Einzelbild herunterladen
 

JE 30V.

M.

Unsere geehrten Abonnenten

«ebst Kreisblatt

D.

IS

Dose

Tcse

Tose

Tose

Tose

Dose

:-5"

710

i

In Kirchhain nimmt Herr Buchbinder ind t Bestellungen entgegen und hier in

Cir. helle Ctr.

von von von der von von ein von

<y

0,85

' f,- 0,60" 0,40

Friedrich Karl von Preußen und Wittwe des Prinzen Heinrich der Niederlande, die Herzogin von Hamilton,

Illustriertes Sonntagsblatt *

dufte) Psd,

Aie Tote« des Jahres 1888.

Manches Jahr hat es gegeben, in welchem die

Marokko, Prinz Mahmud Dschellalodin, ein Vetter des Sultans.

Hohe Militärs von berühmtem und bekanntem Namen sind seltener geworden, seitdem der Tod in den letzten Jahren eine so reiche Ernte unter ihnen gehalten. Berühmte Heerführer, die in diesem Jahre von uns geschieden, sind nur die beiden ent­schlafenen Kaiser, doch fehlt es nicht an bekannten Namen. Es starben General Kanzler, der letzte päpstliche Generalissimus, rin geborener Badenser, der die Kapitulation von Rom im Jahre 1870 ab schloß, General der Infanterie z. D. von Borcke, Generallieutenant Frhr. v. d. Recke-Erfurt, der ver­diente früh re bayerische Kriegsminister Freiherr v. Pranckh, die von 1870 her bekannten französischen Marschälle Lrboeuf und Bazaine, letzterer in Ma­drid, wohin er sich nach seiner Flucht aus dem Ge­fängnisse von St. Marguerite begeben, der frühere Gcneraladjudant Kaiser Franz Josephs, Graf Crenne- ville in Wien, der russische Generalgouverneur Dien­te len, der bei einer Parade in Kiew tot vom Pferde stürzte, der bewährte holländische General van Swieten in Amsterdam, Eenerallieutenant von Hol­stein in Schwerin, Generallieutenant von Falkenstein- Wiesbaden, Feldmarschalllicutcnant von Hanel in Pest, der russische Admiral Schestakow, General Sheridan.

Staatsmänner, hohe Beamten, Parlamentarier haben in großer Zahl dem Tode ihren Tribut zahlen müssen. Aus den letzten Tagen von 1887 ist noch das Hinscheiden des früheren Rcichstagspräsidenten Grafen Arnim - Boitzenburg und des belgischen Mi­nisters von Pant zu nennen. In diesem Jahre starben der ungarische Oberhauspräsident Graf Paul Sennyny, der Wirkt. Geh. Rat Eytelwein in Berlin, der letzte Besitzer des Eisernen Kreuzes erster Klasse von 1813, der Landtagsmarschall Graf Rantzau- Rastorff, der englische Gesandte Corbett in Stock­holm, der Präsident ton Steinkopf in Dessau, der deutsche Gesandte von Schmidthals in Lissabon, der Hofmarschall von Röder in Berlin, der Oberbürger-

eme badische' Prinzessin, die Prinzessin Marie Hohcnzollcrn - Hechingen, der Prinz Joseph Sachsen-Koburg in Wien, die Prinzessin Helene Waldeck, der Herzog Maximilian in Bayern, Prinz Alexander von Hessen, Prinz Eugen Savoyen-Cavignau, der Sultan Maid Bargasch Zanzibar,, der Prinz Hassan von Egypten, Bruder des Khediven, die Mutter des Sultans

).7O. Hai-. oßer 1507

Id

Sie-

I

Id

1.20 !Pfd.

0,80* Pfd.-

0,75.

0,G.

PK.

M hl der be nuten und geliebten Toten eine größere 9 r, als in dem jetzt zu Rüste gehenden Jahre, tte.) er kein Jahr seit langer Zeit forderte schwerere, rbere Opfer. Zwei Kaiser, die beiden ersten

»Die Krankheit hat sich lauge vorbereitet und ist . in den Sorgen und der Aufregung uud die traurigen - Geschäftsveihällnisie zu suchen, die schon so manche» Opfer gefordert I*

»Und damit anch gewiß in der Sorge um mich - uud die Kinder", versetzte Elisabeth, nicht länger im Stande, ihre Thräuen zurückzuhalten."

