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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchham
Expedition- Markt 21. — Kebottüm, Druck und Verlag v«r Iah. Lug.
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langsam zwischen de» Fingern hindurch- LlehliWswunscheS? :v£»botgeNtlefaiW M»^«aubs • > * Das
-ein
Berlin, den 27. Oktober 1888.
Eurer Kaiserlichen und Königlichen Majestät aklcrunterthämgste, treugehorsamste Magistrat und Stadtverordnete zu Berlin.
gez. v. Forckenbeck. Stryck.
An
Majestät den Deutschen Kaiser den König von Preußen.
Jayrgmik
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9. Kapitel.
Das Konsens-Gesuch.
am nächsten Morgen überreichte der Adjutant von Seelen ztewltch zagend das Konsens. Gesuch des
^Nachdruck verboten.^
Der Deserteur.
Novelle von Stanislaus Graf Grabowski.
lFortsetzung.)
»Es ist gut, ich banke Ihm für Seine Meldung »nd gratuliere Ihm zu seiner Verlobung mit dem Fräulein Katharina von Brandt. Er kann nun gehen!* Der Ton dieser Worte klang sehr bitter; der Cornet fürchtete mit Schrecken, daß er sich ihn zum unversöhnlichen Feinde gemacht hätte, andererseits hoffte er aber auch wieder auf dos gute Herz des Alteu.
»H:rr Oberst, ich habe noch ein Anliegen.*
»En dienstliches? — mit den außerdienstlichen bleibe Er mir vom Leibe!'
»Ein dtensttches, zu Befehlen. Ich bitte um Ihre Uuteistützung meines Konscusgesuches bei Seiner Mojcstäl.*
»Was, Er will auch gleich heiraten?" fuhr der Cott ft von Neuem auf.
„So ist es der Wunsch meines Schwiegervaters", antwortete der Cornet fest, „nnd da bei seinem Vermögen die Gewährung meines Wunsches gewiß nicht auf Schwierigkeiten stoßeu wird —"
„Dennoch, Er ist »och et» zu junger Offizier nnd Muß seinem neuen Vaterlaude erst ganz und gar an» Üthören, Er hat »och eine große Schuld an dasselbe Anträgen, denn wenn Preußen Ihn ausgeltesert Mle, so stand ihm das volle Recht zu."
,. Der Oberst war im Unrecht. Hatte' er selbst nicht »uher darauf gerechnet, den Heiratskonseus für den grafen und seine Tochter zn erhalten, obgleich es Mer auf beiden Seiten an Vermögen fehlte? — Die Eiligkeit machte ihn vielleicht zum ersten Male in l«»em Leben, gewiß nur vorübergehend, auch unedel. _ Das heftige Temperament des Grafe» dagegen S" das Bewußtsein seines Rechts — denn verdient' ™ Benehmen gegen den Obersten eine» Tadel, so mar es doch auS der Abficht entsprungen, dar Glück
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Die Exped. der Oberh. Zeitung.
Wiederum eine Panse.
»Wie sich das Mädchen grämen und sich die Auge» rot weinen wird! Habs kaum gehofft, daß er den Seelen so schnell bei ihr ausstecheu würde. Am Ende habe ich doch Unrecht daran gethan, sie Dem nicht zu geben, ist er doch auch ein braver Offizier, reilich wär mir der Zarniki noch lieber. Aber er hat keine Subordination im Leibe und Seelen hat Rt aus dem Grunde studiert. Würde in der Ehe wohl auch wie im Dienste gegangen sein, der Seelen würde das Mädchen vielleicht glücklicher gemacht haben als er. Nun ists auch dazu zu spät! Bin ich do- eiu alter — still, nichts gegen die Disziplin!*
»Der Schlag, denke ich, soll mich rühre», als er mir seine Verlobung meldete. Mir auf der Nase gespielt, mich mit dem schwärzesten Undank belohnt, mein einziges Kind unglücklich gemacht! — das kann und will ich ihm nicht vergessen."
