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Beziehungen ebenso wenig; beim Eintritt der Identität zwischen der russischen und englischen Politik Härten beide Richtungen ihre Rechnung finden können, sie bleiben aber unvereinbar, so lange die Jntercsien Rußlands und Englands divergieren. Es ist deshalb in der auswärtigen Politik ebensowenig wie in der inneren möglich — namentlich vom monarchischen Standpunkt aus ist es ganz unmöglich — die Politik des Kaisers Wilhelm und die des Kaisers Friedrich zu identifizieren. Der letztere war Pir Zeit des französischen Krieges bald 40 Jahre, also in einem Alter, wo man seine eigene und un-
„Es liegt in den demokratischen Tendenzen, den Kaiser Wilhelm I. und Kaiser Friedrich Hl. nach Möglichkeit zu verschmelzen, damit die Politik des ersteren unter der Beleuchtung, die vom Lichte seines Nachfolgers ausgeht, beurteilt werde. Die Politik beider Herren ist aber bei ihren Lebzeiten niemals eine übereinstimmende gewesen, es war die natürliche Konsequenz des monarchischen Prinzips, daß jeder Träger der Krone seine persönliche Auffasiung in Regierungsakten zum Ausdruck bringt. Diese That- sache ist, wie in früheren Jahrhunderten, so auch zwischen dem Kronprinzen Friedrich Wilhelm und dem Kaiser Wilhelm zum Ausdruck gekommen. Nachdem der Prinz - Regent als König die konservative Richtung seiner Vorgänger wieder ausgenommen hatte, ist die persönliche Meinungsverschiedenheit zwischen ihm und seinem Herrn schon schärfer zum Ausdruck gekommen, am prägnantesten in den Vorgängen, die sich an den Besuch des Kronprinzen in Danzig im Jahre 1863 knüpften. Aber nicht nur in der inneren Politik, vielleicht noch konstanter war dies der Fall in der auswär-
abhängige Meinung hat/ diese war nicht die seines Herrn Vaters, es ist also auch nicht zu verwundern, daß ein volles Einverständnis und das auf einem solchen beruhende Maß von gegenseitiger Mitteilung I zwischen beiden hohen Herren über auswärtige Politik * damals noch weniger stattfand, wie über die durch
ihren Arrestanten gerade vor Augen und plauderten »eise miteinander.
dem Kampfe gegen alles Bestehende hervorgehende Gegnerschaft mit dem Namen eines Monarchen, dem des Käfters Friedrich, zu decken bemüht sind. Sie glaubten offenbar, an diesem Herrn die Eigenschaften gefunden zp haben, welche alle Gegner des Bestehenden stets an einem Monarchen zu schätzen wissen. Daß sie sich auch inbezug auf Kaiser Friedrich hierin im Irrtum befanden, würde ihnen klar geworden sein, wenn diesem Herrn eine längere Regierung von Gott beschieden worden wäre. Nur die Thatsache, daß diese Regierung so kurz war, setzt die Reichsfeinde in den Stand, die Behauptung aufzustellen, daß dieselbe ihnen eine Handhabe geboten haben würde, den Bestand des Reiches zu erschüttern. Die Fortsetzung der Regierung des dahingeschiedenen Herr» würde sie ebenso wie die Ergebnisse der Entwicklung von 1858 bis 1862 überzeugt haben, daß ein König von Preußen und ein deutscher Kaiser mit den Grundsätzen, die sie dem damaligen Kronprinzen unterschieben wollten, nicht zu regieren vermag, und wenn er den Thron besteigt, sich bald überzeugt, daß es so nicht geht. Wir resümieren unsere Auffasiung dahin, daß es eine unehrliche Argumentation ist, wenn die reichsfeindlichen Organe aus der Thatsache, daß im Jahre 1870/71 und auch vorher und nachher — die politischen Überzeugungen des Kaisers Wilhelm I. und des damaligen Kronprinzen nicht übereinstimmten, und daß infolge dieses Dissensus ein regelmäßiger und eingehender Meinungsaustausch zwischen beiden Herren und ihren Ratgebern unterblieb, irgend welche politischen Konsequenzen ziehen wollen. Die Thatsache der Nichtübereinstimmung und des Mangels an eingehendem Meinungsaustausch über innere und auswärtige Fragen zwischen Kaiser Wilhelm und seinem Herrn Sohne ist eine geschichtlich zweifellose/ daß dieselbe ihren Ausdruck in den politischen Geschäften der Zeit gefunden hat, ist natürlich und entspricht der Bedeutung, welche die Persönlichkeit eines Mitgliedes eines Königlichm Hauses und insbesondere die des Thronerben im monarchischen Staate hat.
