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waltungsbehörde bestellt, die Genoffenschafr ist vor­her mit ihren Vorschlägen über die Person des zu bestellenden Revisors zu hören. Richtet sich der Vor­schlag auf eine Person, welche von einem Revisions- Verbände als Revisor bestellt ist, so ist dieser zum Revisor zu bestellen.". Zu § 59 wurde der Zusatz­antrag Baumbach zu Alin. 1daß zu den Revisionen der Aufsichtsrat zuzuzrehen ist", und zu Alin. 2 der Zusatzantrag von Huene:der Revisor hat außerdem alljährlich einen Generalbericht über seine Thätigkeit der höheren Verwaltungsbehörde ,einzureichen" an­genommen. § 60 wurde in der Fassung -der Re­gierungsvorlage:der Reichskanzler ist ermächtigt, allgemeine Anweisungen zu erlassen, nach welchem die Revisionsberichte anzufertigen sind" angenommen. Die Wahlprüfungskommission beschloß dio^Be- anstandung der Wahl des Abgeordneten Wesbky- Breslau, deren Prüfung vom Plenum des Reichs­tages an sie zurückverwiesen worden war; nachdem die Kommission die Gültigkeit der Wahl beantragt hatte. Die Petitionskommiffion hat beschlossen, über die Petition des Aerztevereins betreffs der Geheimmittelfrage dem Plenum Bericht zu erstatten; mit dem Anträge, die Petition.dem Reichskanzler zur Kenntnißnahme zu überweisen.

Marburg,

Freitag, 1. Februar 1889.

nebst Kreisblatt für dir Kreise Marburg und Kirchhai« und

Illustriertes Sonntagsblatt sämtliche Postanstalten, unsere Agentur in Kirchhain, sowie für hiesige Stadt -un­sere Expedition entgegen.

Soweit der Vorrat reicht wird der Wand- und Schreibkalender für 1889 fcen Bestellungen beigegeben werden.

Die Exped. der Oberh. Zeitung.

der französischen Republik durch die Wahl in Paris keineswegs infrage gestellt. Man lehnt durchaus eine tragische Betrachtung der dortigen Vorgänge ab. Die Aussichten des europäischen Friedens s werden fortwährend als in hohem Grade befrie­digend betrachtet. Die Marokkanische Gesandtschaft, welcher im Auftrage des Kaisers Graf Lüttichau, Gras Kanitz und Geheimrat Kanzki bis Bremer- L Hafen entgegengefahren waren, traf heute vormittag i 9 Uhr Hierselbst ein und stieg, durch bereitstehende 1 Hofwagen vom Bahnhofe abgeholt, im Hotel Kaiser- l Hof ab. Die X. Kommission des Abgeordneten­hauses beriet gestern unter Vorsitz des Abgeordneten Seyffardt - Magdeburg das Volksschullasten - Gesetz.

Deutsches Leich.

Berlin, 30. Jan. Die auf heute abend bei den Majestäten angesetzte musikalische Unterhaltung ist wegen des Ablebens des Kronprinzen von Öster­reich abgesagt. TieRat.-Ztg." sagt: In den hiesigen leitenden Kreisen schreibt man der Wahl Boulongers keine besondere Tragweite zu und hält auch die politische Lage dadurch in keiner Weise für geändert. ' Namentlich hält man die Lebenskraft

lief o lange , bedarf

-Palll- r Fall. ) dieses it, liegt achdem e Heil» im all- ll. Sie davon I sowol Nieder. «°vs-, Seiten* ist ver- it Ein- e Preis ht auch an hüte nungen nit der orrätig Haupt» mberg. Zimsch: stadt.

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg M Kirchhain

Expedition Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Ioh. Ang. Soch.

Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn» und Feiertagen. Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe­dition 2*4 Ml., bei den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exll. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Ma.. Reklamen für die Rette 25 Pfg.

Austaud.

