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Illustriertes Sonntagsblatt. *

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welche den Parlamenten in Wien und Pest in diesen

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Ale ue«e öKerreichisch - ungarische Wehrvorlage,

von den Strahlen der Abendsonne be, , ! dicht vor fich. In dem To fe standen oder saßen die Leute von der Feldarbeit anSruh-nd, vor ^»Thüren, meistenteils in lebhaft gestikulierenden Grrppeu, woraus sich schließen ließ, daß etwas Be- sonderes vorgefallen sein wüste. Der dorn, t mid die junge Frau errieten, daß es sich um das plötzliche bS,X1 ÄaSe1rf<5KB,in«cn Fräuleins handele.

Obgleich Beide in deu Fonds des Wagens zurück, lehnten, worden sie von deu neugierig forschenden Leuten doch bemerkt, anfangs mit erstaunten Gesichtern angestarrt, dann aber sprangen alle auf und grüßt n ! ehrerbietig; man sah den guten Leuten die Freude ste ihr Fräulein, daS sich immer durch Mild- thätigkeit und Freundlichkeit ausgezeichnet, wieder batten, da der Wagen aber sehr schnell fuhr und da» Fraulein sehr blaß aussah, wagten sie in richtigem Takte nicht, ihm mit Jubelruf zu folge».

(Forts.tzung folgt.)

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pm der Graf, dem er st.ts herzlich zugethau war, sehr gefah det schien.

Der Pastor war ein noch ziemlich junger Mann und nicht ohne Mut, er faßte sich daher schnell und begrüßte den Grafen, der ihm auf den erste» Blick ungewöhnlich ernst erschien. Der Cornet bat ihn um eine Unterredung unter vier Augen, und der Pastor führte indessen mit großer Höflichkeit Fräulein von Brandt, I dte sehr blaß war und an allen Gliedern zitterte, in daS an sein Studierzimmer stoßende Gemach. Dem ehrwürdigen Herrn begannen sich wohl schon di- Augen über den Zweck d.S B.sucheS zu öffnen, denn er machte ein bedenklich S Gesicht.

I Der Cornet hatte nun mit ihm eiue Unterrednng,die zu I KäthchenS unendliche! Oual beinahe etueStuude danerte.

Er erzählte ihm offen alle Umstände, die ihn letzt zum zweiten Male zur Desertion aus Preußen, I wenn man es so nennen durste, veranlaßt hätte, lund schilde'te KSthcheus uud seine Liebe und ihr jetzige» Unglück mit so beredten Worte», daß der Pastor sich uotwenia gerührt fühlen mußte; er beschwor ihn, I sogleich die Trauung vorzunehme», uud zwar tu höchste, Elle, da die Entd> cknug feiner P.rsoa die gefährlichsten Folge» haben würde.

Der ehrwürdige Herr riSkirte eigentlich uicht viel bet einer solchen nicht ganz pflichtgemäßen Handlang, da der Zorn dcS KöuigS von Preußen ihn nicht erreichen konnte; selbst einer 3b quisitton von preußischer Seite würde die polnische Regierung damals schwerlich Folge gegeb^u habe», da sie mit Preußen, einen der drei Teilnehmer an der ersten Teiluug Polens, gerade uicht auf dem srrundschaftlichsten Fuße steh n koaute.

Dennoch wachte der Pastor Umstände, obgleich |" oobti von FreundschaftSverficheruugen überströmte.

siegte» die Borstellungeu d.S EornetS, dir betuahe Drohungen gleich kamen, und er erklärte

oereit, die Trauung t» feinem Hanfe zu voll. ' ziehe». Die einfache» Borberettnvgeu dazu umrdru sogleich getroffen. w

Der Graf war wieder zu «Sthche» zurückgekehrt

wird rinea. b a u ilerial angen g der Pfg- 6741-

^Nachdruck verboten.)

Der Deserteur.

Novelle von Stan islauS Graf Grabowski.

