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KSchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg Md Kirchhain. - Illustriertes Sonntaasblak

a Jga - Expedition' Markt 2L — Redaktion, Druck und Berlag vou Joh. Lu« Jto*. ” <»

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Erscheint täglich außer au Werktage» naß vonn< und . J ,

Feiertagen. - Quartal-Abonnemems-Prers bei der Sxpe» »MCttTDlIjLft.

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Slwntag, 23. Dezember 1888.

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italtiflen nimmt entgegen etc Expedition d. ^Blatte«

fe®£ d. Ä-Monceu.Bnreaux von Haafenstein und »ogler

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Daube u. Co. m Frankfurt a.»., Berlin, Hannover. Paris.

Unsere geehrten Abonnent^ ß hri der Post machen wir darauf aufmerksam,

Kaiser - Friedrich - 'Denkmals bei Wörth MnehmM. ■; Der KaiierliKe Statthalter, Fürst von Hohenlohe, hat das Protektorat übernommen und

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»Nein, Hermine, daS kann ich nicht", erwiderte junge Fran. .Ich darf jetzt nicht an mich denken, n es gibt hier für wich mehr zu thnn und zu ordnen

Ihr denkt. Du sollst gleich alles erfahren." .Laß mich erst die Kinder sehen, Elisaheth", sagte Freundin und Beide gingen hinüber. Hermine rußte Hilda und auch ihr Brüderchen und konnte bei ihrem Anblick der Thränen nicht erwehren.

Ale Villa am Vhei«. Original-Novelle von Mary Dobson. (Fortsetzung.)

Sie hat längst gewünscht, daß ich auf

Deutsches Reich.

Berlin, 21. Dez. Den Morgenblättern zufolge de der Landtag am 15. Januar k. Js. eröffnet den; der Kaiser beabsichtigte, die Eröffnung dsönlich tiorzunehmen. — Fürstin Bismarck ist rn hier eingetroffen. —. Staatssekretär Gras |et6ert Bismarck hat sich gestern auf kurze Zeit Jagd nach Schlesien begeben. — Der Groß- Dog und die Großherzogin von Baden sind heute ittag 11'/« Uhr hier eingetroffen und haben alsbald in das Palais der Kaiserin Augusta eben. — Der Kaiser hat die Errichtung eines

t zu Dir reise» sollte, auch wenn Dich nicht der ere Verlust betroffen!"

»Konntest Du sie aber in Cannes, wo Ihr wohl den Winter eingerichtet seid, allein lassen?" ,Jo, Elisabeth. Sie hat ihre zuverlässige Krankeu-

tgetin aus Paris mitgenommen."

.Und das Leiden der Mutter, Hermine? Ist denn

Cannes ein tüchtiger Arzt vothanden? Ihr habt i wenig geschrieben."

.Sie hat bereits mit dem berühmtesten Arzte der

lobt gesprochen, auch find einige Tage vor meiner ckendes bieise Bäumers eingetreffen und, wie Du weißt,

nu überreichte fie ihnen allerlei Spielzeug, das die ,. oßmutter geschickt hatte. Darauf begaben sich die nuug < teunbinuen wieder in das Wohnzimmer zurück, ® indeß der Theetisch geordnet war, und 'Hermine Tell» ^te, in das sorgenvolle Gesicht der jungen Wittwe Ickend:

i längerem Aufenthalt. Wie sitzt sich alles hier tvendit, glaubt Deine Mutter und auch Doktor iuttter —*

.Was?" fragte Elisabeth gespannt.

.Daß Du mtt den Kindern ebenfalls nach Cannes mmen würdest, weil Dn gewiß einer Veränderung kdarfst!•

baß ihnen die Zeitung nur bis zum 30. Dezember geliefert wird, wenn nicht vorher die Bestellung auf das erste Qartal 1889 erneuert ist, wir ersuchen deshalb die Be­stellungen auf die vberhesfische Zeitung «ebst Kreisblatt

ßr die Kreise Marburg und Kirchhain

und X • ■

Illustriertes Iouutagsblatt

vollständige Exemplare zu erhalten vor zem 28. Dezember bei den Postanstalten zu en.

