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Illustriertes Sonntagsblatt.

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Diese innige Anhänglichkeit an das Alther-

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Er atmete tief und schwer.

.Kenne» Sie den Inhalt?*

»Ich kenne ihn ganz allein, keine menschliche Seele außer wir weiß davon und wird jemals davon wisse». Ich danke Ihne» für Ihren Beistand.'

Sie ergriff Elsbeths Arm «nd er sah sie wanke». Er machte eine» Schritt vorwärts, um sie zurückzu­halten. Warum?

Seiue Arme sänke» matt zurück uud er schauerte röstelud iu sich zusammen.

Die Braut eines Anderen I

Glück, welches nunmehr wieder in die Kaiserfamilie eingekehrt ist, derselben auch für immer ungetrübt erhalten bleiben.

14. Kapitel. Herzeuskämpfe.

Kein Schlaf war in dieser Nacht in die Augen des Grafen gekommen uud als im Osten das fahle Frührot heraufdämmerte, fand er ihn mtt gekreuzten Armen u»d düsterem Blick iu seinem Gemache auf. uud abschretteud.

Er sah bleich unb übernächtig ans. Dort auf dem Tische lagen Papiere uud Dokumente auSgebreitet aber nicht sie hatten ihm soviel Kopfzerbrechen ver­ursacht. Sie euthtelten für ihn uichtS Neues, sondern einfach die Bestätigung, daß Aenncheu Leinhard und ihr Oheim die einzig rechtmäßigen Nachkommen der DorneckS und somtt die Erbe» der bedeutenden Reich, thümer derselben waren.

Insofern boten ihm die verschiedenen Schriftstücke nichts Bemerkenswerter. Ein Unrecht, was allerdings gesühnt werden mußte, fand damtt seinen Abschluß. Das war alles. Ein weit größeres Jntereffe boten ihm die Papiere nach einer anderen Seite. Aenncheu Leinhard hatte sie gesunde», sie verteidigte dieselbe» ür th».

DaS war so natürlich x»b ihn versetzte bie That- ache in eine kaum zu beschreibeube Aufregung. WaS war au» ihm geworbeu? Er kannte sich selbst nicht mehr. Sonst so besonne», so ruhig unb diesem stidche» gegenüber ein Schwächling »ein, mehr

bleibt immerhin gegenüber der Einwirkung auf die Massen ein anerkennenswerter Fortschritt. Das Gesetz hat auf alle Fälle Ausschreitungen verhütet, wie sie die gleiche Bewegung in anderen Ländern wir erinnern an Amerika, England, vor allem Frankreich und Belgien in ihrem Gefolge gehabt, hat Zuständen vorgebeugt, die dort mehrfach auf kleinem Raum Schäden an Leben, Gesundheit und Eigentum, und Strasprozeffe und Verurteilungen in einem Umfange hervorgerufen haben, gegen den alle die doch mehr oder weniger immer von den Betroffenen selbst gewollten Vorgänge im Deutschen Reiche eine bloße Kleinigkeit waren.

Es ist überdies eine arge Übertreibung, davon zu reden, daß das Sozialistengesetz breite Schichten der Bevölkerung unter Ausnahmezustände stelle und eine schwere Verbitterung in diesen Kreisen Hervor­rufe. Es hat bis jetzt keinen gehindert, seinen bürgerlichen Geschäften, seinem Erwerb nachzugehen, es hat sogar niemanden gehindert, sozialistische Ziele in Wort, und That zu verfolgen; dafür ist der Bestand der Presse, der Bestand von Vereinen für Ziele der in Rede stehenden Art, dafür ist die Wahl sozialistischer Abgeordneter ein lebendiges Zeugnis. Es hat nur genötigt, die auf den Um­sturz der Staats- und Gesellschafts - Ordnung ge­richteten Bestrebungen zurückzustellen und den Weg der Gesetzlichkeit inne zu halten. Von einer Ver­bitterung kann nur im Kreise derjenigen die Rede sein, die durch das Gesetz in ihrem agitatorischen Beruf sich behindert sehen, die im Banne des sozial­demokratischen Glaubens stehen und die zweiffellos nach Beseitigung des Gesetzes nur mit verstärkter Kraft ihre Ziele verfolgen würden.

