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Illustriertes Sonntagsblatt.

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Präzision und Rührigkeit, mit welcher die sozial­

demokratische Organisation arbeitet und ihre Ver- ,1

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tretcr im Reichstag orientiert, nicht daran zweifeln, daß in der Thai jeder Vorgang, der als Mißgriff in dieser Beziehung dargestellt werden könnte, in

hältnis, wenn /ich der Reichskanzler mehr der Ruhe widmete. Und über lang oder kurz scheint auch eine Neubesetzung des Vice-Kanzler-Postens bevorzu­stehen, womit die Arbcitsentlastung des Reichskanzlers leicht und einfach durchgeführt wäre. Sich über die Personenfrage den Kopf zerbrechen zu wollen, ist müßige Arbeit. Die Sache liegt noch zu weit im Felde, als daß schon auf Einzelheitert eiazugchen sich lohnte. Es schweben noch Erwägungen, die auch so schnell kaum zum Abschluß gelangen dürften.

Hm Kirchlein zu Hachborn,- Bewacht von scharfem

Da schläft der Herr vo« ScheMrnschlaß, J_

Da welkt vom Stamm der letzte Sproß, > Am Kirchlein zu Hachborn. -

Ein solch historischer Grund und Boden konnte ohne Weiteres nicht sofort »nieder berlaffeu werden und er wurde deshalb bei dem jetzigen Klosterwtrt Lew«er kurze Rast gehalten und alles das, was noch von der Klosters einstiger Herrlichkeit Vorhand«» ist, in Augenschein geuommeu; ist es auch nicht viel, so ist eS doch noch immer etwas.

so wenig verzichten kann, wie in dem Kampfe gegen die Verbrecherwelt der großen Städte und daß Me dabei hier und da zutageWtztzHetz Wld unvtritzeirft lichen Übelstände eben ertragen werden müssen.

ausgiebigster Weise zur Sprache, gebracht und aus-: gebeutet wurde. Wenn wir ernt äü^Mefahren- Verhandlungen dieser Frage in die Reichstags - Sitz­ungen vor über zehn Jahren zurückblicken, wenn wir erwähnen, daß kaum je ein Fall zu konstatieren ist, in dem wirklich erfolgte Mißgriffe.-nicht die Re­medur durch die höheren Instanzen ^erfahrew Hachen, wenn wir in Betracht nehmen, daß in Fällen, wo dies der Natur der Sache nach nicht sofort zu er­mitteln war, die späteren Verhandlungen und gericht-

Stellung des Reichskanzlers fv geartet zu sehen, wie sie gegenwärtig ist, und seinem Verlangen ist entsprochen worden in Anerkennung seiner Verdienste um die Errichtung des Reiches. Jedenfalls-ist iw befielt das Amt des deutschen Reichskanzlers eist solch' außerordentlich umfangreiches, daß es nicht leicht ist, zu sägen, ob auch nach dem Tode des Fürsten Bismarck das jetzige Berhältnisi welches cm Genie ersten Ranges verlangt, aufrecht erhalten werden kann. Heute ist diese Frage indeffen Neben­sache, denn wir glauben nicht, daß Fürst Bismarck bei seinen Lebzeiten eine Revision der Reichsver- sassung, welche die Stellung des Reichskanzlers ver­änderte, zulassen wird. Wenn also jetzt die Rede davon ist, Fürst Bismarck gedenke sich eine Erleich- terrmg seiyev Amts bürde dadurch zu verschaffen, daß selbständige Reichsämter errichtet würden, so halten wir das nicht für zutreffend.. . So lackge Fürst Bismarck Reichskanzler ist, wird er es auch in der Form fein wollen, in welcher er es von 1871 bis heute gewesen ist. Die ganze Reichs­verwaltung dürfte deshalb genau die Form be­halten, wie gegenwärtig; daß nun ein Ländesver­teidigungsamt errichtet wird, braucht deswegen nicht ausgeschlossen zu sein, aber unterstehen würde auch dieses Reichsamt dem Reichskanzler. Der Wunsch des-Fürsten Bismarck, sich seine Amtsbürde Zu er-, leichtern, dürste in anderer Richtung der Erfüllung entgegen gehen und in welcher, hat er selbst schon gezeigt. Der Kanzler hat seinem Sohne in der auswärtigen Politik jetzt solche umfaffende» Rechte zugestanden, wie sie früher kein Staatssekretär im Auswärtigen Amt besessen. Das zeigt die Begleitung aus der Kaiserreise nach Petersburg.

