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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für Die Kreise Marburg Md Kirchham. - Illustriertes, Somitagsblatt.

Exprditiou: Markt 81. Redaktion, Druck und Verlag vou Iah. Lng. Loch.

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und Sachverständigen Württembergs in Posen Unter-

sNachdruck verboten.)

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:t war. Aber der Leutnant w«

(Schluß folgt.)

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(Fortsetzung.)

sogar persönlich vorgestrllt, er wisse ebtr nicht, wo sich derselbe zur Stunde aufhalte, weuu er nicht in seiner

der Umsatz noch nicht so flott von Statten geht, wie es wohl zu wünschen tväre, und daß. auch ein Zeichen der Zeit, die Notweudigkeit, zu kreditiere«, steigt trotz der unumstößlichen Thatsache, daß außer­ordentlich viel Geld flüssig ist. Aber die Lage der mittleren und kleineren Kapitalisten hat sich nicht gebessert gegen früher; die Zinse» sind bei sehr hohem Kursstand der deutschen Renten recht niedrig und zu diesen ist ein großer Teil; der Rentner, gewitzigt durch die bitteren Erfahrungen des Rubel- kriegcs, übergegangen. Der Stand des Renten­marktes ist nicht so, wie er dem allgemeinen Interesse am besten dienen könnte. Em - gar zu niedriger Kursstand zeugt vom schlechten Kredit des Staates, aber ein gar zu hoher verhindert die richtige Aus­nützung der vorhandenen Kapitalien. Eine wirkliche Aenderung kann in dieser Beziehung erst dann eintreten, wenn infolge unbedingter Friedcnssicherheit der Gewerbefleiß mehr und mehr von dem Gold­strom beansprucht, welcher das Deutsche Reich ja thatsächlich durchfließt.

Unsere Industrie hat soeben wieder einen großen Erfolg errungen, aber sie hat weit gehen müsse», um dazu zu kommen. Auf der zum September eröffneten australischen Ausstellung in Melbourne hat die deutsche Industrie einen großen Sieg davon­getragen, die Erzeugnisse der deutschen Abteilung werden allgemein bewundert und mit guten Leistungen sind auch praktische Geschäftsrücksichten verbunden. Allgemein wird die Umsicht und Kenntnis der deutschen Vertreter gerühmt. Wir können ja unmög­lich daran denken, England aus seinen Kolonieen herauszuschlogen, deshalb sind auch von deutscher Seite nur solche Produkte ausgestellt, in denen ver­wirklich den ersten Rang behaupten und die Thät- sachen lehren, daß diese verständige Anordnung das richtige war. In Australien leben an 50 000 Deutsche ; sie werden ebenfalls mit dazu beitragen, der heimischen Industrie auf dem neuen Markte Eingang zu verschaffen. Wir müssen weit hinaus in überseeische Länder gehen, denn in den einzelnen europäischen Ländern stehen die Zollschranken so unerschütterlich, daß nicht einmal zwischen den eng- befreundeten und verbündeten Kaiserstaaten Deutsch­land und Oesterreich-Ungarn der Abschluß eines regelrechten Handelsvertrages gelungen ist und wir wissen in der That nicht, ob wir das schlimmste schon erreicht haben. Im Jahre 1892 laufen eine ganze Anzahl von Meistbegünstigungsverträgen ab, bei welchen Deutschland lebhaft interessirt ist und es ist die Frage, ob sich dann nicht fernere ähn-

Aeutsches Seich.

Berlin, 10. Okt. Dem in vergangener Woche stattgefundenen Internationalen Amerikanistenkongreß hat in seinem glänzenden Verlauf nur Eines gefehlt, eine längere Dauer nämlich, um bei der Fülle wissen­schaftlicher Fragen, die sich für die Verhandlungen zusammendrängte, jeder ihr volles Recht zu gewähren. Zu den wichtigen Beiträgen, die von verschiedenen Seiten geliefert worden und als neueste Resultate archäologischer Forschungen gelten können, gehören in erster Linie diejenigen, welche durch jene in Arizona thätige Expedition gewonnen wurden, über welche die Zeitungen während der letzten Monate bereits mehrfache Mitteilungen gebracht haben. Professor Morse, der Direktor des Peabody-Museums in Salem, und Mr. Baxter, der Sekretär der Expedition, haben in zwei Sitzungen des Kongresses darüber Bericht erstattet. Geleitet werden diese seit dem letzten Jahr begonnenen Unternehmungen durch Herrn Cushing, dem eine Reihe gelehrter Männer wie die Herren Ten - Kate, Bandelier, Wortemann rc. zur Seite stehen. Diese großartige Bereicherung der Wissenschaft ist, wie so manche andere, einer hoch­herzigen für die Wissenschaft begeisterten Dame, der Mrs. Hemenway in Boston, zu vcrdartken, Dank deren freigebig gespendeten Geldmitteln zugleich der Bau eines Museums ins Werk gesetzt ist, um die umfangreichen Ergebnisse der Ausgrabungen in sich auszunehmcn. Bis zur Vollendung desselben werden

