Marburg,
zurecht und befestigte so die teankenden Wände. Aber
.dem Marmorpalais begeben. ; a MM DD ‘ Hamburg, 31. Okt. Bei dD heutiMWörft
Die Verwundung deS Burschen war für Sanna mS Zeichen, ihre Antwort auf das Liebeswerbru. Die Sache ward ruchbar, uud man ließ sie in Ruhe.
Theresa sorgte sich doch um das Schicksal ihrer Tochter. Sie war fast zwanzig Jahre alt, kein Freier nahte sich und Sanna hatte ihnen ja selbst die Luft zur Werbung geraubt. Sie nährten sich beide kümmerlich; was sollte aber aus dem Mädcheu werd«, wenn die Mutter einstmals die Augen schloß? Theresa verhehlte ihrem ftini» nicht ihre Bedenken, aber Sanna» Gesicht zeigte keine Furcht, unerschrocken chaute sie in jede Zukunst.
Da mm der b»fe Herbst gekommen. Der Sturm >aite die schwache Hütte in ihren Gruudvesteu erbeben lassen, Theresa fürchtete schon, er werde ihnen dar ckützeude Obdach über dem Kopf fortreiße«. Sanna lachte nur in ihrer trotzigen Weise. Und um zu zeigen, daß ste doch stärker alS der Sturm, ergriff sie
^Nachdruck verboten.^
Der Deserteur.
Novelle von Stanislaus Graf Grabowski.
(Fortsetzung.)
Dennoch schrieb sich Helene jetzt eine größere Schuld, als ste auf fich geladen hatte, zu und fürchtete die heftigen, ihr wohlbekannten ZoruesauS- brüche des VaterS.
,Du hast ihn nicht geliebt?* tobte der Oberst fort.
»Nein'h schluchzte Helene. »von Seelen —*
,WaS ists nun schon wieder mit dem?* rief der Oberst.
»Ich habe mich in Ihren Willen gefügt, mein Vater, ihn nicht wiederzusehen^, schluchzte das junge Mädcheu, — »aber meinem Herzen konnte ich nicht befehlen, ihn nicht mehr zu lieben.*
Der Oberst schlug fich mit der Hand vor die Stirn und ging rasch im Zimmer auf und ab. Es fiel ihm wieder dasselbe ein, was er nach der Eutferuuug deS so barsch behandelten Cornets tn seinem Monologe ausgesprochen hatte, audererseÜS war er durch die Enttäuschung, die er allerdings »nr seinem uurichtigeu Blicke zuzuschreiben hatte, so erbittert, daß er nicht daran dachte, den Beteiligten Pl verzeihen.
Nach einer Weile verließ er, ohne noch einen Blick «uf das kuieeude Mädckeu zu werfen, rasch das Zimmer und schlug die Thür heftig hinter fich zu. Helene blieb in unsäglicher Angst zurück. Sie kannte den Vater zu gut, um nicht zu wissen, daß er noch dicht vergeben habe, und fürchtete alles.
Mochte der Oberst fich die Sache uuu überlegt haben, wie er wollte, er war finster uud mürrisch als er Helene wicdersah uud blieb eS ebenso in den nächsten Tage»; zwar erwähnte er diese Angelegen Helt mit keinem Worte Wester, aber er sprach auch überhaupt nur das Nötigste zu seiner Tochter, uud dies stets in befehlshaberischem, kurzen Tone. Heleue, bte nicht die Augen zu ihm aufzuschlageu wagte,
verlas Handelskammer-Präsident Mestern auf Ersuchen des Senats folgende Bekanntmachung" desselben: „Seine Majestät der Kaiser haben Aller- gnädigste vor Seiner Abreift den Wunsch zu äußern geruht, daß der Stadt Hamburg für den Allerhöchst- demselbrn bereisten herzlichen Empfang' warmer Dealt ausgesprochen werde; die allgemeine Teilnahme an dieser Kundgebung ist dabei von Seiner Majestät' besonders' wZhlthuend empfunden .worden: $>ej. Senat spricht hiermit der- durch Vermittelung seines
Deutsches Reich.
