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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für dir Kreise Marburg Md Kirchhain. Illustriertes " Sonntaasblatt
Expedition; Markt 21. — Stebottion, Druck und Berlag von Joh. Luq. Asch. 5 ♦ f 9 "
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der Rückreise von Petersburg wird jetzt offiziell bestätigt. Der deutsche Botschafter v. Schweinitz und der hiesige russische Botschafter Schuwalow sinb heute früh nach Petersburg abgereist. — Ter «Reichs- Anzeiger" veröffentlicht die Ernennung Zastrows zum Unleistaatssekretär, bes Geheimen Oberregierungs- Rat Brau-Behrens zum Ministerialdirektor im Ministerium des Innern. — Die Jmmediat-Kommission für den Berliner Tombau besteht aus den Geheimen Oberregierungsräten - Schöne, Unruh, Spieker und Jordan, den Geheimen Regierungsräten Persius und
stungen auf dem Gebiete der Kunst aus und stellte Mschiedene Ankäufe in Aussicht. Dann begab er sich nach dem Panorama, um das Bild, den Brand von Rom unter Nero, zu besichtigen. Dort wurde er von Baurat Kyllmaun, -dem Erbauer des Pan-"-
Marburg,
Dienstag, 17. Juli 1888. ®
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I Dehme, dem Oberbaudirektor Wiebe, dem Geheimen Oberbaurat Adler, dem Geheimen Oberfinanz- - Rat Grandke, den General-Superintendenten Kögel und Brückner und dem Hofprediger Bayer.
Berlin, 15. Juli. Die akademische Kunstausstellung ist im Landesausstellungspalaste heute mittag 12 Uhr feierlich eröffnet worden. Das Orchester leitete die Feier mit Beethovens Hymne: „Die s Himmel erzählen die Ehre Gottes" ein. Ter Präsident der Kunstakademie, Professor Becker, hielt die Eröffnungsrede, in welcher er der schweren Schicksals- schläge gedachte, die das Volk getroffen hat. Trotzdem fei die Beteiligung eine erfreulich reiche.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d Blatte» '"fijzj fonne d. Amwncen-Bureaur von Haasenftein und Vogler
Mnl- Jahrgang
Dauben.To.in Frankfurt a.»., Berlin, Hannover.Par> .
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn» und i pp Feiertagen. — Qnattal.AbonnementS-PreiS bei der Erpe- J1S. 1OO. ditiou 2*/. SIL bei den Postämtern 2 3RL 50 Pfg. lexkl. Bestellgeld). Jnfertion-gebühr für die gespaltene Zelle "2 10 Bf«.. Reklamen für die Zelle 25 Pfa.
Berlin, 14. Juli. Ter Kaiser traf gestern früh um 7 Uhr 55 Minuten auf dem hiesigen Potsdamer Bahnhof ein und begab sich sofort in Begleitung dreier Adjutanten nach dem Ausstellungs- f dem barke. Tort wurde er von dem Präsidenten der - - * Königlichen Akademie der Künste, Prof.Karl Becker, empfangen. Unter dessen Führung unternahm der Kaiser eine Besichtigung der nahezu vollendeten akademischen Künstausstellung, welche bekanntlich am nächsten Sonntag eröffnet wird. Der Kaiser sprach sich in anerkennender Weise über die neueren Lei-
sr* u” wui, t» uuj och -vooen, naym i n<Q ein weites loian Papier yervor und
Ma und Hut, faßte den immer noch predigenden sorglich die Photographie darin ein. Dann eilte sie vett am Arme und verließ mit ihm die Wohnung. I in ihre Schlafstube und machte rasch Toilette.
.Einige Minuten später faße» sie aus der Pferde. . Fünf Minuten später schon befand sie sich auf *9® und fuhren zu Robert. Ibem Wege zu Egons Braut.
