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Illustriertes SonnragsblM

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Bestellungen auf die

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wenigen Beispiele, bei denen es zum Handgemenge gekommen, und die Einführung der Mehrlader lassen die Zweifel als durchaus begründet erscheinen,

Anzeigen nimmt entgegn die Expedition d. Blatte« sowie d. Annoncen-Bureaux von Haasenftei» und Lagler in Frankfurt tu St, Löffel, Magdeburg tu Oien; Rudolf Stoffe in Frankfurt tu A., Berlin, München n. XSln; L Daube u. Lo. m Frankfutt a.Berlin, Hannover Baris.

lichen Glanzes gelobte der junge Monarch Treue der Reichsverfassung, Beobachtung einer friedliebenden und dem Reiche wohlthätigen Politik im Sinne seiner Vorgänger. Fürst Bismarck wurde bei dieser Ge­legenheit von dem Kaiser ganz besonders ausgezeichnet, wie ihm unter Kaiser Friedrich schon eine Auszeich­nung durch die Ernennung seines ältesten Sohnes, des Grafen Herbert, zum Staatsminister widerfahren war. Das Ceremoniell bei der Reichstagseröffnung fand seine Wiederholung bei der Eröffnung des preußischen Landtages. Rach dem Beschluß von Huldigungsadreffen vertagten sich beide Parlamente. Einen Augenblick ruhte nun der Parteizwist, entfachte sich aber bald um so heftiger, als der Krankheits­bericht der deutschen Aerzte über das Leiden Kaiser Friedrichs und das Tagebuch deffelben aus dem Jahre 1870/71 publiziert wurde. Mackenzie s Er­widerung und der Beginn des Geffken-Prozesses sind zu bekannt, als daß wir hier nochmals des Genaueren darauf einzugehen brauchten.

Zahlreiche Reisen füllen die ersten Monate der

Die Villa am Nhei«.

Original-Novelle von Mary Dobson.

(Fortsetzung.)

Es war dies kein seltener Fall, da die

Deutschland uud das Jahr 1888.

(Fortsetzung.)

Schmerzvolle, aber auch freudevolle Tage hat Kaiser Friedrich in Charlottenburg und später in Potsdam erlebt. Zu Tausenden drängte das Volk hinaus und wartete aus Botschaft über das Befinden des geliebten Kranken, an dessen Seite als uner­müdliche Pflegerin die Kaiserin Viktoria weilte. Nicht immer klangen die Nachrichten freudig. Zu Wiederholtenmalen traten außerordentliche Anfälle rin, welche den Kaiser an des Grabes Rand brachten, aber dann erholte er sich auch wieder, konnte die jubelnde Menge grüßen, sich über ihre liebevolle Begeisterung freuen. Und wahre Jubelstürme wurden besonders laut, wenn der Kaiser in Beilin erschien! Zu Kaiser Friedrichs Zeit waren weite Gebiete von heftigen Überschwemmungen heimgesucht. Da dem Monarchen selbst seine Krankheit weitere Reisen

Deutsches Leich.

Berlin, 2. Jan. DasMilitär-Wochenblatt" veröffentlicht die Verleihung des Charakters als Hauptmann und die Kommandierung des Afrika­reisenden Wißmann an das Auswärtige Amt. Das Staatsministerium hielt heute nachniittag um 3 Uhr eine Sitzung. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm sandte, wieW. T- aus Rom, 1. Januar, berichtet, dem König Humbert aus Anlaß des Jahreswechsels em Telegramm, in welchem er mit lebhafter Befriedigung der in Italien verbrachten schönen Tage gedachte und die Hoffnung aussprach, daß, wie in der Vergangenheit, so auch in der Zu­kunft das Glück dem König und der Königlichen Familie günstig sein möge. Dem Ministerpräsidenten Crispi gingen von dem Reichskanzler Fürsten von Bismarck, sowie von dem Staatsminister Grafen Herbert Bismarck herzliche Neujahrsglückwünsche zu. Zum 1. Januar 1889 sind von Seite der Truppenteile Berichte an das Kriegsministerium über das Bajonettfechten fällig, in welchen diese sich darüber äußern, ob unter den heutigen Verhältnissen das Bajonettsechten beibehalten werden soll oder nicht, lieber die Nützlichkeit des Bajonettfechtens wie für die Entwickelung des Angriffgeistes besteht wohl eine Meinungsverschiedenheit nicht, aber die ungeheuere Vervollkommnung der Feuerwaffe, die

