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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg M Kirchham. - . Mustriettrs Sonntaasblatt.

Expedition Markt 21. Redaktion, Druck mrd Berlag von Ioh. Luq. Koch. ' J

Feiertagen. - Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Expe«

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dition 21/. Mk., bei den Postämtern 2äRt 50 Pfg. (extl. |ott^ b^iwnccn ^rreaux von Haasenstem und Bögler <_

Sonnabend, 8. September 1888. Äi&ÄÄfSÄ'SS OT

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n Herz, rs 8 Leben

Kaiser Wilhelm I.

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Aus den jüngst veröffentlichten Aufzeichnungen Kaiser Wilhelms I. treten die hervorragenden Cha­raktereigenschaften dieses großen Herrschers klar und scharf hervor. Die selbst bei den größten Erfolgen glcichbleibende Bescheidenheit, welche in erster Linie Gott die Ehre giebt, die unerschütterliche Pflichttreue, welche den Kaiser nicht an den eigenen Ruhm, son­dern allein an die Größe und Festigkeit Deutschlands

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gesucht.

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Zarten Werten

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dadurch abzutragen, daß sie das volle Maß jener Liebe und Verehrung auf Kaiser Wilhelm II., seinen T 8 würdigen Enkel übertragt.

und Preußens denken ließ, das feste Vertrauen zu Gott und seinem Volke, das selbst die schwere Prü­fung des Jahres 1878 nicht zu erschüttern vermochte!

Wäre die Liebe und Verehrung, welche das deutsche Volk in allen Teilen für den Begründer seiner Einheit, für den ersten Kaiser aus dem Hohen- zollernhause hegt, der Steigerung fähig, fürwahr, jene Aufzeichnungen hätten eine solche bewirken müssen. Ist aber eine Steigerung dieser Gefühle nicht denk- elegene dar, so ist es der Nation doch möglich, die Schuld rn mit des Dankes gegenüber ihrem greisen Heldenkaiser

Soll freilich der Dank Wert haben, so wird sich

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1. Oft.

unser Volk nicht damit begnügen dürfen, Liebe und Verehrung gegen seinen Herrscher im Herzen zu fühlen und diesen Gefühlen in stürmischen Ovationen be-

zt die [5110 che an )ktober

reiten Ausdruck zu geben. Wer wirklich dem Kaiser Wilhelm I. würdig sich dankbar erweisen will, der wird vor allem auch die Liebe und Verehrung in dem Geiste Kaiser Wilhelms bethätigen muffen. Er wird sich von der hohen Vaterlandsliebe durchdringen assen, welche unzugänglich macht-für die Ver­lockungen und Verheißungen der Demokratie, der bürgerlichen wie der sozialen; er wird die treue Hingabe an Kaiser und Reich als seine hehrste Pflicht «kennen und sich weder durch schöne Redensarten [5214 »och durch Drohungen davon abwendig machen

31. 1

Oberst- vohnte t ver­

letzend dffsen. Er wird endlich aber auch das volle Ver- talkon^ Er°uen, welches Kaiser Wilhelm I. in sein Volk setzte, flvden« vergelten, indem er dem Kaiser und der Regierung ist an !°$ nämliche Vertrauen entgegenbringt und, wo immer r auch $ ihm die Gelegenheit dazu bietet, in Belhätigung öeses Vertrauens den Männern seine Stimme zu- 14. wnben, welche die Regierung des, Kaisers zu unter« ietben $$en ^CTElt sind. Das ist die echte und rechte ' Itt, dem Gründer des deutschen Reiches zu danken.

* ^inen Nachfolger enthusiastisch begrüßen, dann ich 61, fer sozialdemokratisch, fortschrittlich ober wölfisch |t vom u wählen, das hieße, dem Geiste und Sinne der

i.

Aufzeichnungen Kaiser Wilhelm I. direkt zuwider­handeln.

W Imtgcrechen.

