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kterisiert wird: ausgenommen .werden sollen, "die jyS,' zum 1. Ät. derselben Jahres trä faM Lebenstzhr zurücklegen; Eren strrirlo-fzuln^ Oktobertermin fölleiO alle diejenigen Kinder

Ausland

l'chiffes .Leipzig" in Bagamoyo, wodurch die einge- UMUWossenen deutschen Beamten befreit und der Angriff

kft über die Vorgänge in Kilwa, das Eingreifen der 'II .Möwe" und den Tod der deutschen Angestellten

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^Nachdruck verboten.^

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zurückgeschlagcn wurde und wobei etwa 100 Farbige fielen. Ein Bericht des Generalkonsuls vom 3. Okt.

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Volksschule ein gleichmäßiges Verfahren herbeizu­führen. hat der Unterrichtsminister die Bestimmung getroffen, daß zum Ostertermitsfk^MMI Wrver

würde, da ihm daS Leben In Südamerika mehr zu­sage. Diese Nachricht hatte in hohem Grade zu Escheubach's Beruhigung beigetragen, weil er stets gefürchtet, Helbert könne einmal plötzlich in der Hei­mat wieder erscheinen und bet seinem Vater bleiben, wo dann eine Begeovuug mit Elisabeth leicht vcr- hängnißvoll werden könnte.

Am Abend deS dritten Tage» erwartete Elisabeth ihren Gatten zurück. Sie halte bereits den Wagen zum Bahnhof geschickt, und setzte sich, seiner Ankunft harrend, au's Fenster. Sie freute stch auf Nachrich­ten aus der Heimat wenn diese auch teilweise trau riger An sein würden, und als sie lebhaft an die dortigen Freunde dachte, trat ihr plötzlich eine einst so teure Gestalt mit lieben, vertrauten GesichtSzügen vor die Seele. Sie fragte stch, wie es Helbert Wend- torff ergehen möge, denn sie hatte feit ihrer Verhei ratung nur von ihm erfahren, daß er nach Amerika gegangen sei. Hoffentlich geht cs ihm gut in der Ferne, die er ihretwegen ausgesucht, denn seinen Tod — hier klopfte ihr Herz plötzlich lauter — würde sie doch gewiß erfahren haben.

Da hörte sie das ferne Rolle« eines WagenS, und schnell wie Sünde verscheuchte sie diesen Gedanken. Der Wagen aber fuhr vorüber, und nun, nm jede Erinnerung an die Vergangenheit zu verscheuchen, eilte sie die Treppe hinauf zu ihrem Kinde, daS fi- sanft schlafend sand, und besten liebliches rostges Gesichtchen sie leise küßte.

Jetzt aber vernahm sie nochmals daS Rollen von Rädern, und kaum hatte sie die Vorhalle erreicht, als auch schon ihr Gatte auS dem Wagen sprang. Den Abglanz reinster Muttersreude tu den Zügen, trat sie ihm herzlich entgegen, und er begrüßte fU voll inniger Zärtlichkeit und rief ihr za:

,Nur die herzlichsten Grüße von Deiner Mutter, Geliebte, alle» wettere will ich Dir später erzählen, denn ich muß vor allen Dingen erfahren, wie eS während meiner Abwesenheit hier ergangen ist,* und voll liebender Sorge blickte er sie an. iv,- '

Die Villa am Nhein.

Original-Novelle von Mary Dobson.

(Fortsetzung.)

Endlich sagte er halblaut:

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Erscheint »glich außer an Werltagni »ach beim- und LU

Feiertage». Quartal-SbonnememS-PreiS bei der Sxpe- ' AJk

bitten 2% Mt., bei de» Postämtern L Ml. SV Pfg. (exll. . , vestellgAd). Jnsertton-g-dübr fdr die gLVZ-ne Seile »^DleNstllg [ST: 10 ff ft., Rellame» für dre steile 26 Pfg. Ls l J? z i ** ö

das arabische Element sich der Autorität des Sultans illlmählich entzog und mit der Furcht vor dem Sultan der wichtigste Bundesgenosse der Deutsch- chafrikanischen Gesellschaft wegfiel. Nach dem Berichte yom 22. Oktober erscheint Buschin als der allmächtige Jnsurgentenführer, welcher eine vom

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HHt^, haß. alW,., Pas von Meinungs- und Gefühls- Verschiedenheiten zwischen den höchsten Stellen von

748T 3.

