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- Wöchentliche Beilage«: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

I ' ________ ■______________V Expedition' Markt 21. — Redaktion, Drnck »nd Berlaa von Joh. Ano Koch.

Marburg,

Mittwoch, 8. August 1888. ®*SÄuiK

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„ >. in mehr wie I einer Zeitung zu finden waren, und die vielleicht in einem Bericht des Reichskanzlers an Kaiser Friedrich hätten gesagt werden können, aber nicht gesagt worden sind. — In der Battenbergischen Angelegenheit ist mehr als ein Jmmcdiatbericht er­stattet worden, aber keiner derselben hat eine An­spielung auf Besprechungen des Kanzlers mit Ihrer Majestät der Kaiserin Friedrich oder auf einen Brief der Königin von England vom 26. März d. Js. enthalten. Ein solcher ist dem Reichskanzler und! den. Auswärtigen Amt des Deutschen Reiches bis zu diesem Tage absolut unbekannt geblieben. Wenn er dennoch existierte, also diese Angabe der Revue

richtig sein sollte, so würde darin der Beweis liegen, daß die vorliegende Fälschung Von Regionen aus­gegangen ist, in denen Man von der Korrespondenz der Königin von England genauere Kenntnis hat,

S. HauS von Eisenbach, Burgwann zu Marburg, Siebt zu einem Seelgeräte und Gedächtnis seiner, letner Gemahlin Grethe, seiner Eltern und aller MUbigen Seelen dem Prior und den Brüdern Piedigerordeus des Klosters zu Marburg 2 Pfd.

Berlin, 6. August. Ter Kaiser hörte gestern en Vortrag des Grafen Herbert Bismarck, arbeitete längere Zeit mit dem Kriegsminisier und erteilte

sodann dem Gesandten v. Schlözer Audienz, welcher urachher zum Dmer gezogen wurde. Morgen früh beabsichtigt der Kaiser dem Ererciren auf dem Tem- pelhofer Feld beizuwohncn und nachher einige Zeit im hiesigen Schlosse zu verweilen. Herr v. Schlözer ist heute Vormittag nach Friedrichsruh gereist. — Soweit bisher bestimmt ist, soll die Taufe des jüngstgeborenen Kaisersohnes am Sonntag, den 26. August im Marmorpälais bei Potsdam statt- fiuden. Wegen der Trauer in der Familie wird von jeder größeren FeierAbstand genommen werden. —

[48 - ng m chertv

[Zum Gdfttz,' bett. §ie Erleichterung der Volksschullasten.s - Jnbezug nuf das Gesetz, betr^, die Erleichterung der Volksschullasten, welches mit dem 1. Oktober d. I. inkraft tritt, hat der „Nat.-Ztg." zufolge der Kultusminister gemeinschaftlich mit dem Finanzminister angeordnet, (daß die zur Unterhaltung einer P.olkßh^Kle' verpflichteteu Gemeinden und Ver­bände vechtzettig vor dem 1. Oktober darüber Be- chlutz zu fassen haben, öh diesekKn eigen auf Ge­nehmigung der Forterhebung eines-' Teiles des bisherigen Schulgeldes tzerichteftn. Antrag an den Kreis- bezw. Bezirksausschuß stellen wollen. Boraus­

kenner in Deutschland wird der wörtliche Abdruck der gefälschten Depesche genügen, um ihre Unechtheit darzuthun, weil man bei uns weiß, daß die phrasen­hafte Eloquenz, welche ztziw: ÄlchiänWcheu Ursprung dieses Aktenstückes, .kkmyejchnet, in deutschen «ini- steriellen Schriften kestie Anwendw-g findet. Der Styl dex „Nouvelle Revue" und ihrer Gewährs­männer genügt^ um die. Fälschung zu erkennen. Sffy ganzer Phrasenbau und Gedankengang läßt vernmten, daß wirr- :<s nicht nftt einer Uebersetzung

dem. Deutschen, sondern mit einer ursprünglich französisch redigiert«- chdtzitzM thm D