»Nein, Frau Eschenbach", erwidert« entschieden der Arzt, »darüber können Sie beruhigt seist. Auf meine indirekten Fragen nach seinen Angelegenheiten hat er mir geantwortet, daß er zwar große Verluste gehabt, aber noch immer ein reicher Mann sei und daher, sobald er sich k-ästiger fühle, Gronau zu einer Unterredung kommen lassen wolle I*

»Es freut mich, daß er Ihnen gegenüber zum ersten Mal derartige Aeußerungen gemacht", entgegnete, ihre Thränen trocknend, Elisabeth.

»Ec hat mir auch vou seiner Reise erzählt", fuhr Doktor Bäumer fort, »uud dabei eines Engländer» erwähnt, der sich seiner sehr freundlich angenommen und der Sie auch ans seine Erkrankung vorbe­reitet hat.* .

Die Antwort auf diese Bemerkung blieb Elisabeth erspart, denn die Kinder erschienen im Zimmer und Hilda sprang ihrem alten Frennde entgegen. Dieser beschäftigte sich eine Weile mit ihr, sah dann nach ihrem Brüderchen und entfernte sich mit der Zusage, i am nächsten Tage wiederzukommen.

Doktor Bäumer setzte während der folgenden Woche die Besuche bei seinem kranken Freunde fort, doch trat keine Veränderung in beffen Befinden ein.

Verabredetermaßen trafen eine» Tage» beide Aerzte in der Villa zusammen und al» sie den Kranken besucht und darauf eine längere Unterredung gehabt, begaben sie sich zu Elisabeth, bet welcher sich die Majorin von Falkenberg befand nnb zwar ver­stimmt , weil sie an keinerlei Vergnügen oder Zer- , strennng denken konnte, so lange ihr Bruder krank lag. Nach flüchtiger Begrüßung sagte Doktor Bäumer, dessen Züge ernster al» sonst waren:

möchte Dich sehen, um zu beurteilen, wa» Deine Ge­nesung befördern könnte!*

»So laß ihn kommen nnb bleibe auch Du hier, bamit Du ihm baS, wa» ich vergessen habe, erzählen kannst I*

Nach wenigen Minuten stanb Doktor Bäumer neben feinem Freunde, welcher ihm mit erhöhtem Glanz der matten Augen entgegensah uud ihm die weiße abgemagerte Hand reichte. Elfterer hatte ihn bereits mit einem prüfenden schmerzlichen Blick be­trachtet, der Elisabeth nicht entgangen war, bann aber sagte er, die schmale R chte mit warmem Druck um­fassend, in herzlichem Ton:

»Sie find, wie ich in Florenz erfahren, krank gewesen, lieber Eschenbach?'

»Sehr krank*, antwortete dieser mit hohlklingen, der Stimme, »und ich bin e» anch noch, fragen Sie nur meine Fran.*

Doktor Bäumer nahm nun an seiner Seite Platz nnb erwiderte, während Elisabeth kein Auge von ihm wandte:

»Aber e» wird besser mit Ihnen werden, lieber Freund, uud wenn Sie nur erst das Zimmer ver­lassen können, wird fich schon etwas für Sie thuu lassen, vorlävfig müssen Sie noch Ruhe haben; damit Sie iudeß die Langeweile nicht so sehr empfinden, werde ich Sie täglich auf einige Stunden besuchen.*

»Bleiben Sie denn hier in der Stadt?' fragte der Kranke, dessen Züge fich leicht belebt hatten.

»Einstweilen, lieber Freund, einstweilen', er­widerte Doktor Bäumer. »Meine Fran hat den Besuch ihre» Bruder» mtd ihrer Schwägerin und entbehrt mich daher so sehr nicht. Wenn ich nach Florenz zurückreise, kann ich Sie und Ihre ganze Familie vielleicht mitnehmen, denn die OrtSver- ändernng und milde Lust werden Ihnen zuträglich sein. Und nun erzählen Sie mir einmal von Ihrer Krankheit, Sie aber, Frau Eschenbach', wandte er fich an diese, »holen unterdeß die Kinder an» dem Garten herbei, denn ich möchte fie einmal in der

und

MMriertts Sonntagsblatt

Erscheint täglich außer tm Werktage» «ach tootm- und Feiertage«. Quartah-UbonnemeMS-PreiS bei der Srpe- bitia« 21/. 3RL, bei den Postämtern 8 Mt. 60 Pfg. (exll. Beftdlgelb). JnsMsnSgedühr für bie gespaltene Zelle 10 tzttg. R-llomen Hit die Zelle 35 Pfg.

