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Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Aus Koch.

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Der Herren

dienstwilligste alle Zeit

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Gr. Moltke, Feldmarschall.

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Für den Monat September ersuchen wir Bestellungen bei der Post auf die

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baldigst machen zu wollen. Auf dem Lande nehmen die Postboten Bestellungen entgegen. Für Kirchhain nimmt unsere Agentur (Herr Buchbinder Rindt) Bestellungen an, für hiesige^ Stadt die unterzeichnete Expedition.

MF Neuzugehende Abonnenten in Kirch­hain und Marburg erhalten vom Tage der Bestellung an bis zum 1. Septbr. dieOberh.! Zeitung" mit ihren Beiblättern gratis.

Die Exped. der Oberh. Zeitung.

Kreise Marburg> Kirchham.

Illustriertes Sonntagsblatt.

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Ihr wohlaffektionicrter König Wilhelm.

Marmor-Palais, den 10. August 1888.

i Marl , 1.80

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anf de» Weg durch dm Thaleinschnit?, »$7« kommen mußte.

Schon war der Zeitpunkt verstriche^ too er hätte I der^Schwelle.

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die

Expedition Markt 21.

Kreisblatt für die Kreise Marburg «ad Kirchhain und .

Illustriertes Sonntagsblatt

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Kreisau, den 10. August 1888.

Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster Kaiser und König,

Allergnädigster Kaiser, König und Herr!

Ew. Majestät huldvolles Handschreiben vom 9. d. M. hat mich mit innigster Dankbarkeit erfüllt, l-s macht mich glücklich, auch ferner noch der Armee angehören und derselben in der ehrenvollen Stellung dienen zu dürfen, welche Ew. Majestät die Gnade haben wollen, mir zu übertragen. In den aner­kennenden Worten Ew. Majestät gnädigen Schreibens sehe id)_ den höchsten Lohn für alles, was ich je habe leisten können, und verharre, der weiteren Be­

fehle gewärtig, in ehrfurchtvollster Ergebenheit und Dankbarkeit

. Ew. Kaiserlichen und Königlichen Majestät --^^^^beümterthänigster Diener. U3C

Gr. Moltke^

Oberhesfische Zeitung

mit ihren Gratis-Beiblättern

. Deutsches Leich. . J

. 28. Aug. Der Kaiser wiG^tiach Em-

psang seiner Kinder, die heute morgen Oberhof t>er= ieBen- gegen abend auf einige Stunden in Berlin eintreffen. Uber die Weiterreise des Königs von Griechenland sind noch keine näheren Bestimmungen getroffen. Die Kaiserin Augusta kam mittags über Charlottenburg, wo sie das Mausoleum be­suchte, nach Berlin, empfing im Palais den Ge­sandten tarn Schközer und kehrte sodann nach Pots- dam zurück. Die Abreise des Kaisers nach @üb=

- teT\ W 3n Wertschätzung und Dankbarkeit rann ^zyren Rat nicht entbehren, so lange Siel j, , nl . ji[;i Qf>r

^0" und Ich muß Sie der Armee erhalten, die Wilhelm R

mit dem unbegrenztesten Vertrauen auf Sie blicken An den General-Feldmarschall Gr°^ hn» flLw, wrt, s° to». »1°- di-- Wenns Chef

-ZU spät!» kam es mühsam über seine Lipp«.

Die Gräfin betrachtete den Manu mtt forschend» Blicken, wie am sich zu überzeugen, was sie von ihm zu hoffen habe. Sie atmete auf, als sie in seinen Augen den Ausdruck von Mitleid und Schmerz lag «ehr hatte sie nicht gewollt.

.Mignon - endlich!' flüsterte er, all ste heran- 1 n$b.em °uch er ihr forschend in'S Antlitz

flickt und keine Spur mehr von Trotz -,d lleber. ^r*!H^re^^äee^ SÜllnden, sondern nur die Linie«, welche der Gram darin gezeichnet hatte.

Sie streckte ihm die kleine, abgezehrte Hand ent­gegen und er nahm sie in die seine, trotzdem momentan der Groll tu ihm ausstieg und er feinen Schmerz lanm beherrschen konnte. Dann aber war alles über­wunden; was sie verschuldet, sie hatte es schwer gebüßt.

»®rnP, ich danke Dir, daß Du gekommen bist', flüsterte sie endlich mit thränenöberströmtem Antlitz ,E8 war ein entsetzlich schwerer Gedanke, daß meine vergebliche gewesen sei« könnte, «ud doch, ich durfte kaum hoffe»' ...