jl. ^toit Giese, die Wirtin EgouS, war durchaus! 818 Frau Giese vor der Thür des Komme:zieu- neugierige Frau. Gott bewahre, wer »ou ihren | rats staub, und im Begriffe war, die Klingel zu ziehen, vmeu Saisons ehrlich fein wollte, und die meisten Raubte sie im Innern der Wohnung lautes Schluchzen Men es sein, der wußte ihr dar Zeugnis ausstellen »» vernehmen. Es war in der That Amanda, die 7?» sie sah und nicht sah, daß sie hörte und nicht IÜ4 noch immer nicht beruhigen konnte. In Ber. Wl*. je nachdem cS die Berhältuiffe erforderten. Zweiflung war ste nach Hause gekommen und hatte
v Diese gute Fra« stand gerade, als Albert seine L Zeben mutt?^ fte 08
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ffcMe DillamationVs AIbert anhÄW ^-tereffe D„ Fall Dudley bewegte die Herzen und Gemüter I “ ® ves Awerr anyorre. Iber Frauenwelt, und wer wollte es der ehrwürdigen
: hkoi vtoar 1° fürchterlich! Ihr Saigon hatte Weib I Dame verübeln, wenn sie diese Symptome, die Egon : , u°d wtll sich nochmals verheiraten! Großer! geäußert, sehr, sehr bedenklich fand.
und darf sie das dulden? Diese HeiratI Man machte sofort dem Herr« Kommerzienrat Hb.abge-!Mitteilung, und beretts sprach die geängstigte Mama ifcrrL u P“'. üe nicht fleht, wenn einer ihrer! von einer Auflösung des Verhältnisses. Der Papa, t *** heiratet; denn aus Erfahrung weiß fie, daß! welcher geneigt war, die Sache von einer ganz au-
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tft k „ | Einige Augenblicke später stand ein junger Herr
»Das ist nicht möglich! donnerte der Kammer.!dem Kommerziemat aeamüber «•
glaubt daß b Wte i6m Sk' und beging daher die Thorheit, ihm die Photographie
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sorguiffe zerstreut, »eine Tochter. Ich möchte aber! .Mei« gnädiges Fräulein," fuhr Robert voll ge.
(Nachdruck verboten.) I immer nur die Guten diesen Schritt thuu, die Schlechten Aee /tttttth itt her Unf laber ledig bleiben.
ttgmal-Humoreske von Conrab Fischer-Sallstein. worden","d?ß^^ng°ückl°che Brau?deS^Herru Egon I— die Eltern der Dame waren ihr bekannt — voll.
Egon sah alsbald ein, daß mit Albert nichts an. | ständig unterrichtet werden müsse. Das war ja nur war. Auch hatte er sich inzwischen über-1 ihre Christenpflicht.
bruar M, daß dieser an dem Verbrechen unschuldig fei. I Als die jungen Männer das Zimmer verlassen -tun mußte Robert gefoltert werden; einer muß dran | hatten, eilte Frau Giese hurtig in dasselbe hinein, mubeu, einer muß sich seiner Braut gegenüber als und das erste, was ihr in die Hände fiel, war das «»»der, als Attentäter bekennen, damit der Verdacht I reizende Bild.
ber Welt geschafft werde. Es lag unter dem Tisch am Boden. Frau Giese
Ee beschloß sofort Robert aufzusuchen. Dieser | hob eS auf, blickte das reizende Weib, das süße
für den Spmtushandel sind Auf Beranlaffung des! Bee den steuerlichen Abfertigungen des mländeschen ?rfw¥en ^TnnnJterg -tte namll$ ble kaiser- Branntweins sind von einem dewch den Reichskanzler liche Normal-Au^rngskommrfiwn diese Frage, welche I noch näher zu bestimmenden Zeitpunkt an: 1 für ■ «V e‘lle^ $ör(aqe des Reichsschatzamtes vom lalle alkoholoinetrischen Messungen an Stelle der breites war nnerno^malla^ unter- bisherigen Volumenalkoholometer Gewichtsalkoholo-
vreitct war, einer nochmaligen Prüfung unterzogen I meter mit lOOteiligem (Celsius-) Thermometer in "°rn,ü“6et -u dem Vorschläge gekommen, für Gebrauch zu nehmen. 2. Die scheinbaren Alkohol- alle alkoholometrischen Messungen an Stelle des stärken des Branntweins a) von 0 bis zü aus- inn.ertren b°* Gewichtsalkoholometer m.k schließlich 10 Gewichtsprozenten nach ganzen Prozenten
—0 ,,U§- 8Ot£I19eT (Röaumur) b) von 10 bis zu ausschließlich 65 Gewichtsprozenten
