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die Präfektur von Pavia schon um die Krankheitserscheinungen den „bösen Geist" zu bannen.

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anfangs Oktober nach Griechenland zurück. Während seiner Abwesenheit wird Trikupis die Regentschaft führen.

Paris, 22. Juli. Der Präsident Carnot ist, von Vizille kommend, mittags in Romans angekommen.

Jena, 22. Juli. Das Fritz Reuter-Denkmal wurde heute feierlich enthüllt.

Washington, 21. Juli. Die Repräsentanten­kammer nahm den Tarifentwurf mit 162 gegen 149 Stimmen an. — Die Unionregierung empfing ein Telegramm ihres Gesandten in Port au Prince, wonach am 4. Juli Brandstifter die Deputierten­kammer während der Sitzung in Brand steckten, in Folge dessen ein Zehntel der Stadt einschließlich mehrerer öffentlicher Gebäude abbrannte. Eine weitere Brandstiftung am 7. Juli in der Residenz des Justizministeriums hat ein anderes Zehntel der Stadt zerstört. Die englische und französische Ge­sandtschaft wurden durch französische Seesoldaten be­wacht. Ein Brandstifter wurde gefangen.

W. Althoff senior

Direktor.

Hierdurch mache ich das hochgeehrte Publikum von Marburg und Umgebung darauf aufmerksam, baß ich anfangs August mit riner berühmten Kunstreiter Gesellschaft, bestehenb aus 30 Personen, "nftlern und Künstlerinnen ersten Ranges, sowie mit 28 Pferben,

des Herzogs von Marlborough mit Frau Harnmersley weiß die New-Aorker Staatsztg." folgende scherz­hafte Episode zu erzählen: Nachdem die beiden Brautleute mit lauter Stimme die Frage bejaht hatten, ob sie einander ehelichen und im Glück und Unglück treu bei einander ausharren wollten, erklärte ie der Mayor Hewitt, indem er die Ringe wechselte, kraft der ihm vom Gesetze verliehenen Befugnis für Mann und Fran. Kaum war dies geschehen, als auch schon die in großer Toilette anwesenden Damen einen allgemeinen Angriff auf die junge Frau unter­nehmen wollten, um ihr Glück zu wünschen. Aber eine Handbewegimg des Mayors hielt die Damen zurück. Stolz richtete Herr Hewitt sich bann auf,

tzxr Konvois des Kaiser Alexander durch ein Karriere. ] Keim Vorbeimarsch feines Wiborger Regiments dankte Kaiser Wilhelm jedem Bataillon einzeln, indem er ihnen in russischer Sprache „Danke ! meine Braven!" . jnrief. Nach beendeter Parade dankte Kaiser Wil­helm dem Kaiser Alexander für das glänzende Schau­spiel mit wiederholtem Händedruck. — Se. Majestät der Kaiser Wilhelm ernannte den Großfürsten Paul Alexandrowitsch zum Chef des Brandenburgischen Kürasfierregiment No. 6, bei welchem derselbe bis jetzt ä la suite stand. Ferner verlieh Se. Majestät -em Stadtpräfekten Greffer den Roten Adlerorben erster Klasse. — Vor dem Diner beim Deutschen Botschafter machte Se. Majestät der Kaiser Wilhelm per Dampfkutter einen Ausflug nach den Newa- Pinseln und wurde überall von den Bewohnern der Billen sowie von den auf den Jnselbrücken stehenden Zuschauern enthusiastisch begrüßt. Heute findet nach dem Gottesdienst in Peter Hof ein Dejeuner an Bord

Bezugnehmend auf obige Annonce halte ich mich zur Vermittelung w Feuer , Erplofions und Glas-Berficheruugen bestens fohlen und erkläre mich zu jeder Auskunft gern bereit.

bedroht werden sollten, würde die Regierung sie zu verteidigen wissen. Die Armee sei die Nation selbst, sei sich ihrer hohen Aufgabe bewußt, die sie in

vermischtes.

