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m anderen kleineren Novellen und Humo- kn zum Abdruck, worauf wir besonders oerksam machen.

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diesem Augenblick nöherte sich Doktor Bäumer ' Veranda, wo Mutter und Tochter saßen und ff mit frenudlicher Begrüßung:

»Ich störe wohl et» ernstes Gespräch;» -

ihnen die Zeitung nur bis zum 30. sicher geliefert wird, wenn nicht vorher

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Für -e« Reichstag

die ostafrikanische Angelegenheit die Frage, am ehesten gelöst werden muß. Schon acht nach Neujahr tritt die Volksvertretung wieder

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wüt eine Vtertelstuude von hier den alten tianten Mana besuchen, den auch Sie so gütigst unter, stütz««, und bringe die Kinder ans de» Rückwege wieder.»

Elisabeth gestattete das Mitfahren unter Hermineus Schutz, und während diese jubelnd ihre Garteuhüte ergriffen nnb nach dem Wagen eilten, sagte de?. Doktor zu der jungen Wittwe:

Mein heutiger Besuch hat noch einen anderen Zweck, beim ich wollte den Besuch meiner Schwester melden, die Ihre Bekanntschaft machen möchte. Paßt eS Ihnen, so wird ste schon diesen Nachmittag kommen."

Mutter und Tochter baten dringend darum und der Doktor fuhr mit Hermine und den Kindern fort.

Bald darauf überbrachte das Hausmädchen die angekomweuen Briese, unter denen Elisabeth auch einen von ihrer Schwägerin fand, den fte sogleich öffnete und laS: i

Meine teuerste Elisabeth!

Da Du mir Verlassenen in Deinem schönen Hanse so freundlich Aufnahme angeboteu, teile ich Dir mit, daß ich schon Übermorgen eiutnsftu möchte. Es ist mir eine unbeschreibliche Freude, DH, bst liebe Mama und die Kinder wiederzuseheu. Meinen Walter habe ich nach der Kadettenanstalt begleitet, wo er auch die Pfingstfeiertage bleiben wird. Empfiehl mich Deiner lieben Mama und Fräulein Stein. Mit herzlichem Gruß

mir t , Deine Karoli« ton Falkenberg.»

Elisabeth hatte beim Lesen der wenig«, Zeilen das alte unbehagliche Gefühl rntpfnuden, mit ihrer Schwägerin zusammen zu sein und sagte:

Sardine hätte uns wohl etwas früher ihre Ankunft melden können, doch ist ste mir willkommen.«

Und Hermineus Brief?» fragte die Rätin; vielleicht eine Anffordernng za kommen, obgleich ich keine Beraulaffnng dazu wüßte." '2i '

Dennoch war es eine solche, dem, als Hermine «st den Kindern zmückkehrte und daS für ste einge- flW-W Schreiben gelesen hatte, fette sie mit sicht-

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berhesfische Zeitung «rüst Kreisblatt

Ne Kreise Marburg und Kirchhai«

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Die Rättn nnb ihre Toqter erwiderten seinen Gruß und Elisabeth sagte:

»Nein, lieber Herr Doktor, Sic flo.ru eS nicht. Sie können überhaupt leicht erraten, was wtt be­sprochen haben.»

«Den Versuch möchte ich doch nicht wachen», ent­gegnete der Arzt, .wenngleich eS der ernsten Dinge viele gibt, die Ste nach langer Trennung mündlich erörtern tönnten.»

Jetzt sprangen, von Hermine begleitet, die Kinder herbei, welche den Hausfreund wie immer mit kstid- licheu Fragen bestürmten. Als er diese geduldig beantwortet, sagte er, die Hände der vaterlosen Waisen fest in den feinen haltend:

Ihr freut Euch doch gewiß sehr, die liebe Groß­mama hier zu haben, die Ihr während so langer Zeit nicht gesehen?»

,3a gewiß, Onkel Doktor!' riefen Beide wst strahlenden Augen und Hilda fügte wichtig hinzu: »Ich bin immer bei Großmama und pflege ste nnb helfe auch Susette, ste iw Garten nmhrrfahien.»