Daß das Sozialistengesetz der Ausdehnung der sozialdemokratischen Propaganda auf weitere Gebiete, namentlich auf die Kreise der ländlichen Arbeiter wirksam entgegengetreten ist, wird sich nicht bestreiten lassen. Ebensowenig aber dürfen wir verkennen, daß die Anwendung, welche von der Ausweisungs­befugnis des § 28 gemacht wurde, vielfach dazu beigetragen hat, Herde sozialdemokratischer Agitation an Orten neu zu bilden, in denen sie bisher nicht existierten, indem ausgewiesene Agitatoren dort ihren Wohnsitz und ihre Bernfsthätigkeit fanden und mit um so größerem Erfolg, da den kleineren Ort­schaften die polizeilichen Organe zu wirksamer Über­wachung fehlen.

(Nachdruck verboten.)

Pri«refsi« Sol-Hia*.

Roman von I. Steinman».

(Fortsetzung.) .

manchen Lieblingsgedanken Kaiset Wilhelms I. ver­nichtet, auch hier hing der greife Kaiser mit ganzer Seele am Alten; aber stets hat er seine persönlichen Wünsche den großen Staatsintereffen untergeordnet. Wir erinnern nur an den Abschluß des deutsch- österreichischen Bündnisses, welches seine Spitze be­kanntlich zunächst gegen Rußland richtete. So sehr er dem Rate Fürst Bismarck's vertraute, hinderte feine' persönliche Neigung für seinen Neffen Czar Alexander II. den Kaiser doch lange, den Vertrag zu genehmigen. Und als er es endlich gethan, führte er eine Zusammenkunft mit dem Czaren herbei, diesen seiner ungetrübten persönlichen Freund­schaft zu versichern.

Kaiser Wilhelm II. hat sich auch auf dem schwierigen Gebiete der Politik als ruhiger und be­sonnener Monarch gezeigt; zahlreiche Ehren sind dem jungen Monarchen seit seinem Regierungsanttitt erwiesen, er ist immer derselbe schlichte Mann ge­blieben und hat es sorgfältig unterlassen, sich seiner hohen Macht zu rühmen. Immer hat der Kaiser nur vom Reiche und vom Vaterland gesprochen. Bennigsens Ernennung zum Oberpräsidenten von Hannover zeigt, daß der Kaiser ebensowenig wie sein Vater ein Parteimann ist, daß er praktische politische Handlungen unnützem Experimentieren vor­zieht. Die ruhige Besonnenheit des Kaisers wird sich in der Zukunst sicher nicht vermindern, sondern nur verstärken, vielleicht erblühen uns unter ihm auch im inneren politischen Leben Jahre größerer Ruhe, nach der sich auch das ganze Volk sehnt. Die ttauervollen Ereignisse in der kaiserlichen Familie haben jetzt zwei freudenvolle Gegenstücke in der Taufe des jüngsten Prinzen und in der Verlobung der zweitjüngsten Schwester des Kaisers, der Prin­zessin Sophie mit dem Kronprinzen von Griechen­land gefunden. Es handelt sich im letzten Falle um eine Herzensneigung, um so freudiger ist also der neue Bund zu begrüßen. Kaiser Wilhelm hat bei dieser Verlobung deutlich gezeigt, daß er, soviel an ihm liegt, dem Glücke seiner Schwestern nicht im Wege sein will. Die Tochter Kaiser Friedrichs geht in ein fernes, oft unruhig durch die politischen Ereignisse auf der Balkanhalbinsel bewegtes Land und gewiß ist die Zustimmung zur Verlobung nicht ohne reifliche Erwägung erfolgt. Der König von Griechenland ist bekanntlich ein Sohn des Königs von Dänemark. Der neue Herzensbund beweist, daß zwischen Deutschland und Dänemark in der That alle Feindschaft begraben ist, darin liegt auch ein Funke von politischer Bedeutung. Mag das

Aus den letzte« Tage«.

