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Illustriertes SonntagsblM

SxprditiLu Markt 21. Redaktion, Druck und «erlag do« Ioh. L»g. Loch.

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UM roi. Er und der Justizminister Dr. v. Friedberg

i noch ergebenden Erinnerungen genehmigt. Von

^Nachdruck verboten.^

ffenb< Im Sturm der Eifersucht.

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lag fürchtest Du, Oswald!" schrie Frau Hedwig

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Ministeriums, Staatssekretärs des Innern, Bötticher, abgehaltenen Plenarsitzung erteilte der

rat de« Gesetzentwürfen für Elsaß-Lothringen die Erbschaftssteuer und über Grundeigentum, hekenwesen und Notariatsgebühren, dem Ent- eines Gesetzes, betreffend die Feststellung des

(3 i He ü. läd

Roman von Ernst Fritze. (Fortsetzung.)

jährig-Freiwilligen angegriffen, in Oesterreich-Ungarn war man seiner Zeit etwas zu bescheiden in den Anforderungen an die wiffenschaftliche Bildung der Einjährig-Freiwilligen und sucht das nun jetzt durch Verschärfung der Bedingungen für die Osfizier- aspiranten wieder gut zu machen. Auch bei uns sind neuerdings auf dem Verordnungswege Maß­regeln getroffen wordm, welche speziell die früher in Gültigkeit gewesenen Bestimmungen über die Er­langung der Qualifikation zum Reserveoffizier wesent­lich modifizieren, aber das hat mit den Bedingungen zur Erlangung des Einjährig-freiwilligen Reisezeug- niffes nichts zu thun. WaS letzteres betrifft, soweit es durch eine besondere Prüfung erworben werden kann, so ist öfters aus den fortgesetzt in hohem Grade ungünstigen Ergebnissen dieser Prüfungen gefolgert worden, daß in letzteren zu schwere Be­dingungen gestellt würden. Diese Auffaffung wird allerdings scheinbar durch die Thatsache unterstützt, daß häufig 50 und mehr Prozent der Examinanden durchfallen. Dagegen wird ein Blick in die Prüfungsordnung für den Einjährig - freiwilligen» Dienst sofort darüber aufklären, wie die bezüglichen Anforderungen an das Wiflen der Examinanden nichts weniger wie rigoros find. In der deutschen Sprache wird verlangt, daß der Prüfling sich mündlich wie schriftlich auszudrücken versteht, ohne bedeutende grammatikalische oder logische Fehler zu machen. In den fremden Sprachen ist die Wahl gelassen zwischen Lateinischem, Griechischem, Fran- zösichem und Englischem, wobei in zwei dieser Sprachen geprüft wird. In den alten Sprachen genügt die Fähigkeit, einen leichteren Abschnitt aus Julius Cäsar, Lipius, Lenophon zu übersetzen, während in den neueren Sprachen das Verständnis von Werken, wie Charles XII., Vicar of Wake- field u. s. w. genügt. In der Geographie werden Kenntnisse der Hauptsachen der. mathematischen Geographie, allgemeine Kenntnis der einzelnen Welt­teile und nur für Europa, beziehungsweise Deutsch­land, spezielles Wiffen verlangt. In der Geschichte genügt Bekanntschaft mit den wesentlichen That- fachen aus der Geschichte der Hauptkulturvölker und genauere Kenntnis der deutschen Geschichte. In der deutschen Litteratur muß man mit deren Grundzügen bekannt sein, in der Arithmetik sind die Grenzen Gleichungen des ersten Grades, Potenzieren und Radizieren bis zum zweiten Grade, in der Geometrie Kenntnis der Planimetrie bis zum Kreise und aus der Stereometrie die wichtigsten Formeln für die Körperberechnung. In der Physik endlich wird die

schaudernd fort;ich hatte das Kind vergessen in meinet Eifersucht"

Vorwurfsvoll hob Frau Hedwig den Blick zu ihm auf.Oswald! Oswald! was soll ich denn thuu, um diese wilden HerzeuSwallungen zu ersticken."

»Liebe mich, Hebe mich allein auf der Welt, Hedwig, ich fühlte Folterqualen bei dem G-danken, daß noch ein Mensch leben könnte, den Du einst geliebt." '

. Mein armer Oswald", entgegnete Frau Hedwig unaussprechlich gütig,was soll ich nur thuu, um diese innerliche Not zu stillen? Du verbitterst Dir Dein Leben damit, nnd Du quälst auch mich. Wir würden in ungestörmtem Glück leben, hättest Du mehr Vertrauen zu mir."