Fürst Bismarck hätte diese Begleitung jedenfalls nicht zugegeben, wenn er nicht gewußt, rr'iönne sich aus feinen Staatssekretär verlassen. Gras Herbert Bismarck tritt damit als künftiger Leiter der auswärtigen Politik mehr und mehr hervor. In Preußen' ist Fürst Bismarcks vollgiltiger Ver­treter Herr von Bötticher als Vicepräsident des Staatsministeriums, bleibt also nun noch eine defi­nitive Regelung in der Vertretung bet inneren Po­litik des Reiches übrig und diese dürfte dem Vice- Kanzler zufallen. Den Posten eines Vice-Kanzlers im Reiche, der gesetzlich besteht, hatte zum ersten und einzigen Male Graf Stollberg-Wernigeröde inne, nach dessen Rücktritt das hohe Reichsamt unbesetzt blieb. So lange Fürst Bismarck selbst kräftig amtierte, stand der Vice-Kanzler allerdings sehr im Hintergrund; ändern würde sich aber dies Ber-

im )en »ge en. 70- ibe be- en.

Vom Reichskanzler.

Fürst Bismarck ist seit geraumer Zeit in Friedrichs­ruhe und befindet sich allen Nachrichten zufolge so lodreffüd), daß er den geplanten Besuch von Aissingen gänzlich aufgegeben hat. Von je her hat auch absolute Ruhe des Aufenthaltes find viel Be­legung int Freien sich als das beste Heilmittel für den Reichskanzler bei etwaigen Unpäßlichkeiten er­liefen. Fürst Bismarck leidet bekanntlich schon seit dem Anfang der sechsziger Jahre an einem schmerz- hasten Benenleiden, das sich besonders nach harter geistiger Arbeit und nach Ueberanstrengungen mit klmtSgeschästen bei ihm einzustellen pflegt. Infolge der genau geregelten Lebensweise seit dem Beginn der Behandlung des Kanzlers durch Dr. Schwenninger hat das Nebel an Hartnäckigkeit sehr nachgelassen, «id der Fürst hat sich in diesem ganzen Jahre trotz der wiederholten aufregenden Zwischenfälle recht wohl befunden. Fürst Bismarck hat einmal gesagt, ein gutes Pferd sterbe in den Sielen; und damit Etonf, daß er seine Kräfte bis zum letzten Athem- ge dem Vaterlande widmen werdet Gewiß wird er nie daran denken, seinen Rücktritt zu fordern, so lange noch eine Funke der alten Kraft in ihm t: aber der Reichskanzler wird am nächsten 1. April 1 Jahre, und hat die letzten vierzig Jahre unter ortwährender Belastung mit Amtsgeschäften, unter lancherlei Unruhen und Sorgen verbracht. Genüsse mn die Welt dem Fürsten nicht Mehr, bieten, er at erreicht, was er erreichen konnte, und nur noch os eine, erklärliche Verlangen lebt in ihm, das ach größerer Ruhe. Der Kanzler hält sich nicht 6t unersetzbar, und er scheint jetzt daran zu denken, inen größeren Teil der Geschäfte auf jüngere schultern abzuwälzen. Wir müffen uns nur daran erinnern, was alles auf Fürst Bismarck lastet: Er ist preußischer Ministerpräsident, Minister des Aus- därtigen und Handelsminister und alleiniger ver- pitwortlicher Minister für das Reich. Die ver­schiedenen Zweige der Reichsverwaltung unterstehen »ar besonderen Staatssekretären, welche die Thätig- lit eines Ministers ausüben; aber sie sind nicht rrantwortlich, die alleinige verfassungsmäßige Ver- atwortlichkeit int Reiche lastet auf dem Fürsten Ämarck. Nun vertritt ihn ja allerdings in der Mieren Politik der Staatssekretär von Bötticher, in ta äußeren Politik Graf Herbert Bismarck, aber üse Vertretung ist nur Ausnahme, keine Regel.