Kaiser Wilhelm II. hat am letzten Tage der lorigen Woche das preußische Gardekorps seinen phen Gästen, den Königen Oskar von Schweden itb Albert von Sachsen, vorgesührt. Der Kaiser at m genauen Sinne des Wortes nur die Parade Mwandiert, nicht aber sie selbst abgenommen, und Mit den beiden Königen eine ganz besondere Ehre rwiesen. Es lag ihm augenscheinlich daran, vor em scharfblickenden König von Sachsen bei dieser rsten großen Herrschau glänzend zu bestehen; denn licht wie sein Großvater kam Kaiser Wilhelm II. um Beginn der Parade auf das Tempelhoser Feld, mbern schon zur Aufstellung der Truppen in früher Morgenstunde, als halb Berlin noch in den Federn lg. Der Kaiser zeigt bei den militärischen Übungen i jeder Weise, daß er sich nicht bereits im Besitz er höchsten militärischen Kenntnisse wähnt, sondern °ß er noch manches praktisch zu erlernen hat. i latürlich hat der Monarch die denkbar beste theo- rtische Vorbildung genoffen, indessen es zeugt vom Iten Pflichteifer der Hohenzollem, daß er als oberster ttegsherr sich nun nicht aller ferneren Übungen ir entbunden erachtet, sondern erst recht Wert darauf gt, praktisch thätig zu fein. Die Gedankenrichtung

jungen Kaisers ist, das hat seine bisherige kurze iegierungszeü schon bewiesen, eine außerordentlich raktische. Welche Umwandlungen sind nicht schon : militärischen Angelegenheiten zu Tage getreten? aiser Wilhelm I. hatte eine ungemein tiefe Pietät >r dem Althergebrachten, besonders in Armeefragen, nch fein Sohn unb Enkel besaßen diese Pietät, aber f erreichte ihr Ende, sobald sie mit der Praxis i Konflikt geriet. Daraus erklärt es sich, daß auches in der letzten Zeit reformiert ist, was zu dem der alte Kaiser mit den Worten ablehnte: das kann mein Nachfolger einst thun!"

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4391 > brachte, eine einfache, zu Herzen gehende Frörn- . 8a.«gkei und ein unbestechliches Pflichtgefühl spricht

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. L»g. Koch.

«tKaiser-Eiche" bei Hasserchaitserr

Rt »ns von befreundeter Seite noch folgendes z»: Die Schilderung der schönen Reise, welche die irrt Freunde' von Marburg znr Kaiser-Eiche bei iffenhansen unternommen haben, bereitete einem *** len Kenner und Verehrer der dottigen Gegend viel irgnügen. Was jedoch den Namen der Kaiser-

Die Wirkung -es Sozialistengesetzes kann nur richtig beurteilt werden, wenn man die Zustände in Bettacht zieht, die vor dessen Erlaß bestanden, und sie mit den gegenwärtigen vergleicht. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß dies Gesetz den Bestand einer sozialdemokratischen Presse im Inland, die in Hunderttausenden von Exemplaren verbreitet war, die in offener Weise den Haß gegen jede Autorität, gegen bie bestehenbe Staats- und Gesellschaftsordnung predigte und den gewalffamen Umsturz vorbereitete, vernichtet hat, daß es einem Zustand ein Ende gemacht hat, in dem Versamm­lungen, die den bezeichneten Zwecken dienten, überall abgehalten wurden unb vielfach auf das Ernsthafteste die öffentliche Sicherheit bedrohten. Es ist anderer­seits ebensowenig zu bestreiten, daß das Gesetz die Organisation der Sozialdemokratie nicht vernichtet hat, daß cs nicht möglich gewesen ist, es zu hindern, daß heimlich jährlich einige tausend Exemplare der im Ausland erscheinenden sozialdemokratischen Blätter, vor ollem des in Zürich erscheinendenSozial­demokraten" und sonstige Brandschriften ins Land gebracht werden, und ebenso heimlich in sozial- demokrattschen Kreisen gelesen werden. Aber es wird schwerlich sich behaupten lassen, daß der jetzige Zustand gegenüber dem früheren der gefährlichere und weniger wünschenswerte sei. Wenn es vor allem darauf ankommt, breite Schichten der Be- völkemng dem berückenden Einfluß einer fanatischen Richtung zu entziehen, die mit hervorragendem Geschick die menschlichen Leidenschaften, wie die natürlichen Notstände gesellschaftlicher Entwickelung für ihre Ziele auszubeuten versteht, so ist es denn doch von höchstem Wert, wenn ihre Lehren nicht mehr öffentlich, gewiffermaßen unter dem Schutz der Ge etze und vorn Staate geduldet, gedruckt und ge­predigt werden dürfen, wenn sie in ihrer Propaganda auf Wege gewiesen ist, die den Charakter der Un­gesetzlichkeit an der Stirn tragen.

