Illustriertes Sonntagsblatt-
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jaal zurück. Für die katholischen Mitglieder des chidtags hatte ein Gottesdienst in der St. Hedwigs-
Interessen des Staates umsichtig und sorgsam zu pflegen, wird auch fernerhin Meine Regierung sich angelegen sein lassen. Der in Preußen wie in. fast alien Ländern des europäischen Kontinents neuerdings rasch zu ungeahnter Höhe gestiegene Verkehr stellt der einheitlichen Verwaltung der Staatsbahnen neue und erweiterte Aufgaben. Behufs ihrer wirksamen Lösung wird die Bereitstellung außerordentlicher Mittel erforderlich, sowohl für eine weitere Ausdehnung des Eisenbahnnetzes, als auch für eine den Bedürfnissen des wachsenden Verkehrs entsprechende ausgiebige Leistungsfähigkeit der baulichen Anlagen und des Fuhrparks. Es wird Ihnen dieserhalb eine besondere Vorlage zngehen.
Ueber die Ausführung des Gesetzes vom 13. Mai v. I., durch welches in Verbindung mit den reichen Gaben der Privatwohlthätigkeit die Abhülse der durch die Frühjahrsüberschwemmungen herbeigesührten Notstände erstrebt worden ist, wird Ihnen Rechenschaft gegeben und zugleich ein Gesetzentwurf vorgelegt werden, durch welchen die Ausdehnung des durch jenes Gesetz bewilligten Kredits auch für die durch daS Hochwasser im Sommer des Jahres 1888 herbeigesührten Verheerungen ermöglicht wird.
Durch einen Gesetzentwurf über die allgemeine Landesverwaltung und die Zuständigkeit der Ver- waltungs- und Verwaltungsgerichtsbehörden in der Provinz Posen soll die Organisation der Staatsverwaltung auf diesem Gebiete für den ganzen Umfang der Monarchie dem Abschluß entgegengcführt und zugleich der Weg zur Regelung der Kreis- und Provinzialverfassung auch in jener Provinz geebnet werden.
Hiernach wird Sie eine Reihe wichtiger gesetzgeberischer Arbeiten beschäftigen. Ich gebe der Zuversicht Ausdruck, daß Ihre Beratungen auch in der neuen Session, getragen von patriotischem Geiste und von dem Vertrauen zu Meiner Regierung, dem Wohle des Landes dauernd zum Segen gereichen werden.
Nachdem Se. Majestät der Kaiser und König dem Vizepräsidenten des Staatsministeriums die Thronrede zurückgereicht, erklärte dieser auf Befehl Sr. Majestät des Kaisers und Königs, seines Allergnädigsten Herrn, die Sitzungen des Landtags für eröffnet.
Als ältestes Mitglied des Abgeordnetenhauses brachte Abg. Reichensperger ein Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und König aus, in welches die Versammlung dreimal begeistert einstimmte. Se. Majestät verließ darauf unter huldvollen Grüßen den Saal.
ören mochte.
Bald nach 12 Uhr erschienen die Mitglieder des Staatsministeriums, an ihrer Spitze der Vizepräsident
Präsidenten des Staatsministeriums die Thronrede, verneigte sich huldvoll vor der Versammlung, bedeckte das Haupt mit dem Helme, und verlas mit ester Stimme, einzelne Sätze besonders betonend, die Thronrede, wie folgt:
Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Häusern des Landtags!
Nachdem bereits bei Meinem ^Regierungsantritt der Landtag der Monarchie um Meinen Thron versammelt gewesen ist, begrüße Ich Sie heute bei dem Beginn einer neuen Legislaturperiode. Sie können Ihre Arbeiten um so sreudiger ausnehmen, als die Beziehungen des Reichs zu allen auswärtigen Staaten freundliche sind und Ich bei Meinen Besuchen befreundeter Herrscher die Ueberzeugung gewonnen habe, daß wir uns der Hoffnung auf ernere Erhaltung des Friedens mit Vertrauen hingeben dürfen. •
Die Segnungen 'des Friedens zeigen sich in erfreulicher Weise in der Hebung der wirtschaftlichen Lage der Industrie und der arbeitenden Klaffen, wie solche insbesondere in der stetigen erheblichen Zunahme der Sparkasseneinlagen zutage tritt, welche sich im Laufe des letzten Jahrzents mehr als verdoppelt haben, indem sie auf etwa 2700 Millionen gestiegen sind, um mehr als 200 Millionen allein im letzten Jahre.