»Das thust Du, kleines Mäuschen?» entgegnete der Arzt, das reiche, seidenweiche Haar des schönen Kindes streichelnd.

.Gewiß», verstcherte Hilda, .ich versteh dar gut, »denn ich habe unseren Papa auch gepflegt. Frage nur Mama.»

»Ich glaube Dir schon, tot ne Tu eS mir sagst», antwortete der Doktor, während die Anderen svoll Rührung auf daS Kind blickten. (

.Wir Alle wollen Papa bald besuchen und ihm «ränge bringen», fuhr Hilda mit ernstem Geficht fort. .Wenn der Wagen für Großtmmta fertig ist, fahren wir nach dem Kirchhof.»

.Ausfahren!» rief lebhaft der kleine Rudolf. .Ausfahren, Mama!» und fah-ftiue Mutter mit freudestrahlenden Augen an. Doktor Bäumer, seine Bewegung bekämpfend, sagte »st erzwungenem Scherz:

.Du und Hilda, Ihr könnt mit mir fahren», und stch an Elisabeth toenbanb, setzte er hinzu: .Ich

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ßSchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg mld Kirchhain

Expedition Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Sag. Koch, *

Deutsches Reich.

Berlin, 28. Dez. Wie derKreuz-Zeitung» Mrtgetcilt wird, findet nach Allerhöchster Entschlie-

licher Freude:Meta Onkel und meine Tante stad auS Newyork gekommen und möchten mich gerne sehen." ix Äfe ^ald Du willst, Hermine", fiel schnell die Rättn ein und Elisabeth sttzte scherzend hinzu:

Wir bekommen sogar für Deine Gesellschaft schon Ersatz."

»Deine Schwägerin ragte die Freundin.

f.-o», i«t wird schon morgen nachmittag anlangen."

Dann will ich doch lieber erst am Montag reisen", entgegnete lächelnd Hermine,eS könnte sonst fast den Anschein haben, als wollte ich sie vermeiden."

Ihrem Versprechen gemäß, erschienen dann auch am Abend Doftor Bäumer nebst seiner Schrrcster, Frau Wagenfeld, und bald darauf Herr Albrecht, der Fran Eschenbach zu sprechen wünschte. U ber. zeugt, daß nur eine wichtige Angelegenheit ihn in so später Stunde nach der Villa geführt, begab sich Elisabeth ins Vorzimmer, wo der Kommis ihr mit den Worten entgegentrat:

Entschuldigen Sie meinen späten Besuch, allein es sind Briefe aus Holland gekommen, die sogleich beantwortet werden mußten und Ihrer Unterschrift bebnrfteu und da ich sie Niemanden auve^ttoaen wochtt, so habe ich selbst ste gebracht", nt» 'habet reichte er ihr die Papiere.

Elisabeth bot ihm einen Stuhl und setzte sich , den Schreibtisch und verlas aufmerksam die Briei die sie mit ihrer Unterschrift versah.

AlSdarm führte sie ihren Gast in dar Garten­zimmer zu den Anderen, wo bald eine allgemeine Unterhaltung begann. Als Habet die Rede auf die Rajorstl kam , die am folgenden Tage ankommen sollte, sagte die Rätin:

, mit de pitze d rätenti» tkolell»

«ßerjon km Grafen Herbert Bismarck bereits ange- mcr den sgor[Qge betr. die Einführung einer Land- he üra9 lade an der Zanzibarküste zur Bekämpfung der

indende,großer Wand- und Schreibkalender jenhm^ r i#89 beigegeben.

