Einzelbild herunterladen
 

Illustriertes Sonntagsblatt.

M 24

Daube n.

er:

mar.

[617

iettiit

rraße

iche Opfer bringe. Bei der Vorlage handle es sich indes um Interessen, welche die ganze Nation wd alle zivilisierten Völker berühren. Zum Kom-

misiarius sei der Hauptmann Wißmann, der beste Kenner der ostafrikanischen Verhältnisse, bestimmt. Derselbe werde wohl bald einen amtlichen Bericht

1889.

»d:

dem dort

»«ar werde Schlag starke

1889. er.

1889.

über die Sachlage in Ostafrika uns zu erstatten in ter Lage sein. Es empfehle sich die schnelle Er­ledigung der Vorlage, deren Annahme auch zur Ent- bstung unserer Marine dringend geboten sei.

1885.

^cht.

Star. [61i

henden Hach« iensta, n dm meinte Nchen-

1888.

»dr

sollen -Wald ichten- Länge mesicr, langen

«mar, sollen mwald, Eichev- ze, 2G 68 fm, bietend

Verhütung der Einfuhr desjenigen Materials, näm­lich Waffen und Munition, durch welches die Sklaven­jagden erst ermöglicht würden, sei hier der geeig­netste Punkt. Dem Sultan von Zanzibar sei die jetzige Bewegung über den Kopf gewachsen; die große Masse der Aufständischen stehe rat Dienste der Araber. Aber trotz der großen Übermacht, die sie repräsentieren, sei ein Erfolg für uns nicht aus­geschloffen. Er persönlich habe volles Vertrauen zu der Ausführung des Unternehmens, das er selbst entworfen habe. Mit Nachgiebigkeit und Geschenken könnten die dort vorhandenen Schwierigkeiten wohl aufgehalten werden, aber auf die Dauer ließen sich nur durch Anwendung von Gewalt beseitigen. Der Handel mit berauschenden Getränken sei in Ostafrika gleich Null. Die sehr fruchtbaren deutsch - ostafri­kanischen Besitzungen eignen sich ganz vorzüglich zur Plantagenwirtschaft. Das dortige Klima sei keines- wtgs dem Europäer in hohem Grade gefährlich. Er habe seit 1882 mit kurzen Unterbrechungen auf dem afrikanischen Kontinent zugebracht und erfreue sich trotzdem einer guten Gesundheit, was er er­freulicherweise auch von dem größten Teile seiner Begleitung konstatieren könne. Er sei der festen Überzeugung, daß die für Ostafrika aufgewendeten Mincl für Deutschland nicht verloren sein werden. Die jetzige Bewegung sei eine unabweisbare gewesen, nachdem der Araber eingesehen, daß er den Kampf ums Dasein gegen die Europäer führen müsse. Es sei gar nicht nötig, nach dem Sündenbock zu suchen, wer die Schuld an dieser Bewegung trage, das wichtigste sei, so schnell als möglich Abhülfe zu schaffen. (Beifall.)

Abg. Dr. Bamberger betont, daß es auch heute noch nicht entschieden sei, ob der Kolonialbesitz für eine europäische Macht überhaupt nützlich sei. Er halte daran fest, daß die ganze Kolonialpolitik nicht das Opfer an Geld und Menschen wert sei, was dafür aufgewendet werde. Die ostafrikanische Gesellschaft sei nicht qualifiziert, die von ihr über­nommenen Aufgaben zu erfüllen. Zum Zeugnis dcffen berufe er sich auf den Herrn Reichskanzler selbst (Weißbuch) sowie auf die Thatsachen; die Mißer- wlge der ostafrikanischen Gesellschaft aber hätten durch kluge Mäßigung vermieden werden können. Auch kaufmännisch habe sich die ostafrikanische Gesell- chaft nicht bewährt. Er habe es stets für einen Fehler gehalten, daß man der ostafrikanischen Kom­pagnie den Schutzbrtef und die Korporationsrechte verliehen habe, auch sei es ein Fehler gewesen, daß unser Generalkonsul im Namen der Gesellschaft den

Genau weiß ich es nicht. Mir gefiel der schöne Wagen mehr auf als seine Insassen."

Und heute begegnete Dir die Dame allein? Ist sie jung?"

Sehr jung und sehr elegant und sehr moder«. Sie sagte allerdings freundlich: Guten Morgen, Kleine! wachte wir iudeß nur eine stumme, leichte Verbeugung und schlüpfte eilig an uns vorüber."

