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2,50

Wöchentliche Beilagen! Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

. «aWMtion? Markt 21. Reaktion, Druck und Serlog von Joh. Auq. -Sch.

Zllustriertes SomitagSblatt.

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Wir bemerken noch, daß nahenden langen Winterabende spannenden Lesestoff bringen

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Unsere geehrten Abonnenten bei der Post machen wir daraus aufmerksam, daß ihnen die Zeitung i ur bis zum 30. September geliefert wird, wenn nicht vorher die Bestellung auf das vierte Quarta erneuert ist, wir ersuchen deshalb die Be-

»1 > .1 wir für die einen höchst werden und

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ober sich nur die Oberaufsicht der Gcschäfie Vorbe­halten. Der Norddeutschen Allgemeinen fällt es gar nicht ein, diese Ausführungen für Unwahrheit zu erklären, sie sagt vielmehr, dieselben rührten offen­bar von einer mit den Aufsagungen in Berün wohl vertrauten Seite her, nur denke man so wohl nicht in konservativen, sondern in liberalen Kreisen. In Berlin hat man aber weder in konservative, noch in liberalen Kreisen an so etwas gedacht; Ser beste Beweis dafür ist, daß der von der Norddeutschen wortgetreu wiedergegebene Brüsseler Artikel bisher von keinem einzige» deutschen Blatt beachtet worden >ist, obgleich er 'chon vor vier bis fünf Tagen er­schien. Kann man aber nun wirklich von einem in absehbarer Zeit bevorstehenden Rücktritt Fürst Bis­marcks sprechen? Wir glauben nicht. 'Immer deut­licher scheint es freilich werden zu wollen, daß der Reichskanzler nach den zahlreichen Aufregungen der letzten Zeit sich nach größerer Ruhe fehnt und geneigt ist, jüngeren Kräften einen guten Teil der Lasten züzuwälzen, die bisher auf ihm geruht. Kaiser Wilhelm II. ist ein energischer Regent, ein Monarch, der nicht nur Kaiser heißen, sondern auch Kaiser in der That fein will, der einen sehr scharfen, prak­tischen Blick besitzt und alle Personenfragen dem großen Ganzen unterordnet. Es ist ihm nicht leicht geworden, dem Grafen Mvltke die erbetene Dienst­entlassung zu erteilen, aber er hat sie vollzogen, weil er die Richtigkeit von Moltkes Gründen erfante.

Beim Fürsten Bismarck könn t nun solche Gründe in keinem Fall schon zur S, rache kommen, und der Kaiser selbst wird den Gedanken entschieden abweisen, jetzt den Staatsmann zu entbehren, der seinem Großvater und Vater mehr als ein treuer Diener gewesen. Über diese Gesinnung hat Wilhelm II. niemals einen Zweifel gelassen. Wir erinnern an seinen bekannten Toast zum letzten Geburtstag Fürst Bismarcks, an die großen Huldbezeugungen nach der Reichstagseröffnung und nach der Petersburger Reise. Unser Kaiser giebt seiner tiefinnersten Überzeugung einen sehr offenen Ausdruck, und somit kann über seine persönliche Freundschaft und Anhänglichkeit an den Fürsten Bismarck nicht der geringste Zweifel obwalten. Allerdings hat Kaiser Wilhelm II. zu einem Entlasiungsgesuch Fürst Bismarcks.. . nicht Niemals" bemerkt, aber Fürst Bismarck hatte keinen Anlaß zu einem Temissiousgesuch und wird ihn auch in Zukunft nicht so leicht finden. DieNordd. Allg Ztg." selbst hat ja vor einiger Zeit geschrieben, daß künftig an Hofintriguen nicht zu denken sei. Fürst Bismarck ist aber zweifellos ein sehr kluger

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unb ,b.