£ »erlitt,; 1. Nov. Dem heutigen Äankgottes-I dienst in der russischen Botschaftskapelle anläßlich der Errettung des Kaisers von Rußland wohnte ' das gesamte Botschaftspersonal, an der Spitze Graf Schuwalow, uU zahlreiche Mitglieder der Russtn- Kolonie bei. Der Kaiser hat an den Kaiser von Rußland anläßlich der Errettung des letzteren aus Lebensgefahr em Glückwünsch - Telegramm gerichtet. Nachträglich wird noch dem „F. I.- zufolge gemeldet, daß der dem. kaiserlichen Zuge folgende Gepäcktrain nach der Katastrophe ausgeplütz- dcrt wurde»,,.Ter Bundesrot wird morgen eine Plenarsitzung abhalten. Den Gegenstand der Beratung . wirst Par chllem der Berichs der Ausschüsse über die Alters- und Jnvalidenversicherungs-Votiage bilden. Daß die Beratung dieses Gesetz - Entwurfs Morgen schon ihren Abschluß finden wird, ist indessen nicht wahrscheinlich. Man darf im Gegenteil annehmen, daß in einzelnen, besonders wichtigen Punkten Abänderungs-Vorschläge verschiedener Ar^ nochmals in Erwägung gezogen werden, wodurch es nicht ausgeschlossen erscheint, daß einer oder. der, andere Abschnitt der Vorlage wieder an die Ausschüsse zurückgewiesen wird. Jedenfalls wird aller Fleiß und alle Sorgfalt darauf verwendet, dieses gesetzgeberische Werk, dessen Zustandekommen der Wunsch der verbündeten Regierungen, wie der verschiedensten Parteien und sozialen Gruppen ist, in thunlichst vollkommener Form so zeitig an den Reichstag gelangen zu lassen, daß zur Durchberatung desselben in der bevorstehenden Session die erforderliche Zeit bleibt. Außer dieser Vorlage, welche naturgemäß den Schwerpunkt der gesetzgeberischen Thätig- keit des Reichstages im engeren Sinne bilden wird, ist der Bereich der Aufgaben desselben zweiftlsfrei gegeben. Außer dem Genossenschaftsgesetz dürfte voraussichtlich an größeren Vorlagen nur der Reichshaushaltsetat zu erledigen sein. Es scheint sicher, daß der Etatsentwurf kaum Ueberraschungen bringen, sich vielmehr in den bisherigen bewährten Bahnen halten und insbesondere eine nennenswerte Erhöhung der Matrikularumlagcn voraussichtlich nicht bedingen wird. Dieser letztere Umstand ist von entscheidender Bedeutung für den Staatshaushalt der Einzelstaaten, vor ollem Preußen, deren Etats wesentlich davon abhängen, wie hoch einerseits die Matrikularumlagen, andererseits die Ueberweisungen an Reichssteuern sich stellen. Es wird mit Befriedigung erfüllen, wenn jN der stetigen Entwickelung der finanziellen Be-
»nz-igen^mmtÄtOM-bft GkVtbitiL'b^vWtttz^^ sowie b. Annoncen-Bureaux von Haasenfiein und Bögler in Frankfurt a. Oaffel, Magdeburg m fflien; dtnbgff 'UM Masse in Frankfurt a. K., Berlin, Münchens Kvln; «.L ” Daube u. Eo. ,n Frankfurt a.Berlin, Hanitor« Vatft. LZ >
Abweichung Eintritt — Die Verhandlungen über die Erneuermig des, deutsch-schweizerischen HandÄk- Vertrages sind heute unter dem Vorsitz des deutschen Kommissars Kaiser!. Geh. Oberregierungsrats Hchhyr im Reichsamt des Innern fortgesetzt worden. '
Potsdam, 31. Oktz.. Der Kaiser ist abends 7 Uhr 36 Minuten mit einem Sonderznge hier
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und
--Z, Feiertagen Quartal-Abonnemems-Preis bei betSktze« M
J1O s5»^W M ßition S»/,ML, bei de« Postämtern 2 Mk. S0 Pfg. (exv. Z — _
W Ä »estellgrä, Juf„ti<mrgebLhr für die gelpalten« Zeile M SoNNttbeNd, 3. NoVeMer 1888.