liche Schwierigkeiten Herausstellen, wie sie jetzt zwischen Frankreich und Italien, Oesterreich-Ungarn und Rumänien, Deutschland und Rußland in handelspolitischer Beziehung bestehen. Frankreich geht ja schon mit ganz neuen Mitteln durch sein berüchtigtes Fremden - Dekret vor, das nach allge­meiner Ueberzeugung gar keinen anderen Zweck hat, als der französischen Industrie ftemde Konkurrenz vom Halse zu schaffen. Im Moment werden die Bestimmungen sehr milde ausgelegt, damst der plötzlich ausgebrochene Sturm des Unwillens vorüber rauschen kann; wir wollen aber abwartcn, wie nach einem Jahre die Dinge stehen. Indessen über viele

kommission angeknüpft ward««. AUS einem Bericht, der in schwäbischen Blättern hierüber veröffentlicht wird, geht nun hervor, daß der Vorsitzende der Kom­mission, Graf Zedlitz-Trützschler, die bestimmte Zu­sage gemacht hat, verschiedene bestimmte Güter in einer Gesamtfläche bon ca. 2000 Hektar bis zum Jahre 1891 für schwäbische Ansiedler zu reservieren. *- Ueber die neue Gartiisondienst-Vorschrist haben Mir bereits Mitteilung gemacht. Rach de« jetzigen Mel­dungen stellen sich frühere Mitteilungen verschiedener Blätter als irrtümlich heraus. ES hieß früher, in Zukunft würden die Posten vor Offizier« vsm Hauptmann? abwärts mitGewehr über" stillstehen, während sie vor Stabsoffizieren nach wie vor präsen­tieren würden. An den Wachen selbst werde eben­falls mitGewehr über" rangiert werden u. s. w. Diesen irrigen Mitteilungen gegenüber sei ausdrück­lich hervorgehobcn, daß in. Zukunft dem jüngsten Leutnant dasselbeHonneur" vom Wachtposten er­wiesen werden wird, wie dem Kaiser selbst, nämlich es wird präsentiert. Damit fällt für den Posten auch die anerkannte Schwierigkeit weg, die so manchem zu Arrest verhalfen hat, daß er Stabsoffiziere von Hauptleuten rc., wenn sie den Mantel anhaben, noch unterscheiden soll, obwohl kein Merkmal dazu vor» Händen ist. Daß die Wache nicht mitGewehr über" rangiert wird, bedarf wohl Saum einer Wider­legung. Nach dem neuen Reglement, welches das Prinzip beS neuen: Exerzier - Reglements: Herbei­führung größerer Einfachheit, auch bei den Ehren­bezeugungen zur Geltung bringt, werden in Zukunft beim Aufführen der Posten in den Straßen nicht mehr die fortwährenden, ziemlich störenden Kom­mandos:Faßt Has Gewehr an" ertönen. Nur Richtet Euch!" oderAugen links" wird komman-

staud, der ttet die Anwesenheit deS junge» Grafe» gut genug unterrichtet war. Aber der Leutnant war ruvetlisfig; er zuckte nicht mit einet Augenwimper.