Die Finanzlage des Staates ist nach dem Abschlüsse des letzten und den bisherigen Ergebnissen des laufenden Rechnungsjahres eine günstige. Sie gestattet, das Ziel der Erleichterung der Steuern, Meinem dem Landtage bereits kundgegebenen Willen gemäß, weiter zu verfolgen und dringliche Bedürfnisse, welche bisher wegen der Unzulänglichkeit der vorhcndcnen Mittel zurückgestellt werden mußten, zu befriedigen.
Der Entwurf des Staatshaushalts-Etats für das nächste Jahr wird Ihnen alsbald vorgelegt werden. Sie werden daraus ersehen, daß die mit Vorsicht veranschlagten Staatseinnahmen zureichend sind, um den neuen oder erhöhten Ausgaben zustimmen zu können, welche außer für die unumgänglichen Erfordernisse des Staatsdienstes, im Jntereffe von Kunst und Wissenschaft, zur Verbesserung und Erweiterung der Verkehrsanstalten, zur Förderung von Ackerbau, Viehzucht und Landesmeliorationen in Vorschlag gebracht sind.
In besonders begründeter Fürsorge des Staates ür die Geistlichen aller Bekenntnisse ist schon in Jen Etat des laufenden Jahres eine dauernde Mehr-
,Die Frage, ob Sie sich entschlleßen können, jetzt die Meine zu werden, nachdem Sie' wissen, daß ich Sie so lange unwandelbar und treu geliebt.*
Wieder folgte eine fast angstvolle Pause, während welcher Elisabeth mit abgewandtem Blicke dastand. Endlich die Augen zu ihm erhebend, sagte sie mit fester Stimme:
.Und meine Kinder?*
,O Elisabeth, wie können Sie mich mit dieser Frage kränken?* rief er in schmerzlichem Tone. .Sollen die Kleinen nicht schon wissen, denu ein Kinderauge sieht scharf und ein Kindeiherz fühlt tief und wahr, daß ich ihnen die ganze Liebe entgegen» bringe, deren sie als vaterlose Waisen bedürfen weiden?"
„Sie gleichen vielleicht nicht den Kindern, die Sie bisher gesehen', fuhr Elisabeth ruhig fort, denu sie redete als Mutter, deren ganze Herzensfreude die Kinder waren.
„So wie sie sind, müssen, sie der Stolz und die Freude jedes VaterS nud Mutter sein, auch habe» sie gleich in der ersten Stunde «ein ganzes Herz auf immer gewonnen!" rief Wendtorff. „Vertrauen Sie mir ohne Bedenken die Sorge für sie, ihr Glück an, »nd ich gelobe Ihne»--"
„Ich glaube Dir", sagte jetzt Elisabeth mit leisem innigem Tone.
„Und Du willst mich zum Vater Deiner Kinder machen, mein teures Weib werde», meine geliebte Elisabeth?"
„Ja, daS will ich", entgegnete sie fest und entschieden und fühlte sich sogleich von den Armen deS Mannes umschlungen, dem ihr Herz von jeher gehörte, von dem aber das Schicksal sie so lange getrennt hatte.
Eine Weile standen sie, fast überwältigt von den beseligten Gefühlen, sich nun endlich anzugehören, bann sagte Helbert mit tief bewegter Stimme:
„Und wann, Elisabeth, soll ich die Studer «18
(Nachdruck verboten.)
W Villa am Rheim
Original-Novelle von Mary Dobson.
(Fortsetzung.)
.Sie sind sehr gütig, Frau Eschenbach*, erwiderte er und aus seinen dunkeln Augen traf sie ein Blick, der nur zu deutlich alle Wünsche und Empfindungen seines Herzens aussprach.
