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Wöchentliche Beilagen: Kreis - Blatt für die Kreise Marburg und Kirchham. -

- Illustriertes Sonntagsblatt.

Exprd-tio»! Markt 21. Redaktion, Druck und Strlag «ob 3oh. lag. Koch.

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Saale des Königsschlosses statt. Nachmittags findet im hiesigen Palais des Regenten von Braun­schweig, des Prinzen Albrecht, ein größeres Diner statt, woran die hohen fürstlichen Gäste teilnehmen. Der Kaiser gedenkt sich morgen vormittag vom Manöverfelde nach Potsdam zu begeben, nachmittags in Berlin einzutreffen und am Galadiner im König­lichen Schloß teilzunehmen. Der König von Sachsen beabsichttgt heute Abend nach Dresden zurückzukehren. Die Ernennung des Herrn von Maltzahn zum Reichsschatzsekretär wird in den Berliner Blättern vorwiegend günstig besprochen. Selbst die freisinnige Voss. Ztg." schreibt: v. Maltzahn gehört seit längerem schon zu den Budget-Rednern seiner Fraktion und hat auch an den Kommisfionsarbeiten über Finanz- und Steuerfragen im Reichstage thätig teil- gmommen. Die Sachlichkeit seiner Ausführungen wurde meistens auch von Gegnern anerkannt. Welcher Maßstab hierin für die Befähigung des Genannten zur Leitung einer Zenttal - Finanzverwaltung mit ihren umfassenden technischen Anforderungen liegt, muß dahingestellt bleiben. Seine amtliche Laufbahn hat Freiherr v. Maltzahn als Regierungsreferendar in Coblenz und Stettin beschloffen; nach abgelegtem Afsessorexamen nahm er den Abschied, machte die Feldzüge in Böhmen und Frankreich mit und wid­mete sich seitdem der Landwirtschaft. In seiner parlamentarischen Thätigkeit hat er sich mit Vorliebe den finanziellen Gebieten zugeweudet und wenn die Nachricht von seiner Ernennung zum Reichs-Schatz­sekretär sich bestätigt, so werden diejenigen eines befferen belehrt sein, die etwa der Meinung waren, daß auch amtliche Praxis und geschäftliche Erfahrung zu den unerläßlichen Vorbedingungen eines Finanz­ministers gehören. Der nationalliberale Wahlauf­ruf ist soeben erschienen. Er verlangt die Reform der direkten Steuern, insbesondere der Gewerbesteuer, zur Entlastung der Gemeinden die Ueberweisung fester Beiträge anstatt die Zuweisung aus den Ge­treidezöllen, erweiterte Uebernahme der Schullasten durch den .Staat, Befreiung der Lehrer von den Witwenbeiträgeu, Ausdehnung des Eisenbahnnetzes, Förderung des gewerblichen Unterrichts, Schutz gegen Hochwasier, eine Landgemeindeordnung, die nicht in allen Einzelheiten überall gleich sein, wohl aber in den wichtigsten Grundlagen, Lastenverteilung 2c. gleichmäßig geregelt werden soll. Ferner verlangt der Aufruf ein Schulgesetz, Wegeordnungen und eine iieform des Armenwesens. Er enthält einen errt- chiedenen Protest gegen die Begründung einer hierarchischen Gewalt innerhalb der evangelischen

blau und nur einzelne Sterne blitzten hier und da auf, denn das Moudltcht ergoß sich mit durchdringender Klarheit über die ganze Umgebung.

Leo schlug eineu ihm bekaunteu, einsamen Spazier, weg ein, den er vor Jahren vorzugsweise gern be. sucht hatte und wo er, zu dieser Stunde schwerlich einem menschlichen Wesen begegnen würde. Lang­sam, in tiefem Sinnen verloren, schritt er vorwärts. Im Schatten der Baume war es tiefduukel und es war totenstill. Nur daS ferne Anschlägen des Wassers, ein monotones Geplätscher und das Geräusch seiner eigenen Schritte unterbrach das nächtliche Schweigen.

