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Uia■ Wöchentliche Beilagen: Kreis -Blatt für die Kreise Marburg mH Kirchhains
Expedition- Markt 21. — Redaktion. Druck und Berlaq von Ivh. Lu» Loch.
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Des Kaisers Reise nach Hom,
zu Anfang Oktober erfolgen wird, wird schon jetzt sehr viel besprochen. Kaiser Wilhelm II! ist Könige Humbert, dem besten Freunde Kaiser Friedrichs III. ebenso einen Besuch schuldig, wie
dem Zaren und dem Kaiser Franz Joseph von Österreich, und er wird diese Pflicht rückhaltlos er-
jeui, und die katholischen Fürsten vermeiden <5 deshalb, in Rom zu erscheinen,- aber diese, vielleicht vorhandenen Gedanken schaffen die Thai
den katholischen Staaten, seit Jahr und Tag dadurch erfolgt ist, daß sie ihre Vertreter nach Rom
Itm König von Italien sandten. Manchem katholischen Staate mag die Annektion von Rom und
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ite? Gunderat von Ockershansen giebt den ehr, [äe^ L»?? Sristltcheu Leute», den Predigern des Hanfes tz, ^rg z« einem Seelgerüte drei Schilling zu ’S Martinstag fälligen BodenzinS in ihre Sakristei
[«* «wem Hause in der Werdergasse, da Lucie, Dylen
ytgtlten und Seelenmessen fingen in ihrer Kirche für den Stifter und seine Familie uud für alle gläubigen Seelen und sollen im Chor einen Teppich aurspreiten und denselben bei der Vigilie und Seelenmesse mit 4 weißen brennenden Kerzen um- teCcn. Von dem Uebe> schufst der angekauften Kerzen soll der Custor nach einer jeden Vigilie dem Bruder, welcher derselben beigewohnt 1 Nösel Wein geben und den Brüdern am Morgen eine Mahlzeit Herrichten. Datum 1384 feria quarta post festum beati Johannes baptistae.
7. Ludwig Smcd von Isemrade, Bürger zu Marburg, dessen Ehefrau uud deren Sohn Happel e'hen von den Brüdern Predigerordens zu Marburg iljr Haus auf der Neustadt bei dem steinernen Kumpfe grge» Entrichtung vou 14 Schilliog und einem Faß- nachthuhu jährlichen Zinses ia die Custorei zum Gelachte. Datum 1400 octavo ... die Andree apost.
8. Heinz Wildener giebt zu einem Seelgeräte und >tftamcnt sejner Seele, seiner Eltern, Großeltern, “nb aller gläubigen Seelen den ehrbareu geistl cheu Leuten dem Prior und den Brüdern I^^erordens des Klosters zn Marburg 3 Pfd. WttJJotajW, Marburger Währung, uud zwar 2 Pfd. von HasehartS Häuser unter St. Kilians- trchhof uud 1 Pfd. vou Schiudehenchen Haus am Herbtzberge gelegen au der Ecke unten au Lotzchen Römers Haus, da zu dieser Zeit Gerlach Getze der Schucharte inne wohnt. Dafür sollen die Brüder drei Jahresgedächtniffe begehen im Chor ihrer Kirche <wenb8 mit Vigilien und morgens mit Seelenmessen, Teppichen und Kerzen, und zwar das seines Vaters n der Woche nach Johannes Baptistetag, das seiner Mutter in der Charwoche md sein nnd seiner ®e. schwister JahresgedächtuiS in der Woche, wenn er do« dieser Welt scheiden werd«. Von der auf St. Martinstag fälligen Reute soll der Custor nach edem JahreSgedächtuiS den Brüdern mit 1 Pfd. Geld ne Pietancie ia ihrer Küche thun. Datum 1402
in feeto (Fortsetzung folgt.)
Kaisers nickt annehmen, wenn dieser im Ouirinal erscheine. Über diesen Punkt sich Kopfschmerzen zu machen, ist sehr überflüssig; die Entscheidung darüber ist schon bei dem Besuch des Kronprinzen, späteren Kaiser Friedrichs, erfolgt, der trotz seiner Anwesenheit im Ouirinal im Vatikan sehr herzlich begrüßt wurde. Papst Leo ist ein sehr kluger Herr, der Kämpfe gegen Windmühlen nicht liebt. Ein Besuch des deutschen Kaisers bei dem souveränen Papst wird dem Letzteren stets angenehm sein und er wird sorglich die Schwierigkeiten vermeiden, die vermieden werden können. Die Fürstenbesuche im Vatikan sind spärlich geworden, ein Kaiserbesuch war
Illustriertes Sonntagsblatt.
