Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für -ik Kreise Marburg md Kirchhain
Expedition- Mar« 21. — Redaktion, Druck und «erlag dou Joh. Ang. Koch.
Illustriertes Sonntagsblatt.
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; Unroejen treten. Die gründlichste Beseitigung dieses ständigung zwischen Rußland und der Kurie ent- den Frieden geriet ist dafür ®te 3u’ümn
Ubel§ ist die Bedingung, welche vor allen Dingen spreche vielmehr den deutschen Jntereffen und könnte Nachweises Die VerantwortlickkeÜ^inpr K^'" Bemühungen
eyullt werden muß, wenn Segen bei unseren kolo- Deutschland nur angenehm sein. Rußland und des Friedens würde ' .6an°M
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^»^agew^^«^«bomlemeniS.Pr^bEderExp^ fernes" nlmat "tgegeo bte «xpedition b Blatte»
Mtion2‘/. Ml., bei den Postämtern S Ml. Sv Pfg. i^kl. fMPte d. Anaonkea.Buremlr von Haaseafteiaimb Vogler
Mittwoch, 14. November 1888. ™L Zahrg-llg
— » aube u. To. m Franlfurt -.Berlin, Hannover. Pari», v* ""
Are AtttrsKlavereibewegltNg, hL.Jar‘c,fQnatlfeJ.QU^ I russisch-deutschen Grenzen erwünscht und eine Störung
,, .. „ f °us oiejem Anlaß, getreu ihren Tendenzen, bestrebt die,es Friedens aus einer Seite würde ibre «n#3
welche gegenwärtig das Augenmerk aller führenden gewesen sind, das Bleigewicht ihrer hämischen Klitle- Wirkung auch aus der anderen eSfen ' —%> ' «m ' r - -
Kultursta^en, ganz beionders aber auch leien und Nörgeleien an den idealen Flug der Anti- „Nordd. Alla. Ztg - reproduziert einen 9frtifrr Sal M ?2- 9?0^ ®ei gestrigen
bei deutschen Politiker auf fich gezogen hat, findet sklaverei-Bewegung zu heften, so mag der gänzliche , Rappel" in dem es unier^nd^ ?^ ^ des roy^lstifchen Bankett sprach der Deputierte Marquis
m dem sittlichen Bewußtsein unseres Volkes eine Mißerfolg dieses Strebens als ein weiterer^Beweis. befind?» sich in der sogenannten ^remdmleaion rhao to ®re‘eu11 ^me feste Ueberzeugung aus, daß bte
breite Grundlage, einen kraftvollen Widerhall. Un-I dafür dienen, wie sehr das Denken und Empfindest!- sage acht $au)"enb9 I a£(cin Frankreich groß und glücklich
sere Flagge weht über ausgedehnten, die Keime einer I jener Partei der Fühlung mit dem Pulsschlage durch die einfache Thatsacke^ dafi iie^ J i Indem er seine ehrfurchtsvolle An-
großen Zukunst in fich bergenden Landstrichen Ost- nationalen Lebens ermangelt. ^Dienste getreten sind S' französischeIhanglichkeit an den Grafen von Paris hervorhob,
aftikaS, welche von der Natur mit den günstigsten Wie das in der Praxis zu machen sei, ist eben: der Frankfurter Vettraa bätte sie betonte er bte immer mehr anwachftnde Unzufriedeu-
Entwickelungsbedingungen überreich ausgestattet sind. I jetzt Gegenstand eingehendster, reiflicher Erwägungen reichs gestempelt — 8000 Mann öJS.™.5rQ1nP|s,t.beB Landes. Jedermann wisse, daß ein Wechsel Aber sie schmachten unter dem Fluche, der schon! an ausschlaggebender Stelle. Bereits ist eine Ver-I rufen hörenMan Saat ber Regierung nahe bevorstehe. Die Konser-
seü Tausenden von Jahren den dunklen Erdteil und ständigung zwischen den Kabinetten von Berlin unitj mehr seien: hier stehen wir Mtweni hatten versucht, sich mit den gemäßigten
denen Uremwohner in Fesseln geschlagen hält: dem London zustande gekommen, welche ein wirksames!Blut Frankreich gehört'" t b£_*I^vublikanern ins Einvernehmen zu setzen, aber der
