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(Fortsetzung.)

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^Nachdruck verboten.)

Die Villa am Vheia.

M Original-Novelle von Mary Dobson.

Wöchentliche BeUagen: Kreis-Blatt für Mc Kreise Marburg Md Kirchhai«. - Illustriertes Sanntaasblatt.

Expedition: Markt 81. — Rdxtttion, Druck und Verlag von Joh. Sag. Koch. ”

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Deutsches Reich.

Berlin, 20. Nov. Der Kaiser und die Kaiserin sind mit den kaiserlichen Prinzen heuie für die Wintermonate in dos hiesige königliche Schloß über- gefiedelt. , Der Kaiser begiebt sich am 22. d. M. mit mehreren Fürstlichkeiten zu den Hofjagden nach a Letzlingen. Der Herzog und die Herzogin von Aosta treffen morgen früh zum Besuche des hiesigen Hofes ein. Ter Großfürst-Thronfolger von Rußland trifft auf der Rückreise von Kopenhagen morgen abend hier ein und steigt in der russischen Bot- schast ab. — Der Bundesrat erteilte in. der am 19. d. M. unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten des Staatsministeriums, Staatssekretärs des Innern v. Boetticher abgehaltenen Plenarsitzung den Ent- wüifen eines Gesetzes übsr die Feststellung des Reichshaushalts-Etats für 1889/90 und eines Ge­setzes wegen Ausnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltungen des Reichsheeres, der Marine und der Reichs - Eisen bahnen die Zustimmung und genehmigte die Etatsentwürse der Marine-Verwal- tung, des Auswärtigen Amts, des Reichsamts des Innern und über die Reichsschuld zum Reichshaus- halS-Eiat für 1889/90 und den Entwurf zum Besoldungs- und PensionS - Etat der Reichsbank- Beamten mit Ausnahme der Mitglieder des Reichs- bank-DirektoriumS für 1889. Von Seiten der Aus­schüße für Handel und Verkehr und für Justizwesen wurde über den vom Reichstage in der Session von 1887 infolge von Anträgen der Abgg. Hitze und Lohren beschlosienen Gesetzentwurf, betreffend Abänderungen und Ergänzungen der Gewerbeord­nung vom 1. Juli 1883 (Arbeiterschutzgesetzgebung), sowie über die gleichzeitig vom Reichstage ange­nommenen beiden Resolutionen, betreffend die Be­schränkung der Kinderarbeit außerhalb der Fabriken und die Veranstaltung einer Enquete wegen des sogenannten Normalarbeitstages, Bericht erstattet. Es wurde beschlossen, dem Gesetzentwurf nicht zu­zustimmen und den erwähnten Resolutionen eine Folge nicht zu geben. Ebenfalls wurde die Zu­stimmung versagt dem vom Reichstage auf den An­trag der Abgeordneten Biehl, Ackermann und Ge­nossen beschloffenen Entwurf eines Gesetzes wegen Abänderung der Gewerbeordnung (§ 100 e), dem vom Reichstage infolge von Anträgen der Abgeord­neten Dr. Lieber und Hitze beschlossenen Entwurf

