Illustriertes Sonntagsblatt.
■ Jahrgang
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2. Kapitel.
Etwa eine Woche war seit Helbert» Abreise vergangen, und eines Nachmittags saß die Gerichtsrätin allein in ihrem Zimmer. Sie hatte ihre kleine Hans- ^sorgt and wollte ihre Zeitung lesen. Plötzlich horte sie die Thüre ihrer Wohnung öffnen, md ahnungslos ans den Vorplatz hinaustretend, stand re dem Fabrikherrn Wendtoiff gegenüber. Ihre G'. rchtszüge mußten ihr Staunen über seinen Anblick aussprechen, denn nach gegenseitiger Begrüßung, die von seiner Seite mit der förmlichsten Höflichkeit geschah, sagte er, ihr ins Zimmer folgend:
»Sie werden überrascht sein, mich hier « sehen. Frau Rätin, allein ich habe mit Ihnen über eine
„Das ist sehr freundlich von Ihnen, Herr Wendtorff", erwiderte die Rätin herzlich.
„Früher war ein langer Aufenthalt in England mein Lieblingsplan, jetzt aber wäre ich lieber hier geblieben", entgegnete dieser und sein ausdrucksvoller Blick streifte Elisabeth, welche den ihrigen errötend senkte.'
„Es ist für einen jungen Mann stets ratsam, sich in der Fremde Land und L.ute anzuseheu", erwiderte ermutigend die Rätin, „und wer wie sie zu reisen vermag —"
„Sie irren, Frau Rätin", unterbrach Helbert Wendtoiff schnell, „ich weide nicht zu meinem Vergnügen reisen, sondern in der Fabrik eines Freundes meines VaterS arbeiten. Es ist für mich auf den Nutzen der praktischen Erfahrung abgesehen und nicht auf daS Vergnügen, denn mein Prinzipal ist ein eifriger und tüwtiger Geschäftsmann."
Das Gespräch, an welchem jetzt auch Elisabeth teilnahm, wandte sich anderen Gegenständen zu und ward noch eine Weile fortgesetzt, dann aber war für Helbe-t Wmdlorff die äußerste Frist eines förmlichen Besuchs abgelaufen, und wenn auch zögernd, erhob er sich. Die Gertchtsrätiu und ihre Tochter folgten seinem Beispiel und ersterer die Hand reichend, sagte er mit unsicherer Stimme:
„Leben Sie wohl, Frau Rätin!"
„Leben Sie wohl, Herr Wendtoiff, und nehmen Sie meine besten Wünsche mit für Ihren Aufenthalt in England", entgegnete diese, seine Hand herzlich drückend, „vergessen Sie uns in der Ferne und unter neuen Bekannten nicht so ganz."
„Wie wäre daS möglich!" antwortete er schnell und bewegt. „Nie, nie werde ich Sie vergeffen, so wenig wie die in Ihrer Nähe verlebten Stunden! Bewahren aber auch Sie mir ein freundliche» An- denken."
»Wir werden un» Ihrer oft und gern erinnern."
»Auch Sie, Fräulein Waldheim?" wandte er sich an Elisabeth, kaum wagend, sie anzublicken.
Deutsches Reich.
Berlin, 17. Nov. Die „Voss. Ztg." bestätigt, daß den städtischen Behörden, zu Händen des Oberbürgermeisters, ein kaiserliches Schreiben zuging, welches in verbindlichen Worten den Dank für die Huldigungsadresse und das damit verbundene Ge-
Möglichkeit haben, dem Stoß einer überlegenen Truppe nach Bedürfnis auszuweichen, um nach Gelegenheit von Ort und Zeit den Kampf wieder auszunehmen. Ständige Garnisonen europäischer Truppen würden sich im Innern, wenn überhaupt, nur mit den schwersten Opfern an Menschenleben und Geld halten kaffen.
