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Der deutsche Reichstag

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harte kürzlich gefchrieben, daß er mit feiner Familie nieder nach England überfiedeln und bald mit seiner junge« Gattin eintreffen werde. Seiner Sohnes als der bisherigen Teilhabers der Firma, hatte er nicht erwähnt.

SJiefe Nachricht erhielt auch Elisabeth in einem Schreiben von Frau Walker, dem ihr Gatte einige £:tlen beigefügt hatte; doch auch hier stand von Helbert Wendtorff feine Silbe. Der Brief war Ende Mai einoetroff-n »nd im Juni wollte die Ge. richtsrätin mit Hermine Stein zu längerem Aufent­halte nach der Villa kommen; auch standen dort mehrere Sommergäste in Aussicht. Doktor Bäumer und seine Schwester hatten ebenfalls erfahre», daß die Familie Walker nach England zurückkehre» werde, doch seitdem war nicht mehr die Rede davon ge­wesen. Nach einem kurzen Aufenthalt in ihrem ruheren Wohnort war Fran Wagenfeld ernstlich erkravtt und ihr Bruder war schon seit längerer Zeit ungewöhnlich nachdenklich geworden, so daß Elisabeth ihn wichtigen Dingen beschäftigt glaubte, über die er sich vielleicht nicht äußern wollte.

Eines Nachmittags war fie frühzeitig zur Stadt gefahren, um der kranken Freundin einige Stunde» Gesellschaft zu leisten. Sie fand Doktor Bäumer in großer Erregung, enthielt sich tudeß jeder Be­merkung; aber als er sich entfernt hatte, kam Frau Wageufeld ihrer Frage zuvor und sagte:

»Frau Eschenbach, Sie habe» wohl in letzter Zeit meine» Bruder sehr verändert gefnnben?

.Ich kau» es nicht leugnen*, entgegnete fie einigermaßen überrascht.

»Wir habe» mehrfach eine Sache erwogen, die meiner Ansicht nach notwendig ist. Sollten Sie es nicht schon erraten habe» ?*

.Ich wüßte nicht', erwiderte nach kurzem Nach­denken Elisabeth.

.Ich bin der Meinnug*, fuhr Frau Wagenfeld fort, ,er wüste wieder heiraten, den» hier fehlt eine

dieselben der Selbsthülfe und gegenseitigen Unter­stützung gewidmet sein sollen, aber nicht einer gefahr­vollen Spekulation. Fälle der letzteren sind gering, aber sie waren vorhanden und damit ist zu rechnen.

siebenzig Jahre lang Soldat gewesen sein. Kaiser Wilhelm I. hatte unter Berücksichtigung der in dä­nischen Diensten zugebrachten Zeit das 50 jährige Dienstjubiläum des damaligen Chefs des General­stabes auf den 8. März 1869 festgesetzt, doch wurde der Tag infolge eines Trauerfalles nur still verlebt. Das bevorstehende 70 jährige Dienstjubiläum des großen greifen Feldherrn aber wird im ganzen deutschen Volke die lebhafteste und wärmste Teil­nahme erwecken; kein Name ist unter den jetzt noch lebenden Teilnehmern der letzten Kriege so sehr mit den militärischen Erfolgen verbunden wie der des verehrten Feldmarschalls und keiner hat mehr in der langen Zeit des Friedens für die Wehrhaftigkeit unseres Volkes gewirkt als der oberste militärische Berater unseres dabingeschiedenen glorreichen Kaisers, und so wird denn auch der alte preußische Grund­satz, daß cs keinen Unterschied giebt zwischen Volk und Heer, bei der bevorstehenden Feier wieder seine volle Verwirklichung und seine bezaubernde Kraft finden. In unserem Heere gehört das 70 jährige Dienstjubiläum zu den allergrößten Seltenheiten. Unseres Wissens hat es in diesem Jahrhundert nur Kaiser Wilhelm begangen, und diesem war es ver­gönnt, am 1. Januar 1887 sogar noch sein 80. Dienstjubiläum zu feiern. Auch der Feldmarschall Graf Wrangel, der am 1. November 1877 gestorben ist, hatte 1876 sein 80 jähriges Dienstjubiläum feiern können, doch hatte er bereits seit dem Jahre 1864 sich aus dem aktiven Dienst zurückgezogen.

