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zosen eben das Schlimmste zu, wie man sich her-, gleichen nur von 'Mein, Todfeinde versieht.^

Ahnitz, 19. Sept. Zwischen Müncheberg und der Station Rehfelde, hart an der Eisenbahn nach Frankfurt, ia wo dieselbe tief eingefchnitteu ist, ist -er Militärbahnhof Ahnitz errichtet. Bo» zwei Kompagnieen des Eisenbahnregiments sind -Ker auf mehrere Kilometer je zwei Doppelgeleise und ein Rangiergeleis Schienenstränge gelegt, welche östlich und südlich in die Frankfurter Hauptlinie einmünden. Dicht an den Geleisen liegt eine aus starken Bohlen gefertigte Doppelstufe, welche den Perron bildet. Das Bahnhofsterrmn ist mit einem Drahtzaun um- geben und längs des Perrons, sowie an der Ein­friedigung sind elektrische Bogenlampen errichtet, welche von der Dynamomaschine des Eisenbahn- regiments gespeist werdest. Ebenso fmh aus dem Terrain Brunnen und Wasserpumpen errichtet, und ein schmalspuriges Feldbahngeleis gestattet das Wasser in auf Rädern gesetzten Bottichen von weit her heranzuhvlen. Westlich von dem Einsteige-Ort liegt Väs Zeltlager der Kompagnieen des Eisenbahn­regiments und weiter nordwärts ist gleichfalls das umfar^reiche Betriebspersonal untergebracht. Eine

angelegentlich mit Seinen fürstlichen Gästen, zum Teil noch über die stattgehabten Manöver unterhielt. Auch viele hohe Offiziere zog der Kaiser noch in ein Gespräch. An der äußeren Umfriedigung des Bahnhofs hatte sich ein sehr zahlreiches Publikum der Landbevölkerung eingefunden, welches zu wieder­holten Malen in Hochrufe auf Se. Majestät ausbrach. Auch der Besitzer des Gutes, Herr v. Rohrscheidt, welcher das Gelände zur Errichtung des Bahnhofs zur Verfügung gestellt hatte, wurde mit seiner Gemahlin von dem Kaiser mit einer längeren An­sprache ausgezeichnet, sowie der Rittergutsbesitzer Herr v. Pfuel mehrmals in ein Gespräch gezogen. Frau v. Rohrscheidt überreichte dem Kaiser und König einen kleinen Blumenstrauß, welchen Allerhöchst- derselbe huldvoll entgegennahm. Die Zeitder Abfahrt nahte. Der Monarch geleitete Seine hohen Gäste bis zu dem Salonwagen und verabschiedete Sich hier auf das Herzlichste von ihnen. Der Großfürst Nikolaus hon Rußland sprach noch angelegentlich aus dem Fenster des Salonwagens mit dem Kaiser, Ihm wiederholt die Hand reichend und herzlich schüttelnd. Gleich nach dem Auslaufen dieses Sonder- zugcs bestieg Se. Majestät Seinen Salonwagen,

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AuslattL.

Rom, 20. Sept. Ter italienische Königs-Aacht- klub, dessen Protektor der König ist und bei welchem der Kronprinz als Kommodore eingeschrieben ist, hat darum nachgesucht, der Marine-Revue zu Ehren Kaiser Wilhelms mit einer Flottille beiwohnen zu dürsen. Es verlautet, daß an der Marine-Revue gegen 36 italienische und ausländische Marine - Fahrzeuge teilnehmen.- Auf den anläßlich des Jahrestages der Befreiung Roms vom Gemeinderate an den König gerichteten Glückwunscb erwiderte der König telegraphisch aus Monza: Der 20. September sei ihm iw der ganzen Nation ein geheiligter Tag. Rom hat es verstanden, während dieser 18 Jahre nach jeder Hinsicht die hohe Mission Italiens der zivilisierten Welt gegenüber zu erfüllen. Bald wird unser willkommener Gast, der deutsche Kaiser, der Freund und treue Bundesgenosse, das Haupt des mächtigen Volles, welches sich zu derselben Zeit, wie wir, einigte, Zeuge unserer neuen Gestaltung und Zivilisation sein."