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eines Gesetzes wegen Abänderung der Gewerbe­ordnung (Sonntagsarbeit) und dem Beschluß des Reichstages über dre Petition eines verabschiedeten Militärarztes um Gewährung einer Jnvaliden- pension, auch einer Eingabe wegen Ausübung der Hcilkunst im Umherziehen beschloß die Versammlung keine Folge zu geben. Dem Antrag einer gemein­nützigen Ballgesellschaft, betreffend die Herabsetzung des Nennwerts ihrer Aktien, wurde die Genehmigung erteilt. Wegen Berufung von zwei weiteren Mit­gliedern des Reichs - Versicherungsamts sowie von je zwei Stellvertretern dieser Mitglieder aus den im § 49 des Gesetzes vom 5. Mai 1886 bezeich­neten Personen wurde beschlossen, die erforderlichen Personalvorschläge einzuholen. Die Vorlage, be­treffend die Statistik der Branntweinbrennereien und der Branntweinbesteuerung, wurde den Aus­schüßen für Zoll- und Steuerwesen und für Handel und Verkehr zur Vorberatung übergeben. — Wie die »Bert. Pol. Nachr." erfahren, ist auf Vorschlag der Subkommission seitens des Bundesrats in den ihm zur Beschlußfassung von den Ausschüßen vor­gelegten Entwurf, betreffend die Alters- und In­validenversicherung, ein ganz neuer Paragraph ein­geschaltet worden. Demselben zufolge ist, sobald sich im Laufe des Verfahrens bei der Feststellung der Invalidenrente Zweifel darüber ergeben, ob nicht die Erwerbsunfähigkeit durch einen nach den Unfallversicherungsgesetzen zu entschädigenden Unfall verursacht worden fei, dem die Rente beantragenden Versicherten aufzugeben, zunächst eine Entscheidung aufgrund der Unfallversicherungsgesetze herbeizuführen. Die rechtskräftige Entscheidung über den Anspruch auf. Unfallentschädigung ist für das Verfahren über den Anspruch auf Invalidenrente insoweit bindend, daß in diesem Verfahren die Ablehnung des An­spruchs nicht aufgrund der Annahme erfolgen darf, dem Antragsteller stehe aufgrund der Unfallver­sicherungsgesetze ein Anspruch auf Entschädigung zu. — Wie die „Kreuzztg." vernimmt, ist in nicht allzu ferner Zeit eine Wiedervereinigung des Militär­kabinetts mit dem Kriegsministerium als viertes Departement mit einem Chef an der Spitze geplant. Es werden bann verschiedene Abteilungen in dem­selben eingerichtet werden, was um so notwendiger erscheint, da der Geschäftsumfang immer mehr im Zunehmen begriffen ist. Die Abteilung für die persönlichen Angelegenheiten, die geheime Kriegskanzlei im Kriegsministerium, wird natürlich eine Abteilung dieses neuen Departements bilden. Die vor einiger Zeit schon erfolgte Kommandierung des Fliigel-

uoch kein weibliches Wesen Dich so dauernd z« fesseln vermocht, um mit Dir die schöne Villa am Rhein zu beziehen, die wohl bald vollendet sein wird?'

,WaS die Einrichtung betrifft, uoch nicht*, ent» Segnete Gustav Eschenbach, die eigentliche Frage umgehend.

»Gedenkst Du auch im Winter dort zu wohueu?* fragte die Majorin, welche in ihrem Herzen den Bruder nm die schöne Besitzung beneidete.

»Ich weiß rS uoch nicht*, lautete deffeu zögernde Antwort.

»Du willst die Entscheiduug wohl Deiner künftigen Gemahlin überlaßen?' meinte lächelnd der Major, voll Behagen die kostbare Zigarre rauchend, welche sein Schwager ihm präsentiert hatte.

»Daun wird sie aller Wahrscheinlichkeit nach «och nicht bewohnt*, antwortete scherzend seine Gatttu, »denn Gustav wird nie eine Fran finden, welche allen seinen Ansprüchen genügt.'

»Und wenn das dennoch möglich wäre?* ent* geguete der Bruder, mit einem schnellen Blick den Knaben streifend, welcher jedoch so eifrig beschäftigt war, daß er darüber die Erwachsenen gänzlich ver. gesseu zu haben schien.

»Sollte dies gar schon geschehen feie, Bruder?* rief lebhaft die Majorin. »Du machst mich neu» gierig uod vielleicht hängt auch die Sache mit Deiner uns unerklärlichen Anwesenheit in Wiesbaden nnd Baden zusammen.*

»Die ist doch zur Sommerzeit und wenn man einmal dem Genuß nach Vergnügen leben will, so nnerklärlich nicht*, versetzte Gnstav Escheubach ans» weichend. »Anch werde ich diesen Nachmittag nach Baden znrückkehren.*

»So ist dar nicht ohne Grund*, sagte erstere chnell, den Bruder forschend bettachtend. »Kannst oder willst Du nnS nicht zu Deinem Berttanteu machen, denn Dn wirst doch überzeugt Jein, daß wir un» ftenen würden, Dich endlich als glücklichen Satten zn sehen.«