Ueber die Gala - Uniformen für die Reichs­beamten erhält dieSchles. Ztg." eine Uebersicht. Mit Uebergehung aller Rangdetails, ist danach ge­meinsam für alle Beamten der Rock aus dunkel­blauem Tuch, nach dem Schnitt des altbranden-. burgischen Waffenrocks. Kragen und Aufschläge für die Staatssekretäre aus violettem Sammet, für das Auswärtige Amt und die Verwaltung der Reichs- Eisenbahnen aus schwarzem Sammet, für den Rechnungshof aus dunkelblauem Sammet, für die Marineverwaltung aus dunkelblauem Tuch, für die Reichspostverwaltuug aus orangefarbenem Tuch, für die übrigen Reichsverwaltungen aus scharlachrotem Tuch ; Vorstoß nach Stoff und Farbe des Kragens, nur für die Verwaltung der Reichs-Eisenbahnen aus ponceaurotem Sammet; Schnurbesatz und laufende Einfassung nach Muster an den Vorder- und Hinter- chößen, am Kragen, an den Patten und an den Aufschlägen. Knöpfe unter den Patten je drei, im Rücken je zwei, an den Hinterschößen je einen, auf der Brust nur, soweit die Stickerei nicht hinab-

uiv tzen ;luna rtnen berS- g bei cheim ihn vor.

rufttge Hausfrau, die ich bei dem beste» Wille» ihm nicht sei» kann.*

»Ihre Gesundheit und Kräfte werde» wieder« kehre«, Fra» Wagenfeld*, antwortete Elisabeth, welche nie an eine Wiederverheiratung ihres Arztes gedacht.

»Nicht i» dem Maße, wie es hier erforderlich ist*, entgegnete die Kranke. »Mein armer Bruder hat bei feinem mühevollen Lebe» manche Entbehrungen zu tragen und für eine» Arzt ist eine freundliche Häuslichkeit eine gar wichtige Sache.*

.Der Ansicht bin ich auch, aber was sagt Ihr Bruder zu dem Vorschlag?' fragte Elisabeth.

.Denken Sie*, antwortete Fra» Wagenfeld, .als ich zum ersten Male mit ihm davon sprach, erklärte er mir, daß er auch schon denselben Gedanken gehabt, ihn aber meinetwegen nicht habe aussprechen wollen.*

.So ist es wohl schon eine bestimmte Dame, die er zur zwetten Fran wählen möchte s* erwiderte Elisabeth.

»Ja, und er hat stets eine freundliche Zuneigung M ihr empfunden. Aus dieser ist nun ein tieferes Gefühl entstanden.*

»Und wird eS von der Dame erwidert?* fragte Elisabeth etwas verlegen, denn ihr kam auf einmal der Gedanke, Doktor Bäumer könne ihr die wärmere Zuneigung seines Herzens geschenkt haben.

,DaS weiß er noch nicht, da fie ihm bisher nnr » ftenndschaftlicher Weise entgegengetreten ist.*

.Ist fie auch Ihne» bekannt, Fra« Wagenfeld?*

«Ja, Frau Eschenbach', antwortete die Kranke, .ich kenne und liebe fie gleich meiner jüngeren Schwester. Da aber mein Bruder selbst die Auge- egenheit mit Ihnen besprechen will, so darf ich ihm nicht zuvoikomme» und ihren Namen nicht nennen.*

Elisabeths offene Züge nahmen den Ausdruck ernsten Nachdenkens an, während sich die Kranke in ihre Kissen zurücklehute und halb entschlummerte.

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Deutsches Reich.