Wien, 30. Jan. Von dem Jagdschlösse Meier- ling bei Baden, wohin sich der Kronprinz Erz­herzog Rudolf vorgestern abend zu einem Jagd­aus stuge begeben hatte, trifft soeben die tief erschütternde Nachricht ein, daß Seine Kaiserliche Hoheit eines plötzlichen Todes, wahrscheinlich infolge eines Schlag­anfalls, heute früh 8 Uhr, gestorben ist. Den österreichisch-ungarischen Kaiserstaat hat unvorherge­sehen hiermit ein schwerer Schicksalsschlag betroffen. Wie Oesterreich-Ungarn an den schweren Heim­suchungen, die das Deutsche Reich im vergangenen Jahre trafen, aufs herzlichste teilnahm, so wird das so unerwartet über dessen Bundesgenoffen herein- gebrochene Unglück auch bei dem deutschen Volke die schmerzlichste Erregung verursachen. Beide trauern um den Verlust eines Prinzen, in dem sie die hoffnungsvolle Gewähr einer glücklichen Zukunft erblicken durften; wir trauern um das von neuem fchwergeprüfte Kaiserhaus, dem nach so manchem schweren Kummer nun auch diese schwerste Heimsuchung nicht erspart geblieben ist. Das,, österreichische Kaiserpaar hat seine älteste Tochter, die Erzherzogin Sophie, schon frühzeitig verloren; seinen Bruder Maximilian hat Kaiser Franz Josef in Mexiko unter feindlichen

Anstalt, sich mit ihrer Handarbeit auf die Bank zu die vor dem Hause unter den Fenstern stand.

Plötzlich gab sie iudeß diesen Vorsatz auf, rief, von einem nnerklärlichen Bangen erfaßt, ihre kleinen Mädchen herbei xnb ging mit ihnen ins Wohnzimmer, sie begriff selbst ihre Stimmung nicht. Die Ent- fernang ihres Gatten hatte noch niemals ein Grauen vor m Alleinsein erweckt, und in diesem Augenblicke, wo die Sonnenstrahlen Licht und Leben überall schufen, erfaßte es fie so fünf, daß sie sogar de» beiden Kindern gebot, bet ihr zu bleiben.

Schon wuchs ihr Mut wieder, schon wollte sie fich verlachen mit ihrem abergläubischen Ahnuugsver- mögeu, als fie in die Lichtung, worin das Forst­haus lag, eine Equipage etnbtegen sah. Es war ein Geführt, wie es hier in der Gegend nicht Sitte war. Sie konnte keinen Augenblick in Zweifel sein, w-r die beiden Herren waren, die mit dem Pomp städtischer Eleganz, im Fond des Wagens zuruckge- lehnt, mit ihrem glänzend galounierten Kutscher ortskundig daher gefahren kamen.

Im Nu erhob fie fich vom Fenster, erfaßte fie ne Händchen der Kinder und begab fich mit ihnen ns Nebenzimmer, wohin der forschende Blick nicht dringen konnte.

Sie rief den Jägerburscheu zu, daß ein Wagen mit Besuch nähere; er solle den Ankommenden die Abwesenheit seines Herrn melden.

Zwei Minuten später stand der Jägerbnrsche mit etwas verdutzten Mienen vor seiner Herrin, zwei Karten in der Hand, die er steif ihr eutgegenhielt. , -Die Herren wollen der Fran Forstmetsteriu einen Besuch machen, fie [offen fich hiermit anmelben', agte er, unbeholfen lächelub.

-Gehe hinaus', befahl Frau Hedwig,erkläre de» Herren höflich, daß ich nicht zu sprechen sei. Verstehst Dn, Frau,, ich bin nicht zu sprechen.' r Bursche ging; fie hörte gleich darauf ein schadenfrohes Lachen, dem die ttrnt gesprochenen

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d Blattes

sowie d. Annoncen-Bureanx von Haasenstein und Bögler

XXIV- Jahrgang.

Dauben.Co.in Frankfurt a.«., Berlin, Hannover.Paris.

läge beließ den vorjährigen Betrog von 150 Mk.), gemäß den Anträgen der Abgeordneten v. Oertzen- Jütcrbogk (fort;.) und Dr. Brüel mit 8 gegen 4 Stimmen festgesetzt. Es wurde sodann ein Antrag des Abg. Halberstadt (bfr.), anstelle des Artikels II. eine das Schulgeld generell ausschließende Bestim­mung aufzunchmcn, abgelehnt, dagegen ein Antrag des Abg. Melbeck, das nach dem 1. April 1889 noch zulässige Schulgeld von den Kreis- resp. Be­zirksausschüssen erneut feststellen zu lassen, an­genommen.