Fürst Bismarck hat bei Ausarbeitung der deutschen ieichsversassung den Wunsch ausgesprochen, die

Iie Übung des Sozialistengesetzes vonseiten der dazu berufenen Jnsürnzeu. ist. durch die Zeitbeschränkung des Gesetzes auf je zwei Hahn unter ein Maß der parlamentarischenKontrolle ge­stellt, wie es bei keinem anderen Gesetze her Fall ist. Im Reichstag sind in reicher Zahl die sozial­demokratischen Persönlichkeiten vertreten, die aus der Agitationfür ehen die Ziele ihren Lebensberuf machen, gegiri die wesentlich das Gesetz gerichtet ist in ihm findet sich eine starke Minorität, die das Gesetz von Anfang an gemißbilligt, die jedes Mal seiner Verlängerung. .widerstxebt hat. Es wird niemand in Abrede stellen können, daß der Kritik der Übung des Gesetzes, namenüich auch von feiten der Sozialdemokraten selbst, im Rchhstag auäte giebigfte Raum gestattet wurde, in < einem Mäße, welches bis an dre äußersten Grenzen und wohl auch über den natürlichen Zweck hinaus aüsgeimtzt wurde. Daß bei einem Gesetz, dessen Übung in der Detail-Ausführung Hunderten und Tausenden von Beamten auch untergeordneter Kategorien -unb .unter ost äußerst schwierigen Umständen anheimgegehen ists auch Mißgrsffe der Anwendung Vorkommen können, liegt zu sehr in der Natur der Sache, als daß es jemand überraschen könnte. Wir können bei der

Kaiser-Eiche vo» Marburg zu besuche» ist nicht nötig eine solche Rundfahrt zu machen, wie die hier beschrtebeue, kürzere Wege führen mehrfach zu ihr; hin. Zunächst mit der Bahn »ach Fronhanstn ae-ue fahren nud bann nach Bellnhausen und Haffeuhansen >- gegangen und wieder zurück nach Fronhaufen, ist.-- nicht mehr al» ein Nachmittagsspaziergang. Für den .- Freuud^ößerer Fußtouren ist der Weg über Neh- brücke, Wolfs Hausen und kann durch bytSBalb direkt

Bit Kaiser-Eiche bei Hassenhanfen*).

Es ist bekannt, daß das Stückchen Erde in und tm Marburg mit seinen Reizen nicht gekargt hat, ja lau könnte fast sagen verschwenderisch ist eS damit i »gegangen, denn schwer hält eS, daß der Freund nselbeu in den wenigen Monaten, Wochen oder lagen, die ein Jahr und namentlich gar eins, so wie es mit de» drei Achten, sie mit so günstigem Wetter Wstattet, daß er sie auch vollständig genießen kann. , Ein so begünstigter Angusttag war eS nun, der «i Freunde zu einer kleinen Rundreise in die weitere tagebung Marburgs antreten ließ. Der Reiseplan stete über Cappel, Ronhausen, Bortshauseu, Ebsdorf, Hachborn, Kaiser-Eiche, Haffeuhansen, Bellnhausen ib da auf der alten Frankfurter Landstraße zurück m Marburg. Um nun aber vom Marburger Markt- iatz nach der Cappeler Landstraße mit zwei Stoffen mb dem behäbigen Landauer zu gelangen, geht es ft durch eine größere Anzahl Straße« als für die vze Strecke eigeuttich nötig wäre, und doch ist dem >, da geht es die Barfüßerstraße entlang, den Plan, ü Unter gaffe und Kasernenstraße hinunter bis die «ttzontale Universitätsstraße erreicht ist, jetzt aber ist vch Gtüu, der Rndolphsplatz, die Weideuhänser Brücke todWeideuhansen selbst zu passieren, bis das Stückchen appeler Landstraße im Trab zurückgelegt wird und 8 der Cappelerberg von selbst den Pferden wieder Echrstt kommandiert, und eS ist wirklich gut, daß er ® ihnt; denn ein reizenderes Bild, wie Marburg von rrans dem Beschauer bietet, ist kaum wieder zu toben. Sicher ist, so oft ein Marburger, sei eS mit tot: ohne Begleitung von Fremden de» Cappeler. ?S ersteigt, de» Bildes Pracht ihn zwingt die Wn recht» zu halten, die dann erst wieder eine Stobe Richtung annehmen, .wem» dem lieben -taburg der Rücken gewandt mid die Wanderung

*** Süden fortgesetzt.wird,,

*) Pfandorf im sAdkichen^eik de» Stefan?

lichen Erkenntnisse fast ausnahmslos höchst ungünstig" für die Behauptungen der sozialdemokratischen Ver- . ireter verliefen, wenn wir uns vergegenwärtigen, daß der Reichstag nicht ein Mal in der Lage ge­wesen ist, gegen die Übung des Gesetzes, gegen die. Anwendung der Ausnahmebesugnisse des § 28 Aus­stellungen zu machen, so. ist es in der That nur ein- Akt der!Gerechtigkeit, wenn wir anerkennen, daß das Sozialistengesetz in loyaler und seinem Zweck, entsprechender Weise geübt wurde.