Deutsches Keich,

Berlin, 18. Sept. Die fürstlichen Gäste sind um 5$/* Uhr morgens mittelst Extrazuges nach dem Manöverfelde gereist. Der preußische Gesandte beim Vatikan Dr. v. Schlözer fährt heute, nach­mittags um 51/* Uhr, nach Friedrichsruh, dürfte dort einige Tage verweilen und sich dann nach Rom begeben. Ter Evangelische Bund hat aus dem Kaiserlichen Kabinett folgendes Antwortschreiben er­halten:Berlin, 6. Sept. 1888. Seine Majestät der Kaiser und König haben die Adresse der General­versammlung des Evangelischen Bundes zur Wahrung der deutsch-protestantischen Interessen vom 13. v. M. gerne entgegengenommen und lassen für den Aus­druck tiefsten Schmerzes über den Heimgang aller- höchstihren Herrn Vaters, des hochseligen Kaisers und Königs Friedrich, sowie für die damit ver­bundenen Heils- und Segenswünsche aus Anlaß der allerhöchsten Thronbesteigung herzlich danken. Die Bestrebungen des Bundes auf Erhaltung und Be­lebung echt evangeliichen Glaubens, auf Beseitigung des Parteihaders in der Kirche, auf Erbauung und Förderung des religiösen und kirchlichen Lebens auf dem Grunde des Bekenntnisses zu Gottes ewigem Wort und Christi alleinigem Mittleramte sind Seiner Majestät, gleichwie allerhöchstihrem Herrn Vater, durchaus wohlgefällig. Zugleich vertrauen Aller- höchstdieselben, daß der Bund bei seiner Thätigkeit in Wort und Schrift der gegnerischen Glaubens­überzeugung die Achtung nicht versagen unb die

Oberheffifche Zeitung

nebst Lreisbtatt

für die Kreise Marburg und Kirchhain

und

Illustriertes Sonirtagsblatt - um vollständige Exemplare zu erhalten vor dem 28. September bei den Postanstalten zu machen.

In Kirchhain nimmt Herr Buchbinder

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Mann, der deutlich erkennt, daß unter dem dreißig­jährigen Kaiser die Verhältnifie sich anders gestalten werden, als unter dem neunzigjährigen, und der auch an feine 74 Jahre denkt. Mvltke ist nicht eher aus dem Dienste geschieden, als bis er wußte, daß er entbehrlich war, und Fürst Bismarck wird nicht minder in jeder Weise Vorsorge für Ersatz­männer treffen? Es ist Der letzte Dienst, den er dem Vaterlande leisten kann. Es ist Hlso nicht an einen früher oder später bevorstehenden Rücktritt Fürst Bismarcks zu glauben, wohl aber haran, daß er sich, wenn auch nicht dem Namen, so doch der That nach, nnchr und mehr - von drückenden Amtsgeschäften befreien wird. Kaiser Wilhelm II hat in sehr kurzer Zeit sehr beträchtliche Reformen im Militärdienst durchgeführt; daß auch die Zivil­verwaltung nicht unberührt bleiben wird,-,läßt sich annehmen. Wir müssen abwarten, wie sich die Tinge gestalten werden. Es ändert. sich.vielleicht mehr, als wir heute denken.

(Nachdruck verboten.)

Priuxessi« Ealdhaar.

Roman von I. Steinmann.

(Fortsetzung.)

Unter derartigen Betrachtungen hatte er seinen Wagen bestiegen eine offene Kalesche. Es war ein prächtiger Spätsommertag nnd die Sonne brannte engend heiß vom wolkenlosen Himmel nieder. Der Weg über die Höhe, durch den prächtigen Buchenwald und dann durch die Eichen war darum nm so angenehmer em milder Luftzug kühlte dann und wann die beinahe unerträgliche Hitze des Tages.

_ Gras von der Zeche blickte sinnend in das faiben- glänzeude Laub hinein. Es war doch wunderbar chön in dem deutschen Walde, wo die Zweige uralter Bäume in einander griffen und sich zu einem schützen- ""Dach vereinten, während das Sonnenlicht in dem luftigen Grün auf- und niedertanzte. Die Käfer ummlen und in den Zweigen zwitscherten die Vögel ihr Lied. Von fern ließ die Elster ihr einförmiges Geschwätz hören; ihm klang eS in diesem Augenblick wie ein vertrauter Ton aus ferner, ferner Zeit. Es gehörte mit zu dem Kovcert, da? die Sanger des WaldeS Tag für Tag veranstalteten.

Plötzlich flog fine Wolke über feine Stirn.