Die Kinder fragten: .Mama, sollen wir den Theetisch decken lassen, und willst Du mit Herrn Weudtoiff nach der Veranda kommen?*
.Ja, Kinder*, antwortete Elisabeth und diese eilten dem Hause zu, währeud fie ihnen mit ihrem Gast langsam nud schweigend folgte. Endlich sagte sie, nm doch etwas zu sagen:
.Ich muß Ihnen noch mitteilen, Herr Wendtorff veßhalb Doktor Bäumer abgereist ist.*
.Er hat sich schon vor einigen Wochen mit Hermine Stein verlobt.*
.Mit Hermine Stein?* fragte überrascht ihr Begleiter.
„Ja, uud iS glaube, daß die Verbindung für Beide eine sehr paffende ist, wenngleich fie in 6er» schiedenem Lebensalter stehxn, und Doktor Bäumer ein wenn anch kinderloser Wittwer ist. Hermine hat seine Fran gekannt nud ist von dieser sehr geschätzt worden." *
.Fran Eschenbach", entgegnete Wendtotff uud seine Züge hatten ebenso einen ernsten Ausdruck angenommen und seine Stimme klang leidenschaftlich zitternd:
.Fran Eschenbach — Elisabeth, lassen Sie e8 mich auSsprecheu, denn eS muß einmal unter uns doch zur Sprache kommen, jetzt, wo wir keiuerlei Unrecht mehr begehen, wenn wir uns Heben und nachdem Jahre darüber vergangen.*
.Später!* flüsterte Elisabeth mit erzwungener Fassung.
.Später? warum nicht gleich jetzt? Glauben Sie denn, Elisabeth, ich wäre im Stande, jetzt, wo ich weiß, daß der jahrelange, heiße uud einzige Wunsch «eines Herzens erfüllt werde» kau», Ihne», die Sie vo» jeher das Ideal meines Lebens gewesen find, »och länger wie ein Fremder ruhig »nd gleichgültig
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für dir Kreise Marburg und Kirchhain
Expedition- Markt 21. — Redaktion, Druck uud Verlag von Joh. Auq. «och.
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(57E rerpen ine) -Aus-
—es Staaisministeriums, Staatsminister v. Böriicher, [CIWC lit Staatsminister v. Maybach, Dr. v. Friedberg, btft3 $r- Dr. v. Lucius, Dr. v. Scholz, Bronsart v. vchellendorff und Herrfurth, welchen sich alsbald luch der Staatsministcr Graf v. Bismarck - Schön- " ifen anschloß, im Weißen Saale und nahmen
xr 1S99. jiieber um 11 Uhr ein Gottesdienst in der Schloß- spelle vorhergegangen, zu welchem Sich Se. Majestät ?5OOa ier Kaiser und König mit Gefolge gleich nach 11 Ihr begeben hatte. Nach etwa ’/* Stunden kehrte 5c. Majestät von dem Gottesdienste durch den Weißen
Eröffnung des Landtages.
Berlin, 14. Januar.
Die feierliche Eröffnung der Sitzungen des Land- Mes sand heute Mittag 12 Uhr im Weißen Saal IteS königlichen Schlosses durch Se. Majestät den Maiser und König in Allerhöchster Person in feierlichster Form statt. Abweichend von der Eröffnung her letzten Reichstagssession, war heut» ein silberner Thronsessel ausgestellt, der von dem preußischen Thronhimmel überragt war. Die Schloßgarde- lempagme hatte schon vor 11 Uhr in zwei Gliedern im Weißen Saal an der Seite der Schloßfreiheit lufftcllung genommen.
Dem Staatsakte war für die evangelischen Mit-
Ausgabe eingestellt worden, um die Pfarrbesoldungen bis zu einem für die heutigen Verhältniffe auskömmlichen Maße zu erhöhen. Die Besorgnis vor der Unzulänglichkeit dieser Bewilligung, welche in den Beratungen des Landtags hervortrat und zu Anträgen auf demnächftige Erhöhung derselben führte, ist durch die inzwischen möglich gewesenen näheren Ermittelungen bestätigt worden. Meine Regierung hat es sich daher gern angelegen sein lassen, in dem neuen Etat die erforderlichen Mittel in erheblich größerem Umfange bereit zu stellen, um hier das allseitig gewollte Ziel zu erreichen.