. Die Debatteft -im Reichstage haben sich vielfach «t eÄer ^EtörtÄung voy,Detchl^,cheschästigch- die mit den Hauptfragen, auf die es 'allein ankommt, mit den Fragen, ob dH jMitzs sSyM ZwtzLs^t- sprechend gewirkt hat sind'ob sem Fortbestand no^ zu fthun YMM Düi- Frage, ob die mit der Überwachung der sozialdemokratischen und der zweifellos siahttWeiKvs^ten anarchistischen' Umtriebe beauftragten GeheimpslizWn- sich überall s streng imMchalb, her zulässigen Grenzen ihrer Auft^ ;; gaben gehalten, war mehr geeignet, und vielleicht,' ' auch darauf berechnet, von dem Hauptgegenstand der. Verhandlung abzüfuhren; ihre Diskussion hat aber nirgends zu einem- Resultat geführt, aus dem___

siK der Vorwurf pflichtwidriger Handlung gegen die^ zur Ausübung des Gesetzes berufenen höheren Ist- stanzen rechtfertigen ließe. Der Einblick, de» diese Verhandlungen in das Treiben der sozialrevolütto- 0 rnitten und ustsrchistifchen Kreise im Ausland und Inland gewährt, muß vielmehr für jeden ruhiger i Denkenden und Überlegenden die Überzeugung be- i gtinben, daß im Interesse der öffentlichen Sicherheit ' und der Verhütung von Verbrechen die Obrigkeit auf Anwendung von Geheim-Polizisten und -Agenten

Ein Krllerbogen frust noch laut: Hier Wanderer, herein geschaut. Hier war viel Raum zum Weint y

Schon lange bin ich leer, Kein Fäßchen stehst Du mehr; Der letzte Vogt von Schenernschloß,,^^fr Eh der sein mühe» Ange schloß, n Da dnrstet's ihn so sehr. r

Nun ruhet sein Gebein 3bns ?i '-«! Dort an dem Leichenstei»,

Und wenn er dann um Mitternacht Au» ttefem TodeSschlas erwacht, ' usr Möcht' er sich hier ersten'».

Deutsches Reich.

Berlin, 4. Sept.- Der Kaiser traf heute . Mtz tzMi Potsdam hier ein und reisst «M 8 Ühsi ' " näch'Wterbogk zu den Manöver«.'''^'Der Kaiser' '' kehrte-heute mittag von den Manövern zurück und : fuhr alsbald nach Potsdam weiter. Der Kron­prinz von Griechenland begab sich heute -morgen yachtz. dem,MliNtzhmterrain bei Jüherbogk; er kehrt ' Ende 6et Moche.-Hierher zutE' 'Die^ lange er­wartete Verlobung der Prinzessin Sophie mit dem.... Kronprinzen von Griechenland ist mmmehp gestern, feierlich vollzogen wordtö (Ivie,' in gestriger Nummer

wachseueu Eichbaums hat. Reizend ist auch der Standort, vor derselben ein schöner Wiesepplau und den Hintergrund bildet ein herrlicher Hochwald. Wahrlich, den Namen Kaiser-Eiche, der fich auch bei der Bevölkerung allgemein eingebürgert hat, ver­dient dieser schöne Baum mit Recht, wenn ihn auch der Marburger hessische Geschichtsverein auf seiner dies­jährigen Wanderung nach Hachborn übersehen hat, wa» er jetzt sicher bereuen wird. Nachdem die Kaiser-Eiche bewundert, mehrmals umgangen und schließlich auch - noch umfahren war, ging die Fahrt noch durch Hassen­hansen an dem neuerbauten, schönen und großen Bet- haus der Baptisten-Gemeinde vorüber nach dem nahen Bellnhanse», wo in und unter dem .grünenBaum" bei Wirt P f e s f e r die HaupterftischnugSstatton gemacht wurde, demselben wurde für feine Bewirtung ein# ' stimmig daS Prädikatsehr gut- zngesprochen. :3

Nach etwas mehr als eiustüudiger Ruhepause wurde die Rückfahrt aus der alten Frankfurter Landstraße «»getreten, noch zum soundsovielsten Mal über die Wolfshäuser Serpentine geschimpft, die Nehbrücke passiert und nachdem der Marttplatz m Marburg wieder erreicht, trennten sich die drei Reisegefährten nicht nur erquickt von der schönen Fahrt, sonder» antfe& bereichert um eine angenehme Erinnerung.