Die Stille that ihm wohl. Er glaubte, ihrer zu bedürfen, nm den Entschluß, der in ihm lebeudig ge­worden war, zu befestigen. ES war keine leichte Aufgabe, die er zu lösen gedachte, unbekümmert nm eine Zukunft, unbekümmert um das erträumte Glück, welches für ibn keines mehr war.

Er hatte Aenucheu Leinhard geliebt; er liebte fie noch. Wie heiß, er fühlte eS erst in diesem Sugen-

Aber sie liebte ihn nicht! Sie empfand nicht für ihn dir Gefühle, welche die Gattin dem Manne entgegenbringen muß. Barmherziger Himmel! Sie würde mit einer Lüge in die Ehe gehen, die stch früher oder später rächen mußte. Ihr Herz gebürte einem Anderen und es gab kein Mittel, eS vou ihm loszureißeu.

Das war eine bange Nacht. Als der Morgen anbrach, fand das dämmernde Tageslicht Acrwcheu u einem unruhigen Halbschlummer auf dem Sopha liegend. Ihre Wangen brannten fieberhaft, die Angen waren halb geöffnet. Aber sie schlief dennoch. Der Himmel schenkte ihr gnädig diesen Augenblick des Vergeffeus.

Als fie erwachte, war ihr Eins klar. Sie durfte Leo nichts verheimlichen; fie mußte ihm alles sagen, aber fie wollte ihr Wort nicht zurücktehrne», wenn er sie dennoch zum Weibe begehren sollte.

Nun erwartete sie beinahe mit Ungeduld sein Kommen. Sie hatte früh Toilette gemacht, um zu einem Empfange bereit zu fein und war bann in den (Sorten gegangen, nachdem sie Fran von Storung n gesagt, daß sie Leo in der Laube erwarten wollte, wo er fie gestern gesunden habe. Aeunchen mußte ich aber an diesem Morgen in der Geduld üben; die Mittagsstunde war schon vorüber, als sie ihn endlich kommen sah.

AeuuchenS Herz pochte in bangen, stürmischen Schlägen. Sie hatte die Kraft, Leo entgegenzugehm. Ein Blick in sein Gesicht konnte nur ihre Unruhe Der» mehren. Er sah furchtbar ernst an8 und, wie e* Aeunchen dünken wollte, sehr angegriffen.

Als fie ihm ihre Hand entgegenstreckte und ihn mit freundlichem Lächeln bewillkommnete, that er, als habe er die Hand nicht gesehen, sondern ließ fich ruhig an ihrer Seite nieder. Bei ihre« Audlick war hm für einen flüchtigen Moment der Mut verloren egangen, aber nun fühlte er ihn wieder wachsen; et

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blick, »IS er daran dachte, fie aufzugeben. Schlimmer aber, als dieser Gedanke, war ihm ein anderer: sie sein Weib zu nennen und nicht ihre Liebe zu besitzen, mtt einem heißen Herzen neben ihr herzugehen, die ihm nur Dankbar kett entgegenbringen konnte.

Dieser Gedanke schnürte ihm die Brust zusammen.

Leo von Rabenau hatte selbst nicht geglaubt, so ruhig und vernünftig denken zu können. Leiden- chastsloS gedachte er der Vergangenheit, prüfend und ondireud. Da war nicht ein Strohhalm, der ihm als ein Halt hätte erscheinen können.

Er war nicht ungerecht, ttotz des Gefühles von Bttterkett, das fich feiner bemächtigt hatte. Vielleicht war es ihr ehrlicher Wille, das ihm gegebene Wort zu halten und ihn glücklich zu machen; doch wenn auch, ihm war dieser Wille ein nichts.

Er dachte zurück an jene Zeit, wo er ein Gast auf Schloß Freiburg gewesen war. Sie hatte stch i >« kost und unfteuudlich gezeigt bi« zu dem Moment, als er ihr da« Leben gerettet. Dann erst war Ihr

(Nachdruck verboten.)

Prinzessin «st-haar.

Semen von I. Steinmann.

(Fortsetzung.)

Benehmen gegen ihn ein anderes geworden. Durfte es ihn befremden? Sie war ein reines, edles Gemüt: ie überwand ihre Abneigung, well fie fich zu Dank- >arkett verpflichtet fühlte. Damit hatte fich das Ver. hältnis anders gestaltet; es war ein freundschaftliches geworden, aber weiter auch nichts.