ie SieM neuen Quartal kommt im unter-

8ung zur Feier des Neujohrslagts des königlichen Schlosses ein Goitesd^ welchem die gesamte königliche Familie v nach dem Gottesdienste werden Ihre Kaistn,., König!. Majestäten in einer Kur die GlÜcku^a aller btrjenigen Personen entgegennehmen, die 1 gleichen Anläßen zu erscheinen berechtigt sind. Au den 18. Januar ist ein Kapitel des Schurorzen Adler-Ordens anberaumt und am 20. Januar avird das Ordensfest in herkömmlicher Weise begangen Hierauf beschränken sich dre Festlichkeiten dieses Winters; selbst der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers soll nach dem Willen des erlauchten Herrn in aller Stille begangen werden. Auch die üblichen Bälle bei den Botschaften: und Ministern fallen in diesem Winter aus. In einer Umschau Äber die dem Landtage zu stellenden Aufgaben schreib» diePost":Bon dem Finanzminister wird vo allem die Wiederaufnahme der seit 1884 stockender Reform, der direkten Steuern mit Sicherheit str er­warten sein. Nach dem von Herrn Scholz 1886 entwickelten Programm ist anzunehmen, daß die Reform der Personalsteuer die positive Seite seiner Vorschläge bilden wird. Ebenso ist anzunehmen, daß dabei als Grundlage der Veranlagung wenig­stens zum Teil die Deklarationspfiicht angenommen werden wird. Alles übrige und insbesondere, was eben von den bestehenden Steuern gleichzeitig über Bord geworfen werden soll, entzieht sich noch der Beurteilung. Jedenfalls aber scheint auf diesem Gebiete dem Landtage das Hauptstück gesetzgeberischer Thätigkeit bcvorzustehen." Nach der seitherigen Hal­tung der Parteien im Landtage wird das Schicksal des erneuten Versuches einer Steuerreform torfe"* sich davon abhänHen^ ob die Regierung o*4- weitere Befreiung von der Klaffensteuer verz Nach früheren Äußerungen des Herrn von k ist das kaum anzunehmen. Bezüglich der F wesiikontingentierung hat der Bundesrat., mungen beschlossen, welche nach der<;Fl

ter be« AMver gtiieyeri roiro, wenn nrcyr vorder, der Nie Gestellung auf das erste Qartal 1889 eben. n $eUert ist, wir ersuchen deshalb die Be- in Fra- «ytqen auf die >e. ein»

ertrage» I « § t « kM btt Eifersucht un98 von Ernst Fritze

inbt Bestellungen entgegen und hier in n teihrg unsere Expedition.

Die Exped. der Oberh. Zeitung.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition b. Statte# sowie d. Annoneen-Bureanx von Haasenstein und Vogler

Daube u. Lo. m Frankfurt a.»., Berlin, Hannover. Paris.

Reiche abtreten, aber es sieht fast so auS, daß hier­gegen von London aus Widerspruch erhoben werden würde. Eine Handhabe zu solchem Protest besitzt man in London in dem zwischen Deutschland und England abgeschloffenen astafrikanischen Grenzvertrag, in welchem ausdrücflich die Unversehrtheit des Sul­tanats Zanzibar garantiert ist. Mit solchen Ver­trägen ist es nun zwar eine eigene Sache und Eng- land ist gerade ber Staat, der es damit am wenigsten genau nimmt, aber Fürst Bismarck würde es schwer- lich John Bull nachmachen. Blieben also nur freundschaftliche Ausgleichsverhandlungen zwischen Berlin, London und dem Sultan von Zanzibar übrig, die über lang oder kurz ja auch wohl zum Ziel führen könnten. Sobald nrni aber das deutsche Reich der Oberherr eines Teiles der Zanzibarküste ist, treten auch die Bestimmungen der in Berlin selbst abgeschlossenen Afrika-Akte, nach welchen wir Sicherheit und Ordnung in jenen Gebieten zu garantieren haben, inkraft. ____

