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Bochknmche Beüagen: Kreis-Blatt W dir Steife Marburg UM Kirchham. - Illustriertes Sonntaasblatt.
Expedition- Markt 21. — Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Lag. Koch. *
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M 213.
Erscheint tätlich außer an Werktagen nach bonn- und Feiertagen. - Ouartal-Abonnements-Preis bei der Expedition 2*/« SJtt, bei den Postämtern 2 Ml. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zelle 10 Mg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
Marburg,
Sonntag, 9. September 1888.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d Blatte», sowie d. Annoncen-Bnreaux von Haasenstein und Bögler ™ Jahrgang.
Daube u. To. in Frankfutt a. M., Berlin, Hannover. Pari».
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„Allerdings.*
„Und Fräulein Aeunchen?
er giebt ihnen die Zeit. Darauf bauen wir »erschütterlich jetzt und zu allen Zeiten.
,O, was das aubelangt, so kann niemand schwer dadurch betroffen werden. Wer ist der Schuldige? Zunächst die Zigeunerin, indirekt Wolf von Lorneck,
„Wie nahm sie die Nachricht auf?*
„Sie könnten sie selbst darum befragen. Sie war nicht sehr von dem veränderten Glücksumstande erbaut. Von dem Wert dcS Geldes 6al sie leine Ahnung und eine angesehene Stellung würde sie, als Ihre Gemahlin, ohnehin in der Welt eingenommen haben.*
Leo von Rabenau war ernst geworden. Einen Moment hatte es den Anschein, als ob es zornig in ihm aufflammen wollte.
»Sie täuschen sich, Herr Graf. Dem jungen Mädchen liegt jede Berechnung fern. Sie hat niemals den Wunsch gehabt, sich eine Stellung zu erringen.*
„Ich habe Sie nicht verletzen wollen, Herr von Rabenau. Ich bin fest von dem edlen, Hebens» würdigen Charakter der jungen Dame überzeugt.'
„Sie vor allen Dingen haben Grund dazu.* „Wie meinen Sie dar?'
„O, ich denke, wenn jemand Ihnen zweimal
vor. Die Räuberplage in Bulgarien scheint infolge des energischen Auftretens der Regierung erheblich nachgelassen zu haben.
glänzende Huldigungen dargebracht worden, wie selbst sein Großvater nicht erlebt hat. Aller dieser , Glanz hat aber den Monarchen nicht einnehmen : können, er ist derselbe schlichte und praktische Mann : geblieben, als der er von jeher bekannt war. Eine : wahre Herzensfreude wird es dem Kaiser gewesen i sein, seine Zustimmung zur Verlobung seiner Schwester i Sophie mit dem Kronprinzen von Griechenland geben . zu können. Fürstcntöchter dürfen nur selten ver- : hältnismäßig ihren Hcrzensneigungen folgen, die Politik macht gebieterische Rechte über sie geltend, 1 um so freudiger wird es aber auch begrüßt, wenn ein junges Paar ohne alles zu thun zum wahren ; Hcrzensbunde sich vereinigt. Das ist hier der Fall, und innige Glückwünsche folgen den beiden jungen Fürstenkindern auf ihrem Lebenswege. Noch vor Schluß der Woche hat der Kaiser den Manövern bei Posen beigewohnt.
Die Politik hat fortgesetzt Ferien, es ist überall totenstill. Crispi's Reise nach Friedrichsruhe und Eger ist wohl hin und wieder noch besprochen, aber das Interesse dafür stumpft doch allmählich ab, denn es vermag ja doch niemand etwas anderes zu sagen, als daß die Reise des italienischen Staatsmannes nichts anderem galt, als der Erhaltung des Friedens. Die Befürchtungen, welche hier und da aus Anlaß der italienisch-französischen Flottenansammlungen im Mittelmeer laut wurden, sind völlig geschwunden, denn nicht nur sind die französischen Schiffe wieder in die heimischen Häfen zurückgekehrt, auch der Ministerpräsident Floquet hat Veranlassung genommen, in einer Bankettrede zu Toulon zu erklären, daß Frankreich nach wie vor den Frieden wolle und die Flottenausrüstung nur einen Uebungszweck gehabt habe. Fürst Bismarck verweilt noch in Friedrichsruhe. Bon seiner Gesundheit und guten Laune zeugen die häufigen Begegnungen mit Touristen und seine humorvollen Acußerungen. Gegen Ende des Monats, ehe der Kaiser seine große Reise nach dem Süden antritt, will sich der Kanzler über Berlin nach Varzin begeben. Tort erst, auf seinem pommerschen Gute, wird er den Besuch des österreichischen Ministers Grafen Kalnoky empfangen.
