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Illustriertes Sonntagsblatt

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L^ichreibkn des Kaisers Friedrich an den Reichskanzler JCvut zeiegentlich des 50. Jahvestages von dessen Eintritt

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desselben der Kriegsherr, der erst vor wenigen Tagen

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mit unserer Geschichte verflochten haben. Aber das eine muß Ich hervorheben: daß. wo es galt, das

Günther und der Frau Herzogin Adelheid zu Schleswig - Holstein stattyesunden. Das frohe Er­eignis wird auf Allerhöchsten Befehl hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht. (Prinz Friedrich Leopold, Rittmeister und Kommandeur der Leib- Eskadron des Regiments der Gardes du Korps, ist geboren 14. November 1865; Prinzessin Luise, die zweitjüngste Schwester der Kaiserin, ist geboren 8. April 1866.) Sicherem Vernehmen nach be­läuft sich die Forderung der Regierung für die Land- bl-ockade in Deutsch-Ostafrika auf etwa 2 Millionen Mark. Die Reichstagsmitglieder werden Kaisers Geburtstag durch ein gemeinsames Festmahl feiern. Im Reichstage wird der Fürst Bismarck vermutlich am Dienstag erscheinen, da alsdann die Erörte­rungen über denjenigen Teil des Auswärtigen Amtes zu erwarte« sind, mit welchen sich die Budgetkom­mission zu beschäftigen hatte. Man will wissen, daß der Reichskanzler diese Gelegenheit wahrnehmen würde, um im allgemeinen über die Lage zu sprechen und auch die Fragen zu berühren, welche in der letzten Zeit die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Seit dem 6. Februar v. Js. hat der Reichskanzler nicht Anlaß genommen, in eingehender Weise über die allgemeine Politik vor dem Reichstage zu sprechen. Nach einem hier aus Sansibar eingegangenen Telegramm sind die Aufständischen bei einem An­griff auf Dar-es-Salaam mit großem Verluste zurück­geschlagen worden. Deutscherseits wurden nur die Beamten der ostafrikanischen Gesellschaft, Namens Borenstein und Schwester Marie Fingerle, die der beim Kampf in Brand geratenen Niederlassung der evangelischen Missionsgesellschast angehört, verwundet.

Heute beriet die Kommission des Reichstags den Etat der Zölle und Berbrauchssteuern. Der Abgeordnete Witte führte Beschwerde über das späte Bekanntwerd en des neuen amtlichen Warenverzeich­nisses ; von ihm und von anderer Seite wurde ferner hervorgehoben, daß durch dieses Verzeichnis für eine Reihe von Artikeln thatsächlich Zollerhöhungen eingcführt seien. Staatssekretär v. Maltzahn, der sich für nicht unterrichtet erklärte, versprach Auskunft für eme der nächsten Sitzungen. Die auf diesen Gegenstand bezüglichen Petitionen sollen der Budget­kommission überwiesen werden. Bei dem Titel Ta­baksteuer brachte v. Wed ell Malchow, unterstützt von den Abg. Frhr. v. Franckenstein und Diffenö, eine Resolution ein, dahin gehend, die inländische Tabak­steuer möge herabgesetzt werden. Auch der Abg. Müller (Marienwerder) trat für diese Resolution ein; die Lage der Tabakbauer sei eine sehr traurige.

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fitseheil und hatte kaum Zeit, ihm meine Verlobung f^uteilen zu können."

L Elisabeth erzählte nuu ausführlich, was Helbert udtorff zu ihr geführt. Als sie ihren Bericht be- hatte, erwtederte Bäumer:

»Wer hätte solche Ehrlichkeit für möglich ge halte»! ein, fie ist ein Beweis, daß mau dem Mensche», ize» auch im G»teu dar Unglaublichste zutraueu '8. Natürlich haben Sie, »ach milder Fraueu- estnade für Recht ergehen lasten.

i i, Herr Doktor, und ich habe auch Herr» Wend, nächtigt, die» Konrad Herman» anzuzeigeu." Zitter und Hermine habe» die seltsame Sache ^tcht erfahren?" fragte der Doktor.

»Nein, ich wollte erst Ihre Rückkehr erwarten, dech j tzt werde ich er ihnen schreibe». Auch Ihre Schwester weiß eS bis jetzt ebensowenig.'