' Berliner, Spandauer und Lichtenfelder Garnisonen in Beisein des Allerhöchsten Kriegsherrn, Seiner Majestät des Kaisers und Königs, statt. Das Exerzierhaus war, der ernsten militärischen Feiet entsprechend, würdig von dem 2. Garderegiment aus­geschmückt und machte einen feierlich ernsten Ein­druck. Um halb 10 Uhr holte eine kombinierte Kompagnie des 2. Garde-Regiments zu Fuß im Paradeanzuge die Fahnen der Regimenter der 1. Garde-Unsanterie-Division mit klingendem Spiel aus dem königlichen Palais ab und marschierte mit denselben auf den Exerzierplatz vor der Kaserne des Füsilierbataillons 2. Garderegiments zu Fuß, wo­selbst die Kompagnie, gegenüber dem Exerzierhause, Fahnen und Musik auf dem rechten Flügel, Auf­stellung nahm und die Ankunft Seiner Majestät be# Kaisers und Königs erwartete. Inzwischen hatte sich die gesamte Generalität Berlins, an deren Spitze der Oberkommandierende in den Marken und Gouverneur von Berlin, General - Oberst v. Pape, die Militärbevollmächtigten der fremden Staaten, die Offizierkorps der 1. Garde-Infanteriedivision und der Kavallerie-Regimenter, die dienstfreien Offiziere und die hierher kommandierten Offiziere eingefunden und vor dem Exerzierhause des 2. Garderegiments ju Fuß Aufstellung genommen. Der Anzug war Paletot mit Schärpe und Haarbusch, auch die Mannschaften waren in Mänteln erschienen. Kurz vor 10 Uhr, vor dem Eintreffen Sr. Majestät, erschien auch die schwedische Marine-Deputation in einer königlichen Hofequipage, mit dem Vizeadmiral Lagercrantz an der Spitze, welcher das Band des Kronenordens erster Klasse angelegt hatte. Brausende Hurrarufe von der Friedrichstraße her verkündeten um 10 Uhr die Anfahrt Sr. Majestät des Kaisers und Königs. Allerhöchstderselbe fuhr in offener Hofequipage und war begleitet von Seinem Bruder, dem Prinzen Heinrich. Se. Majestät trug gleich­falls den rot ausgeschlagenen Paletot der Generale mit der Schärpe und dem Generalshelm. Unter dem Paletot sah man die große gestickte Generals­uniform. Huldvollst dankte der Kaiser dem nach Tausenden zählenden Publikum, welches Ihn jubelnd begrüßte. Am Exerzierhause verließ Seinn Majestät den Wagen, begrüßte die Generalität, die fremden Militär-Bevollmächtigten und die Offi­zierkorps, und gab alsbald den Befehl zum An- marsch^ der Fahnenkompagnie, welche sich mit klingen­dem Spiel von der Füsilierkaserae des 2. Garde­regiments zu Fuß in Marsch setzte und unter den Klängen des Preußen-Marsches mit dem „Heil Dir

Deiner Lebensstellung, einer der ältesten Familien der Provinz angehörend."

„Heirate ich Elise Waldheim, die einzige Tochter des verstorbenen Gerichtsrats Waldheim."

,-Die gleicht ihrer Mutter, denn ich nehme an, daß diese noch lebt, sich freut, ganz unerwartet ver. sorgt zu werden", fuhr mtt leichtem Spott die Maiorin fort.

„Starolinel" rief vorwurfsvoll ihr Bruder.

„Gewiß, Gnstav, denn Du wirst doch nicht be­haupten, daß ste Dich aus Liebe heiratet!«

Eingedenk der Mitteilung feiner Brant an ihrem Verlobungstage überflog Gustav Efcheubachs Gesicht ein tiefer Schatten, welcher dem scharfe» Ange seiner Schwester und anch seinem Schwager nicht entging. Beide wechselten schnell einen bedentnngSvollen Blick, den wiederum ersterer bemerkte und ernst und mtt Nachdruck erwiderte:

«Ich würde meine Brant nicht so hoch schätzen, wie ich eS thue und eS würde ihrem edlen Sinne wenig entsprechen, wollte sie für mich, dem viel iltereu Mann, schon eine leidenschaftliche Liebe an btn Tag legen. Aber im Besitz ihres vollkommenen Vertrauens fühle ich ihre Zuneigung täglich zunehmen und wenn Ihr sie erst kennen gelernt —"

„Das wird wohl so bald nicht geschehen können«, antwortete mit leichter Verstimmung die Majorin, „da Ewald zn den Manövern geht, ich aber nufer HauS eiurichten muß."