Berlin, 8. Jan. DerReichsanzeiger" meldet: Die Eröffnung des Landtages findet am 14. Jan. mittags 12 Uhr im Weißen Saale des königlichen Schlosses statt. Den Abendblättern zufolge ist der Chef der Admiralität Graf Monts nicht unbe­denklich an einer Lungenentzündung erkrankt. DerReichsanzeiger" veröffentlicht ein Schreiben des Kabinettsrates der Kaiserin Augusta, v. d. Knese­beck, an den Geheimrat v. Rottenburg, vom 3. Ja­nuar, mit dem Ersuchen, dem Reichskanzler über folgende Angelegenheit Vortrag zu halten: Ein Teil der Preffe habe sich jüngst mit einer demFremden­blatt" entnommenen Nachricht beschäftigt, wonach der verstorben- Kabinettsrat Brandts im Jahre 1870 geheime Depeschen aus dem Großen Hauptquartier während des Aufenthalts der Kaiserin in Homburg im Vertrauen auf die Freundschaft mit Morier damals in Darmstadt diesem mitgeteilt haben soll. Um das durch diese Verbreitung irrtümlicher Vermutung verletzte, bisher'unbescholtene Andenken eines streng gewissenhaften und treu ergebenen Be­amten vor Verunglimpfungen zu bewahren, würde Ihre Majestät es gern sehen, wenn in einer von dem Reichskanzler geeignet erachteten Weise die Wider­legung dieser mit dem Scheine authentischer Begrün­dung umkleideten Enthüllung erfolgte. Es müsse darauf hingen iesen werden, daß geheime Depeschen über Truppenbewegungen überhaupt nicht an die Königin gelangten, vielmehr nur diejenigen Depeschen, deren Veröffentlichung sofort nach dem Empfang er­folgte. Schon aus diesem Grunde sei nicht anzu­nehmen, daß Brandts Einsichten in Depeschen hatte, woraus Nachrichten vorzeitig geschöpft werden konnten. Uebrigens widerlege sich die willkürliche Behauptung auch dadurch, daß die Königin im Monat August 1870, als der Vormarsch über die Mosel stattfand, Berlin nicht verlassen hatte, vielmehr erst im Laufe des Oktober einige Zeit in Hornburg verweilte. Der Reichskanzler wird morgen hier erwartet. Dem Fürsten zur Lippe wurde vom Kaiser' der Schwarze Adler-Orden verliehen. In zwei Mo­naten wird das preußische Heer und das deutsche Volk einen Gedenktag feiern, der in der vaterlän­dischen Geschichte ewig denkwürdig bleiben wird Am 8. März d. I. wird Feldmarschall Graf Moltke

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg nni Kirchhain

TxpS>ition Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag vo« Joh. lag. Koch.

nimmt brüte seine Arbeiten nach den Weihnachts- ; [trien mit der Fortsetzung der zweiten Beratung ! tes Reichs Haushaltes wieder auf. Von demselben ______js, noch ein beträchtliches Stück zu erledigen. Der

Postetat, Militär- und Marineforderungen, die Etats der Zölle und Steuern gaben zu längeren Erörterungen inlänglichen Stoff, wenn auch die Geldbewilligungen Ml kaum in Frage kommen können. Die Neu- etberungen für Armee und Marine sind in dem . Rat noch nicht enthalten, dieselben werden erst U u« piter in gesonderter Vorlage erfolgen. Die An- r 17g achme, daß keine Artillerieforderung kommen werde, , L gar nur von sehr kurzer Dauer; die Vorlage wird « henso gewiß kommen, wie die bereits feststehende

50*Pfg.^ll. Marburg, sowie d. Aimon^B«emlr bim^afaßeta müHBogfet

Donnerstag, 10. Januar 1889.

schwierigen Gewässern aufgerannt und waren sie auch schnell wieder flott gemacht worden, gewinnen thut das Schiff dadurch nicht. Daß zahlreiche See­leute vom Fieber befallen sind, ist gleichfalls That- sache, und wenn auch keine Todesfälle zu verzeichnen sind, das ganze deutsche Volk wird in dem Wunsche übereinstimmen, die Flotte aus dem Fieberklima ent­fernt zu sehen, wenn diese Entfernung zu ermög­lichen ist. Dazu soll eben die Errichtung der Kolo­nialtruppe führen. Über Umfang und Aufgabe der­selben wird die deshalb an den Reichstag zu richtende Vorlage näheres ergeben; auf Schwierig­keiten wird dies Gesetz nach allem Anschein nicht stoßen, denn auch die Reichsregierung will nicht weiter als absolut notwendig gehen. Ein großer Kriegszug ist undurchführbar; wir müffen die Küste hallen, wenn wir dem Sklavenhandel entgegen treten wollen und das übrige muß die Zeit thun. Ohne Frage wird es auch in Zukunft nicht an blutigen Zusammenstößen fehlen, aber wenn auch Waffen­gewalt ein Gebiet erobern kann, seine Bewohner sind nur durch Werke und Bestrebungen des Frie­dens zu halten.