In Paris beschäftigte man sich am meisten damit, zu raten, wo eigentlich der General Boulanger tccke und das Geheimnis ist auch bis heute noch nicht geklärt. In Paris ist der General nicht, er , ist fortgereift. Bald sagt man, er fei in Deutsch- land, bald in Rußland, dann in Schweden, während : seine Anhänger behaupten, er habe Frankreich über- !
: haript nicht verlassen, sondern stecke unfern von ■ Paris in einem stillen Orte. Von allem steht aber nur eins fest, daß die Behauptung, der General : wolle den Fürsten Bismarck in Friedrichsruhe be- ; suchen, ein Märchen war. Die Angelegenheit des Böttchers Garnier, welcher in der deutschen Bot- ' schäft zu Paris mehrere Schüsse abgab, ist noch nicht ; definitiv entschieden. Zweifellos ist, daß Garnier durch die Deutschenhetze in Pariser Blättern i u dem • Streich getrieben ist. Wahrscheinlich ist es, daß der
Vorfall durch die Verrückterklärung des Garnier ■ leinen Abschluß erhält. Der in Nizza als angeblicher Spion verhaftete Deutsche Fritz von Hohenburg wird dort noch immer festgehalten. Beweisen kann man ihm zwar nichts, aber es soll partout versucht werden, aus ihm einen deutschen Spion zu stempeln, denn bis heut ist es trotz aller Mühe bekanntlich nicht gelungen, einen zu fangen.
König Humbert von Italien hat mit Gemahlin und Sohn den großen Manövern in der Romagna beigewohnt, und ist von der Bevölkerung, die als sehr republikanisch bisher galt, begeistert empfangen »or&en. Die Reife bedeutet somit zugleich einen wichtigen politischen Erfolg. Der Massauastreit zwischen Italien und Frankreich darf vor der Hand nun endlich als beseitigt gelten. Auf die letzte französische Note, in welcher alle die bekannten Ausführungen zum Überdruß noch einmal wiederholt werden, wird von Italien aus gar nicht geantwortet, weil eine solche Erwiderung keinen Zweck hätte, und damit ist die langweilige Geschichte nun endlich aus der Welt geschafft.
Kaiser Alexander von Rußland hat mit seiner ganzen Familie die schon lange geplante Reise nach Südrußland und dem Kaukasus angetreten, natürlich unter den üblichen Vorsichtsmaßregeln. Die Abwesenheit von Petersburg wird etwa zwei Monate dauern und während dieser Zeit ist also auch kein Schritt Rußlands in der auswärtigen Politik zu erwarten. Die Reise der Czarin nach Gmunden hatte mit der Politik nicht das Geringste zu thun; die hohe Frau wollte nur ihre Schwestern besuchen, mit benen sie sonst alljährlich in Kopenhagen zusammen- zutreffen pflegte, und da die dänische Reise unterbleibt, fuhr sie eben nach Gmunden. Weiter hatte die Reise keinen Zweck. Der Kaiser von Oesterreich hatte sich nach Pisek zur Abhaltung der österreichischen Kaisermanöver begeben. Ein plötzlich hereinbrechendes Hochwasser machte indessen die Manöver unmöglich und der Kaiser kehrte bald nach Wien zurück. Von der Balkanhalbinsel liegt nicht das geringste Neue
Ergreifend wie das Mahnwort eines greifen, um seine Familie besorgten Vaters klingen die Aufzeichnungen Kaiser Wilhelms I, welche sein Enkel am Tauftage seines jüngsten Sohnes hat veröffentlichen lassen. Sie ergänzen und vervollständigen das ehrwürdige Bild des Begründers des Deutschen Reiches und Vaters seines Volkes, den schlichten, pflichttreuen, wahrhaft frommen und charakterfesten Mann. Der erste Kaiser des neuerrichteten Deutschen Reiches wird allen Bürgern desselben stets das erste Vorbild für alle deutschen Tugenden sein, das Vorbild eines echten Mannes. Die Veröffentlichung
lich fein müssen, wäre er minder dadurch erregt woideu.