.Dazu wird eS auch immer früh genug sei«*, meinte der Doktor, welcher überzeugt war, seine Schwester würde in bezug auf Helbert Weudtorff und Elisabeth Eschenbach noch weitere und auch viel interest untere N uigkeilru vernehmen. Und damit beurlaubte er sich.

Elisabeth sandte nun brieflich ihrer Freundin die besten Wünsche zu ihrer Verlobung mit dem allge. mein geschätzten Doktor Bäumer und sprach zugleich ihre Freude über den nahe bevorstehenden Besuch auS. Genau genommen, befriedigte dieser Brief sie nicht; fie hatte zum ersten Male im Leben sowohl ihrer Mutter als auch ihrer Freundin etwas vorenthalten und verborgen, und wenn dies für den Augenblick klug gehandelt war, so fiel eS ihr doch schwer auf die Seele, deun eS erschien ihr wie etu Unrecht gegen diejenigen, welche bisher alles, Freud und Leid, so getreulich mit ihr geteilt batte».

Von Helbert Weudtorff war seinem Verspreche» gemäß ein Brief au die Kinder gekommen, den sie voll Selbstbewvßtseiu auch Doktor Bäumer zeigte». Der Brief entbleit Erkundigungen nach ihrem und ihrer Mutter B> finden und die Nachricht, daß er zur bestiwmteu Zett eirttreffeu werde. Er habe eine schöne Reise gehabt, sei aber in Loudon sehr be­schäftigt. Seitdem sprachen die Kinder nur von Helbert Wendtorff und ihr ganzes Sinnen ging darauf hinaus, ihm eine kleine Ueberrafchuug zu be. reiten. Der kleine Rudolf wollte die» schließlich durch frische Radieschen ihn», die in seinem Garte» wuchsen nud die niemand anrühreu dürfte, «ud Hilda, welche für ihre Großmama und Tante Hermine schon manche Kleintgkett gearbettet hatte, ließ uicht nach, bis ihre Mutter »ud Frau Feldmann ihr halfen, eine seidene Geldbörse auzuferttgeu, die, mit Ringen und Troddeln versehe», Rudolf» höchste Be­wunderung erregte.

Der Abg. Hobrecht und der Staatssekretär v. Maltzahn widersprachen; die bedrängte Lage sei allerdings vorhanden, aber das vorgeschlagene Mittel werde nichts helfen und die Reichsfinanzen erheblich schä­digen. Was geschehen könne, sei allein auf dem Gebiet der Erleichterungen im Modus der Steuer­erhebung zu suchen. In diesem Sinne wurde eine zweite Resolution vom Abgeordneten Hobrecht ein« gebracht. Auch der Abgeordnete Barth (freif.) sprach sich gegen die Resolution auf Steuerherabsetzung aus. Der Abgeordnete Hobrecht wies darauf hin, daß die von ihm eingebrachte Resolution die Regierung nicht verhindere, ihre Unterstützung so weit zu erstrecken, als sie irgend wolle; man dürfe aber nicht heute unrealisirbare Hoffnungen auf Steuerherabsetzung er­wecken. Das würde sofort zur Überproduktion führen. Der Abgeordnete Müller regte den Ge­danken der Kontingentierung an. Es wurde mit 12 gegen 9 Stimmen beschlossen, dem Plenum eine Resolution zu unterbreiten, welche die verbündeten Regierungen auffordert, in eine Prüfung der Sache einzutreten, inwieweit eine Erleichterung der Formen der Veranlagung und Erhebung der Tabaksteuer, sowie der Steuersätze für Tabak sich empfiehlt und das Ergebnis dieser Untersuchung dem Reichstage mitzuteilen.

Hannover, 12. Jan. Nach Meldung des Hannoverschen Kurier" sind von dem hiesigen Artillerie-Depot 12 leichte Geschütze der reitenden Artillerie mit Munition, aber ohne Bedienungs­mannschaften und Bespannung nach Geestemünde verladen worden, um von dort morgen zur Ver­wendung in Ostafrika verschifft zu werden. Diese Geschütze sollen der vom Hauptmann Wißmann zu bildenden Kolonialtruppe beigegeben werden.