Paris, 20. Sept. Ter Ministerrat beschloß, der Aufhebung des Eingangszolles auf Getreide in Höhe von fünf Francs nicht stattzugeben. Nach hiesigen Blättern wäre nach einer gemeinsamen Unter­suchung der.französischen und deutschen Behörden sestgestellt. daß der bei Suarce tot ausgesundene deutsche Gendarm aus Liebeskummer sich selbst das Leben genommen habe. In der Wohnung des Gen­darmen habe ypn einen vom 6. August datierten Brief gefunden, der die Absicht des Selbstmordes

begleitet von den dienstthuenden Flügeladjutanten Majors v. Kesiel und v. Pfuel und dem Rittmeister Grafen Pückler von dem Regiment der Gardes du Corps. Der Kaiser hatte nochmals vorher dem Kommandeur des Eisenbahnregiments, Oberstleutnant Knavve. aedankt und ihm die Hand gereicht, auch Sich von allen anderen anwesenden Herren besonders huldvoll verabschiedet. Bei der Abfahrt stand Seine Majestät an dem offenen Fenster und dankte und winkte dem in Hurr chruse ausbrechenden Publikum wiederholt für die dargebrachten Ovationen.

Werbig, 20. Sept, lieber die gestern abend gegen 7 Uhr hier stattgehabte teilweise Entgleisung eines Militärzuges wird folgendes mitgeteilt: Der betreffende Exlrazug 5 a mit 1500 Mann des Regiments Nr. 64 sollte auf der hiesigen Station vom'Geleise der Ostbahn auf die Linie Frankfurt- Angermünde übergesetzt werden. Hierbei entgleiste ein Teil der Zuges aus einer bisher nicht festgestelltcn Ursache. Fünf Wagen stürzten um und wurden beschädigt. Die darin befindlichen Soldaten erlitten nach den Aussagen des Stations-Personals außer einigen Hautabschürfungen und leichten Quetschungen keine Verletzungen. Nachts traf ein Hülfszug von Freienwalde ein, mit dem die Soldaten gegen 12 Uhr weiterbefördert wurden. Die Militärtransporte stockten vollständig, da die Strecke erst gegen 4 Uhr frei wurde. Die Aufräumungsarbeiten wurden dem Arbeitspersonal der Ostbahn und Abteilungen des Eisenbahnregiments ausgeführt. Nachts 2 Uhr be­zogen noch die bei Müncheberg auf Einschiffung harrenden Truppen in Müncheberg und Umgebung Notquartiere. Sie kehren zur Zeit in Fußmärschen in die Garnison zurück.

Köln, 20. Sept. Der deutsche Naturforscher­und Aerztetag wählte Heidelberg zum nächstjährigen Versammlungsort. Die Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte nahm im weiteren Fort­gänge der Sitzungen die vorgeschlagenen Statuten­änderungen im ganzen mit geringer Mehrheit an. Danach ist die Mitgliedschaft eine dauernde, die Geselljchast kann eigenes Vermögen und Besitz er­werben, sie wählt einen sünfzehngliedrigen Vorstand, wozu der jedesmalige Geschäftsführer gehört. Der gewählte Vorstand wird mit der Ausarbeitung der endgiltigen Satzungen beauftragt, worüber auf der nächstjährigen Beisammlung in Heidelberg Beschluß gefaßt werden soll.

Hamburg, 20. Sept. Laut Bekanntmachung des Senats ist der Zollanschluß Hamburgs vom Reichskanzler ausgrund einer Ermächtigung des Bundesrats auf den 15. Oktober festgesetzt.

beweise Dieser Thatbestand wäre durch ein von

-beide« Kommissionen unterzeichnetes Protokoll fest­gestellt worden. Hier «empfindet man allgemein eine