.Mignon, was ich einmal gesagt habe, gilt für vüe festen. Ich habe Dir versprochen, zu komme», ®.en Du mich rufeu würdest und Du siehst ich hüt da^ Was willst Du mir sagen?'

-Du fragst, Ernst? Doch laß' und nicht voutzer-

-WAWA» rede». Mei» Nachlaß wird

e Bestätigung geben, wie ich bereut habe.'

Potsdam, den 9. August 1888. l Ich Sie daher Ihrem Anträge entsprechend von der Mein lieber Feldmarschall! I Stellung als Chef des Generalstabes der Armee

Obwohl Ich Mich den in Ihrem Briefe anl^burch entbinde, so geschieht es unter dem Aus- Mich ausgetührten Gründen nicht zu verschließen Iarme" Wunsches und in der Erwartung,-

vermag, so hat Mich doch derselbe mit Schmerz be- , 15 r'f Qu$ femr mit den wichtigeren Ange- wegt. Es ist ein Gedanke, an welchen Ich Mich ^genheiten^des^Generalstabes in Verbindung halten so wenig wie die Armee, deren Sein so unendlich£iB ^hrem Nachfolger den Ich hiernach viel Ihrer Person verdankt, gewöhnen können, Sie I ""gewiesen habe gestatten werden, Ihren Rat nicht mehr an dem Posten sehen zu sollen, auf aUen Vra9e 1,011 Bedeutung zu erbitten. Bei welchem Sie das Heer zu den wunderbarsten Siegen "r. J° 9°9em Maße erhaltenen geistigen Frische | führten, die je die Kämpfe eines Heeres krönten. I^hnen auch möglich sein, hiermit die Stellung Doch will Ich unter keinen Umständen, daß Sie IQl T.ra'eS , ^andesverteidigungs - Kommission zu Ihre uns teure Gesundheit überanstrengen; darumr.em,9en- welche Ich Ihnen hierdurch übertrage, werde Ich, wenn auch schweren Herzens, Ihrem- ber Erkrankung Meines in Gott ruhenden Wunsch willfahren. Dennoch weiß Ich Mich mit I , fehlt den Geschäften der Landesverteidigungs- Meinem Heere eins m dem Wunsch, Sie um das I die Leitung ganz, und eine solche wird

Wohl und Wehe des Vaterlandes und seiner $er= I 'm"er wehr so sehr wichtig, daß es Mir ganz 6. teidigung beschäftigt zu wissen. Seit dem Heimqanq I0nbere Beruhigung gewährt, sie in Ihre Hände Meines teuren Vaters ist das Amt des Präses ber | 8!nräU. n"e" Jnbetreff Ihrer künftigen Gehalts- Landesverteidungs - Kommission unbesetzt geblieben, Verhältnisse habe Ich den Kriegs-Minister zur fer- Jch kann gewissenhaft dasselbe in keine besseren und I nc^n Zahlung ^hres bisherigen Gehalts und ebenso berufeneren Hände legen als in die Ihrigen. Darum ?°\n angewiesen, daß Ihnen Ihre bisherige _ ,. , bitte Ich Sie, dasselbe Mir und dem Vaterlande, .?^w°hriung verbleibt. Uber Ihre Wünsche be-

Ksiser Wilhelm n. und Graf Molllre I f°to'e Meiner Armee zu Liebe anzunehmen. Möge I eine§ persönlichen Adjutanten sehe

Berlin, 27. Aug. DerReichs-Anzeiger" ver-1bcr ®err unS Ihre unschätzbare Kraft und Rat- ^?^rer Äußerung entgegen. So denke Ich ein öffeutlicht die nachstehenden aus die Verabschiedung ^äge auch in dieser Stelle noch lange zum HeileI? ~.er^oI.^ür Sie festgestellt zu haben, in. ___r jf. Q ztt... r mi # ... - ___ I iirtfor ov Qlntinn «Vfvi-at. -. - r: s..k.... I VC ul DuTTVlItllCD TTDCD l(THAPrp Qpif \oaovi i 4.»,.

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- LVtner Biertelstunde soweit nm fich gcfrtffen, daß diesen Brief mit der Stadt 10?£ 6t8^.eHete8n unmöglich, und also tu wenig I Siegel zn fiegniereu, so hat , ganze Stadt und in Summa au I aber solches, weil dasStadt-

! 1031« 00 Baue zusamt Rathaus, Hospital, Brauhaus siegel aufm Rathaus durch

11O76/« SJ® NiklaSkirche jämmerlich eingeäschert worden, l die F-uerSbruust gleichfalls eh«» k n^t allein aller Vorrat an Frucht,lverkomme», nicht beschehe»

iE der Bürgersmann seiu L-ben erhalten und vor können.