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(Nachdruck Verboten.]
Der Deserteur.
Novelle von EtaniSlaus Graf Grabowski.
(Fortsetzung.)
Er hatte die Augen nur soweit geöffnet, daß die ta Zimmer befindlichen Kosaken dies gar nicht bemerken konnten, aber er übersah dennoch die ganze Räumlichkeit, eine große Stube, die bis auf das Bett, nnen großen Tisch und ein paar Bänke ganz leer
(Nachdruck verboten.^
Napoli. '
Kaiser Wilhelm besucht von Rom aus Neapel oder Napoli, wie der italienische Name lautet, und die größte Stadt Italiens wird gewiß beim Empfange nicht hinter der Hauptstadt Rom zurücksteheu. Ja Rom bietet das Innere der Stadt die Hauptaa« ziehungskraft, in Neapel ist eS die wnoderbare Umgebung ; denn die Stadt selbst ist echt süditalienisch, zum Teil zwar recht malerisch, im Ganzen aber kolosial schmutzig, obgleich in den letzten Jahren mit dem Gröbsten einigermaßen aufgeräumt ist. ES bleibt aber noch genug, und wenn die Cholera fich zeitweise in Neapel sehe» läßt, so braucht man fich nicht darüber zü wundern, sondern darüber, daß fie jemals die Stadt verläßt. Das beste in Neapel find unstreitig die Neapolitaner selbst. Doch davon weiter unten.
Die Kourierzugfahrt von Rom nach Neapel ist nicht laug, mau fährt wenig mehr als fünf Stunden. Die Wagen sind stets kolossal besetzt, und hier fomt man wirklich italienische Liebenswürdigkeit kennen lernen. Wenn unser deutsches Reisepublikum sich so in den Wagen zusammenpferchen laffeu sollte, da gäbe es einen Mordspektakel. In Italien behilft man sich, da die Sache nun doch einmal nicht zu ändern ist, so gut es geht. Bereitwillig rücke» die Paffagiere zusammen, ist zuviel Handgepäck Vorhände», wird es in den Zwischeugang gestellt, kurz jeder trägt nicht dazu bei, die Situation zu erschweren, sondern fie zu erleichtern. Bei meiner letzten Reise von Rom nach Neapel waren wir elf Personen tu einem Koupee zweiter Klasse, und es ging auch. I» Unterschiede von unsere» deutschen Wage» tragen die italiemschea Koupees außen nicht die Aufschrift „Für Nichtraucher l» sondern gerade .Für «Raucher!» (PeiFumatori). Ja den übrige» KonpeeS ist das Rauche» Verbote». Für eine» Deutsche» ist el mm gerade kein Vergnügen, mit rauchende» Italiener» zusammenznsttzrn, die Spuckerei ist schauderhaft u»d
Deutsches Neich.
Berlin, 15. Okt. Soweit bis jetzt bekannt ist, wird Kaiser Wilhelm bis zum Donnerstag, den 18. d. M., zum Besuch am italienischen Hofe verweilen. Die Rückreise nach. Deutschland tritt derselbe am 19. Oktober, nachmittags 3 Uhr, über Arezzo, Florenz, Bologna und Ala an. Am Sonnabend Nachmittags trifft der Kaiser mittels Extra-
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ügen, und würde sich bei längerem Leben des Kaisers Friedrich gerade diese Verschiedenheit noch schärfer ausgeprägt haben. Über die Hinneigung Kaiser Wilhelms I. zur russischen Politik besteht kein Zweifel, über die Vorliebe Kaiser Friedrichs für englische
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1077/, 105»/, 102»/,| 107»/,f
§ seiner Flucht gebrauchte, und fich ganz sicher gesuhlt hätte, sobald er nur wieder auf ihm saß, hatte £eB auch zu lieb, um er r»hig den Russe» über- «sie» zu wolle».