.Witter nichts", flüsterte er leise.

Ihre Briefe! Er hätte fie Wort für Wort wieder, holen können, so kühl, so klar, so rnhig freundlich. War er nicht ein Thor? Sie gab ihm an dem Sterbe- lager de» Onkels ihr Wort und fie würde es halten, aber er wollte fie freigeben I

@2 war ihm, als wende sich sein Herz in der Brust um. Sie freigeben? Sich losreißeu von Allem, was für ihn Glück bedeutete? War es denn möglich?

Er schauerte fröstelnd zusammen. Tief und schwer Mng fich der Atem aus seiner gemarterten Brust. Es mußte fein, um seines eigenen, nm ihres Friedens willen.

Leo von Rabenau hatte Aenucheu Leiuhard gegen* über niemals eine Spur von Stolz gezeigt, aber er war doch stolz und dieser Stolz war es vielleicht, der hm eingab, wie er handeln müsse. Lange genug, zu ange hatte er um sie geworben und fie verschmähte ihn. Es gab kein anderes Wort dafür.

Der Mond wandte fich zur Neige, als Leo vou Nabena» in fein Hotel zurückkehrte und fich zum Schlafen niederlegte. Er fühlte stch müde und er. ®°P[t und schlief bald ein, um erst zu erwachen, als die Sonne ihm ihre Strahlen in das Gesicht sandte.

Aeunchen Leinhard inbeffen hatte in dieser Nacht ein Auge geschlossen, sondern in qualvoller Angst und uruhe jeden Glockenschlag gezählt, der fie dem Morgen näherbrachte. Sie wußte, was Leo zu ihr geführt satte und fie sah nun die.Entscheidnng ihres SwicksalS o nahe gerückt. Sie fragte fich, warum fie dem Onkel nicht Widerstand geleistet und in demselben Moment hielt fie fich alle Vorzüge Leos vor und sagte ich, daß er der Mann sei, der eine Fran vollständia beglücken könvnnd et liebte fie so sehr!

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all-« (4897 ,1868),

Unsere geehrten Abonnenten fei der Post machen wir darauf aufmerksam, daß ifjnenl die Zeitung nur bis zum 30. September geliefert wird, wenn nicht vorher die Bestellung auf das vierte Quarta erneuert ist, wir ersuchen deshalb die Be­stellungen auf die

, Oberhessische Zeitung

nebst Kreisbtatt

fSr die Kreise Marburg und Kirchhain

und

Illustriertes Sonntagsblatt

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Was neue Lrerrier-lleglement für die Sri Infanterie,

Vl welches binnen kurzem in der ganzen Armee zur M Einführung gelangen wird, ist jetzt der Oeffentlich- " leit übergeben worden. In gereifter Beziehung bc- - deutet es eine Art Revolution im Militärwesen, aber