Das große Werk der Alters- und Jnvalidenver- forgung wird nun ebenfalls der Gegenstand der praktischen Thätigkeit des Reichstages werden. Bis­her handelte es sich um die akademische Diskussion der Frage, nunmehr kommt die Aufstellung der Einzelbestimmungen an die Reihe. Diese Aufgabe ist außerordentlich schwer und an eine Erledigung derselben vor Ostern ist auch nicht entfernt zu denken, denn, wenn auch der Gesetzentwurf im Prinzip eine Neichstagsmehrheit hat, so ist doch auch nicht eine Partei vorhanden, welche der ganzen vorliegenden Fassung zustimmte. Aus fast allen Reichstagsreden über den Entwurf klingt der Vorwurf wieder:Zu bureaukratisch!" und hier muß am meisten geändert, werden. Die Reform der Genossenschaftsgesetzgebung wird den Reichstag gleichfalls geraume Zeit in An­spruch nehmen. Auch diese Gesetzgebung ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Volksgesetzgebung, deren Bestimmungen für das persönliche Wohl und Wehe Einzelner von der größten Bedeutung sind. Das deutsche Genossenschaftswesen ist in sehr strenger Zucht groß geworden, denn die bisherige Gesetzge­bung war fast hart, aber die Reform muß doch die richtige Grenze halten zwischen Freiheit der Bewe­gung und sicherer Fundamentierung der Genossen- chaften. Auswüchse sind, wo sie sich finden, zu beschneiden, beim wir haben immer an das Prinzip des Genossenschaftswesens zu denken, nach welchen

z« dem frühere» Efchenbach'schen Reicktum war ihren Kinder» nur ein bescheidenes väterliches Erb­teil zugefallen sie selbst aber hatte für die gebrachten Opfer noü> keine» Ersatz erhalte». Nach ihrem Auf­enthalt in England, wo fie die Familie Walker lieben und hochschätzen gelernt, hatte fie keine weiteren Reisen unternommen, sondern nur mit ihren Kindern einige Winterwonate bei ihrer Mutter verlebt, die bann zur Sommerzeit sich gleichfalls in der Villa etngefnnben. Ihre Gesundheit hatte sich im Lause der Zeit wieder gekräftigt und wen» auch ihre Züge oft ernst und nachdenklich waren, so waltete sie doch wiederum frisch und blühend in ihrem Eigen- thum. Ihr zur Seite waren immer die ebenfalls blühenden Kinder, welche ihr mit nnbeschreiblicher Liebe anhingen und in denen sie ihre höchsten Schätze liebte und hütete.

Wie die A-izte voransgesagt, hatte da? Knieleiden >er Gericktsrätin Waldheim sich so weit gebeffeit, daß fie nicht mehr allein aus den Rollstuhl angewiesen war, sondern schon kleine Wege in der Stadt unter­nehmen konnte. Hermine Stein verttat «ach wie vor Tochterstelle bei ihr, schien auch keine Veränderung zu wünsche» und hatte verschiedene sehr annehmbare Heiratsanträge abgelehnt.

Auch Elisabeths sonstige Freunde in der Heimat erfreuten sich gleichfalls eines erwünschten Wohlseins.

Der Fabrikbesitzer Wendtorff hatte in der zweiten Gattin genügenden Ersatz gesunde» »nd die Ehe war eine sehr glückliche. Er hatte die Gerichtsrätin Waldheim verschiedentlich besucht, doch war unter hue» niemals von der Abwefenhett seines Sohnes die Rede gewesen.