' 84ir 5Hb toiebentm bestellen soll, sondern auch oBt8 Hausgerät und was der Manu

' ick tzE! ß°nt Feuer verzehrt, und also die ganze Stadt

' 73°/, LtuBeifte8 unverwindlicheS Verderben gestürzt, sogar

791/« §>.,^.Uleiste Manu die Feldgüter verlassen, den

82s i^Otab ergreifen, und wofern er nicht Hangers

» 83;s u S wiu, mit seinem armen Weib und Kinder in

l Wjh LMÜ herum die Almosen erbitten i " "

V btc aimen Levte fich des schwarzen! den Drücker der Hc 411. Es erwehren, wiederum aubaueu und hinküuftig durchzitterte die Luft.

hoffen haben «Wen, als gelangt .Bringe mir Feder, Tinte und meine Schreibmavve" 1 üändia r lag voll-

K unser dienstfleißig und freunduachbar- gebot die Gräfin der erstauuten Dienettn ^ Önnf SK'«jlU401"' durchsichtigen

SStnkfte wEe» geruhen fich unseres erlittenen Diese brachte das Gewünschte. Die S-rrt» nahm 6 IrJg,

anjeigen niatmt entgegen die Expedition d. Blatte».

sowie d. Annoncen-Buremir vonHaasentzeinunb Boafe? m»-M

. Jahrgang

Daube u. 6o. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Paris.

ditionSV.PL. bei den Postämtern 8 Ml. 60 Pfg. Al.

» Äe Ue Donnerstag, 30. August 1888.

isßihid L sr?. Feldmarschall.

4=' ««' Kreisau, den 12. August 1888D Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster p Kaiser und König,

Allergnädigster Kaiser, König und Herr!

Ew. Majestät haben mein allerunterthänigfteS Ersuch in so huldvoller Weife genehmigt, daß mir .Hk«...«,, vic nuu/ntipiiuni nur oie MravMeounai *1UU)uuhl au1vr»q>lpm ?" i*«.<6le Worte.fehlen, um meinen innigen Dank auszu-

des Feldmarschalls Grafen Moltke bezüglichen Schrift unserer Nation erhalten. Eine diesbezügliche Ordre ^'e hoffentlich noch längere Zeit segensrelch zu sprechen. Es macht mich glücklich, Ew. Majestät in Dstücke. Kreisau, den 3. August 1888. |"erb,e Ihnen noch zugehen lassen. In treuesterl^en "nstande sem werden. Bestehen bleibt ja einer neuen ehrenvollen Stellung noch ferner dienen

Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster Dankbarkeit und Anhänglichkeit verbleibe Ich I scheiden zu dürfen, und bitte ich, mir in derselben meinen

Allergnädigster Kaiser, König und Herr! I > wohlaffektionierter König Buhmestafeln der preußischen Armee ge-

' Ew. Kaiserlichen und Königlichen Majestät bin Wilhelm. oan/en W lt^ /ilt ^Jsef'ette" " ber

Z «nzuzeigen verpflichtet, daß ich bei meinem hohen Marmor-Palais, den 10. August 1888. ftSrkr 2 ! 6 ^Cr bie Macht der

L"<^chtmehr -in Pferd zu besteigen vermag. Sie leaen Mir in Mrem Sckreibe- hnm 9 IÄAÄ c^. d« Menschen, und ihr

werde Ich Ihnen noch zugehen lassen? In^£r Bestehen bleibt Ja eine? n^^^^^

Dankbarkeit und Anhänglichkeit verbleibe Ich ,» s.ben »ns w ^Stelle scheiden zu dürfen, und bitte ich, mir in derselben meinen

nnff bi «Z JSä S? ?^n NEen obenan bisherigen Adjutanten, den Hauptmann von Moltt" auf die Rubmestaseln der hr,n6,to,n m- vom Generalstab, belassen zu wollen. Die gnädige Ordre vom 10. d. M. wird in meiner Familie als ein unschätzbares Andenken aufbewahrt werden, und in unwandelbarer Treue und tiefster Ehrfurcht ver­harre ich

Ew. Kaiserlichen und Königlichen Majestät ä, alleruntexthänigster Diener

.ärv- Gr. Molt ke,-^

Feldmarschall.