Unter diesen Umständen dürste es sich empfehlen, die gemeinsame Unterstützung des Sultans durch Deutschland und England zunächst auf eine maritime Aktion zu beschränken und zu diesem Zweck vielleicht eine Blokade der festländischen Küsten von Zanzibar zwischen Kipini und dem Rovuna Fluß durch deutsche und englische Kriegsschiffe im Bunde mit dem Sultan von Zanzibar in Betracht zu ziehen. Aufgabe einer solchen Blokade würde fein, jeden Verkehr, insbesondere den der Sklavenschiffe und die Zufuhr von Waffen und Munition, nach den aufständischen Küstengebieten abzuschneiden.
Um den letzteren Zweck zu erreichen, müßte auch die portugiesische Regierung ernstlich aufgefordert werden, die Munitionsausfuhr aus ihren angrenzenden ostafrikanischen Besitzungen zu verbieten, da sich die Insurgenten in den südlichen Häfen des Sultanats von Zanzibar sonst durch ihre Verbindungen mit den arabischen Händlern in Mozambique verproviantieren können. Was die Blokade betrifft, so würden von derselben hauptsächlich die arabischen Segelschiffe, welche den Verkehr zwischen den festländischen Küstenhäfen und mit Zanzibar vermitteln, betroffen werden. Die Notifikation der Blokade an alle bei dem dortigen Verkehr beteiligten Mächte würde im Namen beider alliierten Regierungen und des Sultans erfolgen können.
Der Kaiserlichen Regierung würde es erwünscht sein, über die vorstehenden Vorschläge die Ansicht der königlich großbritannischen Regierung kennen zu lernen. Für den Fall eines prinzipiellen Einver- ständniffes könnten dann die zur Ausführung des gemeinschaftlichen Aktionsprogramms erforderlichen näheren Instruktionen vereinbart und an die deutschen und englffchen Vertreter in Zanzibar übermittelt werden.
London, den 8. Oktober 1888.
^Nachdruck Derboten.J
Air Villa am Rhein.
Original-Novelle von Mary Dodson.
Ihre Mutter kam ihr entgegen und fragte, während sie sich ihres Mantels entledigte und Beide sich dann ins Zimmer begaben:
»WaS hattet Ihr noch so angelegentlich zu besprechen, Elisabeth. Deine Freuudinnen konnten sich ja Lum von Dir trennen?"
»Hermine Stet« hat uns etwas Neues mttgeteilt, Mutter, daS sie gestern von ihrem Bruder erfahren", rmg-gnete leicht errötend die Tochter. »Herr Wend- l torff fotrb in diesen Tage» auf längere Zeit nach England gehen!* und sich abweudrud, blickte sie zum Fenster hinaus. —
»Nach England gehen?" wiederholt« überrascht die Gerichtsrätin. »Davon hat er auf dem Balle doch nichts gesagt."
»Er mag eS wohl noch nicht gewußt habe».'
„Das ist möglich", erwiderte erstere, „sonst hätte «Dir gewiß davon erzählt. Es wundert mich iudcß richt, daß der reiche Herr Wendtoiff seinen Sohn »nf Reisen nach England schickt."
Ja diesem Moment ward nochmal» die Thür der Wohnung geöffnet und gleich darauf stand Elisabeth demjenigen gegenüber, von dem sie soeben gesprochen. Auf ihren Wangen wechselte die Farbe, doch schnell sich faffend, erwiderte sie seinen ebenfalls befangenen 6iub und führte ihn zu ihrer Mutter. Diese blickte ihn überrascht an, beantwortete jedoch seine verlegene «»rede in frenudlicher Weise und forderte ihn auf, Platz zn nehmen. AIS dies geschehen, Mutter und Tochter sich ebenfalls niedergelaffen, sagte er mit Merklicher Bewe uug in Blick und Ton:
.verzeihen Sie meine Kühnheit, Fran Rätin, «lein ich kann morgen nicht nach England reisen, ohne mich Ihnen und Ihrer Fräulein Tochter peisöu- zu empfehlen!"
wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für dir Kreise Marburg Bub Kirchhain
Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und »erlag von Joh. 2ug. »och.
in Windsor am Montag Nachmittag in Begleitung der Königin Viktoria und deS Prinzen von Wales mit hohen militärischen Ehrenbezeugungen empfangen werden. Auf tiem Bahnhof der Südwestbahn in Windsor, wie im großen Viereck des Schlosses werden Kompagnien der Grenadiergarde als Ehrenwache aufgestellt sein, während eine Schwadron des zweiten berittenen Leibgarde-Regiments dem Galawagen, in welchem die Kaiserin und die Königin vom Bahnhofe nach dem Schlosse fahren werden, als Begleitung dienen wird.