In Böhmen hat eine ursprünglich kleine Be­wegung, die der sogenannten Jungczechen, in letzter Zeit einen ganz gewaltigen Aufschwung genommen, die uns um so mehr interessiert, als von den Er­folgen dieser Partei das Wohl und Wehe unserer deutschen Landsleute in Böhmen in hohem Maße abhängig ist. In keiner österreichischen Provinz werden bekanntlich die Deutschen von nichtdeutschen Nationalitäten so chikaniert, wie in Böhmen von den Czechen/ alle nur denkbaren Mittel sind hervor- gesucht, die Deutschen einzuschüchtern und die deutsche Sprache zurückzudrängen. Selbst in solchen Bezirken, in welchen ziffernmäßig die Deutschen die Mehrheit haben, sind ihnen nicht selten czechische Beamte aufgehalst worden, die wenig Deutsch reden und noch viel weniger Deutsch verstehen. Kommt es zum Streit, so nehmen die Behörden meist die Partei der Czechen, weil die zu Hause und im Parlament zu Wien den größten Mund haben, und selbst die Justiz ist nicht frei von dieser politischen und nationalen Voreingenommenheit, wie es der bekannte Prozeß über die Skandalvorfälle von Königinhof nur zu deutlich beweist. Bei Demon­strationen, werden die Deutschen von der Polizei überwacht und verfolgt, als ob sie Staatsverbrecher wären, und rücken die Czechen in Hellen Haufen aus, den Deutschen die Fenster einzuwerfen, so ist kein Richter zu finden, welcher die Verfolgung einleitet. In dieser Beziehung sind Dinge passiert, selbst in Prag, so daß man annehmen könnte, Böhmen wäre China und Prag Peking. Die Ziele der Czechen waren ganz deutlich unbeschränkte Herrschaft des Czechentums im Lande, also auch in Sprache, Schule und Verwaltung. Die Deutschen sollten mit Gewalt czechisiert werden. Einem Häuflein der czechischen Abgeordneten gingen aber diese Forderungen noch nicht weit genug, sie erkannten ganz richtig die Klemme, in welche die österreichische Regierung durch ihre sogenannte Versöhnungspolitik gekommen ist, und so etablierten sich diese Herren als besondere politische Partei unter dem Namen der Jungczechen. Ihr Programm ist äußerst einfach: Sie fordern die Wiedererrichtung eines von Wien ganz unabhängigen Königreiches Böhmen, mit eigener Regierung und eigener Volksvertretung m Prag, und Kaiser Franz Joseph soll bann, nachdem er alles dies bewilligt, die Ehre haben, auf dem Hradschin zu Prag zum

Könige von Böhmen gekrönt zu werden. In Böhmen soll also derselbe Zustand eintreten, der jetzt in Ungarn herrscht. Daß bei der Verwirklichung dieser Wünsche dem Deutschtum in Böhmen vollkommen ber Garaus in jeder Beziehung gemacht wäre, braucht nicht erst auseinandergesetzt zu werden.

Die Schuld der Erhebung solcher unsinnigen Forderungen fällt lediglich dem Ministerium Taaffe in Wien zu. Er hat den deutschfeindlichen Parteien zur Bekämpfung des liberalen Deutschtums einen Ringer gereicht und nun verlangen sie die ganze Hand. Me gering, die Charakerfestigkeit der Re­gierung in der Bivölkerung geachtet wird, das zeig- die Stellungnahme ber Wähler. Je lauter die Jung­czechen ihr exzentrisches Programm im Lande aus­rufen, um so mehr laufen ihnen die Wähler zu, und es ist eine unbestreitbare Thatsache, daß die Partei der Jungczechen in Böhmen jetzt die herr­schende ist. Selbstverständlich kann man in Wien niemals in die Schaffung eines selbständigen König­reiches Böhmen willigen, wie es bis zum dreißig­jährigen Kriege bestanden hat. Denn setzten die Czechen ihren Willen durch, dann würden Vie Polen in Galizien, die Kroaten, Slovenen und die Welsch­tiroler mit gleichen ober ähnlichen Forderungen kommen, so daß die österreichisch-ungarische Monarchie in ein Bündel Kleinstaaten zerfiele, von welchen der eineHüh!" sagte, und der andereHott!" Es ist ja leider Thatsache, daß sich unter den slavischen Stämmen Österreichs verschiedentlich bedenkliche Nei­gungen zum Panslawismus zeigen, denen auf der anderen Seite ein ebenso wütender Russenhaß gegen­übersteht. Es wäre wünschenswert, wenn die Wiener Regierung den Herren in Prag in unzwei­deutigster Weise erklärte:An die Erfüllung dieser Forderungen ist unter keinen Umständen zu denken. Wollen Sie nicht mehr unsere Freunde sein, bann lassen Sie es bleiben!", aber an einen solchen Schnitt durch's Tischtuch ist bei dem zaghaften öster­reichischen Ministerium nicht zu denken. Man wird das alte Mittel anwenden, die Czechen d::rch allerlei Gefälligkeiten zum Schweigen zu bringen, jetzt wird es wohl der Rücktritt des von den Czechen bitter gehaßten Unterrichtsministers von Gautsch sein, und die Kosten des Bersöhnungsmales zahlen bann wie tets die Deutschen und das Deutschtum.