Thermometer einzufuhren. Bei der Vervoll- nach ganzen und halben Prozenten c) bei höheren Grundlagen der Stärken nach ganzen und fünftel Prozenten, ferner München Alkoholometne, sowie den Vorteilen für die Temperaturen des Branntweins: bei Stärken uE l'Sr 5°r'^Ia9 m lichl») von 0 bis ausschließlich 10 Prozenten nach dem LVr? ^bußtsche Fmanzminister für!hundertteiligen, 0 bis 25 Grad anfweisenden Thermo^ d e Annahme desselben neben den sonstigen in der meter nach ganzen Graden, b) von lO bN aus- oben angeführten Vorlage vom 14. Marz enthaltenen schließlich 65 Prozenten nachdem hundertteiligen — Aenderungen entschieden. Tie Durchführung dieser 12 bis -s- 30 Grad aigweffenden Tlllrmometer Aenderungen macht nun aber zwei besondere Thermo- gleichfalls nach ganzen Graden, c) bei höheren Stärken Alkoholometer erforderlich, und zwar e,ns sür d.e nach dem hundertte ligen, gleichfalls -- 2 s ^ 36 Bestimmung der scheinbaren Atkoholstärke des Brannt- Grad aufwe.senden Thermometernach aamen roetnS ju ausschließlich 65 Gewichtsprozenten halben Graden $u bestimmen und naeh Maßgabe mit Einteilung nach ganzen und halben Prozenten solcher Ermittelungen die wahren Alkoholstärke/mr yitt h’fk' ®E't,mmun9 der scheinbaren I Ablesungen a) von 0 bis zu ausschließlich 10 Prozenten
KÄ Branntweins von 65 bis 100 nach ganzen Prozenten, b) bOn^10 S?« mSmS S' 5!ntfn -P1“ ®?n,tei(un9 nach ganzen und! 65 Prozenten nach ganzen und halben Prozenten 9fni fCrPhD5rten> ,-PUr £lcferPn9 .b.er erforderlichen und c) von 65 bis zu 100 Prozenten nach ganzen Anzahl beider Instrumente hat sich bie Normal-1 und fünftel Prozenten sestzusetzen. ° 3 Hiernach ein ad- Atehungskommission bereit erklärt. Die letztere richtete Umrechnungstafeln sind von der Normal-
befürwortete ferner, da bei der Alkoholifierung von Aichungskommission zum Gebrauch der Steunbl- Branntwein welcher nicht mehr als 10 Gewichts- höffden zu liefern. 4 Weaen Bestüaffuna h,r ™ mideTrJfff°nOtnur ungenaue Resultate Thermo-Alkoholometer bleibt den^obersten LandeS- A2rm AlkobEä^r Z der finanzbehörden das Weitere zu veranlassen.^ .
skyemvaren Alkoholstärken bis ausschließlich 65 Ge- —ZurAusführunadesVolkssibulläsr-n- wichtsprozeiite sestgehalten werden, und schlug außer- gesetzes haben der Minister der geistlichen rc Aw LLLLLL'L'L LMüLk unter dem
Mr f°r diese em besonderes, 22. Juni ausführliche Anweisungen ergehen lassen
iS t9 i, KCt r?Cn r$or$U9 Süßerer Zu- aus denen Folgendes hervorzuheben ist? Das Gesetz
Hu^slnstrument mit Teilung bezweckt, den Druck der Volksschullasten insoweit er der Alkoholometerskala nach ganzen Prozenten und I durch die Aufbringung der Leistungen für die Lehrer- der Thermometerskala nach ganzen Graden, sowie besoldung he beigefühA wird n umsMn er WeT S't“Auch M «u durch -Ä!ug «
“Ver Exemplare dieser Art hat sich beitrages zu dem Diensteinkommen der Lehrer und
®r,mh^rra =Y^Unmf0^ fl°t bernt erfIärt Auf Lehrerinnen wirksam zu erleichtern. Entsprechend Grund aller dieser Vorschläge hatte der Reichskanzler diesem Grundgedanken des Gesetzes liegt es nickt durch den Staatssettetär des Reichsschatzamtes bei in der Absicht^'der Staatsregürung^ bie Ritfer durch btn ö«standigen Bundesratsausschuffen bestimmt den Staatshaushaltsetat unter Kapitel 121 Titel S LT ^1°/ Unb ^a“en biefe toiebetum 27/ 28 »ns 28b mtfBefefcten CtaSfonlJ L «2 bem Plenum solche unterbreitet, seiner gestrigen Währung von Unterstützungen und Zuschüssen für E'kung h° nun das letztere, den Berl. Pol. Nach?.' das Volksschulwesen jer^en uubTK L j folge, diese Anträge m folgender Form angenommen: 1 leichterung, welche den Schulunterhaltungspflichtigen
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"a ” l vamas, empfangen und geleitet. Der Kaiser hob 4358 Betrachtung des Bildes hervor, daß die Panoramabilder einen großen historischen Zweck haben, erachtete es jedoch als wünschenswert, daß man bei diesen Panoramen nicht nur auf die Antike, sondern auch auf das Mittelalter zurückgreifen möge, welches ... 0„.,ö vltlv 1VVU)V.