Pforte mit großem SchildeMilitärstation Ahnitz" bezeichnet den Weg , den die Truppen zu derselben Mzuschlagen haben. Die Umgebung dieser Militär­station gleicht heute einem Riesenbiwak, benn 21000 Mann Garde - Jnfanterierruppen find heute in "der Zeit voir 2 Uhr nachmittags Rs 11 UK -abends in ihre Garnisonen zu beförderns )Aber nicht dies allein giebt das richtige Bild von der Leistungs­fähigkeit der Eisenbahn-DirÄliRt m der Beförderung von Truppen in großem Maßstabe, es wurden fernere 24 000 Mann des 3. Armeekorps auf der­selbe« Strecke unb in derselben Zett von de« beiden Nachbarstationen Müncheberg und Straußberg in die Heimat nach den verschiedensten Richtungen be­fördert.An Material war zu dieser großartigen Leistung eine ungewöhnliche Anzahl von Wagen und Maschinen erforderlich. 64 Maschinen und 1100 WaggwE wurden zur Verfügung gestellt, sowie außerdem noch die Güterwagen fstr die Pferde. Dabei durfte der fahrplanmäßige Personen- und Güterverkehr in keiner Weise gestört werden unb in ber That liefen alle Züge pünktlich aus und ein. Von der Militärstation wurden M Züge, von Müncheberg 8 Züge und von Straußberg ebenfalls 8 Züge abgelasien. Sämtliche Züge zogen 2 Maschinen Md befördert wurden jedesmal 2 Bataillone, also ca. 1400 Mann. Der erste Zug, welcher einlief, war der kaiserliche Extra-Doppelzug, denn bekannt­lich fuhr Se. Majestät der Kaiser unb König heute nach ben Manövern zur Jagd nach Hubertusstock, während sich die fürstlichen Gäste in entgegengesetzter Richtung nach Berlin begaben. Gleichzeitig mit dem Extrazug sprengte der Kaiser in langem Galopp der Militärstation zu. Es folgten der Erzherzog Albrecht, der Großfürst Nikolaus, die bayerischen Prinzen Arnulf und Alphons, Prinz Heinrich, Prinz Friedrich Leopold, Prinz Albrecht von Preußen, der Kronprinz von Griechenland, der Fürst von Hohen zollern und ein überaus zahlreiches Gefolge, wwie alle Stäbe und weit über 100 Offiziere aller Waffen, sowie die fremdländischen Offiziere. Sr. Majestät ritt gleich bei seinem Eintreffen dem Lager des Eisenbahnregiments zu und beglückwünschte die Mannschaften zu ihren wohlgelungenen Arbeiten, ebenfo sprach Allerhöchstderselbe dem Kommandeur des Regiments, Oberstleutnant Knappe, und den Offizieren Seine volle Anerkennung aus. Bis zum Auslaufen des Extrazuges waren etwa noch 20 Minuten Zeit, während welcher Se. Majestät noch persönliche Meldungen entgegennahm unb Sich noch

Der Bcum, der so lange auf Schloß Freiburg gelegen, war gelöst. Unb die Wunderfee, die dieses Zauberwerk zu Stande gebracht, eS war der gute Engel eines anbetenden Gatten Prinzessin Goldhaari -

unterhielt bann mit dem Grafen und Aennchen einen regen Verkehr.

Er hat niemals begriffen, wie er Aennchens Neigung zu dem Grafen übersehen, da sie doch einem aufmerksamen Beobachter eigentlich gar kein Ge­heimnis hätte bleiben können.

Wer die beiden Gatten neben einander sah, der konnte sich kein schöneres Bild denken, als dieses Paar, das echte Liebe vereint hatte und das für einander wie geschaffen schien. Jeder Blick, jedes Wort ließ erkennen, wie ganz eins nur in dem anderen lebte, und daß Aennchens goldigster Traum wahrhaft unb vollkommen in Erfüllung ge. gangen war.

Friede und Glück hatten auf brüt alten Schlosse jetzt dauernd ihren Wohnsitz aufgeschlagen die dunklen Schatten der Vergangenheit waren ge­wichen.

i Die junge Fran verstand eS meisterhaft, die wilden Ausbrüche der Leidenschaften ihres Ge­mahls, wenn fie wieder hervorbrecheu wollten, mit einem Wort, einem Blick zu zügeln ein vorwurfsvoller Ausdruck ihrer Augen bewirkte Wunder.-i t

Machtlos mußte Graf Ernst sich ihr beugen. Der Löwe, vor dem Alle zitterten, wenn es stürmisch in ihm aufwallte, hatte in diesem zarten, schönen, jungen Wesen seinen Meister ge- futfbett,' ' .

An d n Rosenbanden der Liebe fühttt sie M durchs Leben, ihm und Allen zum Segen, die mit ihnen in Berührung kamen.