-r- [Zum Gdsttz; betr. die Erleichterung der

setzung für die Statthaftigkeit eines solchen Antrages ist nicht nur, daß das gegenwärtig bestechende Schul­geld durch den StaahSbeitrag nicht gedeckt wird, sondern auch der fernere Nachweis, daß andernfalls eine erhebliche Vermehrung, der KommMal- und Schulabgaben eintretestmüßte.. Da das Gesetz bereits mit dem 1. Oktober inkraft tritt, .bedarf es bei der Kürze des verbleibenden Zeitraumes der schleunigsten Beschaffung der zur Berechnung, Feststellung und Anweisung der Staatsbesträge erforderlichen Unter­lagen. Die genannten Minister haben sich deshalb veranlaßt gesehen, in besonderer Zirkularverfügung den siez. Behörden zur Psticht zu machen, den an ie ergehenden Anfragen und Weisungen, iw allen auf die Durchführung des Gesetzes bez. Angelegen- hesten mit der größten Sorgfalt und Pünktlichkeit zu genügen, da nur bei genauester Innehaltung der gesetzten Termine es gelingen werde, die umfangreichen Erhebungen, welche die Ausmsttelung derStaatsbeiträge notwendig macht, rechtzeitig zum Abschluß zu bringen.

eine singende Seelemueffe halten für die Stifter, deren ©Itern und Nachkommen und sie in ihr Seel­buch schreiben. Datum 1454 Montag nach dem «onntag Judira.

16. Herr Johann Quincku» giebt dem Bruder HeiurteiuS Meugelouis, Prior, Ludwig Boderkloß, Subprior »nd den übrige» Herren und Brüder» des Klosters zu Marburg, Predigerordens, 100 Gulden. Dafür sollen sie jeden Donnerstag auf dem hohen Altar ihrer Kirche eine Stngemeffe halten mit Orgel- sptel und der Sequenz lauda sion oder einigen Versen ^fOUs, ecce panis angelotmn Mich Gelegenheit der Zeit. Datum 1459 jp die assumptionis mariae tiranis gloriosae. '=* * , un 11 ' . UiJ

17. Heinz Bonsag, Bürger zu Marburg', und Catharine feine eheliche Hausfrau gebe» beet Bruder Nikolaus Horuboge, Prior, Heiuricus Bonsag, Lese­meister, LudMcus Boderkloß, Subprtor und den übrigen Herren und »rüdem des Kloster» zu Mar­burg, Predigerorden», zu einem Seelgeräte ein Gut zu Stetnhartshausen gelegen. Dafür sollen fie auf den ersten Mittwoch nach St. Mauritiustag zum j^rost und Heil ihrer, ihrer Eltern und aller gläubigen Seelen den Abend mst laugen Bigilteu und den Donnerstag Morgen mit Seelenmessen und vier brennenden Kerzen, als da» gewSholtch ist, begehen. Datum 1465 octav» regum.

eine Bezugnahme auf den König Karl von Rumänien stattgefunden,' die Worte Rumänien ,?dsr König Karl kommen in denselben überhaupt sticht vor, ^Der ersinderische Verfasser der Fälschung macht stch«ne ganz unrichtige Vorstellung von der Form, in welcher^ M-chÄufthep Mayter « seinen Monarchen zu beWen pflegt. tzürPU Sach-

Anzeigen mmmt entgegen die Expedition d Blattes —

sowre b. Annoncen-Bureaux von Haasenftein und Bögler

Jahrgang

m ^rmEurt a.Berkin, Hannover. Vari». 3)l, 3nä^f

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v Deittschsrs Reich.

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und« Das Dommikanerkloker zu Marburg.

(Fortsetzung.)

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Datum'l40R^^^ 8enannter v I h-hii* tfttR ___0$^ itt bd

H,»,° St-M-ch, ,»

gliche Hausfrau- geben zu einem Testament singen, wen» mau die Kreuze trögt Auch sollte bei und Seclgerate den geistlichen Herren und Convent Priester der die Messe finget allezeit sXL?™ ^^urg, Predigerordens, 6 Pfd. Wachs und Kollekte fidelimn . onZn X

1 Schilling jährlichen Zinses auf St. Martinstag 1452 tertia feria ante post festum Banh ,«!i”

Stleßenen dem Scheffen Happel Hasehart gehörigen! 6 Pfd. Wachs Zollten bie Herren «nd Brüder eine! ment te flc6en 8U tin<m Testa-