Mit Genugthuung werden Sie ferner den Vorschlag einer über das Maß des Gesetzes vom 14. Juni v. Js. hinausgehenden Beitragsleistung des Staates zu den Besoldungen der Volksschullehrer begrüßen, welche eine weitere Erleichterung des Druckes der Schullasten erreichen lassen wird. Zugleich sind die Mittel bereit gestellt, um die Volksschullehrer von den bisherigen gesetzlichen Beiträgen zur Versorgung ihrer Hinterbliebenen zu befreien. Entsprechende Gesetzentwürfe werden Ihnen mit dem Etat zugehen. In letzterem sind zur Verbesserung der äußeren Lage der Lehrer auch reichlicher bemessene Alterszulagen vorgesehen.
Zur Abstellung der Klagen bezüglich der Stempelsteuer für Pacht- und Mietsverrräge über Immobilien und zur zweckmäßigeren Regelung einiger anderer Punkte der Gesetzgebung über das Stempelwesen wird Ihnen eine besondere Vorlage gemacht werden.
Anknüpfend an die schon in der Landtagssession von 1883/84 versuchte Reform wird Ihnen ferner der Entwurf eines Einkommensteuergesetzes vorgelegt werden, welches dazu bestimmt ist, die bisherige Klaffen- und klassifizierte Einkommensteuer in eine einheitliche Einkommensteuer umzugestalten, die den minder Begüterten bereits gewährten Erleichterungen zu erweitern, die Mittel zu einer gerechten Veranlagung des steuerpflichtigen Einkommens durch Einführung einer Teklarationspflicht zu verstärken und fernere Reformen auf dem Gebiete der direkten Steuern vorzubereiten.
Die Neugestaltung des vaterländischen Eisenbahnwesens, wie sie sich im Verlauf der letzten zehn Jahre vollzogen hat, bewährt sich zu Meiner Genugthuung in vvllern Maße. Das erfolgreich Geschaffene in stetem Fortschritte zeit- und zweckmäßig auszubilden und zu verbessern, die wirtschaftliche Entwickelung des Landes mit gerechter und fester Hand unter pflichtmäßiger Wahrung der finanziellen gegenüber zu stehen, und ertragen, von Ihnen wie ein gewöhnlicher Mensch behandelt zu werden.*
.Lassen Sie uns die Freude der Kinder nicht stören, Herr Wendtoiff*, entgegnete fast bittend Elisabeth. .Nach dem Thee aber will ich sie ent» fernen und dann verspreche ich Ihnen, Sie anhören zu wollen.*
Sie wurden durch Hilda nud Rudolf unterbrochen, welche mit leuchtenden Augen und geröteten Wangen ausriefen: .Wir haben Friederike geholfen, Mama, und nun ist alle» fertig. Du und Herr Wendtorff Ihr müßt j-tzt kommen.*
Elisaveth sah auf ihre Kinder, die dem Manne, der hinfort ihr Vater sei» wollte, schon in so herzlicher Weise zugetha« waren, und von tiefer «bet freudiger Bewegung ergriffen, blickte fie dankend nach oben.
AIS die Kinder nach dem Abendeffen noch eine Weile geplaudert hatten, sagte Elisabeth mit un> ruhiger Stimme:
.Kinder, geht jetzt zu Frau Feldman», die schon auf Euch wartet, wünscht aber vorher Herrn Wendtorfs eine gute Nacht und geht hinauf.*
Gehorsam und wohlerzogen wie fie waren, hatte Hilda sich schon erhoben »nd sagte, ihm ihre Hand reichend:
»Gute Nacht, Herr Wendtorff. Komme recht bald wieder zn uns.*
.Gute Nacht, mein liebes Kind*, erwiderte er mit unverkennbarer Bewegung.
»Gute Nacht, Herr Wendtorff*, sagte jetzt auch Rudolf uud streckte ihm seine Hand entgegen. .Du kommst doch morgen wieder? Mama, Dn mutzt Herrn Wendtorff einlaben, unb bann wollen wir auSsahrex.*
.Wir werben sehe», Deinen Wunsch zn erfüllen*, sagte Wenbtorff, unb die Kinber gingen.