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und Wiedereinberufung der Wähler auf den 24. Oktober, verlesen wurde.

große Erleichterung über diesen Verlauf, nachdem gestern einige Zeit die Befürchtung herrschte, daß ein neuer ernster Zwischenfall daraus entstehen möchte. Die Zeitungen behandeln die Sache heute unter den

^Vermischten Nachrichten-.. __ _________ __________

Bukarest, 20^, Sept, Die Kammer trat heute zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, worin: das Dekret, betreffend die Auflösung der Kammer

Hesse«=Nassau.

Marburg, 21. Sept. Heute abend um V26 Uhr treffen 2 Bataillone des 4. Garde - Regiments auf der Rückreise von den Kaisermanövern bei Münche­berg in ihre Garnison Coblenz auf hiesiger Bahn­station ein und werden wie auf der Hinreise daselbst abgespeist. Das 3. Bataillon des Regiments folgt eine Stunde später, die Speisung desselben wird jedoch schon auf Station Treysa erfolgen.

Marburg, 21. Sept. Wie derM. A. Ztg." geschrieben wird, starb im Bad Bournemouth in England plötzlich am 30. v. Mts. eine im Anfang der sechziger Jahre hier wohlbekannte studentische Persönlichkeit, der dann später wegen seiner wissen­schaftlichen Arbeiten hochgeschätzte Chemiker Dr. Peter Grieß (gebürtig aus Kirchhosbach bei Esch vege.) Er begann seine Studien an der früheren polytechnischen Schule zu Caffel und studierte dann in Jena und Marburg. Grieß war einer der be­deutendsten Schüler von Professor Kolb e, in dessen Laboratorium Hierselbst er seine bahnbrechende Ent­deckung der Diazo-Verbindungen machte. Die Unter­suchungen über die Körperklaffe, welche ihn zeitlebens beschäftigten, waren nicht allein epochemachend für die Entwicklung der wissenschaftlichen Chemie, sondern haben auch die Theerfarbftoff - Industrie in völlig neue Bahnen gelenkt. Grieß war nach seiner Studienzeit mehrere Jahre Assistent von Professor A. W. v. Hofmann während dessen Londoner Wirk­samkeit und übernahm dann die Leitung des Labora­toriums der großen Alebrauerei von Allsopp in Burton-on-Trent; in dieser sehr günstigen Stellung blieb er bis zu seinem Tod. Trotz seiner ange­strengten Thätigkeit in der Brautechnik war er fort­während wiffenschaftlich produktiv; es erschien kaum ein Heft der Berichte der deutschen chemischen Ge­sellschaft, ohne Mitteilung von ihm. Er war Mit­glied vieler Gelehrten - Gesellschaften, so von der Royal Society in London. Die philosophische Fakultät der Universität München ernannte ihn bei Gelegenheit des Universitäts-Jubiläums zum Ehren­doktor.

Marburg, 21. Sept. Infolge des andauernd nassen Wetters während der diesjährigen Roggen­ernte hört man jetzt vielfach die Klage laut werden, daß das von reinem Roggenmehl gebackene Brot mcht besonders günstig ausfällt, ja teilweise ungenießbar sei. Namentlich Landleute klagen, daß sich das Brot los backe und einen Wasserrand habe, sodaß das Gebäck frisch kaum zu genießen ist und beim Altwerden starken Schimmelansatz bekommt. Man hofft zwar, daß sich diese Uebelstände durch Trocknen und Ausfrieren des Roggens, wenn auch nicht ganz, so doch zum Teil wieder verlieren werden. Auch dürfte dieser Umstand dazu beitragen, die in den letzten Jahren beim hiesigen Publikum eingctretene Vorliebe für schwarzaussehendes sogenanntes reines Roggenbrot wieder Verschwinden zu machen und dem alten Marburger Gebäck, welches eine Mischung von/* bis V» Weizenmehl mit Roggenmehl bester Berliner Marken enthält, umfoeher wieder zu einem geachteten Platze zu verhelsen, als der diesjährige Weizen sehr gut eingeerntet wurde.