Scherrers Tochter inne wohnt. Weiter heißt es in der Urkunde, auch habe ich den Zins wieder von ihnen empfangen um zwei Pfennige schönen Brotes Wert, dieweil ich lebe, und nach meinem Tode haben meine Erben kein Recht mehr daran, und ist dcr Zins den vorgenannten Brüdern ledig und los. Datum 1347 feria quarta ante festum Michaelis.
3. Ein Ungenannter giebt in das Predigerkloster zu Marburg eine nicht namhaft gemachte Summe zum salve regina, dem Hymus ans die Jungfrau Maria. Datum 1370, 24. August.
4. Peter von Wetter, Prior, Conrad von Wetzlar, Subprior und die übrigen Herren und Brüder Predigerordeus zu Marburg, verkaufen Johannes Schreiber von Biedenkopf 3 Schilling BodenzinS von einem Hause und Garten zu Zahlbach, da Holdarn inne wohnt, und die ihnen Abe Fronhobem zu einem Seelgeräte gegeben hatte. Weiter heißt eS in der Urkunde, und er hat sie urs abgekauft in die Ehre unserer lieben Frau vom Himmelreich, daß sie sollen fallen in unsere Küstorei zu dem Gelochte der Lampe, die da hängt vor dem Bilde unserer lieben Fran in unfetem Chore. Datum 1380 feria quarta post festum beati Johannes baptistae.
5. Ritter Volpracht Hose von Ockershaoseu, Juliane dessen Gemahlin und Volpracht und -Sieg, fried deren Söhne, geben den Predigern zu Marburg 14 Turoos Zins zu einem Seelgeräte für sich und hre Eltern aus ihrem Hofe zu Gittingeu. Hierfür ollen fie alle Jahr an einem Tage in der Woche nach Mariä Geburt Vigilie und Seelenmesse fingen in ihrer Kirche. Datum 1384 feria quarta ante do- minica palmarum.
6. Hermann Brüning, Bürger zu Marburg, giebt zu einem Seelgeräte ins Predigerkloster daselbst 3 Psd. Zins von einem Hause auf der Neustadt bei »er Schruttte, 1 Pfd. ZtnS von Wilchins Haus in er Werdergasse uud 6 Schilling Grundzins von Gottfried Schützen Garten vor den Barfüßern. Da- ür sollen die Conventsbrüder au bestimmten Tagen
Olivenöl, Tafelobst, Emaille, Geflügel, Wildpret fnsches und- gesalzenes Fleisch, Butter,' Strohhüte! flüchtige Ole und Essenzen. — Tie „Nordd. Allg Zeitung- bringt eine Notiz über die Rektoratswahl an der hiesigen Universität und will darthun, daß die Ablehnung Virchows kein politischer Parteiakt sei. Sie schreibt: Die hohe wissenschaftliche Bedeutung Rudolf Virchows ist unzweifelhaft. Das Berliner Universitäts-Rektorat ist aber eist wichtiges repräsentatives Staatsamt. Wenn zu einem solchen Amte Bon der, überwiegende« Majorität der Universitätslehrer ein Monn nicht für geeignet befunden wird, der als Politiker nicht nur zu den hervorragendsten Führern der Opposition«^ gegen die Staatsregierung im Reichstage wie im Landtage gehört, sondern auch bei -jeder Wahlbewegung in öffentlichen Wähler- und Vollversammlungen in 4er Tonhalle, auf Tivoli und in ähnlichen Lokalen als Agitator die Regierung gewohnheitsgemäß angreift, so wird man dies nicht tadeln, sondern nur loben können. Die Verwaltung des Rektorats an unserer Hochschule muß für jeden Unbefangenen, welcher politischen Partei er selbst auch angehören mag, mit der Thätigkeit eines oppositionellen politischen Agitators als unvereinbar erscheinen. —2 Über die von der „Nouvelle Revueveröffentlichte angeblichte Denkschrift des Reichskanzler» an der, verstorbenen Kaiser schweigt die -Nordd. Allg. Ztg." zwar heute noch, so daß die Zweifel, ob dieselbe echt oder gefälscht ist, fortdauern. Inzwischen mehren sich aber die Gründe, die dafiir sprechen, daß man es in der Form sicher