»Dnue Mutier, Elisabeth, hat mir versprocken, uns im nächsten Monat zu besuchen, doch wird Fräu­lein Stein sie nicht begleiten, weil sie sich mtt ihrer Schwägerin in ein Seebad begiebt.'

.So werde ich wiedernm die liebe Mama nicht sehen,* sagte die Majorin, ,ba ich in den ersten Tagen des August nach Düstcldorf reisen muß, wenn Ewald eS nicht vorziehen sollte, an ttgeud einem hübschen Ort eine Nachkur zu gebrauchen, wo ich daun mit ihm zusammentreffen könnte.*

„Das wird er, da er nach seinem letzten Bries sich nach Ruhe sehnt, kaum thnn," entgegnete ihr Bruder, während Elisabeth sich über di« BergnstguugS» sucht ihrer Schwägerin wunderte.

Deutsches Reich.

Berlin, 8. Dez. sWeißbuch über Ost frika.j Das heute ausgegebene Weißbuch umsaßt it-ßeit Vom 5. Mai bis A. -Dezember 1888 und Hält insgesamt 44 Piecen, darunter 21 Berichte z» deutschen Generalkonsuls ^»i» Sansibar, Si» Mch des Reichskanzlers vosti AS. Oktober - 1?88 mißbilligt das Verfahren der Flaggenhissung, die überhaupt weder geboten, noch ratsam war und

miter Schonung aller nationale« Vorurtelle der Bevölkerung durch geschickte Behandlung des Sultans tmb seiner Malis gerade diese ihren Zwecken dienstbar zu machen suchen. Ein Bericht des Generalkonsuls $om 18.. September enthält die Mitteilungen über ste auf die „Möve" in Tonga seitens der Einge­borenen verübten Angriffe, welche der Kommandant des Schiffes durch Landung von Mannschaften zurückschlug. Am 8. Sept. 2 Uhr morgens landeten die Mannschaften der „Leipzig", „Olga" und .Möve", um den aufrührerischen Mali gefangen zu uehmen, welcher inzwischen geflohen wa^ Am 12. Sept, berichtet der deutsche Generalkonsul ;n einer Mitteilung an den französischen Konsul in Sansibar über den von Dhaus unter französischer Flagge betriebenen schwunghaften Sklavenhandel der arabischen Thauschiffer, welche ihre Fahrzeuge durch französische Behörden in Madagaskar vermessen lassen, um dadurch das Recht der Führung der ranzöfischen Flagge zu erhalten. Am 23. Sept, erfolgte die Landung der Mannschaften des Kriegs-

„Meiu Bild hat sie im Traum beschäftigt — fle hat darin uw meinetwillen schwer gelitten — würde

vom 3. November meldet eme langsame Beffxpung der Loge in Bagamoyo, woselbst der Kommandeur der ^Sophie" 20 Mann einquurtierte i in. der .Majorität der Bevölkerung tzrrscht Dne heftige Erbitterung gegltz die wenigen Unruhestifter, welche den Verkehr störten und eine allgemeine Hungersnot herbeijührten. — Tas Weißbuch enthält weiter die bereits bekannten Aktenstücke und Verhandvwgea wegen der Beteiligung Frankreichs, Italiens, Portugals und 'des Kongostaates en Mu deutsch, englischen Bestrebungen zur Unterdrückung des Sklavenhandels. Unterm 4. Dezember wurde den Regierungen zu Konstantinopel, Paris, Petersburg, Rom, Wien, Madrid, Brüssel, Kopenhagen, Washington, Haag, Lstsabon und Stockholm die Blocstide notifiziert unter dem Hinweis, daß die auf Grund von Verträgen mit dem Sultan herge- stellten beut)c^en Niederlaffungen auf dem Küsten­gebiete von Sansibar durch bewaffnete Scharen aufrührerischer Einwohner des Sultans und der benachbarten Gebiete unter Führung der dortigen Sklavenhändler angegriffen worden seien.