Nach einer Stunde etwa kam einer der russische» Lsfiziere, um de» Gefangene» «nb seine Wächter zu
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg wld Kirchhain.
Expedition- Marke 81. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Au? Koch.
den Krieg in den Hintergrund getretene innere. Die Thatsache ist eine menschlich und politisch vollkommen natürliche und berechtigte und nur in den Kreisen befremdend, wo man überhaupt den Werkstätten und Anregungen der Politik im großen aus Mangel an Nachdenken und an historischem Wissen vollständig fremd ist. Das „Glas Wasser" im Sinne der englischen Politik der Königin Anna hat in Preußen bei der Gewissenhaftigkeit seiner Regenten niemals eine Rolle spielen können, aber tiefergreifende Meinungsverschiedenheiten über politische Grundsätze im Innern und im Äußern wirken bei der männlichen und gewissenhaften Natur der Mitglieder unseres Königlichen Hauses doch hinreichend stark, um die Übereinstimmung des Thronerben mit dem regierenden Herrn zu hindern oder zu unterbrechen. Ein Rückblick auf die Geschichte des brandenburgischen Kaiserhauses von der Zeit des Kurfürsten Georg Wilhelm und seines großen Sohnes bis auf die heutigen Tage liefert in jedem seitdem vergangenen Menschenalter Beweise von Divergenzen zwischen den Ueberzeugungen der Thronerben und der regierenden Fürsten. In der Anwendung dieser geschichtlichen Auffasiung auf die Situation in Versailles in den Jahren 1870/71 wird eine historisch klare Beurteilung vielleicht nur durch eine spätere Generation möglich sein, weil die gegenwärtige mit der ab- sterbenden noch zu sehr verschmolzen ist, um eine rückhaltlose Oeffentlichkeit zu vertragen. Zur Richtigstellung der zeitgenössischen Ansichten glauben wir nur auf eine Seite der Sache aufmerksam machen zu sollen, die in allen bisherigen historischen Beurteilungen unserer Ansicht nach nicht zu ihrem Rechte gekommen ist; es ist das die Gefahr, welche den deutschen Interessen drohte, wenn 1870 die Neutrales also das „Europa", welches Herr von Beust vermißte, in dem deutsch-französischen Streit interveniert hätten/ die Möglichkeit dazu lag von Beginn des Krieges an vor, und die Verwirklichung der Einmischung nach den deutschen Siegen scheiterte nur an dem Mangel an Einverständnis zwischen den großen Mächten. Wir glauben kaum, daß eine der letzteren zur Intervention geneigt gewesen wäre, wenn Deutschland Niederlagen erlitten hätten und zu einem nachteiligen Frieden genötigt gewesen wäre, die Abneigung aber, Deutschland die volle Frucht der Siege seiner Heere pflücken zu sehen, war ziemlich allgemein; den außerdeutschen Mächten war die volle Konsequenz der deutschen Siege, die Herstellung eines kompetenten deutschen Reiches nämlich, wie es heute besteht, keine erwünschte. Die Möglichkeit der kontrolieren; der erstere stellte fich fest schlafend, die letzteren waren auf ihre» Posten. Der Offizier war zufriedeugestellt und ging wieder, nachdem er befohlen hatte, man sollte dem Arrestanten, wenn er eS verlange, Essen bringen lassen.
Zarnicki hoffte sehr stark, diese Revision werde in der Nacht nicht noch einmal stattfinde», da die beide» Offiziere sehr müde von ihrer Reise sein mußten.
Draußen auf dem Hofe wurde es allmählich ruhig, denn die Kosaken legten fich bei ihren Pferden zur Ruhe nieder; man hörte nur nur den Tritt deS Wächters vor dem Fenster.
Die beiden in der Stube befindlichen Kosaken plauderten noch immer, um fich wach zu erhalten; der Pole hatte, mit den Gewohnheiten dieser Leute vertraut, nicht umsonst darauf gerechnet, daß fie bald noch ein anderes Mittel zu Hilfe rufen würden. Der eine von ihnen zog eine Branntweinflache hervor, trank daraus und reichte fie, mit dem Kopse nickend, seinen Kameraden.
In diesem Augenblicke that der Gras, als ob er erwache, und erhob den Oberkörper.
„Gieb mir einen Schluck zu trinken, Kamerad», sagte er. »Ich fühle wich matt und krank.»