Da war die Stille, wo er Aenitcheu L-inhard an >er Seite von Leo von Rabenau aus dem Waldes- dnnkel hatte hervortteten sehen. E, war ihm, als muffe er das bleiche, ersehnckte Gesicht noch einmal wieder erblicken wie an jenem, ach, so fernen Tage. Seinetwegen, so hatte ihm Leo vor seinem Verlassen der Heimat gesagt, seinetwegen hatte sie hr Leben aufS Spiel gesetzt. Vielleicht hätte eS damals noch in seiner Macht gelegen, sie sich zu ge­winnen oder war eS schon damals zu fpSt gewesen?

Graf Ernst fühlte, wie sich sein Herz schmerzlich i »fammenzog bei dieserFrage. Ach, nie, nie konnte iyhfe ; Lunde vernarben, wie niemals hie allmächtige Liebe,

Erscheint täglich nutzer an Werttagen nach toonn- und fllll . _____

Feiertagen. Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Eppe- bitten 2% Ml., bet den Postämtern 2 Ml- 50 Pfg. lexkl. ö"

taM,L'K"Donnerstag, 20. September 1888.

Pft. stehlt ild

Äindt Bestellungen entgegen undßhier in Marburg unsere Expedition.

19. November 1231) gab es Einsiedler bet Marburg, ein solcher war z. B. Graf Gottfried von Ziegenhain. Als sie einst auf dem Wege war, einen solchen zu b«suchen, M. Konrad von Marburg aber ihr durch einen Boten anbeuten ließ, umzukehren, sagte sie zu diesem: ,Es hat mit uns ungefähr dieselbe Bewandtnis wie mit einer Schildkröte, welche sich, sobald es regnet, in ihr Hans zurückziebt, ebenso gehorchen auch wir und treten von dem Wege ab, den wir zu betreten angef ingen hatten.-

Die fromme Sage bringt Überhaupt den Lahn, berg und befftn nächste Umgebung mit jener Heiligen in Verbindung. So liegt z. B. hinter dem Bahn­hofe links an dem zur Spiegelslust führenden soge­nannten Studentenpfade ein erratischer Block mit einer Vertiefung den Abdruck einer auf der Seite liegenden menschlichen Figur darstellend, welche von ihr herrühren soll. Ein zweiter Block liegt hinter d-m HansenhauS, oben auf dem Plateau des Lahn­berges, eine kurze Streck: rechts von der von Marburg nach Schröck führenden Straße entfernt, mit einer Vertiefung, einen Fußtapfen vorstellend, der St. Elisabethen Fußtrappe genannt wird. Mit diesem Steine soll eS folgende Bewandtnis haben: Elisabeth soll einst auf einer Wanderung durch den Lahnberg zu dem jenseits desselben dem Felsen entspringenden mch ihr benannten Elisabethbrunnett und zu der pater erwähnt werdenden nach ihr benannten Elisabeth- kapelle der wirkliche Name derselben ist heilige Kreuzkapelle von einem Wolfe verfolgt worden fein; glücklicherweise aber habe sie noch diesen Stein erreicht, sich von da ans den ihn mit seinen Aesten beschatteten Eichbaum geschwungen unb sich dadurch gerettet; vom heftigen Auftreten soll fie jene Spur int Stein znrückgelaffen haben. Das in der Ver­tiefung der Fußtrappe sich sammelnde Regenwaffer wird von Beiuchern als Schutzmittel gegen Augeu- kravkhetten benutzt.

n; (Schluß folgt.)

# verbringen, entweder bis zum Tode oder bis die Kirche ihm die Absolution spendete.

Der Einsiedel liegt diesstilS des Frauenberges, «S höchsten Gipfels im Lahngebirge. Die Wald- Wncbt wird von einem Fußpfade durchschnitten, der ton Marburg nach dem jenseits deS Frauenberges Wegenen Dorfe Beltershausen führt, in dessen Nähe «ri den Kapellhöfen M. Konrad von Marburg, Beicht- toter der h iligen Elisabeth, auf seiner Rückreise von Mainz nach Marburg am 30. Juli 1233 getötet *Brbe. Um baS Jahr 1250 brachten bie beutfdjen «über zu Marburg ben Morbplatz Konrads käuflich 6 sich und erbauten darüber zur Ehre der Jungfrau Mari«, der Schutzpatronin de« deutschen Ordens, N Kapelle, deren Rumpf vor 18 Jahren noch stand.

der abschüssigen Nordsette der Waldschlucht zeigt heute noch bie Stelle, wo bie Klause bes Ein «dlerS gestanden nnd bie Quelle, woraus er ge- *>nfen hat.