Oberhesfische Zeitung

nebst Kreisblatt

Mr die Kreise Marburg «ud Kirchhain

und

Illustriertes Sorrrttagsblatt werden noch fortwährend von sämtlichen Postämtern und von unserer Expedition ent­gegengenommen.

In Kirchhain nimmt Herr Buchbinder Rindt Bestellungen entgegen.

Im neuen Quartal kommt im unter­haltenden Teil der höchst spannende Roman Im Sturm -er Eifersucht von Ernst Fritze

neben anderen kleineren Novellen und Humo­resken zum Abdruck, worauf wir besonders aufmerksam machen.

Soweit der Vorrat reicht wird der Wand- «nd Schreibkalender für 1889 auch den Nachbestellungen noch beigegeben werden.

Die Exped. der Oberh. Zeitung.

Marburg, Freitag, 4. Januar 1889.

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für dir Kreise Marburg uni) Kirchhain

ExpHitiou Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Jvh. Lua Koch.

verbot, besuchte die Kaiserin Viktoria in seinem Auftrage die betreffenden Städte und Ortschaften. Auch die Königin Viktoria von England stattete nach langer Pause in Berlin einen Besuch ab und wurde sehr freundlich begrüßt. Fürst Bismarck hatte eine Unterredung mit der englischen Herrscherin und brachte von derselben die angenehmsten Ein­drücke mit. Ganz besondere Freudentage für den kranken Kaiser waren die Vermählung des Prinzen Heinrich, seines zweiten Sohnes, mit der Prinzessin Irene von Hessen im Charlottenburger Schlosse, und die Vorführung der zweiten Gardc-Jnfanterie- Brigade durch den Kronprinzen Wilhelm. Aber dar­nach erlosch auch langsam die Lebenskraft des schwer geprüften Herrn. Noch erreichte er sein Lieblings­schloß Friedrichskron bei Potsdam, noch empfing er dort den Besuch des Königs Oskar von Schweden, aber gegen die fürchterliche Krankheit gab es kein Mittel, fanft entschlief er, am 99. Tage nach dem Antritt seiner Regierung, ein Dulder, wie die Ge­schichte ihn nur sehr selten aufweist.

Kronprinz Wilhelm bestieg mit 29 Jahren den Kaiserlhron als Wilhelm II. Schon feit Beginn des Jahres hatte man sich viel mit seiner Person beschäftigt. Die Missionsversammlung beim Grafen Waldersee hatte zu allerlei Erörterungen Anlaß ge­geben und bei der Feier des 73. Geburtstages des Reichskanzlers am 1. April 1888 war er mit einem Toast hervorgetreten, welcher den jungen Prinzen in deutlichster Weise als treuen Verfechter der Grund­sätze Fürst Bismarcks hinstellte. Hinzukam, daß Pariser Blätter nicht aufhören konnten, ihre kriegs­lustigen Gedanken unterzuschieben. In mehrfachen Reden nahm der Kronprinz aber Gelegenheit, seine Friedensliebe ganz energisch zu betheuern. Nun hatte er die Leitung der Reichsregierung über­nommen, wie werden seine ersten Worte lauten? Am Abend der Beisetzung der Leiche Kaiser Friedrichs in der Potsdamer Friedenskirche trat der Kaiser mit einer Proklamation an das Volk hervor. Schlicht und kurz gefaßt athmete sie Zuversicht zur Treue des Volkes und echtes Gottvertrauen. Zu gleicher Zeit wurden die Volksvertretungen des Reiches und Preußens berufen.