Marburg,

Freitag, 21. Dezember 1888.

mscher des neu geeinten deutschen Vaterlandes, is der grimme Schnitter hinweg, die Kaiser

Wilhelm L und Friedrich III., k sanken kurz nach einander ins Grab. Trauernd senken wir nochmals ihrer, da wir aus dem bösen ihre schreiten, aber unvergessen werden ihre Namen jeder deutschen Brust sein! Ehre und Ruhm rem Namen und ihrem Andenken!

Verhältnismäßig groß ist überhaupt die Zahl r Mitglieder fürstlicher Häuser, welche in diesem ihre zur letzten Ruhestätte geleit? t sind. Da sind : Herzogin - Mutter Marie von Meiningen, die

reisende Przewalski, Professor Simssn in Königsberg, ein Bruder des Reichsgerichtspräsidenten, Professor von Bamberger in Wien, der Göttinger Rechtsgelehrte Professor Wolff.

Von Künstlern und Künstlerinnen, Leuten von der Feder nennen wir: Die Berliner Hossängerin Fräulein Ghylani, den Pariser Komponisten Henri Herz, die berühmte Berliner Kammersängerin Frau von Voggenhuber, den Zeichner der Kinderwelt Oskar Pietsch in Dresden, den bekannten spanischen Schriftsteller Gonzalez, den Bildhauer Adalbert BegaS in Revoi, den Pariser Lustspieldichter Eugen Labiche, den unglücklichen Dichter Albert Lindner, der im Jrrenhause zu Dalldorf bet Berlin starb, den Lust­spieldichter Michael Klapp, Ludwig Steub in München, den thüringer Dichter Anton Sommer, den Hof­maler Franz Heigel in München, den liebenswür­digen und hochverehrten Dichter Theodor Storm, den bekannten Leipziger Schriftsteller und früheren Gartenlaubenredakteur Friedrich Hofmann, den Pariser Maler Boulanger, den Maler Reifenstahl in München.

Bekannte und verdiente Namen aus allen übrigen Lebensgebieten stellen wir in folgendem für unsere Aufzeichnungen zusammen: Frau Garfield, bie Witwe des ermordeten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Nordamerika, die Witwe des bekannten Lustspieldichters Görner in Hamburg, der Postmeister Rieser in Lend, der Kutscher Kaiser Wilhelms auf seinen Fahrten nach Wildbad Gastein, der Drechsler- meister Karl Weisi in Freienwalde a. d. Oder, al» Dichter weit über seine Vaterstadt bekannt, der Großindustrielle Grillo in Essen, der Dynamit­fabrikant Nobel in Cannes, der russische Südsee­reisende Baron Miclouho-Maclay, der amerikanische Millionär Jakob Scharp, der bekannte Verlags­buchhändler Klasing in Leipzig und Herder in Frei­burg, Franz Duncker, der frühere Abgeordnete, Kommissionsrat Engel, der Direktor des Kroll'schen Etablissements in Berlin, der Pariser Kommune- general Eudes, der auf der Rednertribüne vom Schlage getroffen wurde, die Witwe Friedrich Krupps in Essen, Graf Sullivan, der Gemahl der berühmten Wiener Tragödin Charlotte Wolter, Frau von Moser, die Gemahlin des bekannten Lustspieldichters, der frühere Wiener Theaterdirektor von Tatartzy. Nickt vergessen wollen wir auch die braven deutschen Beamten, welche in unseren Kolonien den Tod auf ihrem Posten fanden. Ehre auch ihrem Andenken! M it

<

®ofe " üstn Pauline Lippe, drei Mitglieder des Schöuburg- ' -ldenburgischen Hauses, die Landgräfin Marie

! ging ihr durch» Herz, dennoch erwiderte fie heiter:

3a, Gustav, wir haben Besuch bekommen, un-

-S barteten Besuch.'