Offenburg, 12. Jan. Bei der gestern statt­gehabten Reichstagswahl wurden bisher für Frhrn. von Bodmann (nationalliberal) 8277, Reichert (Zentrum) 7714, Geck (Sozialist) 2217 Stimmen gezählt. Da die Wahl ein definitives Resultat nicht ergeben hat, so ist die Stichwahl aus den 25. d. M. anberaumt worden.

Hoffentlich ist eS auch Ihnen »ud den Kinder», fett wir »nS zuletzt gesehen, gut ergangen?*

»Sehr gut, ich danke Ihne», Herr Weudtorff.*

»Ich kann Dir etwas Neues erzählen, Herr Wend» torff", unterbrach der kleine gesprächige Rudolf,Groß, mama und Tante Hermine kommen Dienstag, Onkel Doktor ist schon hiugereist und will sie holen."

Dann entstand eine peinliche Pause, während welcher die Kinder ungeduldig wurden; endlich sagte Hilda, indem sie ihre Hand zutraulich auf Wend» torffSArm legte »ad ihn wildem fteundlich ernste» Blick ansah:

»Herr Weudtorff, wir wüsten Dir auch noch für alle die schönen Sachen danken, die Du »nS ge» schickt hast -

Helbert Weudtorff sah fie fteundlich an und aut» »ortete lächelnd:

«Ihr habt also alles, was Ihr Euch gewünscht, bekommen?"

»3a, Herr Weudtorff, und die Riecherbsen und die gelben Lupinen gehen schon auf."

»Und ich habe schon oft begossen und mit meinem Wagen gefahren", sagte Rudolf.

Daraus lief Hilda schnell tnS Nebenzimmer und kehrte mit einem kleinen Paket zurück, welcher fie errötend in Wendtorffs Hand legte und mit frende» stählenden Ange» flüsterte:

»DaS sollst Du von mir haben. Herr Weudtorff."

»Bon mir bekommst Du auch Etwas", fiel Rudolf eifrig ein, während Weudtorff die Papierhülle von der ürannseideneu Geldbörse entfernte und gerührt auSrief:

Wie Hilda, diese Börse hast Du selbst für mich gearbeitet?"

»Ja, gewiß, Herr Weudtorff", entgegnete schnell tubolf statt ihrer. »Ich habe eS immer gesehen, wen» ie damit bei Mama oder Frau Feldman» gesessen.*

»Du liebes, liebe« Sind, erwiderte Helbert Wend» orff mit bewegter Sttmm« und reichte der Klein« die Hand, die »och hinzufügte:

F)ortsetzn»g folgt.)

gegen Herausforderungen zu verteidigen und die Stürme zu bestehen, von denen es bedroht werde» möchte. Boulanger schließt: Um ein neues Sedan zu verhüten, wollen wir uns der Verteidigung des Wohlstandes des Landes und seiner jetzt vergeudeten Schätze weihen. Die Deputiertenkammer setzte die Beratung der Rekrutierungsvorlage ohne Zwischen­fall fort.

Haag, 12. Jan. Wie derStaatseuranf meldet, halten die beunruhigenden Symptome in dem Zustande des. Königs an. Die Ueberreizung vermindere die Kräfte. In dem Befinden des Königs ist in letzter Nächt eine Verschlimmerung eingetreten. Der Arzt Dr. van Vlaanderen brachte die Nacht im Schlosse Loo zu und Dr. Vinkhuysen wurde heute telegraphisch dorthin berufen.

Brüssel, 12. Jan. Die Blättermeldung, daß der König der Verfasser der kürzlich hier erschienenen anonymen Broschüre über die wirtschaftliche, polittsche und militärische Lage Belgiens sei, wird als voll­ständig erfunden bezeichnet.

Belgrad, 12. Jan. Der König empfing heute mittag den neu ernannten französischen Gesandten Patrimonio in feierlicher Audienz, welcher auch der Minister des Auswärtigen, Mijatovie, beiwohnte. In den beiderseitigen Ansprachen wurde dem Wunsche auf Aufrechterhaltung der freundschaftlichen und herzlichen Beziehungen beider Länder zu einander Ausdruck gegeben. Gestern empfing der König eine Deputation der hiesigen israelitischen Gemeinde, welche für die durch die neue Verfassung den Israeliten gewährte Gleichberechtigung ihren Dank abstattete.