Schon det LeLzaikn^HhejUM Elisabeth (st den

daren dies solche Ehristen, welche sich entweder aus u freiem Antriebe von der Gesellschaft ihrer Mitchiisten teil, Mrückgezogen, um in der Einsamkeit durch Seien unb Saften eine höhere Heilig! it zu erlangen, ober solche, Selche in ihrem Leben eine böse That begangen, von Itr bie Obrigkeit keine Kenntnis bekommen hatte. Ewpsand nun der Thäter Reue über seine Thar und legte Reichte ab, so würbe ihm von seinem Beichtvater im Warnen ber Kirche als Sühne auferlegt, s-iu noch ttrigtS Leben als ein Trauernder in ber Einsamkeit

0ibn berg liegt eine Walbschlucht, welche in älteren ikunben Einfiebel, j tzt Eselsgrunb heißt. Der r izAirsprüngliche Name fcebeutet, baß in alten Zeiten hier Ansiedler ober Walbbrüber gewohnt Haven. Es

"t Unter Kaiser Friedrich ist sehr viel von einem I möglichen Rücktritt Fürst Bismarcks gesprochen, od-

Träumerisch haftete sein Blick auf ber Waldes- lichtnng. Es war ihm, als könne eS nicht anders ein, als muffe Aennchen im nächsten Moment aus bem schattigen Grün der Bäume hervortreien, wie die Sonne plötzlich hervortritt hinter dunklen Wolken, um alle -Schatten bannen. Thörichte, trügerische Hoffnung!

Als ber Wagen in den Schloßhof rollte, richtete Graf von der Zeche unwillkürlich seine Augen auf das Seitengebäuoe, auf das Fenster, wo er Aennchen oft hinter ihren Blumen gesehen hatte. £ie Vorhänge waren niedergelassen, die Fenster hatten ein ödes Aussehen, wenigstens für ihn, der wußte, daß nicht sie mehr hinter denselben waltete, auf die sich all fein Denken und Sinnen loncentrirte.

Der neu ernannte Förster wohnte unten im Dorfe. Warum? Es war dem Grafen ein peinigender Ge­danke gewesen, die Räume von anderen Menschen be­wohnt zu wiflen.

Sttll war es in dem Schlosse, sehr, sehr still. Schritt und Stimme hatten in der Vorhalle und von der Treppe wieder. Früher war es nicht aaderS ge­wesen und doch meinte er, diese Oede sei furchtbar. ES vergingen einige Tage, dis er sich daran ge­wöhnt hatte.

Er war am$ nach dem Dorfkirchhose gewesen, nm das Grab des alten treuen Mannes zu besuchen. Ec hatte e« mit Blumen bedeckt gesunder. Das ging von Aennchen ans. Sie konnte nicht an Stein und Denkmal denkst -r?.;ße hatte die Blumen stets so sehr geliebt 1

Er hatte Mch dem Tode deS Försters gefragt, wann er eiugefteten fei unb wann Fräulein Leinhard die Wohnung verloffen habe. Das war das erstemal, daß ber Name wieder über seine Lippen kam.

Nun erfuhr er alleS, M zu dem Moment, wo Aennchen itz -Kran von Groni gen« und Lev von MbenasS Begleitung da» Schloß verlassen hatte. Was dann weiter geschehen war, davon wußten die einfachen Leute uichkk md er wollte Mch nicht

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daraus sich ergebende Duldung nicht verleugnen werbe. Im allerhöchsten Auftrage beehre ich mich, dem Vorstände hiervon ergebenst Kenntnis zu geben. Der Geh. Kabinettsrat, Wirkl. Gch. Rat (gez.): v. Lucanns. An ben Vorstand des Evangelischen Bundes zur Wahrung der deuffch - proiestantischen Zotereffen, z. H. des Vorsitzenden Herrn Grafen von Wintzingerode Hochgeboren zu Merseburg." Das Programm für den Empfang Kaiser Wilhelms in Wien ist jetzt festgestellt. Der Kaiser kommt Mch eiHer. « zugehenden Wiener Drahtmeldung