„Glauben Sie, lieber Graf, daß Fräulein Aeunchen auch in diesem Moment die Berechnende gewesen ist?* ragte er endlich, das Schweigen brechend. „Sie hatte keine Ahnung, daß ich in der Nähe war und eine halbe Minute später würde der Mörder sein Werk beendet haben.'
Der Graf schauderte fröstelnd zusammen.
„Ich wundere mich unter diesen Umständen allerdings nicht, daß Sie einen so raschen Sieg erfochten habe»', sagte er endlich mit einem Versuch zu einem Lächeln, aber seine Stimme hatte einen hohlen, blechernen Klang.
Herr von Rabenau sah den Grafen nicht wenig erstaunt an. Kein Wort des Schreckens war seinen Lippen entschlüpft, kein Wort der Anerkennung kam aus seinem Munde. Das war ihm doch auffallend. Es mußte zwischen Beiden irgend etwas vorgefallen ein, denn in der ersten Zeit seines Hierseins hatte Leo von Rabenau wiederholt die »emeilnng zu machen geglaubt, daß des Grafen Augen oftmals mit mehr als gewöhnlichem Jnterefle auf Aeunchen geruht und er überhaupt bet allen Gesprächen, in welchen ihrer Erwähnung geschah, ein aufmerksamer Zuhörer gewesen war.
Erst nach einer geraumen Weile, während welcher die Unterhaltung wiederholt ins Stocken geraten war, schien der Graf gleichsam aus einem Traum zu erwachen.
„Ich dachte darüber noch, Herr von Rabenau*, begann er die Unterhaltung wieder, „der Sie doch demnächst in engere Beziehungen zu der Familie des Grafen von Dorneck treten werden, so würde es am Ende nicht unangebracht sein, wenn Sie die Angelegenheit in die Hand nehmen und regnlirten, da ich dem Förster )as Versprechen gegeben habe, ihn nicht damit zu ehelligeu. Ich möchte so schnell als möglich meine äugst geplante Reise nach Egypten «treten und wenn ch die Sache recht betrachte, so habe ich nichts mehr
der längst zu den Tobten zählt. Und das Vermöge»? Ich hoffe nicht, daß jemand de» Mut haben wird, zu sagen Graf von der Zeche habe feine Gattin um ihres Reichthums willen erwählt.*
Nun erst schien Leo von Rabenau zur vollen Er» kenMnis von der Wichtigkeit des Ereignisses für Aennchen und seine Person zu gelangen. Tausenderlei Gedanke» stürmten auf ihn ein. ES würde,unter allen Umständen erfreulicher sein, ein Freifräulein boa Dorneck zu heiraten, als die Förstersnichte von Freiburg, Aeunchen Leinhard, aber — würde Wechsel nicht auch einen unheilvollen Einfluß seine Wünsche und Hoffnungen haben können?
„Weiß der Förster alles?*
„Freifräulein von Dorueck*, warf der Graf und wieder machte sich die Härte in dem Tone seiner Stimme bemerkbar.
Deutsches Reich.