sei am Platze, so lehnte er die Trennung von dem Altgewohnten doch immer mit den Worten ab: Das mag mein Nachfolger einmal anders machen!" Seit der Einführung des Repetiergewehres bei der Infanterie ergab sich die Notwendigkeit einer Aende- rung des Dienstes von selbst. Der so total ver­änderten Waffe mußte auch bei der Ausbildung des Soldaten Rechnung getragen werden. Kaiser Friedrich gab den Befehl zur Umarbeitung des Exerzier- Reglements, und unter Kaiser Wilhelms II. thätiger Mitwirkung ist das Werk vollendet, das von allen Sachverständigen mustergiltig genannt wird, und die deutsche Armee den übrigen abermals einen Riesen­schritt vorausbringt. So giebt sich das Exerzier- Reglement als eine glückliche Verbindung der alt- preußischen Straffheit mit den Anforderungen des modernen Gefechts.Kriegsgemäß" soll künftig die Infanterie von vornherein erzogen werden; diese Forderung zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Reglement. Gleich die ersten Sätze geben die Anleitung für die Art und Weise, wie künftighin unsere Infanterie ausgebildet werden soll. Es heißt dort: ,,Das Exerzieren bezweckt Schulung und Vorbereitung der Führer und Mannschaften für den Krieg. Alle Hebungen müssen deshalb auf den Krieg berechnet sein. Die wichtigsten Anforderung aber, welche der Krieg stellt, sind: strengste Disziplin und Ordnung bei höchster Anspannung aller Kräfte. Diese Eigenschaften der Truppe so anzuerziehen, daß sie ihr zur anderen Natur werden, ist ein Haupt­zweck aller Hebungen auf dem Exerzierplatz wie tm Gelände. Im Kriege verspricht nur Einfaches Erfolg. Es handelt sich daher nur um die Er­lernung und Anwendung weniger einfacher Formen, welche aber mit Straffheit eingeübt und mit voller Sicherheit beherrscht werden müssen. Die Vor­schriften des Reglements geben hierfür allein die Norm; sie sind ihrem Geiste und Wortlaut nach für Krieg und Frieden unbedingt verbindlich. Alle Künsteleien sind untersagt." Das Reglement zerfällt in drei Teile. Der erste (Schule genannt) behandelt die Einzel­ausbildung, von den Griffen sindGewehr auf undFaßt das Gewehr an in Wegfall gekommen, den Zug, die Kompagnie, das Bataillion, das Re­giment, die Brigade. Das Bataillon und dessen Ausbildung bildet die Grundlage für die Gefechts­führung. Die Linienformation ist beseitigt, und kennt das Bataillon fortan nur noch drei Grundformen. Es steht entweder in Doppelkolonne, der alten Kolonne nach der Mitte entsprechend, in Tiefkolonne, bte vier Kompagnieen in Kompagniekolonnen neben.

In Kirchhain nimmt Herr Buchbinder Rindt Bestellungen entgegen und hier in Marburg unsere Expedition.

Wir bemerken noch, daß wir für die nahenden langen Winterabende einen Höcht spannenden Lesestoff bringen werden un> zwar zunächst die Novelle

Der Deserteur"

von Stanislaus Graf Grabowski.

Die Exped. der Oberh. Zeitung.

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Warum haben Sie uu» nicht benachrichtigt?" s «hr fie fort. »Wir würden uns auf den Empfang ;orbereitet haben, und Frau vou Groningen hätte Ich sehr gefreut. Sie liebt Sie so sehr. Mich aber haben Sie ganz glücklich gemacht durch die Gesell- Haft dieser liebenswüidigen Dame. Sie ist uach «er Sette hin ein Muster weiblicher Vollkommeu- M Waren Sie schon länger da?"

Ich bin soeben angekommen.'

.So haben Sie Frau vou Groningen wohl kaum °^üßt? Wie ungerecht! Sie wird deshalb mtt Hu- Kduld unsere Rückkehr ermatten.'

Sie kehrten zusammen nach der Billa zurück.

, Frau von Groningen war überrascht, als fie Beide «wmen sah und fie bettachtete diese Thatsache als W Bestätigung ihrer Befürchtungen. Leo vou Wenau sah auch keineswegs besonders glücklich und ftiebigt ans. Er war sehr schweigsam und man Wfte eS ihm an, daß er eifrig bemüht war, seine Mere Stimmung zu verbergen. Auch Aeunchen »ar Wbig, ttotz ihres Bestrebens, die Umuhe und Herzens- ^ist, welche fie peinigten, zu verbergen.

, Leo mahnte frühzeitig zum Aufbruch. Er hatte a* Bedürfnis des Alleinseins, mn stch mit seinen dkdauken zurecht zu finden.

Rach einem flüchtigen Abschttd verließ er die Billa, sogleich in sei« Hotel znrückzukehren.

Die Lust v« »eich und mild, der Himmel tief*

um vollständige Exemplare zu erhalten vor dem 28. September bei den Postanstalten -S. zu machen.

