte sein Herr Bruder sich in Liebesverhältnisse verstrickt, die so viel Umständlichkeiten und Geheimnisse nötig wachte» so sollte er die Kosten seiner Sportleidenschast auch decken. Er berechnete im Stillen, was er fordern wollte, und wartete alsdann Langmut seines BruderS.

Gregor kam wett später als sonst'zum Mittags- mahle zurück. Sein ganzer Wesen erschien jedoch verklärt von innerer Glückseligkeit, und er warf im Laufe des Gesprächs die Worte hin:

Diesmal könnte eS mir Ernst werde» wie damals bei meiner Frau."

Schön! Also eine zweite Ehe mit langweiliger Zärtlichkeit", antwortete Arthnr.Ich gebe meine Erlaubnis mir unter der Bedingung, daß .mir der Rest meine» Vermögens ausgezahlt wird."

Darüber später, nach meiner Reise. Heute ist Montag, am Donnerstag kannst Du mit den Suabeu abreifen. Ich bleibe bis Sonnabend." Arthur streckte die flache Hand gegen ihn aus.Das Geld weise ich an; Du sollst zufrieden sein."

Gleich nach beendigtem Mittagsmahle zog fich Gregor in fein Schlafzimmer zurück, das mit allem Komfort und mtt der geschmackvollste» Eleganz a»S- gestattet war.

Dort stand fein Zyliuderburea», sein vibliothek-

.Dor der Hand wetß ich nur, daß ich auch ver­schwinden will, bis fich die fatale Geschichte tot ge» sprachen hat."

W lcve Geschichte, Gregor."

Nun? Deine Bosheiten, Deine URbesouueu- hesteu, Deine Thorheiten!"

Also meinetwegen, wiederum meinetwegen?"

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18 >icht die meinigen seien Ursache Deiner Flocht." 13»/, ' Gregor erwiderte nichts, tippte aber laut mit seinem

k bpazierstöckchen auf deS Kutschers Schulter uud

Minzen Rudolf an. Deputationen dieser Regimenter ' werden den Leichenfeierlichkeiren beiwohnen. Vom Äniglichen Schlosse weht eine schwarzgelbe Flagge neben der Kaiserstandarte auf Halbmast, ebenso von der österreichisch-ungarischen Botschaft und mehreren Privathäusern, auch von böhmischen Obstkähnen. Alle Fenster des Botschafterpalais sind verhängt. Die dort ausgelegte Kondolenzliste ist bereits mit Hunderten von Unterschriften bedeckt. Die Kaiserin- Witwe Augusta kondolierte persönlich. Ueber die Vertretung des hiesigen Hofes bei den Leichenfeierlich­keiten in Wien fehlt noch eine endgiltige Bestimmung. Möglichenfalls geht der Kaiser selbst noch Wien,

eventuell Prinz Heinrich oder Prinz Albrecht. Petersburger Depeschen melden gerüchtweise, daß

reiner sewichtz eftant!

schrank und sein eiserner GUdschrank in gemütlichster Vereinigung mit dem dekorierten Bette uud einem ix,ft b.qnemen Sopha. Hier weilte Gregor, wenn er allein fein wollte, wenn Geschäfte abzumachen waren. Auch an diesem Tage.geschah dies, jedoch mit einer Rnhelostgkeit und Aufregung, die sein Bruder selten an ihm wahrgeuowmeu. Er schrieb Briefe, sendete den Reitknecht zweimal mit Tele­grammen znr Bahn und empfing telegraphisch Ant­worte», wovon er Arthnr nicht eine Silbe mitteilte. Ju später Abendstunde liefe er nochmals den Sagen anschirren »nd fuhr in höchster Eilfertigkeit fort.

Arthur fand sein Benehmenhöchst lächerlich", suchte fich die Langeweile mtt den beiden Neffen, die eben so aufgelegt zu Thorheiten aller Arten waren wie er, zu vertreibe» und nahm schliefelich das Abend- essen mit Beiden ein, ohne auf den säumigen Papa zu warten. Die beiden Knaben verließen ihn als- danu. Sie wollten »och einen Streifzug durch die wogenden Felder machen, welche im Sonnenbrand von ihnen gemieden wurden. Die Sonne war unter« uegangen. Die milde Dämmerung des Sommertages hätte wohl noch keine Beleuchtung der Verauda nötig gemacht, allein die Dienerschaft wußte schon ans Erfahrung, daß Gregor eS nicht liebte, von seinen Gewohnheiten etwas zu entbehre». Die Lampen wurde» also angezündet »nd sendete» ihren Glanz durch die stille, einfache Flur.

9. Kapitel.

Arthur nahm Platz tu seine» Bruders Sessel, der vor dem ovale», große» Mitteltisch stand, während vor de» DivanS zu beide» Seite» kleinere Tische placiert waren. Er saß da wie ein Pascha, schläfrig seine Blicke durch die Spiegelscheibe« ans deu Rand de» Horizontes richtend, welcher hinter einer leichten Wolkenschicht noch die gelblichen Reflexe der unter» gegangenen Sonne zeigte. 68 war still ringsum, geisterhaft still. Dem jungen Mann wurde nachge­rade diese Stille und Einsamkeit unheimlich; er

Deutsches Reich.

1 Berlin, 31. Jan. Eine kaiserliche Kabinetts- -bre an das Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regirnent ®r. 2 und das 2. Brandenburgische Ulanen-Regiment mr. 11 (Chef Kronprinz Rudolf von Oester- H '"ich) ordnet eine achttägige Trauer für den Kron-

«rscheiM täglich außer en Werktagen nach donn- und Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d Matte»

Feiertagen. Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Expe- sowie d. Anuonceu-Bureanx von Haasenstrin und Bögler

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Philisterthum, Basengeträisch, wer hätte dies Hollän« hi» gesucht", sagte Herr Gregor.

Wohin willst Du flüchten?"

sagte laut und herrisch:

Fahre links ab; dort am Wege kannst Du ab« steige» und »ach Haus gehe», ich will uoch nach der

85 Eisenbahn fahren."

1O< kAllein?" fragte Arthur mit unbeschreiblich uase-

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