8m 3. Oktober mittelst Hofzuges der Westbahn an und wird an der Landesgrenze vom Botschafter Punzen Reuß begrüßt. Die gesamte JnfaiNerie- garnison chird in den Straßen Spalier bilden. NachmsttagS findet in der Hofburg ein Galamahl, abends im Rittersale ein Hofkonzert statt, dessen Programm von auserlesenen Künstlern vorgetragen wirdnrmd sechs oder sieben Stücke umfaßt. Die Parade ber Wiener Garnison unterbleibt, weil ber Truppeustand wegen der zahlreichen Reservebeur-- täubungen um ein Drittel vermindert ist. Am zweiten Tage findet wieder ein Gastmahl, am Abend Thee bei bem Erzherzog Kail Ludwig statt. Am S. Oktober begeben sich bie Kaiser!. Majestäten in Begleitung des Kronprinzen Rubolf zu ben Hochwilb- jagd-en nach^Stciermarck. Anläßlich ber Anwesenheit Kaiser Wilhelms werden am Hofe sämtliche Erzherzöge versammelt sein. Es ist nunmehr bestimmt, daß ein österreichisches 'Geschwader den Kaller Wilhelm in Neapel am 10. Oktober begrüßen wird. Das­selbe wird vom Oberkommandanten der Marine, Admiral Sterneck, befehligt und besteht aus den KriegsschiffenKaM",Cuftozza",Lissa",Tegetthoff", Kaiser Max-,/den AvisosLeopard",Fasana" und einer Anzahl Torpedos. Erzherzog Stephan wird sich au Bord desKaiser Max" befinden. Das Programm ber Feste, welche die Stadt Rom dem Kaiser bereiten wird, ist bereits festgesetzt. In den kapitolinischen Palästen und dem Stadthause von Rom, die mit einander durch Arkadenbauten verbunden werden, findet ein Empfang statt, dann ein großes Konzert mit Fackelzug auf der Piazza del Popolo, dem Endpunkte des Korso, lieber dem Platze wird eine Estrade vom Monte Pineio bis zum Obelisk aufgerichtet werden, auf der sich die Plätze für die hohen Herrschaften und die Gäste befinden werden. Von einer Galavorstellung im Theater Argentina ist abgesehen worden aus Rücksicht auf die Trauer, in der sich der Kaiser noch befindet. Das großartigste Schauspiel wird bie Beleuchtung

An-eizen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte-, sowie b. Annoncen-Bureaur von Haasenstein und Vogler m Frankfurt a *_, Caffech Magdeburg u. Wien; Rudolf XXlll Moffe in Frankfurta. M.,Berlin,Münchenu. Köln; ®. 8.

Daube u.6o. in Frankfurt a.«., Berlin, Hannover. Vari«.

' km Blatte, welches sich selbst als Organ des Reichs- ld kanzlers bezeichnet, in ber Norbd. Allg. Ztg. Das Blatt publiziert wortgetreu den langen Artikel eines trüsseler Journals, welcher, unter voller Aner- linung der Verdienste Fürst Bismarcks, zu dem 3 Schluffe kommt, über kurz oder lang werde der lanzler doch entweder ganz und gar zurücktreten,

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-fuvhl derselbe wohl nicht einen Augenblick wirklich . m Frage stand, denn in der Battenbergischen Hei- »rlMli chtssrage entschied der Kaiser bekanntlich unverzüglich im Sinne des Fürsten und jetzt, unter Kaiser Wil- Helm II., wo ein Mensch an einen Kanzlerwechsel

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M [ Aus der Vorzeit.

t Der arme Henche von Mardorf, Achter Kaplan unb oberster Heiligenmeister zum heiligen Kreuz jenseits des Lahnb.rges, Bruder und Klausner.

Der Deserteur"

von Stanislaus Grat Grabowski.

Die Exped. der Oberh. Zeitung.

Kaiser Wilhetm II und Fürst Kismarck.