Washington, 12. Jan. Der amerikanische Generalkonsul in Samoa, Sewell, wurde heute von dem Ausschuß des Senats für auswärtige Ange­legenheiten in geheimer Sitzung vernommen und soll gesagt haben, er erwarte mit der nächsten Post aus Samoa Nachrichten über weitere Konflikte der Deutschen mit den Eingeborenen, da das Blutver­gießen die Lage gründlich verändert habe. Wenn nicht beabsichtigt werde, Deutschland die Konttolle über die Inseln gänzlich einzuräumen, so würden die Mächte entschiedene Schritte ergreifen müssen. Der Druck der Deutschen sei gänzlich verantwortlich für die augenscheinliche Entzweiung der Eingebarenen. Schließlich soll Sewell die Wichtigkeit betont haben, mindestens die Neutralität der Inseln aufrecht zu erhalten.

soachim Karl Wilhelm Friedrich Leopold von Preußen lit Ihrer Durchlaucht der Prinzessin Feodora Luise kophie Adelheid Henriette Amalie zu Schleswig-

Deutsches Reich.

Berlin, 12. Jan. Der K a i s e r empfing gestern m Reichskanzler in einstündiger Audienz. Heute bend findet im königlichen Schlosse musikalische Un- nchaltung statt. DerNat.-Ztg." zufolge ist ir die voraussichtlich längere Vertretung des Chefs er Admiralität Grasen Monts eine Teilung seiner Funktionen derart beabsichtigt, daß der Direktor in er Admiralität, von Heusner, die Berwaltungs- eschäste führen und mit dem Kommando der Marine In anderer Offizier beauftragt werden soll.' )ieNordd. Allgem. Ztg." veröffentlicht als Zeug- üs dafür, wie weit die Intentionen des Kaisers Iriediich von der Richtung der Opposition der Fort- ichritts- oder freisinnigen Partei abwichen, ein Hand-

sNachdruck oeiboteu.]

Die Villa am Rhei«.

Ovigiual-Novelle von Mary Dodson.

(Fortsetzung.)

. un(j p, wlstein, Tochter weiland Sr. Hoheit des Herzogs Gehei friedlich zu Schleswig-Holstein von der Linie Son- 0. die lerbuig. Augustenburg und Ihrer Hoheit der ver- "VaT2j oitweten Frau Herzogin Adelheid, mit Bewilligung il<Arbei $r- Majestät des Kaisers und Königs und unter Famili tuftimmnng Ihrer Hoheiten des Herzogs Ernst melfrili

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für dir Kreise Marburg und Kirchhain

Expedition- Markt 21. Redaktion, Druck und Setlag von Joh. lug. Koch.

licken kann. Ich will Mich heute nicht in lange Reiners Auseinandersetzungen über die staatsmännischen Ber- Hellnwi dienste einlassen, wAche Ihren Namen für immer

in die Armee. Dasselbe ist datiert von Charlotten- bnrg, 25. März 1888, und besagt:Ich gedenke ar 181 mit Ihnen, lieber Fürst, heute der abgelaufenen 5-0 Ida Jahre, welche verstrichen sind, seitdem sie in das

erlin. kmee auf dem Herzen trug. Ihr wohlgeneigter \ fti e drich." TerReichs-Anz." schreibt in : inem Extrablatt: Am 11. d. Mts. hat hierselbst

Mk. 25Pie Verlobung Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen

Bühi fitzt mit n»8 und sieh unsere Gießkanne» und meinen r tönen Wagen, auf dem ich eine Menge Unkraut Msahren kann."

Gleich, Kinder, geht nur voran", entgegnete der ?I Taun Doftor, denn er war Überzeugt, daß Elisabeth ihm ? Mülle t Bezug ans den »»erwarte» Besuch noch weitere faedric Mitteilungen machen würde.

en Kampf aufzunehmen und durchzuführen. Somit ^Rrei^ lan^t Ihnen das Heer für die erlangten Segnungen, ^ie es niemals vergessen wird, und an der Spitze

"agenben Blicke deS Doktors begegnend, zu diesem *8te:Ja, Sie find von den Kindern recht berichtet korben. Helbert Weudtorff ist hier gewesen, und tatr in einer Angelegenheit, die auch schon die Thätig- % Ihres Bruders in Anspruch genommen hat."