Nur deffen hartnäckige Abwesenheit trübte das Glück seiner Tage und wen» er sich auch zuweilen >er Hoffnung hiugad, er und Elisabeth Eschenbach könnten noch ein glückliches Paar werden, so war >och keine Aussicht vorhanden, diese Hoffnung ver­wirklicht zu sehe», da Helbert in seine» seltenen Briefe» nie feinet Rückkehr erwähnte. Mr. Walker

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ringen, Europa würde aufatmen. Aber diese Öffnung ist äußerst gering, wir können nur die entliehe! alKn und äußern, daß die größtmöglichste Sparsam- ' :it bewahrt bleiben wird. Die Weihnachtsferien üben auch aüf militärischem Gebiete sehr schätzcns- >erte Erörterungan ergeben. Namentlich, was die

(145 5d)iffebauten anbetrifft, sind zahlreiche Vorschläge att Pnsgetaucht, es ist auf Schwierigkeiten aufmerksam . ' acht, die eine eingehende und vertrauliche Kom- __Pissionsbesprechung verdienen. 28 neue Kriegsschiffe ist schon für eine Seemacht, wie England,

«e Leistung; wie viel mehr ist eine solche für ere deutschen Werste, zumal die Arbeiten in ver­tu ismäßig kurzer Zeit beendet werden sollen.

Marineverwattung hat, wie wohl anzunehmen , den Bauplan reiflich erwogen, es wird aber gut sein, zu konstatieren, daß alle Berechnungen der That stimmen,

Große Anforderungen werden an Menschen- und iffSmaterial unserer Flotte gestellt. Die Sklaveu- abe in Ostafrika nimmt selbstverständlich enschen und Schiffe in gleicher Weise mit. Ver- ebene Fahrzeuge sind auf Korallenriffe in den sehr

^Nachdruck verboten.j

Pit Villa am Vheirr.

Original-Novelle von Mary Dobson.

(Fortsetzung.)

Auch für Elisabeth und die übrigen Personen ter Erzählung hatte btt8 allgemeine Naturgesetz geltend gemacht, »nd so waren feit den letzten tgängen fast zwei Jahre dahingeschwunde», ohne erkenswerte Veränderungen gebracht zu haben.

Majorin von Falkenbtrg halte ihren damals 6ttn Plan anSgeiührt, alles zu (Selbe gemacht nur eine kleine Wohnung in ber Stadt behalten.

dem traurigen Familienereignis hatte fie abeth zwar verschiedentlich wiedergesehen, doch beiden Seiten mit zunehmender Entfremdung, abeth konnte ihr die unehrenhafte Handlungs- e, durch welche fie so viel Unheil gestiftet, nicht Iben, fie dagegen stellte sich beleidigt und tief kt. Von dem Nachlaß ihres Vetters hatte fie, Elisabeth für ihre Kinder darauf verzichtet, zwei sie erhalte», der dritte war andern Verwandten fallen. Ihr Stiefsohn befand sich nach wie vor ber Kadettenanstalt; fie sah ihn aber nnr selten sich, denn er brachte seine Ferien gewöhnlich bei Verwandten feines verstorbene» Vaters zo. Von

Geldangelegenheiten sprach fie nie mehr, aber sammelte, so viel fie vermochte, für die komme»--

Tage.

Doktor Bäumer und feine Schwester lebten in ändertet: Freundschaft mit der jungen Herrin Villa am Rhein. Der' Arzt erfreute sich bei ausgedehnte» Praxis der beste» Gesundheit.

e Schwester dagegen kränkelte mehr denn je, so ihr die Sorge für den Haushalt der Geschwister schwer ward.

Vach Auflösung der Firma Eschenbach hatte ber Halter Gronau eine anbere Stellung angetreten, .. war er in allen geschäftlichen Angelegenheiten 'sabeths treuer Berater geblieben. Im Vergleich

IlICCTt neuen Schiffsbauten, vielleicht erleben wir , mch noch eine besondere Ueberraschung. Jedenfalls |I(uL «deuten aber alle diese Ansprüche ber Militär- und Warineverwaltung keine Verschlechterung ber allgc- Btemen Lage, sie sind die Fortentwickelung der ein- eal begonnenen Arbeit, bas Heerwesen auf die Schstmögliche Stufe der Vollkommenheit zu bringen. Hefe Arbeit verschlingt Millionen, alle Staaten eben sich die gleiche Ausgabe gestellt und alle Staaten zahlen die erforderlichen Summen. Freude erricht darüber nirgends und könnte ein Mittel tfunben werden, diese Ausgaben zum Abschluß zu