— (Die höheren Mädchenschulen.) Eine Berliner Frau hatte an den Kultusminister eine Vorstellung gerichtet und derselben eine Druckschrift beigefügt, welche eine Erläuterung ihrer Anklagen gegen die höheren Mädchenschulen und die Lehrerinnen- Bildungsanstalten in Preußen und eine Besprechung der Mittel zur Abstellung der wahrgenommenen Mängel bieten sollte. Diese Vorstellung hat dem Minister zu einer sehr interessanten Widerlegung der erhobenen Anklagen Anlaß gegeben, in welcher er zunächst auf die Widerfprüche zwischen dem Schreiben und der Druckschrift hinweist, welche ihn eines näheren Eingehens auf die Ausführungen überhöben. Was dann die gestellten Anträge anlange, so sei dem Minister nicht erfindlich, was seitens der staatlichen Unterrichtsverwaltung noch geschehen könnte, um dem weiblichen Elemente eine größere Beteiligung an dem wissenschaftlichen Unterrichte aus Mittel- und Oberstufe der öffentlichen höheren Mädchenschulen zu geben. Jede Bewerberin, welche die Lehrbefähigung für die höheren Mädchenschulen erworben, habe damit auch die Befugnis zum Unterrichte m den oberen Klassen derselben erlangt und es fei kein Fall bekannt, daß von Aufsichtswegen der Zulassung einer Lehrerin zu solchem Unterrichte Schwierigkeiten oder Hindernisse entgegengesetzt worden wären. Der Minister stimmt alsdann der Vorstellung darin zu, daß von den Lehrerinnen der Oberklassen höherer Mädchenschulen ein höheres Maß von Kenntnissen und allgemeiner Bildung gefordert werden müsse, als dasjenige, welches sie zur Aufnahme der Lehrthätigkeit befähigt und bemerkt dazu: „Ich habe deswegen auch gern junge Lehrerinnen, welche den bezüglichen Wunsch aussprachen, durch Unterstützungen in die Lage gesetzt, ihre Bildung zu erweitern und zu bertiefen; ebenso sind Veranstaltungen zur Weiterbildung von Lehrerinnen nicht nur in technischen Fächern, sondern auch in Wissenschaften aus staatlichen Mitteln geförderi worden und es wird dies auch ferner und, soweit es der Stand der betreffenden Fonds gestattet, auch
Sache von Wichtigkeit zu reden, und c» freut mich, Ihr Fräulein Tochter nickt zn Hanse zu treffen."
Die Gertchtsrätiu blickte ihn noch erstaunter an und ihm einen Platz anbietend, erwiederte sie so ruhta als sie es vermochte:
»Meine Tochter ist diesen Nachmittag außer dem Hause beschäftigt."
»Eine sehr fleißige junge Dame, gerade von ihr wollte ich mit Ihnen sprechen."
»Von Elisabeth?" fragte schnell die Mutter, und ein kühner Gedanke stieg in ihr auf, schwand aber bald wieder, als Herr Wendtorff in gemessenem Tone antwort: te:
»Ja, Frau Rätin, vsu ihr und meinem Sohne, »neu Namen ich gestern in einer Gesellschaft vereint habe neunen hören."
»Wer aber konnte das gewagt haben?" fragte erstaunt die Rätin.
„ES freut mich, daß auch Sie das mißbilligen", entgegnete der Fabrikhcrr, „denn meines Wissens nach st niemand dazn befugt."