Meines Bruders?* fragte Überrascht der Arzt, lenz. üZch habe ihn diesen Morgen nur einen Augenblick

m Piej Kohl des Heeres, seine Wehrkraft und Schlag- leiners. ertigleit zu vervollkommnen, sie nimmer fehlten, um

Mülle «rufen wurde, diese Stellung nach dem Heimgange 5we" essen einzunehmen, der unausgesetzt das Wohl der

n . .Kommst Tu auch mit, Mama?" fragten fie.

u iJa, Kinder, sogleich", lautete die Antwort, und "iners üblich eilten fie davon.

Kaum waren fie fort, als Elisabeth, dem ernst-

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Paris, 12. Jan. Ein Manifest Boulangers beantwortet den Maueranschlag der Gegner:Sein Skdan." Das Manifest sagt: Jene Kundgebung sei ein Apell an die Feigheit. Frankreich habe kein Sedan mehr zu fürchten, es verlange ent­schieden den Frieden, sei aber stark genug, um sich

Auch Elisabeth war »nterdeß sehr thätig gewesen und hatte sämtliche Fremdenzimmer der Villa einge» richtet. Ihre Züge trugen dabei immer den Ausdruck sinnenden Ernstes, der ihnen auch ftüher stets eigen gewefen, den» fie fühlte, daß mit Helbert Wendtorffs Ruckk-Hr auch ihr künftiges Geschick sich entscheiden würde. Ost, sehr oft hatte fie in dieser Zeit vor dem Bilde ihres verstorbenen Gatte» gestanden, dessen treue Liebe ihr jetzt im rührendste» Lichte erschien, und hatte, Rat begehrend, zu ihm aufgrblickt. Seine Auge» waren dann ihrer Meinung »ach wie stets im Lebe«, voll unaussprechlicher Liebe auf fie ge­richtet gewesen, während sie geglaubt aus seinem Munde die Worte zu vernehmen: »Werde auch Du glücklich, meine einzig Geliebte 1 Nimm de» Dir ge­botene» Schutz und Schirm für Dein noch so junges Leben an und gib auch be» Kindern den Vater wieder, der sicher den Weg zu ihren Herzen finden und sie mtt Harker Hand führe» n»b leite» wird.*

31. Kapitel.

Einige Tage später saß Elisabeth in der Veranda und gedachte der verschiedenen Ereignisse der letzte» Zeit und wie schon so vieles eine ftenndliche Wendung genommen, glückverheißend vielleicht für die Zukunst.

Da ward sie plötzlich in ihrem Nachfinnen durch die Stimmen der Kinder unterbrochen, welche mit lautem Frendenrnfe dem Hause znliefe». Dort stand Helbert Weudtorff, der fie herzlich begrüßte, was fie in kindlich lebhafter Weife erwiderten. Ihre Händchen ergreifend, ging er bann mit ihnen auf Elisabeth z», der eS nur schwer gelang, ihre frenbige Ueberrafchuug zu beherrschen. Sie begrüßte ihn aber boch mit ruhiger Frenndlichkest, wenngleich ihre Hände bei der gegeuseittgen Berührung zitterten und ihre Augen wie damals beim Abschiede die gonge Fülle ihrer Liebe anSsprache».

»Haben Sie eine glückliche «eise gehabt, Herr Weudtorff?* fragte Elisabeth.

.3a, Fra» Eschenbach, eine sehr günstige Fahrt.

Heer cintraten, und freue Mich aufrichtig, daß der (Äorbejäger von damals mit fo viel Zufriedenheit sdi. mf dieses abgelaufene halbe Jahrhundert zurück-

Witrhirrrtentgegen «rp-ditüm d. cutte»,--

^1*0 wa^ttMk btMe 8eUe Dienstag, 15. Januar 1889. MelK*tf«t Af.tin.aäet ®«i; ; «.T Jahrgang.

10 Reklamen kür die Beile 25 Bfa. ___________Dauben.io.mFrankfurt a.VL,Berlin,Hannover.Bari«.

_ _ Beide sahen ihn einen Augenblick überrascht an,

tonn aber riefen sie in herzlichem Tone:O, gewiß, einem« )ukl Doktor, gewiß V* und Rudolf sagte:Komm