„Zu unserer Hochzeit werdet Ihr doch kommen?« ragte ebenfalls verstimmt ihr Bruder.

,Maun findet ste statt?" kam schnell der Major einer vielleicht unfreundlichen Antwort seiner Gatttu zuvor. ,

„Elisabeth hat meinem dringenden Wunsch uach- gegeben und so haben wir dazu die erste Woche de» Oktober», den Tag aber noch nicht festgesetzt.«

„BtS dahin bi« ich zur DiSpofition", erwiderte renndlich der Major, welcher e» mtt dem reichen und ebenso uneigennützigen Schwager nicht verderben wollte.

Adjutanten Major von Bülow und die jetzige des Kapitäns z. S. Frhrn. v. Senden - Bibran, der dazu ausersehen sein dürfte, später die persönlichen Angelegenheiten der Marine im Militärkabinett zu be­arbeiten, deuten auf diesen Plan ebenfalls hin. — Ueber das Schreiben des Kaisers an den Berliner Magistrat aus Anlaß der Ueberreichung des Begas-, Brunnens wird dem „Hamb. Korr." aus Berlin geschrieben: „Nach anscheinend zuverlässigen In­formationen hat der Kultusminister von Goßler mit einem fteundlich gehaltenen Begleitschreiben dem Oberbürgermeister v. Forckenbeck eine Kabinettsordre des Kaisers übersandt, welche die notwendigen Formalitäten bezüglich der von den städtischen Be­hörden angebotenen Einrichtung eines monumentalen Brunnens auf dem Schloßplatze regelt und zugleich den Dank des Kaisers für dieses Geschenk wieder­holt. Die-Sachlage, wie solche durch die Vorgänge bei dem Empfange der Deputation am 27. Oktober, die Veröffentlichung des authenttschen Textes der kaiserlichen Ansprache am 29. Oktober und durch die vielbesprochene, im „Reichsanzeiger" vom 3. Nov. veröffentlichte ergänzende Erklärung geschaffen worden ist, scheint durch diese Kabinettsordre keine Aende- rung zu erfahren. Mitteilungen über den Wortlaut der Kabinettsordre werden, wie es scheint, mit Rücksicht daraus, daß dieselbe dem Magistrat und der Stadtverordneten - Versammlung gleichzeitig in der nächsten Sitzung der letzteren zur Kenntnis ge­bracht werden soll, vorläufig noch zurückgehalten. Jndeßen wirft auf den Inhalt der Kabinettsordre schon der Umstand ein genügendes Licht, daß dieselbe dem Magistrat durch Vermittelung des Herrn Kultusministers zugegangen ist, zu dessen Reflort- Bauten wie diejenige des sog. Begas-Brunnens gehören." — Durch die jüngst erfolgten Beförde­rungen zum Generalmajor sind, wie die „Köln. Ztg." hervorhebt, sämtliche Obersten mit Patent vom 14. Juli 1885 zur Beförderung gelangt; es kommen nunmehr die Obersten mit Patent vom 3. Dezember 1885 an die Reihe, da der einzige Oberst mit dem dazwischen liegenden Patent vom 16. Sept. 1885, al§ welcher in der Rangliste Prinz Wilhelm von Preußen, der jetzige Kaiser, aufgeführt ist, bereits am 27. Januar d. I., als an seinem Geburtstage, unter gleichzeitiger Ernennung zum Kommandeur der 2. Garde-Jnfanterie-Brigade, zum General-Major befördert worden war.