Mern. Dafür sollen sie sein Jahresgedächtuis an! Kerze vor dem lieben Fraäenaltar in TfirerMerre“ und Brüdern des de» 4 Fronfasten oder an dem nächsten Donnerstag halten, die sollte brennen allezeit wenn Niesle aL «fenni-t ^em^^^'^M^^Öigerolbens, zwei Schilling ^>rauf oder davor in ihrer Kirche an dem neuen l.seu würde und auch a^ bes üerren Taa nnd Wahrung jährlichen Zinses von

Altar in der Abseite abends mit einer Vigilie und sonders auf alle » ^nn.r’“ Wi-segeegeu zu Kirchhain hinter dem Berge

SrÄX-’m x 1442 FfÄft*, T $al”1452

w Marburg, bann sollten ihn die Brüder in ihrer 11. Bruder Gerlach Prior Wieaaudus Subvrior kwii N ^Ulgerin zu Marburg, Johannes «sch- vor dem neuen Altar begraben, stürbe er aber Johannes Lesemülte?' die üWn der genannten Else und Heinrich

p,ra tot*"festam aslm“§ ihrem Kloster gegenüber gelegenes baufälliges nach den Fronfasten Sonrüags Abend V

K” £°n0Sae wüstes Haus für den jährlichen Zins von 6 Turnos Montags Morgen Seeleumeff iu ihrer Ki?che ballen

tbrfc»* ™b«Itbr”^tn iu Marburg giebt den an Johannes von Guutzelndorf, damit dasselbe wie-1 für deren Eltern, für fte nnb für

drbareu geistlichen Leuten, dem Convente Prediger-1 der gebaut werde. Datum 1446 Freitag nach! Seelen Datum 1454 Monwa x L ßläubi?en

zu Marburg 4 Schilling und 1 HerbsthahuIälvl-lom- apostolorum. Ö Ö ’ b« ä ä dom£ » i±9 * ^Monutag

von einem Hause in Wetter, das 12. Herr Hermann Contzen, Pfarrer zu Schweins-! 15. EndreS Sparr M^er zu Marbura „„s

Aö Knauff bewohnte, wofür fie für ihre Seele berg, giebt dem Bruder Johannes Andree, Prior, Catharine dessen Ehefrau aeben^de? SUJ ihre Eltern und für alle gläubigeu Seelen!Ludwig Boderkloß, Subprior HenricuS Bodenbender, geistlicheu Brüdern und Convent sBreMoemh^a9™ wl Sd6ig und getreulich bitten sollen. Datum Lesemeister und den übrigen Herren und Brüdern! Marburg 12'/» Turnos und 2 4a6nn*fhrfhnr?

den 23. Mai. . I des Klosters zu Marburg, Predigirordens, 100 Gulden, I ltchen Zinses von einem Karten i??.? ^

3Rofi§' Bürger zu Marburg und dessen die fie an ihrem Schlafhause und Rebenter verbauten. Gaffe, den § fie gekauft bmten von im Äff,» leihen von den Brüder- Predigerordens zu Dafür sollen fie jeden Sonnabend in ihrer Kirche Paulus Se nnb äen K Scheffen

N»rg ein von ihnen ererbtes Hans iu der morgenS nach dem ersteu Geläute .auf und vor dem Piüancie für bie S« a!f eSS,'rr 55r> ‘^t ^“Wffe gegen Entrichtung von 20 Schilling Mar nuferer lieben Frauen der himmlischen Königin«!nach St. Martinstaa und rar »in». Davon sollen fallen auf St. Martins- eine Stngemesse halten und singende Sequenz l>Äter (d«^ u^a7ibr^Ki?ch^^ M * Custorei 6 Schilling, den Barfüßern ave praeclara maria stell« und zwei Knaben solletsie an^dem ÄoiS ElZt,. m Jot“ ^Etng, zum Bau der Pfarrkirche 4 Schilling! mit breuueudeu Kerzen in ihren Händen vor deu, Abend eine singende^ Vigilie r-9 ^ - 3Ro~°9 ä“

18. Elscheu Feilinger schenkt dem Predigerkloster su Marb-rg ein Gütchen zu Möscht. Dafür sollen di» Conventsbrüder nach der ersten Messe, hie fie halte« sollen auf dem heiligen Kreuzaltar ihrer Kirche orge», daß kr Priester, der Bie Messe liest, nach tttftifen die Egfula ablege und vor demselben Alt« Vst Andacht He den Psalm de profundia, Kyrle eleison, Pater noster und die Collecre ..... solne darauf soll « nach dem Volke das Weihwasser werfen, da» der Custor zu diesem Zwecke dargebracht.