Der Nr. 1 des neuen Quartals wird «großer Wand- und Schreibkalender 1889 b«gegeben.

I Im neuen Quartal kommt im unter» enden Teil der höchst spannende Roman Im Sturm -er Eifersucht von Ernst Fritze

ben anderen kleineren Novellen und Humo- ken zum Abdruck, worauf wir besonders fmerksam machen.

In Kirchhain nimmt Herr Buchbinder indt Bestellungen entgegen und hier in rburg unsere Expedition.

Die Exped. der Oberh. Zeitung.

dem Denkmalfonds - 5090 Mark zugewendet. — De» Sieg des Generals Grenfell vor Suakin be- jrachhll^'diss .Pordt>..Allg.<Ztgr? .als ein nicht zu unterschätzendes Moment für die im Zuge befind­lich« Agitation des Ärvbertums »nd schreibt: .Mit der Zgri^kdrgngung der Derwische von Suakin ist insofern der Dache der Antisklatiereibewegung Vor­schub geleistet als jener Hafen auch zu den Plätzen gehört, welche' bisweilen einen Einschiffungspunkt für Sklaven»Transporte aus dem Innern bildeten. Lord Salisbury hat daher mit Recht auf die Notwendigkeit hingewiestir>- die Blokade gerade im Roten Meere so streng als möglich zu handhaben, allerdings unter Beobachtung der Rücksichten, die man der suzekänen Türkei gegenüber schuldig sei. Der Erfolg von Suakin wird, wie zu hoffen, auch der Unternehmung zur Befreiung Emin Paschas zu Statten kommen und' sowohl die britische als die deutsche Aktion darin bestärken, sich nicht durch ir­gend welche Scheinmanöver vom-Ziele ablenken zu lassen." Ziemlich wegwerfend äußert sich dagegen die „Kreuzzeitung" über den Sieg der Engländer, indem sie u. a. sagt: Solche Siege haben sie bet Suakin und anderswo schon viele erfochten, ohne daß die Gesamtlage dadurch eine wesentlich veränderte geworden wäre. Osman Digma, der jetzt für einen geborenen Engländer erklärt wird, während er soeben noch ein Franzose sein sollte, behauptet sich allen Schlappen ungeachtet, die er erlitten hat, seit Jahren in der Umgegend von Suakin. — Die vom Sultan in San­sibar vorgenommenen Hinrichtungen geben der „Rat. Z." zu der Bemerkung Veranlaffung, es scheine, als ob es auf eine Aufreizung des mohamedanischen Fanatismus gegen die Europäer abgesehen wäre. Sollte sich dies bestätigen, so könnte es für den Sultan rasch üble Folgen haben. Auch auf der Insel Sansibar seien die Araber, zu denen er gehört, eine usurpatorische Minderheit. In dieser Andeu­tung des für die Kolonialpolitik gewonnenen Blattes liegt wieder ein Symptom dafür, daß ein Teil un­serer Kolonialpolitiker am liebsten den Sultan von Sansibar beseitigen möchte.

— ^Unfallversicherung und Arbeiter- schutz.j Den Nachweis ihrer Befähigung, in sozial­politischen Fragen mitzusprechen, glauben einige De- mokratenblätter dadurch - zu erbringen, daß sie die in den Rechnungsergebnissen der Berufsgenossenschaften für 1887 aufgeführten Zahlen der in dem genannten

„Elisabeth, wie hat Deine Schwägerin den Tod ihres Bruders ertragen?"

„Voll Groll gegen die Vorsehung wie gegen die Menschen. Sie wiederholt wir und Anderen täglich, daß fie in ihm ihre letzte Stütze verloren habe!"

„Hat Dein verstorbener Mann ihrer nicht in feinem Testament gedacht oder ist es noch nicht ge­öffnet worden?"