— (B aslerLebensversicherungsge feil­sch aft in Basel.) Dem Geschäftsbericht pro 1887 entnehmen wir folgendes: Tie Anzahl der neu eingereichten Anträge belief sich insgesamt auf 6351 über 11 491 770 Mk. Kapital und 25 996 Mk. Rente in der Lebensversicherungs-Abteilung und über 40100 571 Mk. auf den Todesfall, 55 197 939 Mk. auf den Jnvaliditätsfall und 21 808 Mk. Tages­rente in der Unfallversicherungs - Abteilung. Unter Berücksichtigung einerseits der neu in Kraft getretenen, anderseits der abgelaufenen und ausgelösten Ver­sicherungen erhöhte sich der Gesamt-Versicherungs­bestand am 31. Dezember 1887 auf: 19310 Ver­sicherungen über 80 901376 Mk. Kapital und 157 621 Mark Rente in der Lebensversicherung, 60 360 416 Mk. Kapital auf den Todesfall und auf 5964 Versicherungen über 86 606 401 Mark kapital auf den Jnvaliditätsfall, 35 483 Mark Tagesrente in der Unfall-Versicherung. Dem Zuwachs an Versicherungen entsprechend ist die Prämienein­nahme im Jahre 1887 auf 3 194 404 Mk. gestiegen, vermehrte sich also gegen das Vorjahr um 306 250 Mk. Die Prämien - Reserve ist im Jahre 1887 um 1 348 847 Mk. verstärkt worden, wodurch die Sicherheit und vollkommene finanzielle Garantie der Anstalt bedeutend gefräftigt worden ist. Ausweislich der Bilanz hat der Besitzstand sich int Jahre 1887 von 22 939 888 Mk. aus 24 295 841 DU. (d. i. um den bedeutenden Betrag von 1355 953 Mk.) ge­hoben. Der Gewinn- und Verlust-Konto schließt mit einem Reingewinn von 209 341 Mk. 56 Pfg., wovon 144 000 Mk. dem Gewinnfonds der Ver- 'icherten Überwiesen, den Aktionären 48 000 Mk.

als Dividende ausbezahlt wurden, während 9 600 Mk. in den Kapitals - Reservefonds, 6 400 Mark als Tantieme für Verwaltungsrat und Direktion entfallen, und 1 341 Mk. 56 Pfg. auf neue Rechnung vorge­tragen worden find. Im Laufe des vergangenen Jahres sind die allgemeinen Verstcherungsbedingungen einer zeitgemäßen Umarbeitung unterzogen worden, und sind die revidierten Bedingungen nach erfolgter Genehmigung der Regierungen und Behörden seither in Anwendung.

— (Der böse Geist.) Aus Pavia wird be­richtet : In den benachbarten Feldern der Lomellina ist unter den daselbst beschäftigten Reisfelderarbeite­rinnen eine sich immer mehr ausbreitende Erscheinung aufgetreten, deren Einfluß auf die wenig gebildete, abergläubische Bevölkerung nicht unterschätzt werden darf. Ein böser Geist hat nämlich, so lautet die Erzählung der Landbewohner, bei einer Quelle seinen Sitz aufgeschlagen und plagt und quält die weibliche Bevölkerung durch furchtbare, krankhafte Erscheinungen. Alle diese „vom bösen Geist Be­falleyen" befinden sich in einem weiten, mit Stroh bedeckten Raume, welcher zu Zeiten 20—40 Be­wohnerinnen zählt. Dieselben werden plötzlich von nervösen Konvulsionen befallen, werfen sich unter furchtbaren Zuckungen hin und her, bis sie nach einigen Minuten erschöpft liegen bleiben, sodann verwundert die Augen öffnen und ihrer Arbeit nach­gehen, bis der „Geist sie wieder quält!" Während der Krisen verbleiben die Frauen mit offenen Augen und emporgewendetem Augapfel, bei einigen treten partielle Lähmungserscheinungen auf, andere klagen über Druck im Magen und heftiges Fieber. Alle diese Unglücklichen schreien nach dem Priester und dem geweihten Wasser, allein es muß rühmend her-

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Wir bringen hiermit zur Anzeige, daß wir dem Herrn W. Köhler, Protokollführer bei der Spezialkommission für Zusammen- fcgung der Grundstücke in Marburg eine Agentur unserer Gesellschaft " rtragen haben

Cassel, den 19. Juli 1888.

