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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg Md Kirchhain.

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Expedition- Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Saq. Koch.

regimenter sich sehen lassen können, und daß von

ihnen auch gelernt werden kann. Es ist überhaupt

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Kaiser Wilhelm II. und die Armee.

Es war begreiflich, daß unser alter, ehrwür­diger Kaiser Wilhelm I. sich schwer von den Armcc- Emrichtungen trennen konnte, die er zum nicht ge­ringen Teil selbst bestimmt und geschaffen. König Wilhelm von Preußen kann mit gutem Recht der Schöpfer des modernen Militärwcsens, namentlich, was die Infanterie anbetrifft, genannt werden, und feine Lehren siud mehr oder minder von allen Staaten befolgt worden. Aber, wie alle anderen Wissenschaften rastet auch die Kriegswisscnschast nie. Was zum Beginn der sechsziger Jahre unter den damaligen Woffenverhältnissen mit Recht als groß md bedeutsam gepriesen wurde und in de» folgende» Feldzügen sich ausgezeichnet bewährte, das war

trefflicher Kavallerieoffizier, wie es nur einen in der Armee giebt, ohne deshalb die Infanterie z« ver­nachlässigen.

Herr von Rabenau Hat. als nicht gehört habe; auch St schien sich fr egevheit zu befinden.

uch »fort m.

In Rußland ist der Kaiser mit ganz besonderer Aufmerksamkeit den großen Kavallericmanövcrn ge­folgt; man muß gestehen, daß die russischen Rciter-

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des Kaisers gcfund.n zu haben, wenn auch eine so hochbedeutsame Frage nicht in einer Woche definitiv entschieden wird. Aber die ganze Anlage des Kaisers läßt uns erwarten, daß es bei den jetzigen mili­tärischen Reformen noch nicht sein Bewenden haben wwd. Wäre Wilhelm II. nicht Kaiser von Deutsch­land geworden, sicher wäre er ein ausgezeichneter Reiterführrr geworden, der den großen Reiter- generalen Ziethen, Seidlitz und Prinz Friedrich Karl alle Ehre gemacht hätte. Ein Reitergeneral wird geboren, der kann nicht erzogen werden, wie sonst wohl ein großer Heerführer. Bekanntlich stand auch der alte Fritz nicht sofort als Feldherr da, er hat seine Lehrzeit gleichfalls durchgemacht. Aber bei einem schneidigen Kavalleriesührer liegt es im Blut, und unser heutiger Kaiser ist jedenfalls ein so vor­

bezüglichen Nachrichten sofort übermittelt werden. Der Minister des Innern erstattet sofort nach seiner 1 Rückkehr dem Monarchen über seine Wahrnehmungen 1 im schlesischen Ueberschemmungsbebiet Bericht. In l den preußischen Jahrbüchern äußert sich Profrffor Dellbrück, der bis zum Tode Kaiser Friedrichs mit : dem Monarchen in Verbindung gestanden, über die angebliche Kanzlerkrisis unter dem hochseligen Herren: "Die Nachwelt wird es schwer begreifen, daß die Meinung Glauben finden konnte, Kaiser Friedrich denke daran, sich von bg» Reichskanzler zu träme* vSn Wirklichkeit hat nie einen Moment eine Kanzler­krisis bestanden oder hat der Kaiser sich auch nur -mit dem Gedanken an eine solche Möglichkeit be­schäftigt, wie ich mit der positivsten Gewißheit be­haupten barf." In ganz demselben Sinne haben wir uns zur Zeit der Krisengerüchte ausgesprochen. Im nächsten Monat feiern der Herzog Max in Bahern und seine Gemahlin, die einzige noch lebende Schwester König Ludwigs I., ihre diamantene Hochzeit. Die Feier wird im Tegernseeer Schlöffe im Beisein aller Familienglieder begangen werden. Aus Hamburg 3n der Pfalz schreibt man: Heute Nachmittag 5 Uhr traf hier nach elfstündigem Morsche unter Führung des Generals von Rosenberg ein Kommando von zehn Offizieren und etwa 50 Pferden zum Ausprobieren neuer Sättel ein. Wie wir hören, hat das Kommando heute einen Marfch von 75 Kilometer hinter sich, um morgen zu einem gleichen Ritt in der Frühe wieder aufzubrech«. Lex Ritt geht durch die Pfalz über Mannheim, Baden, Freu­denstadt nach Donaueschingen und wird vier Wochen umfassen. Ein Sattel, den der General selbst er­funden, soll sehr vielversprechend sein. Die Aus­rüstung der Kürasfiere mit Lanzen hat bereits begonnen, in Königsberg werden die dortigen Kürassiere schon mit den Lanzen durch Ulanenunteroffiziere ausgebildet. Prinz Heinrich von Preußen wird jetzt mit einer Gemahlin seinen Einzug in das Kieler Schloß halten, dessen Restauration wenigstens ' am Haupt­gebäude und Gürten vollendet ist. Das Kieler Schloß war zu Ansang des vorigen Jahrhunderts Sitz der Regierungs-Kollegien, von 17281739 residierte dort Herzog Karl Friedrich von Holstein- Gottdorf, dann zeitweilig die an der Spitze der vormundschaftlichen Regierung stehenden Fürstbischöfe von Lübeck. Im Jahre 1808 wohnte hier zuerst der damalige Kronprinz, spätere Friedrich VI. von Dänemark, seine jüngst. Tochter Wilhelmine ward auf dem Schlöffe geboren, welches ihr dann 1838 nach ihrer Vermählung mit dem Herzog Karl von