Kaiser Friedrich war es versagt geblieben, in Person den Parlamenten gegenüberzutreten, seine Botschaften waren durch Huldigungsadreffen der par­lamentarischen Körperschaften beantwortet worden. Kaiser Wilhelm II. erschien nun selbst vor dem Reichsparlament und dem Preußens. Umgeben von fast allen deutschen Fürsten, unter Entfaltung kaiser­

vergeblich, fie vermittelst etmS Riech fläfchcheuS ihrer Ohnmacht zu entreißen. Dies mit einem Blick über­sehend, reichte er aus feiner Brusttasche Hermiue ein Flacon und sagte mit unverkennbar englischem Accent:

Nehmen Sie dies, mein Fräulein. ES ist ein starkes Riechsalz uud wird der Dame gute Dienste leisten.*

Dankend ergriff Hermine d-S fein geschliffene GlaS und hielt eS sogleich der Rätin entgegen, die auch alsbald die Augen aufschlug und nach einigen Sekunden mit matter Stimme sagte:

Ist ein Unglück geschehen?"

Nein, Frau Rätin", entgegnete beruhigend die Direktorin,dieser Herr hat das Unglück verhütet und wir können weiter fahren."

Jetzt wandte sich Hermine an den Fremden nnb sagte, ihm das Flacon zurückgebend:

Nehmen Sie unfern besten Dank, mein Herr, für Ihre so rechtzeitige Hülfe."

Dessen bedarf es nicht", mein Fräulein, war die Antwort,jeder Mann, der gleich mir der Weges gekommen, hätte dasselbe gethan und thun können l"

So erlauben Sie wir zu fragen, wem wir de» Beistand verdanken?"

Mein Name ist Walker Henry Walker."

Walker?" wiederholte überrascht Hermine, während die Rätin sichtlich erschöpft in die Kiffen zurücklehnte.

Sollte er Ihnen bekannt sein?" fragte gleichsam überrascht der Fremde.

Wir haben ihn vor einiger Zeit nennen hören, allein--

Ich lebe in Valparaiso anb bin in befonberen Geschäften hier. Notwendigerweise muß ich diesen Abend nach London reifen, wo meine Familie mich erwartet, doch werde ich bald znrückkehren und mir dann auch erlauben, mich nach dem Befinden der kranken Dame zu erkundigen, die sehr leidend zu sein scheint.-

Erscheint täglich außer an Werktag« nach toonn* nnb Feiertagen. - Onartak-Abomuments-PreiS bei der Sxpe- Mtion 2\-t Ml., bei den Postämtern 3 SU. 50 Pfg. (exll Bestellgeld). JnferttoaSgebÜhr für die gespaltene Zeile 10 Bffl.. Reklamen für die Zeile 25 Bffl.

den Bürgern der Stadt gehörten, und für die Nacht­zeit ans eine andere Werde gebracht wurden; die Frauen dachte» daher so wenig an Gefahr, wie der Kutscher, der seinen Weg rvhig verfolgte.

Plötzlich aber gerieten die Kühe in» Laufen uud kamen dem Wage» wild entgegen. Noch an keine Gefahr denkend, wollte die Rätin den Kutscher auf- forbern, zu halte», um die Heerde vor überziehen zu lassen, als die Pferde fich hoch aufbäumte» uud er­schreckt davonjagten. Hoffend, daß der Kutscher fie zur Ruhe bringen würde, konnten Hermine uud die Direktorin fich einiger Besorgnis nicht erwehren und blickte» aus die Rätiu, die iudeß ihre Fassung bewahrte.

Die Sache würde auch wahrscheinlich ohue jeg­lichen Unfall abgegangen fein, denn Kutscher nnb Pferde waren mit einander vertrant, allein als der erstere die Zügel fester faffen wollte, wurde er von dem Bock geschleudert und halÜoS rannten nun die Tiere davon. Die Rätin stieß einen gellenden Schrei aus uud nun ergriff auch ihre Begleiterin große Angst.