« »Besuch?* wiederholte er gleichgültig.

8 Hessen, Fürst Hugo Karl Altgraf Salm, Prinz taig von Baden, der jugendliche Enkel Kaiser

Doke Helms 1- dessen Hinscheiden dem greisen Herrscher bitteren Schmerz verursachte; die Prinzessin

»Doktor Säumer ist au» Florenz zurückgekommen.' ^.Doktor Säumer?' und bei diesem Namen Mete er fich höher auf.

1 .Er möchte Dich sehen und begrüße«, soll ich ihn Wer führen?'

I »Weiß er von meiner langen Krankheit?' fragte lebhafter, al» er bisher gesprochen.

»Deine Krankheit hat ihn zu nu» gebracht. Er

^Nachdruck »erboten.] Pie Villa am Rhein.

Original-Novelle vo« Mary Dodson.

(Fortsetzung.)

Ätt leichtem Herzen, denn schon Doktor Säumer» Wesenheit war ihr ein großer Trost, begab Elisa- H fich zu ihrem Galten, der auf dem Sopha ruhte, le Mittagssonne nmpielte seine Gestalt, die kaum t den einst so stattlichen Manu erinnerte. Seine «khaft weißen Hände ruhten auf der dunklen wmidkcke und da» matte Haupt stützte sich auf Lehne be» Ruhebettes. Sein De ficht war bleich i eingefallen, da» Haar plötzlich ergraut und die Uten eingefallenen Augen blickten achtlos Über den Uten hinaus auf die vorn Sonnenschein beleuchteten rge. Sie richteten sich aber mit dem Ausdruck Mer Liebe auf seine Gattin, als diese das einer betrat und sich ihm näherte. Sie strich ihm I der Hand das Haar von her bleichen Stirn und sagte mit einem Anflug von Ungeduld:

»Du bist lange geblieben, Elisabeth.'

1 »Dafür bringe ich Dir auch eine gute Nachricht, Mav', erwiderte fie in lebhaftem Tone, den der W angeraten.*

i »Eine gute Nachricht?' wiederholte er mechanisch A blickte fie so ausdruckslos wie vorher an. Dieser

|e « vollständige . Exemplare zu erhalten vor m 28. Dezember bei den Postanstalten zu

-Po lachen.

0,73*^ - H - - - -

die Kreise Marburg und Kirchhain

meister Müll in Kiel, Generalkonsul Dr. Bieber in Capstadt, der Oberbürgermeister Dr. Erhardt in München, der Präsident Johann Henricus Brand vom Oranje-Freistaat in Südafrika, der preußische Gesandte Freiherr von Normann in Braunschweig, der frühere italienische Minister des Auswärtigen, Graf Robilant, welcher das Bündnis mit Deutsch­land abschloß, als Botschafter in London, der be­kannte Philologe Geh. Rat Honitz aus dem preu­ßischen Unterrichtsministerium, Polizeioberst von Harquet in Berlin, Erblandmarschall von Putlitz in Wolfshagen, der Burggraf Dohna - Schlobitten, der frühere Vertraute König Karls von Württemberg, General von Spitzemberg, der hochverdiente deutsche Jurist und Präsident der Kommission zur Ausar­beitung eines deutschen bürgerlichen Gesetzbuches, Geh. Rat Pape, der frühere griechische Minister Papamichalopulos, Dr. Ludwig Hahn, früherer Leiter des Berliner Preßbureaus, der frühere serbische Mi­nisterpräsident Michalowic, Baron d'Anethan, bel­gischer Minister. Oberstgewandkämmerer Graf Redern- in Berlin, Graf Renaud, Oberhofmarschall des Fürsten Ferdinand von Bulgarien, Oberst Harten­stein, Präsident der Schweizer Eidgenossenschaft, Johann Campianeo, rumänischer Minister, die Abgg. Waldow von Reitzenstein, Kämpf, Max Kayser, Kräcker, Baron Gruben, von Degenfeld, der bekannte 48 er Moritz Mohl. In Pest starb der Parlaments­vizepräsident Gras Bauffy.

Der Kirche gehörten folgende Namen au: Kar­dinal Martinelli in Rom, Hofprediger Dr. Strauß in Potsdam, Weihbischof Korytowski in ©tiefen, Dr. Müller, Bischof von Linz, der serbische Patriarch Angyelicz in Neusatz.