Marburg, 20. Sept. Wie aus dem in der gestrigen Nr. unseres Blatt-s enthaltenen Berichte über die am Mittwoch stattgehabte Gemeindeaus­schußsitzung ersichtlich, erfolgte in derselben die An­nahme eines neuen Ortsstatuts über die Verpflichtung -zum Feuerlöschdienst in hiesiger Stadt. Angeregt wurde diese Angelegenheit durch eine im Herbst v. I. von nahezu sämtlichen Mitgliedern der mobilen Feuerwehr unterschriebene und an die städtischen Behörden gerichtete Eingabe, in welcher sich nach eingehender Begründung gegen die fernere Zulässigkeit des Loskaufs von der Feuerlöschdienstverpflichtung durch jährliche Zahlung von Mk. 6, sowie für eine verschärfte ärztliche Kontrolle der sich als untauglich Meldenden ausgtsprachen und weiter als wünschens­wert bezeichnet wurde, daß die durch Uebungssäumige zu zahlenden Strafgelder künftighin nicht der Stadt- kaffe zufließen, fondern dem Feuerwehrkommando zu zweckentsprechender Verwendung überlaufen werden sollten. Seitens des Stadtrates glaubte man mit einer Erhöhung des Dispensationsgeldes von 6 auf 15 Mk. den Petenten in g nügenbem Maße ent­gegenzukommen und acceptierte zu diesem Zwecke einen vorgelegten neuen Entwurf des Feuer- löschstatuts, welcher neben anderen Neuerungen auch einen § 3 mit folgendem Wortlaute enthielt:Die Stellvertretung der feuerlöschdienftpflichtigen Mann- fchaften kann nur mit Genehmigung der Feuerlösch­deputation geschehen, welche über die im Feuerlösch­dienst forderliche Tauglichkeit des Stellvertrekrs zu entscheiden hat." Die Annahme dieses Para­graphen Hürde indessen vom Gemeiudeausschuffe abgelehw, indem derselbe ausführte, daß eine Stell­vertretung ber Pflichtigen weder im Interesse des Feuerlöschdienstes liege, noch rechtlich begründet fei, da in letzterer Beziehung die Bestimmungen des 'Paragraphen ?8 bet Gemeindeordnung hinsichtlich

des stäbtischen Feuerlöschstatuts nicht mehr zutreffend seien. Weitere von Herrn Cberbranbmeifter Gold namens des Feuerwehrkommandos gegen bie, wenn auch erschwerte, Belassung des Loskaufs vom Dienste geltend gemachten prinzipiellen Bedenken fanden eine Mehrheit nicht und erhielt daraus der Entwurf nach den Beschlüssen des Gemeindeausschusses folgende Fassung-: 1, -Zum-Feuerlöfchbienst und zu,

Teilnahme en den fiebimgert ist jeder hiesige Ein­wohner verpflichtet, wenn er das 20. Lebensjahr vollendet und nicht über 50 Jahre alt ist. jedoch die dahier nicht heimatberechtigten neu anziehenden Personen erst nach Ablauf eines dreimonatlichen Aufenthaltes (§ 8 des Gesetzes vom 1. Jan. 1888). Die Versäumung dieser Pflicht ohne genügende ent­schuldigende Ursache wird in einem jeden einzelnen Falle nach Maßgabe der Bestimmungen des § 104 der Gemeindeordnung vom 23. Oktober 1834 ge­ahndet. § 2. Befreit vom Feüerlöschdienst sind die die Universität und sonstige hiesige Lehranstalten Besuchenden, sowie diejenigen, welche das Gesetz für befreit erklärt, insbesondere alle mittelbaren unb unmittelbaren, aktiven und inaktiven Beamten unb Militärpersonen. Die körperlich Unfähigen müssen von Jahr zu Jahr ihre Unfähigkeit der Feuerlösch­deputation nachweisen, welche die hiernach erforder­lichen Anträge bei dem Stadtrat zur B:schlußfafsung zu stellen hat. § 3. Solche seuerlöschdienstpflich- tigen Mannschaften, welche vom Feuerlöschdienst be­freit fein wollen, ohne daß ihnen ein gesetzlicher Befreiungsgrund zur Seite steht, können hiervon nur vorübergehend und nur in dem Falle jedesmal auf die Dauer eines Jahres von der Feuerlösch­deputation befreit werden, wenn dieselben an die Kämmereikasse eine Abgabe von 15 Mk. pro Jahr entrichten. § 5. Die nach § 4 eingehenden Ab­lösungsgelder, sowie die Strafgelder fließen in die Kämmereikaffe, ^dieselben bilden einen besonderen Fond, welcher nur im Interesse des Feuerlöschwesens, z. B. zur Errichtung bezahlter Abteilungen, zur Vervollständigung der Feuerlöschgeräte, zur Ausrüstung und Uniformierung und zur Gründung einer Unter« ftützungskaffe für die im Feüerlöschdienst Veruu-