Sich gtwaltsach bezwingend, erwidert« der Oberst

Anzeige» nimmt entgegen die Expedition b Blatte«, sowie d Atawneen-Bureanx von Haasenstein und Logier £

werden, daß die deutschen Hotels zu denen gehöre«, die sich ordentlich bezahlen lassen. Die mittleren italienische» Hotels find mttunter recht gut, und e» ist Thatsache, daß ein Ausländer, welcher geläufig italienisch spricht, in Rom nicht so viel Geld pro Tag gebraucht, als ein Deutscher, der sich Berlin ansehen will. WaS in Berlin den Tag über an echtem Bier auSgegeben wird, kann in Rom an Wein gar nicht vertrunken werde». Das Wiener Bier, welches dort meist gettnnke» wird, ist ja nicht schlecht, aber man wird den Wei» bald vorziehen. ES gibt auch Münchener Sier. Indessen ist eS sehr stark einge­braut, und ich weiß nicht, man kehrt doch zum Wei» zurück.

Ein Trunk in einer liquoriet*, und daun weiter! Die Spree in Berlin macht ja wahrhaftig keinen An­spruch darauf, ein schöner Fluß zu sein, aber sie ist doch wenigstens mit angemessen hergerichtete» Ufern versehe». Aber mit der Tiber ist rein gar »ichtS los. Die alten Dichter haben die hellgelbe Farbe des römischen SttomeS wiederholt befangen, aber die Herren Poeten müssen eine sonderbare Brille ans der Nase getragen haben. DaS Tiberbett enthält das reinste Lehmwasser, und der ganze Fluß verdient höchstens einen Blick. An feinen Uferstelleu steht es manchmal mehr als greulich aus. Die Tiber über, spannt die berühmte EngelSbrücke, auf der die Photo- graphiehäudler eins ihrer Hauptqnarttere anfgeschlagen habe». Eine Ba»dtte».Gesellschaft erste» Range» im PretSvorschlage», aber sonst harmlose Mensche». Die AMmS-Photographi«» find in Rom, wen» man zu kaufen versteht, sehr billig, gerade wie in Neapel die Stallen. Aber ei» Händler fordert de» sechsfach«' Preis mindestens. Drei Lire wird vorgeschlagen und für fünfzig Eentestmi «Hält mmr schließlich die Waare. Wtzr diese Eigentümlichkeit kennt, ruhig fich verhält

^Nachdruck verboten.)

D« Deserteur- > ... |

Novelle von Stan iSlanck Graf GrabowsU. H (Fortsetzung.)

Die in Uniform und mit zureichend« Vollmachten ihrer Regierung versehene» Offiziere waren gekommen, um d« Deserteur zu reklamieren. Adjutant von Seelen war bei der Zusammenkunft zugegen.

Der Oberst hatte seinem Gesicht wieder die nötige Ruhe zu geben gewußt; das Bewußtsein, daß er gegen seine amtliche Pflicht gefehlt habe, machte ihn um Dille« höflicher als sonst. Die russische und die preußische Regierung standen damals in d« freund­schaftlichsten Beziehungen, ihre Beamten waren daher anch angewiesen Word«, in vorkommenden Fällen einander hflfreiche Hand zu leist«; daS lag dem Oberst«, der natürlich den klein« König von Warten- berg spielte, schwer aus dem Her»«, da, wo Militär stand, hatte eine polizeiliche oder bürgerliche Behörde nichts mehr zu sag«.

Die beide» Steffen, die mit Extrapost gekommen waren, legt« dem Oberst« ihre Seglanbignngp» schreiben vor und baten ih», die Verhaftung und Auslieferung des Desert«rS zu veranlassen, der fich, sicheren Nachrichten zufolge, schon feit längerer Zett in der Stadt aufhalten solle.

Der alte Herr hatte noch nie in feinem Lebe» gelogen, er fühlte aber wohl, daß er schon zu weit gegangen sch nm biefetzmal der Wahrheit ganz tren bleiben zu Mm«, überdies schäme er fich einer offenbaren Lüge schon deshalb, weil von Seel« dabei