" 7" -“'•““U 8“ Auch sollen nm eines solchen Almosen «Men für die

und Montag zu Morgen!Stifterin und für alle die es begehrten, seien'fie im

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und

in» . . Feiertagen. — Quartal-AbonnemeutS-PretS bei derErpe-

'M dition2«/,Mk., bei den Postämtern SMk- b0 Pfg. (exkl.

Bestellgeld). Jnsertiimrgebühr für die gespalt-ne Zeile 1n Weffamen für bie Zeile 9f> Pfq.

lmit verbundenen Angen, welche IN der rechten Handl als im Auswärtigen Amt de« Deutschen RcichV — ein gezücktes Schwert und in der linken eine goldene Eine Anrede des Monarchen 4nik Sir^''öder Wage hält. Tie Helmkleinode sind bei allen drei .Majestät" findet in solcher, Jmmediatcherichte« nie« Wappm gleich und zeigen den goldenbewehrten mals statt. — Der' ganze weitere Tert ist^willkür- schwarzen preußischen Adler. — Wie uns aus lich erfunden, und bildet so,W eich Fälschung, wie bester Quelle mitgeteilt wird, ist die durch alle die im vorigen Hahre dem Kaffer Alerandersupoe- Zeitungen gegangene Nachricht-, daß .Herr Schloß-1 ditierten bulgarischen Aktenstücke, nur'chsi bem' Uruer^ ^predtger . Schubart zu Ballenstedt zum Erzieher schiede, daß bei der jetzt vorliegenden Erfindung ein der Katserltebeu Prinzen berufen sei, völlig politischer Zweck derselben nicht recht erkennbar ist- mtwahr. Nicht minder unwahr aber ist auch Die Zusammenstellnug enthält nichts, was der Reichs- das andere Gerücht von einer Berufung desselben kanzler, wenn es vori ihm gesagt worden wäre zum Erzieher der Weunarischen Prmzen. An Herrn Grund haben würde, der Öffentlichkeit vorruent-' Schloßpfarrer Schubart ist weder für Berlin noch halten. Wohl aber wird derselbe auf seine geschäft- sirr Weimar eme derartige Anfrage ergangen. — liche Reputation zu viel Wert legen um den 8er- Me ,,Nat.-Ztg." schreibt : Die Londoner „World" dacht der Autorschaft eines solchen „Jmmediatberichtes" a„. .v » hatte Mitgeteilt, daß die eigenhändigen Aufzeichnungen auf sich sitzen zu lassen. Das Aktenstück enthält

Innern, Herrsmth, sst heute in das Kaiser Friedrichs nach England gebracht worden leine Anzahl von Sätzen der Art wie em mit der Überschwemmungsgebiet nach Schlesien abgereist. — seien Wie glaubwürdig ckrlautet, sind dieselben Geschästspraxis im deutschen Dienste unbekannter Du Staatsmmister v Maybach und vr. v. Friedberg, 'nzwischm nach Deutschland zurückgesendet worden. Verfasser sich denkt, daß der Reichskanzler an seinen 10”‘e beJ ^^^"chts-Präpdent vr. v. Simson.sNvch glaubwürdiger ist es, daß die Aufzeichnungen Souverän hätte schreiben tonnen und er bat mit S? ^rch Verleihung des hohen Ordens vom überhaupt nie in Esgland gewesen sind. einer Rhetorik, wie fi^in LL StÄ