103 000 Mann; das sind 8000 Mann mehr als früher. Dagegen wird der Stand der österreichischen Landwehr und der ungarischen Honveds um 10 000 beziehugsweise 12 000 Mann dadurch erhöht, daß so viel Mann jährlich ausgehoben und eingereihl werden müssen. Heute kann man im militäriichen Sinne zwischen Linie und Landwehr nicht mehr unter. ! scheiden, weil die Landwehr ein direkter Bestandteil der Feldarmee geworden ist und sofort mit vor den Feind kommt. Die Erhöhung des jährlichen Friedens- standes beträgt also 30 000 Mann. Damit i aber die Neuerung bei der Landwehr noch nicht er­schöpft, weil jene, welche infolge des erreichten Kon­tingentes nicht mehr in den aktiven Landwehrdienst treten, dennoch in die Landwehrlisten eingetragen und nicht dem Landsturm überlassen werden. Berechnet Iman nun, daß der Stand der österreichisch-ungarischen Linientruppen im Kriegsfall tatsächlich 800 00g I Mann ausmacht, und daß die österreichische Landwehr 1240 000, die Honveds aus Ungarn 200 000 Mann I stellen, so repräsentiert die ins erste Treffen rückende Streiterzahl rund 1*/« Million Soldaten. Nach den neuen Einrichtungen steht es aber in der Möglichkeit, I d'ese Truppenzahl noch beliebig zu erhöhen, weil die Zahl der Landwehr und Honveds in Wirklichkeit eine weit höhere, als angegeben ist, indem noch min­destens 250 000 Mann zur Disposition stehen und jeden Augenblick etwa entstehende Lücken ausfüllen können. Oesterreich-Ungarn kann also mit einem Schlage eine Feldarmee von l*/t Millionen kriegs- ! mäßig ausgerüsteter Soldaten stellen. Dazu kommen noch die Landsturmmänner, aus denen sich mit Leich­tigkeit eine Reserve-Armee von einer hulben Million bilden läßt. Ohne wesentliche Erhöhung des ordent­lichen Heeresbudgets ist also möglichst viel in Bezug auf die Vermehrung der Wehrkraft geschehen, die alle Waffengattungen gleichmäßig in sich schließt, was wohl bemerkt zu werden verdient, da hierdurch die Keiferei von 40000 auf 70 000 Säbel gebracht erscheint und aus den besten Artilleristen Bemann- Inungen für 200 Batterieen zusammengesetzt werden können. Das ist ein sehr wichtiges Moment im ! Kriege. In früheren Zeiten mußte man sich mit raschen Rekrutierungen helfen, so daß die Ergänzung der vor dem Feinde stehenden Armee durch unge­schultes Material erfolgte, welches sich nicht be­währte; heute ist es anders, indem jeder nachge­schobene Mann ein ganzer Soldat ist. Die neue Wehrvorlage soll für 10 Jahre gelten und schon am 1. Januar 1889 inkrast treten. Die Zeit für die Beratung ist also recht kurz. Augenscheinlich

sprach santi z» der leise Weillenden. Käthchens , klopfte hörbar, sie fühlte sich so überaus glück- 1 tti, als sie «fuhr, daß sie jetzt am Ki-le ibrei : liebst.» Wünsche stehe, daß bald keine Macht mehr de» Mann ihrer Liebe von ihrem Herze» und sie si» könne, und dennoch mischten

tVube' faft reuige Empfindungen, benn sie hatte leut aufjammern mögen, wenn sic daran dachte, welch bitterem Schmerz sich jetzt ihr greiser !?et "ach der Tochter suchte, htngeben würde.

n?« hbnrMe*.0Ök8 ^chtcte unverwandt auf hellleuchtend- d.S G.liebten, der ihr die schönsten Bilder von ihrer Zukunft auSwalte.

,, Der Pastor rtef zur Trauung, die i» einem seiner Wohnzimmer statifinden sollte. Seine Gattin «LW\Ürbi0e 5Iau' di- fich der Braut mtt annahm, nachdem sie die G schichte ihres Bräutigams von ihrem Manne erfahre» hatte I 2*1? Diener des Hauses mußte» di- Trau­zeugen obgeben., 1

. Die Zeremonie war einfach und ergreifend, den» fiihiShAnT1 e fivkr Zedner, und alle Anwesenden fühlten vollkommen den Ernst der heilige» Handlung.

Der Coruet Graf Zaroicki schloß voll Entzücke» seine junge Gattin in die Slime.

...^ine Stunde später, während der Pastor die m T Zeugnisse ausgefertigt hatte, war di- preußische Extrapost wieder unterwegs nach der Grenz^ Auf preußischer Sette wurde dieselbe ganz ohne Schwiertgknteu passiert, den» wer hätte daran gezweifelt, daß der Offizier mit Urlaub drübe» gJ ffltff» sei, und waS ging das auch die Beamte» em?