Aus den KomMissionssitzungen des Reichs­tags: Die Kommission für die Alters- und Jnvali- ditätsversicherung hat, wie bereits gemeldet, prinzi­piell den Reichszuschuß fangenommen, aber nicht in der Form des § 14 des Entwurfes, nach welchem das Reich bekanntlich em Drittel zahlen soll; es bleibt vielmehr die Bemessung der Höhe nnb die Art der Berlheilung des Reichszuschuffes der Be­schlußfassung bei den folgenden Paraphen Vorbe­halten, welche von den Beiträgen der Arbeitgeber und der Arbeiter handeln und zu denen eine Reihe von Anträgen vorliegen. Die Kommission des Reichstages für das Genosienfchastsgesetz berieth den Abschnitt über die Revision. Im § 49 wurde ein­geschaltet, daß der Revffor ein Sachverständiger sein müsse. § 50 wurde mit der Aendcrung angenommen, daß dem Revisionsverband das Recht verliehen ist, den Revisor zu bestellen, während die Regierungs­vorlage sagte, daß das Recht verliehen werden kann. Zu § 52 wurde folgender Zusatz beschlossen:Der Inhalt des Statuts muß erkennen lassen, daß der Verband im Stande ist, der Revisionspflicht zu ge­nügen." Zu einer längeren Debatte gab § 56, An­gabe der Fälle, in denen dem Verband das Recht zur Bestellung des Revisors entzogen werden kann, Veranlassung. Schließlich wurde der Paragraph an­genommen, nachdem auf Antrag v. Huene die Nr. 2 gestrichen war, welche das bclr. Recht entzieht,' wenn den auf Grund des § 55 erlassenen Verfügungen keine Folge gegeben wird. Leber den § 57, in welchem bestimmt wird, welche Behörde den Revisor zu ernennen hat nach der Regierungsvorlage soll es das Gericht sein und zu welchem eine An­zahl Zusatz- und Abänderungsanträge vorliegen, ent­spann sich ebenfalls eine längere Diskussion. Der Paragraph, wurde schließlich m folgender, von den Abgeordneten v. Huene bezw. Enneccerus vorge­schlagenen Formulirung genehmigt:Für Genossen­schaften, welche einem Revisionsverbande nicht ange­hören, wird der Revisor durch die höhere Ver-

3m glänzenden Lichtmeer lag Wald und Flnr, alles regte fich, alles lebte in nen erwachender Lebenslust dein Tage entgegen. Auf dem Rasen- Platze vor dem Forsthanse tummelten sich die kleinen Töchter des Forstmeisters umher, jagten nnb sprangen mit bem Hunde Tiras um bie Wette unb scheuten bacn mit respektvollem Staunen zu, wie Franz, ber Jägerbursche, bes Papa's schönes Reitpferb striegelte wie er es alsbaun mit der prächtig gestickten Schabracke beckte unb cS vollenbS fertig zäumte nnb sattelte. Enbltch trat auch ihr Papa au» bem Hause; jetzt erreichte ihr Staunen ben höchsten Grab. Der Papa erschien ihnen in ber reich verzierten Staatsuniform ganz aubers wie sonst.

,Hent' ist Papa ein Walbkönig, Mama!' rief Cilli in ihrer Exaltation. Alle lachten.

»Das ist Dein Papa immer", versetzte treuherzig bei Jägerbusche, inbem er bas Pferd feinem Herrn vorführte. Dieser faßte bie Zügel unb wollte fich überzeugen, eb alles gehörig in Ordnung sei.

»Hole mir meine neue Vogelflinte, Franz", befahl er, .geloben hab' ich fie schon.'

.Warum willst Du nicht ohne Gewehr retten, Oswalds" fragte Fron Hedwig halb scherzend, halb unmutig, ,znm Diner pflegt man doch keine Schieß­waffen mitzubringen.'

.Man kann nicht wiffen, wozu ich e» gebrauchen muß", antwortete bet Forstmeister. Er küßte seine Fran, rief ben kleinen Töchtern ein .Adieu' zu nnb schwang sich anss Pferb. Dann erst hing er bte kleine, sehr elegante Flinte über bie Achsel, nickte nochmals, setzte sein Pferd langsam in Bewegung nnb ließ ihm bann die Zügel schießen.