Dabei blieb der Oberst für jetzt. Er war noch eine Welle uueutschloffev, ob er Helene sofort Mitteilen solle, ste möge sich jetzt den Cornet aus dem Sinn schlagen, wie ehemals den Adjutanten, aber endlich meinte er kopfschüttelnd, er wolle dies »och eine Weile anstehen lassen, man könne ja immer noch nicht wissen, wie alles kommen könne.
Hatte der alte Herr noch immer eine schwache .■2offa«P9 für die Realisierung seines ehemalige»
Stadt aber freut sich der Zeit, da Euere Majestät das ehrwürdige Schloß der Hohenzollern zu längerem Aufenthalt wählen, sie erbittet von Euerer Majestät Huld die Erlaubnis, durch einen dauernden Schmuck des Schloßplatzes zu bekunden, wie fest in diesen bedeutungsvollen Tagen Hvchsinnige Kaiserworte unsere unterthäuigste Berehrung mit vertrauensvoller Schaffenslust ber&unben haben. Ein Brunnen, welchen ein Berliner Meister in reichen heiteren Formen schuf, sand längst an Höchster Stelle den vollen Beifall. Des Künstlers Werk, in Erz und Stein geformt, dorthin gestellt, wo vor des Königs Fenstern sich der geschäftigen Bürger Wege kreuzen, das wollen Euere Majestät von unserer Stadt gnädig entgegennehmen als ein Huldigungsgeschenk von guter Borbeveutung. Denn wie der Wasserstrahl aus edler Form Erfrischung spendend aussteigt, des Druckes ledig, der ihn in seine Bahnen zwang, — so hebt sich des Volkes Sinn aus des Tages Mühen zu ermutigender Freude -an des Vaterlandes hohen Zielen, die ein geliebter Fürst mit fester Hand für Gegenwart und ferne Zukunft weist.
zu werfen, wobei ihn sein ehrwürdiges, soldatisches Aeußere gut unterstützte; dies machte auf den Cornet Eindruck. Er durfte kein Wort mehr sprechen, er würde sich sonst eines schweren Fehlers gegen die Subordination schuldig gemacht haben. Er wandte ich militärisch kurz, und verließ, an allen Gliedern vor verbissener Wut zitternd, das Zimmer.
Diese wenigen Minuten hatten einen vollständige» Bruch der gegenseitige» Zuneigung zwischen beiden Mäillleru bewirkt, gewiß wenigstens bis zu dem Augen- bttch wo etiier von ihnen freiwillig »achgrgebe» hätte., _________________________wllv, y,luuu„
Der Cornet ging nach Haufe und schrieb od» nwhll er wird sich noch eiumal vor ein Kriegsgericht weitere Ueberleguug sein Gesuch, dar er bann persöu- fbriuge», — er ist ein wahrer Teufel von Husar, und
Der Empfang der städtischen Deputation Berlins bei dem Kaiser
Um den Kaiser bei seiner Rückkehr zu begrüßen unb bie Schenkungsurkunde des Begas - Brunnens zu überreichen, begab sich am Sonnabend nach der Einweihung her Heiligen Kreuz - Kirche mittags 121/* Uhr die gemischte Deputation des Magistrats, bestehend aus Oberbürgermeister v. Forckenbeck, Bürgermeister Duncker, den Stadträten Bertram, Schreiner, Wiese, Markgraf, sowie den Stadtverordneten Bauke, Bernhardt, Diersch, Frideriei, Dr. Gerstenberg, Heller, Herbig, Herrmann, Loewell, Michelet, Neumann II, Kommerzien - Rat Röseler, Scheidmg, nach dem hiesigen Schlosse vom Rathause aus. — In den Hohenzollernzimmern wurde die Stadtvertretung empfangen. Der Kaiser erschien um 121/* Uhr in der Uniform der Gardes bu Corps direkt von der Einweihung der Kreuzkirche. — Nach der Begrüßung bat Oberbürgermeister v. Forckenbeck um Erlaubnis der Vorlesung der Schenkungsurkunde.
Die Adresse lautet:
. Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster Kaiser und König,
Allergnädigster Kaiser, König unb Herr!