mit einet Fälschung zu thun hat und daß auch der Inhalt höchstens teilweise dem der echten Denkschrift entspricht. Die,Köln. Ztg." schreibt hierüber: „Die Veröffentlichung der Madame Adam in der Nouvelle Revue vermögen wir nunmehr bestimmt dahin aufzuklären ba§ wir mit aller Sicherheit die wörtliche und auch dw satzmäßige Echtheit der „Denkschrift", welche Madame Adam veröffentlicht hat, nicht nur bestreiten, ledern verneinen können. Dem sachlichen Inhalt nach har die Nouvelle Revue nichts Wichtiges beigebracht, was nicht aus den zu gegebener Zeit er- folgten Mitteilungen der Kölnischen Zeitung bekannt gewesen wäre. Es finden sich aber in der französischen angeblichen Uebersetzung solche Lücken und solche offenbar ohne bestimmten Anhalt gemachten Zusätze und Ergänzungen, daß bestimmt gesagt werden kann, das Ganze sei entweder aus der Kölnischen Zeitung kombiniert oder nach unvollständigen Mitteilungen auS dem Gedächtnis einer Person zusammen- gestellt, die selber das Original nur sehr hastig ge-
nnL I-yrgang.
Dank»-u.To.mFrankfurt a.Berlin,Hannover.«arid.
Das Lächeln war voa seinen Lippen geflohen nnd innerer Unmut tronte aas der hohen Stirn. Die Anforderungen, welche in dieser Zett stellt wurden, waren beinahe zu groß, i genügen.
Unb mit diesen Menschen sollte er noch lange Keil gemeinsam unter einem Dache weilen, sich ihren Launen ■flgen, ihrer Unterhaltung sein Ohr leihen! Wie düster «nd unfreundlich kann es doch dem Einzelnen in dieser sonnigen Welt sein!
Einen Augenblick leuchtete ein heller Stern »er eiHem innere» Ange auf, nm meteorgleich zu her« W*- st-' Prinzeß Goldhaar, ein
eiHgig Mal ia der langen, langen, Zett wiederge.
—_! . füllen. Besuchte er die anderen Herrscher in ihren Residenzen, so ist es selbstverständlich, daß der Be- such beim König von Italien in Rom erfolgt. Daß Hzs Uuich der Papst seinen Wohnsitz in Rom hat, daß ä* die Tiberstadt für sich beansprucht, kommt für — Mden deutschen Kaiser und seine Reise absolut nicht anbetuacht, unb geradezu kindlich klingt es des- alb wenn ein Blatt meldet, Fürst Bismarck habe dem Vatikan mitteilen lassen, der Besuch Kaiser | Wilhelms II. bei König Humbert bedeute nicht, daß I Deutschland Rom als Hauptstadt Italiens aner e. Diese Äußerung ist um deswillen unglaub ^^^ltch dumm, weil diese Anerkennung nicht nur vo
. Deutschland, sondern auch von allen anderen, selb
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- unb
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Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile DieNstlM 7 AlMllst 1RRS 10 Ma- Setlamen für die Zelle 26 Pfg. 1OOO.
4 (Nachdmck verboten.)
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Roman von I. Steinmann.
sFortsehung.)
Lange, nachdem Herr von der Zeche fortgegangen di- Baronin noch mit freudestrahlendem Antlitz übet den Bries gebeugt. Das Schicksal be« gunfttgte entschieden ihre Pläne. Herr von Rabenau ?A?«^ef«Llt, nnr die ganze Angelegenheit in den bu bringen. Er war ein eifriger Verehrer Melanies und es konnte sein, daß die Eifersucht sich d«r zu einer wirksamen Bundesgenosfin answatf. „ $kt später traf Herr Leo von Rabenau et= ®rJ”ar dn schöner, stattlicher , einem offenen, frenndlicheu Gefickt, wenn. Ech die Züge wenig Ausdruck zeigten. Haar und Schnurrbart waren aschblond und eS ist sehr wohl ""Slich- d°ß diese Farbe dazu beitrug ihn ein wenig weichlich nnd verweichlicht erscheinen zu lassen.