Fran Hedwig sah ihm nach, so lange fie ihn zwischen dem Gebüsche unterscheiden konnte. Wie er dahin ritt in der stolzen, festen Haltung, die ihn auSzeichnete, schwvll ihr Herz hoch auf vor innerer Glückseligkeit. DaS war eS ja eben, wa» fie unwider­stehlich feffelte, woS fie ihm geistig unterthon machte, die» Edle, Männliche seiner Erscheinung. Sie traf

Bestellungen für die Monate Februar und März nehmen auf die

Otertzefsische Zeitung

; Kugeln fallen sehen müssen; nun verliert dos kaiser- 1 licbe Paar in dem Kronprinzen den einzigen Sohn, noch ehe demselben ein junger Erbe beschielen ge- luesen ist. Kronprinz Rudolf war am 1 21. August 1858 geboren als das dritte Kind der - kaiserlichen Familie, welchem die Erzherzoginnen 1 Sophie und Gisela vorangegangen waren. Er genoß eine strenge und sorgfältige Erziehung und 1 machte bei seinen großen natürlichen Geistesgaben t schnelle Fortschritte in Sprachen und Wissenschaften, : bon welchen er alljährlich durch öffentliche Prüfungen : Zeugnis ablegte. Sein besonderes Interesse erregten die Naturwissenschaften, welchen er Vas eifrigste 1 Studium widmete, die ihn auch auf weiten Forschungs­reifen im Orient leiteten. Die Resultate seiner

: naturkundlichen Forschungen sind in mehreren Schriften niedergelegt. In den letzten Jahren trat er an bie Spitze eines großartigen Unternehmens, welches bie hervorragenbsten Gelehrten ber Erd- unb Völker­kunde , der Sprach- und Naturforschung aus der ganzen Monarchie vereinigte, um in bem Werke Oesterreich - Ungarn in Wort und Bild" eine er­schöpfende Schilderung des Kaiserstaates, feiner mannichfaltigen Länder und vielsprachigen Völker niederzulegen. Auch bei sonstigen Gelegen­heiten erregte ber Kronprinz durch fein warmes Interesse für alle Bestrebungen der Wiffenschaften, der Kunst und Gewerbthätigkett, sowie durch Ansprachen, die von einem aufgeklärten, lebhaften Geiste zeugten, nicht geringes Aussehen. Auch auf militärischem Gebiete wußte Kronprinz Rudolf sich auszuzeichnen. Der Kaisersohn avan­cierte natürlich, schneller, als sonst der bevorzugteste Offizier, und so war er schon in jungen Jahren in Wien Divisions-Kommandeur geworden. Allein bei den Feldmanövern erregte fein schneller Blick im Erkennen und Benutzen der Fehler auf feindlicher Seite nicht geringe Ueberraschung; ber Kaiser konnte ihm unbedenklich das Kommando des 2. Armeekorps anvertrauen. In der preußischen Armee war Kron­prinz Rudolf Ches des 2. Brandenburgischen Ulanen- Regiments Nr. 11, in ber russischen Chef des Ssewskischen Infanterie-Regiments Nr. 34, in ber bayerischen Inhaber des 2. schweren Reiter - Regi­ments. So war ber junge Erzherzog in jeder Beziehung ber Stolz unb die Hoffnung der Mo­narchie, bie eines kräftigen Herrschers auf dem Throne in ber Zukunst dringender wie je bedarf. Am 10. Mai 1881 verheiratete sich Kronprinz Rudolf mit Stephanie, der Tochter des Königs der Belgier, einer ber schönsten unb stattlichsten Er-

Worte folgten.Die schöne Fran fürchtet fich vor bem Namen Arthur von Schweitzer!"

Der Wagen rollte toieber fort. Frau Hebwig atmete auf. Wie gut, baß sie nicht vor bem Hause gesessen halte, eine Begegnung widerwärtiger Art war daun unvermeidlich ein Entrinnen ganz unmöglich. Sie gestand sich zu, an die Möglichkeit diese» Besuches gedacht zu haben.

Der Wagen rollte fort xnb seine Insassen ver­hielten fich anfangs schweigsam.