Deutsches Keich.

Berlin, 6. Sept. Die Abreise des Kaisers nach Posen erfolgt heute abend 10.28 von Potsdam nach Charlottenburg und von dort mittelst Schnell­

zuges nach Dombrowka bei Posen. Morgen nach­mittag kehrt der Kaiser mittelst Sonderzuges zurück. Die Kaiserin Augusta ist vormittags 11 Uhr nach Weimar abgereist. DerKreuzztg." zufolge begiebt ber Kaiser sich mit ben fürstlichen Gästen, den Militärbevollmächtigten und den anderen fremden Offizieren ani 13. b. M. nach Müncheberg zu den KorpsmcmövkM des Gardekorps und des dritten Armeckorps. Er gedenkt, daselbst bis zum 19. d. M. zu verblmben. Dem Vernehmen nach werde auch der König von Sachsen zu den Manöver» eintreffen. Gegenüber den Gerüchten, nach welchen Aende- rungen in der Organisation der Reichsämter, ins­besondere die Loslösung einzelner derselben von der Person des Reichskanzlers geplant werden sollen, bemerkt dieNordd. Allg. Ztg.": Alle diese Ge­rüchte, sowie die sich daran knüpfenden Erörterungen sind müßige Phantasiegebilde, von denen in amt­lichen Kreisen niemals die Rede gewesen ist, noch Mn kann. Politische Systematiker und bekannte der Linken des Reichstages angehörige Personen habe» bereits früher in einer weniger verdeckten Gestalt einzelne verantwortliche Reichsminifterien erstrebt und den Bundesrat und Reichstag mit der­artigen Wünschen beschäftigt. Dieselben Bedenken, welche damals nicht bloß von feiten der Verbündeten Regierungen, von diesen aber in erster Linie, geltend gemacht worden sind, bestehen noch heute in voller Kraft. Die in ber Presse aufgetauchte Nachricht, daß der Staatsminister Graf Bismarck nach England gereist sei, ist unrichtig. Derselbe befindet sich gegen­wärtig im Seebade Ostende, wo er am 3. b. M. die Ehre hatte, von Sr. Majestät bem Könige der Belgier zur Tafel gezogen zu werden. Gegen Mitte dieses Monats wird Graf Bismarck, wie wir er­fahren, in Friedrichsruh erwartet.' lieber ein weiteres Berrnählungs - Projekt an unserem Hofe ist dem in Ratibor erscheinenden Obers chlesischen Anzeiger" aus angeblich gut unterrichteter Quelle ein Telegramm aus Berlin zugegangen, welches besagt, .daß Prinz Friedrich Leopold von Preußen, ein Sohn des Feldmarschalls Prinzen Friedrich Karl, um die Hand der Prinzessin Margarethe, der jüngsten Schwester des Kaisers, sich bewerbe. Kaiserin Friedrich soll die Werbung begünstigen." In der Umgebung von Schloß Friedrichskron ist, wie dasB. T." hinzufügt, von diesem HeiratSplane schon seit längerer Zeit gerüchtweise die Rede und es heißt dabei in der That, daß die Kaiserin Friedrich den Beziehungen desFritz" wie Prinz Friedrich Leopold in Friedrichskron intim genannt wird zu der Prinzeß

er.

(Nachdruck verboten.)

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U.

« , .Sie habenunbesotLen gehandelt, diese DokumenteSo kann ichg^fügte erhinzn.^ öteiK Stoben ÄnfarLÄ

, ^. aieine Hände zn geben. Sobald dieselben der» Aennchen befand sich 4» einer pettligendeu Der» Nnaen nnd wenn er no<fi einen

O, gewiß nicht, Herr Graf. Aber, wie Sie wollen. Sprechen Sie mit dem Onkel, er wird besser darüber zn urteilen verstehen, als ich."