M W 10 Pfg.. Reklamen für btt Zeile 25 Pfg. ~ N '
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ziehungen des Reichs zu den Bundesstaaten keine
daß dft allseitig. bethätigte Mitwjrluug «zp dem schönen Feste den fprecht^ssten Beweis-für bk in allen Schichten -der Bevölkerung herrschende Begeisterung für Kaiser und Vaterland geliefert {jat* Nach Verlesung dieser Bekanntmachung brachte der HaudÄskarpmer-Präsident ein Hoch auf > Seche Majestät den Kaiser aus, in welches die ganze Börsenversammlung begeistert einstimmte. jä’W-
Leipzig, 31. Okt. Der König von Sachsen ist mit dem Prinzen Georg mittags gegen 12 Uhr hier eingetroffen. Die Fürstlichkeiten wurden von den Spitzen der Behörden am Bahnhofe empfangen, worauf sie sich in das Königszimmer begaben und daselbst die Ankunft des kaiserlichen Zuge^erwarteten, welcher eine Viertstelstunde später eiuttaf. Der Kaiser stand bei der Einfahrt am Fenster des Salonwagens und grüßte den König Albert bereits von hier aus. 'Nachdem Kaiser Wilhelm dem Wagen entstiegen war,, küßten und umarmten sich beide Monarchen auf das herzlichste, worauf sie sich in das Königszimmer begaben, wo die Begrüßung vonseiten der Spitzen der Behörden erfolgte. Auf die Bewillkommnungssprache des Oberbürgermeisters Georgi erwiderte der Kaiser mit huldvollen Dankes- worten. Die Majestäten verließen darauf den Bahnhof und schritten die Front der außerhalb des Bahnhofes aufgestellten Ehrenkompagnft ab. Hierauf bestiegen sie die Hofequipagen und fuhren konnte nicht bemerken, daß er sie dessen ungeachtet doch oft mit Blicken onsah, in denen väterliche Teilnahme, sogar eine gewisse Wehwnth lag. Jeder Unbefangene, der dm alten Herrn so beobachtet hatte, würde behauptet haben, eS kämpfe ein schwerer Entschluß in ihm.
Ebenso mürrisch und noch strenger als sonst war der Oberst gegen sein ganzes Regiment, insbesondere gegen seinen Adjutanten uud den Cornet Graf Zarnicki der natürlich nicht mehr in sein Haus kam, wenn ihn nicht der Dienst dahin rief.
Leutnant von Seelen fügte sich in diese Laune eines Kommandeurs, wie in jede andere, die er bei der nächsten Berührung mtt ihm schon oft auSzn- halten gehabt hatte, der Cornet dagegen that zwar in vollem Maße seine Schuldigkeit im Dienst, machte aber dabei ein so trotziges Gesicht, daß ihm Jeder auseheu mußte, er brüte über großen Plänen; dabei zog er fich, ganz gegen seine sonstige Gewohnheit, von seinen Kameraden zurück, uud diese, die sein heftiges und aufbrausendes Temperament bereits kennen gelernt hatten hüteten sich wohl, belästigende Fragen au ihn zu richten, obwohl fie unter einander allerlei munkelten, waS manchmal gar nicht weit von der Wahrheit abwich.
Der Graf ritt übrigens noch immer, sobald es ein Dienst nur erlaubte, nach Neuenrode hinüber, >hue Urlaub zu nehmen; mochte eS der Oberst er» uhren haben oder nicht, er sagte nichts dazu, lieber, jengt, daß der Oberst sein Gesuch nicht befürwortet habe, und daß er daher auf dieses wohl abschlägig beschieden werden möchte, hatte er Herrn Georg mit« atteilt, es sei abgegangen, dagegen KäthcheN seine Besorgnisse nicht verhehlt.
DaS arme Mädchen, das fich schon auf der Höhe >es Glückes träumte, fühlte sich jetzt durch schweren lummer niedergedrückt, und dieser mutz« für sie n« o herber zu ertragen setz, als sie auf des Geliebten Wunsch und Gebot ihrem Vater nicht einmal ein trauriges Gesicht zeigen durste. Jbpp^tgOaM
Darmstadt, 31. Okt. Ter Großfürst und die nur wenig ttösteu, wenn der Graf mit blitzendem Augen schwur, er werde fie, allen Engeln und Teufeln zum Trotz, doch in wenigen Wochen oder Monaten zum Traualtar führen, denn er ließ fich nie weiter über feine Gedanken uud Pläne aus. 4
»Das Weib, das nicht unbedenklich deu Wünschen uud dem Willen des Mannes, den fich ihr Herz erwählt und dem es fich Angegeben, folgt", sagte er öfter mit bedeutungsvollem Blicke, — .ist nicht teert, seine Liebe länger zu besitzen. Ich erwarte von Dir, mein Käthchen, daß Du mir jedes Opfer zu bringen im Stande bist, wie ich es bereits durch meine Desertion — ein schweres Verbrechen im Soldateu- staude — gebracht habe.*
Käthchen wagte darauf nichts zu erwiderten und weinte nur bittere Thräneu, bis fehle Liebkosungen sie wieder trockneten. Ter Cornet war ein gefährlicher Lehrmeister für ein junges, unerfahrenes und treu liebendes Mädchenherz.