Berlin, 7. Sept. Die Angaben, welche von einer Vermehrung der Flotte in Verbindung mit dem Baue des Nordostfeekanals wissen wollen, werden von der „Nationalzeitung" als zutreffend bezeichnet. — Nach dem „Militärwochenblatt" wird der Chef des Jngenieurkorps und Generalinspekteur der Festungen, General v. Stichle, auf sein Ansuchen unter Belassung auf seinem Posten als Generaladjutant mit Pension zur Disposition gestellt und General Golz mit der Wahrnehmung der Geschäfte der Generalinspektion des Ingenieur- und Pionier- Korps und der Festungen beauftragt. — Daß unsere subventionierten überseeischen Dampferlinien sich in überraschend kurzer Zeit zu einem nicht nur geachteten, sondern auch gefürchteten Machtfaktor in der Konkurrenz um den Weltmarkt aufgeschwungen haben, dafür mangelt es nicht an beweiskräftigen Thatsachen. Hierhin dürste auch die Aufregung zu rechnen sein, welche das Gerücht, der Norddeutsche Lloyd werde an Stelle der Oceanic Steamship Co. den Transport der Post zwischen San Francisco und Sydney übernehmen, seine Dampfer in Honolulu anlaufen lassen und auch den Verkehr mit Samoa besorgen, in den Schiffahrts- und Handelskreisen jenes größten amerikanischen Emporiums an der Küste der Pacific hervorgerufen hat. San Franciscoer Blätter wollen wissen, daß das deuffche Konsultat daselbst bereits vor einigen Monaten den Auftrag erhalten habe, über die Ausführbarkeit des Projekts tefp. über die muthmaßlichcn Aussichten auf dessen Erfolg zu berichten. Die Kaufmannschaft und die Rheder San Franciscos seien durchaus nicht erbaut über diesen Plan und empfinden es, daß der Kongreß es verabsäumte, die Beförderung der Post zwischen Australien und den Vereinigten Staaten durch eine amerikanische Dampfschiffgesell- schast zu ermöglichen. Die Subsidien, welche jetzt von den australischen Kolonien der Oceanic - Linie gezahlt werden, würden eventuell wahrscheinlich auf den Norddeutschen Lloyd übergehen. Was die San Franciscoer Kaufleute besonders fürchten, sei die Verbindung, welche durch die neue Linie des Norddeutschen Lloyds zwischen den Sandwichs - Inseln und Deutschland hergestellt werden würde und die dadurch geschaffene Konkurrenz. — In unserer Stadt wird am 26. und 27. September die 6. Haupt-
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ba8 2eben und obendrein Ihr Eigeuthum gerettet hat —*
„Ich verstehe Sie nicht, Herr von Rabenaul'
„Ja, ich vergaß — Sie wisse» wohl nickt einmal, welch ei» tapferes, mutiges Herz die kleine Nichte des Försters besitzt? Und doch hötte sie, um Haares Breite, Ihretwegen ihr junges Lebe» eingebüßt. Ja, sehen Sie mich nur erstaunt an. Es ist die Wahrhett. Wen» sie mir nicht verboten hätte, Ihnen davon zu sagen —*
Graf von der Zeche war den Worten seines Gastes mit beinahe atemloser Spannung gefolgt. Was be- deutete das alles?
„Herr von Rabenau', sagte er jetzt, als dieser schwieg, „ich hoffe, Sie werden mich nicht neugierig machen und mir daun die Lösung versagen. Was ist geschehe»? Sie sehe», ich zittere vor Aufregung bei dem bloßen Gedanken, daß etwas so Furchtbares hätte geschehen könne».'
Herr von Rabenau ließ sich nicht lange nötigen. Es brannte ihm gleichsam auf der Seele, Aennchens gute Eigenschaften in ein möglichst gutes Licht zu stellen, da Gras von der Zeche einen Zweifel daran hatte laut werden lassen. Dieser saß und lauschte den Worten des Sprechers mit der gespanntesten Aufmerksamkeit und wäre Leo von Rabenau nicht so ganz mit sich selbst beschäftigt gewesen, er hätte sehe» muffen, in welcher furchtbaren Aufregung sich sein Gegenüber befand. Des Grafen Gesicht war totenbleich, seine Hände zitterte» nervös und seine Zähne preßten sich fest in die Unterlippe.