Die Gelehrtenwelt ist auch in diesem Jahre wieder zahlreich in unserer Liste vertteten: Der Direktor des Berliner Zoologischen Gartens, Dr. Maximilian Schmidt, Professor Wagner in Leipzig. Professor Bartsch in Heidelberg, Professor der Theo­logie Ri-chm in Halle, Professor Adelmann in Berlin, Professor Schweitzer in Zürich, Professor Budget in Greifswald, Hofmedikus Dr. Koch in München, Professor Tommasi in Rom, der bekannte Geschichts­schreiber Georg Weber in Heidelberg, Professor Bischof in Bonn, Professor Clausius in Bonn, Professor Beseler in Berlin, zugleich zweiter Vize­präsident des preußischen Herrenhauses, auch Marburg hat in diesem Jahre drei Männer der Wissenschaft verloren, Ranke, Lucae und Roser, Pastor Schleyer, der Erfinder der Weltsprache, Professor Schulze in Heidelberg, der bekannte russische Forschungs- Nähe betracht«, nachdem ich ihren Anblick so lange entbehrt!*

Elisabeth verstand seine Andeutungen und als er »ach Verlauf einer halben Stunde fie tm Wohn­zimmer aufsuchend ihrem ängstlich forschenden Blick begegnete, sagte er, ihre beiden Hände ergreifend:

»Frau Eschenbach, erlassen Sie mir heute jedes Urteil über den Gesundheitszustand Ihres Mannes, Ich muß ihn häufiger sehen.'

»Nein, Herr Doftor', rief bei dieser Antwort, von einer furchtbaren Angst ergriffen, Elisabeth; »weichen Sie mir nicht au8, sondern lassen Sie mich die volle Wahrhett erfahren. Sagen Sie mir, was geschehen kann nnb ob Sie mit dem einverstanden find, was bisher die Aerzte gethan und angeorbnet.*

.Ja, Frau Eschenbach, das bin ich, denn wie Sie wissen, habe ich diesen Morgen schon eine Zusammen­kunft mit ihnen gehabt', antwortete der Doktor, fie voll Teilnahme betrachtend, »für Ihres Mannes Ge- sundheit kann für den Augenblick nichts mehr ge­schehen, wir müssen erst ruhig die Zunahme feiner Kräfte abwarten, was natürlich auf feine Nerven znrückwirkt.*

.Auch auf fein Gehirnleiden?' fragte Elisabeth langsam und mit einem bedeutungsvollen Blick.

»Gehirnleideu ?' fragte schnell und fast erschrocken der Arzt.

»Ja, Herr Doktor, Eie können mir das nicht ver­bergen , weßhalb auch? Ist es nicht besser, ich sehe klar, um mit größerer Umsicht für meinen Mann sorgen zu können?'

Sie hatte dies mit ruhiger Stimme gesprochen, doch war aus ihren Wangen alle Farbe gewichen.

Der Arzt erwiderte mit unverkennbarer Bewegung: »Sie haben das Leiden Ihres Mannes nur zu richtig erkannt, Fran Eschenbach, doch ist e8 bis jetzt nur ein leichter Grad von Gehirnerweichung."

Elisabeth erbebte bei diesem Ausspruch, der wie ein Todesurteil klang; da sie fich aber jeder Bemerkung enthielt, fuhr der Arzt fort:

r . i f<<f rit Mi lei II I

KSchentlichc Beilagen: Kreis-Blatt fite die Kreise Marburg lllld Kirchhain

Sxpeditiou Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joy. Sng. Koch.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte», »

sowie d. »mwneen-Bureaux vou Haasenstei» und Vogler »«pSÄUÄlSML Ä-yrgang. Daube u. »o. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Pari».

Tose von Sachsen-Altenburg, Tochter des Prinzen

q Warburg unsere Expedition.

' * Die Exped. der Oberh. Zeitung.

j der Post machen wir darauf aufmerksam, gtz ihnen die Zeitung nur bis zum 30. te.) Hember geliefert wirb, wenn nicht vorher . 1.80 jx Bestellung auf das erste Qartal 1889 OIä weuert ist, wir ersuchen deshalb die Be- ellungen auf die

cberhesfische Zeitung