Unterdeß hatte der Kutscher fich wieder erhoben, allein er vermochte den Wagen nicht zu erreichen und stcherlich wäre ein Unglück geschehen, als plötzlich mit einem heftigen Rucke die Pferde standen. Hermine sah einen wohlgekleideten Mann die Zügel halten und die Tiere beruhigend streicheln, die nach der gehabten Anfregnng keuchten und schäumten. Zu. gleich rief er den Damen in fremdländischem Deutsch zu, daß keine Gefahr mehr vorhanden sei, nnb als auch ber Kutscher, welcher unverletzt geblieben, heran, kam, Übergab er ihm bte Pferde nnb trat an ben Wagen. Hier ward in anderer Weise seine Teil- . »ahme in Anspruch genommen, denn die Rättu lag bewußtlos da und ihre Begleiterinnen versuchten

manöver und die Hofjagden herbeiführten. Vor sehr kompetenten Beurteiler» wie dem König von Sachsen, dem Erzherzog Albrecht von Oesterreich, dem Groß­fürsten Wladimir von Rußland und anderen zeigte sich der Kaiser als tüchtiger General. (Forts, folgt.)

»Gs wird uns eine Freude sein, Sie zu sehen, Mr. Walker'', erwiderte Hermiue voll Staunen über ein so seltsames Zusammentreffen mit Helbert Wend- torffs Freund.Suchen Sie gefälligst die Gerichts, rätin Waldheim auf."

Waldheim?" wiederholte seinerseits erstaunt der Fremde und heftete einen forschenden Blick auf die Rättu.Der Name ist mir nicht unbekannt and ich hoffe bei meiner Rückkehr ans England die Fran GerichtSräti» wiederhergestellt zu sehen."

Sich leicht verbeugend, ttat er vom Schlag zurück und Hermine bettachtete ihn mit prüfendem Blick. Seine Erscheinung erinnerte an Helbert Wendtorff, er war aber um mehrere Jahre älter als dieser.

Der Wagen setzte fich in Bewegung und mehrmals grüßeud, verfolgte ber Fremde seinen Weg. Das Hans ber Rättu war balb erreicht nnb bte Gerichts- direktoriu schlug vor, Doktor Stein sogleich kommen zu laffeu.

Doch nicht wegen bes kleinen UnglückSfalleS, liebe Fran Direktorin", sagte die Rättu.Ich habe mich ja beretts wieder erholt uud möglicherweise kommt der Doktor mit seiner Frau ohnehin »och diese» Abend zu uuS. Hermiue", wandte fie fich dann au diese.Du hast mit unferm Helfer in der Not gesprochen, wer war eS?"

Ein Amerikaner, Fran Rätin, dessen Namen Sie ebenso überraschen wird, wie er »nS überrascht hat; er heißt Hem y Walker nnb kommt auS Valparaiso."

Mr. Walker anS Valparaiso?" wtderholte die Rättu.DaS ist settsaw. Was mag ihn nach Europa geführt haben?"

Geschäfte besonderer Art, wie er sagte."

Hier wurden fie durch Doktor Steiu« Erscheinen unterbrochen, welcher bereits von dem Unfall gehört und fich nach dem Befinden seiner Patientin erkundige» wollte, die er zu seiner Freude in lebhafter Unter- rebnng antraf. Auch er war über Mr. Walker» Erscheinen sehr erstaunt.

So können auch Sie nur keine nähere Erklärung

gezogen werden könne, welcher im richtigen Ver­hältnisse zu der auf diese Ucbungen verwandten Zeit steht. Dies war die Ursache, daß das Kriegs- minffterium die Angelegenheit angeregt hat und, wie wir hören, sind die Berichte in einem Sinne aus­gefallen, daß die Frage als entschieden bewachtet werden kann, so daß die Abschaffung des Bajonett­fechtens zu erwarten ist. Wir glauben nicht, daß der offensive Geist der Armee hiervon benachteiligt wird, denn dieser kann nicht besser erzogen werden, als durch die Schieß- und Gefechtsausbildung, und der Mehrlader setzt den Mann jeden Augenblick instand, über einen Schuß verfügen zu können. Selbstredend zieht die Maßnahme eine nicht unbe­trächtliche Zeitersparnis nach siH, welche der Schieß­ausbildung zu statten kommen soll. Am 3. Januar beginnen die Sitzungen des mit der endgültigen Feststellung des neuen Exerzier-Reglements für die Feldartillerie beauftragten Ausschusses. Der Entwurf

geben?" fragte die Rätin.Haben Sie wirklich nicht durch Herrn Weudtoiff die Ankunft seines Freundes erfahren?"