Nach de« gemeinsamen Diner, an welchem auch >er neue Gast Teil genommen, hatte Herr von der Zeche, stch, unter irgend einem Vorwande, in seine Gemacher zurückgezogen und als die Thür des Vor. ätmmer» hinter ihm ins Schloß gefallen war, atmete er tief ans.
Bei Lichte besehen bietet also die bevorstehende Reise unseres Kaisers nach Rom nichts, was besondere diplomatische Erörterungen Hervorrufen könnte. Es wird in Deutschland manches mit anderen Augen betrachtet, als in Rom selbst, und wer im Vatikan schon gewesen, der weiß, daß Katholiken und- Protestanten mit gleicher Freundlichkeit der Zutritt gestattet wird. Was von dem gewöhnlichen Sterblichen im Kleinen gilt, das trifft auf den bevorstehenden Kaiserbesuch im Großen zu. Es dürfte auch die Ansicht derer sehr hinfällig sein, welche meinen, Kaiser Wilhelm II. werde mit dem Oberhaupte der katholischen Kirche über kirchliche Fragen verhandeln. Es wird ein Achtnngs- und Höflichkeitsbesuch werden, nichts weiter. Man weiß ja, daß der junge Kaiser wiederholt ausgesprochen hat, es werde ihm viel daran gelegen sein, ein gutes Verhältnis zum heiligen Stuhle zu unterhalten, daß er die ehrwürdige Gestalt Papst Leos hochachtet, und deshalb wird der Besuch im Vatikan auch bei allen Nichtkatholiken in Deutschland Zustimmung finden, die des Kulturkampfes müde sind. Aber darüber braucht sich Niemand einer Täuschung hinzugeben, daß der Kaiser Staatsrechte der Kirche, mag es nun die katholische ober protestantische sein, nie opfern wird. Der Kaiser ist ein guter, einfacher Christ, aber er ist auch König und Monarch, und wird das, was dem Staate zukommt, mit eiserner Hand festhalten. Es ist ein Irrtum, wenn man glaubt, der Kaiser werbe ich irgeubwie zu Gunsten einer Richtung beeinflussen lassen; baran ist gar nicht zu denken. Den festen Kopf des jungen Herrschers werden wir schon zur Genüge noch kennen lernen. Kaiser Wilhelm I. war seinem Enkel gegenüber die Nachgiebigkeit selbst. Den festen Willen hat Kaiser Wilhelm H. von einem Vater.
Berlin, 4. Aug. Der Kaiser machte heute morgen
Spazierritt durch den Wildpark, empfing später militärische Meldungen und arbeitete mit dem Hausminister, dem Chef des Militärkabinets und dem General Hahnke. — Der Kaiser wttd der „Nationalzeitung" zufolge am 19. August in Bayreuth erwartet. Heute Vormittag fand eine Sitzung des Staatsministeriums statt. — Es verlautet, der Kaiser werde vor den großen Manövern die Gardekavallerie- Division und eine aus den Kavallerie- Brigaden des dritten Armeekorps unb zwei anderen Kavallerieregimentern gebildete Kavallerie-Division führen und mit diesen und dem gesammien Garde- korps ein größeres Manöver gegen einen markirten Feind ausführen. — Ter Kaiser empfing um 2 Uhr nachmittags die beiden Söhne des egyptischen Khedive. Der türkische Botschafter wohnte bei. Es schloß sich ein größeres Diner an, woran der Hausminister, d'e Minister Bronsart, Scholz, Lucius, Herrsurth, Bötticher, Graf Bismarck, der Botschafter Münster, bte Generäle Pape, Alten, Lindequist, Schlieffen, unb der Generalkonsul in Alexandrien, Brauer, teil« "ahmen. — Ter außerordentliche Abgssandle des Sultans, Ober - Zeremonienmeister Munir Pascha, welcher gestern Mittag gegen 1'/. Uhr von dem Kaiser in besonderer Audienz empfangen wurde, war der Überbringer eines Briefes des Sultans und auch eines Geschenkes, einer großen Kassette, in welcher sich ein vollständiges Rauch-Service in Gold unb Brillanten befanb. Als nach dem Diner der Kaffee servirt wurde, ließ der Kaiser aus der Kassette den kostbaren Tschibuk zusammensetzen unb begann °us bemselben zu rauchen. — Ten „Polit. Nachr." zufolge fanbte bie Kaiserin Elisabeth von Österreich sowie bereu Tochter aus Gastein selbstgepflückte Alpenrosenkränze in pietätvollem Andenken an die lange Reihe von Jahren, welche Kaiser Wilhelm I. in Gastein verlebte, und beauftragten die österreichische Botschaft, die Kränze im Mausoleum zu Charlottenburg nieberjulegen. — Ter .Reichsanz." erführt, die französische Zollverwaltung lasse fortan Ursprungszeugnisse nur bann zu, wenn solche vou einem französischen Konsul oder Konsularbeamten beglaubigt sind. Certifikate sind beim Eingänge in Frankreich mit Stempeln zu 0,60 Fres., 1,20 unb 2,40 Fres. je nach ber Größe des benutzten Formats ?u versehen; für jede einzelne Sendung ist ein be- fonbereS Certifikat erforderlich. Ursprungszeugnisse werden verlangt für Wein, Seide, Floretseide, Vieh,
itftum nichts zu schaffen.