ehrwürdigen Namen seiner Vorfahren? Und er hätte doch mit einem einzigen Ruck das Band zerreißen können, das so verderbenbringend fürihn geworden war' Mit langsamen Schritten, die Arme über der Brust gekreuzt, wanderte er in dem geräumigen Ge­mache auf uud ab. Seiu Gesicht war bleich, aber ruhig. Er hatte alles gethan, wa» la seiner Macht band, die unselige Verblendete zu ihrer Pflicht zurück- »usühreu. Er wollte noch einen Versuch machen und sie dann ihrem Schicksale überlassen.

Inzwischen war die Zeit vorgerückt. Er erschrack al» er die Sonne schon über der alten Raine stehen ah, warf daun einen prüfende» Blick in den Spiegel nahm seinen Hut uud schritt hinab, über den Hof und in die Wohnung sei-eS Försters. In derselben »errschte eine beinahe beängstigende Stille, beängstigend für sein »»ruhevoll pochendes Herz, aber deauoch wohlthuknd, dennoch voll heiligem Frieden. Die Sonne sandte ihre Strahlen durch dar Feaster am Flur auf di« saubere Treppe und die Blume», die ettwärtS zum Teil die weißgetünchtr Wand verbargeu. ^raf von der Zeche stieg die knarrenden Stufen der Treppe hinan, aber auch obe» war olles still. Er schritt den Gang entlang bis zu der Thür deS ihm wohlbekanuttn FamilienzimmerS. Sein Klopfen blieb unbeantwortet. So öffnete er die Thür.

Es war Niemand in dem Gemach und eS hatte auch nicht den Anschein, als ob eS vor Kurzem ver« affen worden sei. Die peinlichste Ordnnng herrschte n dem mäßig große», vom Sonnenlicht durchfluteten aume. Kein Stäubchen lag ans deu blaukpoliertt» Möbeln von Eschenholz, aber auf dem Nähtisch«, üs.der Nische lag «iue Haudarbeit uud der geöffnete Nahkord stand daneben.. Der G.af wollte zurück, reten, «ber «r war wie gebannt durch deu stilleu mieden, welcher hier herrschte. Nur ein goldgelber lamrrieuvogrl wiegte sich tu dem Ring« seines Bauers.

er maste anscheinend die Ruhe nicht zu ftta», obschon UBiiu, sonst iu allen ^DagHzeiteu seinen fchmetterridt» Äefaüg HöreE konnte.

die Aock, mit und vom zeitig ünst >ert: 485.

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ä «ui mu anuyc ucmtmcne eie «aroneii« ryre auch nur einen Anstrich von Berechtigung v-rlieb, rn : Laune, aber als Herr von Rabenau herzusprang, sich um sie zu kümmern? Wenn sie sich trotzig - ? >un«r schönen Verwandten seine Dienste anzu-1 uud der Trotz könnte um ihre Mundwinkel spielen!

6eIeit8 wieder ein strahlendes! ton ihm abwandte, um ihm zu sagen, daß sie öS jS , ... stich von nun an jede Einmischung in ihre persön-

_ " . sDtfc war in her STfinf ritte feffette rttimithn» fPy. I __

zwanzig Jahre später, als viel wirksamere Feuer­waffen ersunden waren, nur noch Stückwerk, die «men Verhältniffe erforderten neue Einrichtungen. Kus dem Nahekampf im Kriege wird immer mehr em Fcuergefccht, und mehr als je kommt die leichte Bcwcgbarkeit der Kolonnen, welche schnelle Bewegungen rat entscheidenden Moment gestattet, in anbetracht.