Eurer Kaiserlichen unb Königlichen Majestät [ bringen wir zur Rückkehr in bie Heimat im Namen der Reichshauptstabt ehrfurchtsvoll den herzlichsten Glückwunsch. Freudiger Festesklang empfing Euere Majestät in den Hauptstädten der befreundeten Fürsten und Friedensmusik war fern Wiederhall für Europas Völker. In raschem Zuge trug des Deutschen Kaiserthrons Erbe den Oelzweig durch den Weltteil, froher Zuversicht voll begrüßen Deutschlands Stämme das glückverheißende Zeichen. Unsere
»Ich will er ihm aber austreicheu! ES handelt tch hier um HeleneS Ehre. Jetzt soll er weder ste noch ihre falsche Koufiue heiraten!*
Wiederum trat eine Pause ein; die Züge deS Alten glättete», sich ttii we»ig mehr und er ließ den
Se. Majestät der Kaiser und König erwiderten, nachdem die Adresse durch den Oberbürgermeister v. Forckenbeck verlesen war:
Allerhöchstdieselben danken herzlich für das dar- gebotene Geschenk unb nehmen basselbe gern entgegen. Es gereiche Ihnen zu freudiger Genug- thuung, daraus zu ersehen, wie die Teilnahme der Berliner Bürgerschaft Ihn begleite, wohin auch die Aufgaben Seines kaiserlichen Berufs Ihn führten. Se. Majestät freuten Sich um so mehr, dies an dem heutigen Tage aussprechen zu können, als Sie soeben einer schönen Feier beigewohnt hätten, der Einweihung einer neuen Kirche, deren Bau von dem lebhaftesten Interesse Seines Vaters verfolgt und gefördert wurde, zu deren Erbauung auch die Stadt Berlin beigetragen. Se. Majestät hofften unb wünschten, daß solche Feier sich recht oft in Berlin widerholen möge.
Auf Allerhöchstihrer Reise habe Se. Majestät zu Ihrer großen Freude überall bie Wahrnehmung gemacht, wie bem deutschen Reich auch von den dessen eigenen Kindes begründe» zu helfen, regten jetzt auch ihn zum Widerstande ans.
„Die Schul», welcher der Herr Oberst erwähne», und die ich vollkommen anerkenne", erwiderte er mit ziemlich finsterem Blicke, „werde ich, wie es mir die Ehre gebietet, in jedem Falle abzutrageu wissen."
»Ich, Sei» Oberst, sage Ihm aber, daß ich Sein Gesuch nicht befürworten will, und daß ich uur verpflichtet bin, Seiner Majestät Rechenschaft von meinen Gründen dafür abzulegeu.*
»Herr Oberst!* sagte der Cornet in beinahe drohendem Tone. »Ich werde dieses Gesuch dennoch an das Regiments - Kommando einreicheu, und da Sie verpflichtet sind, es höheren Orts einzugebeu, so wird Seine Majestät selbst entscheiden."
Das war zu viel für den heftigen Alten und ihm in seiner ganzen Dienstzeit noch nicht vorgekommen; »ennoch fühlte er, daß der Cornet nur ein gerechtes Verlangen stellte.
„Oho, will Er da hinaus?" rief er. „Thue Er meinetwegeu was Er will! Deutt Er den» aber, Se. Majestät wird diese Auflehnung gut heißen? Nehme Er sich in Acht, daß Er sich nicht den Kopf an der SBanb zerrenne. Gehe Er jetzt, ich befehle es Ihm, und überlege Er sich die Sache nochmals zn Hause!"