Berlin, 8. Dez. Die Ostafrikanische Gesellschaft erhielt ein Telegramm aus Sansibar, wonach vom 5. bis 7. Dezember heftige Kämpfe bet Bagamoyo stattgefunden. Die Rebellen stehen unter Führung des Arabers Buschiri, welcher seiner Zeit den ersten Aufstand in Pangani begann. Die Gesellschaft hält Bogomoyo. — Tie „Post" nimmt in einem an­scheinend osfiziösen Artikel dos letzte Wort zur deutsch-österreichischen ZeitungssehM. Sie bezeichnet darin die Möglichkeit eines Zerwürfniffes zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland als eine thörichte Fabel, die nur von einem politisch völlig ungebildeten Kopf erfunden werden konnte, da sie von einem r ollständigen Verkennen der festen Grundlage zeugt, auf der der Bund der beiden benachbarten Kaiser­reiche beruht und versichert mit absoluter Bestimmt-

flahr vollenden vor­ausgesetzt, daß M die für den Schulunterricht er­forderliche DrpeMche und geistige Reife besitzen.

Berlin und Wien gesagt worden sei, am Zutreffend­sten durch das Wort „Klatsch" charakterisiert wird: Böswillig erhogy«jr- Kytsth/Alberner finniger Klasch Wer allen UmftMfen *oftr Klatsihs^- 3«" tu*m, 2dtMttife[,- Wef „Rorßd? -Allg? Zett." ten *5 fbgialbi

gleichzeitigen Steigerung der Brodpreise: „Dre Männer der Antikornzolliga suchten dieses spaß- hasterfaeiseP den Getreidezölle» zur Last zu legend -4-sDer Lenernannte spanische Botschafter am sigen Hofe, Rascon, welcher kürzlich zur Uebernahmg seines neuen Postens «^Berlin einttaf,^, tüfi der-»Hofbericht' meldet, so leidend, daß derselbe bKeits seit Mehrer« Tagen genötigt ist, aus Rat der Acrzte das Zimmer zu hüten. Derselbe Bericht stellt gegenüber Mitteilungen hiesiger Blätter fest, daß der russische Botschafttr, Graf Schuwalow, Berlin nicht berlaffen hat, also nicht in Petersburg bom Zyren- empfütigen WÜfi ist. Es liege wohl eine Verwechselung mit seinem Bruder vor.

j. Der Kriegsminister bestrafte den Schwiegersohn Boulangers, Hauptmann Driant, weil er ohne ^lehmügung der zuständigen Behörde eme'milttLrischeBroschN^MrSfftntliD hat, mit einem Monckk Arrest. Boulättgerchenächrichtigte die Wähler der Depgrtety^tts. ^ommp, Md Eharentß-inferieure, daß e^ hie Wahl irn Departement du Nord ange«

gelangt tm Weißbuch wieder zum Abdrucke. Ein tei Bericht vom 4. Oktober hebt hervor, wie in der (748 kurzen Regierungszeit des gegenwärtigen Sultans

Antrag auf Aushebung der,.Getreidezölle als eine Temonsiration bezeichnet, die tftan hoffentlich im Reichstage aks sülche behandeln werde, macht sie für. die Steigerung .der Getreidepreise hauptKchlich die Terminspekickation, verantwortlich und ß 9

ireaa. ffiien; Rudolf XXHI

Sultan unabhängige Herrschaft zu MgrDtdÄ beafe sichligt, welcher die ganze Bewegung anzettelte und ohne welchen, sobald er unschädlich gemacht ist, der ganze Ausstand zusammenfiele. Das Telegramm des Reichskanzlers vom 21» Oktober verlangt eine Mit­teilung über die Rationalität und Konfession der Bevölkerung auf der Insel und ine b-u Hasen des Sultanats, firner über die Zähl dir dortigen Araber, über deren Emfluß, Vermögen und über ihre Be­ziehungen zum Binnenlaude, und Mist den General­konsul an, mit einflußreichen Indiern Verbindungen anzuknöpsen und ein Einveruehmen zwischen diesen und den Deutschen Herzustelken, -r- Der Bericht

sich nicht minder Auffassung vertrug, »altung deL Kststengebfttes unter Souveränität, des Sultans erfolge» füllte, Haupt mußte die ostafrikanische Gesellschaft angesichts der schwachen Stellung der deutschen Verwaltung