So vergingen etwa drei Wochen, als der Oberst eines Tages die Antwort auf das eiugereichte Konsens- gesuch erhielt. Dasselbe mit seiner Bemerkung ver- eheue Schreiben wurde ihm aus dem Kabiuet zugeschickt; wie es oft geschah, hatte der König eigenhändig an deu Rand geschrieben:
»Ist das nicht der Deserteur? Soll sich erst mit Bravour in der Bataille schlagen, kann später an bie Mariage denken.*
Großfürstin Wladimtt voü Rntzeckd- -sind zum Be- b'ch dch Proßh ermöglichen HM, hier «ngetroffen GOherzog, sotzft von Kr. König!. Hoheit oent Prinzen Heinrich von Preußen und den Prinzen des Großherzoglichru Hauses am Whnhof empfangen worden. Das Großfürstliche Paar stattete heute vormittag. dem erkrankten Prinzen Alexander Mit Hessen einen Besuch ab und wird heute nachmittag die Reise nach Paris fortsetzen.
r iiiüus’j Arrstuud.
Wie«, 1. Nov. Außer einem herzlichen Glück- wunsch-Telegramm des Kaisers an den Zaren anläßlich der glücklichen Errettung des Letzteren, bei dem jüngsten Bahnunglück ist auch von Kalnoky namens der österreichisch-ungarifchen Regierung ein ebenso herzliches Glückwunsch-Telegramm an die russische Regierung abgesandt. — Das.Fremdenblatt* sagt anläßlich der glücklichen Errettung des Zars und der Kaiserfamilie: Unabsehbar wären jedenfalls die Konsequenzen gewesen, welche für dm Zar ein unglücklicher Ausgang nach sich gezogen hätte. Ist die Thatsache einer glücklichen Errettung des Kaiserpaares ein freudiges Ereignis für das deutsche Reich, so ist sie auch für Europa von hoher und glücklicher Bedeutung. In dem Zar wurde der Monarch erhalten, welcher gerade in den letzten Jahren exttemen Strebungen gegenüber wiederholt die volle Autorität einsetzte für dft Erhaltung und die Ruhe unseres Weltteils, und welcher als mächtigster Schirmherr des Friedens und seiner Freunde im eigenen Reiche
Rom, 31. Okt. Der König und Crispi übersandten dem russischen Kaiser und der Russenregierung Glückwünsche anläßlich des verhältnismäßig glücklichen Ausgangs des Bahnunglücks. Der Zar und die russische Regierung antworteten sehr herzlich. — Graf Paar überreichte dem Papste fein Abberusungs- schreiben. Der Papst überreichte dem Grafen darauf eigenhändig den Christusordm. — Die gerichtliche Untersuchung wegen der Entstehung des Brandes im Quirinal hat begönne«. Der Schaden wird «ff 20 000 Lire geschätzt. . . " . ,5
Paris, 1. Nov. Der „Temps" spricht sich lebhaft gegen den Gesetzentwurf zu einer neuen Einkommensteuer aus; das Blatt meint, das Gesetz würde in Frankreich eine üble Wirkung hervorbringen und der Republik neue Feinde schaffen, wenn es die Genehmigung der Kammer erhalten sollte. — Im heutigen Ministerrate teilte Goblet mit, er habe Depeschen erhalten, worin die glückliche Errettung der
»Teile Er das dem Cornet mit. Die Sache ist erledigt.*
Der bestürzte Adjutant verfehlte nicht, den Grafen so schnell als möglich auf die schonendste Weise von dem königlichen Befehle in Kenntnis zu setzen.
Die Stirn deS Cornets faltete sich, seine Augen schossen Blitze, und er knirschte mit den Zähnen; von Seelen beschwor ihn, fich zu beruhigen und fich in daS Unvermeidliche zn fügen.
Wie böse standen aber auch die Aussichten der Verlobten jetzt! Daß der König seinen Befehl zurücknehme, daran ließ sich nicht denken, — eine Schlacht aber war noch lange nicht zu erwarten, denn Preußen war im tiefsten Frieden.