In beiden Männern kochte der Zorn. Der Oberst verstand eS indessen, sich als Vorgesetzter in die Brust
fremden Fürsten unb Völkern eine warme Sympathie entgeg-engebradjt würbe, unb daß diese Teilnahme sich auch auf die Reichshauptstabt Berlin mit erstrecke.
l; Allerhöchstdieselben könnten aber nicht umhin,, quch einer recht schmerzlichen Erinnerung aus Ihrer Reise Ausdruck zu geben. Während Sie Ihre Gesundheit unb äöe Kräfte eingesetzt hätten, um durch Anknüpfen von Freunbschaftsbanden ben Frieben Ünb bie Wohlfahrt bes Vaterlandes und auch damit her eigenen Hauptstadt zu sichern, hätten bieTages- Hätter Seiner Haupt- unb Residenzstadt die Angelegenheiten Seiner Familie in einer Art unb Weise an bie Oeffentlichkeit gezogen und besprochen, wie sich ein Privatmann das nie würde haben gefallen lassen. Se. Majestät feien dadurch nicht nur schmerzlich berührt, ' sondern Allerhöchstihr Unwille sei dadurch erregt worden. Vor allem bäten Se. Majestät Sich aus, daß das fortdauernde Citieren Allerhöchstihres seligen Vaters gegen Ihre Person endlich unterbleibe. Es verletze Ihn als Sohn auf das Tiefste und sei unpassend im höchsten Grade. Er gebe Sich der Erwartung hin, daß wenn Allerhöchstdieselben Berlin zu Seiner hauptsächlichen Residenz wählen — unb Ihn als einen Berliner ziehe es immer hierher—man davon absehen werde, intime Beziehungen Seiner Familie zum Gegenstand der Erörterung in der Presse zu machen. Die Aufgaben, welche Fürst und Volk vereinten, um unser Vaterland groß unb glücklich zu machen, seien bedeutend und mannigfach genug, nm sich mit voller Wärme ihnen hinzugeben und sich mit ihnen zu beschäftigen und alle anderen Dinge, wie vorerwähnte, ruhen zu lassen. In der treuen Hingabe für diese hohen unb erhabenen Ziele sollte man sich vereinigen und seine Kräfte gebrauchen, und Allerhöchstdieselben vertrauten, daß die Vertreter der Stadt Berlin, welche heute begrüßen zu können Sr. Majestät zur besonderen Freude gereiche, hierzu an Ihrem Teile Mitwirken würden.
Vertrauen seines Souveräns berufen zu fein ju» Dolmetscher sowohl der Gefühle der FxeiyidschafO welche diesen an Kaiser Wilhelm knüpstw, wie auch der Traditionen des herrschen Einvernehmen- zwischen beiden Ländern. Die cchswärtL bet» leitete Meldung von einem gegen den Kaiser vo» Achßland während seines IWnthaltes in KutaiW beabsichtigten Attentate ist nach vo» lompetentefter - Seite eingezogener Erkundigung völlig unbegründefl RDÄ" Sachen der Personentarife der preußischen Staatseisenbahnen schreibt der »Berl. Aktionär*: „D« Presse behandelt in der letzten Zeit mehrfach die Personentarife der deutschen Bahnen unb stellt heute diese, morgen jene Reformen in mehr ober Minder sichere Aussicht, je nachdem bie Verfasser aller Weisheit Inbegriff gefunben zu haben glauben. Die Eisenbahnverwaltung sicht allen diesen Er- örterungen, toie wir versicherns können vollkommen^ fern unb leiber haben sich auSchenselbe» auch bisher, noch keinerlei Motive entnehme» lassen, welche einenrH Wechsel in ben Grundsätzen tos Wort reden, dieM dem gegenwärtigen TarifsystD zugrunde liegenM Wohl aber hat sich auch den ' anscheinend ausführ-H baren Vorschlägen noch regelmäßig eilt Berg vow' ch Bedenken entgegen getürmt, di« entschiede» wider- raten, den Vorschlägen näher zu treten. Bon den ’ •• bekannten Gedankenspähnen des Dr. Eduard Engel, die das Entzücken geistreicher Feuilletonisten bilden mögen, erfahrenen Fachmännern aber die Ruhe des Urteils auch nicht einen Augenblick beeinträchtigen, ganz abgesehen, gilt dies namentlich von ben Vorschlägen, Kilometerbillets, Eisenbahnmarken unb dergleichen schöne Dinge einzuführen; die preußische Staatsbahn-Verwaltung denkt gar nicht daran. Wohl aber beschäftigt sich bie Heußische Eisenbahn- H Verwaltung mit dem Gedanke», die Verbindung unserer Arbeiterbevölkerung zwsschen den Wohnsitzen derselben und den Zentren des Arbeitsangebotes wesentlich zu erleichtern und zu fördern."