M» wen haben, was gestalt durch Berhängnis des! buchten Gottes am verwichene» Sonnabend den! LMsSZ?LZ P S.

vulüschliche Flamme dann in so schneller Eil Ob fichs wohl gebührt hätte

! getJU^..,m?r I'u P^rd zu besteigen vermag. Sie legen Mir in Ihrem Schreiben vom 3. müssen auch Sie M beu^n der Sie sonst "v % Tw. Maiestat brauchen lungere Kräfte und ist mit d. M. mit der Klarheit und Selbstlosigkeit, bie ben (Siea in ^rer S l f überall

Elddwnstfähigen Chef des General- leuchtend durch Ihr ganzes Leben geht die Not- besonser?» Dan^für Alles was

:r Pfd. fu-bes nicht gedient. Ich werde es als eine Gnade Wendigkeit eines Entschlusses dar dessen Bearünduna G-N-N»sst»^ ^ « *' 2 S-e als Chef des

i te»' Ew' Majestät mich dieser Stellung Ich ja leider nicht nennen ba'rf

?^eben nd mir huldreich gestatten wollen, den aber eine so schwerwiegende ist, daß Ich Ihrem! Ick kann nur Lf hi? öuruck.

Men Rest meiner Tage in ländlicher Zurückgezogen-1 Anträge doch nur teilweise entsprechen kann In Iabre wessen und f»nn 1 Ie^ten 25

LU verleben. Nur mit meinen innigsten Wünschen dem Alter, welches Gottes gnädige Fi^aung Sie Aur Lu^re^^ bnfi ^, ^ Überzeugung

tan ich die Erfolge begleiten, welche Ew. Majestät höchsten Freude^ Meines teuren ÄterT ,um Ser S mTe in fioLTeLt Generalstabes

Erreichen Zukunft Vorbehalten find. In treuester Segen für die Armee und zum Heil des Vaterlandes solange es einen^deutscken Sold^rn^Wn roei;ben, Ebenheit und aufrichtigster Dankbarkeit für so bisher hat erreichen lassen, darf Ich die unvermeid- schlaamdeS ßm - ~ e,nR bx£*

e mir zuteil gewordenen Auszeichnungen und l lichen Anstrengungen des Dienstes Ihrer Stellung! der Welt ~ , 6 ' Empfindung t

^tMen verharre ich. nicht mehr länger von Ihnen beanspruchen - aber - 9

Ew. Kaiserlichen und Königlichen Majestät ' 1

aÜerunterthänjgfter Diener

xZ ki »»v vci i yiozllzusllgeu. V

Uschlag, wie fie der seine» kein l Gehör geliehe»?

L * I dem bloßen Gedanke» an eine solche Möglich- 10- Hr bir kalten Schweißtropfen vor die

I Stirn, das unruhig pochende Herz tobte. Wie konnte .M sie aus der Welt gehen, ohne ihn noch einmal gesehen, Ei»««! gehört zn haben? Sie hatte w B L"??^leS abznbitten nnd ohne seine Verzeihung w ! konnte fie nicht sterben.

>. 77 . Diese Aufregung verschlimmerte ihre» Zustand

» r (Nachdräck verboten.) und drohte ihr herannahendes Ende zu beschleunigen,

-rittzesfi« Sol-Haar. 6atte in bcr Nacht zum Arzte g^

Roman von I. Steinmaun. !IG'«»nd derselbe oidnetedieskS und jenes zu ihrer Er. lFottsetzung.) I "'cht-rung an, weiter vermochte er aber nichts zu thuu.

tttteite die Luft. «Hause herrschte Grabesstille. Die Gräfin lag voll-

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Aas -er Vor^ett. I commisoration ä« Steuer thun und die armen ver- atmete auf. Würde er kommen? Er batt, m -------

An die Herren Bürgermeister, Rat und @eaeinb J Lr?nnte ^entt »ar zu Grunde gehen oder beilTageS gesagt, ste möge nicht m lauar aufNackÄ batte erreichen mfi

der löslichen Stadt Maiburg. ' desem großen Elend verswmachten möchten. Daran warten lasse» und fie hatte sich öide mittobar darauf trat die Kammerfrau ein.

sesSB5^Jsewee*re^®B8iS5$Sya#^^s#fci6e!B , Die Dienerin ging und im nächsten Augenblick erschien die Gestalt deS Grafen von der Zeche anf h,r Ein Blick auf die Kranke ließ jede»