Erst als Leo von Rabenau alles lebhaft geschildert hatte, von dem Moment au, wo er Aennchens Schrei im Walde gehört, bis zu jenem Augenblick, wo sie durch ihre Befonueuheit Schloß Freiburg und seine Bewohner vor einem großen'Unheil bewahrt hatte, der Graf aber immer noch schweigend vor sich »iederblickte, wurde er auhnerkfam. Dennoch fand er es nicht befremdlich, daß die Mitteilung den Grafen so sehr erschütterte; er hätte ja unempfind-
fferei ^dckorps -ihm und seinen hohen Gästen, den Cassel ^igcn von Sachsen und Schweden gebracht. Zum wegen kstenmale seit seinem Regierungsantritt veranstaltete kauft ier Kaiser ein solches militärisches Schauspiel, und ; vor-" e Bevölkerung hat bewiesen, daß sie dem jungen sänger barchen unvermindert dieselben Sympathieen - ■ _ lügcgenbringt, wie seinen Vorgängern. Ganz be- mdcrs hat der Kaiser die zahllose Menschenmenge »durch gewonnen, daß er schon am frühen Morgen
1 fe jeder andere Offizier auf das Paradefeld hinaus-
1 vrschierte und selbst die Aufstellung der Truppen Lahn- jjete. Darin liegt die alte hohenzollernsche Pflicht- eue, das unermüdliche Bestreben, nicht nur dem - _ amen nach, sondern auch in der That der oberste
chnen, riegsherr zu sein. Kaiser Wilhelm II. sind seit i, bi» her Thronbesteigung zu wiederholten Malen so
In glänzender Weife, im Beisein zahlreicher Leute ürstlichkeiten hat Kaiser Wilhelm II. die Taufe , Cj» wes jüngsten Sohnes Oskar im Potsdamer Stadt-
— - »Herr von Rabenau, nicht wahr, die Gerüchte, mit! über die Herkunft des Försters und feiner
trten» tm Umlauf waren, sind Ihnen nicht fremd
Eröffnungen.
Noch an_ demselben Abend hatte Graf von der
(Nachdruck verboten.)
Prinzessin Got-haar.
Roman von I. Steinmann.
(Fortsetzung.)
15. Kapitel.
dieser Aufzeichnungen erfolgte gerade zur rechten Zeit, i zum Sedantage, der unbeirrt durch die Jahre hindurch sich seinen Charakter als Nationalfesttag be- J wahrt hat. Die Blicke der deutschen Nation lenken f sich alljährlich am 2. September zurück auf jene f Mvße Zeit, in welcher alle Herzen nur der eine i Gedanke erfüllte an das Vaterland und an den \ Sieg unserer tapferen Krieger. Zum Beginn dieses Jahres wußten wir nicht, ob wir den Sedan 1888 i in tiefstem Frieden und ohne Sorge begehen würden, f ßrsreulicherweise war das der Fall, wenn auch eine siillc Wehmut uns ergriff beim Angedenken an die dahingeschiedenen Helden. Indessen, schieden auch die Starken und Großen von uns, würdige Nach-
8eei» che eine längere Unterredung mit Leo von Rabenau, n der «fer war nicht wenig erstaunt, als sein Gastgeber, fft zu F® erste» Male seit beS Gastes Anwesenheit, zu ihm Erp. ?bas Gemach trat.
» der 5361
ver- 5362 c. 13.
Erde chkeit,
Sache würbe ein ungeheueres Aufsehen und — das bedeutende Vermögen —•
rneb. gewiß nicht', entgegnete der junge Manu hundert. „Ich habe denselben aber nicht die ge, Ui-Wichtigkeit beigemeffen. Sollte dennoch etwas daer- «ihres daran sein?'
ist nicht allein etwas Wahres daran, sondern peise- Allein Leinhard ist in der Thal die Urenkelin Wolf Zeller, Doinecks unb es gibt keine Macht der Welt, die auch lwb”l£ittf unb die Reichthümer eines Freifräuleins er zu ^J?otne<f streitig machen könnte.*
)04st Tu Mitteilung war eine so ungeheuerliche, baß —- öo» Rabenau nicht einmal im Staube war, sie
r y 1 reffen.
»Aber Ihre verstorbene Gemahlin, Herr Graf—'
^.»Die Aermste! Friebe sei ihrer Asche! Sie hat imer. am Meisten durch das Verhängnis, das sie be« und 1/?' ßu leiden gehabt, aber sie selbst hat mir die vom MSmiüel, beS Försters unb seiner Nichte Anrechte r zu . machen, in bie Hände gegeben und eS ist : -Wie, daß das begangene Unrecht gesühnt werde.' । von Rabenau schaute noch immer ungläubig