»njeiflen nimmt entgegen die Expedition d. Watte», sowie d. Aimonren-Bureanx von Haasenstein und Bögler in Frankfurt - *------ - - -

Stoffe tu Ara Daube u. I

W i «ne solche von eminent praktilcher Bedeutung. Unter Kaiser Wilhelm I. ist im Speziellen den preußischen -Truppen der Vorwurf gemacht, sie würden viel zu Sehr für den Paradeplatz ausgebildet; ein gelungener ) 1 Parademarsch sei die höchste militärische Leistung

r. Heiz« iw Frieden. Daß dieser letztere Vorwurf ungerecht- ;at gcrl'fertigt war, weiß Jedermann, doch ist es Thatsache, Coattrkß der alte Herr sehr großes Gewicht auf die rebigEMrademäßige Ausbildung legte. Wilhelm I. hing aus zllIlm den Traditionen der früheren Jahre, und wenn (5497xtr sich auch manchmal sagen mußte, eine Reform

Erscheint täglich außer an Werktage» nach Sonn- und ...

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"finÄÄ M. Ä'm"' ** Dienstag, 18. September 1888.

einander. Die Kompagniekolonne besteht aus drei zweigliedrigen Zügen und ist fortan die Grundform für alle Bewegungen, welche Gefechtszwecken dienen. Für die Kompagnie ist das Karree geblieben, für das Bataillon weggefallen. Alle Formen der Schule sind einfach, und darin liegt insofern eine große Bedeutung, als auch die Reserven und Landwehr­leute binnen kürzester Frist sich in die Vorschriften emleben können. Wer also darauf spekuliert, daß die Schlagfertigkeit des deutschen Heeres durch Ein­führung des neuen Reglements vorübergehend ge­stört werde, der irrt sich gewaltig. Der zweite Teil behandelt das Gefecht in folgenden Abschnitten: Ein­leitung, Bedeutung des Exerzierplatzes, zerstreute und geschloffene Ordnung, das Schützengefecht, Ver­halten gegenüber den verschiedenen Waffen, Benutzung des Schanzzeuges, Verhalten der Führer und Sol­daten im Gefecht, Ausdehnung der Gliederung, An­griff und Verteidigung. Es folgt dann das Ge­fecht der Truppenverbände (Kompagnie, Bataillon, Regiment, Brigade) mit Schlußbemerkungen, deren Schlußsatz besonders markant ist und lautet:Das Reglement erschöpft die taktischen Lehren nicht, es beschränkt sie auf grundlegende Gesetze. Die Aus­bildung ist aber nach den Grundsätzen des Regle­ments richtig erfolgt; wenn sie das kann, was der Krieg erfordert, und wenn sie auf dem Gefechtsfelde nichts von dem wieder abzustteiftn hat, was sie auf dem Exerzierplätze erlernte. Der dritte Teil be­handelt die Parade, Abholen der Fahnen, die Sig­nale. Das ist das neue Reglement. Seine An­nahme ist erst nach den genauesten Erwägungen und praktischen Proben erfolgt, und allenthalben hat es fich bewährt. Die deutsche Armee gewinnt dadurch erhöhte Kraft und Schlagfertigkeit für die Zeit, für welche sie ausgebildet wird, für den Krieg. Wir hoffen aber zuversichtlich, daß alle diese großartigen Fortschritte im Militärwesen nur die Folge haben werden, den nächsten Krieg immer mehr hinaus­zuschieben.

Deutsches Reich.

Berlin, 15. Sept. Auf Befehl des Kaisers indet morgen in Müncheberg ein Feldgottesdienst fir die daselbst fantonierenben Truppen statt. Der König von Sachsen ist mtt dem Erzherzoge Albrecht, dem Großfürsten Nikolaus, den Prinzen von Baiern und den übrigen Fürstlichkeiten bereits um 6/« Hhr mittelst Sonderzuges nach dem Manöoer- elde abgerefft. Zu Ehren der fürstlichen Gäste findet morgen ein großes Galadiner tm Weißen

Er gab ihr nicht sogleich eine Antwort. Da war Weber die Dankbarkeit und er fand nicht den Mut, »etter zu fragen, obgleich er fest entschlossen gewesen »ar, auf einmal der ganzen peinigenden Huruhe ein w «de zu machen. Sie machte eS wie immer. Sie ZT? von dem Gebiet fern, das er so gern be. t Ver« chhrt hätte.