Und Sie freuen sich nicht über dieser Glück, das Ihnen so nnerwartet zu teil wird?"

Nein, ich betrachte eS nicht als ein Glück, wenn es in der That über mich gekommen ist. Der gütige Gott hat mich so reich gesegnet, daß jeder Wechsel ür mich beängstigend sein würde."

Er nickte nrit dem Kopfe.

Ja, Sie werden eine glänzende, glückliche Stellnng in der Welt einnehmen."

Sie würde eine Frage ausgesprochen haben, in iezug auf seine für sie unverständlichen Worte, aber der bittere Ton seiner Stimme hielt sie zurück.

er sie verletzt hatte. Aber er sah sie nicht mehr an, sondern reichte ihr mit abgewendetem Gesicht seine Hand.

Sie legte nicht die ihrige hinein, sondern schaute, um ihre innere Aufregung zu verbergen, zum Küster hinaus.

Roman von I. Steinmann. (Fortsetzung.)

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Der Graf warLywischen ins Schloß zurückgekehrt, - fühlte Marleichter^ nachdem er dem Entschluß

znschreiten sah. Aber schon an der Schwelle, wandte er sich zu ihr zurück und im nächsten Augenblick stand er wieder vor ihr.

Fräulein Aennchen, erinnern Sie sich noch jenes Morgens, wo ich in die Stadt reiten wollte und Sie mich von meinem Vorhaben zurückhielten?"

Sie sah ihn unruhig und errötend an.

O, ja", entgegnete sie daun leise.

«Ich habe nun die Bitte, mir auf eine Frage eine offene, ehrliche Antwort zu geben. Wollen Sie das?"

Sie sprach nicht sogleich. Bleischwer lastete eS auf ihrem Herzen. Sie wünschte, daß die Unter, rebung beendet sein möge.

Fragen Sie!" stammelte sie.

Sie sagten mir damals, daß ich Ihnen keinen Rat geben würde, der Ihr Lebensglück gefährdete. Ist Ihr Vertrauen noch so unbedingt?"

Sie konnte nicht sogleich antworten. ES waren in der letzten Zett mancherlei Eindrücke auf sie ein­gestürmt und mancher Zweiftl hatte fie bedrängt. Er zeigte sich ihr gegenüber so seltsam eigenartig, daß ie ihn nicht gegen die Möglichkeit, im Zorne einUn« recht zu begehen, in Schutz nehmen konnte. Nach der uderen Seite hin durfte kein Zweifel an seiner Mengen Rechtschaffenheit in ihr aufkommen. Sie würde seine Frage mttJa" beantwortet haben, »am nicht ihr minutenlanges Schweigen schon seine mühsam verhaltene Bitterkeit wieder geweckt hätte.

Ich hätte es wissen können, warum auch stelle ch eine solche Frage? Ihr ganzes Benehmen mir ja ein Beweis geworden, wie sehr Ihnen der flüchttge Freuudschaftsbnud zm Last geworden ist. Verzeihung k Ich gebe Ihnen Ihr SBort zurück, unsere Wege werden

ZlMGßu^-ndßßte fein! Ün welchem Abgrund^er genrenbetf, hatte er gestern Abend gesehen, wo-ie

«ud ich bin der einzige Mensch, dem daran liegen könnte, fie zu beseitigen. Wollen Sie die Papiere zurücknehmeu?"

»Nein! Ich wünsche, daß Sie damtt thun, was geschehen muß, ohne Rücksicht auf eine andere Person. Meinem guten Onkel wird ebensowenig daran liegen, an längst Vergangenem zu rütteln, woraus uns keine Vorteile, Ihnen aber nur Unannehmlichkeiten erwachsen würden.*

Das heiße Blut schoß ihm in die Wangen, aber gleich darauf war er wieder bleich wie zuvor.

Keine Vortette? Sie find ein Kind, Fräulein Leinhard, und verstehen von berattigen Dingen nichts. Verzeihen Sie, daß ich so spreche. Legen Sie wirk­lich so wenig Gewicht aus eiueu vornehmen Namen und auf Reichthum?"