Nein, Frau Rätin", erwiderte ber Arzt,es ist mir nichts bavon bekannt. Helbert hat Über. Haupt seit längerer Zeit nicht mehr geschrieben, wir werden also von Mr. Walker selbst bte Aufklärung erhalten."

Der Unfall ber Rättu nnb ihrer Begleiterinnen war bald in ber Stadt bekannt geworden und von allen Seiten gingen Beweise ber Teilnahme unb @ifunbigungen nach ihrem Befinde» et». Die ver­traute» Freunde erfuhren habet, wer ihr Lebensretter gewesen und auch fie sahen mit Spannung ber Rück, kehr Walkers entgegen.

Dieser stellte sich auch »ach Verlauf einiger Wochen bort ein.

Die Rätin nnb Hermine befanden fich gerade im Gartenzimmer und unterhielten fich wie immer, wenn fie allein waren, von Elisabeth unb ben Kindern. Ihr Gespräch würbe burch ein lautes Klingeln unter­brochen unb gleich darauf meldete die Dienerin Herrn Walker, ber auch sofort im Sartenztwmer erschien nnb nach gegenseitiger Begrüßung fich mit herzlicher Teil­nahme an bte Rättu wandte.

Meinen Namen wirb Ihnen bte junge Dame wohl schon genannt haben."

3a, Mr. Walker", antwortete bte Gerichtsrätin, »Sie finb Helbert WenbtorffS Freunb, wir haben, wie Sie beulen können, mehrfach von Ihnen gesprochen. Sie sehen, baß ich noch immer leibenb bin."

Um so mehr fühle ich bte Verpflichtung, mich gleich uach meiner Ankunft zu erkundigen, ob ber kürzlich gehabte Schaden keine schlimme» Folgen ge­habt", entgegnete ber Amerikaner.

O nein, Mr. Walker, ich habe mich von ber anSgestanben Angst erholt. Gestatten Sie mir aber, Ihne» noch nachträglich meinen Dank für ben mir geleisteten Beistand auszusprechen!"

Sie haben wirklich keine Ursache bqn, Fr«

Regierung Kaiser Wilhelm's II. Um ganz Europa den erneuten Beweis seiner Friedensliebe zu geben, die Jntrigucn, welche sich in Petersburg noch immer gegen Deutschland breit machten, zu beseitigen, unter­nahm der Kaiser von Kiel in Begleitung eines mächtigen deutschen Geschwaders seine erste Rund­reise nach Petersburg, Stockholm und Kopenhagen, während welcher ihm sein fünfter Sohn geboren wurde. Ueberall fand eine herzliche Begrüßung der Monarchen und Völker statt, nur in Kopenhagen er» I........vmuu«,*

laubten sich bezahlte Franzosenfreunde eine kleine ltzaß nun noch aus demBajonettfecht'en"einNutzen Demonstration. Auf der Rückkehr blieb der Kaiser

eine Nacht beim Fürsten Bismarck in Friedrichsruhe, ein Zeichen ganz besonderen Vertrauens, das später beim Besuch von Hamburg aus Anlaß der Zollan­schlußfeierlichkeiten seine Wiederholung fand. Zum Besuche in Berlin trafen später ein die Könige von Sachsen, Portugal, Griechenland, letzterer aus Anlaß der Verlobung seines ältesten Sohnes, des Kron­prinzen, mit des Kaisers Schwester, der Prinzessin Sophie, Dänemark und Schweden. König Oskar hielt den jüngsten Sohn des Kaisers über die Taufe, der ihm zu Ehren dm Namen Oskar erhielt. Auch späterhin fehlte es an zahlreichen fürstlichen Besuchem nicht, welche die nahe Berlin stattfindenden Kaiser-