_ .3<b fühle ja, wie ungerecht ich gegen Dich bin, Hedwig. Rechne mir meine leickt entflammte Eifer, ucht nicht als Mißtrauen an, sondern betrachte sie mehr als eine stete Furcht, Dich eines TageS ver­lieren zu können."

Hedwig schüttelte mit reizendem Läch'In den Kopf. Hure Dich nur, daß ich Dich uicht eines TageS ver- Ueren konnte; von wir hast Dn nichts zu fürchten, Du eifersüchtiger Othello, er fei denn, daß Du gleich -nem barbarischen Mohr in blindem Wahn meinem Leben ein Ende machtest."

Nimmer, nimmer würde ich so nuedel und rach, gierig handeln, lieber würde ich zu sterben wiffeu um Dir Freiheit zu verschaffen, Hedwig."

Und nnfere Kinder?" fragte Fran Hedwig, nach i)em Eopha deutend, wo sich daS zweite Töchterchen Anna eben ganz gemächlich neben die schlafende Älteste $n betten suchte. Beschämt senkte Os-ald die leideuschaftlich flammenden Augen. Er liebte eine Frau heißer, als die Sinder und er gestand sich felber, daß etwas Dämonische« in seiner Liebe lag.

»Ich will mich beffern, Hedwig", sprach er fast »emütig;ich habe heute bei der Möglichkeit, deu Tod meiner »leinen durch Nachlässigkeit herbeige.

Entlastung erteilt. Die in der Übersicht der haben und Einnahmen der Landesverwaltung

Deutsches Leich.

Berlin, 18. Jan. Dem gestrigen Diner bei »Reichskanzler wohnten die Botschafter Prinz ch nd von Schweinitz bei. Reichsgerichts- sident Dr. v. Simfon beabsichtigt nicht zurück-

faeigen mnmi entgegen die Expeditim, d. Waites s-M« kjfanoncen4fce<nq; von Haasenstein und »ogler in Scannet a. M., SaffeL Slaavedu-a flRun

burd; intime Freundschaft und durch gemeinsamen Haß gegen den Fürsten Bismarck verbunden waren. So schreibe Geffcken in einem Briefe vom Jahre 1880, daß die Anhänger der Fortschrittspartei noch die einzigen seien, welche dem Fürsten Bismarck die Wahrheit sagen. Er tadelt den Abgeordneten Windt- horst, der mit Bismarck paktieren wolle, ohne zu bedenken, daß der Kanzler noch jede Partei getäuscht habe, die sich mit ihm in Unterhandlungen einließ. Aus einem Briefe Roggenbachs vom Herbste vorigen Jahres ist zu schließen, daß Geffcken ihn über die Veröffentlichung des Tagebuches konsultierte, daß aber Roggenbach erklärte, er müsse die Rätlichkeit der Publikation unbedingt verneinen, bevor der Kaiser die Sache gesehen habe. In einem zweiten Briefe, den Roggenbach vor Veröffentlichung des Tagebuches an Geffcken gerichtet, findet sich die Anmerkung, er sei neugierig, welchen Eindruck die Lektion am Hofe hervorbringen werde.

Es sind neuerdings unrichtige Angaben über die Neuordnung der Berechtigung zum Einjährig- Freiwilligen Dienst verbreitet worden, welche viel­fach insofern eine gewiffe Beunruhigung hervorgerufen baben, als von erheblicher Erschwerung der Be­dingungen zur Erlangung des Reifezeugnisses in positiver Form berichtet wurde. Bis jetzt find aber, wie dieSBerl. Pol. Nacht.» ausführen, bestimmte Maßregeln nach dieser Richtung hin noch gar nicht fixiert worden. Wie schwierig überhaupt die ganze Frage ist, dürfte schon daraus hervorgehen, daß eine auf Gesetz beruhende Regelung der Vorbe­dingungen zum Einjahrig-Freiwilligen Dienst über­haupt noch nicht stattgefunden hat, obgleich sowohl das Wehrgesetz vom 9. November 1867, als das Gesetz Oom 6. Mai 1880, betreffend Aenderungen des Reichsmilitärgesetzes vom 2. Mai 1874, den Passus enthalten:Ein Gesetz wird die Vorbe­dingungen regeln, welche zum Einjährig-freiwilligen Dienst berechtigen." Dieses Gesetz steht aber immer I "och aus, dagegen sind schon seit langer Zeit die Vorarbeiten im Gange, welche der betreffenden Ge­setzesvorlage zugrunde liegen sollen. Es kommen hierbei nicht allein militärische und pädagogische, sondern auch volkswirtschaftliche Gesichtspunkte in- betracht, aber darüber ist man an den maßgebenden Stellen einig, daß ein zu erlaffendes Gesetz über die in Rede stehenden Vorbedingungen nicht einseitig den militärischen ober pädagogischen Erwägungen allzuviel Gewicht einräumt. In Frankreich hat man beispielsweise der Gleichmacherei zuliebe aus vor­wiegend politischen Gründen das Institut der Ein-