Die Minister für Landwirtschaft Mi» des Jnverft etkasse« folgende Bekanntmachung: "Nach § 5, Absatz 2 und 3 des Reichsgesetzes betreffend den Schutz von Vögeln vom 22. März 1888 kann das allgemeine Verbot des Fangens und Tötens von Vögeln durch die von den Landesregierungen zu bezeichnenden Behörden zeitweilig und für be­stimmte Örtlichkeiten in gewissen Fällen (Abwehr des schädigenden Einfallens von Vögeln iir Grundstücke, zu wissenschaftlichen und Lehrzwecken, das Fangen von Stubenvögeln) außer Kraft gesetzt werden, und hat nach Absatz 4 des gedachten Gesetzesparagraphen der Bundesrat die näheren Voraussetzungen zu be­stimmen, unter welchm die gedachten Ausnahmen statthaft sein sollen. Da diese in Aussicht gefaßten Normativbestimmungen des Bundesrats bisher nicht erschienen sind, so sind die Regierungen für jetzt' und bis auf weiteres beauftragt worden, den Land­räten ihres Bezirks Vollmacht zu geben, in geeigneten Fällen die in § 5, Absatz 2 und 3 des gedachten Gesetzes vorgesehenen Dispense überall da zu er­teilen, wo ein den Zwecken des Gesetzes entgegnt- stehender Mißbrauch nicht zu befürchten ist. — Um für die Ausnahme schulpflichtiger Kinder in die

Elisabeth erzählte von sich und dem Kinde, auch von der Schwägerin, die sie jeden Augenblick zurück­erwartete, und fügte schließlich hinzu, daß der Buch. Halter mehrere Briefe geschickt habe mit der Auffor­derung, noch am Abend Einsicht davon zu nehmen. Eschenbach ging hinauf, um seine Tochter zu sehen, und erschien bald wieder in dem hell erleuchteten Eßzimmer, wo er mtt Aisabeih an dem zierlich ge- deckten Tische Platz nahm. Sie wurden durch die Heimkehr der Majorin unterbrochen, welche beide in sichtlich heiterer Stimmung begrüßte. Den Knaben vermissend, fragte Elisabeth: .Wo ist Walter, Ka- roline?*

„ »34 habe ihn bet Eisenbergs gelassen,* war die Antwort, .die ihn einige Tage behalten werde». Er kann dort mit dem Knaben spielen, denn er hat mtt erklärt, sich hier zu langweilen und da er doch seiner Zerstreuung und Unterhaltung wegen hier ist, werdet Ihr wohl damit einverstanden sei».*

Daun erkundigte sich Frau von Falkenberg nach der Reise ihres Bruders. Dieser erzählte nun von seinem Aufenthalte im Hause der Rätin, von der Beerdigung der Doktorin Stein und von dem Schmerze der Kinder, und fügte schließlich hinzu, indem er sich an seine Frau wandte, die ihm mit ernsten Gesichts­zügen zugehört:

bohl mein wirklicher Verlust ihr schmerzlich sein? — Könnte ich doch in ihr Herz blicken, mich überzeuge», ob fa wich liebt und ob sie wdklich glücklich ist! — Ah muß eS glauben, denn ungeachtet der schärfsten Beobachtung habe ich keinen Beweis des Gegenteils und ich will es glauben," fügte er mit unter­drückter Erregung hinzu, „denn könnte ich ahnen, daß fie Helbert Wendtorfs nicht vergessen, daß sein Bild °ach so langer Zeit noch ihr Herz erfüllt, so würde ich namenlos unglücklich, und das Leden würde mir «tae traurige Last sein!"

Am offenen Fenster lauschte er jetzt auf das Deinen seines KindeS und die beruhigende zärtliche Stimme der jungen Mutter, bis endlich beides ver­stummte. Dann suchte er gleichfalls sein Lager auf, 60 ein unruhiger Schlaf sich seiner bemächtigte, der keinen abgespannten Nerven nur wenig Erquickung brachte. -—

13. Kapitel.

Gustav Eschenbach war allein zu der Bestattung der Doktorin Stein gereist, und Elisabeth hatte sich begnügen müffeu, der verewigte» mütterlicheu Freun­din einen Kranz zu schicken, und den Kindern einige Dörte der Liebe und Teilnahme zu schreiben. Die Beerdigung war unter großer Beteiligung der Stadt vor sich gegangen, Eschenbach batte bei dieser Gele- -iuheit auch den Fabrikbesitzer Wendtorff gesehen und ton ihm erfahren, daß er eine große Sehnsucht nach keinkm einzigen Sohne habe und ihn aufgefordert, vrück zu kommen, daß dieser aber Geschäftsteilhaber feines Prinzipals geworden sei und ihm erwiedert habe, baß er vielleicht sie die Heimat Wiedersehen

„Karoli»e,?»ir habe» noch nicht au Walther ge­dacht, den Du einstweilen hier lasse» mußt."