Fluche der Sklaverei, der sich tote eine übermächtige beiderseitiges Vorgehen zur See bezweckt und solcher-! wohl wissen daß der'Tod tfir r,Z ä Q ’ fihrVersuchsei mißglückt, übrigens seien die gemäßigten feindliche Gewalt zwischen seine Opfer und die Seg- maßen den Sklavenhandel an der ostafrikanischen würde,wenn w S Mißkredit geraten. Der Marquis
nun gen des allmältg fortschreitenden Aussteigens zu Küste dauernd unterbinden will. Im Anschlußdie trotzdem unbeuasam Breteml Ipricht sich ferner über die Eintracht
höheren Kulturstufen geschoben hat. hieran würde der Thätigkeit auf dem Festlande er-'j Posten verharren — Da dem kn rl?** I der Kon,ervat.ven gegenüber dem gemeinsamen Feinde,
Dem deutschen Empfinden ist das Sklavenwesen übrigen das auszurottende Übel bis an seine Wurzel wir: Weshalb setzt man nickt Ls -5Cr bie regierende Part«,,sei, lobend aus. MM
mch alles was mit demselben zusammenhängt, von zu Verfolger. Das Problem, zu,-dessen 80,^$ .,5rmbEnlZn" ben ba?Ve£?nf L ben, gdnb 8«rft aus seiner Stellung üer-
,ehcr em Greuel gewesen. Durch unsere innere Zer- tDeutschland unb die übrigen in Afrika als Kolonial-! Lothringen"^" Wir würden feine h ^iben, alsdann werde auch die Nation ihr Urteil rchenhett Jahrhunderte laug, insbesondere auch ge-lmöchte etablierten Nutionen berufen sind, ermangelt! artigen Expektorationen nehmen menn ^ sprechen. Uebergehend auf Boulanger fagt Redner, rade wahrend i-nes Wendepunktes der europäischen swohl nicht bcr Schwierigkeiten, allein diese dürfen! beliebiges Blatt dieselben oebrnckt^e- 9^/'I! ^ral sei die von dem allgemeinen Stimmrecht Bölkergeschichte zur politischen Ohnmacht verurteilt, nicht vor der Verfolgung eines Weges abschrecken. an schlimmeres gewöhnt Formel, um daS gegenwärtige Regime
wo kühne Pioniere der seefahrenden Nationen, über an dessen Ende das hehre Ziel eines der schönsten aus' all "n ür B ?etbammen unb eitt °ndaes zu fordern. , Wr
Pacht sozusagen, gewaltige überseeische Kolonialreiche Menschheitsideake winkt. Wenn unsere koloniale besitzt, muß es auffällia fein «r sind nicht die Verbündeten Boulangers, wir beobachten
i»S Leben riefen und das Jnstttut der Sklaverei Thätigkeit noch einer besonderen Weihe bedürfte,!Eigentümer nach den uns -uaeaana^n s-m Treiben und Thun, ohne für die Zukunft
teils, wo sie es vorfanden, beibehielten, teils in ihre sie wäre ihr beschieden in dem Eintreten gegen die ein französischer Minister nämS^err '^^dwelche Verpflichtungen zu übernehmen; man
neuen Besitzungen verpflanzten, um crft nach und Sklaverei und in dem thatkräftigen Mitwirken an! gegen einen befreundeten ^ackb»?st2 ^^8^ M?“tf ntc^ ^rgessen, daß wir altes abzusetzen haben, n«h sich desselben wieder entäußern, konnten wir der Befreiung Ostasrikas von der Schmach dieses schreiben und hetzet ta etwas neues einsetzen." Redmr laubt
Deutsche unseren Abscheu vor solcher Herabwürdigung Nebels! W äßt in der Thad^ScklnLin ^9^ ?!“9^ mcht, daß der Triumph Boulangers ben Krieg
des Menschen durch den Menschen bisher nur in!- - Ifranröfische Rlai^,n7 S B b,C l-tz'ge herbeiführen würde. Europa zweiffe nicht an den
der Theorie, m Wort und Schrift, äußern. Nun- AetttschkS Reich. Ibilligt - denn wäre dies nick>^777 ^nege friedlichen Gesinnungen Frankreichs und dessen Siege
mehr selbst m bte Reihe der Kolonialvölker ringe-! Berlin, 12. Nov. Der deutsch - schweizerischeIder ftanzösische UnterricktSminEter s auf dem Gebiete des Friedens würden niemals die