Wir haben noch heute, unb unter bet Geltung des Gesetzes eine sozialistische, ja sozialdemokratische Preffe, wir dulden die Vertreter derselben Richtung auf der Tribüne des Reichstages/ aber das Gesetz hat beide zu einer Haltung gezwungen, welche den notwendigen Forderungen des Anstandes und der Gesetzlichkeit einigermaßen Rechnung trägt, und das als das ein Elender. Er, für den sie gegen die Baroneffe aufgetreten war, hatte sie in ihrer Hülf- losigkeit geküßt, sie die Brant eines Andere»! Durste er ihr wieder tu die A»ge« schaue», i« die offenen vertrauensvollen Augen mit dem KindeSblick?

Unter diesem marternden Gedanken hatte Graf von der Zeche die Nacht verbracht und nun stand er am Fenster und sah das Morgenlicht die finsteren Schatten der Nacht vertreibe». Für ihn blieb eS Nacht nun und immerdar. ES sollte nicht anders sein. Ihm blieb ein bitterer Kelch zu leeren, schlimmer als der erste, aber Niemand sollte eS ahnen.

Er legte sich noch eine Stunde nieder, nicht um zu schlafen, sondern nur um auSzmuhen. Er lag mtt wachenden Augen und träumte. Er versuchte die ganze Welt zu vergesse», bis auf Prinzeß Gold. >aar. Er hiell ste wieder in seinen Armen und hörte daS uuruhevolle Klopfen ihres kleinen Herzens und endlich, als der Tag schon voll hereiugedrocheu war, nah« er ihr Bild mit in den Schlaf hinüber.

Wagengerassel weckte ihn endlich. Nachdem er ich von dem Lager erhoben und augekleidet hatte, trat er anS Fenster. Ein Wagen, mit Koffern und Kisten mll gepackt, dielt vor dem Portale und die Kammer­rau der Baronin trat eben mit verschiedenen Hut- chachtel» aus der Vorhalle.

Dm Grafen beunruhigte der Anblick nicht im Mindesten. Er hatte eS nicht anders erwarten könne», wenn er auch nicht daran gedacht nun endlich wurde <3 still im Schlöffe grabeSstill. Wenn dann Aenncheu Leinhard auch als Leos Gattin in die wette Welt hinauSgezogen war, daun konnte er hier bleiben unb brauchte bie Stätte seiner Kindheit nicht mehr M verlast-n. Er ging bann mit seinem Förster auf >ie Jagd, besuchte Holzauktionen, wurde nebenbei ein tüchtiger Oeksuom und beschloß sein Beben in Rübe und Friede».

»O, diese Gedanken boll »Uder Verzweiflung, die >en Schmerzensschrei auf feine Lippen drängten, wen» er sie Loch nur hätte bannen können! Wahl wnr iS

h in den eben publizierten Auszeichnungen des ____ iten alten Herrn aus. Manche politische Auf- Itfyf Rung, welche darin niedergelegt ist, ist heute nicht ihr zutreffend; aber das ist erklärlich, der Kaiser rieb unter dem Eindruck der Zeitereignisse, er wte die Folgen damals nicht voraussehen. Echte utsche Geradheit, Frömmigkeit und Pflichttreue senbaren sich aber in jedem Kaiserwort, und darum erden diese Aufzeichnungen ein teures Vermächtnis r die ganze Nation sein. Die eherne Politik hat

iche betrifft, so möge hier eine kleine Berichtigung lanbi sei».

Am Fuße der gewaltigen Eiche hatte der Freund 8 WaldeS und besonderer Hüter des prachtvollen ittmeS, Oberförster Dehnert in Leidenhofen, ben oben ebenen und einige Sitze anbringe» lassen; ihm i Ehren wurde von seinen zahlreiche» Verehrer» der latz.DehnertS-Ruhe' genannt.