Und der junge Herr im Wagen?" fragte Hedwig, wer kann das sein? Hast Dn ihn früher niemals gesehen ?"

Niemals. Möglicherweise können sie alle Beide aus der hiesigen Gegend sein, haben jedoch weder Morgenspaziergäuge, noch Morgeufahrten am Walde unternommen und find mir deswegen unbekannt ge» blieben. Wir leben so zurückgezogen, daß wir die sogenannten Sommergäste hier gar nicht kennen, ja, noch mehr, selbst nicht 'mal den Name» der neuen Besitzers von Altenbek wtffeu wir", schloß er mit einem bitter» Rückblick auf das vorige Gesprächsthema. Aber Geduld, morgen weiß ich ihn, und morgen geht mein Bericht an Erlaucht, dem mein mündlicher Vortrag in den nächsten Tage» folge» wird."

Was bezweckst Da eigentlich, Oswald?" fragte Frau Hedwig ernstbafter.

Was ich bezwecke?" wiederholte Starkloff, über­rascht vou dieser Frage.

Willst Du ein gerichtliches Verfahren wegen der vorliegenden, mutwilligen Beschädigungen Hervor­rufen?" fragte Fran Hedwig wester.

Nein! Darüber kann der Graf entscheiden, nachdem ich persönlich meinen Bericht ergänzt habe. Vorläufig habe ich nur die Vernichtung der Platanen durch böslichen Mutwillen zu melden, und da mtt diesen Platanen eine Wette in Verbindung steht, so hoffe ich eine» Zorn in Erlaucht zu erregen, der ihn zu weiteren Maßregeln ansporaeu soll."

(Fortsetzung folgt.)

Ifl. erksa«!, .ander

Morgens erquickender Schatten ist."

Bon wo kommt sie?"

Bon der Seite, wo Ortauhof liegt."

Wohin geht fie? Kehrt sie nm? Marschiert sie wieder zurück?" setzte Fra« Hedwig ihr scherzhaftes Verhör fort. Starkloff saun ein wenig nach.

Ich glaube beinah, mit diesen Spaziergänge» stehe» die Morgeufahrten eines jungen, stattlichen Herrn in Verbindung, der stets zur selben Zeit ganz langsam auf der Fahrstraße vou der Eisenbahn da­herkommt. Mindestens glaube ich, einmal gesehen zu habeu, daß die Dame aufstieg, und das elegante Gefährt, das der stattliche Herr selbst lenkte, sich alsdann pfeilgeschwind hinter dem Walde verlor.

wie Zanzibar in voller Einigung befinden, die wir auch zu erhalten fest entschloffen seien. Kommissions­beratung der Vorlage halte er im Interesse der Beschleunigung der Sache nicht für angezeigt, zudem könnte in der Kommission auch nur das gesagt werden, was im Plenum seitens der Regierung mitzuteilen sei. Der Reichskanzler beleuchtet dann das Verhalten der Opposition, welche sich auch dem Willen der Mehrheit der Natton nicht unterzuordnen vermöge. Er, als Minister, habe dies wohl unter Umständen thun muffen, als die Majorität des Landes einer seiner Meinung nach verderblichen Richtung huldigte; in einer Frage aber, wo es sich nur um 2 Millionen handle, müsse man sich dem Willen der großen Mehrheit unterwerfen. Er selbst sei kein Kolonialmensch, aber der Druck der großen Mehrheit der Nation gerade habe ihn dazu bestimmt, in dieser Frage zu kapitulieren, und der Abg. Bam­berger habe auch nicht einmal die Berechtigung wie er (der Reichskanzler), auf Grund feiner sechsund­zwanzigjährigen Erfahrung für sich, dem ganzen Lande Opposition zu machen (Zustimmung). Finde man, daß für die Forderung der Regierung kein Bedürfnis vorhanden, nun, so habe er sich geirrt ; er sei weit davon entfernt, seine persönliche Neigung zur Geltung bringen zu wollen, er ordne sich der Mehrheit der Nation in dieser Frage unter, so lange er sich an seiner Stelle befinde. Der Reichs­kanzler betont ferner die große Wichtigkeit des qn. Küstenbesitzes für Deutschland wie überhaupt für die Zivilisation, da dadurch das Reich in die Lage gesetzt würde, sich mit den übrigen zivilisierten Nationen den Kulturaufgaben auf dem afrikanischen Kontinent zuzuwenden. Selbstverständlich dürfe man von Kolonien nicht in drei Wochen ober auch in drei Jahren glänzende Resultate erwarten. Wer das erwarte, möge vielleicht gute Reden halten können, verstehe aber von der Sache nichts. Der Reichs­kanzler schildert im weiteren die Vorteile, welche in volkswirtschaftlicher Beziehung aus diesem Besitz für das Reich erwachsen müßten, wenn auch nur ein geringer Teil kolonialer Bedarfsartikel unter dem sicheren Schutze Deutschlands erzeugt würde. Die ostafrikanische Gesellschaft, das einzige Organ, deffen wir uns in Ostasrika bedienten, müsse in ihrem Besitze geschützt und erhalten werden. Der Reichs­kanzler schließt, indem er den Wunsch nach Be­schleunigung der Vorlage wiederholt, mit der Hoff­nung, daß der Reichstag die Vorlage mit großer Majorität annehmen werde. (Bravo.)