„Sickerlich nicht", unterbrach ihn Elisabeth» Nutter schnell. „Sie haben sich zwar in geselligen Kreisen gesehen und gesprochen.'^
„Frau Rätin", sagte in plötzlich verändertem Ton »er Fabrikherr, „lassen Sie uns gegeneinander aufrichtig sein, was wir, wie wir beide nur zu gut wissen, jetzt nicht sind."
„Herr Wendtorff."
„Sie, wie tch, wissen ebenfalls, und leider ist e» auch anderweitig bemerkt worden, daß nufere Kinder ich nicht gleichgültig find."
„Da» ist allerdings wahr"', entgegnete sich höher aufrichtend die Rätin, „doch sehe ich darin kein Unrecht."
„Ein Unrecht gewiß nicht, denn dem Zuge des Herzens kann niemand widerstehen. Ihre Tochter wie mein Sohn aber müssen diese Neigung unter« drücken, die nie zn einer von tonen gehofften Ver. bindnng führen kann!"
„Wer aber steht Ihnen dafür, daß fie überhanpt
Aas Memorandum,
betreffend die Unterdrückung des Sllavenhandels in Ost-Afrika, welches von dem Kaiserlichen Geschästs- ttäger in London unter dem 8. Oktober der Königl. großbritannischen Regierung überreicht und von der letzteren in englischer Übersetzung mit den Noten vom 3. und 5. d. M. dem britischen Parlament vorgelegt wurde, lautet nach dem „Reichs-Anzeiger": Der bisherige Meinungsaustausch zwischen den Kabinetten von Berlin und London über die gegenwärtigen Unruhen in Ost-Afrika und über die Stellung des Sultans von Zanzibar hat in erfreulicher Weise gezeigt, daß zwischen den beiden Regierungen |i ein vollständiges Einverständnis in den für ihre j dortige Politik maßgebenden Gesichtspunkten herrscht. 1 Mit besonderer Genugthuung hat der Reichskanzler I aus dem von Sir Edward Malet am 29. v. M. t überreichten Memorandum ersehen, das Lord Salis- 1 bury die Gemeinsamkeit der deutschen und englischen I Interessen in Zanzibar unumwunden anerkennt und I; die Überzeugung teilt, daß nur im Wege eines au: I gegenseitiges Vertrauen gegründeten Zusammenwirkens 1 der beiden Mächte die Aufgaben christlicher Zivill- r foiion in Ost-Afrika gelöst werden können.
I Nach übereinstimmender Ansicht der kaiserlichen und der königlich großbritannischen Regierung wird es in erster Linie darauf ankommen, gegenüber der aufständischen Bewegung auf dem Festlande die Autorität des Sultans von Zanzibar wiederherzu- stellen und aufrecht zu erhalten. Die Unruhen, welche nach neueren Nachrichten ihren Ursprung in den Quellengebieten des Rovuma - Flusses und am Nyaffa-See genommen und sich dann nach Norden ausgedehnt zu haben scheinen, sind wohl feit längerer Zeit vorbereitet und hauptsächlich durch die am Sklavenhandel interessierten Araber hervorgerufen worden. Zur gewaltsamen Unterdrückung des Aufstandes sind die eigenen Machtmittel des Sultans von Zanzibar nicht ausreichend, die Herrschaft desselben soll aus dem Festlande vollständig zusammen- gebrochen fein.
Es ist mithin in Erwägung zu ziehen, in welcher । Weise die Autorität des Sultans gestützt und der Agitation des fanatischen und sremdenfeuidlichen arabischen Elements entgegengetreten werden kann.