'«i"nicht wuchsen, war vom Regen geschwollen, L8t*l?er Teich, welcher damit in Verbindung stand, Mlls; Gill aber hatte Mut genug, dorthin zu gehen.

führt zu haben, entsetzlich gelitten. Ich will tnhiger werden, bei Gott, ich will ruhiger werden."

Nut nicht allzu ruhig, Oswald, wenn ich bitten )atf", scherzte die junge Frau anmutig,nicht etwa o ruhig, daß Du mich über Cilli vergißt, wie Du Cilli über mich vergessen hast. Aber verabsäume mir es nicht, TiraS muß belohnt werden für seine Vatersorge. Thu mir den Gefallen und dtesfire mit daS gute Thier darauf, daß e« nicht Dtt, sondern künftighin der Cilli gehorsam ist.»

»DaS soll geschehen, Hedwig; der Anfang dazu ist schon gemacht», antwortete der Forstmeister lächelnd.

Während Hedwig daS Zimmer verließ, um dem H««de eine kleine Extra-Mahlzeit zu gewähren, er­wachte Cilli aus ihren Schlafe, richtete sich auf und betrachtete mit maßlosem Erstaunen ihre ganze Um. gedung. Daun senkte sie das Köpfchen, setzte sich zurecht und dachte nach.

Die kleine Anna that genau dasselbe. Beide Kinder aßen mehrere Minuten, ohne sich zu regen. Dann Jegonn Eilli mit geheimnisvollem Flüstern: ,Ach, Anny, daS wat einmal eine schreckliche Geschichte."

Anny seufzte beklommen. .Da kam ein böser Waldgeift, Anny", fuhr Cilli fort, .der ritt ans einem schwarzen Pferde, Papa wurde böse seht, ehr böse. Et wollte den dösen Waldgeist totschießen. Der ritt aber weg, wie der Wind so schnell wat er meg, und Papa ging fort, immer fort und sprach !ein Wart. TiraS und ich kannten gor nicht mit laufen, »o sagten die guten Waldgeister zu mir und TiraS, mir sollten uns Hinsehen und auSruhen, und ste legten mich aufs Gras und wisperten und flüsterten und fangen gang, ganz leise, bis ich einschlief, und da nahmen mich die guten Waldgeistet und trugen mich nach Hanse."

.Nein, das ist nicht wahr, CM", belehrte die kleine runde Anna ste mti praktischer Prosa die »hatastische Dichtung unterbrechend. »Papa hat Dich nach Hanse getragen und TiraS hat Wache bei Dir gestanden.* (Fortsetzung felgt)

®tbe Reichstages, betreffend den Beschluß des letzteren r m Einführung von Gewerbegerichtcn, wurde den t hl« Hessen für Handes und Verkehr und für Justiz- 0e5f n überwiesen. Die Vorlage, betreffend die Amts- ibe der nichtständigen Mitglieder der Reichs- ükommission, wurde den Ausschüssen für das

nst n B nroal

voll auf.