treten, ist es gleichsam eine Ehrenpflicht der deutschen!Handelsvertrag wurde gestern hier unterzeichnet. doch sicherlich soviel Rückstckt Lbtn.» h T ,e^ regierenden Souveräne alarmieren. Die Wahlen Nation, das, wozu sich die Edelsten und Hochge- Zu der von den französischenZeitungen anläßlich du/chein von188S würden eine ^konservative Majorität mutetstcn ihrer Söhne aus der Fülle ihres Ge- der Verhandlungen Rußlands mit der Kurie über zum Kriege künstlich 3^' alsdann werde die Dankbarkeit des Landes
w.ffens mit Herz und Mund stets bekannt haben, eine Verständigung ausgestellten Behauptung, daß, läßt uns aleichgültia und mir S bcr Monarchie zuwenden, welche Frankreich die
letzt wo der Augenblick gekommen ist, durch die That damit eine Karte gegen Deutschland ^ausgespiclt! damit" den Thatdestcmd^sestrnt^llen8^ ! -'"p Beständigkeit wieder geben werde. ? ”
* bekrafttgen. Es darf nicht dahin kommen, daß worden sei, bemerkt die Mb. Allg. 3t9 "/ bieJjeber^ann eSffi* Ä ?? LL 12‘ R°v. Gestern abend widerholtw
dort, wo das schwarz-wctß-rote Banner herrschend selben bewiesen damit nur Mangel an politischer allen würde falls der Friede L ?tC Kindlichen Kundgebungen vor dem Gebäude
flattert, stlQbenjäger unb Sklavenhändler ihr Bildung und politischem Urteile. Eine erzielte Ber-! werden könnte. Daß I konservativen Klubs, welches geschlossen wurde,
reiben. Die gründlichste Beseitigung dieses! ständiauna rwiicken Rnßland nnb her S'itri«. P?"itk Deutschlands auf Die Zusammenrottungen dauerten fort, trotz ber
,■ । „ ber Polizei, bieselben zu verhindern,
erfüllt weroen muß, wenn Segen bei unseren kolo-1 Deutschland nur angenehm sein. Rußland und I des Friedens würds"äl?oHH^^ * rr„ , “"9 Canovas blieb gestern vormittags in der Wohnung malen Unternehmungen sein unb bleiben soll. Dies Preußen hätten gemeinsame Interessen und die Zu- Coblenr, 1 LNov K E" ^nes Schwiegervaters und begab sich erst nach-
ßeht unfer deutsches Volk auch aller Orten ein und l geständniffe des Papstes an Rußland müßten auch!mittellt ist von Dr Averbeck h»m srLs'u \ , ?' | mittags zu Wagen in seine eigene Wohnung. Gegen hat es m letzter Zett an entsprechenden gewichtigen Preußen zugute kommen, währmd eine ausge- nachbarten Bades Laubbacb !in des °e- den Wagen, worin auch die Gemahlin Canovas
Kundgebungen ,o wenig fthlen lasten, daß man wohl sprochene antirussische Stellung deS PapsttumeS auch über Herrn Geffken einaeinrh^rf mX Gutachten I saß, wurden Sie,ne geworfen. Eine Anzahl Studenten ^en kann es giebt m dieser Frage keine Meinungs- ihre Ausstrahlungen nach Preußen werfen würde, vorigen Sommer bafettfALr ^ r 7«? ' 'Tnb Arbeiter durchzogen unter den Rufen: „Nieder derfchtcdenhett in den intelligenteren Kreisen der!Der Friede mit Rom sei auf beiden Seiten der ' Nur war. Imit den Konservativen!" die Straßen Auch die
Ruse: „ES lebe die Republik, es lebe Zonlla
11 £ sNachdruck verboten^ I »Gut, so gehe Er jetzt nach Hause und gehabe!^---~ |-
I Btt BtfttltUt. IEr.sich wohl. Ich werde nachher durch den Seelen! ™ vttJdHtt vött DimettS!denen, die den großen Staatsmann nötigte», unter
I «Melle von Stanislaus «ras l»rabi,u,«ki ISeinen Säbel abholen lasten. Vertreibe er fich die! Romanen? !der Deckung eines Pseudonyms uud Kryptogramms
I X 6‘ne °°" ®rab0tDi,U Seit damit, an Seine Frau Gemahlin zu schreiben, (Fortsetzung.) zu schreiben. Denn - wie jedermann (in Amerikas
I k , und —1°, gratuliere Er ihr auch von mir, — Seinen Ich wende mich nun soaleick in dem (Vfijff« m b°,et6 ~ ®ut Zeit' wo »Oliver Twist' entstand, hätte