„Gustav hat kein Testament hinterlasse», Hermine. Es ist vergeblich nach einem solche» gesucht und unter seinen Papieren find nur die auf unsere Heirat be­züglichen Dokumente tiorgefunben worden!"

„Es ist im Grunde auch nicht erforderlich", ent­gegnete Hermine, „da seine rechtmäßigen Erben vor. Hande» find. Die Majorin hat natürlich keine An. spräche an den Nachlaß ihres Brvders."

.Nein, ficherltch nicht; hat fie doch während seines Lebens stets so reiche Geschenke von ihm erhalten! Da daS seit der Dauer seiner traurigen Krankheit nicht geschehen durfte, habe ich ihr noch im Sommer fünfhundert Thaler gegeben, die fie indeß, wie ich erfahren, auf Zinsen angelegt Doch weßhalb von Sardine sprechen, Hermine," fügte Elisabeth mit Anflug von Verstimmung hinzu.

,3a, weßhalb", erwiederte die Freundin, „während es mich drängt, zu wissen, wie Dir die letzten Wochen vei floffen find, was wir durch Deine Briese nicht ausführlich erfahren haben."

Elisabeth erzählte nun eingehend, wie die letzte Lebenszeit ihres Gatten und auch seine Sterbstunde gewesen, beschrieb dann seine Beerdigung, bei welcher Verwandte und Freunde anwesend waren, und reich­lich floffen habet ihre Thränen. Nach einer Pause fragte Hermine:

„Hat Dein verstorbener Manu die Kinder nm sich habe» können, Elisabeth?"

„Rudvlf, der ihm zu unruhig war, nur aus Augenblicke, auch ängstigte fich dieser vor dem trau­rige» Anblicke seines Vaters; Hilda dagegen war täglich bei ihm, nm, wie fie sagte, ihn zu pflegen,

Jahre zur Entschädigung gelangten Unfälle mit denen des Jahres 1886 vergleichen und daraus den Schluß ziehen, daß die Zunahme dieser Zahlen, namentlich was die Unfälle der jugendlichen Arbeiter betrifft, eine Mahnung mehr für den Bundesrat sei, von seiner ablehnenden Haltung gegen die Arbeiterschutz­anträge abzugehen. Nun ist es ja richtig, daß die Anzahl der verletzten Personen, für welche in den genannten Jahren Entschädigungen sestgestellt worden sind, von 9723 auf 15970 und darunter die der jugendlichen Arbeiter von 287 auf 436 gestiegen ist, indeffen deckt jtch die Zahl derjenigen Personen, für welche in einem Jahre Entschädigungen festgestellt sind, durchaus nicht mit der Zahl derjenigen, welche in demselben Zeitraum verletzt sind. Nur die erstere 3*^1 ist aber in den Rechnungsergebnissen aufge- führt, während die bezeichneten Blätter schlankweg annehmen, die letztere Zahl sei darin angegeben. Man wird zwar sagen, daß bei einem Vergleich der Zahlen es auf deffen Unterschied nicht ankomme, da das Verhältnis zwischen denselben sich in den einzelnen Jahren annähernd gleichstellen muffe, aber wenn wir oies auch für die Folgezeit zugeben können, für das erste Jahr der eigentlichen Thätigkeit der Berufs- genossenschasten, das Jahr 1886, trifft es nicht zu. Wer nur einigermaßen die Jahresberichte verfolgt hat, welche die Berufsgenossenschaften erstattet haben, wird in manchen derselben die Bemerkung gefunden haben, daß ein Vergleich der Entschädigungssummen, welche für 1886 und für 1887 gezahlt sind, keine sichere,. Basis für eine Berechnung der mit der Zeit sich für die Berufsgenossenschaften herausstellenden Belastung bilde, weil im Jahre 1886 bei der Neuheit der berufsgenossenschaftlichen Organisation die Ab­rechnungen mit den Krankenkassen, welche nach § 5 Abs. 8 des Unfallversicherungsgesetzes die Verletzten auch über den Beginn der 14. Woche hinaus bis zur Beendigung des Heilverfahrens übernehmen müssen und denen auch eine große Zahl der Verletzten thatsächlich seitens der Berufsgenossenschaften überwiesen wird, nicht so rechtzeitig erfolgt seien, daß dieselbe bei den Rechnungs­ergebnisfen für 1886 noch Berücksichtigung hätten finden können, weil ferner gerade im ersten Jahre die Zahl der Fälle, für welche erst nach der Ent­scheidung im schiedsgerichtlichen Verfahren oder in der Rekursinstanz Entschädigung gezahlt wurde, eine verhältnismäßig große war und die Entscheidungen ihrer Mehrzahl nach erst im Jahre 1887 gefällt wurden turj weil das Jahr 1886 ein nicht normales war.