Regierungskommiffar Hauptmann Wißmann

Er wehrte sich mit komischem Ernst.Ich weiß nichts, kann nichts sagen und gestehen, als daß die junge Dame ihren Morgenspaziergang auf schmale» Pfade macht, wahrscheinlich weil

hdf* «igl ter# [61» tfl«

heute, Anny, heute habe ich die Waldfee gesehen, ja, gewiß, Anny, die Waldfee hab' ich gesehen."

Klein-Annchen sperrte ängstlich ihre Auge» nnd ihren Mund auf.

.Gewiß", beteuerte Cilli nochmals,die Waldfee hatte goldene Haare und eine goldene Krone auf dem Kopfe; fie hatte ein Kleid an wie der Himmel so blan, hatte wächserne Arme und Hände wie unsere große Puppe und tn den Augen zwei Kornblumen, und die bewegte sie gerade wie zwei Augen; und fie trxg ein Hut in der Hand, der hatte auch einen Kornblumenkranz, und die Waldfee konnte sprechen, und sie sagte: Guten Morgen, Kleine. War die 'mal schön, Aennchen!"

.Ach, ach, schöner als unsere, Cilli?" fragte das kleine, dumme Aennchen eifrig.

.Was denkst Du? Viel, viel schöner"

.Schöner als unsere Mama, Cilli?" Eine Se­kunde zögerte die kleine Erzählerin, dann entschied sie: .Weit schöner, weit schöner, Anny, so schön wie gemalt."

Jetzt lachte der Forstmeister hell adf, umfaßte seine Frau und küßte sie herzlich auf de» schmollen, den Mund, als fie flüsterte: .Nun hör' mal, was »user Lügenmaul da vorbringt. Meine Actieu scheinen zu fallen, selbst unsere Aelteste stellt mich zurück gegen ihre Waldfee."

Gelogen hat fie dieSmals nicht, Hedwig, sogar kaum übertrieben, sonder» nur nach ihrer beliebten Manier das Register der Waldgeister gezogen."

Wie versteh' ich das, Oswald ?" fragte die junge Fran, aufmerksam weidend.

Wir find allerdings heute Morgen einer Dame begegnet, die ich von fern schon häufig ans dem schmalen Wege zwischen de» Kornfeldern und dem Waldgehege habe gehen sehen."

.Und daS erfahre ich ganz beiläufig? Wer ist eS? Woher kommt fie? Wohin geht fie?"

Darüber kann ich keine Auskunft geben", ant­wortete Starkloff treuherzig, bisher habe ich die

tret. Bahn- Kirch, brauch weift; rooju »erben, en im

Mt, solle» lwald, tthal: -10 l dick, : für 115

17 r» )urch

kann

»en.

SSchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg md Kirchhain

Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Sßerlag von Kotz. leg.

.Das verliert sich, Hedwig, das hört von selbst *®f, wenn die Kiuderzeit mit ihrer Märcheusucht tötüber ist. Was erzählt fie denn?"

H Beide Griten richteten aufmerksam Auge und Ohr «ach dem offensteheuden Nebenzimmer, woraus tös liebliche Kindergeschwätz herüber drang. Die tönen Mädchen hatten Kornblumenkränze in den Hsmdchen, die fie mit all dem Entzücken kindlicher Melkest sich gegenseitig ans die Köpfe drückten.