I n^t helfen, denn ein Kriegs«! Schwiegervater braucht Er nicht zu grüßen, hört Er?* I weis den ick in der Ehiffer-Be-I niemand in einer so exponierten Stellung wte dieieniae
I Michl wird über Ihn entscheiden*, fahr der Oberst .Zu Befehl, Herr Oberst.* Ausaabe" b?r w'LF?'" '^Harles Dickens- Gladstoue's es war, es wagen köunm be8ne£Ä
I ffe»' ®^Rnjestät nicht vorzieht, Ihn durch! Der Cornet wachte Kehrt uud trat ab; er begab I um dauu der Einfackb^it menen“ hfefen^btn ^a?c' I Pon »Bureaukratie* zu reden. Man beachte, daß Dick I ,?^E?^etsbefehl weazufagen oder anders mit Ihm sich sogleich nach feiner Wohnung uud schrieb wirklich Prosadichtuugen zu belaste/ " welcke“ den so vollständig verschwindet, daß er, hätte nicht der einmal -welcher I zuerst a» Käthcheu, um ihr uud ihrem Vater den I Houourable William Ewart' (SMh/nn. bCw 9H,9^t|^“tor Üine besonderen Absichten gehabt, sicherlich Prediger in Seiner Majestät Staaten hat sich den»!Empfang, den er bei dem Obersten gefunden hatte !Minister von (Snninnh ® dstone, Premier-!nicht wieder zum Vorschein gekommen wäre Aber 8eLe^Ö6‘fle ®J^ni8 muM«; er schrieb ihnen, daß er b« “nf ble Ä beffi £“ 8 Hb' N-men gerade in der'höchsten Krifis de?Lösu»g
ednes Obersten und Regiments - Kommandeurs zu! Hoffnungen stütze, obgleich er dies in der That nicht Zum ersten kann ra , | finde« wir als Schlußwort des Kapitels vor der Ver-
4 ~ den sollen doch gleich alle neunhundert-! konnte, da ihm wohl bekannt war, ber Alte werde sein, baß der Name Dick^nickt e^n^^ em^ 1.6ammnn9 F°giuS: .Der arme Dick war tot.* Auch
uennundneunzig Kanonen ,— | auf den Gang des Gesetzes nicht den mindesten Ein-1 in den Dickenss»«» « » einziges Mal | in diesem Werk verwendet der aroße Novellist he»
"An^aUicks'^?sta'h aetraut.* lflußüben können, selbst nicht wenn er der Vorsitzende wie wir findens daß^ das Wor^Sbakesn^--8^»"!^?^» Charles, der in ben späteren Bänden ber
der Grenze?' rief der Alte! des Kriegsgerichts werden sollte. Er sprach in diesem! einziges Mal in den ioaenannten Phnf ?«0“ rle n Dickeusscheu Werke sehr selten vorkommt.
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»bemeuerliche Streich des Coruets schien ihm durch. Gerade als er seinen »rief mit den rärtlicksten ^". peere rc. in Shakespeares Name». Double Dick' dafür lese» kau»)
M uicht zu mißfallen. Er ließ sich von ihm ans. Verficheruugeu seiner Liebe und Treue ffir^"ttoen £'$“<? b toäbrff^na ÄVL'1"«“ nichtigen I Dick^che^Ltt'söulickfeitR "b b"? dreifach
»«« ou8 Seiner Ehe werden wird. Ich will ihm! wohl nicht handeln. Der unglückliche Cornet fügte iweüen Nam^süh» b°^ diese»! 34 habe keinen Grund, zu verschweigen, daß gerade
: feilen ®t»ben.arreft geben, wenn er mir mit seinem Briefe noch diese neue erft?uliche Nachricht b?s BewUse^ steb? Dt^a'^'" 3Ur Berdoppeluug diese auffälligen Auzeichen mich veranlaßt haben, bem dfiuem Ehrenworte versichert, daß Er nicht wieder! bei »ud bat Käthcheu, sogleich nach Warteubera ab.! Dickens Vorname zu ben Vor.! Chiffer.Syftem uachzuspureu, welches tu den Dickens«
4 ^-ißt; denke Er daran, daß mir daburch eine schwere zmeiseu. ** ' ’ 8 ’ ’ aBartenl’er« flb* JJ“ den ganzen Roman htndnrch in schen^Romanen za entdecke» ich schließlich das Glück
dv« »licke auf de» alle» Herrn. | lS-rrfe,ung I°t-tZ ntonnt st4wohlvon elbst schon au de» geheim,!
1 I»tsvollen .Dick* tu diesem Roma» — einem von!