Potsdam, 29. Okt. Der Kaiser ist heute an srüh nm 7 Uhr 15 Minuten mittelst Sonderzuges nach Hamburg abgereist.
Hamburg, 29. Okt. Bei dem im „Hamburger Hofe" vom Senat veranstalteten Festmahle für die Mitglieder des Bundesrates hatte an der hufeisenförmig aufgestellten Tafel Minister v. Bötticher den Ehrensitz eingenommen, links saß Bürgermeister Dr. Versrnann, rechts Bürgermeister Dr. Petersen, neben letzterem der Kultusminister v. Goßler, dann folgte Geh. Legationsrat v. Kusserow. Ferner waren anwesend der bayerische Gesandte Graf Lercheuseld, wenn ich ihn im Felde hätte, er ritte mit seinem Zuge zwei österreichische Schwadronen über de» Haufen, — aus meine Ehre! — Aber im Friede» taugt er nichts, ist zu leidenschaftlich, um gehorchen zu lernen. Schade um ihn! Ich Hütte ihn wie meinen leibhaftigen Sohn halten wollen, wenn er die Helene geheiratet hätte. Atzt ist es »atüilich ei» für alle Mal damit vorbei.'
.....— Deutsches Reich.
Vertttt, 29. Okt. "Die „Nordd. Allgem. Ztg." veröffentlicht den französischen Wortlaut des Glückwunsch-Telegramms des Kaisers Wil elm an den russischen Minister des Aeußeren Herrn v. Giers. Der Kaiser begrüßt darin Giers als ben sicheren unb aufrichtigen Vermittler der offiziellen und persönlichen Beziehungen, welche ben Kaiser mit seinem teueren Freunde unb nahen Verwandten dem Kaiser Alexander verbänden. — I» feinem Antwort- telegramm sagt v. Giers, er sei glücklich, durch das
lich dem ßeutnant von Seele» Überbrahte. Der letztere schüttelte den Kopf unb riet seinem jüngeren Kameraden, daS Gesuch einstweilen noch zniückzube- halten, bis sich der Zorn des Alten wieder gelegt habe, aber darauf mochte der erbitterte Graf nicht eingeheu.
Der Adjutant, der wohl hauptsächlich an seine eigene» und HeleuenS Hoffnungen denke» mochte, schüttelte traurig den Kopf und meinte:
„Ich fürchte, ich fürchte, unser Plan hat sich für immer zerschlagen —"
Der Oberst war erst einigermaßen wieder zur Pe- mnung gekommen, als er nach des Cornets Ent- -rnung eine gute Viertelstunde lang mit verschränkten Armen in seinem Zimmer ans- und »iedergegangen war. Der Monolog, den er dabei zwischen den Zähnen brummte, enthielt etwa folgende Stoßsätze:
„WaS? — Insubordination, Auflehnung gegen einen Vorgesetzte»? — unb solch' junger Offizier, ber kaum tu bie Welt geblickt hat?! - Ja freilich er hat schon was durchgemacht, daS ist aber das Schlimme, man hätte mit einem Deserteur nicht soviel Nachsicht haben sollen. Weiß Gott, er hatte mich einmal aber förmlich behext, —unb bann die Helene, baß ste mir auch gerade znreden mußte, etwas für ihn zu thunl Das thörichte Mädchen, das arme Mädchen! unb obenein »och diesem verhaßte» Vetter Georg gegenüber!'
Der Oberst knirschte mit de» Zähnen und fuhr bann fort:
Feiertagen ^^tt»artal-Monnemenls-^eiS bei der Expe» *Marburg, sowie b. annoncen.»ureani; von ßaaferftein müHBogta
ÄÄT^Ue Mittwoch, 31. Oktober 1888. Ttt
IN «fq. Reklamen für die steile 25 Pfg. Daube n. Lo. m Frankfurt a.«., Berlin, Hannover«artt.