.Ja, stehst Du, Anny", plauderte Cilli dabei, »diese schöne» blaue» Blumen haben die guten Wald- S'Jfttr ins Kornfeld gesäet, damit eS schön anSfieht, «d damst wir Kränze davon winden tonnen. Und

Regierungs-Kommissar Hauptmann Wißmann -Uilich während dessen Rede um 11V, Uhr, Reichskanzler

fürst v. Bismarck in den Saal tritt) legt dar, daß die ostafrikanische Küste bei Zanzibar überhaupt die wichtigste auf dem afrikanischen Kontinent sei Pw Bekämpfung des Sklavenhandels. Hier lägen iejenigen Ortschaften, tu denen die großen Händler, Araber und Indier, wohnen, welche die aus dem Innern kommenden Sklaven kaufen und für den Weiterverkauf bereit holten. Aber nicht allein zur Überwachung des Sklavenhandels, sondern auch zur

1889. langen, daß sie noch über diejenige Jnteresicn- jphäre hinaus, für welche sie gegründet fei, erhcb-

Vertrag mit dem Sultan abgeschlossen habe. Jetzt sollten neben der Blockade noch Landtruppen ge­schaffen werden. Die Bewilligung der geforderten ersten 2 Millionen würde zu den allerbedenklichsien Konsequenzen führen. Wir stünden zweifellos am Anfang eines großen politischen Fehlers, gegen den seine politischen Freunde protestierten.

Regierungskommissar Hauptmann Wißmann konstatiert gegenüber den bezüglichen Bemerkungen des Vorredners, daß die Verhältnisse in Ostafrika ganz andere seien als diejenigen in Maffauah, Tonkin und Mexiko. Im übrigen habe er allerdings keinen Sieg prophezeit, doch seine feste Neberzeugnng von einem solchen ausgesprochen. Der Geist der Unent- schloffenheit und Zaghaftigkeit, der von dem Vor­redner auszngehen scheine, sei ihm allerdings nicht eigen. (Beifall.)

Abg. Dr. Windthorst (Zentr.) erkennt an, daß die gegenwärtige Vorlage für Deutschland sehr bedeutungsvoll werden könne. Er und seine Freunde beantragten die Verweisung derselben an eine Kom­mission von 21 Mitgliedern. Sie thäten das nicht, um die Vorlage abzulehnen, fie wünschten vielmehr mit der Regierung gemeinsam zu handeln. Gegen­wärtig handle es sich um die Frage, ob die Vorlage sich mit dem Beschluß des Reichstages vom 14. De­zember v. I. decke. Der Reichstagsbeschluß sei zu­nächst geographisch weiter gegangen als die Vorlage; dann enthielt jener auch die Aufforderung zu einem gemeinsamen Vorgehen mit anderen Ländern auf­grund eines gemeinschaftlichen Planes. Dieser letztere Plan sei von der Regierung ganz unerwähnt gelassen. Der Beschluß vom 14. Dezember beschränkte sich andererseits auf die Frage der Unterdrückung der Sllaverei, die Kolonialfrage sei von demselben un­berührt geblieben. Die Vorlage verlange ein großes Vertrauensvotum; es sollten entgegen dem konsti­tutionellen Brauch zwei Millionen bewilligt werden, ohne daß für diese Bewilligung ein fester Boden vorhanden wäre. Er sei indeß bereit, die Bewil­ligung auszusprechen, erwarte aber, daß der Reichs­kanzler den weiteren Verlauf der Dinge sorgfältig überwache, wie er überhaupt die Verantwortlichkeit dafür voll und ganz dem Herrn Reichskanzler zu- weisen muffe.

Reichskanzler Fürst von Bismarck betont be­sonders, daß die Regierung durchaus keinen Schritt auf diesem Gebiete weiter zu gehen gedenke, als sie sich im Einverständnis mit dem Reichstage und der öffentlichen Meinung Deutschlands befinde, und ferner, daß wir uns mit England in Bezug auf Samoa Dame nur vou fern gesehen; heute, wo Ctlli durch­aus Kornblumen pflücken wollte, find wir dicht bei einander vorüber gegangen. Sie hat zwar kein goldenes Haar, aber goldblondes"

.Also ein sogenannter Rotkopf; ich wüßte doch keine Dame in der Nachbarschaft, die totes Haar hätte", sagte Frau Hedwig.

Nein, eS muß eine Fremde fein."