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Nun aber ging e» weiter, dem eigeutticheu Ziel der Reise zu. Nach halbstündiger Fahrt, dicht vor dem Dorf Haffeuhansen wurde der Landweg ver- laflen und aus schönem Wiesenweg zur Kaiser«. Eiche gefahren. Der Name dieses Baume» ist neu und hat er denselben erst von während de» Manövers hier einquartierten Offizieren vor einigen Jahren erhallen, doch all, recht all jst der Baum selbst, und sti» Umfang rrstl mißt er wohl .«em $2 Fuß. bMke, Mlfrhanse'n sind d-u» durch H^-Wald direkt ^Ebei ist da» schönste seiueSr»«. Fri^uud grüw znr SlttserlEiche zu empfeKem Bereuen wird Niemand ist sie wie da» Laub der jüngsten deutschen Eiche, ' ' ' 1 " *-

getragen wirb sie von zwei mächttge» Aestrsi, deren jeher wieder den Umfang eitze» gewöhnlich anrge-

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Bald ist Cappel erreicht und wer etwa schon einer Erfrischung bedarf, erhält sie bei Ronimy vortreff­lich. Mit kleinem An- und Absteigen geht eS nun an Ronhausen vorüber nach Bortshausen, doch zwischen beiden Otten vergesse man nicht der RuineFrauen- berg* einen Blick zuzuweifen, er ist höchst lohnend. Nachdem dann wieder eine liukSseittg bewaldete Höhe erstiegen, geht eS im starken Gefälle nach Ebsdorf, vor uu» der fruchtbare EbSdorfer Grund oufegebrettet, mit den Ortschaften Dreihausen im Osten und Wittels­berg mit seiner Warte im Nordosteu, sowie gleichsam als Schlußbild Amöneburg auf seinem Basallkegel im Norden, dem mtt dem Frauenberg rivalisierenden höchsten Berg deS ThaleS.

Dem Hauptorte des GrundeS, Ebsdorf, galt unser Besuch dieseSwal nicht und rechtsab vor dem­selben wurde daher der Weg nach Hachborn ein­geschlagen.

Hachborn, vordem Hawechebrunn genannt, war einst der Sitz eines Prämonstratenser - Kloster«, welches nm das Jahr 1188 also jetzt vor 700 Jahren von den Herren von Meerenberg gestiftet wurde. BiS zur Mitte des 13. Jahrhunderts war dasselbe von Chorherren bewohnt, dann aber von Nonne». Nach Aufhebung der Klöster i» Hessen (1527) wurden auch die Einkünfte dieses Klosters der Uuiverfität Marburg überwiesen, die Gebäude erhielten die Herren von Scheuernschloß, deren letzter Sproß im Jahre 1593 starb. Ihm widmete der auch längst heimaegangene Marburger Lokaldichter Wein- traut 1853 folgende» Gedicht:

Der letzte Schenernschloß. s a Dm Hügel, ju Hachborn »» Umwogt ein Meer von Kor»,' Da zeigt noch eine Mauerwand <3 Die Stelle, wo da» Kloster falte <s ~

. ^x/Da» Kloster zu Hachborn. .

^7- Doch nicht Lie »Laub Mi« ML s|Il 13 M W be^ßeuge sei», ?

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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt stir die Kreise Marburg und Kirchhain.

: $ Expedition Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. lug. Loch. ' insrtraa : W ; :

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Erscheint täzlich außer an Werktagen nach Sonn- und ? - l >. g ; Nnzeigen nimmt entgegen die Expedition d Blattes, rir 3chr-t ovlch-»^

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* ~ Bestellgeld». Jnftttivurgebähr für die gehaltene Zeile DMlNersjllll, 6. 1888. Moffe inFrankfutta. oi.,Berlin,Münchenu.«Sln; @.fc!

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