Garantie ist ja wohl zu übernehmen, immer­hin verschlingt sie anfänglich viel ~.7_. Kurzum, die ostafrikanische Angelegenheit, die so einfach erscheint, gewinnt, wenn die Frage der Ueber- nahme der Hoheitsrechte durch das Reich ins Spiel kommt, infolge der bestehenden Verträge eine recht verwickelte, Gestalt. Graf Herbert Bismarck hat sich im Reichstage auf diesen Punkt vorsichtigerweise gar nicht eingelassen und es ist für einen Vertreter der verbündeten Regierungen allerdings schwer, über einen Gegenstand sich vernehmen zu lassen, der so völlig noch in der Lust schwebt. Wenn das Reich, was abgewartet werden muß, sich zurUeber- nähme der Hoheitsrechte nicht entschließen will oder kann, so kommt, wenn Deutschostafrika gehalten werden soll, als Berwaltungsorgan nur eine deutsche Privatgesellschaft in Betracht. Die bisherigen Geld­mittel der ostafrikanischen Gesellschaft sind zu Ende, neue Summen sind bisher nicht aufgebracht. Auch dieser Punft bleibt also dem Reichstage zu erörtern übrig. Vielleicht läßt sich die Sache so arrangieren, daß die zu errichtenden Garnisonen für ein oder zwei Jahre für die ostaftikanische Gesellschaft provi­sorisch die Verwaltung und Zollerhebung mit über­nehmen, damit man sehen kann, wie die Dinge sich entwickeln. Dann ist keine Zeit verloren und können

ieni unterbreitet werben. Es handelt sich bekanntlich um die Errichtung von vier ständigen mionen unter dem Kommando deutscher Offiziere. > So'fe ^cnb Weihnachtsruhe hat sich die allgemeine

Schuld.-Wsere geeyrren rtvonnemen l"E bi» M Post machen wir darauf aufmerksam, u Sah, -

dahin gehen: Den Branntweinbentzern w ktr dasjenige Branntweinquantum, mit rM^'si ihnen für das Betriebsjahr 1887/88 überwiesene, zum niedrigeren Satze der f-x* abgabe herstellbare Branntweinmenge gegen tue end­gültig festgesetzte zurückgeblleoen ist, noch nachträglich im Betriebsjahr 1888/89 über ihr Jahreskontingent hinaus abzubrennen. Ist in einer Brennerei im Betriebsjahr 1887/88 nicht die volle Jahresmenge an Branntwein, welche der Brennereibesitzer noch der endgültigen Feststellung zum niedrigeren Ver-

sNachdrnck üerboten.J

> Die Villa am Rhein.

Original-Novelle von Mary Dobson.

sich (Fortsetzung.)

Grieche »Mein Anblick, JHebe Mutter, setzt Dich iu Er»

Erscheint Ulrich außer an Werktagen naq ©onn- und

qa a ,c Ferertagen. Onartal-Abonnemems-PreiS bei der Exp»- 4fc.; re

K-ual -M 306» ys» titw* bd den Postämtern mW Pfg. (eilt. "

- BestellgeIdl. Inttrti°nrg-bÜhr für die gelpÄttn- Zecke SvNNtag, 30. Dezember 1888.

10 Big., Reklamen für die Zeile 35 Pfg. ö' u

Die atme Karoliue thut mir aufrichtig leid, da sie nicht wieder tu das Vaterhaus zurückkebreo kann." n -.Bedaueru Sie sie nicht. Frau Rätin", erwidertt Ludwig Alhrecht,Karoltue hat das glückliche Naturell, N überall heimisch zu fühle», auch hat das alte düstere Gebäude, wie ste dar alte Familienhgn» ttmer nannte, ihr nie BefouberB zngesagt," y N

. ein a .3a, mein teures Kind, denn ich hatte gefürchtet, w hab- ; Hrrmine in bezug auf Deine Gesundheit nicht - -*MSe Wahrheit geschrieben. Zu meiner Freude r habe ich ihre Veistcherungeu selbst bestätigt ge« n Bnb sehe jetzt mit größerer Ruhe als bisher " BuHtte Zukunft.»

r 1 ihue ich gleichfalls, Mutter», entgegnete Wkth,es wird aber wohl noch einige Zeit Wer hingehen.»

j,3st denn gar keine Aussicht vorhanden, von WEicheubachschen Reichtum wenigstens einen kleinen U. für die Kinder erhalten zu sehen?» fragte fMtin.