Also abgemiefen", begann Herr Gregor unfreund­lichen Tones, als fie das freie Feld erreicht hatten, abgemiefen in aller Form, ein Beweis, daß man unsere Annäherung hindern will.'

Oder abgemiefen an» Rücksicht auf de» Mannes Eifersucht', entgegnete Arthur, sich schaden- froh die Hände reibend. Der Kutscher Christi« spitzte feine Ohren.

»Es fängt an, hier ungemütlich zu werden, Arthur." Was läßt sich hier ander» erwarten. Wir habe« versucht, eiuzulenken*

»Zu spät', fiel Gregor ein.Deine Albern­heiten haben nn» den Weg verrannt.'

Womit sollt' ich mich sonst amüstereu; es ist Deine Schuld, Gregor. Ich habe die fürchterlichste Langeweile, deshalb neckte ich die Fasanen. Daß ein Pferd Platanen frißt, habe ich selbst nicht ge­wußt. Amtmann Bunsen hat mir schon die Leviten gelesen; ich habe zu seinen Drohungen gelacht. Wo» kann mir ein alter, abgestandener Markgraf wohl thun? Pah!'

Herr von Bunsen hat Dich gewarnt, also hüte Dich! Wir müssen versuchen, da» gestörte Einver­nehmen wieder herznstellen, da mir Simrok meinen Vorschlag,den Tausch rückgängig zu machen', rundweg abgeschlagen hat.'

Dacht'S wohl. E» war ein thörichter Einfall vvn Dir, hier den Ritter spielen zu wollen. Wie bist Du nur dazu gekommen?'

Ich bin Deinetwegen darauf eingegangen.*

L Frau Hedwig lachte hell auf bei der Wieder­holung ihrer eben gebrauchten Worte, womit sie ihre l Beichte geschlossen. Es war ihr dies bas sicherste Zeichen von dem Eindrücke, den dieselbe auf den i ernsten Gatten gemacht. Die Ruhe ihres Gemüts war nach der Eröffnung desgrausigen" Geheim­nisses vollständig wieder hergestellt, und ber Froh­sinn thronte unverkümmert auf ihrer Stirn.

8. Kapitel.

Am nächsten Morgen rüstete sich ber Forstmeister schon frühzeitig zu seinem Besuche auf Schloß Baben­berg. Er üetbanb mit bemfeiben jebe» Mal bie Stündliche Revision der dortigen Waldungen und hatte sich für diesen Tag noch die besondere Pflicht anferlegt, die Archive im Schlöffe nach den alten Privilegien de» Stammes Babenberg zu durchstöbern, uw gegen die lächerlich unbesonnenen Streiche, welche °ie Herrschaft beschädigten, gewaffnet zu fein. Er «ltte fich fest vorgenommen, scharf vorzugehen, damit Herrn Arthur seine Amüsement» verleidet würden, und er wußte, die Mittel dazu standen ihm zu @e> dote. Nach der erlangten Kenntnis diese» EharakterS u>ar Nachsicht nicht angemenbet, also Position ge­kommen, wie e» fich gebührte.

leistende jährliche Beitrag zu bem Diensteinkommen ber Lehrer an ben Volksschulen für die Stelle 1) eines alleinstehenden, sowie eines ersten ordent­lichen Lehrers auf 450 Mark (Regierungsvorschlag 500 Mk.), 2) eines anderen ordentlichen Lehrers auf 350 Mk. (Regierungsvorlage 300 Mk), 3) einer ordentlichen Lehrerin 250 Mk. (die Regierungsvor-

sNachdrnck betboten.]

Iw Sturm der Eifersucht.

Roman von Ernst Fritze.

(Fortsetzung.)

, Stimm die Sache nicht zu leicht, Oswald", warnte s Frau Hedwig in wiedergewonnener Heiterkeit mit bem kleinen Finger auf des Mannes Stirn tippend, toenn Herr Arthur an Bosheit und Unverschämtheit »genommen hat wir an Körperlänge, so ist Manches von ihm zu erwarten."

Wir werden auch Mittel und Wege finden, ihn ein eoMilimn abeundi unterzeichnen zu taffen, um ihn alsdann nach ber geringsten Ausschreitungmit emittierter Rechnung" schleunigst nach Hause zu schicken."

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