Weder das Eine, -loch das Andere hat irgend welchen Reiz für mich", entgegnete fie mit einem Lächeln.Es mag fein, daß man Dinge nicht zu würdigen versteht, die man nie besessen."

«Ihr Onkel wird anderer Meinung sein!"

Sie konnte jetzt herzlich lachen.

Leben Sie wohl!" flüstette fie nur noch kaum hörbar.

Sie sah ben Grafen über den Hof gehen nnd eS war ihr mit einem Male so wehe umS Herz, als habe nun auf immerdar das Glück von ihr Abschied ge* nommeu. Nur mtt Mühe kämpfte fie die immer wieder aufsteigenden Thräueu zurück, damit Elsbeth >ie jeden Augenblick eintteteu konnte, nichts von ihrer Unruhe ahne. Und dennoch hätte sie so gern diese Last von fich abgeschüttelt. Sie war so müde, so tottnüdel Seit vielen Wochen Halle fie gekämpft und war nicht um einen Schritt wetter gekommen. ES erging ihr, wie einem irn Sumpf Versinkenden. Jede Bewegung, die fie zu der eigenen Befreiung machte, chien fie dem Versinken näher zu bringen. Und nun kamen noch andere Bettachtnugeu hinzu, die ihr das Blut fieberheiß in die Wangen jagten.

Beruhten die Mitteilungen der allen, verstorbenen Zigeuueriu auf Wahrheit, und es war nicht mehr daran zu zweifeln, nachdem der Graf selbst davon gesprochen dann war fie nicht daS Kind armer, niedrig geborener Eltern, die Nichte des Försters im Ülenfte des Mannes, dem gegenüber fie sich abge» ioßen und zugleich hingezogen fühlle, souderu sie war demselben ebeubürllg und die Kluft, die sie von ihm trennte, war auSgefüllt. Sie wollte ruhige und vernünMg Nachdenken, aber ihre Gedanken ver­wirrten fich nnd »achten fie nur noch trostloser und unalücklicker. »

n

' ML durch 5301

-din^ Rasse/ fetten.

Aennchen war bleich geworden. Sie durfte nicht ttifeln, daß fein Mund die Wahrheit sprach. An e glänzenden Vorteile, die fich an eine solche That- U knüpften, dachte fie nicht, sondern mit einem »e glaubte sie zu totff en, warum er fie an dem L »Lsüehendeu Tage so finster angeschaut. Nun war ^Vieles klar, aber fie fand auch eine Entschuldigung J*1» Wohl war eS sein Wille, das Rechte zu thun, nun die Durchfüh-nug desselben an ihn heran. . _ , A zürnte er doch Denen, deren Existenz ihn zwang, -affefr ^Unrecht Derjenigen etozugestehen, die fich seine L88& ir genannt Halle, so lange fie lebte. Doch ihr pttb nicht lange Zett zn wetterem Nachdenken.

un.

»iS zu.

10.

st di- Prinzessin Sol-Haar, tiober

jetzt « wett anseinandergehm.Leben M unglücklicher, recht wohl! Der ®ra

Sie konnte Wch nichts PenMt,

1 seele vorging. Sie brachte nicht einmal ehren Laut

'S mit w« , n-* p» |v|. «i>v tmmwytu |i 5346 vann trat eine minutenlange Pause ein.

LIch weiß nicht, ob Sie nach dieser Seite hin Mg gehandelt haben. Wenn die Aussagen jener Meuneriu nun nicht die Phantasteeu einer Wahn- pnige« gewesen wären, wenn nun in der That meine ksstorbene Gattin das Enkelkind jenes Weibes und Me die rechtmäßige Erbin ber DorueckS wären?" 1 Er hatte bte Worte langsam, jedes einzeln be« ftoenb, gesprochen. Sie blieb vollkommen ruhig.

sDiese Papiere", fuhr er fort, bte Dokumente 18 der Brusttasche seines Rockes ziehenb, »diese «Piere enthalten die Beweise, daß Sie den Namen &t8 Fretfranleius von Dorneck zu tragen be. Mgt sind. Dir Zigennerin hat die Wahrheit ge. Wochen!"

----- "24 dachte, es könnten Unannehmlichkeiten für Iptr die daraus entstehen", entgegnete Aennchen.

-Und Sie wünschten mir dieselben zu ersparen?" -3a", gab sie fest und entschlossen zur Antwort.