man im Schmutz waten bis über die Knöchel. Aber die Herren Stadtväter denken wahrscheinlich, weuu es geregnet, mögen die Leute wart«, bis es wieder ttock« geworden, ober einen Wagen nehme». Das Forum Romanum ist fast ganz von Mietshäusern umgeben, und entsetzlich enge Gassen zweigen fich von ihm ab. Dicht bei dem Kapitol inmitten herrlicher Anlagen liegt auf der Höhe der Palazzo Caffarelli, die deutsche Botschaft, in welchem auch die Bureaus der Gesandtschaft beim Vatikan untergebracht find. Von hier auS gedenkt der Kaiser bekanntlich in einer Privateqnipage nach dem Vatikan, zum Besuche be» Papstes zu fahren. Die Stadt birgt im Innern, besonders in den Vierteln nahe der Tiber, noch Straßen mit wahr« Schmutzlöchern von Häusern mit höhlenartigen Läden und Wohnungen. Der selige Berliner Mühlendamm war dagegen noch eine vornehme Straße. In diesen Gassen zu gehen, ist nicht ohne Gefahr, denn die Wagen rasen nur so hin und her, Trottoir fehlt der Enge wegen zuweilen ganz, und wer nicht überfahr« sei» will, ist oft genötigt, fich mit dem Rücken an die Häuserwand zu stellen. Gibt eS einmal einen Auflauf, fo läßt fich die bebtet» masterte Polizei noch lange nicht sehen. Der fürchter. lichste Sttaßenskanbal enbet noch lange nicht mtt Prügeln nnb Messerstich«,' sondern einfach damit, daß der eine Zanktensel hierhin geht und der andere Stretthammel dahin. Die Neigung der Römer, das Mess« zu ziehen, ist nicht so überaus groß, er kommt mtt dem Mundwerk schon aus, das allerdings an cieeronianische Berebtsarnkeit erinnert. Aber ber Mann läßt mit fich reben, und selbst ein Fremder wirb nicht über ba« Ohr geh««, wenn der .Stu gebor«e* nur merkt, daß die andere Partei Bi scheid wetz.

Rom steht in dem Stufe, eine sehr theuere Stabt zu sei». ES ist nicht so schlimm bamit Diesen Ruf hat die Stabt nur durch die hohe« Preise ber Hotels erhalle», welche vou bestimmten Nationalitäten «f gesucht »erben, n»b eS muß nun allerbiugS konstatiert

gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage

Der Schluß des laufenden Jahres wird allem Erwarten nach ebenso ruhig sein, tote der Beginn aufgeregt und unruhig war. Die schwere Krankheit des Deutschen Kronprinzen, die verzweifelt kühlen Beziehungen Zwischen Berlin und Petersburg und Wien und Petersburg, die Gerüchte von einer russisch­französischen Allianz schufen eine Unsicherheit, die besonders im wirtschaftlichen Leben sehr schwer em­pfunden wurde. Der Geschäftsumsatz stockte; das Publikum zögerte mit Einkäusen beim Detaillisten, dieser war an regem Bezug vom Grossisten gehindert. Es herrschte kein Geldmangel, aber wer Geld besaß, behielt die blanken Thaler im Kasten, in der Un­gewißheit darüber, was die kommenden Monate bringen würde». - Und der Verlauf des Jahres brachte, woran zum Anfang niemand gedacht: Zwei deutsche Kaiser sanken rasch hintereinander ins Grab. Aber die Verbitterung zwischen den eifersüchtigen Großmächten stieg nicht, sie nahm im Gegenteil be­deutend ab, und nach den Sturm- und Drangtagen der letzten Jahre bemächtigte sich der Völker wieder ein Gesühl der Ruhe und Sicherheit. Kaiser Wilhelm II. konnte thun, woran sein Großvater.und Vater verhindert waren, und seit der Peterhofer Kaisertage gilt in Europa die allgemeine Über­zeugung, daß wir, ohne sonderliche Furcht vor plötz­lichen Überraschungen, ruhig in die Zukunft blicken können. Die Abrechnung über die kolossalen Rü­stungen, die seit 1870 von allen Staaten unter­nommen sind, wird ja schließlich wohl eintreten, aber doch so bald nicht.

Die ruhigen Aussichten in der auswärtigen Politik haben auch dem wirtschaftlichen Leben wieder auf die Beine geholfen, der Unternehmungsgeist, der zum Gedeihen der Industrie so unumgänglich not­wendig ist, wie das Brot znm täglichen Leben, beginnt sich wieder zu regen, und hat auch schon Erfolge gezeitigt, die Größeres von der Zukunft erhoffen lass«. Im Kleinverkehr ist regere Kauflust eingetreten, und diese würde vielleicht noch größer sein, wenn nicht stellenweise der auch in dem Deutschen Reiche vorhandene Ernteausfall üble Rück­wirkungen gehabt hätte. Teilweise sind die Land­leute selbst genötigt, zu sparen, teils leid« Jndustrieen, die mit der Landwirtschaft regen Verkehr unter­halten, und endlich ist noch die hier und da emge- tretene Steigerung des Brotpreises für den Augen­blick in Betracht zu ziehen. Daher kommt es, daß