Mch der eine zeitlang in den Hintergrund getre- , , v ....._______

taten Kavallerie wird eine sehr erhöhte Bedeutung I unserer Militärverwaltung eigen, daß sie, di/'doch zugemesscn, das zeigen die großenKavallcriemanövcrlals die beste in ganz Europa gerühmt wird, die nicht nur bei uns, sondern auch bei unseren östlichen I militärischen Leistungen anderer Staaten sehr hoch Lid westlichen Nachbarn. Besonders legt ja Ruß-1 rechnet. Diese Wertschätzung ist äußerst lobenswert, J lmd enormes Gewicht auf seine Kavallerie. Wir! sic verhütet sicher spätere unliebsame Enttäuschungen.

Uhcbcn gegenwärtig ziemlich dieselbe militärische Wen-1 Auch dem Kaiser scheinen angesichts der russischen ^dmig, die schon vor mehr als zweitausend Jahren I Manöver mancherlei Gedanken durch den Kopf ge- M, wenn auch in entsprechend anderer Form, ab-1 gangen zu sein, uud die Kavallerie kann sich in den Welte. Bis zur Zeit Alexanders des Großen ent-! bevorstehenden großen Manöver» wohl darauf ge­schieden hauptsächlich die schwergerüstetcn Hopliten! faßt machen, ganz gehörig aufs Korn genommen zu Wnfanterie)-Kolonncn die Schlacht. Alexander brachte! werden. Die Neigung des obersten Kriegsherrn Ms leichtgerüstete Fußvolk und die Kavallerie zur! für die Reiterei garantiert, daß mich hier eventuell p^tun9_ und schlug mit ihnen seine Schlachten. I alle zweckmäßigen Reformen in Anwendung kommen, f Kaiser Wilhelm I. hat den neuen Zeiterforder-! die uns Nutzen bringen können. In den staltgehablen smffen schon viel nachgegeben, so besonders die neue I Exercitien bei Potsdam und Berlin hat der Kaiser Manterieausrüstung zugestanden, welche die Beweg-! geze'gt, daß er zu kommandieren und zu urteilen Allkeit der Fußtruppen bedeutend erleichtert. Sein! versteht und nicht minder scharf beobachtet, als sein M>hn Kaiser Friedrich that den noch viel schwer-! Großvater und Vater. Die volle Jugendkraft des fliegenderen Schritt, die Änderung des Exerzier-! hohen Herrn wirb in der Armee kräftig zum Aus- Meglements anzurrgcn, ein Gedanke, der gewaltig I druck kommen und für ihre Weiterentwicklung Sorge M dcn bisherigen Dienst eingreift, diesen wesentlich I trogen. Die bevorstehenden Kaisermanövcr werden Leichtert, ohne doch die Güte der Mannschaft zu! die interessantesten sein, die wir seit mehreren Jahren ^»ringcrn. Kaiser Wilhelm II. hat nun die Idee! gehabt, denn sie finden von Anfang bis zu Ende Mes Vaters eifrig ausgenommen uud wiederholt! unter der Leitung des obersten Kriegsherrn statt. R nach dem neuen Reglement einexerzierten Ba-I Und wir können gewiß sein, daß Kaiser Wilhelm II. fMone vor sich üben lassen. Im Großen und I würdig seine großen Vorgänger ersetzen wird.

ganzen scheint das neue Reglement die Zustimmung I--------

(Nachdruck verboten.) I Seltsam, daß er, den alles, was um ihn her vor-

Vrittiessi« Holdüaar. flln0' JD ruhig und gleichgültig ließ, diesem Mädchen i Roman m <?Steinmann g-g-uüber seine Selbstbeherrschung völlig verlor, so-

v°« I. Ste'nmann. halb er in bem lieblichen, frennblich«» Anil-tz j neu

isortsetzung.) Zug von Scheu unb Zurückhaltung bemerkte, ben

WB bU Wagen ber Ronnrbergs vorfuhren, staub | stets sein Anblick bei ihr hervorzubringen schien. Er Echloßherr zwar unter dem Pottale, um mit!»ar entschlossen, in das Haus beS Försters zu gehe», m von Ronneberg unb bissen Damen einige um Aenucheu sein gestriges Benehmen z» erkläre», «-te zu wechsel», aber er war nicht zum AuSgehen Leicht würbe ihm bas nicht fallen, daS wußte er. raftet und empfahl Baronesse Melanie bem Schutze Welches Anrecht hatte er überhaupt an sie? Warum « alten Frau von Dallwitz, ber Schwiegermutter I kümmerte er sich so sehr um it,r Thun und Treiben « Heim vou Ronurberg. und welche» Vorwaub konnte er Vorbringen, der ihm