Als im Herbst 1870 alle deutsche Herzen von ttube überströmten über bie herrlichen Erfolge der «scheu Waffen, versammelte sich eine Anzahl be- chbarter und befreundeter Familien zu begeistertem Bstawmensei» bei ,Deh»ertS-Ruhe.'

I» richtiger Würdigung der Bedeutung des TageS 8 Sedan wurde damals schon dem herrlichen Baum * Name Kaiser.Eiche seierlichst beigelegt. Die drüben der Begeisterung find gewiß allen denen, tlche bei der damaligen Feier anwesend waren, »»- rgeßlich und wenn sie sich jetzt über baS deutsche Österreich freuen, denken sie gewiß oft mtt Genug. Bang daran, daß sie bereits im Herbst 1870 eine aiser.Eiche getauft haben.

l Tasche ihreS Kleiber.

.Nehme» Sie baS dazu. Ich fand el hinter dem Fbe in der Rumpelkammer.'

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition b Blattes, sowie b. Annonceu-Bureaux von Haasenstem unb Seglet in Frankfurt Sessel, Magdeburg n. Allen; Rudolf HUI Stoffe in Frankfurta. i».,Berlin,Münchenu. KSln; 9. L.

Daube u. So. in Frankfurt a. 9t., Berlin, Hannover. Paris.

Deutsches Reich.

Berlin, 5. Sept. DieNordd. Allgern. Ztg."

sein ernstlicher Wille, wohl redete ihm bte Vernunft energisch zu, sich mannhaft zu fassen, aber zwischen Vernunft unb Leidenschaft ist kein Ausgleich möglich.

Ein leiser Klopse» gege» die Thür schreckte ih» a»S feinem Sinnen auf.

Es war bie Kammerfrau der Baronin, die ihm im Auftrage ihrer Damen ein zierlich znsammenge. falteneS Billet überreichte. Im ersten Augenblick dachte er daran, das Schriftstück den Flammen zu überant. Worten, ober er besau» sich eines Bessere».

»Mit aufrichttgem Bebauer» für Sie, lieber Neffe, der Sie in die Netze einer Koketten, ja, einer Diebin gegangen find, nehmen wir von Schloß Frei, bürg Abschied. Sie werden eS begreiflich finde», daß ich nicht wünsche, mein schuldloses Kind nur noch eine Stunde in einer so unreinen Atmosphäre weilen ,» lassen. Empfangen Sie unseren ver­bindlichsten Dank für Ihre Gastfreiheit und ge. »ehmigeu Sie die Berficherung unserer aufrichtigen Teilnahme.

Enphemie, Baronin Waldburg.' Der Graf warf baS Billet in ben Kamin, in welchem der Diener soeben, ein neues Feuer entzündet hatte. ES flackerte auf, ein znsammengefchruwpsteS, schwarzes Blättchen, dann ein winziges Häufchen Asche und ebenso war sein Inhalt dem Gedächtnis des Empfängers entschwunden. Er wurde erst wieder daran erinnert, als unten int Schloßhofe die Stimme der Saronin laut wurde, die, gefolgt von ihrer Tochter in einen Wagen stieg, welcher im nächste» Moment um Schloßhofe hinausrolltt.

Der Graf atmete auf, all dal Gefährt feinen Blicken entschwunden war und nun tiefe Ruhe ihn umgab ih« »ar er, all sei endlich der Friede» eingezogen.

Wenige Minute« später klopfte el abermals unb auf dal .Herein' bei Grafen trat Leo von Rabenau ftl bar Gemach. - s I

.aber, liebster Graf! Wal ist den» gescheh«?' trWRlItife, bie keinen Zweifel darüber

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Erscheint täglich außer an Werktage» nach t-onn- unb ftll . ..tf... .

Feiertagen. - Quartal-BbonnementS-Preis bei der Expe« «vVllKVllviIe

bition 21/. SJtL, bei den Postämtern 3 Ml- 50 Pfg. (exkl.

Freitag, 7. September 1888.