„Walther — ja; daS arme Kind; er ist vielleicht schon eine vaterlose Waise!" und laut schluchzend bedeckte sich ihr Gesicht mtt den Händen.

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nommen habe; er dankt für die Ünterstützung, welche die 3 Departements der, Sache der Revision astge- deihen, ließen. I>ie Sfunßö der allgemeinen Beratung nahe sich'; einig, wie die Boulangisten seien, Sinne das Resultat nicht zweifelhaft fein. — Gutem Ver­nehmen nach wird, hie Regierung, bevor sie sich in der Panamäsrage' definitiv schlüssig macht, eine aus hohen Beamten und Juristen bestehende außerordent­liche Kommission yifammentreUn lassen, welche mit der Prüfung der Frage beauftragt wird. '

Madrid, 8. Dec. Die gestern von den Ab­teilungen der Kammer gewählte Budget-Kommission besteht aus 21 Anhängern der Regierung und 14 Mitgliedern der Opposition. Den Blättern zufolge hätte der Finanzminister infolge des AusfMcs der Wahl demissioniert und auch der Minister des Inneren seine Entlastung eingereicht. — Es betätigt sich, daß das ganze Kabinet Sagasta demissioniert hat.

Petersburg, 8. Dez. Das ^Journal de St. Petersbourg" wendet sich gegen diejenigen auswär­tigen Zeitungen, welche bezwecken, Unruhe bezüglich Rußlands Absichten zu erregen, indem sie der neuen Anleihe kriegerische Zwecke unterschieben. Man geniere sich nicht, ; noch weiter von dem Ruine Rußlands zu sprechen angesichts seines wirtschastlichen Auf­schwunges. Rußland werde sich nicht von den Werken des Friedens abwenden, welchen der Saifer sich seit dem Anttitt seiner-Regierung gewidmet habe.

Sansibar, 8. Dez. Ein Angriff- der Ein­geborenen auf die deutsche Station Bagamoyo wurde mit Hilft von Mannschaften -des Kriegsschiffes „Leipzig" zurückgeschlagen. ‘ ...

„Einige Regentage haben ihm dergleichen melancho­lische Gedanken beigebracht," erateberte gleichgültig die Majori». »Hoffentlich ist seitdem in Gastei» bestereS Wetter eingetreten und damit ihm neuer LebcuSrnnt gekommen. Ich werde wohl morgen einen Brief von ihm erhallen."

Der ermattete Brief langte auch am nächsten Morgen an, war aber den Wünschen und Erwaitungeu der Majori» wenig entsprechend. Bald daraus überbrachte eine Dienerin ihrem Herrn eine Depesche. Eschenbach erhob sich schnell und verließ, ohne ein Wort weiter zu sagen, das Zimmer. Von plötzlicher Unruhe er­faßt folgte ihm seine Schwester und stieß mit zögernder Stimme die Worte hervor: _a' 5 j

„Gustav, die Depesche ist doch nicht?" -—- 1

,3«, Karoliue, sie ist von Falkenberg und ohne Zweifel der Vorsicht wegen an mich adresfiert. Sei» Zustand muß sich verschlimmert habe», denn er bittet Dich, sofoit zu kommen!'

.Verschlimmert! und ich habe so fest auf sein: Genesung gerechnet! rief in Thränen ausbrechend die Majori» und fügte hinzu: „Wie kann ich aber fofort und allein abreifen?*

,34 werde Dich begleiten", entgegnete Eschenbach und Elisabeth sagte: .Mir, Karoliue wirst Du er­lauben, Dir bet den notwendigen Vorberettungen zu helfen, denn wenn 3hr den Nachtzug benutz« wollt, so ist keine Zeit zu verlieren?*

.Ich will mich zugleich zur Stadt begebe», Elisa­beth", fuhr ihr Gatte fort, „denn wie Du weißt, habe ich dort noch einige wichtige Briese zu schreiben uud muß ebenfalls mtt dem Buchhalter sprechen!"

Dan» wandte er sich nochmals zu seiner Schwester und sagte: