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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchham. ZIlustriertrs SoanragSblatt, % W" Sgxditiou- Medt 5L — WMtion, Druck mid Bttlog M» 3»$. le#, t»*

Marburg,

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Erstes E Blatt

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10.

kanvter, offenbar befremdet tiber^i«» solchMEi»M8 Wchl. Mabt, jetzt abu schlafe und Hermine bei ihr der junqtn Frau war, während man doch ein glück- sei, nnd daraus alle ängstliche Fragen ihres Schwieger-

liches Ehepaar zu sehen erwartet, so hielt Gustav

8.

} Somi- «b bei derSxpe-

»nch Herr und Frau Falkeeberg ab, welche deu Plan btt Verlesung der beiden inhaltsschwere» Briefe auS watavia beizuwohneu, aufgegeben hakte». Der Major bhrte nach Düffeldorf zurück, seine Gattin aber kn- teb sich zu ihrem Bruder, um sich zu überzeugen, brte es um die teure Schwägerin stehe, in Wahrheit •btt, um in der Villa anderweitige Nachforschungen •Azustelleu.

sohnes beantwortet, suhr fie mit unverkennbar erregter Stimme fort:

Lokalkomitees unterzeichneten Aufruf zu erlaflen. Derselbe wurde von 240 Herren unterzeichnet. Von 30 Personen sind dem „Siel. Tgbl." zufolge bereits 8000 Mk. für den Denkmalfonds gezeichnet worden.

Köln, 28. Nov. In geheimer Sitzung ge­nehmigten die Stadtverordneten eine Uebereinkunft mit der Eisenbahnverwaltung, betreffend die Er­bauung einer großen Hafenanlage im Süden du Stadt mit einem Kostenaufwand von 12 Millionen, sowie die Herrichtung entsprechender Bahnanschlüffe.

Sie sah sich in ihre» Erwartungen anch nicht getäuscht, den» am folgende» Morgen trafen Beide in dem anliegenden Zimmer zusammen, und als die Rätin berichtet, daß Elisabeth eine sehr unruhige

»Aber Gustav, wag ist denn geschehe», da» diese gefährliche Krankheit zur Folge gehabt? — Ihr hattet wich doch gesund nnb wohl verlassen und ich hatte, wenn auch traurig, daß mein einziges Kind von mir gegangen, doch dasselbe mit ruhigem Herzen Deiner Liebe und Sorge übergebe» l

Ein Schatten überflog Gustavs Gesicht und traurig erwiederte er:

«Nachdem Elisabeth mir mit so offenem Vertrauen entgegengekowmen, hatte ich gehofft, auch ihr Herz zu gewinnen, doch fürchte ich jetzt, daß mir da» nicht gelingen wird!*

«Weshalb aber nicht?" fragte schnell die Rätin und blickte mit Besorgnis in da» bekümmerte Gesicht ihres Schwiegersohnes.

«Weil — koch Du wirst mir Rat geben, wenn Du die Thatsacheu erfahren.*

«Welche Thatsacheu?* unterbrach erschreckend Elisabeth» Mutter, während baren Schwägerin sich auf bem weichen Sawmtteppich so dicht wie mög­lich und unhörbar bet Thür näherte, welche beide Räume trennte.

Gustav Eschenbach erzählte jetzt, wa» sich auf dem Bahnhofe zugetragen und wa» er in Bezug auf Helbert Weudtorffs Anwesenheit in der Kirche an» ElisabetS Munde erfahre», sowie anch ihre Unterredmrg i» Eisenbahnwagen.

ß® (Fortsetzung folgt.)

fNachdruck verboten.j

Der Ring.

Eine Geschichte aus den WeihuachtStagen von M. Reinhold.

(Fortsetzung.)

Der junge Mann öffnete mit einem höflichen Grnßk die Thür und schritt bann mit ihr bie Treppe hinaus bis zur ersten Etage, wo er sich mit einem aber­maligen Gruße verabschiedete. «Gewiß brr Bräutigam*, bachte Selma. «Ein sreunbltcher junger Herr!*

Es war ber Bräutigam bet reichen Thekla Meyer gewesen, ber Gutsbesitzer Karl Freund. Wenn beim Nähen des Brautkleides gesagt worden war, bei dieser iu Aussicht stehenden Hochzeit komme Geld wieder zu Geld, so war das nicht unrichtig. Beide waren reich, und wenn auch Karl Freund die schöne Thekla von Herzen zu liebe» meinte, die Geldfrage hatte bei ihrer Verlobung jedenfalls ei» sehr ge. wichtiges Wort gesprochen. War ihr Vermögen so ziemlich gleich, so war ihr Charakter um so tier» schtedeuer. Der junge Herr war eine lebensfrohe Natvr, die sich gern anderen Leuten in frischer, freierer Weise gab; er hatte wenig Neigung für eine steife, kühle Zurückhaltung und liebte eS vor Allem nicht, mit seinem Gelde zu prunke». Anders seine Braut, die von dem Grundsätze auSgtug, wer eine höhere Stellung im sozialen Leben etuuehme, müsse das anch in jeder Weise äußerlich zeigen. Mehrfach war e» darüber zwischen Beiden schon zu kleinere» Neckereien gekommen, aber alö zärtlicher Bräntigam hatte er natürlich stet» nachgegeben. Nur einmal hatten die Neckereien einen etwas schärferen Ton an- genommen. Er hatte sieh bei seiner Braut erkundigt, wer bie junge Dame sei, bie oben im Hause wohne. «DaS ist meine Mobistt». Weshalb fragst D» nach ihr?* — «Nun, sie ist ein sehr hübsche» MSbchenl* — «Wa» kann e» Dich interefstete», ob eine Mobistt» hübsch ist?' hatte sie baranf in sehr scharfem Tone

Anslimd.

Rom, 28. Nov. Dem „Esercito" zufolge wird der Finanzminister für bie außerorbentlichen Aus­gaben für die Armee u»d bie Marine 120—130 Millionen verlangen. Es handle sich teils um Vor­schüsse auf vom Parlament bereits genehmigte Kredite, teils um außerordentliche einmalige Ausgaben, wie um die Vermehrung der Gewehre für bie Territo­rialmiliz.

London, 28. Nov. Die Königin betätigte bie Ernennung des Mr. James Monro zum Leiter ber Londoner Polizei.

Petersburg, 28. Nov. Das „Journal de St. Petersbourg" bemerkt bei Darlegung des Zwecks der neuen Anleihe, es sei klar erwiesen, daß dieselbe weder einer kriegerischen Bestimmung noch einer Erhöhung des Defizits dienen solle. Außer den ökonomischen Vorteilen werde die Anleihe dem Staats­schätze eine jährliche Ersparnis von 483 000 Metall­rubeln während 25 Jahren einbringen. Die An­leihe treffe vielmehr Vorsorge für die Bedürfnisse des Handels und der Industrie. Ungeachtet der Perioden einer großen industriellen Thätigkeit sei eine zeitweilige Emission von Kreditbilleten not­wendig. Die erste Emission von 15 Millionen stehe auf dem Punkte, zurückgezogen zu werden; aber man sehe für den nächsten Sommer eine zeitweilige Emission von 75 Millionen voraus. Die Anleihe von 1889 werde also den Jntereffen des Handels dienen, ohne auf den Wert des Papierrubels zu drücken. Schließlich bemerkt das „Journal*, bei einem aufmerksamen Lesen des betreffenden Ukases werde man inne werden, daß es sich um ein all­gemeines System einer stufenweisen Konversion handle.

Kairo, 28. Nov. Ein englisches Infanterie- Regiment und 100 Mann beritten gemachte In­fanterie erhielten den Befehl, sich unverzüglich nach Suakim zu begeben.

ei den Postämtern 2 KL 50 Pfg. (e$tt- ierttonsgetthr für bie gespaltene Zeile ReHfluten für bie Zeile 25 Pfg. .

Freitag, 30. November 1888.

Majorin jedoch nicht getho», sonder» schon im Laufe des nächsten Tages ihre» Bruder mit btt größten Teilnahme in Blick nnb To» gefragt, wie nur bie arme liebe Elisabeth zu bet unerwarteten Krankheit gekommen sei. Dieser hatte ihr nur bie Aussage des Arzte» wieberholt. Sie hatte bieS anscheinend geglaubt, war aber trotzdem davon überzeugt, daß Sache» ganz anbei» standen, und beschloß tS, n möglich in Erfahrung zu bringen.

. Richt wissend, nicht einmal ahnend, »e sie sicht Dazu aber mußte sie vor alle» Dinge» jede Unter, befand, lag Elisabeth in einem schnell fftr die Hetze- s rednug Gustav» mit ber Ritt» belauschen, gegen btt

Deahna), dem Antisemiten Böckel, dem konservativen Katholiken Frhrn. v. Hornstein, dem Dänen Johannsen, dem Welfen Frhrn. tr. Langwerth - Simmern und dem TerwchNstO Stöber. — Nachdem in den letzten Wochen unsere Staatseisenbahnverwaltung in der extremen Presse von rechts und links mit allerhand Angriffep bedacht worden ist, wird e8 unsere Leser interessierest, Mich eivichlll ein Urteil eines englischen, durchaus Äs" Seite»" btt Privatbahnen stehenden Blattes über die preußischen Bahnen zu hören. Die

soeben in unsere Hände gelangende Nr. 1297 der in London erscheinenden „Kailway News" vom November b. Js. sagt in einem: Eisenbahn- gesetzgebung- in Preußen überschriebenen Artikel u. a.

Eschenbach eS geraten, ihn ins Vertrauen zu ziehen, nnb teilte Hm alleauf seine Berheiratnug beziehenden Thatsacheu mit. Doktor Bäumer schüttelte dabei be- denklich daS Hanpt, erteilte ihm seine Ratschläge und forderte ihn auf, fall» der Zustand seiner Gattin sich nicht ändern sollte, deren Mutter und auch »och eine Freundin kommen zu lassen, damit sie bei etwa eintreleudem Bewußtsein die früher gewohnte Uw- gebung nm sich habe, waS beruhigend anf ihre Nerve» wirke» würde. ys-

Es ist bereits erzählt worden, daß dies geschehen und baß die Majorin bie Rätin nnb Hermine Stein begleitet hatte. ES «ar ein trauriges Wiedersehen nach ber so kurzen Trennung gewtse» nnb in bet unaussprechliche» Angst nnb Sorge um ihre Tochter, deren Zustand sich leider verschlimmerte, hatte die Rätin jede Frage »ach bet möglichen Ursache her ge­fährlichen Erkrankung unterlassen. Dies hatte bie

sNachbtuck verboten.j

Die Villa am Rhein.

Original-Novelle von Mary Dobson.

(Fortsetzung.)

Der GerichtSbireklor und seine Frau waren sogleich U ihrer Seite, denen die Rätin das Telegramm reichte «id mit kaum vernehmbarer Stimme sagte:

Lesen Sie, Herr Direktor. —*

Et las:

«Elis-beth schwer erkrankt. Ihre Mntter nnb Hermine Stein sogleich kommen.*

Die Gesellschaft sah erschrocken auf bie Rätin, bie Doktorin Stein nnb ihre Kinder wie auch der Äojor und feine Gattin wechselten bedeutungsvolle 8lide, enthielten sich aber jeder Bemerkung. Sich schnell erhebend, sagte die Rätin in höchster Aufregung:

«ES ist fast unglaublich, aber dennoch muß es bahr fein, tote hätte mit Gustav so» steine solche bchreckensuachricht geschickt. Leider könne» wir erst Wt dem Kourierzuge reisen, denn, Fra» Doktorin, fcanbte sie sich an diese, Hermine begleitet mich doch ?"

«Gewiß, Frau Rätin", antwortete die Doktorin Stein und schickte mit ihrer Tochter sich ebenfalls «t, bie nötigen Vorbereitungen zu treffen nnb ben Stet» zu verlassen. :

Mit bem Kourterzug reiften nicht allein die Ge­richtsrätin Waldheim und Hermine Stein, sondern

Nachbarreiche zu lesen; in der Regel hatten wir gerade in bem Blatt des Herrn Falk zu unserem Bebauern ein System «verdächtigender Nörgeleien" im Sinne bes Wochenblatts «Schwarz-Gelb", teil« weise unter Reproduktion der Argumente dieses Blättchens, zu erkennen gehabt. Hoffen wir, baß diese Wendung mehr Bestand haben werde, als wir beim Anblick auf die Äußerungen bes „Pester Lloyd" bei ihm zu finben gewohnt sind. Bon Blättern „Schwarz - Gelb", in bereit Text der Glanz ausländischen Geldes sich wiederspiegelt, Notiz zu nehmen, ist unter unserer Würbe, und wir bedauern, daß deutsche Blätter sich haben bereit finden lassen, diese bezahlten Bosheiten eines Winkelblattes zu reproduzieren und an dieselben unrichtige und ge­hässige Kommentare zu knüpfen. Wenn aber ein Blatt von der Verbreitung wie der „Pester Lloyd" damit droht, daß „die österreichische Monarchie sich zmn Mittelpunkt einer ' deutsch-gegnerischen Koalition machen könne", da sie von Frankreich durch keinen natürlichen Gegensatz getrennt werde, und sich in das russische Bündnis durch Zugeständnisse im Orient einkaufen könne, dann macht es doch einen wunder­lichen, man kann fast sagen, unverschämten Eindruck, wenn dasselbe Blatt „ernsten und anständigen Ver­tretern der öffentlichen Meinung Deutschlands" Vor­haltungen über die Pflege der Freundschaft beider Reiche machen will..." — Fürst Bismarck hat an den Grafen Benomar, anläßlich ber Abberufung bes letzteren von Berlin, einen Brief, gerichtet, welcher nach der konservattven Madrider „Epoca" folgenden Wortlaut hat: „Eine Mitteilung, welche mir soeben durch Herrn v. Stumm zugeht, unterrichtet mich von der Abberufung Ew. Excellenz, eine Nachricht, die ich in keiner Weise erwartete. Da ich stets nur Anlaß zum Lobe für bie Beziehungen hatte, bie Ew. Exzellenz, geleitet durch bie Rechtschaffenheit und bie wohlwollenden Gesinnungen, die Sie aus- zeichnen, mit der kaiserlichen Regierung aufrecht zu erhalten verstanden haben, hatte ich mich, Herr Botschafter, an die Hoffnung gewöhnt, Ew. Exzellenz nicht einen Posten verlassen sehen zu müssen, auf dem Ew. Exzellenz geschickte und würdige Leitung in so hohem Maße das Berttauen aller derer zu erwerben- verstanden, bie das Glück gehabt haben, mit Ew. Exzellenz zu verhandeln."

Kiel, 26. Nov. Die allgemeine Versammlung des Lokalkomitees für das Protckizial-Kaiser-Wilhelm- Denkmgl in Kiel, welche am Sonnabend abgehalten wurde, war recht zahlreich besucht. In derselben wurde---beschloffen, einen von den Mitgliedern des er jedenfalls offener al» gegen ste sei» würde, uud diese Absicht konnte sie um so leichter ansführe», als ihr Schlafzimmer neben bem allgemeinen Wohnge mach lag.

Deutsches Reich.

Berlin, 28. Nov. Der Kaiser empfig heut? Mmittags den Ches des Civilkabineits Lucanus und kn Staatsminister Grafen Herbert Bismarck, nach- Btittagd den Fürsten Salm - Reifferscheidt - Dyck und kn General von Alten. Tie Kaiserin empfing heute nittagS da» Präsidium des Reichstages. — Das icue Mitgliederverzeichnis des Reichstages und der Nachweis des Bestandes der einzelnen Fraktionen ßnd erschienen. Hiernach zählt die Frattion der deutschkonservativen 73 Mitglieder und 2 Hospi- tanten (Graf Schlieffenberg und Graf Schliessen- kchw mdt); bie beutsche Reichspartei (Freikonser- tative) 39; bas Zentrum 96 und 3 Hospitanten tzu Arnswald - Hardenbostel, Graf v. Bernstorff, sthr. v. Scheele, alle drei welfische Hannoveraner); die Polen 13; die Nationalliberalen 92 und 3 Hospitanten (Keller, Württemberg, Dr. Petri und Schneider); die Deutschfreisinnigen 36; die Sozial­demokraten 10; die „Wilden" 22. Nachdem in den letzten Tagen zwei Ersatzwahlen erfolgt sind, die den Deutschkonservativen zwei Mandate gebracht oben, die oben noch nicht mitgezählt sind, giebt es rledigte Mandate 6, nämlich: Hannover 5, Breslau ’, Düsseldorf 9, Oberpfalz 1, Gumbinnen 6, Baden '. Diese Mandate hatten bisher inne Sattler (nat.- ib.), Kräcker (Soz.), Psafferott (Zentr.), Freiherr i Graben (Zentr), Maubach (kons.), Freiherr von Degenfeld (mit. dib.) Die 22 „Wilden" bestehen Machst aus der „Gruppe" der 14 Elsaß-Lothringer, dann aus 3 Liberalen (Retemeyer, Hildebrandt,

Anzeizen nt**t nügeg-,. bie Oraebitüm b Blatte«, sowie b. Inwmcee-ShteMnq; von -aasenKei» mb Begier ™ Jahrgang.

Daube u. le. m Frankfurt a. et, Berlin, Hannover Bari«.

folgendes: „Beinahe uneingeschränktes Lob gebührt der Art und Weist, in welcher die preußische Eisen- bahnveM>ülw«g in bär letzte» 25 Jahren, besonders seit l 8^-1-geleistt'ist. Diese, bewunderungswürdige Leistung ist, so eigentümlich, ja sonderbar es manchen unserer Leser erscheinen mag, das Ergebnis der bureowkiÄisMp, jn, .bem ganzen Lande vorwiegenden -MiHchtimße».; Die^BettbÄtung hat dabei überdies militärisHe "und unter Umständen selbst politische Fragen und Jntereffen mit den oft gebieterischen Anforderungen der Selbstvertretung gleichzeitig zu berücksichtigen. Die meisten der seit 1871 gebauten Hauptbahnen bienen in erster Linie militärischen Zwecken, aber alles ist so geschickt eingerichtet, daß mit Hülfe einer großen Anzahl von Zweigbahnen auch die Interessen des Verkehrs und bes reisenden Publikums in einem gerabezu wunderbaren Grade gefördert sind. Es giebt kein Land, welches so zahlreiche Bequemlichkeiten und Erleichterungen im Eisenbahnverkehr genießt, als Deutschland. Gegenden, welche nicht bevölkert und reich genug sind für Bahnen erster Klaffe, haben wenigstens Nebenbahnen, „Klingelbahnen", so genannt nach dem häufigen Gebrauch der Glocken zur Warnung des Publikums bei Wegeübergängen, und wo solche Bahnen noch nicht sind, da werden sie gebaut." — An leitender Stelle schreibt die „Nordd. Allgem. Ztg." im heutigen Abendblatt offiziös: Der „Pester Lloyd" beschwert sich darüber, daß „ernste, anständige Vertreter der öffentlichen Meinung Deutschlands ein System verdächtigender Nörgeleien fortsetzen", welches nur zu sehr geeignet ist, eine Verstimmung, ja Ver­bitterung in das Verhältnis zwischen Deutschland und Österreich hineinzutragen. „Cs( gereicht uns zur Befriedigung, auch im . „Pester Lloyd" gelegent­lich einmal den Wunsch stach ungetrübtem Fortbe­stand der freundschaftlich» Beziehungen, beider

richtete» Zimmer zur ebenen Erde ber Villa, wohin ihr Gatte ste kraul, fast bewußtlos, getragen nnb das er seitdem nicht wieder betreten. Er hatte ste ber Sorge nnb Pflege ber erfahrene» Haushälterin über­gebe» nnb von bem schnei herbeigeholte» Arzt kam bie traurige Erklärung, daß als Folge heftiger Ge­mütsbewegung für feine (Sattln ein Nervenfieber zu befürchten fei. Da der Arzt, ein langjähriger Be-

Bestellungen für tzen Monat Dezember lehnten auf die

vberheffifche Zeitung

«edst Kttisblatt

Br die Kreise Marburg und Kirchbai«

und

Illustriertes Sountagsblatt

sämtliche Postanstalten, unsere Agentur in Kirchhain, sowie für hiesige Stadt un­sere Expedition noch fortwährend entgegen.

Die Exped. der Oberh. Zeitung.