(Fortsetzung folgt)
.■j5 , ^Nachdruck verboten.^
' nov I« Herbststimn.
(Fortsetzung.) 5
unter brausenden Jubelrufen der' l unabsehbaren! Menschenmenge dMch die reichgeschmückien Straßen ftti$ "'jbjinP Festplatze. Es herrscht prachtvolles Wettev." — Auf der Fahrt nach dem Festplatze sbefthtigtzs-Hechel MäftsM dets Kaiser das Siegs- denkmal auf dem Marktplatz. Unbeschreiblicher Jubel der VvtkSmassen empfing aus dem Festplatze ... . . ....... ... .. . .. ____ . i' dcn Kaism. Der Vertreter des Reichskanzlers Bize-
eingetroffen und hat sich alsbald zu Wogen nach Ministerpräsident v. Bötticher erbat von Sr. Majestät
----------------- ’ die Erlaubnis zum Beginne der Feier. Nachdem dieselbe erteilt ir^verlas der Minister v. Bötticher die zur Versenkung in den Grundstein bestimmte UBmtdcr: Der bayerisch« Bundesrats-Bevollmächtigte Graf voy Lerchenfeld - Köfering.. überreichte hierauf VntU lzcher.Ansprache-Sr.'MsMt dem Kaiser die Kelle. Der Kaiser warf von dem bereitgehaltene« Mörtel an 'den Dftitt; worauf das Verschlußstück aufgesetzt *urbe.; Alsdann. überreichte der erste Vizepräsident des Reichstags Dr. Buhl unter einer Ansprache dem Kaiser den Ham»er, worauf Aller- höchstderftlbe imb KSmg Wert, sowie die übrigen Präsidenten an ihngtrnchteten Aufforderung, er we,ß chöchsten . Herrschaften und die -qzu bestimmten Ver- sich eins mit seinen Mitbürgern in dem Gefühl«^ treter 5eN HchtzMt^ M Hammerschläge
-vollzogen,. Den Weihespruch sprach Superintendent Pank. Znm Schluss-brachte Refthsgerichtspräsident
Simson mit Worten des Dankes das Hoch aus i Ihre- Dkajestäten den Kaiser Wilhelm und den König Albert auS.. Rach der Feier nahmen die AllerhiWftn Herrschaften mit Gefolge das Dejeuner im neuen Gewandhaus ein. Alsdann besichtigte der KaiM das neue Gewandhaus und wohnte mit dem Könige und dem Prinzen Georg dem ersten Test des:10n der Stadt veranstalteten Konzerts bei. -Beim Eintritt in das glänzend erleuchtete Haus brachte Bürgermeister Dr. Tröndelin das Hoch auf Ihre Majestäten den Kaiser und den König aus. Als die Allerhöchsten Herrschaften das Haus verließen, dankte Stadtverordneten-Vorsteher Dr. Schill für deren Besuch mit einem von Mx Festversammlung enthusiastisch aufgenommenen Koch. Die Abfahrt des Kaisers!*ont bayrischen Bahnhof erfolgte um 3*/, Uhr nachmittags. Der Abschied vom Könige Albert war äußerst herzlich. Der Kaiser hat sich überaus huldvoll über den ihm hier bereiteten Empfang ausgesprochen. Die Stadt ist herrlich geschmückt. Hunderttausende durchwogen in patriotischer Feststimmung dft Sttaßm. — Um 6 Uhr begann das von der Stadt zu Ehren der von ihr geladenen Festteilnehmer gegebene Festmahl im neuen Buchhändlerhause-.- -7 - tz i, 6
Der Oberst wurde ein wenig blaß und schMelle angsam den Kopf, baue sagte er zum Leutnant von Seelen im dienstlichen Tone:
»Weiß Er, was Seine Majestät, Unser aller» gnädigster König und Herr, auf daS unterthSnigste Gesuch deS Cornets Graf Zaniicki refolvieret haben?'
Er laS deur Ädjutmtten die betreffende Stelle vpr — von feiner eigenen Befürwortung erwähnte er ketu Wott, tetil eS ihm zweifellos unangenehm „„D „„„ uin ucv clU[B, „„„„ ne
frstttm Unterebene« zu gefteben, bat der König «m ndhfte» Tage daSchemdSett, schlug kräftige SLtzen tzxai^EMd??V"k-t-unb befahl bann kurz: —‘ ” ~ -
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