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....Ist Cilli nicht mit Dir heimgekehrt?" Gott sei mir gnädig, Hedwig", antwortete der Itteifter.Bleibe hier, felge mir nicht, Kind, der Hund" Er stürzte im vollen htaneg.

mau Hedwig stand erstarrt. Nur einige Sekunden

WWW Reifung

Schmtliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg md Kirchhain

-glich der allgemeinen Rechnung über den Landes- ihalt von Elsaß-Lothringen für 1883/84 wurde

ratet. aus

lg, p< neshaushalts - Etats von Elsaß - Lothringen für ttheu. 89/90, dem Anträge Preußens wegen Abände- tniliei I des Statuts der Danziger Privalbank, dem rage desselben Bundesstaats, betreffend die Ge- Steii tung des Umlaufs österreichischer Scheidemünzen (35 ghalb preußischer Grenzbezirkc gegen Österreich, dem Anträge Württembergs wegen Gestattung * Umlaufs von Scheidemünzen der Franken-

» ~i vorgelegten weiteren Aktenstücken über den Auf- . hj i in Ost-Afrika, sowie von der nebst Anlagen 1 : ereilten Anklageschrift gegen den Geheimen Justiz- Profeffor a. D. Dr. Geffcken nahmen die Ver- »lung Kenntnis. Ein Schreiben des Präsidenten

kleim im liet e 9. hrda s n

trg, jöte ihr fassungsloser Zustand.Er hat das bergeffen im Sturme seiner Eifersucht", l®®1 erte sie beruhigt. An den Deich, an den Bach r sie nicht.

£ btt Forstmeister war währeuddeß in den Wald- 1041 gestürzt, den et gekommen war. Sein Herz , 1061 1 vor Angst und erschütterte seinen triftigen , 107' kr dermaßen, daß er kaum im Stande war, den 10* glichen gellenden Jagdpfiff, der dressierte Hunde «Stille bringt, erschallen zu laflen. Matt und A tios flog er von seinen Lippen. Nichts regte 1.52 TiraS kam nicht. Drei, vier Mal holte der 1 y* tief Atem und pfiff zum zweiten. Male. Nicht» '74 *6ie. Nun war es ihm gewiß, daß das Kind Mf-m daß sein Hund im Versuche, eS zu retten, Bntergegaugeu war. Besinnungslos vor Augst --kWftfcen, lief er wie rasend dem Teiche zu bi» A ^Kreuzweg, den er vorhin passiert hatte. Link» nl 1, Teich, rechts wat er hergekommen mit Cilli. stehen, er pfiff. Ein dumpfes, heulen-

«tbell ertönte; aber der Hund kam nicht Neu stürzte der Forstmeister recht» den Weg hinauf, wtt war nur ein Graben zu fürchten, der

thei Elsaß Lothringen für 1886/87 nachgewiesenen sthba begründeten Etatsüberschreitungen wurden vor- ittlich der bei der Prüfung der Rechnungen sich

Landheer und die Festungen und für das Seewesen zur Vorberatung übergeben, die Ueberweisung des Gesetzentwurfs über die Geschäftssprache der gericht­lichen Behörden in Elsaß-Lothringen an die Aus­schüsse für Justizwefen und für Elsaß-Lothringen nachträglich genehmigt. Endlich wurde über die Berufung von nichtständigen Mitgliedern des Reichs- Versichcrungsamts und Stellvertretern derselben aus dem Stande der in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben verficherten Personen Beschluß gefaßt. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat an die königlichen Elfenbahndirektionen nachstehende Verfüg­ung erlassen:Zahlreiche Beschwerden des reisen­den Publikums taffen erkennen, daß bei der Zusam­mensetzung der Personenzuge den Bedürsniffen des michtrauchenden Publikums noch nicht genügend Recb- nung getragen wird. Ich nehme daher Anlaß, zu bestimmen, daß soweit nicht für einzelne Strecken und Züge, insbesondere auf Bahnen untergeordneter Bedeutung, besondere Anordnungen getroffen sind in der Regel in allen, der Personenbeförderung dienenden fahrplanmäßigen Zügen mindestens die Hälfte der vorhandenen Coupes zweiter Klaffe und mindestens der dritte Teil der Coupes dritter Klaffe (in beiden einschließlich der Frauencoupös) in der vorgeschriebenen Art als Coup« für Nichtraucher und Frauenkoupe zu bezeichnen sind. Dem Bahnhoss- und Zugbegleitpersonal sind die nachstehenden Be­stimmungen ernstlich in Erinnerung zu bringen, nach welchen in den Coupes für Nichtraucher das Rauchen auch mit Zustimmung sämtlicher Mitreisenden nicht gestattet, und gegen Personen, welche, ungeachtet des Verbots des Rauchens, in Coupes für Nichtraucher nut brennender Cigarre einsteigen ober rauchend be­troffen werden, ohne Beschwerden der Mitreisenden abzuwarten, selbstständig einzuschreiten und nötigen­falls in Gemäßheit der §§ 53, 62 und 63 des Bahnpolizeireglements vorzugehen ist. Die genaueste Beachtung dieser Bestimmungen mache ich den könig­lichen Eisenbahndirektionen zur besonderen Pflicht.» Die konservativen Mitglieder des Reichstags und des Landtags veranstalten dem Staatsminister v. Puttkamer zu Ehren am 21. d. M. ein Diner im Kaiserhof. Herr v. Puttkamer ist aus Anlaß seiner Investitur als Ritter des Schwarzen Adler­ordens hier anwesend. Die Wiener Neue Freie Presse bringt, einem Telegramm aus Wien zufolge, Mitteilungen über die Anlagen, welche mit der An­klageschrift gegen Geffcken dem Bundesrate zuge­gangen. Aus der Korrespondenz Geffckens mit Roggenbach gehe hervor, daß die beiden Männer