Näber das juuge Paar Neueurode kam, desto ihreHerze», uud desto einsilbiger l^bnte ^ltthchen, als der Gönnt Erster. £ P* näher au ihreu Satte», als wolle sie ihn LaE_a "Envern, daß sie fich nun ganz auf seine» MHb b» Blick des CornetS sagte bff?hH*Uk h6 Ehnihr zu gewähren wissen werde.

Südlich hatte mau da, Dorf erreicht «ud sah

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg uud Kirchhain. '

...... Expedition Markt 21. Redaktion, Druck uud Verlag vou Jvh. Aus. Jtoch

Die für die Politik intcressanteste Frage ist die, ns welche Zahl von Streitern Oesterreich - Ungarn vch Einführung des neuen Wehrgesetzes in der ^scheidenden Stunde rechnen kann.' Die Vorlage mgeht die Antwort. Eine Kriegsstärke wird darin icht normiert, und selbst der Friedensstand ist nicht angegeben, sondern muß aus den einzelnen j aragraphen kombiniert werden. Man kommt dabei 1 folgenden Berechnungen: Das Rekrutenkontingent ^"gl bei der Linie (gemeinsame Armee) pro Jahr

Tagen zug-gangen ist, bildet auch weiter über die Grenzen des uns verbündeten Reiches hinaus den Gegenstand allgemeiner Besprechung. Das Gesetz ist streng, fast hart, in einzelnen Bestimmungen und die bekannten Vorschriften des neuen deutschen Wehr- gesttzes, welche den Dienst von Ersatzreservisten und Landwehr verschärfen, sind im Vergleich mit dem österreichischen Gesetz gar nicht nennenswert. Schwer drückt vor allem die Forderung, daß die erste Stellung der Militärpflichtigen nicht mehr im 20., j sondern erst im 21. Lebensjahre erfolgen soll. Uns gilt es als sehr unangenehm schon, wenn ein junger Mann im 22. Lebensjahre, dem dritten Stellungs­jahre, ausgehoben wird und dann drei Jahre dienen soll. In Oesterreich - Ungarn können viele junge Leute auf Grund des neuen Gesetzes mit 26 Jahren noch aktiver Soldat sein. Gerade die für das spätere Fortkommen so oft entscheidenden Jahre »äffen also beim Militär zugebracht werden. Diese Forderung, welche damit begründet wird, daß im! 20. Lebensjahre zu viele junge Leute noch nicht I

1 «Märtauglich sind, erregt am meisten Bedenken; sie indessen die Dinge liegen, wird sie sowohl in! lei österreichischen, wie in der ungarischen Volks-1 letiretung zum Gesetz erhoben werden, doch wird »an die älteren Wt traten zweifellos der Berück-1 ichtigung der Militärbehörden nicht vergeblich! mpfchlen. Recht hart werden auch die Einjährig-! freiwilligen betroffen, deren Dienst sehr verteuert! md. Zunächst wird die Fortsetzung der Universitäts-1 brdien während der Dienstzeit unbedingt verboten; wn aber müssen die Einjährigen, welche am Schluss- res Dienstjahres die Reserveoffizier-Prüfung nicht chehen, noch ein Jahr dienen. Daß die jungen 11 wie hierdurch in ihrem Fortkommen sehr gehemmt, I! ren Eltern sehr vermehrte Kosten auferlegt werden, 11 tgiebt sich auf den ersten Blick.

I ^Nachdruck verböte».)

Die Ichörrheitskonknrrery. >->Se

-. _ (Fortsetzung.)