— Heute vormittag von 10 bis 1 Uhr sand im Exerzierhause des 2. Garde-Regiments zu Fuß die feierliche Vereidigung der Rekruten der

wünscht mir Glück«, unterbrach sie mit ficht, licher Bewegung ihr Bruder, „denn ich habe mich in der That vor drei Tagen in Wiesbaden verlobt." „Verlobt?" wiederholten überrascht der Major und seine Gatttu und letztere setzte schnell hinzu- „Daun nimm meine herzlichsten Glückwünsche, Gustav." „Ebenfalls die meinigen", sagte auch der Major, dem Schwager die Hand reichend. „Wer aber hätte das denken können, zumal Du keinen Berlobungs- rtug ttägst."

. "Den habe ich hier", entgegnete in heiterem Tone der Bräuttgam und ihn aus der Tasche nehmend, steckte er ihn an den Finger. „Ich habe ihn abge. zogen, damit Ihr nicht sogleich mein Geheimnis ent. decken solltet."

„Und nun erzähle uns von Deiner Brant!» 'rief lebhaft seine Schwester. Ist ste das Ideal, nach welchem Du so lauge gesucht?"

„Ja, Äaroline, dar ist ste", erwiderte mit tiefet Empstndnug ihr Bruder.

„Also jung und schön?"

„Und mit ungewöhnlichen Herzens- und GeisteS- vorzügen und einem früh gereiften Charakter ans* gestattet."

»Anch reich?" fragte der Major feinen sichtlich erregten Schwager.

„Nein, Ewald, reich ist fie nicht, sondern die Tochter einer Beamtenwittwe und hat seit dem Tode ihres Vater» ihren Lebensunterhalt durch Unterrichten erworben."

Mn Ausdruck der Enttäuschung überflog das Gesicht der Majoriu, dar jetzt in jedem Zug ihren hochfahrenden und zugleich engherzigen Charakter veniet; ihr Gatte aber hüllte sich in dichtere Rauch.

Gustav Eschenbach entging die» nicht und da» Schweigen unterbrechend, fagte er mtt leichter »er* pimmnng in Ton und Blick:

"Ich sehe, meine Mitteilung hat Euch Überrascht.» "3n der That", entgegnete seine Schwester. „3n ,

Marburg,

Donnerstag, 22. November 1888. ™ Jahrgang

. n 3. Kapitel.

Einige Tage nach der in Wiesbaden stattgehabten «rlobung von Gustav Escheubach und Elisabeth Waldheim, welche daselbst keine Beachtung fand, in «er Vaterstadt der Brant aber, da die Vormünder «von beuachrichttgt worden, bekannt zu werden begann, saß in einem Separatzimmer der Bahuhofsrestauration st Frankfurt am Main eine muntere kleine Gesellschaft, W$e soeben ein auserlesenes Mittagsmahl beendet, cie bestand au8 Gustav Eschenbach, feiner Schwester, Itintm Schwager, dem Major von Falkenberg und «ssk» sechsjährigem einzigen Sohne, dem SttefNnde »er Majorin, welche keine eigenen besaß. Ein uner­wartetes Ereignis hatte fie schnell zusammengeführt. Allerer halte in Baden, wohin er seine Brant und Astige Schwiegermutter begleitet, von seinem Ge. ichöstsführer mit mehreren anderen Briefen auch einen inner Schwester erhalten, in welchem fie ihm die Versetzung ihre» Gatten von Posen nach Düffeldorf Zeigte, wo er der nahen Manöver wegen zur be. ™tmten Zeit sein müsse. Eie ersuchte ihn daher

Frankfurt zu kommen, da fie daselbst einige stunden verweilen würden; eine Aufforderung, welche wenngleich er sich nur ungern von seiner Braut ^Bte, dennoch Folge leistete.

Als nach eingenommenem Mahl der Heine Walther einem zweiten Tische beschäftigt war, einige Machte!« auszupacken, welche der Onkel ihm aus vaden mitgebracht, fand nnterdeß eine lebhafte Unter» Wring der Geschwister statt, die sich während längerer At nicht gesehen. Nachdei« man die Briefe ergänzt

sich nachträglich darüber anSgesproeheu, sich ge. ^*t, einander näher gerückt zu fein, sagte der Major * 'einem Schwager:

»Also noch immer Junggeselle, Gustav? — Hat