Nur mit Muhe bemeisterte die Baronesse ihre! auch uur einen Anstrich von Berechtigung vulieb. t Vnntl» nfS hntt tonte**#*«« . I CX r* - o cm.. . r. , P s"

Aentsches Reich.

derli», 9. August. Der Kaiser? unternahm am Donnerstag vormittag zunächst einen zweistündigen Spazierritt in die Umgegend von Potsdam, ließ sich bann Vorträge halten und arbeitete mit dem Generalleutnant von Hahnke. Nachmittags erteilte der Kaiser noch mehrere Audienzen und unternahm nach dem Diner eine Spazierfahrt. Das Befinden der Kaiserin Victoria und des neugeborenen Prinzen ist vorttefflich. Die Kaiserin Augusta wird Mitte des Monats von Koblenz nach Schloß Babelsberg bei Potsdam übersiedeln.' Kaiser Wilhelm soll, einem Charlottenburger Blatte zufolge, im Oktober seine Residenz im Schlosse zu Charlottenburg aufschlagen. Mit Rücksicht darauf würden nicht nur äußere Herstellungsarbeiten vorgenommen werden, sondern auch die inneren Räume des Schlosses eine zum Teil neue Einrichtung erhalten. Gutem Ver­nehmen nach wird der Reichstag bei Beginn der nächsten Session sich mit der' Bewilligung einer jährlichen Summe zu beschäftigen haben, die dem Kaiser einen teilweisen Ersatz der ihm erwachsenden Repräsentattouskosten gewährt. Auch bei den An- ttittsbcsuchen des Kaisers in Wien und Rom wird Graf Herbert Bismarck denselben der .Kreuzztg." zufolge begleiten. Der Reichskanzler kommt nächste Woche zu kurzem Aufenthalte nach Berlin und be- giebt sich darauf nach Kissingen. In nächster Zeit wird sich der Kaiser nach Frankfurt o. O. begeben, um der Feier der Enthüllung des Prinz Friedrich Karl-Denkmals beizuwohnen. Der Ober­bürgermeister von Frankfurt ist deshalb heute zu einer Konferenz mit dem Hosmarschallamte nach Berlin beschick«».. mmrden^ Der Kaiser hat das Frühstück von der Stabt angenommen. Der Empfang findet vor dem Rathause statt. Der Statthalter von Elsaß-Lothringen, Fürst Hohenlohe ist heute, von München kommendem Berlin eingetroffen. Ter stellvertretende Chef der Admiralität und kom- mandtrende Admiral Graf Monts ist vom Kaiser zum Bevollmächtigten zum Bundesrat ernannt worben. Daraus ergiebt sich schon, daß die jetzige Stellver­tretung noch längere Zeit andauern wird. Für die Opfer der letzten Überschwemmung in der Pro­vinz Schlesien hat das Berliner Zentralkomitee ftir dix Überschwemmten sofort 50 000 Mark angewiesen. Der Vorstand des Vaterländischen Frauen - Vereins hat 10 000 Mark gespendet. Wie verlautet, hat 1 Kaffer Wilhelm ben Befehl gegeben, baß ihm vom , Minister bes Innern alle auf die llcbcrschwemmungen i

©raf von ber Zeche zog bte Thür leise hinter fich zu. I» demselben Augenblick hörte er einen raschen Schritt unb sah die alte Haushälterin aus einem Seitengange treten.