Die Kosaken find meistens, gutmütige Leute, die gern mittetlen, und da fie den Branntwein für das unentbehrlichste Lebensbedürfnis halte», so werden fie ihn, vorausgesetzt, daß fie selbst genug habe», auch nicht leicht einem Anderen abschlagen. UebrigenS wußten fie recht gut, daß ihr Arrestaut Offizier sei oder weutgsteuS gewesen.
Der Augeredete zögerte daher nicht, aufzustehen und dem Polen die Flasche za reichen.
Der Graf trank, gab die Flasche zurück und ließ einen Louisd'or in die Tasche bet Kosaken gleiten. Dieser machte große Angen, al« er da« Sold snnkel» sah, legte die Hand militärisch an die Mütze vud verbeugte fich fast bis zur Erde.
,D» kannst Dir dafür anderen Wudki (Branntwein) kaufen", sagte der Graf lächelnd.
Knjeigen nimmt entgegen die Expedition b Blatte«, sowie d Lmwncen-Bureank von Haasenstein und Vogler
™L Jahrgang
Daube u. Co. in Frankfurt e. «L, Berlin, Hannover. Pari».
Erscheint täglich außer en Werktagen nach Sonn« und £111 ..4. .
Feiertagen. — Ouartal-AbonnementS-PreiS bei der Sxpe. bition 2‘/. KL bei den Postämtern 3$tt 50 Pfg. lexkl. _ __
$eUe Donnerstag, 18. Oktober 1888.
10 Pf-., Reklamen für ete Bette 3o Pfg.
Einmischung der Neutralen, ja die Wahrscheinlichkeit derselben wurde von der deutschen Diplomatie sofort ins Auge gefaßt, nachdem die ersten deutschen Siege die Möglichkeit eines vorteilhaften Friedensschlusies in Aussicht zu nehmen erlaubten. Diese Einmischung konnte von den Schlachten von Wörth und Spichern bis zum Abschluß mit Frankreich im Januar 1871 und selbst nach dem letzteren an jedem Tage eintreten, um Deutschland in seinem Siegeslauf und in dessen Ausnutzung zu hemmen und vor die Notwendigkeit neuer europäischer Kämpfe zu stellen, bevor irgend ein Ergebnis seiner blutigen Siege sichergestellt werden konnte. Die Besorgnis vor neutraler Einmischung, welche damals den Kaiser Wilhelm und seinen politischen Ratgeber notwendig erfüllen mußte, ist an die politischen Freunde des damaligen Kronprinzen nicht herangetreten, dieselben haben sich von der Möglichkeit eines europäischen Vetos niemals Rechenschaft abgelegt. Ebenso wenig fand unter ihnen eine auf Verständnis der Vorgeschichte begründete Erwägung der Gefahren statt, welche eine Zukunft deutscher Neubildung bedroht haben würden, die nicht auf vollem Einverständnis aller zum Mitsprechen geschichtlich und militärisch berechtigten deutschen Elemente beruht haben würde. Unter den Ratgebern, welche sich damals unberufen an den Erben der deutschen Kaiserherrlichkeit drängten, befanden sich viele theoretische, aber kaum ein praktischer Politiker. Es wäre sonst unmöglich gewesen, für den Fall des Widerstrebens der süddeutschen Staaten gegen den Eintritt in den norddeutschen Bund Gewaltmaßregeln nicht nur gegen die Fürsten, sondern auch gegen deren Streitkräfte in Frankreich Überhaupt, zu diskutieren. Ein deutsches Reich, welches in der fteiwilligen Mitwirkung aller Stämme und Tynastieen, wie sie sich auf dem letzten Reichstage bethätigt hat, die feste Basis der Einheit fand, wäre schon durch den Verdacht gewaltthätiger Pression gegen Bundesgenossen unmöglich geworden und der latente Bürgerkrieg, das Welfentum übertragen auf zehn Mill, süddeutscher Landsleute, würde das Ergebnis einer unehrlichen Gewaltthat gewesen fein. Aus ihr hätte eine nationale Entwickelung des Kaisertums niemals hervorgehen können, selbst wenn die Gewaltthat gelungen wäre. Die Behauptung, daß Kaiser Friedrich den in dieser Richtung liegenden Gedanken ernstlich Audienz gegeben habe, tritt in den Auszügen des Tagebuches zum erftenmale unter Berufung auf urkundlichen Beweis in die Oeffentlichkeit. Es ist eine wunderliche Erscheinung, daß gerade die bisherigen Gegner monarchischer Einflüsie ihre nur aus
-Danke Dir Väterchen — möge» Dich die Heiligen in ihre» Schutz nehmen.»