Wenn aber in die Rechnungsergebnisse für 1886 ein relativ großer Teil von Entschädigungen, die

®r' ?bwdas Kind so unbeschreiblich teuer war, ließ fie in Allem gewähren!"

.- 3ch Klaube, er hat die Kinder deßhalb so sehr geliebt, weil sie Dir so sprechend ähnlich find."

„Das weiß ich nicht, Hermine, er hat mir feine grofje Liebe bis zum letzten Augenblicke zu erkennen gegeben und hat auch während seiner Krankheit mich keine Stunde an feiner Seite entbehrt!"

Wir habe» »ns stets gewundert, daß D» dazu die notige Kraft gehabt hast."

„Die hat mir doch der Himmel verliehe», der mich auch ferner nicht verlassen wird. Auch wußte ich, daß ich mich meinen Kinder» erhalten mußte und daß mir »ach Gustavs Tode noch schwere Arbeit bleiben würde.

„Schwere Arbeit?" unterbrach fie Hermine.

, „Sa/' erwiederte mit umdüsterter Stirne die junge Wittwe. „Ich erwarte morgen den Herrn Direktor Stahl und den Bürgermeister König, um mit ihnen und den Männern, die mir hier zur beraten?"^0’ Üb<t 8e,WIi$e Angelegenheiten zu

„Weßhalb aber find fie nicht gleich bei Dir ge- vtteoe» r"

«Beide mußten gestern eines unaufschiebbare» TenlineS wegen in der Stadt sein. Mir war im Grunde ihre Abreise auch erwünscht, denn »ach der Aufregung der ganzen Woche sehnte ich mich heute allein zu sein — heute, Hermine, Du weißt doch welcher Tag es für mich ist?»

„Wie könnte ich das vergeffen, Elisabeth, Du stehst mich deßhalb hier, hätte ich aber ahnen könne»--

,2)«, Hermine!" unterbrach die junge Frau fie ast vorwurfsvoll, „tote könnte» meine Worte auf Dich Bezug habe» ? — Ich wollte nur nicht KarolinenS ästige Klagen hören und allein Überlegen und be- Fließen, was ich zu thnn habe, nm die Ehre deS Namens zu erhalte», ben die Vorfahre» meines ver- torbenen Mannes zu so hohem Ansehen gebracht und ben ich und meine Kinder tragen."

thalsächlich in dieses Jahr fielen, nicht eingcs?Allt wurde, so war dasselbe selbstverständlich der Fall der Zahl der Verletzten, für welche diese Ent­schädigungen gezahlt waren bezw. wurden. Die Zahlen für 1886 bilden also nach diesen Eruie­rungen keine genügende Grundlage für derartige Vergleiche, wie sie die Demokratenblätter anstelle», sie sind selbstverständlich richtig, soweit fix eben der Zahl der verletzten Personen entsprechen, sirr wMe Entschädigungen festgestellt sind, geben aber durch­aus nicht einen Anhalt zum Vergleiche der thatsäch­lich in dem Jahre verletzten Personen und sind demgemäß auch nicht für die Wünsche als Unterlage zu gebrauchen, welche an den Bundesrat in der S[r= beiterschutzfrage zu richten wieder für gut befunden wird. Erst die ferneren Jahre werden solche Ver­gleiche gestatten. Man hätte annehmen sollen, daß in diesen Blättern, welche sich so gern ihrer llebetz- legenheit in sozialpolitischen Dingen, namentlich über bie „offiziösen Soldschreiber", rühmen, diese Ver- hältniffe bekannt gewesen seien. Freilich, wie ur­teilte doch der Parteichef Eugen Richter über die Redakteure, welche in der „großen" sozialpolitischen deutschfreisinnig - demokratischen Kommission saßen, die nicht einmal ein sozialpolitisches Programm for­mulieren konnte? Und Eugen Richter kennt seine Pappenheimer!