»Der gnädige Herr suchen ben Herrn Försters» sagte sie, eine Verbeugung machend. .ES ist Niemand zu Saufe.* , -

.Auch das Fräulein nichts . o < , .Nein, auch das Fräulein nicht. Sie ichom gleich nach Tisch fortgegange».«, '

Seine Züge erhellten sich. ,

.Zu einem Spaziergänge?« -drohte»: mmwl .Wahrscheinlich, aber sie wollte noch erst inst 2orf, um einig« Kranke zu besuchen. Die Fran Stürmer hat gestern einen böse» Fall getfjai.*

Der Graf ging, ohne die litzten Worte der alten EkSbeth zu hören. Wenn Anna ins Dorf gegangen var, so konnte sie nur auf einem Wege zw uckkommeq, >enn es war nicht anzunehmen, daß sie die staubige Fahrstraße wählen, werde. Er wollte ihr entgegen gehe». , /

Mit eiligen Schritten näherte er fick dem Fuß­weg, als er plötzlich Herrn von Rabe» u siitwäils twS bem Gebüsch unb auf fich zukowmei sab.

-Graf von ber Zeche nmfste stehen-^.ftOk», ODb» eich fein Blut in Wallung kam, H.ii« et beM nie vor feinen ©ästen Rübe?

.Woher kommen Sie? fragte er mit rauhem Ton«. -

ber) s 8 gcm r ;u ] er.

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.Verzeihung, lieber ©raf, aber trotz ber © gen- oart ber schönen Baroueffe, habe ich .8 dort oben nicht auShalten können, sondern eS tmia-zogen, mich heimlich zu entfernet Diese kleine N*->Mk4«r» mtt ihrer Schwär»»eret für alte Steine bst- mich tu dir Flucht getrieben. Weiß der Himmel, ich habe viel geleistet, aber al« str E endttch znA«rh«te, achtzig

ditionS'/.Mk., bei den Postämtern S Mk- SO Pfg. (ittl. Haasenftemund «ogler S

** Sonnabend, 11. August 1888. ttM. Jahrgau«

, ------------------- »aude u. Lo. m Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Pari«. r.

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. I sich von an jede Einmischung in ihre persöu-

war in der That eine seltene, anmutige Er- ltche» Augelegenheiten entschiede» verbitte, dmite eS ^wung und ba sie immer eine vorzügliche Toilette ibn befremden?

^wachen verstaub, so mochte die allgemeine Au- Wohin htte ihn seine Anmaßung eine andere J?1 «ast Graf von der Zeche seine Kousine eiftig I Bezeichnung fand er für fein Benehmen Aennchen -= »nmitt.lbaie Veranlassung ihrer gegenüber nicht mehr gefühlt? ES gab nur eine

&<£*$** Freiburg sei, nicht befremden. Sein Sühne für ih». Er mußte ihr alles sagen, war zurückhaltendes Benehmen selbst M laute! ihn g, quält unb bedrückt hatte; er mußte ihr sagen, «mber änderte auch an dieser Annahme nichts, daß sie ihm vom ersten Augenblick an ein warmes ^tetmann ttufete, daß doch ein leidenschaftliches, Interesse «ingcflößt unb daß er sie vor jedem 'Leid alles Gute empfänglich« Herz in seiner Brust und Unheil hätte schützen wögen, daß ihm der ©e.

i I danke unerträglich gewesen fei, sie neben Mensche»

^, ?EU rollten dabo». Unter dem Thorwege I zu sehen, die so wenig Verständniß für eine reine, J^ttbie Melanie noch einmal daS hübsche Gesicht I lautere Fraueuseele empfinden würde».

dem blumengeschmückti» Hut »ach bem Kousiu I Das alles wollte tr ihr sagen unb »och viel, viel Ti« un®te tbm lächelnd zu. Er erttibeite de» I mehr, aber dennoch womit wollte er dieses Inter- otB* Hoflichkeitsrücksichte», aber unwillkürlich|efse erkläre»? Durfte er daran denke», ein solche, kbfol. t.i,nt£^u9<n ,Laft gleichzeitig zu dem Seiten-1 für ein schöner, junge« Wesen za empfinden, ehr ij, Sfo?1 hinüber, welches der Förster bewohüte. Aber «nicht da» furchtbar« andere Band gelöst war?

Heimchens Blondkopf hatte er lange! Seine Finger krampften fich zornig zusammen Megt?ciLubtE2tn Flumen und zwischen den Bor-!und ein qualvoller «echzm entrang sich feiner Craft.

"^ »nftanche» Vsthe». A. |$a$ nwr der Flach, von bem er fich nimmer los-

3 A mnfeU «r sie nm jede» Preis spreche».! kaufen konnte. Und dennoch warum hatte er «8

i? Mmte sich seiner gestrige», zornige» Aufwallung.!nicht längst gethan?Am, Pietät sitz den-alte^

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12.

nebst «bet

3.