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Erde unter der alten Mauer des Kuhstalles loslöste. Er rief dem Schmidt zu, daher sich retten solle unb' es gelang ihm selbst auch noch mit einer leichten

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dasselbe gestern durch die Maurer Johs. Schmidt, und Adam Kehr aus Treis a. d. L. ausgemauert

der bereits bestehendenMarburger Konferenz" nicht wohl möglich ist. Die neugegründete Konferenz wird jährlich viermal zufammenkommen, und zwar

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glückten und deren Hinterbliebenen zu verwenden ist. Dieser Fond wird unter der Aufsicht der städtischen Behörden von der Feuerlöschdeputation verwaltet. Die Kassen- und Rechnungsführung liegt dem Kämmerer ob." Sollte sich, wie aller Voraussicht nach zu erwarten steht, auch der Stadt­rat mit dieser Fassung des geänderten Feuerlösch- statuts einverstanden erklären, so dürfte damit ent weiterer Schritt zum Seffern zu erblicken fein und die sogenannte Feuerwehrfrage für einige Zeit wieder von der Bildfläche verschwinden.

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der Stelle lot.

6 Aus Oberhessen, 20. Sept. Gestern wurde- in Rosenthal unter zahlreicher Beteiligung lutherischer Geistlichen eineallgemeine oberhessische Pfarr- konierenz" gegründet, um ben Zusammenschluß der­jenigen Pfarrer herbeizusühren, welchen bei der aus-

Polizeipräsibent.

Wiesbaden, 20. Sepl. (Deutscher Schulverein). Daß die Bestrebungen des Deutschtums im Auslände zu erhalten etwas reger werden, muß jeder Deutsche mit Freuden begrüßen. Hieraus bezüglich schreibt man aus Marburg:Die Marburger Ortsgruppe veranstaltet in jedem Semester eine große öffentliche Versammlung, in welcher geschäftliche Mitteilungen gemacht und Vereinsangelegenheiten besprochen werden- Dank dem freundlichen Entgegenkommen, namentlich der Professoren bet Universität, fehlt es nie an einem Vortrage unb es ist sestzustellen, daß die Bestrebungen des Vereins dadurch wesentlich gefördert werden. - Schon melden sich trühere Studierende unserer Stadt, die nun in Amt und Würden, sich erbieten, zur Ausbreitung des Vereins mitzuwirkcn Haben wir bie akademische Jugend gewonnen, f° werden wir bald das ganze deutsche Volk Haben- Fast alle studentifchen Körperschaften gehören dem Schulvereine an. Za Vorträgen hotten sich bereit' willigst erboten: die Herren Prosefforen H-arnatL Lenz, Geh. Rat Wünsch er und Prof. Koch' ? Solche Berichte geben den deutlichsten Beweis, daß ber Verein einer gesegneten Zukunft entgegen sieht. Pflicht ist es also, daß jeder Deutsche Liest

wegen

gedehnten Lage unserer Diözese eine Teilnahme an von D

mann Johs. Bierau hatte ein altes Jaucheloch * an seinem Kuhstalle durch Ausgraben dicht an der ^>( alten Maner des Stalles erweitern lassen und sollte

,direktors Keßler in Cassel zum Polizeidirektor von Magdeburg unter Verleihung des Charakters al-

abwechselnd in Frankenberg, Rosenthal, Wetter und der Br

Halsdorf bezw. Kirchhain. W Trei

Caffel, 21. Sept. Der .Reichsanzeiger" ver­öffentlicht die Ernennung des bisherigen Polizei-

Fußquetschung ans dem zwei Meter tiefen Loche in bie Höhe zu kommen, Schmibt dagegen wurde -inGla von der stürzenden Mauer begraben und blieb auf \ stein, i

Hachborn (Kr. Marburg), 19. Sept. Am seines hiesigen Orte ereignete sich gestern mittag gegen 1 Uhr ein bedauerlicher Unglücksfall. Der Acker-' "