Die Russen nennen ihre Offiziere oft „Väterchen." Zaruickt drehte sich auf die andere Seite und that, als ob er weiterschlafen wollte; er lauschte gespannt auf jedes Wort.
Der Kosak zeigte seinen Kameraden das Goldstück »nb steckte es bann fort.
Beide machten sich die schönsten Hoffnungsträume wie viel Wudki fich für ein so ansehnliches Stück Gelb laufen lassen werde, sobald ihre Wache vorüber sei, und wie sie sich ihn in den nächsten Tagen wollten schmecken laffeu. In diesem süße» Vorgefühl hatten sie bald ihre Flasche geleert.
Nun kam eine neue Beratung. Der Eine wollte, daß fich der Andere nach der Wirtsstube hinausschleichen solle, er erbot fich auch selbst daz»; sein Kamerad hatte wohl Lust dazu, stellte aber doch vor, daß dies eine Verletzung ihrer Dienstpflicht sei, und daß fie im Falle einer Entdeckung mit einer guten Anzahl Knutenhiebe bestraft werden möchten.
Jener wies darauf hin, daß alles im Hanfe, selbst der Arrestant, fest schlafe. '
Dem Grafen klopfte das Herz lauter, aber er mischte sich nicht in dos Gespräch.
In diesem Augenblick schien ihm der Zufall zu Hllfe zu kommen.
Die Schildwache klopfte leife an das Fenster. Der Kosak stand auf, ging auf den Zehe» nach dem Fenster und öffnete eS.
Der Graf vernahm, wie der Mau» draußen ver. sicherte, eS fei sehr kalt, und fragte, ob man nicht eine» Schluck Wudki für ihn habe.
Nach wiederholte» Mahnungen konnte der Kosak, der das Goldstück empfangen hatte, nicht widerstehen, zumal seine eigenen Wünsche fie unterstützten: er entschloß sich, de» Branntwein zu holen.
touti)t vorsichtig geöffnet nb wieder geschloffen, der Graf atmete leichter auf.
(Fortsetzung folgt.)
1 Kaiser Friedrich.
■ Den in gestriger Nummer im Artikel Berlin mitgeteilten Schlußsätzen eines Artikels aus der .Nordd. Allg. Ztg." laffeu wir heute diesen Aufsehen j erregenden Artikel vollständig folgen.
war. Die beiden Fenster lagen so niedrig, daß man von ihnen bequem in den Hof steigen konnte, aber draußen schritt der Posten mit seiner langen Pike auf der Schulter wachsam auf und nieder, auch waren dort mehrere andere Kosaken bei den Pferdeställen befchäfttgt. Eine Laterne und ein dünnes Talglicht Laden dem Zimmer eine recht düstere Beleuchtung. i07u,l Die Leute in der Stube, die fich, nur wenige 102»'-! ^ntte von dem Gefangenen entfernt, an den Tisch los?/,; gesetzt hatten, waren mit Säbel und Pistolen bc- 68»/,- waffnet, die ersteren trugen fie an der Seite, letztere 84»/,; satten fix vor sich auf den Tisch gelegt, so daß fie 100»/, ihnen augenblicklich zur Hand waren. Sie hatten i( #7» Mn Arrestanten gerade vor Augen »nb plauderten
Viel Geist lag in diesen eckigen, bärtigen Gesichtern
*/j gewiß nicht, aber fie verrieten doch die angeborene 98»/, Zerschlagen hell, welche dieses Soldatenvolk von den stseru des schwarzen Meeres zu einer so vorzüglichen »eichten Truppe macht.
82'/, Zarnicki entwarf seinen Plan, der übrigens sehr 103 einfach war; das Schlimmste war, daher fich in voll - 101 ? steuer Ungewißheit befand, wohin man sein Pferd ins»r g^llt habe, denn abgesehen davon, daß er daS Pferd