. Der Herr Bürgermeister fp-ang auf. »Ich muß m *?k»re<^ irittcn' daß Du bet der Wahrheit

.Du hast mich zu der Hochzeit verleitet, nicht ich Dich! Meinetwegen könnt.st Du bet dem Pächter und seine» vier Maulesel» auf dem Lande sisen I ja bo<6 nlemanb haben/^l -

Du vollständig mttt.lloS warst! So, nu» weißt Du

Dich gefälligst in Deine Zimmer, dawtt kamt Dies s-sprich führt

Die schöne Fra» war einen Augenblick flammen, . rat geworden, »m ihre LMk» zuckte es und ihr» ^io«er krallte» sich znsammert Dvm aber flau ein Helles Lächeln über ihre Züge »»d ehe eS sich der gute Bürgermeister versah, fühlte er sich herzlich »I -rmt «Lerzethe mir, Estaban-, flüsterte ste, Zch

betrachtet die Militärverwaltung das Gesetz als ein untrennbares Ganzes, an dem nicht mehr gerüttelt weiden soll. Man hält die unveränderte Annahme auch allgemein für sicher.

i haben nicht mit den fortschrittlichen Blättern zu rechnen, wenn sie sich auf diese Weise vermindern wollen Ten Vorwurf, den daSBerliner Tage- «rau§ herzuleiten versucht, daßbeiLebzeiten | Laster Wilhelms I. dessen persönliche Ueberzeugungen zugunsten der Regierungsmaßnahmen öffentlich geltend gemacht worden seien", beweist nur die Unkenntnis des genannten Blattes mit unserem Versassunasrecht. ^Der Verfasser des fraglichen Artikels imBer­liner Tageblatt" scheint sich in seinem Kopse eine ideale Verfassung konstruiert zu haben, in der der Monarch nur die Rolle der Wetterfahne fpielt, welche die jedesmalige Windrichtung anzeigt., >zn der preußischen Verfassung aber, welche das bei uns gültige Recht enthält, hat der Inhaber der ' Krone eine sehr reale Macht, die unter anderem -I dann besteht, daß ohne seine Zustimmung kein Gesetz zustande kommen kann. Ein preußischer König muß' : lc«e p^önIic^en Ueberzeugungen haben und die- I selben müssen öffentlich geltend gemacht werden. Das' galt nicht nur für die Regierungszeit Kaiser Wilhelms I , e§ galt auch für die Kaiser Friedrichs und gilt für 5 die Kaiser Wilhelms II. Es ist bekannt, daß Kaiser Friedrich zunächst nicht gesonnen war, dem von dem"' I Abgeordneten- und dem Herrenhaufe angenommenen Gesetzentwurf wegen Verlängerung der Legislatur- perioden feine Zustimmung zu erteilen. Dem Staats- minlsterium fiel es damals nicht ein, deshalb zurück­zutreten. Die AllerhöchsteUeberzeugung", welche nicht nur den Ministern, sondern auch öffentlich geltend gemacht wurde, war wie dies unserem Verfassungsrecht entspricht entscheidend. Das öffentliche Geltendmachen der Allerhöchsten Ueber­zeugung deS Monarchen war daher keine Eigentüm­lichkeit der Negierungszeit Kaiser Wilhelm I; das- e be liegt m unserer Verfassung und ist aus der-

l selben nicht herauszubringen.

Köln, 7. Nov. Ter Vorsitzende der jüngst hier abgehaltenen Antisklavereiversammlung erhielt ein Schreiben des Reichskanzlers, worin derselbe für die Mitteilung der Beschlüsse jener Versammlung dankt. Die kaiserliche Regierung sei schon länger bemüht, nne Verständigung der beteiligten Mächte behufs Ergreifung wirksamer Maßregeln gegen den Neger- Handel vorzubereiten und führe in diesem Sinne Wächst Verhandlungen mit der großbritanischen Regierung. Der Reichskanzler darf hoffen, dieselben wurden bald eine Grundlage bilden, um demnächst mit den auf der Ostküste Afrikas beteiligten Regierungen Ita­liens und Portugals und mit den an der Congoakte betei- ligten Mächten in Unterhandlung treten zu können.

Preußische Post in einer polnischen Stadt 3? °°ch immer einiges Aufsehen, obgleich die Posten «°Mich hier eist vo» den Reisende» gewechselt da <8 aber noch früh am Morgen war, °«and sich meistenteils nur gewöhnliches Volk auf mf lrfl6en» das fich neugierig »mblickte, dem der f Zarnicki aber »nb kannt war.

bkrer führte feine Brant in das Hans des . <8tt6 und befahl der Dienerschaft, dem Pastoi [.,7« Freund zu melde», der ih» ohne Aufschub 'Men wünsche.