-Ich glaube eS nicht, Mutter, ich werde mich P», wenn wir zum Schluß nicht noch neue Der- W haben.»

-Was wird dann aus Gronau und Ludwig Albrecht pkn?* fuhr die Rätin nach kurzer Pause fort. ^»Oronan wird Buchhaller in einer hiesigen Fabrik schon jetzt gesichert ist, und die Pläne Albrechts F »ir unbekannt, doch besitzt er ein kleines Kapital, 1 bem er sich vielleicht an einem Geschäfte be. Rgeu wird. Leider hat Gustavs Tod Beiden Nachteile gebracht und namentlich Albrechts B4ten gänzlich zerstört.»

er denn ein tüchtiger Geschäftsmann?» b3a, und dabei besitzt er einen sehr ernsthaften ffdkter.

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Erörterung fast ausschließlich mit der ostafrikanischen Angelegenheit beschäftigt, und es sind sarin schätzens­werte Ergebnisse erzielt worden. Vor allem ist ziemlich einmütig zugestanden, daß die Flottenblockade nur der nach Monaten rechnende Beginn der Be­kämpfung der Sllaverei sein kann, daß ihre permanente Durchführung für die Dauer von Jahren aber nicht möglich ist. Tie Kosten würden so enorm hoch sonst werden, daß die erzielten Resultate damit gar nicht im Einklang mehr stehen. Graf Bismarck hat hieraus schon im Reichstage hingewiesen, und seitdem hat sich die Ansicht befestigt. Die Blockade dauert nun bereits einen Monat; es sind daran beteiligt direkt sechs englische, sechs deutsche, vier portugiesische, zwei sranzösische Schiffe und ein italienisches Fahr­zeug. Nach den offiziellen Mitteilungen sind von dem deutschen Blockadegeschwader zwei Sklavenschiffe mit etwas über zweihundert Negern aufgebracht, die Kriegsschiffe anderer Mächte haben gar lernen Fang gemacht. Dieses Resultat kann nicht überraschen, denn bie- arabischen Sklavenhändler, welche die Gefahr kennen, werden sich natürlich in Acht nehmen. Es läßt sich wohl annehmen, daß späterhin mehr Erfolge erzielt werden, aber eine Blockadeflotte wird, wenn sie am Lande keinen Rückhalt hat, nicht Monate, sondern Jahre zur Unterdrückung des Sklavenhandels nötig haben. Und unsere Flotte ist nicht so groß,, daß wir Jahraus Jahrein ein halbes Dutzend Schiffe oder noch mehr in Ostasrika unterhalten können. Vorerst kam es auf die Er­zielung eines kräftigen moralischen Eindruckes an, das ist gelungen und wird in den folgenden Monaten noch befestigt werden. Das Weitere wird dann mit gesicherter Küstenbedeckung und einigen Schiffen wirkungsvoller und billiger erreicht werden. Die Reichsregierung wird ja über diesen Piml? A. Reichstage detaillierte Darlegungen machen.

Erhebliche Bedenken sind in den letzten Tagen gegen den Vorschlag, das Reich solle die Hoheits­rechte der deutschen ostafrikanischen Gesellschaft über­nehmen, aufgetaucht. Wie bekannt ist der eigentliche Besitzer von Deutsch-Ostafrika heute noch der Sultan von Zanzibar, sein Besitzrecht ist vom Fürsten Bis­marck in seiner Note vom 2. Oktober 1888 ganz ausdrücklich anerkannt und wie dir ostasrikanische Gesellschaft würde also auch -Mrächst das Reich nur im Namen des Sultans von Zanzibar die HoheitS- rechte ausüben. Dazu scheint aber in den Berliner maßgebenden Kreisen wenig Neigung vorhanden zu fein. Der Sultan von Zanzibar würde nun aller­dings wohl gern die Küstenstrecke dem deutschen

ilich ihtjli Illustriertes Sountagsblatt trtidjaftJ ^ständige Exemplare zu erhalten vor auti 28. Dezember bei den Postanstalten zu

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Dm- Der Nr. 1 des neuen Quartals wird