Ter Reichskanzler Fürst Bismarck hat sich wieder- It und zum letztenmale dem italienischen Ministcr- täfitsenten Francesco Crispi, als dieser ihn in edrichsrnhe besuchte, gegenüber klar und bestimmt hhm geäußert: „Für Deutschland besteht feine ische Frage. Der Streit über den Besitz von m ist eine Sache, bie nur Italien etwas angeht." ^amit ist alles entschieben. Deutschland hat mit Königreiche Italien ein festes Schutz- unb Trutz- ibni§ abgeschlossen, unb ber vorn Vatikan so tig angefeinbete Crispi ift ber gute Freund des schen Reichskanzlers; diese Thaisachen fallen uns zuerst ins Gewicht bei einer Reise des äsers nach Italien, bann erst kommt die Anwesen- it des Papstes in Rom in anbetracht. Man sagt to, Papst Leo werde einen Besuch des deutschen
Das Aornirrilmnerlrloker M Marburg.
(Fortsetzung)
soll nicht aus dcr Welt, daß Rom als die Haupt- ^adt des Königreiches Italien allenthalben amtlich [5 "Forint ist. Ob die Fürsten nach Rom kommen Motzer nicht, ist sehr gleichgiltig unb hat mit dem
Wenn die Stadt Marburg mit dem Interdikt Mn) belegt wurde, war die Ausübung geistlicher Amtshandlungen untersagt; nur den Dominikanern bau S?,r ausnahmsweise gestattet, Gottesdienst bet ver- UNÄ Wossiuen Thüren zu halten. Als fie einst diese '41t 7"Sünstigung übertraten, erließ der Erzbischof Adolf - " toa Mainz im Jahre 1381 eine scharfe Verwarnung Zw bedrohte in solchen Fällen alle Besucher des '"'-f Gottesdienstes mit dem Banne.
U.kinft die Dominikaner und Franziskaner 3M bie immaculatae conceptio — unbefleckte Em
il 8tegai8 — der Jungfrau Maria in Streit gerieten, «dem erstere solche bestritten, letztere dagegen be- gcru Werteten, trat Landgraf Heinrich HL von Obeihessen ®6f bie Sette der Franziskaner und bestimmte am ^-Januar 1481, daß das Fest in der Dominikaner- hinfort auch als Fest der immaculatae conceptio l- -r > Z* nicht als sanctificationis Mariae zu begehen fei ittt zwar bet Strafe ihrer Austreibung aus Mar. 40& ^.welchem Befehl sich der Prior mit NamenS- —Urschrift unterwarf.
durd st,» *e Dominikanermönche standen wegen ihrer rtjbnrt fo, ®®i9tett und sittlichen Aufführung bei ihren ■cht« ^wriste» in und außerhalb Marburg in hohem ihntfj ^ihen. Davon zeugen bte ihnen zu teil gewordenen erzl- ^^«hen Stiftungen, von denen die w künden zum
‘ auf uns gekommen find. Es find diese: -^"wachina, die Witwe deS römischen Kaisers See r öon Nassau und ihr Sohn WalramuS von fc/k“0' ^kuken den geistlichen Herren und Brüdern LkWerordenS zu Marburg ein freies HanS zu ^Eburg im Jahre 1318. .