Ausland.

London, 21. Dez. Die heute vorliegenden aus­führlichen Berichte über den gestrigen Kampf bei Suaüm fügen den ersten Depeschen nicht viel neues hinzu. Zwei Kruppkanonen der Derwische wurden erbeutet, der Feind wurde gänzlich aufgerieben und zersprengt, die englisch-egyptische Kavallerie verfolgte die Flüch­tigen bis vier Meilen vor Handub. Der Verlust des Feindes wird auf fünfhundert Tote und eben so viel Verwundete geschätzt. Unter den nach Suakim gebrachten verwundeten Gefangenen be­finden sich mehrere Emirs, darunter Osman Digma's Neffe. Es vermutet, Grenfell beabsichtige, Handub zu nehmen und zu besetzen. Der Sieg der Engländer wurde dadurch erleichtert, daß die zwischen L>uakim und Berber wohnenden Stämme sich neutral verhielten. Es standen ihnen demnach nur 3000 Derwische gegenüber. Der englisch-egyp­tische Verlust ist beträchtlicher als anfänglich gemeldet wurde; derselbe umfaßt 8 Tote und etwa 90 Ver­wundete, darunter 2 in egyptischen Diensten stehende englische Offiziere. In seinem Bericht an den Kriegs­minister zolltGrenfell den schwarzen Truppen hohes Lob.

.Aber Eltsabeth, ist den» das Ansehen deS Narnes Eschenbach gefährdet?" fragte Hermine mit Staune».

.Sa, Herrniue, es ist fo, seitdem die Firma die große» Verluste gehabt; ich aber werde um des Vcr- tvrbeue» willen mein eigenes Vermögen nicht schonen!"

.Das sind ja schwere Sorgen für Dich, nachdem ich kaum daS Grab über Deinen Man» geschlossen!" erwiederte Hermine, die auf solche Mitteilungen nicht vorbereitet gewesen.

.Sch habe diese Sorgen seit dem Beginn seiner ikraukheit gehabt, doch habt ihr fie nie in ihrem ganzen Umfange erfahren."

Ei» vorfahrender Wagen unterbrach fie nnd der Schall der Glocke drang nochmals dnrch die Stille des Hauses. Die Freundinnen vernahmen zugleich die befehlende Stimme der Majorin.

.Guten Abend, Elisabeth!" tief dieselbe hastig etntreteub und ihre Gefichtszüae verriete» einen hohen Grad von Verstimmung. .Ich höre, Dn hast Be­uch bekomme».

.Gute» Abend, Sardine", antwortete ruhig die : ttnge Wittwe, und konnte nicht umhin, den kostbaren Traueranzug derselben mit einem schnellen Blick zu mustern: .ja, ich habe lieben Besuch bekommen, Her­mine hat mich überrascht!"

.Du wirst erstaunt sei», Elisabeth, mich vielleicht lege» Deine» Wunsch hier zu sehen, aber eine be» bnbete Veranlaffung hat mich zu Dir geführt."

.Eine besondere Veranlassung?" wiederholte Elisa- beth. .Was ist geschehen?"

.Dn mußt mich notwendiger Weise sogleich zur Stadt begleiten, Gronau ist plötzlich gefährlich erkrankt und will Dich sehen und sprechen. Doktor Schwarz und Sustizrat Bäumer sind bereits bei ihm."

.Gronau ist erkrankt?" sprach ungläubig Elisabeth. .Er war ja gestern bis spät Abends hier und so gesund unb wohl wie sonst l"

Fortsetzung folgt."