Die General Agentur:

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verlangend richtete er seine Blick auf die glück­strahlende Braut und wandte sich dann mit folgender Ansprache an den Herzog: „Durchlaucht! Dies ist das erste mal, daß eine Amerikanerin von einem englischen Herzoge als Gattin heimgesührt wird. Ich möchte daher von der mir durch ein Gewohn­heitsrecht zustehenden Befugnis Gebrauch mache« und derr ersten Kuß, welchen.,.die junge Frau als solche erhält, ihr geben“. Dem Herrn Herzog schien das Gesuch gerade' nicht gelegen zu kommen, die neue Herzogin sah verlegen, wie ein 16 jähriger Backfisch zu Boden, der in diesem Augenblick sörm- lich jugendlich aussehende Mayor aber ergriff, ohne eine Antwort abzuwarten, die Initiative,- er breitete die Arme aus, spitzte den Mund und eine Minute später hatte der würdige Beamte die Herzogin geküßt. Die jungen Ehegatten zogen sich nach dem „SHbemarfa Hotel" zurück, und der Mayor, noch im Genüsse des bräutlichen Kusses schwelgend, setzte sich nieder und schrieb einen langen Brief an seine Gattin, in welchem er ihr die Kußszene mit großer Begeisterung schilderte, so wenigstens behauptete die geschwätzige Fama.

— [Die Siebe hat ihn so weit gebracht!] Der Sohn des bekannten Wiener Großindustriellen Josef v. Schroll, wurde am Sonnabend Mittag gerichtlich wegen Verschwendung unter Curatel gesetzt und der Vater zum Kurator bestellt. Im letzten Jahre machte Schroll jun. durch fein Verhältnis mit Bertha Rother, dem bekannten Modell, des Berliner Malers Gräf, viel von sich reden. Der junge Mann gab Unsummen Geldes für die Passionen dieser „Dame" aus und zeigte sich mit ihr öffentlich bei jeder Gelegenheit. Schließlich wollte Schroll die Bertha Rother heirathen. Die Entmündigung macht natürlich die bereits gethanen Schritte zur Ver­mählung wertlos.

— Auf Vorschlag des strengkatholischen belgischen Ministeriums hat König Leopold den jüdischen Oberst Fix zum Generalmajor ernannt. Das ist das erstemal, daß ein Israelit in Belgien General wird. General Fix ist erst 45 Jahre alt.

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Unter Hinweis auf den in der heutigen Nummer dieser Zeitung befindlichen Artikel halte ich mich für Bezüge in: deutschen gereinigten

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und sonstigen einschlägigen Artikeln angelegentlichst empfohlen.

C. B. Michaeli Hamburg.

Generalvertreter für die Provinz Hessen, Oberheffen und den südlichen Theil der Provinz Hannover (4550

Jul. Meccay Cassel.

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Athen, 22. Juli. Der König reist heute abend =12 ft ®’en' Warschau nach Petersburg und kehrt

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Ne« Peterhof, 22. Juli. Dem heutigen Gottes- : bienfte wohnte Kaiser Wilhelm, Kaiser Alexander, üe kaiserliche Familie, sowie Prinz Heinrich bei. Nach dem Dejeuner machten die Allerhöchsten Herr­schaften eine Spazierfahrt. Nach dem heute abend um 7 Uhr stattfindenden Galadiner erfolgt eine -großartige Beleuchtung des Parkes und um 11 Uhr die Abfahrt der Allerhöchsten Herrschaften nach Krasnoje-Selo, woselbst im Lager übernachtet wird, e üb, M morgen dem Exerzieren der Truppen beiznwohnen.

Paris, 21. Juli. Präsident Carnot- ist in Bezille eingetroffen. — Der ehemalige Minister- Srbmi .Präsident Dueleree ist gestorben. — Die neue Budget- ibritai kommission beschloß das Kultusbudget aufrecht zu ften t> «halten. — Bei dem Banket zu Ehren Carnots astlich m Bezille hob Carnot die Hingabe der Vorfahren )ffe 9 der Bürger der Dauphins an den Staat hervor in; i und fügte hinzu, die Bevölkerung hätte heute nichts lstellui «ehr für ihre Rechte zu befiirchten. Falls dieselben

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Z 8 a Hirschen, 2 dressirten Schweinen und einem dressirten Eselin _ 7,'s Marburg eintreffe und einen Cyklus von Vorstellungen geben werde —10,3

: würdiger Weise zu erfüllen wissen werde, wenn sie — dazu berufen werden sollte. Ihre Führer seien __a— .beliebt und besäßen das Vertrauen der Regierung, —11,0 das sie im Notfälle zu rechtfertigen wissen würden. -11,3 Earnot schloß mit einem Toast auf die heutigen 2 g'g Bewohner und Bewohnerinnen der Dauphinöe.

—12ch ' ■^aaS, 21. Juli. Die Königin von Serbien — g'gr rst heute abend hier eingetroffen.