Und schön ist sie?"

Ueberraschend schön", erklärte der Forstmeister ehrlich,von einer Zartheit und Keppigkeit, wie man selten im Verein findet."

Blitzschnell drehte sich Hedwig ganz hemm und schaute mit schelmischem Entsetzen in des Gatte» Augen.Oswald, Du machst mich eifersüchtig! Eine goldrote Dame mit einem Kleide wie ein Stück vom blauen Himmel, mit blauen Augen, mit Wachshänden und Wachsarmen, und das verhehltest Du mir, Bösewiebt?" Sie fuhr ihm mit beiden Händen durchs lockige Haar. Gestehe Deine Sünde», beichte Deine Untreue"

Reichstag.

Berlin, 26. Januar.

(2Z. Sitzung.) Aus der Tagesordnung steht die trfte Beratung des Gesetzentwurfs, betreffend Be- Lmpfung des Sklavenhandels und Schutz der deut­schen Interessen in Ostasrika. Der Gegenstand der Tagesordnung, sowie die sichere Erwartung, daß ler Reichskanzler Fürst von Bismarck persönlich len Verhandlungen beiwohnen werde, hatten wiederum einen sehr großen Andrang zu den Zuhörertribünen les Hauses veranlaßt, so daß nur ein geringer Teil ler Wünsche nach Einlaß befriedigt werden konnte.

Als Kommiffarien sind angemeldet der Geheime Legationsrat Dr. Krauel, sowie der Königlich preußische Hauptmann Wißmann.

Die Debatte wurde eingeleitet durch den Staats­sekretär des Auswärtigen Amtes, Staatsminister Trafen v. Bis'marck, welcher, anknüpfend an die Mm Reichstage beschlossene Resolution, zunächst be- »erkt, daß die von ihm bei der damaligen Debatte hervorgehobenen Gesichtspunkte in der gegenwärtigen Lorlage refp. bereit Begründung festere Gestaltung ^genommen hätten. In bet Sachlage habe sich seit den Verhandlungen vom 14. Dezember v. IS.

innen» -

H ,ux nur einiges geändert, welches aber die Dringlichkeit zu et« kr vorgeschlagenen Maßregeln nur noch erhöhe. Von der Ostafrikanischen Gesellschaft sei nicht zu ver-

meinte: ;nzsigv! lglichip Srunt, arkuüz )H Ul»

Anzeigen numt entgegen Vie Expedition v Blattes sowie d. Ännonan»8uteaut tiro Haasenßein und Bögler ~T- Jahrgang

Co. in Fremkknrt e. 1L, Merlin, Rattneeet. Poris.

Erscheint täglich nutzer an Werktagen nach feomt- und

Feiertagen. Quartal-AdonnernentS-PreiS dei der Sxpe- wlUTviiril»

bition 9*A Ml. dei den BostLmtern 9 $tt 50 $fg. («kl. *>

ff, eÄ,nt Dienstag, 29. Januar 1889

[Nachdruck verboten.)

Im Sturm -er Eifersucht.

Roman von Ernst Fritze.

(Fortsetzung.)

»Böser Othello, laß uns erst prüfen, ob bet Narr Äen Schuß Pulver wert ist", entgegnete die junge Nau leichtherzig.

I» nicht ganz heiterer Stimmung setzte daS Ehe- tear sich nun zum Abendessen nieder. So viel Mühe ßch auch Hedwig gab, das Gespräch auf andere Cegenstäude zu lenke», Starkloff kam immer wieder Mf de» Urheber der letzte» Verdrießlichkeiten zurück M gab zu verstehe», daß er ans keine Weise eine «rchbarschaft ertragen werde, die ihm böswillig der- «ibet sei. Die Nebel des Verdrnffes, einmal auf- Miegeu in des Manms Geist, widerstanden der sonnigen Laune der Frau; fie verdichteten sich eher, ti8 daß sie sich zerstreuten. Schon wollte Frau vedwig, ermüdet von den vergeblichen Bemühungen, Ä sich selbst überlasse», als ihr das Plauder» ihrer töten Kleine» eine Gelegenheit bot, nochmals ihr Heil zu "versuchen.

.Hör' nur, Oswald, was unsere Cilli wieder Wammenlügt. I» der Thal, wir dürfen nicht ge* Uen, daß fie ferner Geschichte» erdenkt; fie ge» tötynt sich sonst zum Lügen."