Elisabeth unb Helbert waren allein.
»Lassen Sie «ich Ihnen nnn noch einmal bte Frage vorlegen, Elisabeth*, sagte er nach einer Pause.
irche um */»12 Uhr stattgefunden.
(•Soofro Inzwischen hatten sich im Weißen Saale die U Mitglieder des Herren- und des Abgeordnetenhauses 80 , einer selten großen Anzahl versammelt, welche
ll einem erheblichen Teile dem Herrenhause ange-
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d Mattes,
Feiertagen. — Quartal-AdonnementS-Prei- bei derExpe- sowie d. Amioncen-Bureanx von Haaseustetnund Vogler
bition 2‘/.SRL bet den Postämtern 3 Rk. 50 Pfg. (exkl. ... ** m Frankfurt a. «., «affest Magdeburg u. Wien; Rudolf XXIV
Bestellgeld). MsertiouSgchühr für die gespaltene Zeile Mittwoch, 16. JaNUav 1889. Moste in Frankfurt a. Berlin, München u. «Mn; ®. 2.
10 Pfg., Reklamen für die Zelle 35 Pfg. "Daube u. Co. in Frankfurt a. K., Berlin, Hannover. Paris.
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prrn vom Throne Aufstellung.
Demnächst machte der Vizepräsident des Staats- sUNgkMinisteriums, Staatsminister v. Bötticher, Seiner iitpajeflät Meldung und nach kurzer Zeit verkündete er Hofmarschallstab das Nahen Seiner Majestät. ODCr ^bald Seine Majestät, begleitet von den Prinzen freit icopold, Alexander, dem Erbprinzen von Meiningen, tttfpr welche nebst hohem Gefolge demnächst rechts vom hrone Aufstellung nahmen, den Saal betreten, Bild, «achte der Präsident des Herrenhauses, Herzog von » U latibor, ein Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und iönig aus, in welches die Versammlung dreimal mit Begeisterung einstimmte. Se. Majestät, welcher die Uniform der Gardes du Corps angelegt hatte, be-
,Tu sollst aber den Geldbeutel immer gebrauchen." .Das werde ich gewiß thuu und habet an Dich, Sn liebes, kleines fleißiges Kind denken.*
.Nun aber komm mit mir, Herr Wendtorff", sagte Subelf, .und sich, waS ich für Dich habe", und seine chand ergreifend, ließ er nicht nach, bis dieser mit th« nach seinen Gartenbeeten ging. Hier zeigte er ihm die prächtigen Rabischen, die er für ihn gezogen, Hl© tol> Wendtorff nahm den freudig blickenden Knaben ruf seine Arme, herzte und küßte ihn und sagte, kaum iw Stauhe, seine Bewegung zu beherrschen:
.Auch Du hast mir eine große Freude gemacht, .«ein litder kleiner Rudolf, und ich danke auch Dir, iafj Du an mich gedacht."
.Du mutzt heute Thee bei »nS trinken, Herr Wendtorff, und dazu wollen wir Radischen essen", fiel Hilda ein und machte sich daran, die schönsten berfelbtn anS der Erde zu ziehen, wobei ihr Rudolf Wit grotzer Vorsicht half. Wendtorff aber schaute erlilfc ihnen zu, von lebhaften Gefühlen bewegt, während yit ßch in seinem Kopfe die verschiedentteu Gedanken nd all* Entschlüsse drängten. Er blickte babei nach der „ Bank hinüber, wo noch vor wenige« Augenblicken □ Elisabeth gesessen, doch hörte er ihren leichten Schritt e«f dem Kies und sie trat zu ihm und den Kindern. M Gerührt ging er ihr entgegen und die Kinder riefen :nt brt lebbhast:
td« ums .Mama, Mama, heute trinkt Herr Wendtorff Shee mit unS, hier find schon Radieschen, die Friederike waschen und putzen mutz. Wir haben ihn Ungeladen, rhue eS auch, Mama.* •
Elisabeth sagte in möglichst unbefangenem Tone:
.Wenn eS meiner Einladung »och bedarf, Herr Wendtorff, so bitte ich Sie, den Wunsch «einer ®taber z» erfülle».*