Erscheint täglich außer en Werttagen nach Sonn- und Feiertag«. Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Sxpe- dition 2/.SRL bet den Postämter» S BU.60 Pfg. (ejtt. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr ftlr die gespaltene Zelle 10 Pfg., Reklamen ftlr die Zelle 86 Pfg.

bett 1870 find die fürstliche» Bifit« in Rom sehr selten geworben, kein Wunber, wen» jetzt zu Ehr« beS bentsche» Kaisers etwas Besonderer ans- geboten wirb. Vielleicht ist dieser Mangel an hohen Besuche» auch ber Grnnb, daß bisher so wenig für bas Aeußere von Rom geschehen ist. Denn bie ge­wöhnlichen Menschenkinder müssen ja ans jeden Fall komme», daS erscheint ben Römern selbstverständlich. Nach ber anberen Seite beS Kapitols eröffnet sich bie AuSficht auf bie großartigsten Üeberreste aus bem alle» Rom, auf daS Forum Roma»»rn, ba» ben Umfang einer kleinen Stabt hatte, enf bie wenigen »och erhaltenen Triumphbögen, bur h welche siegreiche Imperatoren ans baS Kapitol zogen, bi» hin z» ben Ueberreften des riesigen Amphitheater», beS Kolosseum». Alle» liegt in Trümmer», aber auch biefe betraten »och bie alte hehre Herrlichkeit, nnb »irgeubs weilt eS fich besser in Rom, als hier an bet Stätte ber groß« Vergangenheit. Aber nur nicht gleich ben Säbelet hetanSgezoge» nnb studiert. Erst lasse man biefe Säulen nnb Monumente auf sich wirk«, freue fich au bem Schönen, was heute unerreichbare Kunst hervorgezaubert, und zuletzt kann man bau» studieren. ES ist bedauerlich sag« z» müsse«, daß eB nicht fo bet Zahn bet Zeit gewesen, welcher alle bie Zeug« einet großartigen Kultur zertrümmerte, al» vielmehr daS Wüten der Menschenhand. So ist das Kolosseum seiner schönsten Schätze tu reinem Uebermet beraubt «eute starren u»S nackte, zerrissene, mtt Moos be- deckte Maue« entgegen und üppig wuchert da» Gra» i» all« Ritz«. Wer unter italienischem Himmel mit wachend« Augen träum« will, ber suche sich «w stille» Plätzchen im Inneren be» Kolosseum, bort kommen die buntesten Bilder vou selbst. Die Wege au» ber Stadt znm Kolosseum hinan» find übrig«» f» ziemlich schauderhaft Bet nassem Wettet kau»

1 diese bedeutungsvollen Entdeckungen mir, in Berlin zur Ansicht und Vertretung kommen durch bie Dou- bletten, welche Mrs. Hemenway hochsinnig dem hie­sigen Museum für Völkerkunde gewährt Iyit. Die Herren Morse und Baxter haben persönlich die Sammlungen geordnet, und dieselben finden sich gegenwärtig in dem mittler« Saal des Erdgeschosses aufgestellt. Wie'. früher berichtet wurde^ hatte eme Versammlung würtkembergischer Landwirte eine Kommission mtt dem Auftrage, die Verhältiusse der Ansiedlungsgüter in Posen zu untersuchen, erwählt. Die Kommission hat sich an Ort und Stelle mtter- richtet und dann ihren Auftraggebern Bericht er­stattet, worauf von n«em von anderen Landwirten

internationale wirtschaftliche Schwierigkeiten kommt

der Unternehmungsgeist fort, wenn er nur wirkliche __________o_______________ -T-,__________

Friedensgarantteen besitzt. Wem kann man aber fuchungen angestellt und Beziehungen zur Anfiedlungs zumuthen, Hunderttaus«de in ein Geschäft zu stecke», wenn die Möglichkett vorhanden ist, daß Sn naher Krieg alle Anstrengungen vernichtet? Wir sind jetzt auf dem Wege zum besseren, mögen uns nun blos alle Rückschläge fern bleiben. .

Marburg,

Freitag, 12. Oktober 1888.