. * Zeitalter den Begriffen der heutigen Generation I Der Kaiser habe wegen feiner Reise an der Er- 1111! "äher stehe. Gegen 10 Uhr verließ ber Kaiser den I öffnungsfeier nicht teilnchmen können, aber durch ^Au-stellungspark, nahm im hiesigen königl. Schlosse I vorherige wiederholte Besuche und durch Ankäufe den Vortrag des Staatsministers und Staatssekretärs seine besondere Teilnahme bekundet. Im Namen ^don Bötticher entgegen und empfing hierauf den des Ministers v. Goßler, welcher durch Unwohlsein Ober-Präsidialrat v. Brandenstein. Demnächst fuhr verhindert war, erklärte der Ministerialdirektor Grei : Kaiser >,ur Rückkehr nach dem Marmorpalais, I die sechzigste Ausstellung der Künste für eröffnet, gegen 12 Uhr, in Begleitung des Flügeladjutanten I Nach einem dreimaligen Hoch auf den Kaiser hörte vom Dienst, Obersten v. Brösigke, nach dem hiesigen die Versammlung stehend die Nationalhymne an. Potsdamer Bahnhöfe unb nahm dort, bevor die Danach trat unter Führung des Professors Becker Rückfahrt angetreten wurde, im königlichen Warte- der Ministerialdirektor Greiff den Rundgang durch falon die persönlichen Meldungen einiger Generale die Ausstellung an. — Die .Nordd. Allg Zig."
Md mehrerer anderer Offiziere entgegen. — Um wendet sich gegen den Artikel der „Mosk. Ztg."
12 Uhr erfolgte dann mittelst Extrazuges die I über die Kaiserentrevue. Die Tendenz des Artikels Rückfahrt von Berlin nach Potsdam. Im Laufe kennzeichne sich in den Worten, Rußland werde
Nachmütags hatte der am Morgen aus Karls- Frankreich im kritischen Augenblick nicht verlassen:
dad in Berlin eingetroffene kaiserlich deutsche Bot- hieraus sei ersichtlich, was die russischen Panslawisten lchafler am russischen Hofe, General der Infanterie I wünschen und hoffen unb was von ihnen zu er- wd Generaladjutant von Schweinitz die Ehre des warten fei. Man wird sich klar machen, wie un- pfmiges, und wurde derselbe darauf auch von! fruchtbar die Bemühungen fein würden, eine Partei wn Kai,erlichen Majestäten mit einer Einladung zu befriedigen, die vertreten ist durch ein Organ, wie M Ls"- ^ühslück beehrt. Um 5 Uhr begab sich der die „Moskauer Zeitung".
“ Affer nach Friedrichskron, um sich dort von Ihrer — In seiner vorgestrigen Plenarsitzung hat sich * ' °Üüt der Kaiserin - Witwe Viktoria vor seiner! der Bundesrat auch mit den Anträgen seiner Aus- Preise nach Kiel zu verabschieden und arbeitete schösse, betreffs Ermittelung des Alkoholgehaltes des «'VV r®ai'f noch mit Albedyll und Bahnke. — Der Be-1zur steuerlichen Abfertigung gelangenden Branntweins M des Kaisers in Kopenhagen und Stockholm auf beschäftigt, welche von der allergrößten Bedeutung
beschloß sofort Rodert aufzusuchen. Dieser! hob eS auf, blickte das reizende Weib, das süße ms tf"e edle Haut, der Schillers Bürgschaft immer! Kivbchen an und begann bitterlich zu weinen. Und * innL'i °^nt ö^bor nachzulesen, von A biS Z deklamiren! solch ein Weibchen konnte er verlassen — o Gott, Dar- Müe und die Freundschaft unter Freunden noch voo l Herr Egon war »och schlimmer, wie dieser Dudley, Iroifc idealen Seite auffaßte. Ivon dem alle Zeitungen sprachen.
i. «>,,«"ischloffeu riß Ego» dem Freunde das fatale | Geschäftig kramte ste unter den Papieren Egons
er0 vus der Hand, warf es auf den Boden, nahm lstch ein weißes Blatt Papier hervor und schlug für»