Daß für eine solche Aufgabe militärische Expeditionen ins Innere geeignet sein würden, erscheint , der kaiserlichen Regierung zweifelhaft. Abgesehen von der Ausdehnung und der Unwegsamkeit des Landes wird der ortskundige Gegner stets die
schenk des monumentalen Brunnens ausspricht. Diesem beigefügt fei ein in den freundlichsten Ausdrücken ab- qefaßtes Schreiben Goßlers. — Die morgen hier eintreffenden Mitglieder einer Deputation der schwedischen Flotte werden Gäste des Kaisers sein. Mit Führung derselben ist der Korvettenkapitän Arnim betraut Der Kaiser empfängt am 19. November die Deputation in feierlicher Audienz im Stadtschlosse zu Potsdam,- alsdann findet ebendaselbst zu Ehren der Deputation em größeres Galadiner statt. — Die ."Nordd. Allg. Ztg." schreibt in ihrer Rundschau im Ausland: Die Gestaltung der allgemeinen Lage, auf welche mehrfache Ereignisse jüngsten Datums das Augenmerk der öffentlichen Meinung in verstärktem Maße gelenkt haben, gab u. a. auch einer hochgestellten Autorität, dem belgischen Monarchen , Veranlassung, dieses Thema öffentlich zu berühren. Es geschah bei dem Empfange des Verwaltungsrates des vlämischen Theaters in Brüffel, und wird die telegraphisch alsbald verbreitete Aeußerung des Königs Leopold nachträglich wortgetreu wie folgt wieder gegeben: „Lebt man von ®ott begnadet ober vom Glück reichlich begünstigt, so hat man der Sorgen wenige; gehört man indeß einem kleinen Lande an, fo soll man vorsichtig fein. Wir haben die Fremdherrschaften immer getragen, aber feit 57 Jahren bilden wir einen unabhängigen Staat. Es gilt, unsere Selbstständigkeit zu hüten, wollen wir dieselbe bewahren. Gefahren sind fortwährend im Gesichtskreis. Wir müssen bereit fein; wir sind klein, wir müssen wachsam sein. Es wäre mir nichts lieber, als meinen Landsleuten nur angenehme Dinge sagen zu können, aber es gehört sich, daß ich ihnen die Wahrheit in aller Offenheit melde. Ich bin ein alter Diener des Staates und halte darauf, ein guter Diener zu fein; alle Belgier muffen diesem Streben folgen." Daß es dem Monarchen mit diesen Worten, kurz vor Eröffnung der parlamentarischen Arbeiten gesprochen, bitterer Ernst mar, kann füglich nicht bezweifest werden, wenn man bedenkt, wie unempfänglich sich die tonangebenden belgischen Parteien, trotz aller mahnenden Zeichen der Zeit, für ihre Pflichten dem Lande gegenüber erweisen. Die „Köln. Ztg." erklärt geradezu, dieser Hinweis aus königlichem Munde solle den pflichtvergessenen Mitgliedern der Kammern die früheren Kundgebungen des Königs zugunsten der persönlichen Wehrpflicht in Erinnerung bringen. Persönliche Interessen würden die ernste Mahnung wohl auch diesmal übertönen. — Aus London wird gemeldet: Die Kaiserin Friedrich wird bei ihrer Ankunft
,3a, auch ich, Herr Weudlorff", erwidert- fie, nur gewaltsam ihre Fassung bewahrend.
Er uahm darauf ebcufalls Abschied vou ihr: ihre Augen trafen sich und der beredte Blick drang tief in B-tder Herz hinein. JDaun sagte er, sich nochmals an die Rätin wendend:
»Frau Rätin, würden sie mir gestatten, Ihnen von England aus zu schreiben?"
„Wenn es Ihnen Vergnügen gewährt, gewiß Herr Weudlorff." *
»Tas größte Vergnügen und die größte Freude!" entgegnete er schnell. »Darf ich aber auch auf eine Antwort von Ihnen rechnen?" und er blickte fie mit tchtlicher Spannung an.
m "3a. da» dürfen Sie ?• antwortete nach momentaner Pause die G-richtSrättn.
»Nehmen Sie meinen besten Dank", erwiderte ebhaft Helbert Wendtorff, während Eltsabetbs Wangen ich höher färbten. Und nun noch einen Händedruck noch einen Blick — ein letztes Lebewohl — dann verließ er schnell das Zimmer und das Haus, nickt ahnend, daß er Elisabeth Waldheim zum letzten Male als solche gesehen.
273» bition2*/.3XL bd btn Postämtern SMt. 50 Pfg. (&. ÄÄ!?*«**
Dnnstag, 20. November 1888.
_______________________________Daube u. L». rn Krankfurt a.»., Berlin, Hannover. Pari».