SeiftIldK Herr, der sich wunderte, schon so ^Sepört zu werden, kam sehr uengierig selbst um seinen Gast zu empfangen, und stutzt- O»-->tg, als er den ihm irohldekanuteu Grafen in preußischer Uniform, ebenein in Begleitung vame, erkannte; seine Desertion war ihm be> tl" daher auf dar «eußerste, sowohl ^"sur seine eigene Person fürchtete wenn der tu seinem Hause gesunden würde, «le weil

Deutsches «eich.

derlrn, 7. Nov. DerReichsanzeiger" meldet: -ver Kaiser hat mit der Stellvertretung des Reichs- kanflers in Finanzangelegenheiten des Reiches den Staatssekretär des Schatzamtes, Frhr. v. Maltzahn, beauftragt. DerBörsenzeitung" zufolge ist in der zwischen Deusschland und England betreffs Ost- aslikas erzielten Einigung außer dem von Lord! Salisbury gestern mitgeteilten Inhalte auch ent­halten, daß Deutschland später Zollstationen über­nehmen wird. DieBörsenzeitung" fügt hinzu, der Deutsch. Ostafrikanischen Gesellschaft werde unter solchen Umständen wohl nur die Liquidation übrig bleiben. S?a3 aus der Eminpascha-Erpedition werde, entziehe I fich der Beurteilung. Daß Deutschland auf das deutsche Schutzgebiet in Ostasrika verzichte, sei ab- olut ausgeschlossen. In dem vomBerl. Tage­blatt am 4. d. Mts. .gebrachten Leitartikel;Der Kat er und die freisinnige Presse" behauptet das ortschrittliche Blatt unter Bezugnahme auf die be-j kannte, imStaats-Anzeiger" auf allerhöchsten Be-! ehl erschienene Notiz, die freisinnige Presse betreffend, jene Veröffentlichung könne nur dadurch erklärt werden' daß Kaiser Wilhelm falsch informiert worden fei, den» der Artikel desStaats-Anzeigers" enthalte den Hinweis, der Kaiser habe angenommen, daß! enge Beziehungen zwischen den Berliner Stadt-j behorden und der freisinnigen Presse beständen. Dies, w versucht dasBerliner Tageblatt" auszuführen, treffe nicht zu; die städtischen Behörden besäßen im f Gegenteil keinen wie immer gearteten Einfluß auf bie hauptstädtische Presse. Bisher wurde allgemein! angenommen, daß die angesehenen Parteihäupter des Freisinns, welche dem Berliner Magistrat und der Stadtverwaltung angehören, hinter der freisinnigen Presse ständen und einen bedeutenden, erklärlichen ja vom Parteistandpunkte aus ganz gerechtfertigten Ein- luß auf die freisinnige Presse ausübten. Trifft )ies nicht zu, sind die Häupter des Berliner Frci- mns überhaupt nicht in der Sage, dasBerliner Sägeblatt" und dessen publizistischen Troß zu be­einflussen, so verliert die demokratische hauptstädtische Presse alle Bedeutung; sie hat dann keine Berech- tigung, sich als Vertreterin einer großen Partei zu gerieren, sondern vertritt nur die Ansichten einzelner Personen, nämlich der betreffenden Redakteure. Wir

eJ^u entgegen die Expedition b Blattes

in ^.nn^wROn»n'^Uon und Vogler

ÄMiftXlSÄ Jahrgang.

Ebe u. So. m Frankfurt a.«., Berlin, Hannover. Patts.

Sttcheint täglich nutzer an Wetttagen nach vonn- und <

42 264. ilwn 29*/. 9H, bri 6tn

"TiÄSt U Freitag, 9. November 1888.

(Fortsetzung.)

umu $DB Srezypiervo bis Kalisch ist der Weg roch 6735 ul ""e Meile lang; dieser wurde schnell und ohne «dkrvis zurückgelegt, und die Post fuhr zu ziem- * uuher Stunde in die Stadt ein und zwar ans ----- » @rafen Befehl, der fich hier hütete, sich silbst r. Wei sehen zu lassen, direkt nach- der Wohnung "iormirten Predigers, mit dem er früher sehr

* 2Bnt gewesen war, und auf dessen Hilfe er mit verheil rechnete.

Der Coruet lief übrigens in Kalisch große Gefahr, ?u«r eikannt wurde, denn einige feiner Verwandten 1 .7 fich dort auf, die gewiß sehr erbittert über « Desertion waren und ihn zweifellos zur Hast sowie eracht haben würde».