« m.b£n Adelssiand^erhoben worden - Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Wir be. uns nicht üblich ist, Angabeu ausgeschmückt dw

find haben nicht wie es big ,etzt Sitte war, noch haben in unserer gestrigen Nummer bereits melden teils nach der Lage der Dinge, teils nach Anlei'tuna vollfiandtg Adelediplome, sondern, wie die „Köln, können, daß wir ermächtigt waren, den in der! der öffentlichen Blätter und nack Äuberunaen hnn 3tg." °st8iebt aus ausdrücklichen Wunsch des Kaisers Pariser „Nouvelle Revue" veröffentlichten angeblichen! Halbeingeweihten Personen aus dritter und vierter Friedrich, als Ergänzung zu der durch die Verleihung Bericht deL Reichskanzlers an Se. Majestät den Hand sich le cht zusammenstellen ließen Die Kam -Ib» kW*«. MM«« nur *» W-pp-n.stml-- F.I-drich III. -IS «in, Mllch-Ng M I«,. M-,Im -bi, 2 "m"n *@,bmL te Briefe ausgerertigt erhalten. Dieselben find ganz zeichnen. Wir fügen dieser Erklärung nunmehr l damals in den wirttichen amtlichen Beriebten^um

sst M Stile der alten Kaiserlichen und pfslzgräflichen hinzu, daß ein Jmmediatbericht des Inhalts, wie Ausdruck gekommen sind Die Wahl der Araumente

' Wappenbriefe gehalten, bestehen aus einem großen der von der „Nouvelle Revue" veröffentlichter, und die Art der daraus gezogenen Schlüffe tun

Pergamentbogen nut eingemaltem Wappen und an- niemals an des hochseligen Kaisers Majestät er- das ganze Aktenstück ist eine Erfinduna Es iff

Engendem Siegel m stlberner Kapsel. Dieselben stattet worden ist. Tie Angaben der Madame nach dem Inhalt nicht einmal anzunehmen daß der

-find dieser. Taae ferhooeTteOt und hm Hnite Ad»», -n.knl.-n ««» Setfaffcr. oder seine Gewährsmänner, zu.dmMtze-i

| hören, welche eine der wirklich existierenden amtlichen Depeschen einmal oberflächlich gelesen oder haben vorlesen hören. Sonst wäre es, unmöglich, daß der Hauptinhalt der ganzen Fälschung aus Angaben be­stände, welche in den wirklich vorhandenen Akten­stücken auch nicht im entferntesten berührt worden sind. Die letzteren haben namentlich niemals eine Bezugnahme auf die letzten Äußerungen Kaiser Wilhelms I. bezüglich unseres Verhält- nlsses zu Rußland enthalten, deren Wiedergabe und Besprechung einen großen Teil des angeblichen Akten- stuckes ausfüllt. Es ist auch dem Kaiser Friedrich niemals »un -portefenille accompagnant ce me- moire« vorgelegt wurden, und die ganze Bezug­nahme auf solches steht daher in der Luft. Die Turchlesung umfänglicher Beilagen wird bei uns in solchen Berichten dem Monarchen nicht zugemutet. Ebensowenig hat jemals in einem der fraglichen

Ws SüllntWblatt.

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’-fnib dieser. Tage fertiggestellt und den Empfängern I Julie Adam enthalten eine Kompilation von Andeu- übetgeben worden. Das Wappen des Staatsministers I tungen, die anfangs April d. Js. ' -

Wr#i K' M^öach zeigt einen gespaltenen Schild, dessen ° r' '

JCll ! vordere Hälfte das Maybachsche Familienwappen, im roten Felde einen oben und unten von je einer natürlichen Maiblumenstaude begleiteten schrögrechts ; fließenden silbernen (Strom (Bach) zeigt, während t Ak ; « der Hintern Hälfte die Dampfkraft eine heraldische deroi Versinnbildlichung erfahren hat: dieselbe zeigt im fte« silbernen Felde ein feuerschnaubendes, an den Hintern Mitt Füchsen geflügeltes schwarzes Roß. Tas Wappen [112 des Staatsministers Dr. v. Friedberg versinnbildlicht - sowohl den Namen wie das Amt. Dasselbe zeigt k • in roten Felde eine zwischen zwei (Friedens-) Palm-

•4 geigen auf goldenem Dreiberge ruhende goldene | Krone, über welcher ein silbernes Liktorenbündel schwebt. Das Wappen des Reichsgerichts-Präsidenten

s |Dr. v. Simson zeigt im schwarzen Felde eine aus s totem Schildes fuße wachsende weißgekleidete Themis