weniger Gefahr bot. Er pfiff Im vollen Laufe wieder und immer wieder. Der Hund antwortete prompt; aber er kam nicht. Etwas wat also ge. schehen, was ihm Furcht eivflößeu mußte. Wie ein gehetztes Wild flog bet Batet enblich um die letzte Ecke des Pfades. Dort lag fein treuer Hund, furcht fam bittend die Augen zu ihm anfhebeud, und quer über den Hund fort, mit beiden Aerrncheu den Hals des Tieres umklammert, lag Cilli in tiefem, süßem Schlafe.

Mit einem Freudenschrei hob bet Forstmeister sein Töchterchen empor, baS nicht erwachte, sonbern mit beifdben Sorglosigkeit, wie fir des HundeS Hals umfangen, jetzt die Aerrncheu um deS Vaters Nacken legte und daS Köpfchen auf feine Schultet bettete. Tita» aber kroch demütig feinem Herrn näher, er wußte, daß er Strafe für seinen Ungehorsam ver­dient hatte.

«TiraS, Tiras, mein gutes Tier, das vetgeffe ich Dir tu meinem Leben nicht!» tief Starkloff. streichelte den Kopf des Hundes und klopfte ihn auf den Rücken. .Hast eS recht gemacht, TiraS' hast es recht gemacht!»

Nun sprang daS Tier wie unfinnig vor Freude hoch auf an seinen Herrn, leckte feine Hände, johlte und bellte, umkreiste den Mann und das Kind in tollen Sprüngen und schoß bann den Weg hinauf, als wolle es eiligst im Forsthanse melben, daß diese Beiden kommen würden.

Frau Hedwig merkte, daß etwas Besonderes ge» chehen fei. Sie erwartete in wachsender Spannung ihren Gatten, der bann auch bald erschien.

»Hier hast Du unser Kind, Hedwig!' rief er ihr renbig entgegen. .TiraS hat ihm als Bett gedient und so treu und vorsichtig gehandelt, als habe et Menschenverstand. Wir wollen Cilli auSschtafen taffen. Gottlob, daß nur ein tiefer Schlaf sie abge­halten hat, mir wie sonst zu folgen.»

Er legte die Kleine auf bat Sopha nieder. .Wenn ste tot gewesen wäre, Hedwig", fuhr er

ten dem heutigen Ordensfeste bei. Ter jorcnkonvent des Abgeordnetenhauses beriet heute Zuziehung des Ministers von Bötticher über -Erhöhung der Zivilliste. Die Verhandlungen en so lange, daß der Minister sogar dem skapitel fernbleiben mußte. KaMmergerichts- toem deut Oehlschlqger soll die meiste Aussicht haben, /^Mizminister zu werden. In der am Donners- unter dem Vorsitz des Vize - Präsidenten des

ErscheiM täglich außer an Werktagen nach bonn- und ftll . ____

Feiertagen. voartal-LbonnemeMS-PreiS bei der Eppe- IvlUrVuTUi

ottion 31/* 9RL bei den Postämtern 8 ÄL 50 Pfg. (ntt.>

MV, Är Sonntag, 20. Januar 1889.

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, 7 hrung bei Kassen der württembergischen Eisen- "' i- und Tampfschiffverwaltung die Zustimmung, lg

- Stumm griff bet Mann nach seiner Mütze.

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